Bei dieser klassischen Giselle-Aufführung fehlten einige technisch-tänzerische Höhepunkte

Ekaterina Mamrenko (Myrtha), Ige Cornelis (Albrecht), Wolfram-Maria Märtig (musikalische Leitung), Rosa Pierro (Giselle), Davit Bassénz (Hilarion) (Foto: RW)

Rosa Pierro zeigte als Giselle nach anfänglichen Unsicherheiten schön gehaltene Balancen, vor allem beim Pas de deux mit Albrecht im zweiten Akt. Bewundernswert gelang auch das in Arabesken-Formation getanzte Ineinandergleiten der aus drei Vierergruppen bestehenden Wilis.

Giselle, Ballett von Ben Van Cauwenbergh nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa

Aalto Ballett, Aalto-Theater  Essen, 19. November 2022

von Dr. Ralf Wegner

Eine Wochenend-Kunstreise in den deutschen Westen führte uns am ersten Abend zu Giselle in das Aalto-Theater nach Essen. Wir kamen leider etwas zu spät und wurden dankenswerterweise noch auf zwei freie Plätze im Seitenrang eingelassen. Was für eine visuelle Überraschung bot der in tiefes Blau getauchte Saal mit seinen weiß herausstechenden Brüstungen. Ehrlich gesagt, so einen schönen modernen Zuschauerraum in einem Opernhaus habe ich bisher noch nicht gesehen. „Giselle, Ballett von Ben Van Cauwenbergh nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa
Aalto Ballett Essen, 19. November 2022“
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