Die MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2020

Die MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2020

Foto: Joana Mallwitz © Lutz Edelhoff

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2020

Salzburg
100 Jahre Festspiele: Heilsamer Opernschmerz mit Mozart
Am Sonntag war Premiere: Christof Loy inszeniert Mozarts „Così fan tutte“. Ein Gespräch über Melancholie der Figuren, Maskentragen und nötige Werkkürzungen
https://apps.derstandard.at/privacywall/story/2000119099213/100-jahre

Joanna Mallwitz bei den Festspielen gefeiert
http://www.musik-heute.de/21342/dirigentin-mallwitz-bei-salzburger-festspielen-gefeiert/

Kultur und Corona in Österreich: «Das Schlimmste kommt noch»
Von Albertina bis Wiener Philharmoniker, Austropop bis Kabarett: Das Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich leistet sich eine reiche Kulturlandschaft. Die Corona-Krise bedroht ihre Vielfalt.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Die Rache muss ein Wiener sein
Ihren ersten Mann hat er abgeschlachtet, ihr Söhnchen auch. Die Frau hat er vergewaltigt. Dennoch wurde Klytämnestra zur Ehe mit dem Monster Agamemnon gezwungen. Alsbald hat er die erste gemeinsame Tochter den Göttern geopfert, für nichts als guten Wind zum Krieg-Spielen. Was Wunder, dass Klytämnestra diesen Mann mehr und mehr und bis zum Gattenmord hassen musste. Seine Kinder sehen den Schlachtmord in der Badewanne freilich anders. Besonders Elektra.
DrehpunktKultur

„Elektra“ als starkes Lebenszeichen der Kulturnation
Die Jubiläumssaion der Salzburger Festspiele ist eröffnet: mit einer musikalisch packenden, szenisch matten Interpretation von Richard Strauss‘ „Elektra“.
Wiener Zeitung

„Elektra“-Premiere: Arien der Vergeltung
Die erste und schon vorletzte Opernpremiere brachte vokalen und instrumentalen Glanz. Die Regie vermag ihr hohes Niveau aber nicht durchgehend zu halten
Der Standard

Salzburgs erste Opernpremiere: Elektrafizierend
Großer Festspiel-Erfolg zum Auftakt mit Richard Strauss: sängerisch, musikalisch und szenisch
Kurier

„Elektra“ bei den Salzburger Festspielen Endlich wieder Oper!
Es gab strenge Hygienekontrollen beim Auftakt der Salzburger Festspiele. Los ging es am Samstagnachmittag mit der mythischen Oper „Elektra“ von Richard Strauss. Als Einakter ohne Pause ein ideales Corona-Format – und ein Volltreffer mit begeisternden Sängerinnen, der die Erwartungen noch übertraf.
BR-Klassik.de

Eröffnung in Salzburg
Im Wellnessbad der mörderischen Schwestern
Triumph einer Partitur über alle Schlaumeiereien: Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski inszeniert die „Elektra“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.
Die Welt.de

Salzburger Festspiele – Teenagerleid statt Antikendrama
Die Spiele haben begonnen: Nach wochenlangem Zittern und akribischer Vorbereitung, sind am Samstagmittag die Salzburger Festspiele 2020 in ihre von der Coronapandemie überschattete Ausgabe gestartet. Wir informieren Sie mittels Live-Blog.
Oberösterreichische Nachrichten

Salzburger Festspiele starten unter strengen Hygieneauflagen
Frankfurter Allgemeine

Franz Welser-Möst: „Ich bin nicht rachsüchtig“ Bezahlartikel
Über Elektra in Salzburg, den Herbst in Wien, das Alter und Corona
https://www.diepresse.com/5847488/franz-welser-most-ich-bin

Ein Maskenball zur Premierenauffahrt von „Elektra“
Unter strengen Hygiene-Auflagen sind am Samstag die Salzburger Festspiele eröffnet worden.
Salzburger Nachrichten

Eröffnung der Salzburger Festspiele So war der Auftakt des Festivals
Salzburg geht das Wagnis ein und eröffnet mit „Elektra“ die Festspiele. Die Mutter aller Festivals folgt eigenen Hygieneregeln und will zeigen, wie Kultur in der Pandemie funktionieren kann.
Tagesspiegel

Waidhofen/ Ybbs
Wahn! Wahn! Überall Wahn! Günther Groissböck und die Trachtenmusikkapelle Windhag
„Klangraum im Herbst“ eröffnet am 13. August 2020, um 20.00 Uhr, im Alpenstadion in Waidhofen an der Ybbs.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200801_OTS0003

Igor Levit: „Leid nicht auf die Künstler abschieben“
Der Klavier-Star, ab Sonntag bei den Salzburger Festspielen, über die Corona-Krise, Twitter-Trolle und Beethoven.
Wiener zeitung

Baden bei Wien
So lässt sich trotz Virus heiter heiraten
„Die blaue Mazur“
https://www.diepresse.com/5847772/so-lasst-sichs-trotz-virus-heiter-heiraten

Marianne Kohn: „In der Oper soll man sich entsprechend anziehen!“
„Ich hab leider keinen Sopran, sondern Alt. Und die sterben in der Oper nie“, sagt die seit Jahrzehnten bekannteste Wiener Barkeeperin (U4, Loos Bar) über ihre beiden Leidenschaften: Die Oper und Italien
Der Standard

Berlin/ Neuköllner Oper
Es wird wieder gespielt
Kultur trotzt Corona: Die Neuköllner Oper in der Karl-Marx-Straße begeht die Spielzeiteröffnung mit der Oper „Die Fleisch“ des Japaners Kosaku Yamada. 60 Besucher durften dabei sein.
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/neukoellner-oper-die-fleisch

Bregenz
K(l)eine Festspiele in Bregenz
Langzeitbeobachtung
Was tun mit Festspielen in Corona-Zeiten? Auch in Vorarlberg hat sich diese Frage heuer schmerzhaft gestellt. Eine Langzeitbeobachtung
https://www.derstandard.at/story/2000119079027/kleine-festspiele-in-bregenz

Mode statt Oper für Thomas Gottschalk in Salzburg: „Bin kein Gesichtsvermieter“
Die Entertainer-Legende macht in Salzburg modisch auf Bergfex. Gottschalk zeigt sich als Luis-Trenker-Testimonial.
Kurier

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Christian Gerhaher, Sabine Devieilhe, Gerald Finley to Reopen Wigmore Hall in September
https://operawire.com/christian-gerhaher-sabine-devieilhe-gerald-finley

Dallas
Show goes on: Dallas Symphony Orchestra to play a scaled-down fall 2020 season
https://texasclassicalreview.com/2020/07/31/show-goes-on-dallas

Melbourne
Masked musicians counter chaos with creativity
https://www.theage.com.au/culture/music/masked-musicians

CD/DVD
Beethoven’s Songs and Folksongs: Bostridge and Pappano
http://www.operatoday.com/content/2020/08/beethovens_song.php

Classical CDs Weekly: Bruckner, Elgar, Prokofiev Stellar Antipodeans, English late romanticism and Soviet ballet music
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-cds-weekly

Pacifica Quartet serves up a bracing disc of women composers
https://southfloridaclassicalreview.com/2020/07/pacifica-quartet-serves-up

Feuilleton
Online Instruction Is Booming in the Era of Staying Home
https://www.sfcv.org/article/online-instruction-is-booming-in-the

Composer, swordsman, polymath: Why Joseph Boulogne should never be called the “Black Mozart’
The Independent

Sprechtheater

Jahrhundert-„Jedermann“ mit Monroe-Buhlschaft
Im Großen Festspielhaus servierte Neo-Buhlschaft Caroline Peters dem Jubiläums-„Jedermann“ einen lasziven Geburtstagsgruß à la Marilyn Monroe
Der Standard

Dieser „Jedermann“ bleibt garantiert unvergessen
Eine Gewitterfront erzwang die Übersiedlung ins Festspielhaus in letzter Minute.
Die Presse

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Unter’m Strich

Veronica Kaup-Hasler: „Macht nicht mehr, bezahlt adäquat!“
Die Wiener Kulturstadträtin über Fair Pay und die Tücken gerechter Entlohnung. Denn auch Ausbeuter werden subventioniert.
Kurier

Berlin
Corona-Prävention: Berlin führt Maskenpflicht an Schulen ein
Nach den Ferien können alle Schüler in Berlin wieder zur Schule gehen – allerdings unter verschärften Schutzmaßnahmen: Ein Mund-Nasen-Schutz wird Pflicht, doch es gelten viele Ausnahmen.
Der Spiegel

Corona: Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein
Um im September wieder den schulischen Regelbetrieb zu starten, hat Bayern nun eine Maskenpflicht für Schulen eingeführt. Außerdem sollen je nach Infektionsgeschehen weitere Hygienekonzepte greifen. Der BLLV befürwortet diese Maskenpflicht.
BR-Klassik.de

Auto-Rennsport
Silverstone
Hamilton gewinnt Crash-GP mit kaputten Reifen
https://www.krone.at/2203359

INFOS DES TAGES (MONTAG, 3. AUGUST 2020)

Quelle: onlinemerker.com

INFOS DES TAGES (MONTAG, 3. AUGUST 2020)

SALZBURG: PREMIERE „COSI FAN TUTTE“. Die ersten Premierenberichte


Foto: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

Es war von den beiden Opernproduktionen zweifelsohne die heiklere. Schließlich dauert das Werk, wenn man es weitgehend strichlos spielt, knapp 3 Stunden. Für Salzburg, wo es ja coronabedingt keine Pause geben darf, musste also eine Fassung gefunden werden, die nicht viel länger als zwei Stunden dauern durfte. Nun hatte man früher, gerade bei dieser Oper immer schon den Rotstift verwendet – ich erinnere an den „Böhm-Strich“ im 2. Akr, also ohne Dorabella- und ohne Ferrando-Arie – aber in Zeiten in denen in den meisten Opern faktisch fast jede Note gespielt wird, ist das ziemlich problematisch. Nun, man ging hier relativ klug vor. Man reduzierte die Rezitative auf ein Mimimum und strich Despina ihr erste und Ferrando und Guglielmo jeweils ihre zweite Arie, sowie das Mittelduett in der 1. Szene. Die beiden Damen durften beide Arien singen.

Natürlich ist das künstlerisch anfechtbar, aber was wäre die Alternative gewesen?

Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Joanna Mallwitz bei den Festspielen gefeiert

http://www.musik-heute.de/21342/dirigentin-mallwitz-bei-salzburger-festspielen-gefeiert/
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LINZ/ Landestheater: VORVERKAUF STARTET HEUTE AM 3. AUGUST

Der allgemeine Vorverkauf für alle unsere Vorstellungen im September und Oktober startet am Montag, den 3. August 2020.

Am Montag beginnt der allgemeine Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen am Landestheater Linz im September und Oktober. Im Musiktheater werden wir das Musical „Piaf“ (Regie: Matthias Davids), die Oper „Fidelio | Twice through the heart”, inszeniert von Hermann Schneider und dirigiert von Markus Poschner, die Operetten „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehár und „Das Dreimäderlhaus“ von Franz Schubert, sowie zwei Tanzabende von Mei Hong Lin „Bilder einer Ausstellung“ und „Cinderella“ zeigen. Im Schauspiel erwarten Sie im September und Oktober gleich vier neue Produktionen: „Gefährliche Liebschaften“ in der Regie von Susanne Lietzow, „Die Sedierten“ (Uraufführung) von Martin Plattner, inszeniert von Schauspieldirektor Stephan Suschke, die Tragödie „König Ödipus“ und Ferenc Molnárs Vorstadtlegende „Liliom“ (beide inszeniert von Peter Wittenberg). Das Junge Theater bringt den „Jungen Klassiker – Faust Short Cuts“ nach Johann Wolfgang von Goethe in einer Fassung von Nele Neitzke auf die Bühne.

Darüber hinaus beginnt der Vorverkauf für die Gastspiele „Molden | Resetarits | Soyka | Wirth“ (1. 10.), „Daniela Dett und Ensemble Quart@Art“ (7. 10.), „Felix Kramer“ (13. 10.), „Maschek“ (18. 10.) und „Die Zebras: So ein Theater“ (20. 10.).

Der Vorverkauf startet ausnahmsweise nicht für die gesamte Spielzeit, sondern nur monatsweise, um so flexibel auf die jeweils aktuelle COVID-19-Situation reagieren zu können.
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HEUTE IN WIEN/ THEATER IM PARK: SIEGFRIED AUF ABWEGEN (3. AUGUST um 20 h)

 


Foto: Markus Wache

Am 3.8.2020 um 20 h

Er wäre 2020 der erste österreichische Siegfried (!) in Bayreuth gewesen! Covid19 hat Heldentenor Andreas Schagers Siegfried in der neuen Ring-Produktion verhindert. Im Theater im Park begibt er sich gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Lidia Baich und Helmut Deutsch am Klavier, auf eine musikalische Zeitreise mit Wagners Nibelungen-Helden.

Andreas Schager. Foto: David Jerusalem

Dabei betritt dieser Siegfried u.a. mit Mozart, Beethoven, Strauss und Bernstein neue Gefilde und kann dabei doch gewisse Gewohnheiten nicht lassen… Hochkarätig gespickt mit ganz vielHumor!


Lidia Baich. Foto: Petra Kamenar/ Andre Chagall

Lidia Baich, Violine
Andreas Schager, Tenor
Helmut Deutsch, Klavier

Die Fürstlich Schwarzenberg’sche Familienstiftung macht ab dem 1. Juli 2020 den wunderschönen Privatgarten im Herzen von Wien für Theatergäste zugänglich

In Kooperation mit der Fürstlich Schwarzenberg’schen Familienstiftung eröffneten Michael Niavarani & Georg Hoanzl am 1. Juli 2020 im Privatgarten des Palais Schwarzenberg mit dem THEATER IM PARK eine Wiener Freiluftbühne. Das Publikum darf sich den ganzen Sommer über auf viele Stars aus dem Kabarett, dem Theater und verschiedenen Musiksparten freuen. Der rund zwei Hektar große Privatpark ist jetzt wahrscheinlich das größte Theater von Wien und erlaubt ein unbesorgtes Theatererlebnis im Grünen, im Juli für 500, ab August für 1.250 Gäste. Zwischen zwei mächtigen Platanen wurde eine temporäre transparente Freiluftbühne aufgebaut. Vis-à-vis von der Bühne befindet sich eine barocke Grotte, wo schon vor Jahrhunderten ein Freilufttheater geplant war, damals in der Vorstadt, nun im Herzen Wiens. Die Eröffnung and am 1. Juli statt.

Karten für alle Veranstaltungen sind ab sofort über https://theaterimpark.at erhältlich. Auf der Website bekommen Sie auch einen ersten Überblick über das Programm, das in nächster Zeit noch erweitert wird.

Telefonnummer für den Kartenverkauf: +43 (19 588 93 40

Theater im Park am Belvedere
Prinz-Eugen-Straße/Ecke Plößlgasse
1030 Wien

Nächster Termin:

11.8.2020 um 20 h Camilla Nylund & Helmut Deutsch – „Liederabend“

http://www.agentur-hoanzl.at/resources/files/2020/6/25/4484/nylund-deutsch-pressetext.pdf

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Martin Schläpfer – Zum Abschied vom Ballett am Rhein


„Schwanensee“, Choreographie: Martin Schläpfer; Bühne & Kostüme: Florian Etti; Tänzerinnen: Kailey Kaba, Elisabeta Stanculescu, Alexandra Inculet, Feline van Dijken; Foto: © Gert Weigelt

Als Schlusspunkt von Martin Schläpfers Zeit des Wirkens im Ballett am Rhein hätte es noch einmal eine Retrospektive von Piecen aus seinem Œuvre auf der Bühne sowie eine Abschiedsgala geben sollen, aber die aktuelle Situation vereitelte dies. Um das umfangreiche Schaffen des Choreografen und Ballettchefs Martin Schläpfger dennoch zu würdigen entstand ein Film der sich bis 31.8. über die Website der Deutschen Oper am Rhein abrufen lässt: https://www.operamrhein.de/. Unter dem Titel „b.ye – Martin Schläpfer“ wurde eine knapp einstündige Collage zusammengestellt, in der einerseits Martin Schläpfer selbst sehr persönlich gehaltenen Abschied von seinen Wirkungsstätten in Düsseldorf und Duisburg nimmt, aber auch Tanzszenen sowie eine Uraufführung von Remus Şucheană zu sehen sind; weiters kommen Schlüsselpersonen aus dem Opernhaus und künstlerischen Umfeld zu Wort.

Einen sehr guten Überblick über sein künstlerisches Schaffen mit dem Ballett am Rhein gibt die digitale Fotoausstellung, die ebenfalls zum Abschluss dieser Ära zusammengestellt wurde. Der berühmte Fotograf Gert Weigelt hat seit Jahrzehnten mit dem Kameraauge die Arbeit von Martin Schläpfer festgehalten. Aus diesen Momentaufnahmen wurde gemeinsam mit Zitaten von Martin Schläpfer eine sehr sehenswerte digitale Fotoausstellung geschaffen, die unter www.kraftfeld-mensch-koerper.de abrufbar ist. Diese Zusammenschau ist nicht nur eine eindrucksvolle Foto-Reise durch die vergangenen elf Jahre, sie gibt auch Einblick in Schläpfers Gedankenwelt und ermöglichst beim Betrachten für neu startende Zeit in Wien die Gelegenheit vorab zum Kennenlernen des designierten Ballettdirektors und Chefchoreografen des Wiener Staatsballetts.

Ira Werbowsky

Buchrezension

Martin Schläpfer – mein Tanz, mein Leben. Gespräche mit Bettina Trouwborst.
(Henschel Verlag. Leipzig, 2020, 160 Seiten, 80 Farb- und s/w-Abbildungen; ISBN 978-3-89487-813-9; 30€)

Die Kulturjournalistin Bettina Trouwborst, die u.a. für tanz, Stuttgarter Nachrichten, Westdeutsche Zeitung und WAZ schreibt, führte zwischen Juli 2019 und April 2020 neun Gespräche mit Martin Schläpfer in Düsseldorf, die auch in Interviewform in neun Kapiteln wieder gegeben sind. Eingebettet darin sind gebündelt die Abbildungen, jeweils wie eine kleine Beilage mit blauem Cover versehen – auf der Vorderseite mit einem Zitat Schläpfers und auf der Rückseite die jeweiligen Bildtexte. Blau als Farbe zieht sich somit durch das gesamte Buch (und  findet sich auch im Saisonbuch der Wiener Staatsoper für den Ballettteil wieder).

In der als „Annäherung“ benannten Einleitung der Interviewerin eröffnet sie ihren Zugang zur Person Martin Schläpfer und seinem Œuvre, gilt er doch als einer der bedeutendsten Tanzschaffenden unserer Zeit. In den einzelnen Kapiteln spannt sie dann thematisch den Bogen vom Appenzeller Bergbauernsohn, der Geige spielen lernt und Eiskunstlauf macht bevor er zum Ballett kommt über bis hin zum Wechsel als Ballettdirektor und Hauschoreograf ans Wiener Staatsballett. Dazwischen erfährt man nicht nur vieles über die einzelnen Stationen seiner Karriere als Solotänzer in verschiedenen Compagnien sowie sein Wirken als Ballettdirektor in Bern, Mainz und zuletzt beim Ballett am Rhein in Düsseldorf/Duisburg, aber auch sein Wirken als Choreograf und seine Herangehensweise an Kreationen wird angesprochen. Beleuchtet wird ebenso u.a. sein Zugang zu Musik, zum Tanz oder auch zu Natur und künstlicher Intelligenz.

Zum besseren Verständnis für nicht ganz so Ballettwelt-Versierte sind immer wieder Erläuterungen von Begriffen oder Namen im Text drucktechnisch seitlich hervorgehoben, um nicht im Lesen durch das Suchen der entsprechenden Fußnote unterbrechen zu müssen.

Im Anhang findet sich ein knapper Lebenslauf von Martin Schläpfer, sein Rollenverzeichnis als Tänzer und sein Werkverzeichnis als Choreograf sowie eine Auflistung seiner Auszeichnungen; auch ein Personenregister ist enthalten.

Insgesamt entsteht beim Lesen das spannende und sehr persönlich gehaltene Portrait einer Persönlichkeit mit Höhen und Tiefen im Leben – und macht neugierig den kreativ schaffenden Künstler und sensibel wie offen auf seine Mit- und Umwelt achtenden Menschen Martin Schläpfer in seiner neuen Funktion in Wien kennen zu lernen.

Ira Werbowsky

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DIE MET-STREAMS – WOCHE 21

Renate Wagner hat sie für uns zusammengestellt und kommentiert:

Achtung: Das ist die Butterfly-Inszenierung, die wir in Wien sehen werden (und in der an der Met Kristine Opolais so sensationell war).

Achtung: Welch ein Jammer, dass die „bösen“ metoo-Buben wie Vittorio Grigolo, Placido Domingo und Jimmy Levine an der Met so präsent waren, dass man in der Backlist nicht ohne sie auskommt!

Achtung: Endlich die herrliche Agrippina mit der sensationellen DiDonato!!!

Achtung: Die schönen alten Wagner-Aufführungen mit den klassischen Besetzungen, Waltraud Meier, „die“ Kundry von mehr als einer Generation, Bernd Weikl, „der“ Wagner-Bariton seiner Zeit!

Danke, Peter Gelb. Wenn Du auch die Met zusperrst und damit schrecklichen Schaden anrichtest, Du schenkst der Welt wenigstens die Errungenschaften von Jahrzehnten an diesem Haus!

Week 21

Supplementary content—including synopses, articles, and more—is available here.

Monday, August 3
Mozart’s The Magic Flute
Starring Ying Huang, Erika Miklósa, Matthew Polenzani, Nathan Gunn, and René Pape, conducted by James Levine. From December 30, 2006.

Tuesday, August 4
Offenbach’s Les Contes d’Hoffmann
Starring Erin Morley, Hibla Gerzmava, Kate Lindsey, Christine Rice, Vittorio Grigolo, and Thomas Hampson, conducted by Yves Abel. From January 31, 2015.

Wednesday, August 5
Verdi’s Simon Boccanegra
Starring Kiri Te Kanawa, Plácido Domingo, Vladimir Chernov, and Robert Lloyd, conducted by James Levine. From January 26, 1995.

Thursday, August 6
Puccini’s Madama Butterfly
Starring Kristine Opolais, Maria Zifchak, Roberto Alagna, and Dwayne Croft, conducted by Karel Mark Chichon. From April 2, 2016.

Friday, August 7
Wagner’s Parsifal 
Starring Waltraud Meier, Siegfried Jerusalem, Bernd Weikl, and Kurt Moll, conducted by James Levine. From March 28, 1992.

Saturday, August 8
Handel’s Agrippina
Starring Brenda Rae, Joyce DiDonato, Kate Lindsey, Iestyn Davies, Duncan Rock, and Matthew Rose, conducted by Harry Bicket. From February 29, 2020.

Sunday, August 9
Mozart’s Don Giovanni
Starring Hibla Gerzmava, Malin Byström, Serena Malfi, Paul Appleby, Simon Keenlyside, and Adam Plachetka, conducted by Fabio Luisi. From October 22, 2016.
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

10 VERONA-PICS VON SAMSTAG

ZU INSTAGRAM mit 10 Fotos/einem Video

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TARANTO: DER MELI – SALSI-ABEND

ZU INSTAGRAM

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NEAPEL: JONAS KAUFMANN MIT SOHN UND EINIGEN „AIDA“-MITWIRKENDEN


ZU INSTAGRAM

Leo Falls „Brüderlein Fein“ im Café Prückl : Weitere Vorstellungen in Wien, Bad Ischl, Bad Fischau und Wiener Neustadt

PopUp für das Alt-Wiener Herz

Brüderlein fein“ mit Absolvent*innen des Lehrgangs Klassische ...

Jetzt haben wir, heutzutage auf modische PopUp-Manier unterwegs, auch eine PopUp-Operette! Um einiges besser als wenig benützte Wiener PopUp-Radwege und andere solcher Spaßetteln. „Brüderlein Fein“, bekannt? Ja, das berührende Lied der ‚Jugend‘ aus Ferdinand Raimunds „Der Bauer als Millionär“. Unbekannt aber: Leo Falls Singspiel aus dem Jahr 1909. Ein kurzer Drei-Person-Einakter, in der ‚Hölle‘ des Theaters an der Wien mit dem Komponisten am Klavier uraufgeführt. In der Orchesterfassung sind später Wiener Größen wie Alexander Girardi oder Mizzi Günther zu hören gewesen. Und zur Auffrischung: „Madame Pompadour“ oder „Die Rose von Stambul“ zählen zu Leo Falls Meisterwerken.

Wolfgang Dosch, der rastlos aktive Operetten- und Musicalprofessor des MUK, der Musikuniversität der Stadt Wien, hat als Regisseur mit Absolventen des MUK mit spielerischer Freude dieses vergessene kleine Volksstück aus der Versenkung hervorgezaubert. Munteres, lockeres PopUp im Wiener Café Prückl. Passt! Steven Fiske singt vor schwarzem Paravant und von Florian C. Reithner am Elektroklavier begleitet mit angenehmem Timbre die Partie des Joseph Drechsler, historischer Domkapellmeister von St. Stephan aber auch Dirigent des anno dazumal so beliebten Leopoldstädtertheaters  – und ein begnadeter Melodienschreiber für Raimund. Der nun alt gewordene Drechsler und Marie-Luise Schottleitner als seine Gattin Toni lassen sich von der allegorischen ‚Jugend‘, Julia Wiszniewski, in frühere Tage, ihre Hochzeitstage, zurückführen …. „eine Stunde eures Lebens sei euch als Geschenk geweiht!“ Leo Falls stimmig fließende Romanzen mit innigem Romantik-Touch für diese Alt-Wiener Herzileins lassen sich genießen. Wertvolles Kulturgut. Und als Draufgabe noch dazu andere Hits des Leo Fall – bitte, der Evergreen „Der Himmel hängt voller Geigen“ gehört dazu.

Meinhard Rüdenauer

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„kulturMontag Spezial“ zu „100 Jahre Salzburger Festspiele“ am 3. August live aus Salzburg

Außerdem: Kulturdoku „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“

Wien (OTS) – Noch vor wenigen Wochen stand die Jubiläums-Ausgabe Corona-bedingt in den Sternen, jetzt proben die Fest-Spieler in Salzburg voller Vorfreude, konzentriert und verantwortungsbewusst ein stark reduziertes, aber dennoch beeindruckendes Programm. Für das Leading-Team des wichtigsten Klassik-Festivals der Welt ein Drahtseilakt, den es mit ausgeklügeltem Hygienekonzept, personalisierten Eintrittskarten, Besucherlenkung und „Gesundheitstagebuch“ für Künstlerinnen und Künstler meistern will. Intendant Markus Hinterhäuser, Schauspiel-Chefin Bettina Hering und Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler versuchen mit ihrem glanzvollen Notprogramm einer ganzen Branche Mut und Hoffnung zu machen. Eine Ausnahmesituation für ein Ausnahme-Festival, das der ORF und der Bayerische Rundfunkt mit einem „kulturMontag Spezial“ gebührend würdigen will. Live aus dem Malersaal der Festspiele begrüßt ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl gemeinsam mit BR-Moderatorin Ursula Heller am Montag, dem 3. August 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 hochkarätige Gäste: u. a. die beiden Pultstars Joana Mallwitz und Franz Welser-Möst, Tastenvirtuose Igor Levit, die stimmgewaltige Sopranistin Aušrinė Stundytė, Schauspieler und Musiker Christian Friedel und Intendant Markus Hinterhäuser. Mit ihren prominenten Gästen diskutieren Ursula Heller und Martin Traxl spannende Fragen wie: Wie viel Leidenschaft und Lust, Anspannung oder Erleichterung ist in den Premierentagen spürbar? Wie wichtig sind Kunst und Kultur für eine Gesellschaft im Ausnahmezustand? Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf den Klassikbetrieb? Und wie sehr wird der Klimawandel das kulturelle Business verändern? Danach um 23.30 Uhr steht die ORF-Dokumentation „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ von Werner Horvath über die Geschichte des Festivals auf dem Programm von ORF 2, deren Kurzfassung Bestandteil der kürzlich eröffneten Salzburger Landesausstellung ist.

Zwischen Kunst, Glamour & Corona – Ein Wunderwerk zum 100-Jahr-Jubiläum

Nicht nur die Schauspieler, Sänger, Musiker und Dirigenten verspüren eine übergroße Sehnsucht, endlich wieder die Bühne erobern zu dürfen, auch das Publikum dürstet nach Kunst und Kultur. Im Verlauf eines Jahrhunderts ist aus dem einst von Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss gegründeten intimen musikalisch-theatralischen Veranstaltungsreigen ein „Global Player“ der Kulturindustrie geworden. Ihren weltweiten Alleinstellungsanspruch „von allem das Beste“ will die Festspielleitung auch heuer unter Beweis stellen. Das fast auf ein Viertel reduzierte Programm findet vom 1. bis zum 30. August an acht der 16 Spielstätten statt.

Dass bei einer Jubiläums-Ausgabe allen voran der Säulenheilige der Stadt, Wolfgang Amadeus Mozart nicht fehlen darf, war Markus Hinterhäuser ein großes Anliegen. Spontan hievte der Intendant „Così fan tutte“ ins Programm. Der deutsche Regisseur Christof Loy hat in seiner Inszenierung die Bühne und die Kostüme auf das Wesentlichste reduziert. Ein junges Ensemble konnte für diese Produktion gewonnen werden. Marianne Crebassa übernimmt die Rolle der Dorabella, Elsa Dreisig jene ihrer Schwester Fiordiligi. Die 29-jährige gibt damit ihr szenisches Debüt bei den Festspielen und wird schon jetzt als neuer Star dieses Sommers gefeiert.

Shooting-Star der „Così“ ist Joana Mallwitz. Die quirlige Maestra, die als erste Frau bei den Festspielen eine Oper dirigieren wird, hat mit den Wiener Philharmonikern eine ganz spezielle Fassung für eine ganz spezielle Situation entwickelt. Musikerkollege, und heute weltbekannter Pianist, Igor Levit besuchte mit Joana Mallwitz die Klasse für Hochbegabte der Musikschule Hannover. Seither sind die beiden befreundet.

Nicht nur wegen seines bestechenden Spiels gehört Igor Levit heute zu den wichtigsten Pianisten unserer Zeit. Der 33-Jährige gebürtiger Russe mit Wahlheimat Berlin ist ein Künstler mit Humor, Tiefgang und politischem Anspruch. Mit seiner riesigen Twitter-Gemeinde, die er in der Corona-Zeit täglich mit Hauskonzerten erfreute, seinen klaren gesellschaftspolitischen Ansagen oder mit seinem populären Beethoven-Podcast ist er auch ein meisterlicher Kommunikator. Sein jüngster Charterfolg ist eine CD-Box mit sämtlichen Beethoven-Sonaten, und mit ebendiesem umfangreichen Programm ist Levit auch heuer in Salzburg zu Gast.

Ein wahrer Klangrausch und ob der Besetzung ein vielleicht vorauszusehender Triumph ist „Elektra“, die Oper von Richard Strauss, zu der Hugo von Hofmannsthal das Libretto geschrieben hat. Der Klangkünstler Franz Welser-Möst und der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski haben aus dem 1909 uraufgeführten Stoff ein modernes Familieninferno entworfen. In der Titelpartie ist die litauische Sopranistin Aušrinė Stundytė zu hören. Seit gut einem Jahr hat sie mit Welser-Möst an ihrem Debüt der mörderischen Titelrolle gearbeitet.

Auch mit einer Uraufführung kann Schauspiel-Chefin Bettina Hering in der verschlankten Jubiläums-Edition aufwarten, die noch dazu aus der Feder eines Nobelpreisträgers stammt. Peter Handke hat sich für sein Stück „Zdeněk Adamec“ einer wahren Begebenheit angenähert. Im Jahr 2003 zündeten sich in Tschechien 17 junge Menschen an, sechs von ihnen starben. Zdeněk Adamec war der erste von ihnen und hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er seinen Protest über eine korrumpierte Politik zum Ausdruck brachte. Der Schauplatz bleibt vage, bloß eine weiträumige Szene. Zdeněk Adamec taucht als Person nie auf, doch die Akteure erzählen immer wieder von seiner Tragödie. Der deutschen Regisseurin Friederike Heller wurde diese Inszenierung anvertraut. Mit an Bord des Ensembles ist neben Handkes Ehefrau Sophie Semin auch der deutsche Schauspieler Christian Friedel, der unter anderem in Michael Hanekes „Das weiße Band“ spielte. 2011 gründete Friedel gemeinsam mit vier Freunden die Band „Woods of Birnam“, die sich musikalisch zwischen experimentierfreudigem Indiepop und melancholischen Elektrosounds bewegt. Eine Kostprobe davon gibt Christian Friedel solo am Klavier live in der Sendung.

Dokumentation „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ (23.30 Uhr)

Ein Dichter, ein Komponist, ein Regisseur und ein gemeinsamer Traum! Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss und Max Reinhardt träumten nach dem Ersten Weltkrieg von Festspielen, die Frieden stiften sollten. Der geniale Theatermacher Max Reinhardt erklärte die Stadt zur Bühne und inszenierte 1920 am Domplatz den „Jedermann“. Das war die Geburtsstunde der Salzburger Festspiele. In der Dokumentation „Eine Stadt als Bühne“ blickt Regisseur Werner Horvath mit den Schätzen aus dem ORF-Archiv und in Gesprächen mit Künstlern und Organisatoren in die Vergangenheit der Festspiele.

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