Die MONTAG-PRESSE – 27. JUNI 2022

Die MONTAG-PRESSE – 27. JUNI 2022

Foto: Elbphilharmonie, © Maxim Schulz

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 27. JUNI 2022

Hamburg
Wien, Neapel und Mailand treffen sich in der Elbphilharmonie: So klingt Hamburg am 30. Juni 2022
Es gibt noch Karten! Ein Muss für alle Fans des Weltstars Piotr Beczała… Ein Abend für Liebhaber phantastischer Melodien…
Von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert.de

München
BR-Symphonieorchester im Herkulessaal: Musik, die gerade entsteht
Joana Mallwitz debütiert beim Symphonieorchester des BR und dirigiert Werke von Beethoven, Strauss und Tschaikowsky.
MünchnerAbendzeitung.de

Wien/Staatsoper
Zauberflöte an der Wiener Staatsoper: Im Gegensatz zu Tamino beherrschen die Wiener ihr Metier
Eine Zauberflöte geht immer. Selbst dann, wenn Prinz Tamino etwas Anlauf benötigt. Sarastro, der vermeintlich böse Priester, etwas zu dominant und herrisch agiert. Und im Publikum der Wiener Staatsoper eine Dame beinahe dem Hustentod erliegt, als wolle sie mit der Kameliendame aus der „Traviata“ in Konkurrenz treten. Das hat vor allem einen Grund: Georg Nigl, der als Papageno ebenso überzeugend in Erscheinung tritt, wie vor rund zwei Wochen schon in Monteverdis „L’Orfeo“.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien
Birgit Sarata wird 80: „Nein, ich bereue nichts“
Sie ist die Botschafterin des Wiener Charmes, Grande Dame der Society – und ihr wurde ein Denkmal gesetzt.
Kurier.at

Graz
Ein Tenor, der Weltklasse mit Bescheidenheit verbindet
Unter den Startenören der Gegenwart ist er „der Brave“. Piotr Beczała gastiert heute im Grazer Musikverein.
KleineZeitung.at

Leipzig
Wagner trotz Regen – so war das Open-Air auf dem Augustusplatz
Tausende Musikliebhaber feierten den „Fliegenden Holländer“ beim Wagner-Open-Air-Spektakel am Sonnabend auf dem Leipziger Augustusplatz.
Leipziger Volkszeitung

St.Gallen
Oper und Krieg oder: die Provinz hat zugeschlagen Verdi statt Tschaikowski – Russen dürfen jetzt nicht sein
Sind die St.Galler noch bei Trost? Wie kommen sie dazu, Tschaikowski, den zweifellos bedeutendsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, für die Untaten des russischen Autokraten Putin zu bestrafen?
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Graz
Eröffnungspremiere der Styriarte: „La Corona d’Arianna“ als Happening
Zackige Ausschnitte aus der Oper des steirischen Bauernbubs und Barockgiganten Johann Joseph Fux sorgen für Begeisterung in Graz
DerStandard.at

Linz
„Es wird viel zu wenig gesungen“
„Singt wieder mehr in den Familien!“, sagt der scheidende Domkapellmeister Josef Habringer. „Singen ist eine menschliche Uräußerung, die befreit.“
Kurier.at

Kopfing/OÖ
Tag und Nacht mit viel Tempo unterwegs
Der Gründer und Kopf von „Woodstock der Blasmusik“ Simon Ertl ist selbst beim Festival dabei
Kurier.at

Nach Donauinselfest: Melissa Naschenweng sagt Konzert ab
Die Kärntnerin entschuldigte sich am Samstag via Instagram bei ihren deutschen Fans. Eigentlich sollte der Schlagerstar Samstagabend in Kerkingen (Baden-Württemberg) auf der Bühne stehen.
KleineZeitung.at

Chicago
„Verdi kein Rassist“: Riccardo Muti weigert sich, „N-Wort“ zu streichen
Am 24. Juni hatte Stardirigent Riccardo Muti (80) in Chicago die Verdi-Oper „Un ballo in maschera“ („Ein Maskenball“) dirigiert und sich dabei geweigert, eine kritische Originalpassage zu streichen. Die einen feiern dieses Statement als Zeichen gegen die unsägliche „Cancel Culture“ und die absurden Ausuferungen der „Political Correctness“, die anderen attackieren den 80-Jährigen als Verbreiter rassistischer Relikte.
https://www.krone.at/2743900

Links zu englischsprachigen Artikeln

Grange Festival
Tamerlano: A spiked cocktail of love, lust and power
musicomh.com

New York
Fotografiska 2022 Review: Jeff Beal’s “Things Unseen” and “The Paper Lined Shack”
operawire.com

Violinist Richard Lin makes a captivating Carnegie Hall debut
TheNewYork.classical.review

Chicago
Muti and CSO Pay Homage to Verdi With a Monumental Concert Performance of “Un Ballo in Maschera”
https://news.wttw.com/2022/06/25/muti-and-cso-pay-homage-verdi-monumen

Violinist Lamsma delivers exciting and individual Korngold with Grant Park Orchestra
chicagoclassicalreview.com

Miami
Ukrainian soprano sings music from her embattled country at Chopin Festival
southflorida.classical.review

St. Louis
Harvey Milk: Prejudice and Pride in Saint Louis
It’s Pride Month, and Opera Theatre of Saint Louis can be justifiably “proud” of its absorbing new production of Harvey Milk, in its most recent iteration by composer Stewart Wallace and librettist Michael Korie
operatoday.com

Recordings
Classical home listening: Roderick Williams; Mother, Sister, Daughter; and BBC concerts from Wigmore Hall
TheGuardian.com

Feuilleton
Drunk on love and wine: Jacques Offenbach’s Les Contes d’Hoffmann
bachtrack.com.de

Ballett/Tanz

Review: Pacific Northwest Ballet Finally Makes It Back to New York On Thursday’s mixed bill, Ulysses Dove’s “Dancing on the Front Porch of Heaven” was the most arresting and emotionally resonant work.
TheNewYorkTimes.com

STATE (West Australian Ballet)
The grandeur of this contemporary triple bill was blissful to watch.
https://limelightmagazine.com.au/reviews/state-west-australian-ballet-2/

Sprechtheater

Neapel
„Der Untergeher“ als Highlight beim Theaterfestival in Neapel
Der italienische Regisseur Federico Tiezzi dramatisiert im Schloss Capodimonte den Thomas-Bernhard-Roman „Der Untergeher“
Kurier.at

Literatur

Klagenfurt
Bachmann-Preis geht an Ana Marwan
„Lurch des Jahres“ verhalf in Klagenfurt zum Sieg.
Wiener Zeitung.at

Ana Marwan gewinnt Ingeborg-Bachmannpreis
„Heute war ich umsonst“: Die slowenische Schriftstellerin Ana Marwan gewinnt mit ihrem Text „Wechselkröte“ den Ingeborg-Bachmannwettbewerb
Tagespiegel.de

Ausstellungen/Kunst

Kassel
Kommentar: Documenta gleich abschaffen
Man kann es wohl ohne viel Herumreden so sagen: Die diesjährige Documenta hat einen kapitalen Bock geschossen. Kurzzusammenfassung: Ein Banner mit antisemitischen Motiven – Vampirzähne in Verbindung mit Schläfenlocken – musste diese Woche erst verdeckt, dann abgebaut werden. Das kam nicht ganz überraschend, war die heurige Documenta-Führung unter dem indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa schon seit Wochen mit Befürchtungen konfrontiert, dass antisemitische Inhalte ausgestellt würden.
WienerZeitung.at

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Unter’m Strich

Österreich
Jetzt fix: Hofburg-Wahl findet am 9. Oktober statt
https://www.krone.at/2743959

Niederösterreich
Firmen-Pleiten in NÖ haben sich mehr als verdoppelt
Im Vergleich zum Halbjahr 2021 stieg die Anzahl an Insolvenzen um 282 Fälle an.
Heute.at

Österreich
Doskozil sieht „historische Chance“ für die SPÖ. Tritt er selbst an?
Die zuletzt massiv gesunkene Zustimmung zur aktuellen Bundesregierung in Umfragen befeuert die ohnehin schon lange kursierenden Neuwahlgerüchte weiter. Sollte dies tatsächlich eintreten, sieht der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) jedoch innerparteilich noch Gesprächsbedarf. Insbesondere die Frage nach der Spitzenkandidatur sieht er „noch nicht geklärt“. Auf die Frage nach bevorzugten Koalitionspartnern hat er hingegen schon sehr konkrete Vorstellungen.
https://www.krone.at/2743572

INFS DES TAGES (MONTAG, 27. JUNI 2022)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 27. JUNI 2022)

Quelle: onlinemerker.com

BAYERISCHE STAATSOPER: HEUTE PREMIERE „DIE TEUFEL VON LOUDUN“

Wolfgang Koch, der die Partie des Grandier singen sollte muss die Premiere leider krankheitsbedingt absagen. Die Oper Die Teufel von Loudun wurde seit der Uraufführung erst wenige Male aufgeführt, was die Auswahl an Sängern, die die Rolle in ihrem Repertoire bereits erarbeitet haben schwierig gestaltet hat und zu einer außergewöhnlichen Lösung geführt hat: Robert Dölle, aus dem Ensemble des Residenztheaters, wird die Partie des Grandier szenisch darstellen. Jordan Shanahan singt die Partie von der Seite der Bühne.

Krzysztof Pendereckis Die Teufel von Loudun feiert am Montag, 27. Juni 2022, 19 Uhr, Premiere und eröffnet damit die diesjährigen Münchner Opernfestspiele. Es dirigiert Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski. Simon Stone führt Regie. Aušrinė Stundytė ist als Jeanne zu erleben.
Die Festspielpremiere am Montag, 27. Juni 2022, 19 Uhr, wird im Live-Stream auf STAATSOPER.TV, BR-KLASSIK Concert sowie im Hörfunk übertragen. Bereits vor Beginn der Vorstellung führt Moderator Maximilian Maier, ab 18.30 Uhr, Gespräche mit Beteiligten der Produktion.

Sündige Fantasien einer Nonne, unzüchtige Ausschweifungen eines Priesters, Neid und Eifersucht bigotter Kleinbürger – und über allem der politische Masterplan eines ehrgeizigen Kirchenmanns: Aus dieser Gemengelage entstand in einer französischen Provinzstadt des frühen 17. Jahrhunderts ein Exorzismus-Exzess. Die vorgetäuschte Teufelsaustreibung der vermeintlich besessenen Ursulinerin Jeanne wurde für Kardinal Richelieu zum Mittel, unliebsame Kräfte wie den offenherzigen Geistlichen Grandier auf dem Schafott zum Schweigen zu bringen und so ein Klima der Angst zu schaffen, in dem niemand mehr wagen wird, sich gegen ihn zu stellen.
FESTSPIELPREMIERE
Mo, 27.6.2022, 19.00 Uhr
Ab 18.30 Uhr im BR-KLASSIK Live-Stream und auf STAATSOPER. TV
Nationaltheater

WEITERE VORSTELLUNGEN
Do, 30.6.2022, 19.00 Uhr
So, 3.7.2022, 19.00 Uhr
Do, 7.7.2022, 19.00 Uhr
Nationaltheater

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DEUTSCHE OPER BERLIN: Late-Night-Veranstaltung zur Großen Oper: DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG am 8. Juli um 20 Uhr

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Copyright: Deutsche Oper

Wem gehört die Bühne der Deutschen Oper Berlin? Mit dieser letzten Ausgabe der Reihe AUS DEM HINTERHALT unter dem Motto MACHT DER KÜNSTE laden wir am 8. Juli um 20 Uhr zu einem großen Orchester-Karaoke-Happening in der Tischlerei ein. Special Guests auf der Bühne sind dieses Mal, neben bekannten Gesichtern aus sechs Jahren HINTERHALT und Sänger*innen aus unserem Ensemble, das Publikum! Gesungen werden zu eigens geschriebenen Orchesterarrangements die größten Hits des Opernrepertoires, aus Rock und Pop – von Wagner bis Beatles, von Puccini bis Bilderbuch. Anschließend blicken wir in einer feierlichen Abschiedsprozession zurück auf sechs Jahre HINTERHALT und tragen die Hand, das ikonische Symbol der Macht der Künste, in die Stadt.

In der Auseinandersetzung mit Richard Wagners DIE MEISTERSINGER prüfen wir die Kunstform und den Betrieb der Oper in guter alter Hinterhalt-Manier noch einmal auf Herz und Nieren. Anhand der in Wagners Oper verhandelten Fragen zu Musik, ihrer Produktion und Bewertung reflektieren wir kritisch, was Oper in diesen Zeiten leisten kann und soll: Wer sind die Meister*innen heute? Wer darf singen, konzipieren und inszenieren in diesen „heiligen Hallen“?
Wir sagen heute: Alle Macht der Künste dem Publikum, jeder und jede ist ein*e Meistersinger*in! Wer schon immer mal mit Orchesterbegleitung in der Deutschen Oper Berlin auf der Bühne singen wollte, ist hier genau richtig. Zwanzig Lieder, die eigens für diesen Abend für eine Orchesterbesetzung arrangiert werden, stehen zur Auswahl. Infos und die Auswahl der Arien und Songs finden Sie hier.
Und auch wer nicht solistisch auf der Bühne stehen möchte, für die- und denjenige*n wird dieser Abend ein rauschendes Fest – und gemeinsam gesungen wird in jedem Fall!

Unter dem Motto „Macht der Künste“ schließt dieser HINTERHALT zu DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG die Reihe, mit der, ausgehend von künstlerischen Positionen der Gegenwart, die Premieren auf der großen Bühne kommentiert werden. Kuratiert wird die Reihe AUS DEM HINTERHALT von dem Sänger, Komponisten und Regisseur Elia Rediger, in der, zusammen mit Mitgliedern aus den Ensembles der Deutschen Oper Berlin, Künstler*innen wie Max Prosa, Sofia Portanet, Polypore, Mary Ocher, Bonaparte, Rosa Anschütz und die Brigade Futur 3 zu Gast waren.
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Plácido Domingo singt derzeit in Korea

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„46. Tage der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt

Ana Marwan gewinnt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2022

Wien (OTS) – Nach drei spannenden Lesetagen bei den 46. Tagen der deutschsprachigen Literatur im Landesstudio Kärnten fand  am Sonntag, dem 26. Juni 2022, die Preisverleihung im ORF-Theater in Klagenfurt statt. Insgesamt wurden fünf Preise vergeben.

Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2022, dotiert mit 25.000 Euro, ging an Ana Marwan. Sie konnte mit ihrem Text „Wechselkröte“ die Jury überzeugen. Marwan las auf Einladung von Klaus Kastberger. Der Deutschlandfunk-Preis, dotiert mit 12.500 Euro, ging an Alexandru Bulucz – eingeladen von Insa Wilke. Den Kelag-Preis, gestiftet von der Kärntner-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft in der Höhe von 10.000 Euro, erhielt Juan S. Guse. Er las auf Einladung von Mara Delius. Der 3sat-Preis, in der Höhe von 7.500 Euro, gestiftet von 3sat, dem Gemeinschaftsprogramm der vier öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ZDF, ORF, SRG und ARD, ging an Leon Engler, eingeladen von Philipp Tingler. Der BKS Bank-Publikumspreis, der über eine Online-Abstimmung ermittelt wird, ist mit 7.000 Euro dotiert und mit einem Stadtschreiberstipendium in Klagenfurt verbunden. Den Preis erhielt Elias Hirschl. Er las auf Einladung von Klaus Kastberger.

ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard zeigte sich höchst erfreut über den Verlauf des diesjährigen Bewerbes, der mit zahlreichen Neuerungen nach den Corona-Spezial-Ausgaben aufwartete. Sowohl die Lesungen im Garten wie auch die Modifizierung der Preisermittlung wurden überwiegend sehr positiv aufgenommen. Das steigert die gespannte Erwartung auf die 47. Tage der deutschsprachigen Literatur 2023.
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FREITAG KONZERT IN DER GALERIE DES ONLINE-MERKER

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Die große Glastüre Ecke Vivenotgasse/ Zeleborgasse bleibt während des Konzerts geöffnet, zu Getränken und Snacks sind Sie vom Online-Merker eingeladen. Wenn möglich, verlegen wir das Büffet vor die Galerie, was auch „coronagerechter“ ist.  Natürlich steht es Ihnen frei, eine Maske zu tragen. Wir wollen den Abend bei bester Laune ausklingen lassen!
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ORF – „kulturMontag“: Kulturhauptstadt Kaunas, Burgtheater-Ära Kušej‚ Bachmann-Preisträger/in 2022 im Studio

 Außerdem Martin Kušej live zu Gast – danach: Doku zu 25 Jahre Festspielhaus St. Pölten, „Aus dem Archiv“ mit Andrea Jonasson

Wien (OTS) – Peter Schneeberger begrüßt im „kulturMontag“ am 27. Juni 2022 um 22.30 Uhr in ORF 2 spannende Gäste: Neben Burgtheaterdirektor Martin Kušej, der eine Zwischenbilanz seiner Ära zieht und einen Ausblick auf die Zukunft des Hauses gibt, ist auch der oder die neue Bachmann-Preisträger/in live im Studio, die am Wochenende beim renommierten Literaturwettbewerb in Klagenfurt gekürt wird. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit der litauischen Kulturhauptstadt Kaunas. Anschließend an das Magazin stehen die neue Dokumentation „Die Welt zu Gast in St. Pölten – 25 Jahre Festspielhaus“ (23.30 Uhr) sowie ein „Aus dem Archiv“ (0.00 Uhr) mit Andrea Jonasson auf dem Programm.

Details zum „kulturMontag“-Magazin:

Kaleidoskop der Epochen – Kulturhauptstadt Kaunas

Kaunas, die heimliche Hauptstadt Litauens, ist neben Novisad und Esch Kulturhauptstadt im Jahr 2022. Zu Unrecht steht das architektonische Juwel – mit seinen mehr als 305.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zweitgrößte Metropole des Landes – im Schatten von Vilnius. Neben der mittelalterlichen Altstadt weist Kaunas ein beachtliches architektonisches Erbe der Moderne auf – vor allem durch den Einfluss des Dessauer Bauhauses in den 1920er und 1930er Jahren. In ihrer bewegten Geschichte hat die Hansestadt jedoch viel Zerstörung und Verschüttung erlebt und rückt deshalb das Erinnern ins Zentrum ihres Europäischen Kulturhauptstadtjahres. Unter dem Motto „Von der Gegenwart in die Moderne“ stehen Licht und Schatten einer Grenzregion im Mittelpunkt, die stets um Selbstbewusstsein gerungen hat. Der „kulturMontag“ bringt eine Reportage.

Sinn und Sinnlichkeit – Das Burgtheater in der Ära Martin Kušej

Theatermacher. Bühnendenker. Bilderprovokateur. Regisseur: So liest sich die Selbstbeschreibung Martin Kušejs auf seiner Homepage. Von der Branche wird der heute 61-jährige Kärntner Slowene, der seit Herbst 2019 die Geschicke des Burgtheaters leitet, oft als Berserker, als Stücke-Zertrümmerer tituliert und polarisiert wie kaum ein anderer. Für Kušej ein großes Missverständnis, das er in seinem autobiografischen Buch „Hinter mir weiß“ klarzustellen versucht. Die Auseinandersetzung mit einem Stoff sei immer ein Zeichen von Zuneigung und Verehrung, wie er sagt. Im Herbst will sich Kušej bei der Neu-Ausschreibung seines Direktorenpostens bewerben, hat er doch noch einiges an der Burg vor. Unter dem Motto „Du bist nicht allein“ setzt er in der nächsten Saison auf Prosawerke von Peter Handke, Olga Tokarczuk und Yasmina Reza, die erstmals für die Bühne adaptiert werden. Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Blick in die Zukunft. Ist sein künstlerisches Credo aufgegangen, was ist gelungen, was misslungen? Steht das Theater vor einer Zeitenwende? Martin Kušej ist live zu Gast im Studio.

Eine Frage der Sprache – Der Ingeborg-Bachmann-Preis

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