Die Uraufführung des jüngsten Gourzi-Opus sorgt beim Bremer Publikum für riesige Begeisterung

PHIL Orchester stehend © Caspar Sessler

6. Philharmonisches Konzert: Die Seele der Natur

Konstantia Gourzi   Message between Trees (2020)

Ishaón, The Angel in the Golden Garden (Konzert für Viola und Orchester)

Antonín Dvořák  Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Nils Mönkemeyer  Viola
Jonathan Bloxham  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 2. Februar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Konstantia Gourzi mag die Natur. Und leise Töne. Die in Athen geborene Komponistin, Dirigentin und Professorin, derzeit Artist in Residence bei den Bremer Philharmonikern, ist beim Konzert anwesend und erläutert ihre kompositorische Sichtweise.

Sie habe Bäume lieben gelernt, habe eine Sehnsucht gespürt, sie zu umarmen. Und das tut sie auch kompositorisch bei ihrem 2020 entstandenen Werk „Message between Trees“. „6. Philharmonisches Konzert: Die Seele der Natur
 Bremer Konzerthaus Die Glocke, 2. Februar 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 3. FEBRUAR 2026

Foto: Brescia e Amisano © Teatro alla Scala

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 3. FEBRUAR 2026

Milano
Mailand schmiedet den ersten olympischen Wagner-Ring!
Wenige Tage vor Beginn der diesjährigen Winterolympiade blickte man in Mailand erstmal auf die Scala: Das große Wagner-Ring-Finale stand an. Dank den überragenden Gesangsleistungen übertraf diese Götterdämmerung die Erwartungen selbst des von nah und fern angereisten und an diesem Haus notorisch kritischen Publikums. In Mailand heißt es: Her den Ring!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
„La traviata“ in der Staatsoper: Ein Shooting Star glänzte als Alfredo (Bezahlartikel)
Tenor Xavier Anduaga dominierte die jüngste „La traviata“ im Haus am Ring. Dass sie erst nach und nach Fahrt aufnahm, lag vor allem am wenig inspirierenden Dirigat. Kein normaler Repertoireabend: Der international längst als Shooting Star herumgereichte spanische Tenor Xavier Anduaga war in der Rolle des Alfredo der unumstrittene Glanzpunkt dieser Aufführung.
DiePresse.com

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Schweitzers Klassikwelt 156: So kann man sich (konnten wir uns) bei Rezensionen irren

Changing Voice © Werbegrafik Delight Star Studio

Der Dichter und Sänger Leonard Cohen empfand jeden gelungenen Abend als Glück und Gnade. So kann bei einer einmaligen Begegnung mit einer Sängerin oder einem Sänger ein falsches Bild entstehen, das aber durch den Bericht darüber noch dazu vervielfältigt wird.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Ein nicht beeindruckender Prolog des Tonio zum Beispiel kann in den folgenden fünfundsechzig Minuten von „Pagliacci“ schwer wettgemacht werden. Doch dann lesen wir überraschend von einer „La Traviata“ an der Staatsoper Unter den Linden über denselben Interpreten: „Der Bariton war ein Vater Germont wie aus dem Bilderbuch, fast war er zu sympathisch. Mit schöner ausgeglichener Stimme, makellosem Legato und mühelosen Höhen begeisterte er, harmonierte großartig und rücksichtsvoll in den Duetten mit Violetta im zweiten Bild und räumte natürlich in der herrlich gesungenen Arie regelrecht ab.“ Vielleicht war er als Tonio damals ein zu ausgeprägter Kavaliersbariton. „Schweitzers Klassikwelt 156: So kann man sich bei Rezensionen irren
klassik-begeistert.de, 3. Februar 2026“
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Pablo Luna entzündet mit seiner Zarzuela spanisches Feuer

Foto: Benamor (c) Monika Rittershaus

Wie man Österreich als Operettenstaat bezeichnet, so kann man getrost Spanien als Zarzuela-Staat bezeichnen. Die Form der spanischen Operette und des Singspiels hörte man in Wien in einer hervorragenden Aufführung. Die Zarzuela „Benamor“ vermittelte in der nebeligen Stadt Wien spanisches Temperament. Leider ließen sich gewisse Schwächen in der Partitur Lunas nicht verbergen.

BENAMOR
Pablo Luna

Opereta in drei Akten
Libretto von Antonio Paso und Ricardo González del Toro
Österreichische Erstaufführung

Mit Marina Monzó, Federico Fiorio, Milagros Martín, David Alegret, David Oller usw.

Arnold Schoenberg Chor
ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Dirigent: José Miguel Pérez-Sierra

Regie: Christof Loy

MusikTheater an der Wien, 1. Februar 2026

von Herbert Hiess

Was in unserem Sprachgebrauch die Operette ist, ist die Zarzuela eine auf der Commedia dell’arte basierende Weiterentwicklung dieser Kunstform. Eigentlich wurde sie zur Unterhaltung sowohl für das spanische Königshaus (damals noch die Habsburger) als auch für die Bevölkerung gedacht.

So finden sich hier gesprochene Dialoge und eigene Kompositionen kombiniert mit populären Schlagern und Volksliedern. Übrigens stammt die Bezeichnung „Zarzuela“ (Zarza bedeutet Brombeergebüsch) vom „Palacio de la Zarzuela“, den sich die spanischen Monarchen nördlich von Madrid errichten haben lassen; dieser ist bis heute Sommersitz des spanischen Adels. „Pablo Luna, Benamor
MusikTheater an der Wien, 1. Februar 2026“
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„Ist es nicht nur ein Fiebertraum?“ – „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach wird in Lübeck gefeiert

© Theater Lübeck –  Olaf Malzahn

„Gespenster-Hoffmann“ hat man den wohl eigenwilligsten Kopf der romantischen Literatur, den Juristen, Komponisten, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturisten, Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, genannt. Die Bezeichnung von Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ als „phantastische Oper“ ist daher inhaltlich konsequent. Wie diese phantastischen Elemente in der Lübecker Inszenierung umgesetzt wurden, durfte ein erwartungsfrohes Premierenpublikum am 31. Januar im Jugendstiltheater der Hansestadt erleben.

Jacques Offenbach, „Hoffmanns Erzählungen” („Les contes d’Hoffmann“)
Libretto von Jules Barbier

Konstantinos Klironomos, Tenor
Frederike Schulten, Mezzosopran
Jacob Scharfman, Bariton
Wonjun Kim, Tenor
Sophie Naubert, Sopran
Andrea Stadel, Sopran
Aditi Smeets, Sopran
Delia Bacher, Mezzosopran
Changjun Lee, Bass
Tomasz Mýsliwiec, Tenor
Viktor Aksentijević, Bariton

Takahiro Nagasaki, Dirigent

Philipp Himmelmann, Inszenierung

Chor und Extrachor des Theaters Lübeck
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Theater Lübeck, Premiere, 31. Januar 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Was ist Wirklichkeit?

„Ist es nicht nur ein Fiebertraum?“, fragt Hoffmann im Olympia-Akt den Automaten, den er für ein lebendiges Mädchen hält, und in den er sich wie im Wahn verliebt hat. Grundsätzlich wird ja in Offenbachs Oper nicht klar, ob die drei Frauen tatsächlich eine einzige darstellen oder alle gar nur eingebildete Projektionsflächen des in eine Schaffenskrise geratenen Künstlers sind. „Jacques Offenbach, Hoffmanns Erzählungen
Theater Lübeck, 31. Januar 2026, Premiere“
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Thielemann begeistert mit dem „Deutschen Requiem“ von Brahms: "Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit"

Symphoniekonzert IV | 27. Januar 2026 | Philharmonie Berlin, Dani Juris, Nikola Hillebrand, Christian Thielemann, Samuel Hasselhorn © Stephan Rabold

Christian Thielemann am Pult formte die einzelnen Abschnitte des Werkes ganz individuell, baute Spannungsbögen auf, und arbeitete klug Höhepunkte, wie „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“ mit enormen Steigerungen heraus, um dann auch wieder zu sanfteren Tempi und Lautstärken zurückzukehren.

Johannes Brahms    Ein deutsches Requiem

Nikola Hillebrand   Sopran
Samuel Hasselhorn   Bariton

Christian Thielemann   Dirigent

Dani Juris   Einstudierung Chor

Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

Philharmonie Berlin, 27. Januar 2026

von Peter Sommeregger

Das Requiem von Johannes Brahms zählt seit seiner Uraufführung 1869 zu den am häufigsten in Konzertsälen aufgeführten Totenmessen. Es ist wohl nicht allein die musikalische Qualität der Komposition, die dem Werk zu großer Popularität verholfen hat. Ausgewählte Bibeltexte in deutscher Sprache zu singen, war eine neue Idee, sie ersetzte die Hemmschwelle des Lateinischen und sprach damit auch einfache Menschen direkt an. „Johannes Brahms, Ein deutsches Requiem, Christian Thielemann 
Philharmonie Berlin, 27. Januar 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 2. FEBRUAR 2026

Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk © Monika Rittershaus

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DIE MONTAG-PRESSE – 2. FEBRUAR 2026

Berlin/Komische Oper
„Lady Macbeth“ an der KO Berlin: Liebe ist kälter als der Tod
Der ehemalige Hausherr Barrie Kosky wuchtete eine Inszenierung auf die Bühne, die kompromisslos die menschliche Niedertracht der Protagonisten ausstellte. Der Verzicht auf Bühnenbilder reduzierte weite Teile der Oper zum Kammerspiel, das die Sänger auch als Darsteller forderte, Aufgaben, denen sie hervorragend gerecht wurden. Der Einsatz der zu Recht gerühmten Chorsolisten der Komischen Oper in vielen Szenen wird zum zusätzlichen Joker der Aufführung. Sogar zu einigen Tanzfiguren konnte der Regisseur sie animieren. Kosky nimmt die stark rhythmisierte Musik als Taktgeber für die Körpersprache der Sänger, selbst der mehrfach szenisch simulierte Beischlaf wurde so in Musik übersetzt.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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„Lady Macbeth“ an der KO Berlin: Liebe ist kälter als der Tod

Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk © Monika Rittershaus

Es gibt sie also noch, diese Opernabende, an denen einfach Alles stimmt und glückt. So geschehen an diesem eisigen Januar-Sonntag im Schillertheater, dem Ausweichquartier der Komischen Oper Berlin.

Dmitri Schostakowitsch
Lady Macbeth von Mzensk

Boris Timofejewitsch Ismailow / Geist des Boris

Inszenierung: Barrie Kosky

Dirigent:  James Gaffigan
Orchester der Komischen Oper

Komische Oper im Schillertheater Berlin, Premiere am 31. Januar 2026

von Peter Sommeregger

Der ehemalige Hausherr Barrie Kosky wuchtete eine Inszenierung auf die Bühne, die kompromisslos die menschliche Niedertracht der Protagonisten ausstellte. Der Verzicht auf Bühnenbilder reduzierte weite Teile der Oper zum Kammerspiel, das die Sänger auch als Darsteller forderte, Aufgaben, denen sie hervorragend gerecht wurden. Der Einsatz der zu Recht gerühmten Chorsolisten der Komischen Oper in vielen Szenen wird zum zusätzlichen Joker der Aufführung. Sogar zu einigen Tanzfiguren konnte der Regisseur sie animieren. Kosky nimmt die stark rhythmisierte Musik als Taktgeber für die Körpersprache der Sänger, selbst der mehrfach szenisch simulierte Beischlaf wurde so in Musik übersetzt. „Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk
Komische Oper im Schillertheater Berlin, 31. Januar 2026 Premiere“
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Anton Reicha wiederzuentdecken lohnt sich

residenz@sendesaal: Albert-Schweitzer-Ensemble

Mit 2 wiederentdeckten Sinfonien von Anton Reicha begeistert ein famos aufspielendes Bläser-Streicher-Dezett das Bremer Publikum.

Dem Publikum gefiel’s, es spendete regen begeisterten Beifall. Und es hatte den Eindruck, als trügen alle Zuhörenden am Ende ein frohgemutes Lächeln mit nachhause.


Anton Reicha
Grande Symphonie de Salon No. 2 und No. 3 für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass

Albert-Schweitzer-Ensemble (ergänzt durch fünf StreicherInnen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen)

Sendesaal Bremen, 31. Januar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Wegen seiner exzellenten akustischen Bedingungen wird der alte Sendesaal Bremen noch immer gerne für CD-Aufnahmen genutzt. Und wenn es passt, wird auch gleich noch ein öffentliches Konzert angehängt.

So auch diesmal, mit einem wahrhaft außergewöhnlichen Programm: den „Grande Symphonies de Salon“ No. 2 und No. 3, zwei erst 2017 wiederentdeckten Werken des 1770 in Prag geborenen Anton Reicha, heute ein nur selten gespielter, seinerzeit jedoch überaus geachteter Violinist, Flötist, Komponist, Lehrer u.a. von Franz Liszt und César Franck, ein Zeitgenosse und Freund Beethovens. „Anton Reicha, Grande Symphonie de Salon No. 2 und No. 3
Sendesaal Bremen, 31. Januar 2026“
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Very British please: H.M.S. Pinafore von Arthur Sullivan begeistert an der ENO in London

ENO’s H.M.S Pinafore 2025 © Craig Fuller

Die Werke vom Komponisten A. Sullivan und seinem Texter W. S. Gilbert werden auf dem Kontinent nicht oft gespielt! Umso mehr freut es mich bei meinen Besuchen in London ihre Werke an der English National Opera (ENO) zu genießen. Diese Saison ist es die Geschichte um das Schiff H.M.S. Pinafore und deren Besatzung, die auf dem Spielplan steht.

Sir Arthur Sullivan (1842-1900)
H.M.S. PINAFORE
Komische Oper in zwei Akten (Libretto: W. S. Gilbert)

Musikalische Leitung: Matthew Kofi Waldren
Inszenierung: Carl McCrystal
Bühne und Kostüme: takiso

English National Opera ENO at the London Coliseum, 31. Januar 2026

von Jean-Nico Schambourg

Die Werke von A. Sullivan und W. S. Gilbert werden auf dem Kontinent nicht oft gespielt! Zu Unrecht! Natürlich haben ihre Werke zum Teil einen typischen englischen Charakter, der Nicht-Briten manchmal schwer zugänglich ist. Die Oper in Mainz hat vor zwei Jahren das Werk “Die Piraten von Penzance” in deutscher Sprache aufgeführt und an der spontanen Reaktion des Publikums war feststellbar, dass es sich sehr amüsiert hat.

„Sir Arthur Sullivan (1842-1900), H.M.S. Pinafore
 English National Opera ENO at the London Coliseum, 31. Januar 2026“
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