Markus Hinterhäuser © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 2. AUGUST 2026
Salzburg
Bewegendes Ende einer Ära: Ex-Intendant Hinterhäuser spielt bei den Salzburger Festspielen
Er ist tatsächlich aufgetreten: Markus Hinterhäuser, Ex-Intendant der Festspiele, tritt im Mozarteum auf. Als Liedbegleiter von Matthias Goerne. Das Publikum reagiert entsprechend.
Von Jörn Florian Fuchs
MuenchnerMerkur.de
Die Passauer Runde lud ein: Hinterhäuser rechnete mit Politik ab
Die Passauer Runde lud zu Ehren von Ex-Festspielintendant Markus Hinterhäuser ins Salzburger Schloss Fuschl. Die Passauer Runde rund um Unternehmerin Claudia Gugger-Bessinger lud am Samstag zu Ehren des ehemaligen Festspielintendanten Markus Hinterhäuser ins Schloss Fuschl. „Es ist wirklich nicht in Ordnung, das Kostbarste, was Salzburg zu bieten hat, also die Salzburger Festspiele, zu einem Instrument politischer Kleingeistigkeit und politischer Macht so zu missbrauchen. Das ist ein sehr problematischer und sehr gefährlicher Vorgang“, so dieser in seiner Rede.
Kurier.at
Salzburger Festspiele
Eskapaden auf dem Mars
Wenn Sängerinnen oder Sänger absagen, ist die Begründung meistens: Krankheit. Elīna Garanča hat ihr Rollendebüt in „Ariadne auf Naxos“ abgesagt, weil sie „keinen Zugang zur Rolle gefunden hat“. Für sie singt bei den Salzburger Festspielen jetzt Christina Nilsson die Titelpartie. Regisseur Ersan Mondtag dagegen hat einen ganz speziellen Zugang zur Oper und eine intergalaktische Regieidee. Am Sonntag ist Premiere.
BR-Klassik.de
Vor der Premiere von „Ariadne auf Naxos“: Wenn Elon Musk die Oper auf den Mars schickt (Bezahlartikel)
„Ariadne auf Naxos“ erklang 1926 erstmals bei den Salzburger Festspielen. 100 Jahre später hebt die Oper von Richard Strauss ins Weltall ab.
SalzburgerNachrichten.at
Salzburg/Festspiele
Salzburg: Wolferl als Pumuckl und starke Beckett-Flüstereien (Bezahlartikel)
Georg Nigls „Nachtmusiken“ mit einem neuen Mozart-Programm, das Klangforum Wien mit Kurtág und Feldman.
DiePresse.com
Hohepriester der Tasten: Grigory Sokolov an den Salzburger Festspielen
Zart und leise, man weiß es. Aber in welch extremem Ausmaß Mozarts Clavichord filigran und verletzlich klingt und dass das nicht nur mit der Quantität der Lautstärke zu tun hat, sondern eine ganz besondere Klangqualität bedeutet – das verblüfft und berührt jedes Mal neu.
bachtrack.com/de
Teilchen-Kosmologie
Pierre-Laurent Aimard legt mit vier Klavieren ein Klang-Kaleidoskop Werke von Kurtág, Schubert, Schönberg und Webern. Ein Schuss Celesta mit Mozart als klangliches Sahnehäubchen in dieser Melange. Er spielt dabei den Wanderer und irritiert mit Zugespieltem.
DrehpunktKultur.at
hol heißt wo. Távol heißt weit
Hommage á Kurtag / Klangforum. „Beim Unterrichten gehen wir der Frage nach: Was ist Realität? Was liegt dahinter? … Sobald ein Mensch etwas erkennt, ist das genau genommen bereits ein Erschaffen.“ So György Kurtág, der im Februar seinen 100. Geburtstag gefeiert hat.
DrehpunktKultur.at
Langenlois
Hallo, Musical: Großer Erfolg für „Hello, Dolly!“ in Langenlois (Bezahlartikel)
Cornelia Horak und Christoph Wagner-Trenkwitz werden als Heiratsvermittlerin und reicher Kunde ein Paar: In der Operettenhochburg Langenlois begeistert diesmal ein Musical-Klassiker.
DiePresse.com
Bayreuth
Diese Norwegerin singt zum Wahnsinnigwerden schön (Bezahlartikel)
„Der fliegende Holländer“ in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov ist letztmalig in Bayreuth zu sehen. Sie ist meisterlich und auch musikalisch eine Freude.
FrankfurterAllgemeine.net
Zum Abschied ohne Brille – Der „Parsifal“ von Jay Scheib und Pablo Heras-Casado geht seine Abschiedsrunde (Bezahlartikel)
In Bayreuth hat Wagners „Parsifal“ per se das Haus auf seiner Seite. Die musikalische Faszination, das Schwelgen im Zauber der Klänge, ja die Andacht, die sich bei dieser Musik speziell hier entfaltet, gehören nach des Meisters Willen zu seinen Festspielen. Auch wenn das Haus mit dem „Ring des Nibelungen“ eröffnet wurde, ist es doch akustisch für den „Parsifal“ (wie) geschaffen. Dass dieses quasi-religiöse opus magnum Wagners mit zunehmender Säkularisierung auch eine Steilvorlage für szenische Herausforderungen ist, haben gerade die jüngsten Vorgänger der aktuellen Inszenierung von Jay Scheib (Regie), Mimi Lien (Bühne) und Meentje Nielsen (Kostüme) aus dem Jahre 2023, die jetzt zum letzten Mal auf dem Spielplan steht, auf verschiedene Weise bewiesen.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Kritik „Parsifal“ in Bayreuth: Erlösung ohne Datenbrille
Die Augmented-Reality-Brillen sind verschwunden, kommentarlos haben die Bayreuther Festspiele ihr einst viel diskutiertes Technik-Experiment beendet. Übrig bleibt eine Inszenierung von Jay Scheib, die szenisch oft ratlos zurücklässt. Musikalisch aber findet „Parsifal“ unter Pablo Heras-Casado spätestens im dritten Akt zu jener Größe, die man auf dem Grünen Hügel erwartet.
BR-Klassik.de
Ein Damentrio rettet das verschmähte Frühwerk: Wagners „Rienzi“ bei den Bayreuther Festspielen
Zum 150. Jubiläum wagen die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele etwas bis dahin Unerhörtes: Mit Rienzi steht erstmals jenes Frühwerk auf dem Spielplan, welches der Komponist selbst aus dem Kanon seiner reifen Musikdramen verbannte. Die Neuinszenierung wird ausschließlich in diesem Festspielsommer, ohne Aussicht auf ein Wiederaufnahme, angesetzt.
opernmagazin.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Bayreuth
Review | Not a Ghost Ship: Tcherniakov’s Der fliegende Holländer at Bayreuth
myscena.org
Bad Wildbad
Bad Wildbad Festival 2026 Review: L’occasione fa il ladro
operawire.com
Litomšyl
Smetana Festival Litomšyl 2026 Review: The Kiss
Klecker Leads a Young Cast in a Strong Presentation
operawire.com
Kopenhagen
Copenhagen Opera Festival Announces 2026 Program Featuring Nicole Car, Levy Sekgapane, Freddie De Tommaso, Allison Cook & Andreas Scholl
operawire.com
London
Tao of Glass review – stage magic as McDermott meditates on the minimalist master
TheGuardian.com
This love letter to Philip Glass is full of wonder (Subscription required)
An exquisite blend of theatre and concert, Tao of Glass is frustratingly let down by long wordless interludes
telegraph.co.uk
Review: TAO OF GLASS @Sohoplace
Phelim McDermott’s magnificent meditation on music arrives in London.
broadwayworld.com
Freudian trip: how psychoanalysis and skydiving are helping Aurora orchestra open up Mahler’s First
When Mahler premiered his first symphony, it left audiences baffled. For their latest Prom, Aurora are bringing it to life – with the help of Sigmund Freud
TheGuardian.com
New York
Exploring mischief and fate with Alina Ibragimova at Lincoln Center
seenandheard-international.com
Ballet / Dance
The RB’s Marianela – Timeless: a ballerina at the pinnacle of her career
bachtrack.com/de
Books
Unauthorized Jonas Kaufmann Biography Published
operawire.com
Ballett / Tanz / Performance
Wien/ImPulstanz
ImPulsTanz im mumok: Die Klarheit im zeitgenössischen Tanz (Bezahlartikel)
Das radikale Körperbild des österreichischen Choreographen Philipp Gehmacher in seinem neuen Solo „doors open close“.
DerKurier.at
Eine Begegnung der anderen Art als postkolonialer Tanz
Die koreanische Choreografin Eun-Me Ahn gastiert mit ihrem rasenden „Post-Orientalist Express“ bei Impulstanz im Burgtheater
DerStandard.at
Wien/ImPulsTanz
„Der Kampf ist noch nicht vorbei“
Leïla Ka ist der aufstrebende Star der französischen Tanzszene. Im Gespräch gibt sie Einblicke in die Entstehung und den Hintergrund der Choreografie „Maldonne“, die noch am Samstag (01.08.) im Volkstheater zu sehen ist.
Kurier.at
Rock/Pop
Ariana Grande rechnet mit ihren Fans ab – wenn auch nur durch die Blume
Ariana Grandes achtes Album kommt als trojanisches Pferd daher. Ihre Songs könnten von Verflossenen handeln. Zumindest zwischen den Zeilen tönt „Petal“ aber wie eine Abrechnung mit den eigenen Fans.
DiePresse.com
Sprechtheater
Stockerau
„Sommernachtstraum“ in Stockerau: Herrliche Possenreißer, aber kein großes Ganzes (Bezahlartikel)
Shakespeares „Sommernachtstraum“ als ambitionierte Sommertheater-Aufführung bei den Festspielen Stockerau.
Kurier.at
Telfs
Felix Mitterers „Feuernacht“ in einem nackten Abbruchhaus in Telfs
Das Stück um Sabotageakte im Südtirol-Konflikt ging bei den Volksschauspielen mit Patina über die Bühne – Standing Ovations für alle, für den Autor noch extra
DerStandard.at
Nachruf
Theaterkritikerin Karin Kathrein 88-jährig gestorben
Langjährige Juryvorsitzende des Nestroy-Preises zählte zu den profiliertesten Theaterexpertinnen des Landes. Sie schrieb viele Jahre für den Kurier.
Kurier.at
Medien
ORF/Falter
Weißmann scheitert mit Rekurs: „Falter“ darf alle Chats veröffentlichen
Das Oberlandesgericht folgt der Ansicht von Ex-ORF-CHef Weißmann nicht.
Kurier.at
Politik
Desaster an EU-Grenze
60.000 überrannten Ceuta, jetzt beginnt Rückreise
Innerhalb von 24 Stunden sind 60.000 (!) Migranten in die spanische Exklave Ceuta gestürmt – deutlich mehr als bisher angenommen. Doch inzwischen sollen Zehntausende wieder die Rückreise nach Marokko angetreten haben. Die Lage ist chaotisch, die Anwohner klagen über eine „totale Schutzlosigkeit“.
krone.at
Österreich
Millionen vom Staat: Geförderter Europa-Verein plötzlich insolvent
Hunderttausende Euro Förderung, über 81.000 gemeldete Mitglieder – und plötzlich kein Geld mehr: Der Bund Europäischer Jugend ist pleite. Warum es so weit kommen konnte.
krone.at
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Unter’m Strich
Österreich
Pfand-Irrsinn – plötzlich gibt es weniger Geld zurück
Wer alte Gebinde zu Hause hat, bekommt aktuell weniger dafür retour. Auch die Frist zur Rückerstattung der Differenz ist mittlerweile abgelaufen. Die Mehrwertsteuersenkung von Grundnahrungsmitteln macht sich beim Einkauf schon teilweise bemerkbar: Vor allem, weil Nudeln, Reis und Co. jetzt ungewöhnliche Beträge wie 1,13 oder 1,51 Euro am Preisschild stehen haben. Doch für einige Kunden kann das aktuell zur „Kosten-Falle“ werden – auch wenn es hier ebenfalls nur um kleine Cent-Beträge geht.
Heute.at
INFOS DES TAGES (SONNTAG, 2. AUGUST 2026)
INFOS DES TAGES (SONNTAG, 2. AUGUST 2026)
Quelle: onlinemerker.com
ERLEBNIS BÜHNE/ HEUTE: TASTEN-VIRTUOSITÄT AUS ÖSTERREICH IN GRAFENEGG UND ATHEN!

Lorenzo Viotti © Danielle van Couverden / Rudolf Buchbinder © Marco Borggreve
20.15 Uhr
BUCHBINDER SPIELT BRAHMS
Dirigent Lorenzo Viotti
Klavier Rudolf Buchbinder
Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino
Grafenegg 2021
Beim Grafenegg Festival 2021 traf der
Klavier-Virtuose Rudolf Buchbinder auf Shooting-Star Lorenzo Viotti. Viotti trat ans Pult des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino. Buchbinder spielte den Solopart im abwechslungsreichen ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms. Als Finale erklang Ludwig van Beethovens sechste Symphonie, die „Pastorale“, die sich mit ihrem starken
Naturbezug besonders gut in die malerische Kulisse des Wolkenturms in Grafenegg eingliederte.
21.45 Uhr
LUKAS STERNATH IN ATHEN
Dirigent Constantinos Carydis
Klavier Lukas Sternath
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Athen 2026
Tastenzauber vor einzigartiger, antiker Kulisse: Der junge österreichische Pianist Lukas Sternath ist ein aufsteigender Stern am Klassikhimmel!
Mit der weltberühmten Akropolis im Hintergrund gibt er in Athen ein Konzert mit einem beliebten Meisterwerk: Ludwig van Beethovens 5. Klavierkonzert in Es-Dur. Es spielt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung des international gefragten Dirigenten Constantinos Carydis.
22.25 Uhr
LEOŠ JANÁČEK: DIE AUSFLÜGE DES HERRN BROUČEK

Dirigent Robert Jindra
Inszenierung Yuval Sharon
Mit Peter Hoare (Matěj Brouček)
Prager Philharmonischer Chor
Wiener Symphoniker
Bregenz 2026
Die Hausoper der Bregenzer Festspiele ist seit Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil des ORF-III-Kultursommers. In diesem Jahr steht die fantastische Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ von Leoš Janáček auf dem Programm.
Herr Brouček unternimmt zwei spannende Reisen, die ihm Gelegenheit geben, dem Alltag zu entfliehen und mit Ironie über seine Mitmenschen zu reflektieren. Im ersten Teil der Oper fliegt der Protagonist auf den Mond, im zweiten findet er sich im 15. Jahrhundert wieder.
Die Titelpartie übernimmt in Bregenz der britische Tenor Peter Hoare. Robert Jindra dirigiert die Wiener Symphoniker und den Prager Philharmonischen Chor. Für die Inszenierung zeichnet Yuval Sharon verantwortlich – eine Produktion, die für ihren Witz und ihre Intelligenz bejubelt wurde!
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Der Sommer bei Ildar Abdrazakov (einer der auf den westlichen Opernbühnen besonders fehlt)


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Der August im Wiener Leopold-Museum

© Herbert Boeckl Nachlass Wien
Entdecken Sie in unserer neuen Sonderausstellung HERBERT BOECKL – HANS JOSEPHSOHN. ARCHETYPEN DES FIGURALEN zwei herausragende Künstlerpersönlichkeiten. Ausgewählte Gemälde des österreichischen Malers Herbert Boeckl treten in einen spannungsgeladenen Dialog mit Skulpturen des Schweizer Bildhauers Hans Josephsohn.
DER SOMMER IM LEOPOLD MUSEUM
Wir erweitern im August unsere Öffnungszeiten und haben täglich für Sie geöffnet. Unsere angenehm temperierten Ausstellungsräume sorgen für Abkühlung, die Café Leopold Wasserbar und Libelle-Rooftop-Bar laden zum anschließenden After-Museum-Drink ein.
Weiters bieten wir im August jeden Samstag um 11 Uhr englischsprachige Führungen zu WIEN 1900. AUFBRUCH IN DIE MODERNE an. Immer verfügbar sind unsere Audiotouren – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Koreanisch und Ukrainisch.
AUSSTELLUNGEN
Dauerpräsentation:
WIEN 1900
AUFBRUCH IN DIE MODERNE
Sonderausstellungen:
Bis 10.01.2026:
HERBERT BOECKL – HANS JOSEPHSOHN
ARCHETYPEN DES FIGURALEN
Bis 11.10.2026:
PREMIERE!
DIE SAMMLUNG DER OESTERREICHISCHEN NATIONALBANK
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Auszug aus „News“: Der Headhunter, der Mateschitz für verrückt hielt
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Von anderen zu lernen heißt nicht, ihre Entscheidungen zu kopieren. Interessanter ist, wie sie denken: Woran erkennen sie Chancen? Wie gehen sie mit Irrtümern um? Wann halten sie an einer Idee fest – und wann lassen sie sie fallen? Bei einer NEWS-Masterclass hatte ich Gelegenheit, darüber mit Hans Jorda zu sprechen. Der Headhunter hat Tausende Kandidatinnen und Kandidaten interviewt, Karrieren entstehen und scheitern sehen und einige der prägendsten Unternehmer des Landes aus nächster Nähe erlebt.
Die beste Geschichte des Abends handelte von Dietrich Mateschitz – und davon, wie gründlich selbst ein erfahrener Menschenkenner danebenliegen kann. Mitte der Achtzigerjahre suchte Hans Jorda einen Geschäftsführer für Coca-Cola Österreich. Damals war das einer der begehrtesten Marketingjobs des Landes. Über eine Empfehlung kam er mit einem jungen Manager namens Dietrich Mateschitz ins Gespräch.
Das Telefonat dauerte rund 45 Minuten. Mateschitz war klug, charmant und ein hervorragender Kandidat. Gegen Ende erklärte er allerdings, dass er den Job nicht wolle. Er habe etwas anderes vor. Jorda war fassungslos. Sein damaliger Gedanke, wie er bei der NEWS-Masterclass freimütig erzählte: Was ist das bitte für ein Volltrottel? Ein halbes Jahr später meldete sich Mateschitz wieder. Hans Jorda solle nach Salzburg kommen, er wolle ihm seine Idee vorstellen.
Dort erwarteten ihn ein kleines, schäbiges Büro in der Alpenstraße, ein gebrauchter BMW mit deutschem Kennzeichen und die Vision eines neuartigen Energy-Drinks. Hans Jorda dachte zunächst an Isostar. Mateschitz erklärte ihm ziemlich deutlich, dass er gar nichts verstanden hatte. Dann legte er seinen Fünfjahresplan vor: zuerst hohe Marketingausgaben und kaum Umsatz, im fünften Jahr eine Milliarde Schilling Erlös.
Die erste Kostprobe machte die Sache für Hans Jorda nicht glaubwürdiger. Er hätte das Getränk gerne wieder ausgespuckt. Bis heute, sagte er, schmecke ihm Red Bull nicht. Auf der Heimfahrt fragte er sich ernsthaft, ob Mateschitz später überhaupt sein Honorar bezahlen könne. Er konnte.
Jorda begann für ihn zu arbeiten. Denn auch wenn er das Produkt nicht verstand, erkannte er die Energie des Mannes dahinter. Mateschitz sei charmant, klug und geradezu besessen von seiner Idee gewesen. Wie ein Wanderprediger habe er seinem Gegenüber das Gefühl gegeben, dass hier etwas Großes entstehe. Später suchte Jordas Team Hunderte Mitarbeiter für Red Bull. Hans Jorda selbst half beim Aufbau des Teams in den USA.
Von Mateschitz lernte Hans Jorda nicht nur, was Charisma und eine starke Marke bewirken können. Er lernte auch etwas, das vielen Führungskräften schwerfällt: aufhören. Kurz nach dem Start von Red Bull arbeitete Mateschitz nämlich an einem zweiten Produkt namens Red Brewster. Es gab bereits ein Logo mit einem roten Hahn, die Personalsuche hatte begonnen und viel Geld war investiert. Dann bemerkte Mateschitz, dass das neue Produkt seine Mitarbeiter ablenkte und den Markt verwirrte. Er stoppte das Projekt. Einfach so. Keine weiteren Millionen, nur weil bereits Millionen ausgegeben worden waren. Kein verzweifelter Versuch, eine schlechte Idee doch noch irgendwie zu retten. Beeindruckt hat Hans Jorda noch etwas anderes. Mateschitz sei nach seinem Erfolg im persönlichen Umgang derselbe geblieben. Er diskutierte auf Augenhöhe, interessierte sich für sein Gegenüber und ließ niemanden spüren, dass er inzwischen der reichste Mann im Raum war.
Was lässt sich – unabhängig von der Person Dietrich Mateschitz – von einem Headhunter lernen, der Tausende Karrieren begleitet hat? Zum Abschluss der NEWS-Masterclass bat ich Hans Jorda deshalb um kurze Antworten auf 7 große Fragen:
Karrieren scheitern am häufigsten an?
Ego.
Der größte Karrierekiller ist?
Ego.
Ein CEO muss vor allem können?
Zuhören.
Macht wird gefährlich, wenn?
Man nur noch Ja-Sager um sich hat.
Österreich könnte erfolgreicher sein, wenn?
Wir uns mehr trauen.
Erfolg bedeutet für mich heute?
Zufriedenheit.
Welchen Satz sagen Sie jungen Führungskräften am häufigsten?
Tu das, was du gerne machst.
Bereits einige Wochen vor der Masterclass sprach Hans Jorda im NEWS-Interview darüber, warum sich Karrieren weit weniger planen lassen, als viele glauben. Titel und Abschlüsse hält er für überschätzt – entscheidender seien Haltung, Leistungswille, Chancen und der Umgang mit Niederlagen.