Frauenliebe und -sterben © Matthias Baus
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. APRIL 2026
Hamburg
Klein beleuchtet kurz 71: Das Wesen der Geschlechter hat noch immer viele „Kratzer“
Der Intendant der Hamburgischen Staatsoper Tobias Kratzer wagt sich an die selten zu hörenden Acht Lieder „Frauenliebe und -leben“ von Robert Schumann und an die bereits in 2024 in Oslo von ihm realisierte Kombination mit „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók und „Eine florentinische Tragödie“ von Alexander Zemlinsky – und stellte die Frage nach den Unterschieden der Begierden und der Rolle des Mannes über die Generationen hinweg.
Von Patrik Klein
klassik.begeistert.de
Wien
Zwischen Protest und Applaus: Netrebko als Tosca
Puccinis „Tosca“ an der Wiener Staatsoper mit souveräner Sopranistin und vitaler Tenorassistenz. Vor der Wiener Staatsoper Transparentproteste mit der Aufschrift „Russland, ein Terrorstaat“, drinnen minutenlanger Applaus für Anna Netrebko nach Toscas Arie Vissi d’arte, vissi d’amore. Der übliche seltsame Kontrast. An sich selbst gemessen wirkt Netrebko an diesem Abend zunächst nicht ganz souverän; ihre Stimme durchzieht in der Tiefe leichte Fragilität.
DerStandard.at
Wegen seiner Herkunft?
Israelischer Dirigent in der Staatsoper ausgebuht. Der israelische Maestro Daniel Oren leitete das Orchester und die Sänger souverän, musste aber dennoch lautstarke Kritik einstecken. „Seine Arbeit an dem Abend war makellos. Der Mann ist Israeli. Das ist widerlich“, schreibt Journalist Christian Ortner auf X erbost über die Reaktionen.Der aufs italienische Fach spezialisierte Maestro, der schon Luciano Pavarotti in der „Tosca“ dirigierte, soll demnach wegen seiner Herkunft antisemitisch angegriffen worden sein. Er wäre nicht der erste Musiker, der aufgrund des Nahost-Konflikts attackiert wurde. Im Herbst wurden etwa die Münchner Philharmoniker wegen des israelischen Maestros Lahav Shani vom Flanders Festival in Ghent ausgeladen – „aus politischen Gründen“. Auch die Teilnahme Israels beim Song Contest spaltete bekanntermaßen die Nationen.
heute.at
12.4.2026, „Tosca“, Staatsoper. Tosca gibt den Ton an!
Anna Netrebko beherrschte die erste von vier angesetzten „Tosca“-Vorstellungen im Haus am Ring mit üppigem Sopran und starker Bühnenpräsenz.
operinwien.at
Wien/MusikTheater an der Wien
Bombastischer Barock: Alessandro nell’Indie am Theater an der Wien
Der Komponist? Heute quasi unbekannt! Das Werk? Fast 300 Jahre lang in Vergessenheit geraten! Die Spielzeit? Fast 4 Stunden! Die Besetzung? Trotz diverser Frauenrollen, nur Männer!
bachtrack.com/de
Wien/Voksoper
Volksoper: Ein gar nicht papierener „Zarewitsch“ aus Papier (Bezahlartikel)
Steef de Jong zeigt einen live-animierten Low-Tech-Trickfilm, Alfred Eschwé lässt Lehárs Sentiment erblühen, stimmlich bleiben deutlich Wünsche offen.
DiePresse.com
„Der Zarewitsch“ an der Volksoper: Verbotene Liebe in Kussland (Bezahlartikel)
So hat man Operette wohl noch nie gesehen: Handgemachter Bastelcharme und viel Liebe lädt die auf queer gedrehte Story mit Bühnenzauber auf.
volksoper.at
Wien
Musikverein: Reicht „teilweise exzellent“ für ein Konzert? (Bezahlartikel)
Die Tonkünstler plädierten unter Hans Graf für selten Gespieltes von Paul Hindemith und Sergej Rachmaninow.
DiePresse.com
Hörenswerte, klangvolle Raritäten mit den Tonkünstlern (Bezahlartikel)
Das Orchester überzeugte im Musikverein bei Rachmaninow, Hindemith und Bartók.
Kurier.at
Graz
Oper Graz: Castor et Pollux – Helden auf der Bremse Viel Bewegung, trozdem wenig Schwung. Vielleicht grad wegen der vielen Bewegung auf der Bühne? Vor allem fehlten Impulse aus dem Orchestergraben. Die Premiere von Jean-Philippe Rameaus Oper Castor et Pollux wies – bei opulentem Setting – nicht unerhebliche Längen auf. Dafür ist jeder Augenblick eine Fototapete wert.
DrehpunktKultur.at
Neuer Intendant – Aviel Cahn: Mehr Kunst als Stars für die Deutsche Oper Die großen Sänger-Namen sucht man im Programm der nächsten Saison an der Deutschen Oper fast vergeblich. Der neue Intendant Aviel Cahn (51) setzt mehr auf ungewöhnliche Formate als auf Stars.
bz-berlin.de
München
Sanierung des Münchner Nationaltheaters: „Wir wollen eine Zukunft haben“
Einbrechende Abozahlen, schwindende Sponsoren und eine junge Generation, die ohne Oper aufwächst und später nie mehr danach fragt – all das könnte passieren, wenn das Münchner Nationaltheater sanierungsbedingt für viele Jahre die Pforten schließen muss.
BR-klassik.de
Hamburg
„Frauenliebe und -sterben“ zeigt Patriarchat in seiner Erbärmlichkeit
Als Intendant der Hamburgischen Staatsoper möchte Tobias Kratzer neu definieren, was Oper sein kann. Auch sein neues Projekt zu einem hochaktuellen Thema sorgt für Aufmerksamkeit. Dafür hat er gleich mehrere Stücke zusammengefügt.
ndr.de
Frauenliebe und -sterben – In Hamburg landen Männer auf der Psychocouch (Bezahlartikel)
Simone und Bianca führen eine moderne Ehe. Keine Tragödie, wenn sich die eine oder der andere aushäusig vergnügt. Als sich aber der Prinz von Florenz im Bett der Gattin fläzt, brennen in dem erfolglosen Handlungsreisenden die Sicherungen durch. Er tötet den Nebenbuhler. Über der Gewalttat verschlingt sich das Ehepaar mit lüsternen Blicken. Tobias Kratzer inszeniert Alexander Zemlinskys Einakter „Eine florentinische Tragödie“ an der Hamburgischen Staatsoper mit leichter Hand und starkem Sängerteam.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Finale im Geschlechterkampf (Bezahlartikel)
So geht Oper als Kommentar zur Gegenwart: Tobias Kratzer inszeniert „Frauenliebe und -sterben“ in Hamburg.
SueddeutscheZeitung.de
Frankfurt
Oper Frankfurt: Triumph des Regietheaters (Bezahlartikel)
Eisig, stimmig, gut: An der Oper Frankfurt entschieden sich Andrea Breth und Thomas Guggeis dafür, Giacomo Puccinis „Turandot“ unvollendet zu belassen.
FrankfurterAllgemeine.net
Die ganze Welt ist ein Gefängnis (Bezahlartikel)
Andrea Breth inszeniert in Frankfurt Puccinis „Turandot“ – und hat sich für ihre Inszenierung von Berichten aus Nordkorea inspirieren lassen. Ihre Bilder sind brillant, aber es fehlt etwas Wichtiges.
SueddeutscheZeitung.de
Leipzig
Starkes erstes Quartal an der Oper Leipzig – Publikum setzt klares Zeichen
Die aktuelle Auswertung des Ticketverkaufs im ersten Quartal 2026 zeigt eine klare Entwicklung: Die Oper Leipzig erreicht deutlich mehr Menschen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Sparte Oper steigerte ihren Zuspruch von 60 % auf 74 %, die Musikalische Komödie von 81 % auf 89 %. Das Leipziger Ballett verzeichnet mit nahezu vollständiger Auslastung (99%) nicht nur anhaltend großen Erfolg, sondern liegt auch deutlich über den Planwerten. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Hommage an Uwe Scholz’ Choreographie »Mozart/Rachmaninow«. Auch im Musiktheater zeigen ausverkaufte Vorstellungen wie »Der fliegende Holländer« in der Oper sowie der große Publikumserfolg der Musikalischen Komödie »The Addams Family«, dass das Interesse ungebrochen ist.
lifepr.de
Chemnitz
Theater-Chefs gegen Opernhaus-Pläne der SPD: „Chemnitz ohne Schauspielhaus nicht vorstellbar“
Jetzt kocht die Debatte richtig hoch. Kurz vor Ostern hatte die SPD ein gemeinsames Dach von Oper und Theater in Chemnitz ins Spiel gebracht. Die Idee von Stadtrat Detlef Müller (61) kassiert seitdem eine Abfuhr nach der nächsten. Nach der Stadtspitze stellen sich nun auch Theaterleitung und Förderverein mit voller Wucht gegen das Modell.
tag24.de
Basel
Fin de partie – Die Lage ist festgefahren Endspiel forever? Nicht unbedingt. In György Kurtágs Operneinakter nach Samuel Beckett findet mindestens eine Figur unter der Regie von David Marton einen Ausweg – wenn auch keinen guten.
nachtkritik.de
Sisyphos in der Hochhausruine: «Fin de partie» von György Kurtág erstmals in der Schweiz (Bezahlartikel)
NeueZuercherZeitung.ch
Wien
Zum Tod des profunden Opernkenners Heinz Irrgeher
Der Jurist, Musikwissenschaftler und langjährige Präsident der „Opernfreunde“ starb 84-jährig nach langer Krankheit.
DiePresse.com
Mickischs Leitmotiv-Erbe in Buchform
Bei seinem ersten Bayreuth-Besuch traf Stephan Knies den Wagner-Experten Stefan Mickisch. Aus seiner Leidenschaft für Wagners Leitmotive entstand nun ein Buchprojekt, das seine einzigartige Analyse des »Rings« fortführt und erstmals in Buchform zugänglich macht.
backstageclassical.com
Lüttich
Jessica Pratt brilliert in Donizettis „Lucrezia Borgia“
Lucrezia Borgia war eine historische Figur in Italien am Anfang des 16. Jahrhunderts. Ihre schillernde Persönlichkeit hat Schriftsteller zu Romanen und Komponisten zu Opern inspiriert, und die Version von Gaetano Donizetti steht diese Woche in Lüttich auf dem Spielplan der Königlichen Oper der Wallonie – mit Jessica Pratt in der Hauptrolle.
brf.be
Jubiläum
Barbara Bonney 70: Kunstvoll natürlich (Bezahlartikel)
Aus Liebe zur Musik lässt sie Mozarts Arien blühen und steht staunend, aber nicht naiv, vor den großen Fragen bei Richard Strauss. Heute wird die Sopranistin Barbara Bonney siebzig Jahre alt.
FrankfurterAllgemeine.net
Links zu englischsprachigen Artikeln
Hamburg
It Doesn’t Always Have to be Cav and Pag
A Bartók and Zemlinsky Double Bill Plus a Song Cycle in Hamburg
operatoday.com
Amsterdam
Opera Forward Festival 2026 Review: The Knife
At Dawn Kendall & McWatt’s Portrait of Pain and Hope
operawire.com
Stockholm
Q & A: Richard Hamrin on Balancing Opera & Musical Theatre
Richard Hamrin is currently one of Sweden’s most versatile and sought-after baritones. He has built a career that range spans the full lyric baritone repertoire and large-scale musical theatre.
operawire.com
Paris
Jeanine De Bique, Marianne Crebassa, Natalie Dessay, Riccardo Zanellato Star in La Seine Musicale’s 2026-27 Season
operawire.com
London
Interview – ‘We want people on the edge of their seats’
Royal Opera boss Oliver Mears on the new season – and the controversies of the last Wagnerites rejoice! Parsifal and the climax of Barrie Kosky’s acclaimed Ring cycle are in the pipeline. The director of opera talks about scoring a bullseye, the storms that rocked last season – and how to avoid sending audiences to sleep
TheGuardian.com
Royal Opera House 2025-26 Review: Siegfried
Barrie Kosky’s Production Strays Away From Wagner’s Musical Genius
operawire.com
English Touring Opera’s sparkling
The Gondoliers is an utter joy from start to finish
seenandheard-international.com
Brecon
Dido and Aeneas review – young Welsh talent shines bright in Purcell
Created in just a week with a cast of rising stars and amateur singers, Mid Wales Opera’s production – and its heart-wrenching ending – is a remarkable achievement TheGuardian.com
New York
Rose to the occasion
The embattled Andris Nelsons and the Boston Symphony Orchestra bring Adams and Dvořák to Carnegie Hall.
parterre.com
Ballett / Tanz
Possokhov and Serebrennikov’s Berlin Nureyev shows us something of his spirit but not his tortured soul
seenandheard-international.com
Drama/no drama from New York Theatre Ballet at Judson Church
bachtrack.com/de
Sprechtheater
Wien/Theater der Jugend
Die Rückkehr des Adolf Hitler: „Er ist wieder da“ im Theater der Jugend
Hauptdarsteller Stefano Bernardin überzeugt in der Bühnenfassung des gleichnamigen Romans als wiedererwachter Hitler, der im heutigen Berlin zum Medienstar wird DerStandard.at
Innsbruck
Tiroler Landestheater 2026/27 mit vielen Klassikern
SalzburgerNachrichten.at
Ausstellungen/Kunst
Salzburg
Neues Kunstprojekt am Salzburger Residenzplatz im Sommer
Die fünf monumentalen Frauenköpfe der Kunstinstallation “Secret Garden” am Salzburger Residenzplatz aus dem Vorsommer haben eine Nachfolge: Von 25. Juli bis 5. September wird der Bildhauer Stephan Balkenhol sechs bekannte Opernfiguren auf den zentralen Altstadt-Platz holen. Die rund zwei Meter hohen Bronzeskulpturen erreichen zwar nicht die Dimensionen der jeweils elf Meter hohen Köpfe aus Gusseisen, sollen aber genauso in den Alltag der Menschen in der Stadt einfließen.
vol.at
Medien
ORF
ORF beurlaubt 200-Millionen-Euro-Mann
Spesen-Vorwürfe gegen Werbechef Böhm – ORF zittert jetzt um Werbe-Millionen. Nächster Knalleffekt im ORF: Der Geschäftsführer der ORF-Werbevermarktungstochter ORF Enterprise, Oliver Böhm, ist vom Unternehmen völlig überraschend beurlaubt worden
oe24.at
ORF
Tiertrainerin von Kommissar Rex: „Für den Hund ist das eine Riesengaudi“ (Bezahlartikel)
Farina Klause und ihr Team arbeiteten mit dem Filmhund in Wien.
Kurier.at
Politik
Österreich
„Wenig bis gar nichts“. Anzeige gegen Schmid kann schwere Folgen haben
Eine neue Anzeige bringt den ehemaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, weiter unter Druck. Im Raum steht der Verdacht, dass er vor Gericht die Unwahrheit gesagt haben könnte.
krone.at
Niederösterreich
SPÖ: Königsberger-Ludwig fordert Hergovich heraus
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat in einem Schreiben an die Parteimitglieder und den Landesparteivorstand angekündigt, dass sie für den Vorsitz der SPÖ Niederösterreich kandidieren möchte. Damit wird sie gegen Amtsinhaber Landesrat Sven Hergovich antreten.
noe.orf.at
ORF
Das erstaunliche Verhalten des Viktor Orbán als Thema in der „ZiB 2“
Der Konkurrent siegt haushoch und Viktor Orbán gratuliert? „Das hat uns alle überrascht“, sagt Politologin Melanie Barlai. Und räumt ein: Noch habe der scheidende Premier das Feld nicht geräumt.
DiePresse.com
Magyar stürzt Orbán:. „Ungarn bekommt Europas rechtestes Parlament!“
Ungarn steht vor einem Regierungswechsel: Viktor Orbán und seine Partei Fidesz sind am Sonntag nach 16 Jahren abgewählt worden. Doch wie sieht das neue Ungarn aus? Bei Tanja Pfaffeneder sprechen Paul Lendvai, Gabor Agardi und Kurt Seinitz darüber. Außenexperte Seinitz meint, das künftige Parlament könnte politisch das rechteste in Europa werden.
krone.at
Ungarn
Ungarn rechnet mit dem System Orbán ab und bleibt mit Magyar rechts der Mitte
Frustriert von wirtschaftlicher Stagnation, Inflation und Korruption, wählten die Ungarn Viktor Orbán krachend ab. Sie hoffen auf einen Aufschwung und eine pro-europäische Wende mit Péter Magyar, einem ehemaligen Gefolgsmann des Langzeitpremiers. Ungarn hat nun eine Chance auf einen Neuanfang. Doch es wäre verfrüht, Orbán abzuschreiben.
DiePresse.at
Ungarn-Experte: „Magyar wird überhaupt nicht pflegeleicht“
In Ungarn steht ein politischer Umbruch bevor. Doch Orbán bleibt noch rund einen Monat im Amt. In dieser Zeit könnte die scheidende Regierung theoretisch weitreichende verfassungsrechtliche Änderungen vornehmen, so Ungarn‑Experte Daniel Hegedüs. Er schätzt auch ein, was von Nachfolger Magyar zu erwarten ist
n-tv.de
USA
„Dachte, es wäre ich als Doktor“: Trump löscht Bild von sich als Jesus
US-Präsident Donald Trump hat ein auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social verbreitetes Bild von sich als Jesus Christus gelöscht. Am Abend war das Bild auf dem Account des US-Präsidenten nicht mehr abrufbar. Trump bestätigte aber, dass er dieses selbst veröffentlicht hatte: „Ich habe es gepostet“. Angeblich hat er selbst nicht erkannt, dass es sich dabei um eine Jesus-Darstellung handelt. „Ich dachte, es ginge um mich als Arzt und hätte etwas mit dem Roten Kreuz zu tun“, so Trump. Er behauptete, dass nur die „Fake-News-Medien“ auf die Idee kommen könnten, dass dies ihn als Jesus zeigen könnte.
n-tv.de
Österreich
Koalitions-Streit um Integrationspflicht
Das geplante Integrationspflichtengesetz sorgt für Ärger zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS. Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) hat am Dienstag in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ auf einen raschen Beschluss gedrängt. Obwohl das Gesetz beschlussreif und vor einem Monat vorgelegt worden sei, gebe es von den Koalitionspartnern „keine Rückmeldung“. Die konnten den Vorwurf nicht nachvollziehen. Die SPÖ warf Bauer Populismus vor, die NEOS warnten vor einer Insellösung.
oe24.at
Wirtschaft
Österreich
Konkurs von Karl-Heinz Grasser verursacht der Republik einen Schaden von elf Millionen Euro – mindestens
Der ehemalige Finanzminister meldete Ende April 2025 seinen Privatkonkurs an. Seine Schulden belaufen sich auf 35,7 Millionen Euro, wovon nur 23,2 Mio. Euro anerkannt wurden. Fast die Hälfte davon meldete allein die Finanz an. Nun hoffen alle auf Gelder von seinem Liechtensteiner Konto.
DiePresse.com
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Unter’m Strich
Österreich
Steuervorteil 15.000 Euro – neuer Bonus für alle, die länger arbeiten
Wer im Pensionsalter im Job bleibt, profitiert ab 2027 von Finanz-Vorteilen. Regierung stellt Gesetzespaket fürs Arbeiten im Alter am 15. April vor.
heute.at
Aktivistin über Missbrauch im Turnsport„Es ist extrem schwierig, Trainer zu entlassen“
Claire Heafford vertritt mit ihrer Initiative Turnerinnen, die von Missbrauch betroffen sind. Ihr Ziel: Druck ausüben und nachhaltig das System ändern.
taz.de
Österreich
„Sprit zu teuer“: Kabarettist geht 270 Kilometer zu Fuß
Jetzt ist klar, warum es in letzter Zeit so ruhig um den Kabarettisten wurde. Gery Seidl ist den Jakobsweg nach Santiago de Compostela gepilgert. Mit der Weihnachtskomödie „Aufputzt is“ landete Gery Seidl im vergangenen Winter einen echten Kino-Hit: Mehr als 450.000 Besucher strömten in die Säle – ein Erfolg, der den Film zum zweiterfolgreichsten österreichischen Streifen seit Beginn der Aufzeichnungen machte. Umso überraschender war es, dass es danach plötzlich still wurde um den beliebten Kabarettisten.
heute.at
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 15. APRIL 2026)
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 15. APRIL 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Wiener Staatsoper: Spielplan September 2026
September 2026: DON CARLO : Morandi, Stikhina, Hubeaux, Staple; Groissböck, Grigolo, Dupuis, Anger, Dumitrescu (4./7./10./13./16.), KARUSSELL nach Jaques Offenbach- ein Operntraum zum Mitfahren für die Familie (4. Premiere /5./6./9./10./11./12./13./17./18./19./20.), ADRIANA LECOUVREUR: Armiliato; Jaho, Garanča; Ganci, Frontali (5. Wiederaufnahme/8./11./14.), OPEN AIR im Burggarten: Kober, Grigorian; Beczała, Flórez, Tézier (6. – Eintritt frei), LE NOZZE DI FIGARO: Hahn; Dreisig, Carroll, Neuhaus; Sempey, Fassi (9./12./15./17.), LIVING LEGACIES (Ballett): Coleman; Wiener Staatsballett (18./19./25./28.), Einführungsmatinee EINE FLORENTINICHE TRAGÖDIE / HERZOG BLAUBARTS BURG: Rosčić (20.vm), LA CLEMENZA DI TITO: Meister; Müller, Zamecniková. Lindsey, Nolz; Mokhoabane, Kellner (20./23./26./29.), SOLOKONZERT GÜNTHER GROISSBÖCK/ MALCOLM MARTINEAU (22.), MACBETH: Ciampa; A. Bartoli; Dupuis, Vinogradov, Mavlyanov (24./27.), MATINEE DES OPERNSTDIOS (27.vm), TOSCA: Bisanti; Byström; Tetelman, Maestri (30.)
Oktober 2026: MACBETH: Ciampa; A. Bartoli; Dupuis, Vinogradov, Mavlyanov (1./4.), TOSCA: Bisanti; Byström; Tetelman, Maestri (2./5.). EINE FLORENTINISCHE TRAGÖDIE/ HERZOG BLAUBARTS BURG: Altinoglu; Markhatov; Grigorian, Golovnin, Maltman, Boesch (3. Premiere/ 6./8./10./12.), IL BARBIERE DI SIVIGLIA: Sini; Lindsey/Hietala; Sekgapane, Kiria, Di Matteo, Plachetka, Wendelin (9./13./16./19.), GEIMMISSION ZAUBERFLÖTE von Nina Blum / Uraufführung (11./18./20./25./26./31.), DAS OPERNQUIZ mit Georg Nigl (im „Nest 10.), Einführungsmatinee zu NIJINSKY (11.vm), CARMEN: Nanasi; D’Oustrac/ Bondarenko; Alagna/Sly (11./14./17.), DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL: Trinks; Hillebrand, Staple, Kohlhepp, Schmidlechner, Cerny, Pichler, Roberts, Natter, Blochberger (15./18./21./23.), DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK (im „Nest, 16./premiere – 18./19./21./23.), NIJINSKY – Ballett von John Neumeier, Brock/ Staatsballett, 20.Premiere/22./24./27./30.), L’ORFEO: Gottfried; Karyazina, Ilie, Plummer: Villazón, Franca, Bankl, Amako, Iushkevich (25./WA/28./31.), OTELLO: de Billy; Car, Sushkova, Kaufmann, Salsi, Odor, Osuna, Neiva (26./29.)
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GRAZ/Musikverein für Steiermark: wir dürfen Sie auf unser kommendes Festkonzert am Sonntag, 26.04.2026 hinweisen:

Juan Diego Flórez © Gregor Hohenberg
• Veranstalter: Musikverein Graz
• Was: Festkonzert
Juan Diego Flórez, Tenor
Cécile Restier, Klavier
• Wann: Sonntag, 26. April 2026, Beginn 19.30 Uhr
• Wo: Musikverein Graz, Stefaniensaal (Congress Graz)
• Tickets: Musikverein Graz, , +43-316-822455,Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
• Rubrik: Klassik, Festkonzert
• Programm: Arien von Rossini, Donizetti, Verdi, Massenet
• Information zum Musikvereins-Konzert:
Seine neun hohen Cs in Donizettis Fille du Régiment sind legendär, die Encores ganzer Arien in Vorstellungen an der MET oder Scala ebenso. Juan Diego Flórez, der große Belcanto-Tenor, ist 2026 mit Pianistin Cécile Restier und Arien vom Rossini bis Massenet im Musikverein Graz zu erleben. „Mühelose Spitzentöne, perfekte Phrasierungen, Geschmeidigkeit und Leichtigkeit bis zur siebenten (!) Zugabe: Das macht Juan Diego Flórez so rasch keiner nach.“ (Die Presse)
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Bühnen Graz: Lachen gegen die Angst – nur noch heute!
Abgründig, absurd und erschreckend aktuell: In »Karl Valentin | Ich kenne keine Furcht, es sei denn, ich bekäme Angst« trifft Karl Valentin auf Liesl Karlstadt und Daniil Charms. Ein irrwitziger Theaterabend zwischen Komik und Kontrollverlust, der dem Schrecken mit Lachen begegnet – und morgen, am 15.04.2026, zum letzten Mal zu erleben ist, also jetzt noch schnell Tickets sichern!
ZUM LETZTEN MAL
»Karl Valentin | Ich kenne keine Furcht, es sei denn, ich bekäme Angst«
Eine komische Panikattacke mit Texten von Karl Valentin & Liesl Karlstadt & Daniil Charms
15.04.2026, 19.30 Uhr
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Stuttgart/Neues Schloss: Träume / Internationale Hugo Wolf-Akademie: Alpträume ANDRÈ SCHUEN, Bariton, DANIEL HEIDE, Klavier
Freitag, 24. April 2026, 19.30 Uhr
Weißer Saal, Neues Schloss Stuttgart
Träume/Alpträume
ANDRÈ SCHUEN, Bariton
DANIEL HEIDE, Klavier
Lieder von Richard Strauss, Alexander Zemlinksky und Richard Wagner

Zwischen Sehnsucht und Abgrund, zwischen zarter Verheißung und existenzieller Bedrohung entfaltet sich das Liedprogramm „Träume/Alpträume“, mit dem der Bariton Andrè Schuen und der Pianist Daniel Heide am Freitag, den 24. April 2026 endlich einmal wieder nach Stuttgart zurückkehren. In einer fein durchdachten Dramaturgie widmen sich die beiden Künstler den vielschichtigen Facetten innerer Erlebniswelten – jenen Momenten, in denen das Unbewusste zur Sprache kommt und sich Emotionen in ihrer intensivsten Form offenbaren. Im Zentrum stehen Lieder von Richard Strauss, Alexander Zemlinsky und Richard Wagner, deren Werke die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit auf eindringliche Weise ausloten
KARTEN & INFOS www.ihwa.de
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Köln/Schauspiel: Jonathan Meese im Talk mit Lars Eidinger

© Studio Meese.jpg
Nach dem Start von Jonathan Meeses Talk-Reihe „The World Heavy-Talk Championships“ im November am Schauspiel Köln lädt der Künstler nun zum zweiten Mal ins Depot 1 auf dem Carlswerk-Gelände ein. Am kommenden Sonntag, 19. April, empfängt er gemeinsam mit Moderator und Ringrichter Henning Nass den deutschen Schauspieler Lars Eidinger. Alle, aber auch wirklich alle offenen Fragen werden in dieser Talk-Reihe verhandelt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Tickets gibt es an der
Vorverkaufskasse in den Opernpassagen, unter www.splkln.de oder 0221/22128400.
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Zuversicht als Klang – Internationale Begegnungen. Der Vorverkauf für Young Euro Classic 2026 startet am 16. April

© Kai Bienert
Zum 27. Mal öffnet Young Euro Classic im Berliner Kultursommer seine Türen: Vom 31. Juli bis 16. August 2026 zeigt das internationale Jugendorchesterfestival im Konzerthaus Berlin, dass die Zukunft der klassischen Musik längst Gegenwart ist. Junge Musiker:innen aus Europa, Amerika und Asien bringen mit, was sie ausmacht – ihre Klänge, ihre Geschichten, ihre Neugier. Sie zeigen, dass Musik Verbindungen schafft und zugleich Einzigartigkeit bewahren kann. 17 Tage lang gestalten 14 Jugendorchester, zwei Jazz-Formationen, ein junger Chor und fünf Ensembles das Programm. Internationale Begegnungen und neue Perspektiven auf das musikalische Repertoire unserer Zeit stehen im Zentrum. Dabei treffen bekannte Orchester wie das European Union Youth Orchestra und das Bundesjugendorchester, das die Saison eröffnet, auf spannende Debütanten – mit einem besonderen Fokus auf dem Klavier sowie auf Virtuos:innen an den Tasten und am Dirigentenpult.
Zugleich lebt das Festival vom Dialog und Begegnungen: in besonderen Abendkonzerten mit bi- und multinationalen Orchestern sowie in der Reihe „FUTURE NOW Musical Diaries“, in der sich insgesamt fünf Ensembles in genre- und traditionsübergreifenden Konzertformaten präsentieren. Ergänzt wird das Festivalprogramm durch den „NEXT GENERATION Kindertag“, der mit Kinderkonzerten und Mitmachaktionen den jüngsten Zuhörer:innen gewidmet ist.
Begegnungen, die in Erinnerung bleiben
Das Festivalprogramm überrascht in diesem Jahr mit einem besonderen Highlight: Zum allerersten Mal übernimmt ein Chor die Gestaltung eines gesamten Konzertabends bei Young Euro Classic. Aus Estland gastiert der Estonian National Opera Boys’ Choir (15.08.) und beschert dem Publikum mit der faszinierenden Tradition des estnischen Chorgesangs ein ganz besonderes Konzerterlebnis.
Einen unvergesslichen Jazzabend verspricht das Jakob Manz & Karthik Mani Project (11.08.), das auf Initiative von Young Euro Classic südindische Musik und zeitgenössischen Jazz miteinander ins musikalische Gespräch bringt. Das Projekt ist zugleich eine Hommage an die Zusammenarbeit der Sängerin R.A. Ramamani, Mutter von Karthik Mani, mit Altsaxophonist Charlie Mariano in den 1980er Jahren. Mit einem energiegeladenen Programm aus brasilianischen und kubanischen Rhythmen begeistert in diesem Jahr das niederländische Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra (06.08.) unter der Leitung des portugiesisch-amerikanischen Dirigenten Jacomo Bairos. Und Pedro Carneiro und das Jovem Orquestra Portuguesa (07.08.) nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die heimatliche Klangwelt der Saudade.
Das European Union Youth Orchestra (03.08.) feiert in diesem Jahr Jubiläum: Seit 50 Jahren verkörpert es in besonderer Weise den europäischen Gedanken – den Gründungsimpuls von Young Euro Classic selbst. Rachmaninows Symphonie Nr. 2 und Brahms’ Violinkonzert mit Solistin María Dueñas, einem aufstrebenden Stern der klassischen Musikwelt, machen dieses Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (14.08.) hat bei ihrem Konzert Anneleen Lenaerts als Solistin an der Harfe zu Gast, die gemeinsam mit den hochtalentierten Nachwuchsmusiker:innen aus aller Welt das Harfenkonzert in Es-Dur von Reinhold Glière erklingen lässt.
Dass Young Euro Classic ein Raum für besondere Begegnungen ist, zeigt außerdem der Auftritt des Ulster Youth Orchestra (12.08.). Seit seiner Gründung 1993 – noch zu Zeiten des Nordirlandkonflikts – vereint das Jugendorchester die talentiertesten jungen Musiker:innen Nordirlands unabhängig von Religion oder sozialer Herkunft und gilt als wichtigster Kulturbotschafter der Region, weit über deren Grenzen hinaus.
Das Orchestra of the Americas und das Penderecki Youth Orchestra (10.08.) bringen das musikalische Zusammenspiel auf die nächste Stufe, indem beide Orchester in einer mehrtägigen Probenphase in Polen sowohl europäische als auch lateinamerikanische Werke gemeinsam erarbeiten. Auf dem Programm bei Young Euro Classic steht u.a. das Werk „Antrópolis“ der dreifachen Grammy-Gewinnerin Gabriela Ortiz, das als deutsche Erstaufführung zu hören ist.
Nach mehrjähriger Pause kehrt eine beliebte Tradition von Young Euro Classic zurück: Für ausgewählte Konzertabende finden wieder Konzerteinführungen statt. Renommierte Expert:innen geben Einblicke in die musikalischen Werke und ihre jeweilige Geschichte.
Vielseitigkeit des Klaviers
Das Programm dieser Saison nimmt die Vielfalt des Klaviers in den Blick. Schon beim Eröffnungskonzert des Bundesjugendorchesters (31.07.) kommt das Publikum in den Genuss von Rachmaninows hinreißendem Dritten Klavierkonzert in d-Moll. Interpretiert wird es vom aufstrebenden 25-jährigen Georgier Giorgi Gigashvili, der gemeinsam mit dem auch erst 25-jährigen Aurel Dawidiuk am Pult den Auftritt zu einer ganz besonderen Festivaleröffnung macht. Auch die beiden folgenden Konzerte des Eröffnungswochenendes erfreuen mit Klavierkonzerten: Trotz des Krieges in seiner Heimat ist das Youth Symphony Orchestra of Ukraine (01.08.) mit seiner Gründerin und Dirigentin Oksana Lyniv erneut zu Gast. Gemeinsam mit dem Pianisten Illia Ovcharenko spielt es Johannes Brahms’ Erstes Klavierkonzert. Einen Tag später erklingt Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini”, gespielt von Joseph Moog, der als Solist beim Konzert des Orchestre National des Jeunes du Luxembourg (02.08.) auftritt. Auch das National Youth Orchestra of the United States of America (04.08) hat mit George Gershwins vom Ausnahmetalent Kirill Gerstein dargebotenen Klavierkonzert in F-Dur eher ein der Tradition angelehntes Stück im Repertoire, genau wie die vom renommierten Dirigenten Cem Mansur gegründete und dirigierte Nationale Jugendphilharmonie der Türkei (08.08.), die mit Özgür Ünaldı als Solist Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 auf die Bühne bringt.
Neue Perspektiven auf das Klavier eröffnet das Konzert „Er Huang“ des Komponisten Chen Qigang mit dem Orchester des Zhejiang Conservatory of Music (05.08.), das fernöstliche Klangwelten mit einer opulenten Klangsprache verbindet. Auch das Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan (09.08.) verknüpft im Konzert für Klavier und Orchester von Chary Nurymov die Musik seiner turkmenischen Heimat mit der zeitgenössischen Musik des 20. Jahrhunderts.
Debüts bei Young Euro Classic
Das chinesische sowie das turkmenische Orchester gehören genau wie das schon zuvor genannte Orchester aus Luxemburg zu denjenigen, die ihr Debüt bei Young Euro Classic geben. Das von Teresa Satalino angeleitete italienische AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra (16.08) präsentiert bei seinem Debüt ein komplett italienisch geprägtes Konzert – mit Werken von italienischen Komponisten wie Giuseppe Martucci und Ottorino Respighi sowie von Italien inspirierten Stücken aus William Waltons und Piotr Tschaikowskis Feder. Ein weiteres Debüt feiert das Slovenian Youth Orchestra (13.08.), das mit Beethovens Fünfter und der deutschen Erstaufführung von „Entropia“, einem Konzert für E-Bass und Orchester von und mit dem finnischen Metal-Bassisten Lauri Porra, selbst Großenkel von Jean Sibelius, für einen außergewöhnlichen Festivalmoment sorgt.
„FUTURE NOW Musical Diaries” – Das Festival im Festival
Bereits zum vierten Mal blickt Young Euro Classic mit seinem Festival im Festival über den Tellerrand der europäischen klassischen Orchestertradition hinaus. Unter dem Titel „FUTURE NOW Musical Diaries“ präsentieren sich in diesem Jahr Ensembles aus Argentinien, Marokko, Vietnam, Tadschikistan und das FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن, in dem verschiedene musikalische Welten aufeinandertreffen. Die Konzerte finden an den Festivalwochenenden jeweils am späten Nachmittag vor den Abendkonzerten statt.
Das Mohiron Ensemble (01.08) aus Duschanbe verbindet traditionelle sowie moderne tadschikische Musik mit internationalen Werken auf traditionellen Instrumenten wie Rubab, Ney und Ghichak. Im Programm „Lách Tách“ (02.08.) begegnen sich die vietnamesische Klangkünstlerin Lương Huệ Trinh und Sängerin Vũ Thị Thuỳ Linh. Hier trifft Elektrosound auf Ả Đào, eine jahrtausendealte, als Weltkulturerbe anerkannte Musiktradition. Aus Marokko kommt das Ensemble JISR //جسر // BRÜCKE (08.08) und schlägt eine Brücke zwischen Europa und Nordafrika: Traditionelle arabisch-andalusische Musik trifft auf zeitgenössische Kompositionen, wobei u.a. Gesang, Gembri, Qanun, Perkussion leuchtende Klangfarben entstehen lassen. Das ni-va Music Ensemble (15.08.) aus Buenos Aires schafft in einer Live-Improvisation völlig neue Sounds mit Synthesizern, Algorithmen und Sampling. Das FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن vereint in Berlin lebende Musiker:innen aus Ägypten, Argentinien, Deutschland und Vietnam (16.08.). Dabei entsteht Musik aus einem gemeinsamen Prozess heraus, jenseits kultureller Zugehörigkeiten.
NEXT GENERATION – ein Kindertag voller Experimente und Abenteuer
Mit dem Juniorprogramm NEXT GENERATION setzt sich Young Euro Classic seit 2019 gezielt für die musikalische Frühförderung ein: Durch altersgerechte und spielerische Formate werden bereits die Jüngsten an die Welt der Musik herangeführt. Das Programm des diesjährigen Kindertags am Sonntag, 09.08.2026, spricht Experimentierfreude und Abenteuerlust an. Suli Puschban & die Kapelle der guten Hoffnungbringen die Bühne zum Beben und laden Kinder ab 5 Jahren zum Abrocken ein. „Mäuse auf dem Mond“ ist eine musikalische Weltraumreise des Sängers und Perkussionisten Ravi Srinivasan für Kinder ab 3 Jahren, bei der getanzt, geklatscht und getrommelt wird. Mit dem Musikstudio Blockbox können neugierige Kinder ab 5 Jahren erleben, wie es wäre, in einer Band zu spielen und den eigenen Song aufzunehmen. Und das Klingende Museum bietet Workshops an, in denen Kinder ab 3 Jahren verschiedene Musikinstrumente ausprobieren können.
Europäischer Kompositionspreis
Der Europäische Kompositionspreis setzt jedes Jahr ein starkes Zeichen für die zeitgenössische Musikszene: Der Regierende Bürgermeister von Berlin ehrt mit dem Preis alljährlich Komponist:innen für ihre innovativen Werke. Auch diesmal liegt die Entscheidung über den renommierten Preis für die beste Ur- oder deutsche Erstaufführung in den Händen einer Publikumsjury.
Danksagungen
Ohne den Rückhalt und das Vertrauen der wichtigen und langjährigen Partner:innen ist Young Euro Classic nicht durchführbar. Der Veranstalter dankt dem Bund, dem Land Berlin, dem Hauptstadtkulturfonds, der KfW sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken und der GVL, dem Konzerthaus Berlin, der Firma Ströer, der Stiftung am Grunewald, der Karl Schlecht Stiftung, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, den Medienpartner:innen, den zahlreichen Unterstützer:innen, Spender:innen und dem großartigen Young Euro Classic-Publikum. Das Festival im Festival „FUTURE NOW Musical Diaries“ wird von der Berliner LOTTO-Stiftung gefördert.
Für die Ermöglichung von NEXT GENERATION dankt das Festival dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Hier spielt die Zukunft!
Young Euro Classic. Festival der besten Jugendorchester der Welt
Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin
Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.
Das ausführliche Festivalprogramm ist ab dem 16. April abrufbar unter: www.young-euro-classic.de
Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr).
Berechtigte Personen erhalten für alle Preiskategorien 30 % Teilhabe- und Bildungsermäßigung. Details finden Sie auf unserer Webseite im Servicebereich.
Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline (+49 / (0)30 / 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Festival im Festival „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €
Festival Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €
Festival Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €
Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwachsene
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SONY präsentiert neue CD: Arcadi Volodos: Schubert – Klaviersonate D 850/ Schumann – Kinderszenen
Nach längerer Pause gibt es wieder ein neues Album vom Poeten und Klangmagier Arcadi Volodos. Neben einer weiteren großen Schubert-Sonate, der „Gasteiner“ in D-Dur, D 850, stehen die „Kinderszenen“ mit der berühmten „Träumerei“ auf dem Programm des Ausnahmepianisten.
„Das Schwierigste an Schubert ist seine Reinheit, seine absolute Transparenz“, sagt der Pianist. „Seine Persönlichkeit und geistige Welt zeigen sich auch in der Stille“. Genau an dieser Stelle der leisen Töne und Zwischentöne beginnt für den Interpreten Volodos die eigentliche Arbeit, denn „das verlangt Einfachheit und Tiefe“.

New Sony Classical Album by Pianist Arcadi Volodos
Schubert: Piano Sonata No.17 in D Major, D 850
Schumann: Kinderszenen Op. 15
Kinderszenen, Op. 15/VII. Träumerei
Out Today – Listen Here
Album Release Date: May 1, 2026
Pre-Order Available Now
A musician known for conjuring up magical sounds on the piano is back. Seven years after his last album, the exceptionally gifted Arcadi Volodos is releasing a new and long-awaited Sony Classical album on May 1, 2026, recorded live at Fondation Louis Vuitton in Paris. And again, he is devoting himself to the music of Franz Schubert as well as Robert Schumann’s Kinderszenen. Accompanying today’s announcement is the first single, Kinderszenen, Op.15/VII. Träumerei – listen here.
“The great difficulty with Schubert”, says Volodos, “is the basic outline, the absolute transparency. It is in silence that the personality and the spirituality of the interpreter shine through.” For Volodos as an interpreter, it is here, in this world of stillness and half-tones, that his real work begins, since “this demands simplicity and depth”.
Volodos’s earlier Schubert recordings have included the great sonatas in G major (D 894, released in 2002) and in A major (D 959, first issued in 2019). He is now turning his attention to the D major Sonata D 850, a work sometimes known as the “Gastein” Sonata since Schubert composed it during the summer of 1825, when he was taking the waters at Bad Gastein to the south of Salzburg.
Arcadi Volodos draws particular attention to the “extreme sensibility” of Schubert’s music, which explains why he favours a freedom of approach that allows for flexible tempos.
“It is absurd to want to fix the tempo by means of a metronome,” he argues, because “music is a language, not an equation.” It is very much the many incomparable transition passages, the melodies and the gently changing harmonies that make Schubert’s music so unmistakably his own. And this is all the more true when they are performed by a pianist as exceptional as Arcadi Volodos.
The second work on his new album is Robert Schumann’s Kinderszenen, a set of thirteen priceless miniatures for the piano, the best known of which is the famous “Träumerei”.
“I think that it is only when you grow older that you understand these pieces better and better,” says Volodos, referring obliquely to the fact that Schumann did not write them for children. What matters more, as Volodos explains, is “It is a question of rediscovering within oneself the child’s sense of wonderment, this pure and sincere understanding of a world that one spends an entire lifetime trying to rediscover.”
To that extent this recording of Kinderszenen seems like a summation of Volodos’s whole life as an artist: each piece is a little jewel that allows the piano to radiate with light and to shine in all its colours and nuances. One could argue that this profundity is accessible only to those artists who, like Volodos, have a relatively manageable repertory at their command, at least in terms of their public appearances. “I like it when the works come to life inside me and become a part of me.” The present recording attests to the truth of this comment in many different ways.
Arcadi Volodos was born in St Petersburg and it was there, too, that he studied. He first became famous for his highly virtuosic piano arrangements of Romantic orchestral works but since his international breakthrough in the late 1990s he is now invariably numbered among the finest pianists currently before the public. He appears in all the leading concert halls and at festivals all over the world. His relatively few recordings have regularly garnered the most prestigious international awards.
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schoepfblog – Programm der 16. Kalenderwoche vom 13.04.2026 bis zum 19.04.2026
Montag:
Apropos: Die Mobilität steckt uns in den Genen. Anders ist der Wahn des Osterreiseverkehrs nicht zu erklären. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Literatur: Andreas Pavlic tariert seinen Roman „Selige Unruhe“ klug aus zwischen stromlinienförmiger Unterhaltung und biedermeierlicher Gesellschaftskritik. (Helmuth Schönauer)
Film: Alles gleitet an uns vorüber, entwickelt aber mit der Zeit doch einen Sog und macht uns neugierig: Helmut Schiestl über den Film „Sehnsucht in Sangerhausen“.
Mittwoch:
Weltpolitik: Die Neu-Vermessung der Welt. Eine Achse der Obszönität zwischen Washington, Moskau und Jerusalem. (Reinhold Knoll)
Literarische Korrespondenz: Ein sündteures Innsbruck-Monopoly-Spiel erweist sich als ein für Kinder vollkommen ungeeigneter billiger Werbeprospekt. (Gerlinde Busse)
Donnerstag:
Beziehungskiste: Susanne Weinhöppel sinniert über die Vor- und Nachteile der romantischen Liebe bzw. der arrangierten Ehen nach.
Freitag:
Literaturkritik: Kein Protest nützte gegen den unsäglichen Denis Scheck, der Bücher in seiner Sendung „Druckfrisch“ in den Müll schmeißt. Bis endlich die Opfer-Frauen zuschlugen. (Alois Schöpf)
Samstag:
Gott: Drei religiöse Anrufungen anlässlich der Selbstüberhebung des amerikanischen Präsidenten zu Jesus Christus bzw. zum universellen Heiler. (Elias Schneitter)
Sonntag:
Metapher: In der Tragödie des gestrandeten Wals spiegelt sich unser aller Zustand wider: hilflos, traurig, und müde sehen wir uns bei Sterben zu. (Helmuth Schönauer)