Die MONTAG-PRESSE – 6. DEZEMBER 2021

Die MONTAG-PRESSE – 6. DEZEMBER 2021

Foto: Juraj Valcuha (c) Luciano Romano

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 6. DEZEMBER 2021

Berlin
Juraj Valcuha in der Deutschen Oper Höhenflüge der Musik
Gespannte Intensität: Das Orchester der Deutschen Oper spielt Richard Wagner und Richard Strauss unter Führung des Slowaken Juraj Valcuha.
Tagesspiegel.de

Berlin
Das programmierte Gefühl
Computerspiele, Schauspiel und Musiktheater: Ein Pilotprojekt von Komischer Oper und Berliner Ensemble zeigt neue Möglichkeiten auf.
Tagesspiegel.de

Essen
Groß, größer, Stockhausen
Das NOW!-Festival Essen wurde mit einer Erstaufführung aus Karlheinz Stockhausens Megazyklus „LICHT“ eröffnet
https://www.nmz.de/artikel/gross-groesser-stockhausen

Regensburg
Gegen Trübsal immunisieren lassen: Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ am Theater Regensburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Köln
Politisch motivierte Kammeroper: „Undzer Shtetl brent“ in Köln
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wien/ Staatsoper
Wiener Staatsoper: Don Giovanni oder Die Nacht auf dem kahlen Felsen
Mit der düstersten der drei Mozart-Opern nach Texten von Lorenzo Da Ponte beginnt der Regisseur Barrie Kosky seinen Zyklus für die Wiener Staatsoper. Er zeigt „Don Giovanni“ als Nachtstück, das dank der ausgefeilten Personenführung niemals trist wirkt.
Kleine Zeitung

Staatsopern-Premiere: „Giovanni ist für die Welt wie die Droge Crystal Meth“
Wiener Staatsoper. Zur Premiere von Mozarts „Don Giovanni“.
Kurier.at

Mozart-Arien – Die Freiheit zu verzieren
von Jürgen Kesting
Juan Diego Flórez stand noch nie in einer Mozart-Partie auf der Bühne. Auf seinem Album „Mozart“ widmet er sich dem Komponisten und nimmt sich viele Freiheiten in der Interpretation der Arien: mit heroischen Verzierungen bis zum hohen D.
https://www.deutschlandfunk.de/mozart-arien-die-freiheit-zu-verzieren-100.html

Franz Welser-Möst: „Wo führt das alles hin?“
…mit übergroßen Egos will er nicht zusammenarbeiten, mit Alla Netrebko auch nicht
https://www.diepresse.com/6070247/franz-welser-most-wo-fuhrt-das-alles-hin

Wien
Wiener Philharmoniker spielten im leeren Musikverein
Salzburger Nachrichten

Anna Netrebko „Abenteuer“ zum Start der Scala
Am 7. Dezember lädt die Mailänder Scala zur Saisoneröffnung. Star der Premiere von Giuseppe Verdis „Macbeth“ ist Anna Netrebko. Die Paradesopranistin hat auch ein neues Album auf dem Markt.
Kleine Zeitung

Wien/ Theater an der Wien
Alle sind getestet, geimpft und tragen Maske“ Bezahlartikel
https://www.diepresse.com/6069920/alle-sind-getestet-geimpft-und-tragen-maske

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Starstruck, Scottish Ballet review – smart, sassy and cinematic A ballet by Gene Kelly from 1960 gets new wings
theartsdesk.com

Brüssel
Cultural Institutions in Belgium Express Angst Over Latest Restrictions by the Government
operawire.com

Ferrara
Teatro Comunale di Ferrara Announces 2022 Season
https://operawire.com/teatro-comunale-di-ferrara-announces-2022-season/

London
Zingari review – murderous passions and glorious singing
TheGuardian.com

Royal Academy Opera 2021 Review:
L’heure espagnole/Gianni Schicchi A deft and witty double bill showcases a host of new talent
operawire.com

Fresh thinking from Finland: Kuusisto, Rouvali and the Philharmonia Orchestra
bachtrack.com

Atlanta
Thrilling Brahms from Sir Donald Runnicles and the Atlanta Symphony
bachtrack.com

Boston
Pichon makes worthy H&H debut leading Bach Christmas program
bostonclassicreview.com

Kansas City
BWW Review: AMAHL AND THE NIGHT VISITORS at Lyric Opera
broadwayworld.com

San Francisco
Looking Back and Ahead s SF Opera Preares to Turn 100
San Francisco Opera will turn 100 years old during the 2022–2023 season, which is just around the corner.
https://www.sfcv.org/articles/music-news/looking-back-and-ahead-sf-opera-prepares-turn-100

Musikalischer Adventkalender

zusammengestellt von TTT
Teil 2: „Mille Cherubini in Coro“ von Franz Schubert – Luciano Pavarotti
YOUTUBE-VIDEO

Literatur/ Buch

Salzburg
Autorin Christine Haidegger ist verstorben
Die gebürtige Deutsche war Gründerin der Salzburger Autorengruppe und auch am Aufbau des Literaturhauses Salzburg beteiligt. Sie wurde 79 Jahre alt
Der Standard.de

Ausstellungen/ Kunst

Streetart: Banksy will Gefängnis in Kunstraum umwandeln
Das Geld soll durch den Verkauf einer Schablone hereinkommen.
WienerZeitung.at

Kunst
Ai Weiwei über China, Freiheit und sein Leben
Ein Interview mit dem chinesischen Künstler, der als einer der weltweit bedeutendsten gilt.
Wiener Zeitung

Architektur

Architekt Günther Feuerstein im Alter von 96 Jahren gestorben
Der „Katalysator der Wiener Nachkriegsszene in der Architektur“ ist am Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben.
Kurier.at

——
Unter’m Strich

Fortschritt als Versprechen
„Ohne Faulheit kein Fortschritt! Weil der Mensch zu faul war zu rudern, erfand er das Dampfschiff. Weil er zu faul war zu Fuß zu gehen, erfand er das Auto. Weil er zu faul war abends die Augen zuzumachen, erfand er das Fernsehen.“
TTT’s Hinweise auf Psychosoziales (soziale Gegebenheiten, die unsere Psyche beeinflussen) haben immer deutlich relevantes „Gewicht“ für gegenwärtiges Theater.
Deutschlandfunk.de

Rio sagt Silvesterparty ab und bangt um Karneval
Nach der erneuten Absage seiner großen Silvesterparty wegen der Pandemie fürchtet die brasilianische Metropole Rio de Janeiro nun auch wieder um den berühmten Karneval.
https://orf.at/stories/3239045/

Zählweise kann Wert verfälschen.
Inzidenz bei Geimpften und Ungeimpften: Daten aus Bayern stellen Rechnung in Frage
FOCUS.de

Österreich
Fix! Impf-Verweigerer zahlen alle 3 Monate 600 € Strafe
Heute“ hat den Gesetzes-Entwurf zur Impfpflicht: Wer am 15.3. nicht gejaukerlt ist, brennt bis zu 600 €. Dieser Betrag wird alle drei Monate fällig. https://www.heute.at/s/impf-verweigerer-zahlen-alle-3-monate-600-strafe-100177394

INFOS DES TAGES (MONTAG, 6. DEZEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 6. DEZEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

WIENER STAATSOPER: „DON GIOVANNI. Erste Eindrücke aus der Premiere (gesehen via TV)

Zum Premierenbericht – (erlebt als Live-Stream) von Heinrich Schramm-Schiessl

Zum Premierenbericht  (erlebt auf ORF III) von Tim Theo Tinn


Kyle Ketelsen, Philippe Sly. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

gioli
Kate Lindsey. Foto (Probenfoto) Copyright Peter Mayr

giov
Philippe Sly. Probenfoto. Copyright: Peter Mayr

Wiener Staatsoper: Don Giovanni oder Die Nacht auf dem kahlen Felsen (Bezahlartikel)
Mit der düstersten der drei Mozart-Opern nach Texten von Lorenzo Da Ponte beginnt der Regisseur Barrie Kosky seinen Zyklus für die Wiener Staatsoper. Er zeigt „Don Giovanni“ als Nachtstück, das dank der ausgefeilten Personenführung niemals trist wirkt.
Kleine Zeitung
_____________________________________________________________________

Deutsche Oper Berlin: Höhepunkte im Januar 2022

Die Deutsche Oper Berlin architektonisch betrachtet
Copyright: Deutsche Oper Berlin

Im Januar Premiere von Rued Langgaards Endzeit-Oper u. a.

Die Premiere von Rued Langgaards ANTIKRIST musste im März 2020 pandemiebedingt kurzfristig abgesagt werden, nun hoffen wir, sie am 30. Januar 2022 nachholen zu können. Am Pult steht der Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover, Stephan Zilias, Regie führt Ersan Mond-tag, dessen Schauspielinszenierungen schon mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden und der mit Schrekers DER SCHMIED VON GENT sowie Weills DER SILBERSEE an der Oper Flandern zwei ebenfalls gefeierte Ausflüge ins Opernfach absolviert hat. Wir freuen uns auf sein deutsches Operndebüt, zu dem wir Sie schon heute herzlich einladen!

Langgaards monolithisches Werk entwirft ein endzeitliches Mysterienspiel, das dem Fin de Siècle huldigt mit einer Musik, die an Strauss und Wagner erinnert, aber auch Hindemith und Schönberg nicht verleugnet. Mit dabei die Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble Irene Roberts, Flurina Stucki, Valeriia Savinskaia, Clemens Bieber, Thomas Lehman u. a.

Außerdem laden wir am 13. Januar unter dem Motto Zwischen Apokalypse und Utopie – Rued Langgaard und die 1920er Jahre zu einem Gespräch mit dem dänischen Langgaard-Spezialisten Bendt Viinholt Nielsen, Stephan Zilias und Dramaturgin Carolin Müller-Dohle ein.
Abgerundet wird der Abend durch die Präsentation von Kammermusikwerken des Komponisten.

Uraufführung: ONCE TO BE REALISED am 23. Januar, Tischlerei

Ebenfalls eine Produktion, deren Uraufführung schon mehrfach verschoben werden musste, ist die Koproduktion mit der Münchener Biennale ONCE TO BE REALISED, die nun für den 23. Januar in der Tischlerei geplant ist. Dabei handelt es sich um Sechs Begegnungen mit Jani Christous „Project files“ von Beat Furrer, Barblina Meierhans, Olga Neuwirth, Younghi Pagh-Paan, Samir Odeh-Tamimi und Christian Wolff in der Regie von Michail Marmarinos.
Der Kosmos des griechischen Komponisten Jani Christou ist labyrinthisch verzweigt im Reichtum seiner suggestiven Bilder und Entwürfe. Politisches und Soziales sind ihm ebenso kompositorisches Material wie er Musik für Naturlandschaften und Kulturräume entwirft. Sechs renommierte Kompo-nist*innen waren eingeladen, sich mit Christous „Project files“ auseinanderzusetzen und ihre Sichten darauf zu realisieren.

Wiederaufnahme DER ZWERG und AIDA

Die Premiere von Zemlinskys DER ZWERG geriet im März 2019 zu einem Triumph für Dirigent Donald Runnicles und Regisseur Tobias Kratzer, in deren Produktion Tenor David Butt Philip und Schauspieler Mick Morris Mehnert in der aufgespaltenen Titelpartie glänzen konnten, ebenso wie Elena Tsallagova als Donna Clara und Emily Magee als Ghita. Die bei Naxos vorliegende DVD wurde für den Grammy 2020 nominiert – und jetzt kehrt die Produktion wieder zurück auf den Spielplan.
Neu an der gegenwärtigen Besetzung ist die am Haus hoch geschätzte Heidi Stober – zuletzt begeisterte sie in Pınar Karabuluts Inszenierung von GREEK auf dem Parkdeck. Wir freuen uns auf ihr Debüt als Donna Clara, Vorstellungen am 15., 21. und 28. Januar.

Nachdem wir im Frühjahr 2020 einige Vorstellungen, die mit Audiodeskription eingerichtet und geplant waren, absagen mussten – bzw. später nur digital stattfanden –, können wir die ZWERG-Aufführungen am 21. und 28. Januar mit Audiodeskription – Live-Beschreibung über Funk-Kopfhörer – für Zuschauer*innen mit Sehbehinderung anbieten! Auch DIE ZAUBERFLÖTE am 16. Januar ist audiodeskriptiv zu erleben.

Verdis AIDA kehrt am 22. Januar zurück auf den Spielplan der Deutschen Oper Berlin, unter musikalischer Leitung von Leonardo Siri (22.1.) bzw. Giampaolo Bisanti (24., 29.1. sowie 4.2.) sind Guanqun Yu als Aida, Stefano la Colla als Radamès und Anna Smirnova als Amneris zu hören.

RING-Zyklus 3: am 4., 5., 7. und 9. Januar

Beginnen werden wir das neue Jahr vom 4. bis 9. Januar mit dem dritten kompletten RING-Zyklus unter Leitung von Sir Donald Runnicles, nachdem der zweite November-Zyklus sowohl auf rbbKultur ausgestrahlt wurde – und in der Mediathek noch bis zum 15. Dezember nachgehört werden kann – als auch von Naxos in Zusammenarbeit mit dem rbb, unter Mitwirkung von NRK und Marquee TV, filmisch aufgezeichnet wurde.

Info als PDF finden Sie hier.

_____________________________________________________________________________

ZUM CARRERAS-75er: ARD -VIDEO (45 Minuten)

care
ZUM VIDEO
_____________________________________________________________________

ÖSTERREICH AUF 3SAT

SA 11. 12. 2021
20.15 Uhr GIUSEPPE VERDI: LA TRAVIATA
Dirigent Giacomo Sagripanti, Regie Simon Stone
Mit Juan Diego Flórez, Pretty Yende u. a.
Koproduktion Wiener Staatsoper und
Opéra national de Paris 2021
Der peruanische Tenor-Superstar Juan Diego Flórez sang erstmals in der Wiener Staatsoper den Alfredo in Verdis „La Traviata“. An seiner Seite gab die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende ihr Staatsopern-Rollendebüt als Violetta Valéry.

SA 18. 12. 2021
20.15 Uhr
DIE GROSSE JOSÉ-CARRERAS-GALA
Mit Elīna Garanča, Johanna Wallroth & Michael Arivony Piano Lorenzo Bavaj, Kallisto Quartett
Wiener Staatsoper 2021
Für José Carreras ist Wien nicht nur Ort vieler unvergesslicher musikalischer Höhepunkte seiner Karriere, er bezeichnet sie auch als „eine zweite Heimat“. Heuer nahm der Weltstar auf der ihm so vertrauten Bühne der Wiener Staatsoper Abschied von seinem Wiener Publikum.

FR 24. 12. 2021
20.15 Uhr
DIE 3 TENÖRE – DAS WEIHNACHTSKONZERT
Dirigent Martin Kerschbaum
Mit J. Carreras, P. Domingo & L. Pavarotti
Wiener Konzerthaus 1999
Zu Weihnachten 1999 präsentierte sich das beliebte Traditionskonzert „Christmas in Vienna“ in prachtvollem Starglanz: Plácido Domingo lud seine beiden kongenialen Kollegen Luciano Pavarotti und José Carreras ins Wiener Konzerthaus.

21.35 Uhr
CHRISTMAS IN VIENNA – FAMILY EDITION
Mit Camilla Nylund, Thomas Hampson u. a.
Wiener Sängerknaben, Die Kolophonistinnen
Hotel Sacher 2020
Camilla Nylund, Angelika Kirchschlager, Thomas Hampson, Luca Pisaroni und Saimir Pirgu trafen sich 2020 mit den Wiener Sängerknaben und den „Kolophonistinnen“ zu einem Hauskonzert im Hotel Sacher.
Mit Liedern, die die Künstler persönlich mit Weihnachten verbinden, setzten sie ein Zeichen für Gemeinschaft gerade in einer Zeit, in der ein Miteinander so schwierig geworden ist…

22.35 Uhr
THE MUSIC OF SILENCE: DIE EINZIGARTIGE LEBENSGESCHICHTE VON ANDREA BOCELLI
Spielfilm Italien 2017
Der blinde italienische Tenor Andrea Bocelli erzählt seine Lebensgeschichte und nutzt dazu das Alter Ego Amos Bardi (Toby Sebastian). Geboren mit einer schweren Augenkrankheit, die schließlich zu seiner Erblindung führt, findet Bardi dennoch seinen Weg in der Musik.

Programmänderungen vorbehalten.
12. 12. 21 André Heller
24. 12. 21 Jonas Kaufmann © Sony Music
Katharina Konradi © Sonja Werner
25. 12. 21 Jonas Kaufmann
11. 12. 21 Pretty Yende & Juan Diego Flórez © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
18. 12. 21 José Carreras
24. 12. 21 Plácido Domingo, José Carreras & Luciano Pavarotti
____________________________________________________

UNSER MUSIKALISCHER ADVENTKALENDER/ Teil 2 „Mille Cherubini in Coro“ von Franz Schubert – Luciano Pavarotti
zusammengestellt von TTT

Luciano Pavarotti (1935 – 2007)

TTT: Ich habe mehrere Aufnahmen mit L. Pavarotti verglichen – nur hier singt er geradezu betörend  ohne zu „schmettern,  zart, empfindsam, schwerelos – zu Herzen gehend!

mill

ZUM VIDEO
________________________________________________________________

BÜHNE BADEN: DER NUSSKNACKER

bad
Copyright: Lalo Jodlbauer

Ballet-féerie in zwei Akten und drei Bildern
Musik von Pjotr I. Tschaikowsky
Libretto von Marius Petipa und Iwan Wsewoloschski
Nach E.T.A. Hoffmann und Alexandre Dumas dem Älteren
Premiere: 17. Dezember 2021
Folgevorstellungen: 30. Dez. 2021 und 2. Jän. 2022

Auf der Suche nach Geborgenheit
„Den ‚Nussknacker‘ zu inszenieren ist eine Herausforderung,“ meint Anna Vita, seit heuer neue Ballettchefin der Bühne Baden, „wird er doch als Ballett auf sämtlichen Bühnen der Welt gezeigt.“
Deshalb müsse man aufpassen, „bei der Choreografie nicht in den gewohnten Trott zu verfallen, sondern schauen, dass man eine neue Facette in diesem schönen Stück entdeckt.“
Der neue Blickwinkel betrifft bei Vita die Rahmenhandlung: Ist es im Original ein gutbürgerliche, heile Atmosphäre, in der der Weihnachtsabend mit viel Geschenken zelebriert wird, so lässt die Choreografin ihre Version in einem von Nonnen geführten Waisenheim spielen, in dem es nicht so sehr um Geschenke, sondern vielmehr um den Wunsch der Kinder nach Geborgenheit, einem neuen Zuhause und einer neuen Familie geht.

So ist es nur verständlich, dass sich die Geschwister Clara und Fritz durch die von einem reichen Mann gebrachten exotischen Geschenke in eine Fantasiewelt träumen, in der deren Protagonisten immer mehr den Charakter von fürsorglichen Eltern einnehmen.

Auch die Musik von Pjotr I. Tschaikowsky ist herausfordernd. Franz Josef Breznik, musikalischer Leiter dieses Ballettabends: „Sie klingt so einfach, wie ein Ohrwurm nach dem anderen, in Wirklichkeit ist sie aber sehr anspruchsvoll und schwierig zu spielen.“ Anna Vita ergänzend: „Und dennoch ist sie sehr erzählerisch. Man muss sich als Choreografin nicht verbiegen, um diese Musik in Tanz umzusetzen.“

Die Ausstattung gibt dem Konzept von Anna Vita den passenden Raum: Die Bühne von Gerhard Nemec zeigt ein reduziertes Jahrhundertwendeambiente, dass in den Szenen im Reich der Schneeeulen phantasievolle Details aufblitzen lässt.
Statt Mäusen und Ratten beherrschen schwarze Eulen das Geschehen. Kostümbildnerin Friederike Friedrich dazu: „Diese Tiere haben einen tiefen mythologischen Hintergrund und stehen für das Dunkle, Bedrohende, für die inneren Ängste der Kinder – um sich gegen Schluss hin in helle Schneeeulen zu verwandeln. Das Licht löst also die Dunkelheit ab.“

Besetzung:
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Choreografie/Inszenierung: Anna Vita
Bühne: Gerhard Nemec
Kostüme: Friederike Friedrich

Clara: Karina Gieler, Patricia Brandao Moura (02.01.22)
Nussknackerprinz: Daniel Greabu, Samir Bellido (02.01.22)
Fritz: Yusuf Cöl
Drosselmayer: Luca Giaccio
Nachteule: Patricia Brandao Moura, Tamara Dornellas (02.01.22)
Schneeeule: Natalia Bezak
Nonne: Maria Penyaz
In weiteren Rollen: Magdalena Nestler, Tamara Dornellas,
Patricia Brandao Moura, Natalia Bezak
Maria Penyaz, Ran Takahashi, Naomi Uji
Klauss Luli, Samir Bellido, Luca Giaccio
Daisuke Sogawa, Alessand
___________________________________________________________________

 ORF  – „kulturMontag“ am 6. Dezember: Klimt-Auferstehung, Mozart-Fieber, Lueger-Denkmalstreit

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler live im Studio

Am 6. Dezember 2021 beginnt der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ bedingt durch die „Die Promi-Millionenshow“ zugunsten von LICHT INS DUNKEL erst um 23.10 Uhr in ORF 2. Die Sendung befasst sich zunächst mit einem digitalen KI-Projekt, das Gustav Klimts einst umstrittene und im Zweiten Weltkrieg verbrannte „Fakultätsbilder“ wiederauferstehen lässt. Weitere Themen sind u. a. Barrie Koskys vielversprechender Da-Ponte-Zyklus an der Wiener Staatsoper, der mit der Lockdown-bedingten TV-Premiere von „Don Giovanni“ am Sonntag (20.15 Uhr, ORF III) seinen Anfang macht, sowie die jahrelange Kontroverse um das Wiener Karl-Lueger-Denkmal an der Ringstraße, die eine neue Wendung nimmt. Dazu ist Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler live zu Gast im Studio.

Bilderschock – Gustav Klimts digitale Auferstehung

„Hässlich, pornografisch, pervers“ urteilte ganz Wien, als Gustav Klimt Anfang des 20. Jahrhunderts seine Bilder für den Festsaal der Wiener Universität präsentierte. Seine Interpretation der beauftragten Deckengemälde – statt heiterer Allegorien schwebten von Krankheit und Leiden gezeichnete nackte Körper in einem wahnhaft düsteren Kosmos – lösten eine derart heftige Kontroverse aus, dass der Maler den umfangreichen Auftrag für symbolische Darstellungen der Philosophie, der Medizin und der Rechtswissenschaften fallen ließ. Die von damaligen Zeitungen und gar Größen wie Karl Kraus als „unsittlicher, gemalter Wahnsinn“ bezeichneten sogenannten „Fakultätsbilder“ fielen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs einem Brand zum Opfer. Nun kann der ehemalige Bilderschock mittels Schwarz-Weiß-Fotografien aus den frühen 1900ern sowie Künstlicher Intelligenz – geleitet von der Expertise des international renommierten Klimt-Forschers und Kurators am Belvedere Franz Smola – wiederauferstehen und in neuer alter Farbenpracht erstrahlen.

Mozart-Fieber – Barrie Koskys Da-Ponte-Zyklus an der Wiener Staatsoper

Opernmagier Barrie Kosky, der als Intendant die Komische Oper Berlin zu einem der führenden Opernhäuser Deutschlands gemacht hat, wird an der Wiener Staatsoper den Da-Ponte-Zyklus in Szene setzen. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Philippe Jordan macht den Anfang „Don Giovanni“, dessen Premiere Lockdown-bedingt nur im TV – am kommenden Sonntag, dem 5. Dezember, live um 20.15 Uhr in ORF III – zu erleben ist. Dass im Haus am Ring die drei Stücke, die Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam mit Lorenzo Da Ponte Ende des 18. Jahrhunderts kreiert hat, in einer Handschrift verewigt werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Der deutsch-australische Regisseur will seine Trias-Interpretationen jedoch nicht in einen inhaltlichen Gesamtzusammenhang stellen. Für Koskys trendiges Musiktheater sind die jungen und jüngsten Mitglieder des Staatsopernensembles im Einsatz. Kyle Ketelsen ist „Don Giovanni“, weiters dabei sind: Stanislas de Barbeyrac (Ottavio), Hanna-Elisabeth Müller (Donna Anna), Kate Lindsey (Elvira), Philippe Sly (Leporello) und die Niederösterreicherin Patricia Nolz (Zerlina).

Denkmalstreit – Die ewige Diskussion um Karl Lueger

95 Jahren schon steht die Bronzestatue des ehemaligen Wiener Bürgermeisters Karl Lueger auf einem Podest in der Wiener Innenstadt, seit mehr als 15 Jahren wird in der Öffentlichkeit heftig über eine Neugestaltung debattiert. Denn auf der einen Seite war Lueger maßgeblich an der Entwicklung Wiens zur modernen Großstadt beteiligt, andererseits gilt er als Prototyp des modernen, populistischen Politikers mit antisemitischer Rhetorik und war – nach dessen eigenem Bekunden–- einer der „Lehrer“ Hitlers. Jetzt scheint langsam Bewegung in die Sache zu kommen: Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler kündigte eine Ausschreibung für eine „künstlerische Kontextualisierung“ des Denkmals am Stubentor an, die 2023 umgesetzt werden soll. Die Grünen der Stadt Wien und die Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen fordern jedoch die Entfernung der Statue, die als Bezugspunkt für Rechtsextreme gilt. Auslöschen oder Aufarbeiten der Geschichte? Ein Pro und Contra. Live zu Gast im Studio nimmt Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler dazu Stellung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.