DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2022

Foto: Martha Argerich © Adriano Heitman

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2022

Wien/Musikverein
Ein Abend der Urgesteine
Martha Argerich und Zubin Mehta begeistern im Musikverein.
WienerZeitung.at

Pianistin Martha Argerich im Musikverein: Ungestüm jugendlich, aber auch zerbrechlich
Dirigent Zubin Mehta und die Wiener Philharmoniker lieferten dazu einen prächtigen Sound
DerStandard.at.story

Wien/Staatsoper
Mozarts Verführer stirbt wieder im wilden Felsengebirge (Bezahlartikel)
„Don Giovanni“ in Barrie Koskys psychologisierender Inszenierung: nicht gerade ein vokales Fest, aber respektables Repertoire. Inszeniert wird das Stück, keine alternative Geschichte. Im März setzen Kosky und Philippe Jordan ihren Da Ponte-Zyklus mit dem „Figaro“ fort.
DiePresse.com.at

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Schweitzers Klassikwelt 71: Musik für Kinder klingt heute anders als in unsrer Kindheit  

Foto: 23. April 2016 

Als wir (noch) nicht „Merker“ und „Blogger“ waren. Erinnerungen an schöne musikalische Erlebnisse

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Zum ersten Mal waren wir im Studio Walfischgasse. Etwas beengt ist es schon im Pausenraum und durch die niedrige Decke im Saal die Akustik nicht ideal.

Bis zum Tag der Aufführung wurden wir in Spannung gehalten, ob das Pünktchen Maria Nazarova singen wird. Erleichtert lasen wir dann ihren Namen im Aushang. Spielfreudig, mit gut geführter Stimme und in tadellosem Deutsch war sie ein reizendes Pünktchen. Überhaupt war die Besetzung ausgewogener und weniger durchwachsen als so manche Aufführung im großen Haus. „Schweitzers Klassikwelt 71: Musik für Kinder klingt heute anders als in unsrer Kindheit
Klassik-begeistert.de, 20. September 2022“
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Frischer Wind an der Wiener Staatsoper: Barrie Koskys „Don Giovanni“ zieht die Jugend an

Foto: © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 17. September 2022

Don Giovanni, Wolfgang Amadeus Mozart

von Jürgen Pathy

Völlig durchgeknallt. Bei Barrie Koskys Inszenierung von „Don Giovanni“, die bereits letzte Saison Premiere feierte, treiben es die beiden Hauptprotagonisten ziemlich wild. Don Giovanni, ein moderner Gigolo, punktet nicht nur mit sportlichem Sixpack, sondern auch mit allerlei akrobatischen Einlagen. Leporello, ein Punk mit blaugefärbten Haaren, treibt das Ganze überhaupt bis an die Spitze: Tanzen, springen und jonglieren. Alles mit dabei, um an der Wiener Staatsoper Aufsehen zu erregen. Selbst ein kurzer Tauchgang bleibt Don Giovannis treuem Diener nicht erspart. Kurzum: Eine zirkusreife Produktion, die Regisseur Barrie Kosky da auf die Beine gestellt hat. „Don Giovanni, Wolfgang Amadeus Mozart
Wiener Staatsoper, 17. September 2022“
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DIE MONTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2022

Foto: Cecilia Bartoli © Kristian Schuller

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE MONTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2022

Monaco
Cecilia Bartoli: „Verrückt genug, dass ich dabei bin“ Bezahlartikel
Sie leitet ab Jänner die Oper in Monte-Carlo. Wie es dazu kam, ihre Pläne mit Jonas Kaufmann, ihr Plädoyer für gemeinsames Kulturerleben – ein Besuch bei der großen Sängerin
Kurier.at

Berlin
„Intolleranza“ an der Komischen Oper
Für den Saisonauftakt verspricht die neue Leitung der Komischen Oper ein seltenes Spektakel. Für das Musiktheater „Intolleranza“ von Komponist Luigi Nono verwandeln sich Bühne und Zuschauerraum in eine Eiswüste, kein Stein soll auf dem anderen bleiben. Dabei ist das Werk des bekennenden Kommunisten Luigi Nono (1924-1990) auch so schon eine Herausforderung: ein Klangabenteuer der seriellen Musik und ein Drama um Brutalität, Willkür, Ungerechtigkeit, aber auch Liebe und Solidarität.
rbb-online-de

Hamburg
Herbert Fritsch inszeniert quietschbunte „Carmen“ in Hamburg
„Carmen“ geht immer. Insofern ist die Hamburgische Staatsoper mit ihrer Saisoneröffnungspremiere vom Sonnabend kein besonderes Wagnis eingegangen. Herbert Fritsch ist es gelungen, das Premierenpublikum in eine regelrechte Auseinandersetzung über Georges Bizets Oper zu verwickeln: Für seine Regie erntete er einen Sturm von Bravorufen und Buhs.
Stern.de.gesellschaft

Hamburg
Micaëla geht in Hamburg als Siegerin vom Platz: Elbenita Kajtazi lässt die Herzen klopfen beim Saisonauftakt am Gänsemarkt
Die Zeit der Micaëlas ist da. Und Elbenita Kajtazi steht mittendrin! Dieser Ausnahme-Sopranistin, die in der vergangenen Spielzeit bereits als Violetta Valéry begeistern konnte, gehört die sopranistische Zukunft an der Dammtorstraße.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Halle/Faust-Premiere
Franziska Krötenheerdt singt – und das Publikum ist mucksmäuschenstill und kriegt Gänsehaut
Der britisch-australische Intendant der Oper Halle und Regisseur Walter Sutcliffe stellt nun die dritte Figur der Tragödie in den Mittelpunkt: den Teufel Mephistopheles. Die Rolle des Bösewichts als Strippenzieher ist ja auch nur zu dankbar.
Klassik-begeistert.de

Pianist Martin Stadtfeld in der Kritik: Vierhändig schwurbeln
Der bekannte Pianist Martin Stadtfeld lässt sich von eher obskuren Esoterikern in Augsburg engagieren.
Muenchner.abendzeitung.de „DIE MONTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2022“ weiterlesen

Exklusivinterview mit Petra Lang: „Es gibt kein Kochrezept fürs Singen“

Foto: Petra Lang © Ann Weitz, Düsseldorf

von Jolanta Łada-Zielke

Petra Lang (Mezzosopran) ist sowohl gesanglich als auch pädagogisch tätig. Als selbständige Künstlerin sang sie in den größten Musiktheatern der Welt die großen Mezzo-Partien vor allem in Wagners und Verdis Opern. Sie gibt auch Meisterkurse und Vocal-Coaching für junge Sänger, nach dem von ihr entwickelten eigenen Konzept „PetraLangKlang“. Bei den Bayreuther Festspielen sang Petra Lang die Brangäne in „Tristan und Isolde“ (2005/2006) von Christoph Marthaler und Isolde in Katharina Wagners Inszenierung (2018/2019). Sie trat ebenfalls als Ortrud im „Lohengrin“ von Hans Neuenfels in den Jahren 2011, 2013, 2014 und 2015 auf. Dieses Jahr hat sie diese Partie in der Yuval Sharons Inszenierung gesungen.

Wir treffen uns zum Interview in einem der ruhigen Cafés in Bayreuth und tragen für alle Fälle Masken.

klassik-begeistert: Wie finden Sie das diesjährige Arbeitsklima bei den Bayreuther Festspielen?

Petra Lang: Viele von uns waren froh, wieder in Bayreuth auftreten zu dürfen. Natürlich hat jeder Künstler versucht, vorsichtig zu sein, um nichts zur weiteren Verbreitung dieses Virus beizutragen. Wir haben bis zu den Endproben Masken getragen. Den „Lohengrin“ haben wir auf der Probebühne außerhalb des Festspielhauses vorbereitet, also hatte ich kaum Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen, die an anderen Produktionen teilgenommen haben. Und das hat mir gefehlt. Normalerweise trifft man sich in der Kantine, oder unternimmt etwas Nettes zusammen, wie eine Geburtstagsfeier oder Ausflüge. Dieses Jahr hat das alles leider nicht stattgefunden. Wir sind für uns selbst verantwortlich und müssen einander vor der eventuellen Ansteckung schützen. Außerdem ist das auch für die Festspielleitung umständlich, wenn jemand positiv getestet ist, und man muss kurzfristig eine Vertretung finden. „Exklusivinterview mit Petra Lang – Teil 1
klassik-begeistert.de 19. September 2022“
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Kinderkonzert in Köln: „Die Maus“ übernimmt

Foto: ww1.wdr.de

Mit Musik aus Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 in e-Moll, op 95 B 178 – “Aus der neuen Welt”

Kölner Philharmonie, 17. September 2022

WDR Sinfonieorchester
Joseph Bastian, Dirigent
Johannes Büchs, Moderation
Katja Engelhardt, Regie

von Daniel Janz

Klassische Musik und Kinder – das geht doch nicht zusammen! Da fehlt die Reife, die Kleinen langweilt es doch und im schlimmsten Fall stören sie sogar das Konzert. So jedenfalls ein althergebrachtes und viel zu oft wiederholtes Klischee. Dabei gehört die frühkindliche Förderung doch gerade zu den zentralen Aufgaben unseres Kulturmanagements und damit auch zu den Kernkompetenzen des WDR Sinfonieorchesters. Bei 13 € Eintrittspreis mit halbem Preis für die jungen Besucher lässt sich auch nicht mit zu hohen Kosten argumentieren. Wieso also nicht einmal einer solchen Veranstaltung Aufmerksamkeit schenken? „Kinderkonzert in Köln: „Die Maus“ übernimmt
Kölner Philharmonie, 17. September 2022“
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Oper Halle: "Mephisto regiert in der Bonboniere"

Foto: v.l. Chulhyun Kim, Ki-Hyun Park © Anna Kolata

Oper Halle, 17. September 2022 (Premiere)

Faust
Oper in fünf Akten von Charles Gounod
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré (1859)

Staatskapelle Halle
Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Halle

GMD Fabrice Bollon  Dirigent

von Dr. Guido Müller

Die populäre große französische Oper „Faust“ von Charles Gounod wurde vor allem im deutschsprachigen Raum noch lange bis nach 1945 unter dem Titel „Margarete“ aufgeführt. Den „deutschen“ Stoff „Faust“ des deutschen Nationaldichters Goethe durch einen Franzosen, der zudem als „Erbfeind“ angesehen wurde, komponieren zu lassen, der sich auch nicht scheute, Walzer und andere Unterhaltungsmusik im dem Werk zu verwenden, galt als Sakrileg an deutscher Literatur.  Dabei stand Gounod mit seinen Librettisten der Gretchen-Tragödie des damals noch unbekannten „Ur-Faust“ dem Werk näher, als den deutschen Zeitgenossen bewusst war. Und seine Musik fand leicht Eingang in die deutschen Salons und Opernhäuser. Bis heute ist „Faust“ wohl die neben „Carmen“ populärste französische Oper. „Charles Gounod, FAUST
Oper Halle, 17. September 2022 (Premiere)“
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Micaëla geht in Hamburg als Siegerin vom Platz: Elbenita Kajtazi lässt die Herzen klopfen beim Saisonauftakt am Gänsemarkt

Foto: Elbenita Kajtazi, Tomislav Mužek © Brinkhoff/Mögenburg

Staatsoper Hamburg, 17. September 2022, PREMIERE

Carmen
Musik von Georges Bizet

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Die Zeit der Micaëlas ist da. Und Elbenita Kajtazi steht mittendrin! Dieser Ausnahme-Sopranistin, die in der vergangenen Spielzeit bereits als Violetta Valéry begeistern konnte, gehört die sopranistische Zukunft an der Dammtorstraße.

von Johannes Karl Fischer

Erst vor fünf Tagen schrieb ich über Slávka Zámečníková, die Micaëla an der Wiener Staatsoper, von „tiefgreifenden Emotionen, die man in Worten allein nicht ausdrücken kann“. Dasselbe über Frau Kajtazi zu sagen, wäre keinesfalls übertrieben. Sie war der Star des Abends. Ihr strahlender Sopran füllt Räume, erntet Brava-Stürme, verzaubert mit nur einer Arie den fast ausverkauften Saal. In dieser Fassung hätte sie auch locker im Haus am Ring singen können. Das ist mal eine Ansage am Gänsemarkt! „Carmen, Georges Bizet
Staatsoper Hamburg, 17. September 2022 PREMIERE“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2022

Foto: Martha Argerich © Daniel Dittus

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DIE SONNTAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2022

Wien/Musikverein
Urgewalt Martha Argerich im Musikverein
Wenn Martha Argerich Schumanns „Kinderszenen“ spielt, ist das mehr als eine kurze, populäre Zugabe. Für die glühenden Fans der argentinischen Pianistin – die den Wiener Musikverein am Freitag bis zum letzten Sitz belegten – ist es eine Preziose von unschätzbarem Wert.
Puls24.at

Genf
Das Grand Théâtre Genf fasziniert mit einem seltenen musikalischen Juwel: „La Juive“
Das goldene Bildnis des 1799 in Paris geborenen Komponisten Jacques Fromental Halévy ziert zwar den Olymp der musikalischen Größen im Foyer der Genfer Oper (Grand Théâtre) – dennoch sollte es fast ein Jahrhundert dauern, bis hier, in der Rhônestadt, seit 1926 sein größtes und erfolgreichstes Werk wieder aufgeführt werden sollte: „La Juive“. Der neue, überaus engagierte Intendant dieses Opernhauses, Aviel Cahn, stellt die „Juive“ – unverkennbar als pièce de résistence – in den Rahmen des engagierten und höchst aktuellen Zyklus „Migration“
Von Dr. Charles Ritterband
Klassik-begeistert.de

Berlin/Philharmonie
Petrenko und seine Berliner Philharmoniker brillieren mit Werken des 20. Jahrhunderts
Dieses Konzert der „Hausherren“ der Philharmonie im Rahmen des Berliner Musikfestes widmete Chefdirigent Kirill Petrenko ausschließlich Werken des 20. Jahrhunderts. Auch die sehr unterschiedlichen musikalischen Sprachen der drei Komponisten wurden mit höchstem Einsatz umgesetzt und zeigten Orchester und Dirigent auf gewohnt hohem Niveau.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Renaud Capuҁon beglückt mit einer Fülle von Wohllauten

CD-Rezension:

Antonio Vivaldi
Les 4 Saisons

Joseph Bologne, Chevalier de Saint-George
Concertos

Renaud Capuҁon   Violine und Dirigent
Orchestre de Chambre de Lausanne

Erato  5054197189722

von Peter Sommeregger

 Es war nur eine Frage der Zeit, bis der französische Geigenvirtuose Renaud Capuҁon eine Aufnahme dieser populären Konzerte Vivaldis einspielen würde. Sie sind trotz des umfangreichen Œuvres des Komponisten mit Abstand seine bekanntesten Werke. Seine Charakteristik der vier Jahreszeiten ist so subtil, dass sie seit Jahrhunderten Menschen berührt. Der Star-Geiger Capuҁon lotet auf wunderbare Weise die Tiefe der Kompositionen auch jenseits der darin enthaltenen „Ohrwürmer“aus. „CD-Rezension: Antonio Vivaldi Les 4 Saisons, Chevalier de Saint-George Concertos
klassik-begeistert.de, 17. September 2022“
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