DIE SONNTAG-PRESSE – 1. FEBRUAR 2026

Teodor Currentzis © Olya Runyova

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DIE SONNTAG-PRESSE – 1. FEBRUAR 2026

Athen
„Requiem for the End of Love“: Currentzis jüngstes Gericht

Der umstrittene Guru-Dirigent Teodor Currentzis verwandelt die Oper von Athen 40 Minuten lang in einen Ort der brutalen Überwältigung. Was für ein Spektakel! Giorgos Koumendakis ist ein freundlicher Mensch: leise, warme Stimme, wohlgetrimmter Siebentagebart, wache Augen, hochgewachsen. Der 66-Jährige gehört zu den renommiertesten Komponisten Griechenlands. Er hat in Athen studiert und später bei Stars der modernen Musik des 20. Jahrhunderts wie Pierre Boulez, György Ligeti oder Iannis Xenakis. Reden muss man in diesem Beruf nicht viel. Die Welt in Töne zu fassen, ist ein weitgehend stilles, einsames Geschäft.
DieZeit.de

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So klang Oper am Hamburger Gänsemarkt 1707

CD/Blu-ray Besprechung:

Ein Geheimtipp für die Liebhaber der Barockmusik!

Reinhard Keiser
Der Carneval von Venedig

barockwerk Hamburg

Ira Hochman

cpo 555 581-2

von Peter Sommeregger

Diese ambitionierte CD-Produktion taucht tief in die Geschichte der Oper in Hamburg ein. Die Stadt verfügte ab 1678 über das damals größte bürgerlich-städtische Theater im deutschen Sprachraum. Die „Oper am Gänsemarkt“ soll bis zu 2000 Zuschauern Platz geboten haben, und war für sich schon eine Attraktion. „CD/Blu-ray Besprechung: Reinhard Keiser, Der Carneval von Venedig
klassik-begeistert.de, 31. Januar 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 31. JANUAR 2026

Bryn Terfel als Boris Godunow und Robert Berry-Roe als Fyodor © 2026 Mihaela Bodlovic

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 31. JANUAR 2026

London/Royal Opera House
Bryn Terfel dringt tief in die Psychologie des Boris Godunow ein
Zum dritten Mal führt das Royal Opera House Covent Garden den Boris Godunow in der Inszenierung von Richard Jones auf. Und zum dritten Mal singt der walisische Bass-Bariton Bryn Terfel die Titelrolle. Er ist ganz klar der Mittelpunkt dieses Abends, an dem er die Rolle des mörderischen Zaren mit stimmlicher Präsenz und viel Tiefgang in der Charakterisierung darstellt.
Von Jean Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Bryn Terfel dringt tief in die Psychologie des Boris Godunow ein

Bryn Terfel und Chor des ROH London © 2026 Mihaela Bodlovic

Zum dritten Mal führt das Royal Opera House Covent Garden den Boris Godunow in der Inszenierung von Richard Jones auf. Und zum dritten Mal singt der walisische Bass-Bariton Bryn Terfel die Titelrolle. Er ist ganz klar der Mittelpunkt dieses Abends, an dem er die Rolle des mörderischen Zaren mit stimmlicher Präsenz und viel Tiefgang in der Charakterisierung darstellt.

Modest P. Mussorgski (1839-1881)
BORIS GODUNOW
Oper in elf Bildern (Text vom Komponisten)

Revidierte Edition durch Michael Rot der Fassung von 1869

 Musikalische Leitung:  Mark Wigglesworth

Inszenierung:  Richard Jones
Bühne:  Miriam Buether
Kostüme:  Nicky Gillibrand

Orchester der Royal Opera

Royal Opera House, Covent Garden,  29. Januar 2026

von Jean-Nico Schambourg

Die Inszenierung von Richard Jones ist eine Koproduktion mit der Deutschen Oper Berlin und wurde zuerst 2017 in London gezeigt. Gespielt wird die Version von 1869 in elf Bildern. Diese Version spielt ohne den sogenannten “Polen-Akt” und endet mit dem Tod von Boris Godunow. Diese somit kürzere Oper wird in London an einem Stück ohne Pause gespielt. Das hält die Spannung beim Zuschauer hoch.

„Modest P. Mussorgski (1839-1881), Boris Godunow
Royal Opera House, Covent Garden, 29. Januar 2026“
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Eine Oper kehrt zurück: Und mit ihr eine ganze Biografie

CD/Blu-ray Besprechung:

„Morgiane“ steht stilistisch zwischen den Welten. Zeitlich angesiedelt irgendwo zwischen Verdi und Puccini, klanglich tief in der französischen Tradition verwurzelt. Man hört Offenbach, man hört Massenet, man hört die große Opernmaschine mit Chor, Ensembles und orchestraler Farbenlust. Gleichzeitig gibt es etwas Eigenwilliges, ja Stures an dieser Musik. Sie will nicht gefallen um jeden Preis.

Edmond Dédé
Morgiane, ou Le sultan d’Ispahan

Delos, DE3628

von Dirk Schauß

Was wäre gewesen, wenn man Edmond Dédé gehört hätte, als er noch lebte?

Delos veröffentlicht gemeinsam mit Opera Lafayette und OperaCréole die erste vollständige Einspielung von „Morgiane“, der frühesten erhaltenen Oper eines schwarzen amerikanischen Komponisten. Keine Wiederentdeckung im musealen Sinn, sondern eine echte Offenbarung. Denn dieses Werk war nicht verschollen, weil es schwach war. Es war unsichtbar, weil sein Schöpfer es war. „CD/Blu-ray Besprechung: Edmond Dédé Morgiane, ou Le sultan d’Ispahan
klassik-begeistert.de, 30. Januar 2026“
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Marina Viotti demonstriert ihre stimmlichen Qualitäten im barocken Repertoire

 

CD/Blu-ray Besprechung:

Marina Viotti   Prime Donne

Vivaldi  Porpora  Porta
Andrés Gabetta

Orchestre de l’Opéra Royal

CVS 157

von Peter Sommeregger

 Marina Viotti entstammt einer hoch musikalischen Schweizer Familie. Die Tochter des Dirigenten Marcello Viotti und Schwester des aufstrebenden Lorenzo Viotti studierte zunächst Philosophie, Literatur und Flöte, ehe sie sich zur Ausbildung ihrer Stimme entschloss. In den letzten Jahren nahm ihre Karriere an Fahrt auf, inzwischen singt sie an ersten europäischen Opernhäusern. „CD/Blu-ray Besprechung: Marina Viotti  Prime Donne
klassik-begeistert.de, 30. Januar 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 30. JANUAR 2026

Symphoniekonzert IV | 27. Januar 2026 | Philharmonie Berlin, Dani Juris, Nikola Hillebrand, Christian Thielemann, Samuel Hasselhorn © Stephan Rabold

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DIE FREITAG-PRESSE – 30. JANUAR 2026

Thielemann begeistert mit dem „Deutschen Requiem“ von Brahms: „Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit“
Christian Thielemann am Pult formte die einzelnen Abschnitte des Werkes ganz individuell, baute Spannungsbögen auf, und arbeitete klug Höhepunkte, wie „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“ mit enormen Steigerungen heraus, um dann auch wieder zu sanfteren Tempi und Lautstärken zurückzukehren.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Musik als Hoffnungsträger: Kian Soltani  lässt das Cello singen – und Mahler strahlt

Kian Soltani © Marco Borggreve

Dieser Abend zeigte, was möglich ist, wenn Neugier, Können und Vertrauen zusammenfinden. Kian Soltani überzeugte als Solist mit innerer Haltung. Cristian Măcelaru bewies seine besondere Nähe zu Mahler und zum Orchester. Und das WDR Sinfonieorchester Köln spielte mit einer herrlichen Hingabe, die ansteckte. Musik kann die Welt nicht verändern. Aber sie kann für ein paar Stunden zeigen, wie sie sein könnte.

Pjotr I. Tschaikowsky – Nocturne d-Moll CS 349 für Violoncello und Orchester, Bearbeitung des Nocturne cis-Moll op. 19,4 CS 115 (1873)

Pjotr I. Tschaikowsky – Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 CS 59 für Violoncello und Orchester

Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 5 in cis-Moll (1904)

Kian Soltani, Solist

WDR Sinfonieorchester
Cristian Măcelaru, Dirigent

Alte Oper Frankfurt, 28. Januar 2026

von Dirk Schauß

Es gibt Konzertabende, die mehr wollen, als ein Programm korrekt abzuspielen. Abende, die innere Prozesse sichtbar machen, ästhetische Haltungen offenlegen und Persönlichkeiten sprechen lassen. Dieser gehörte dazu. In der Alten Oper Frankfurt verbanden sich russische Spätromantik und sinfonischer Aufbruch, intime Rentabilität und orchestrale Wucht. Das WDR Sinfonieorchester Köln unter Cristian Măcelaru begegnete mit Kian Soltani einem Solisten, der Musik nicht ausstellt, sondern befragt. Tschaikowsky und Mahler erschienen dabei nicht als historische Monumente, sondern als Suchende. „Kian Soltani, Solist, WDR Sinfonieorchester, Cristian Măcelaru
Alte Oper Frankfurt, 28. Januar 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. JANUAR 2026

Maria Nazarova (Adina), Edgardo Rocha (Nemorino, li.) und Stefan Astakhov (Belcore) in „L’elisir d’amore“ © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. JANUAR 2026

Wien
Und wieder einmal rettet Otto Schenk den Opernabend (Bezahlartikel)
Eine durchschnittliche Aufführung von „L’elisir d’amore“ an der Staatsoper brachte mehrere Rollendebüts. Er zupfte an der Krempe seines Huts herum, drehte ihn ungeschickt in den Händen – und wusste scheinbar nicht, wohin er zuerst blicken sollte: Gleich die ersten Minuten der Oper „L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti gaben am Dienstagabend in der Wiener Staatsoper eine Kostprobe der Darstellungskunst von Edgardo Rocha. Der Tenor, der in der Rolle des Nemorino erstmals am Haus zu sehen war, war derart überzeugend in seiner Unbeholfenheit und Unsicherheit, dass man seine Figur sofort liebgewann (hier auch ein Kompliment an jene, die Otto Schenks Inszenierung stets einstudieren).
DiePresse.com

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Ich entdecke hörend den wunderbaren Klang der kompositorischen Gegenwart

Schlussapplaus für das ensemble oktopus © Gregory Giakis

Zeitgenössische Musik inklusive zweier Uraufführungen unter Anwesenheit von vier Komponistinnen und Komponisten im Saal. Ich stimme dem anwesenden Komponisten Markus Hechtle zu: er konstatiert „unfassbar hohes Niveau“. Was für ein großartiger Abend!

Interdisziplinäre Signale 2 – Impression 2

ENJOTT SCHNEIDER (Deutschland)
»Obscuriatas. Traumbild« arrangiert für Tenor-Hackbrett und Elektronik (2016/2026)

VASSILIKI KRIMITZA (Griechenland)
»Frozen Sea« für Ensemble (2026, UA, Auftragskomposition der Christoph und Stephan Kaske Stiftung)

MISSY MAZZOLI (USA)
»Ecstatic Science« für Ensemble (2016)

MARKUS HECHTLE (Deutschland)
»Blinder Fleck« für Ensemble (2005)

JUDIT VARGA (Ungarn)
»The Centipede Dances« für Ensemble (2026, UA, Auftragskomposition der Christoph und Stephan Kaske Stiftung)

Tutti-Improvisation des ensemble oktopus mit dem griechischem Laute Spieler und Workshop-Gast Vasilis Kostas

ensemble oktopus
Leitung: Konstantia Gourzi

Reaktorhalle, München, 27. Januar 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend führt das ensemble oktopus, ein Ensemble der Hochschule für Musik und Theater, in der Reaktorhalle in München das Programm „Interdisziplinäre Signale 2 – Impression 2“ auf. Zeitgenössische Musik auf höchstem Niveau unter Anwesenheit von vier Komponistinnen und Komponisten im Saal. Nur Missy Mazzoli ist nach dem gemeinsamen Proben mit den studentischen Musikerinnen und Musikern bereits zurück auf dem Weg in die USA. „ensemble oktopus, Leitung: Konstantia Gourzi
Reaktorhalle, München, 27. Januar 2026“
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