Siegfried, Volle © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 13. JUNI 2026
Wien/Staatsoper
Siegfried in Wien: Der Held, der keine Angst kennt
Nach Goldraub, Götterkrisen und tragischen Liebesgeschichten betritt nun ein junger Mann die Bühne, der von all dem erstaunlich wenig weiß. Siegfried kennt weder die komplizierten Machtspiele Walhalls noch die Verträge seines Großvaters Wotan. Er hat keine politischen Ambitionen, keine philosophischen Zweifel und vor allem keine Angst. Genau das macht ihn zur vielleicht ungewöhnlichsten Figur in Wagners Ring des Nibelungen – und zum Hoffnungsträger einer Welt, die sich längst auf den Untergang zubewegt.
Von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de
Wien/Staatsoper
Hey, Timothée Chalamet: In Wien kann die Oper Jugend begeistern
Das gab es noch nie: Eine ganze Abendvorstellung nur für Publikum unter 27. „Carmen“ wurde am Donnerstag zum Event. Und riss am Ende alle aus den Sitzen.
DiePresse.com
Wien/Interview
Pablo Heras-Casado: „Wagner steht näher zu Monteverdi als zu Puccini“
Ich treffe Pablo Heras-Casado im Besprechungszimmer der Wiener Staatsoper. Die Büros haben sich um diese Uhrzeit bereits weitgehend geleert. Kurz nach 18 Uhr öffnet sich in der Ferne eine Tür. Aus dem langen Gang kommt der Spanier auf mich zu, während er aus der Ferne schon freundlich winkt. „Sorry, I don’t like being late.“ Der Anlass des Treffens ist klar. Heras-Casado dirigiert derzeit zwei komplette Ring-Durchgänge an der Wiener Staatsoper. Der erste liegt bereits hinter uns, der zweite ist noch im Gange. Nach den vier Abenden des ersten Durchgangs und den ersten Eindrücken des zweiten interessiert mich vor allem eine Frage: Was ist sein Zugang zu Wagner, besonders zum „Ring“? Die Antwort kommt erstaunlich schnell: „I am obsessed with balance.“
Klassik-begeistert.de
Festspielsaison
Dann klapper halt mit dem Geschmeide!
Salzburg macht Pause, bis die großen Festspiele am 17. Juli anfangen. Aber der Auftakt, mit den Pfingstfestpielen, war schon mal vielversprechend. Jedenfalls, was das Schaulaufen der Damen anging. Bei strahlendem Wetter die schönsten Outfits der Festspielsaison zu zeigen, ist schließlich immer auch ein heimlicher – und oft auch gar nicht so heimlicher – Höhepunkt der Abende mit Musik, Schauspiel und Tanz. Man muss dabei nicht mitmachen und kann die hochkarätig besetzte Kunst auch in Sommerkleidung genießen. Allerdings muss in diesem Zusammenhang ein heikler Punkt angesprochen werden. Denn die opulenten Roben in Bayreuth oder Salzburg, in München und hier und da sogar beim Rheingau Musik Festival, sie gehen selten mit nackten Hälsen, Armen und Ohren einher. Die nicht gerade leisen Galopps von Rossinis „Il viaggio a Reims“ jüngst bei einer Pfingstvorstellung in Salzburg durften wir von ohrenbetäubendem Geklingel begleitet genießen. Es lag nicht an den Tschinellenklängen aus dem Orchestergraben.
FrankfurterAllgemeine.de
Wien
Spitzentöne: Noch sieben Jahre Milo Rau?
Der Krawall um den amerikanischen Sonderling Peter Thiel brachte den Festwochen-Intendanten Milo Rau in Bedrängnis. Wird sein Vertrag bis 2033 verlängert? Im Herbst wird verpflichtend ausgeschrieben, teilt das Stadtratbüro auf Anfrage mit. Dann entscheidet sich, ob Milo Rau nach dem Frühsommer 2028 fünf weitere Jahre an der Spitze der Wiener Festwochen verbleibt. Ob man sich das wünschen soll, ist derzeit umstritten, wie aus unserer Umfrage ab Seite 62 hervorgeht. Wäre die Auslastung das einzige Kriterium, die Verlängerung stellte sich als bloße Formalie dar: Seit dem Krawall um den Weltuntergangs-Bot Peter Thiel habe der Kartenverkauf Rekordhöhe erreicht, lässt mich Rau in einer Eilnachricht wissen. Mit anderen Worten: Er hat den Bach, den die Festwochen über Jahre hinuntergegangen waren, wenigstens wieder aufgestaut. Bevorzugt mittels Dauerkrachs.
news.at
Wien/Volksoper:
Eine „Fledermaus“ mit Conchita: So findet zusammen, was zusammengehört
An der Volksoper wird die „Pride Edition“ der Strauß-Operette zum stimmigen Gesamtkunstwerk. Die Bande zwischen Operette und queerer Community waren immer schon eng
DerStandard.at
Wien/Konzerthaus
Orliński im Konzerthaus: Lockerungsübung mit waghalsigen (Stimm-)Sprüngen (Bezahlartikel)
Countertenor Jakub Józef Orliński beschloss seinen Porträt-Zyklus mit einem Abend, der barocke Arien mit polnischen Liedern kombinierte.
DiePresse.com
Salzburg
Karin Bergmann zu Causa Hinterhäuser: „Bei einigen gelte ich deshalb als Verräterin“
Stein des Anstoßes und letztlich Nutznießerin des Abgangs von Markus Hinterhäuser? Im Gespräch erklärt die neue Salzburg-Intendantin, wie es zu ihrer erstaunlichen Kür kam
DerStandard.at
Graz
„Hoffmanns Erzählungen“: Der Dichter im Räderwerk der Welt (Bezahlartikel)
Die Offenbach-Oper zählt zu den Highlights der letzten Grazer Opernjahre und ist wieder zurück auf der Bühne: Zum Glück fast in der Premierenbesetzung.
KleineZeitung.at
St.Margarethen
„Kultur darf nie Luxus sein, sie muss für alle zugänglich bleiben“
Luxury News fragte beim Kulturmanager Daniel Serafin nach, wieviel Luxus die Kulturbranche braucht. Für Konzert-, Opern- bzw. Theaterkarten müssen Kulturinteressierte immer tiefer in die Tasche greifen. Hohe Gagen für Künstler, Regisseure, Technik usw. drehen die Spirale immer mehr nach oben und ohne Mäzene, Sponsoren bzw. Förderungen wäre so mancher Kulturbetrieb nicht aufrecht zu erhalten. Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch St.Margarethen sowie künstlerischer Leiter des Viennese Opera Ball in New York, erläutert im Interview, wie er in Zeiten angespannter Wirtschaftslage den Spagat schafft, trotz schwieriger Rahmenbedingungen absolute Topqualität zu bieten.
leadersnet.at
Berlin
Debüt in Mozart-Oper
Bülent Ceylan: „Der Humor kann dieses Stück entwaffnen“ Der Star-Comedian übernimmt in Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ die Sprech-Rolle des Harems-Herrschers Bassa Selim. Premiere ist am 27. Juni.
BerlinerZeitung.de
Frankfurt
Spitzenton als Schmerzensschrei
An der Oper Frankfurt zeigt Manuel Schmitt in seiner Inszenierung von „Tancredi“ von Gioachino Rossini eine von Radikalität und Extremismus verseuchte Welt, in der das Gesangsensemble durchweg einen brillanten Ausdruck für die kollektive Gewalt findet.
DieDeutscheBuehne.de
Im Unisono mit dem Tenor (Bezahlartikel)
Katharina Magiera ist die tiefste weibliche Stimme im Ensemble der Oper Frankfurt und nun in einem Händel-Oratorium die personifizierte Erkenntnis.
FrankfurterAllgemeine.net
Ulm
Ein Kobold für die „Meistersinger“
Mit Wagners großer Oper wächst ein kleines Haus weit über sich hinaus. Feine Sache. Zum Ende seiner achtjährigen Ulmer Intendanz hat Kay Metzger „Die Meistersinger von Nürnberg“ noch einmal selbst inszeniert und damit eine künstlerische und politische Herzensangelegenheit auf die kleine Stadttheater-Bühne gebracht, die so klug wie text- und publikumsnah, so humorig wie ernst, so plastisch wie subversiv ist. Ein Volltreffer
orpheus-magazin.de
Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen
Ob bei der Oper in Köln, der Beethovenhalle in Bonn oder der Kunsthalle in Bielefeld: Regelmäßig werden kulturelle Prestigeprojekte deutlich teurer als geplant – trotz enger Haushaltskassen. Nicht immer geht das gut aus.
wdr.de
Bonn
Faszinierende Klangwelten – Oxana Omelchuks „Laterna Magica“ in Bonn uraufgeführt
Neugier – für den einen mag das eine Schwäche sein, für die Entwicklung der Menschheit jedoch war selbige eine Grundvoraussetzung. Der stetige Drang, die Dinge zu erforschen und wissen zu wollen, warum und wie etwas funktioniert, ist untrennbar mit dem zivilisatorischen Fortschritt verbunden. Um die Neugier dreht sich im Grunde genommen auch „Laterna Magica“ von Oxana Omelchuk, ein Auftragswerk der Oper Bonn, das jetzt in der Werkstattbühne uraufgeführt wurde.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Tonträger
Igor Levit gründet Label „No Silence“ als seine „Antwort auf die Gegenwart“
„Offen für alle Generationen und Genres“ soll es sein, sagt der Starpianist
DerStandard.at
Links zu englischsprachigen Artikeln
Budapest
‘Parsifal’ Semi-Staged, Sort Of Costumed, But Musically The Holy Grail
The Palace of Arts, also known as MÜPA, home to the Béla Bartók National Concert Hall, has been in existence for 20 years. A futuristic building located in the south of the Hungarian capital, next to the Danube, it was designed by Gábor Zoboki — lead architect, a professor, and recipient of both the Kossuth and Ybl Miklós Prizes. Imre Kiss, the institution’s first general director, sought – together with a group of Hungarian and international intellectuals – to use the founding of MÜPA to attract younger, less conservative audiences to the performing arts, particularly classical music
Von Klaus Billand
classicalvoiceamerica.org
Mailand
Teatro alla Scala 2025-26 Review: Jakub Józef Orliński and Michał Biel’s Recital
operawire.com
Sofia
Q & A: Professor Plamen Kartaloff, Director of Sofia Opera & Ballet Pioneering New Paths & Possibilities for Wagner’s Operas in Bulgaria
operawire.com
London
McVicar’s Figaro celebrates its 20th anniversary in a solid Royal Opera revival
bachtrack.com/de
The Mahler Experiment review – physical drama comes at a musical cost in choreographed symphony
Tom Morris’s staged take on Mahler’s first symphony is valiantly performed by Stephanie Childress and Sinfonia Smith Square, but the result feels more like R&D than a finished product
TheGuardian.com
The earth moved! Living Mahler 1 from the inside out at Smith Square
bachtrack.com/de
Christian Tetzlaff takes us on an unforgettable journey through Bach’s Sonatas and Partitas for solo violin
seenandheard-international.com
Boston
Boston Symphony, in Crisis Over Conductor’s Dismissal, Concedes Mistakes (Subscription required)
Chad Smith, the orchestra’s president, admitted missteps in terminating Andris Nelsons’s contract but stood by the decision and won’t step down.
TheNewYorkTimes.com
St. Louis
Opera Theatre of Saint Louis Announces 2027 Season
operawire.com
‚I don’t like polite opera‘: How Opera Theatre’s ‚Streetcar‘ will provoke audiences, and move them
stlpr.org
San Francisco
Il barbiere in San Francisco
operatoday.com
Video: ELEKTRA at San Francisco Opera
Elena Pankratova makes her company debut in the title role, with Eun Sun Kim on the podium.
broadwayworld.com
Nun the wiser
Matthew Travisano has such doubts about Douglas Cuomo’s opera recently seen at Opera Parallèle.
parterre.com
Los Angeles
James Conlon Takes His Final Bow at LA Opera After two decades and 519 performances, the company’s music director prepares to pass the baton.
altaonline.com
Feature
Q & A: Irene Roberts on her Upcoming Role Debut as Isolde, Wagner & Trusting Her Team
operawire.com
Ballett / Tanz
Wiener Festwochen:
„Clap & Slap“: Eiertanz zwischen Verantwortung und Angeberei
Die Tanzperformance der baltischen Performer Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev weiß bei den Wiener Festwochen nicht ganz zu überzeugen
DerStandard.at
„Clap & Slap“ bei den Wiener Festwochen: Klatschen zur Aggressionsbewältigung (Bezahlartikel)
Eines der wenigen Tanz-Stücke bei den Wiener Festwochen enttäuschte: „Clap & Slap“ im Kosmos Theater konnte seinen politischen Anspruch künstlerisch nicht einlösen.
DiePresse.com
Der Glaube an sich selbst kann Berge versetzen – Sommerszene / Rosana Ribeiro
DrehpunktKultur.at
Ungarische Staatsoper Budapest, Ballett: „Sleping Beauty / Dornröschen“, Peter Tschaikowski
DerOpernfreund.de
Rock/Pop
Nickelsdorf/ Bgld
Grusel & Death Metal: Nova Rock: Zwischen Gothic-Chic und Horrorshow
Bis auf leichten Nieselregen hielt der Himmel die Schleusen auch am kühlen zweiten Nova-Tag geschlossen. Heiß war es dafür auf und vor den Bühnen. The Cure lieferten eine Show mit glasklarem Sound, The Offspring versammelten die Massen vor der Bühne und Six Feet Under sorgten für eine Death-Metal-Überraschung. Heute werden Iron Maiden und Sabaton für Jubelrufe sorgen.
krone.at
Sprechtheater
Wien
„Seppuku“ als radikale Selbstentblößung
Die Autorin und Performerin Angelica Liddell gastiert mit „Seppuku – die Beerdigung von Mishima“ im Volkstheater: ein Ausreißer für die unterwältigenden Festwochen.
krone.at
Ausstellungen/Kunst
Britischer Künstler David Hockney 88-jährig gestorben
Hockney war einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, berühmt wurde er mit poppigen Pools und Porträts. Zuletzt malte er am iPad
DerStandard.at
Wien
Im Reich der Tiere: Die Heidi Horten Collection zeigt sich animalisch
Federlose Zweibeiner auf der Suche nach Cat Content: Die Ausstellung Animalia entlarvt nackte Wahrheiten über die Beziehung von Mensch und Tier. Wenn in der Heidi Horten Collection lustige Katzenbilder als Ausweisfoto inszeniert werden oder Katzen sogar Klavier spielen, wenn eine Schlange das Patriarchat bekämpft, das Schwein nicht rosa, sondern plötzlich lila ist, Vögelchen über Bildschirme fliegen, Hühner im Chickensuit posieren, Hunde TikTok-Tänze aufführen und Affen die Besucher:innen der aktuellen Ausstellung Animalia begrüßen, dann wird klar: Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist zwar nicht ganz einfach, vor allem aber eines: tierisch unterhaltsam.
Kurier.at
Film
Hollywood
Hollywood: Ehren-Oscar geht an Glenn Close
Auch Animationskünstler Floyd Norman und britischer Regisseur Ridley Scott erhalten Sonderauszeichnungen. Schauspielerin Glenn Close wird mit einem Oscar-Ehrenpreis ausgezeichnet. Auch der Animationskünstler Floyd Norman und der britische Regisseur Ridley Scott erhalten Sonderehrungen, wie die Oscar-Akademie mitteilte. Die Preise werden im Rahmen der „Governors Awards“-Gala am 15. November in Los Angeles überreicht. Um die Trophäen gibt es keinen Wettbewerb. Stattdessen sucht der Vorstand der Academy of Motion Picture Arts and Sciences Personen aus, die einen besonderen Beitrag für Film und Gesellschaft geleistet haben.
Kurier.at
Medien
ORF
Der neue ORF-General: Wer ist Clemens Pig?
Der bisherige Chef der APA hatte nach einem langen Tag die Mehrheit im Stiftungsrat auf seiner Seite. Die Bewerbung von Clemens Pig war im Wahlkampf, der (wie jeder im und um den ORF) auch mit harten Bandagen geführt wurde, früh in ein politisches Licht geraten: Die ÖVP hatte allzu deutlich signalisiert, dass sie sich Pig an der Spitze vorstellen könnte. Das half nicht gerade; dennoch bekannte sich die Mehrheit der Stiftungsräte dann zu Pig. Im ORF sollte er als Reformer antreten, der sich vor allem den großen Transformationsaufgaben widmen will.
Kurier.at
Nächtliche Kür von Pig
NEOS werfen ÖVP und SPÖ „Packeln“ bei ORF-Wahl vor Wochenlang war APA-Geschäftsführer Clemens Pig der Favorit für den Posten des ORF-Generaldirektors. Beim Hearing-Marathon am Donnerstag wurde es dann wieder spannend, bis spätnachts erst recht Pig gewählt wurde. Die Kür wird als Postenschacher zwischen ÖVP und SPÖ kritisiert – auch von den mitregierenden NEOS.
krone.at
ORF-Schmierentheater bis zur Geisterstunde
Wer den ORF in den Jahren 2027 bis 2031 führt – darüber wurde bis zur Geisterstunde, also bis nach Mitternacht, ein vielstündiges Theater (von dem die „Krone“ live berichtete) auf dem Küniglberg inszeniert. In der ORF-Zentrale, wo ansonsten „Dancing Stars“, „Starmania“ oder politische Elefantenrunden ihre Bühne finden, ging das Finale im Rennen um die Generaldirektion über die Bühne.
Seit Wochen war man davon ausgegangen, dass die Würfel längst gefallen waren, dass der ÖVP-Bundeskanzler seinen Lieblingskandidaten Clemens Pig erkoren habe. Und der 35-köpfige Stiftungsrat diesen nur abnicken würde.
krone.at
ORF-Knall: Pig löst Radiodirektion auf
APA-CEO Clemens Pig ist Freitagnacht nach gut fünfzehnstündiger Sitzung des Stiftungsrates zum ORF-Generaldirektor ab 2027 bestellt worden. Er wird damit auf die gegenwärtige ORF-Chefin Ingrid Thurnher folgen, die nicht erneut kandidierte. Der 51-jährige Tiroler erreichte im ORF-Stiftungsrat 21 von 35 Stimmen und kam damit auf die absolute Mehrheit. Pig kündigte in der Pressekonferenz auch bereits eine erste Überraschung an: Die bisherige Radiodirektion wird gestrichen. Die Direktionsstruktur werde so realisiert, wie sie in seinem Konzept vorgesehen sei, stellte er klar. Das wurde in der Stiftungsratssitzung auch so beschlossen. Er sieht eine Finanzdirektion, eine für „Technologie und Innovation“, eine für „Programm und Brands“ und eine für „Audience und Plattformen“ vor. Die gegenwärtige Radiodirektion ist damit Geschichte. Damit entgegnet der neue ORF-Chef den Postenschacher-Gerüchten der letzten Wochen, wonach die Posten bereits ausgemachte Sache seien. Die bisherige FM4-Chefin Dodo Roščić – Wunschkandidatin als Radiodirektorin von Medienminister Andreas Babler – geht damit leer aus.
oe24.at
Sport
Deutscher Fußball
Anruf von Nagelsmann: „Dann hat er mich gefragt, ob ich betrunken bin“
Assan Ouedraogo, das neue Gesicht im DFB-Team, hat gleich zum Auftakt für Lacher gesorgt. Der 20-jährige Leipzig-Kicker berichtete am Mittwoch vom Anruf von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der ihn im Urlaub in Marbella ereilte. „Ich lag auf der Liege – und war unfassbar am Chillen mit meinen Jungs. Dann kam der Anruf. Dann ging es direkt von null auf 180. Ich bin um die Ecke gerannt, damit mich keiner hört. Dann hat er mir gesagt, dass er mich gerne nachnominieren würde. Ich habe mich sofort unfassbar gefreut“, erzählte Ouedraogo.
krone.at
Politik
Österreich
„Danke für Blumen“: Wirbel um Social-Media-Liebe zwischen Marterbauer und „Falter“
Finanzminister Markus Marterbauer sorgt einen Tag nach seiner Budget-Rede für ordentlich Wirbel auf Social Media. Auslöser ist ein Posting des „Falter“-Chefredakteurs Florian Klenk auf Bluesky. Dort lobt Klenk die Budgetrede des SPÖ-Finanzministers in höchsten Tönen: „Marterbauers Budgetrede ist eine Wohltat. Eine kluge politische Rede, fundiert und ruhig. Was für ein Unterschied zu seinen Vorgängern.“ Nur 38 Minuten später antwortete Marterbauer direkt das Klenk-Posting: „Danke für die Blumen!“ oe24.at
Wirtschaft
Österreich
Edler Kammer-Sitz. Die teure Baustelle von „Schlossherr“ Walter Ruck
Brisante Details zu Schloss Hernstein, dem schwer defizitären Anwesen der Wirtschaftskammer Wien: Präsident Walter Ruck gönnt sich ein Büro in einem denkmalgeschützten Pförtnerhaus, das um Hunderttausende Euro saniert wurde. Jetzt gibt es Probleme mit dem Mietpreis – und Aufregung um eine 2,1-Millionen-Euro-Küche.
krone.at
SpaceX hebt an der Börse ab, Elon Musk ist jetzt Billionär
Die Aktie startete mit einem Plus von mehr als 20 Prozent in den Handel. Die Bewährungsprobe für das Papier steht aber noch bevor. Dass die Aktie zulegen wird, war absehbar. Nach ersten Meldungen gab es für die SpaceX-Aktie am Freitag an der Technologiebörse Nasdaq ein sattes Kursplus auf mehr als 150 Dollar, der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar. Um 9.30 Ortszeit (15.30 MESZ) läuteten die Börsenglocken für das Papier, das unter dem Kürzel SPCX debütierte. Unternehmensgründer Elon Musk war selbst nicht anwesend, aber via Video zugeschaltet. Er ist jetzt auch offiziell der erste Billionär der Welt.
Kurier.at
Österreich
Radikaler Schnitt: Hervis muss heuer viele Filialen schließen
„Es werden 17 der aktuell 93 Standorte in ganz Österreich im Laufe des Jahres 2026 geschlossen, da diese nicht ertragsbringend zu betreiben sind“, hieß es von Hervis. Anfang des Jahres hatte der Handelskonzern Spar den defizitären Sporthändler an die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer verkauft.
Sozialplan für Mitarbeiter. Von den Filialschließungen sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich betroffen. Es sei gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet worden, hieß es von Hervis. Die Schließungen würden schrittweise unter Einhaltung von Kündigungsfristen der Mietverträge erfolgen.
krone.at
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Unter’m Strich
Fußball-WM
Droht Riesen-Flop? Mega-Wirbel um leere Ränge bei der WM
Die FIFA hatte die Weltmeisterschaft 2026 als das größte Fußballturnier aller Zeiten angekündigt. Doch schon am zweiten Spieltag sorgen Bilder aus Mexiko für Diskussionen. Beim Gruppenspiel zwischen Südkorea und Tschechien (2:1) im Estadio Guadalajara waren auf den TV-Bildern zahlreiche freie Plätze zu erkennen. Besonders auf der Gegentribüne rund um die Mittellinie klafften deutlich sichtbare Lücken.
oe24.at
Fans sind begeistert
Geniale Videos: Referee-Cam schon jetzt der Star der WM
Die WM 2026 hat nach den ersten beiden Spielen schon ihren Star. Das ist kein Spieler, sondern die Referee Cam, die beeindruckende Bilder liefert. Referee-Kameras sind in den letzten Jahren immer wieder bei speziellen Begegnungen eingesetzt worden. Für die Fußball-WM in den USA, in Kanada und Mexiko hob der Fußball-Weltverband FIFA dieses technologische Mittel allerdings auf ein ganz neues Level. Bei allen 104 Begegnungen werden die Unparteiischen spezielle Kameras, die am Ohr befestigt sind, tragen. Welch beeindruckende Bilder diese Kameras liefern können, zeigte sich bereits in den ersten beiden WM-Spielen.
heute.at
KI-Slop im Pop: Nein, danke!
Taylor Swift, Katy Perry, Lady Gaga: Sie alle standen in letzter Zeit wegen der Nutzung von KI in der Kritik. Und auch wenn es dabei „nur“ um Visuals oder Promo-Footage geht, unterstreicht die Kritik den Trend zur KI-Abneigung unter Pop-Fans.
WienerZeitung.at
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. JUNI 2026)
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. JUNI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Bayerische Staatsoper: Die Regisseurin und Faust-Preisträgerin Johanna Wehner inszeniert mit „Alcina“ von Georg Friedrich Händel zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper
Am Montag, dem 13. Juli 2026, findet mit Georg Friedrich Händels Oper Alcina im Prinzregententheater die siebte und letzte Premiere der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2025/26 statt. Die Regisseurin und Faust-Preisträgerin Johanna Wehner inszeniert zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper, die Musikalische Leitung übernimmt Stefano Montanari.
Jeanine De Bique gibt ihr Hausdebüt in der Partie der Alcina. John Holiday debütiert in der Partie des Ruggiero, Julian Prégardien in der des Oronte. Elsa Benoit kehrt als Morgana an die Bayerische Staatsoper zurück, Carine Tinney wird als Oberto zu erleben sein. Ensemblemitglied Avery Amereau singt die Rolle der Bradamante, Gerrit Illenberger debütiert an der Bayerischen Staatsoper als Melisso.
Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR Klassik übertragen.

© Bayerische Staatsoper
Das Werk
Es war Georg Friedrich Händels letzter großer Opernerfolg: die Zauberoper Alcina. Geschrieben für das noch junge Theatre Royal in Covent Garden, bot sie dem anspruchsvollen, sensationslustigen Londoner Publikum alles, was ein guter Opernabend bieten musste: spektakuläre Bühneneffekte, Ballette, Chöre, eine umfangreiche Kastratenpartie und vor allem viele Emotionen. Die Geschichte war dem Publikum nicht neu, basiert die Oper doch auf der Alcina-Episode aus Ludovico Ariostos Epos Orlando furioso, die schon viele Komponist:innen vor Händel zu Vertonungen inspiriert hatte. Doch Händels Alcina ist anders als ihre Vorgängerinnen: Während die legendäre Zauberin, die auf einer abgeschiedenen Insel lebt, immer wieder Männer zu sich lockt und diese dann in wilde Tiere, Flora oder Fauna verwandelt, in den Opernadaptionen bis dato als sehr negative Figur ausgelegt wurde, zeigt uns Händel hier mehr als die typische „böse Hexe“. Alcinas Bosheit verbannt er nahezu komplett in die Rezitative; in den Arien aber zeigt er uns eine vielschichtige und letztlich sehr einsame und verletzliche Frau – ein ausdifferenzierter Charakter, der deutlich über die für die Opera seria eigentlich übliche Figurentypisierung hinausweist. Dabei schenkt er ihr – und den Figuren, die sie umgeben – eine facettenreiche und himmlisch schöne Musik. Alcina gehört ohne Zweifel zu seinen meisterhaftesten Partituren. Kein Wunder also, dass Joseph Haydn 1791 über Händel urteilte: „Er ist unser aller Meister!“
Die Inszenierung
Alcina hat alles – Macht, Schönheit, magische Kräfte, ein Königreich, treue Untergebene und einen Ruf, der weit über ihre Insel hinausreicht. Doch was, wenn das nicht reicht? Nicht reicht, um geliebt zu werden? Um wirklich gesehen zu werden? Immer wieder gelangen Männer auf ihre Insel, ihrem Ruf folgend; immer wieder glaubt sie an die wahre Liebe. Und immer wieder wird sie schwer enttäuscht. Was passiert, wenn mächtige Menschen verletzt werden? Was ist nötig, um dennoch den Schein zu wahren? Den Glanz? Die Perfektion? Die Unantastbarkeit? Regisseurin Johanna Wehner setzt genau hier an: Sie sieht Alcina nicht bloß als Herrscherin und Zauberin, sondern auch als Mensch, fehlbar, gekränkt und im ständigen Zwang, einem Bild gerecht zu werden. Eine Frau, die funktionieren muss, sich aber nach wahrer Liebe sehnt – und ständig verletzt und enttäuscht wird. Und so steht für Wehner ganz besonders eine Frage im Zentrum: Wie viel muss ich sein, damit ich genug bin?
Mit Alcina liegt nach Agrippina und Semele wieder eine Barockoper auf den Pulten des Bayerischen Staatsorchesters. Unter der Musikalischen Leitung Stefano Montanaris, ausgewiesener Experte für dieses Repertoire, begibt sich das Bayerische Staatsorchester auf die Pfade der historisch informierten Aufführungspraxis. Nach der langjährigen Händel-Tradition in der Intendanz Sir Peter Jonas’ kommen nun erstmals u.a. auch historische Instrumente in barocker Stimmung sowie Barockbögen, Darmsaiten und barocke Spieltechniken zum Einsatz.
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Am 25.6. in der Galerie/Redaktion des ONLINE-MERKER. Maryna Lopez singt die Kindertotenlieder von Gustav Mahler (am Klavier Adolfo Lopez-Gomez)
Die Mezzosopranistin Maryna Lopez, derzeit am Theater Erfurt engagiert, lädt gemeinsam mit dem mexikanischen Konzertpianisten Adolfo Lopez Gomez zu einem besonderen Sommerkonzert ein.
📅 25. Juni 2026, 19:00 Uhr
📍 Galerie Online Merker
Zeleborgasse 20/Ecke Vivenotgasse, 1120 Wien
Auf dem Programm stehen die berührenden „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler.
Der Eintritt ist frei, um eine freiwillige Spende wird gebeten.
Nutzen Sie diese besondere Gelegenheit, einen eindrucksvollen Konzertabend mit hochkarätigen Künstlern zu erleben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Online-Merker: Ecke Vivenotgasse/ Zeleborgasse in 1120 Wien. Erreichbar U 6, Station Bahnhof Meidling (Ausgang Wilhelmstraße, dann Vivenotgasse ca. 3 Minuten runtergehen)

Bitte Termin vormerken. Eintritt und Büffet frei
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Das Danish Philharmonic Orchestra präsentiert in Zusammenarbeit mit der Agentur Nordic Artists Management einen neuen internationalen Cello-Wettbewerb in 2027.
Ausgerichtet vom Orchester findet die Danish International Cello Competition (DICC) zum ersten Mal vom 26. Juni bis zum 3. Juli 2027 in der Alsion-Konzerthalle in Sønderborg statt und ist in seiner Austragung in einem 3-Jahres-Rhythmus angelegt.
Die DICC ist nicht nur Wettbewerb, sondern auch eine internationale Plattform für junge Cellist*innen und ein Forum, in dem die jungen Talente einige der weltbesten Musiker*innen treffen, Rat und Anleitung erhalten und die Möglichkeit haben, ein Netzwerk mit anderen talentierten Kolleg*innen aufzubauen.
Die Bewerbungsfrist für Cellist*innen aller Nationalitäten (geboren am oder nach dem 27. Juni 1996) beginnt am 15. August 2026 und endet am 24. Oktober 2026.
24 ausgewählte Teilnehmer*innen treten in drei Vorrunden und einem Finale gegeneinander an.
Die Wettbewerbswoche beginnt am 26. Juni 2027 mit einem Eröffnungskonzert des Danish Philharmonic Orchestra und endet mit der Finalrunde und der Preisverleihung am 3. Juli 2027.
Alle Runden sind für das Publikum zugänglich und finden in der Alsion-Konzerthalle in Sønderborg statt.
Der Wettbewerb wird zudem international gestreamt, sodass Publikum und Musikfachleute in Echtzeit am Geschehen teilhaben können.
Adam Stadnicki, Künstlerischer Leiter des Orchesters und Gastgeber des Wettbewerbs, sagt: „Dänemark hat eine stolze Cello-Tradition und mit Larsen Strings haben wir in Sønderborg einen der weltweit besten Saitenhersteller.
Die Infrastruktur der Stadt verbindet uns eng mit dem Rest Europas und ist somit die perfekte Wahl für den Wettbewerb, der Dänemark hoffentlich noch stärker in den Fokus der internationalen Musiklandschaft rückt.“
Künstlerisch nachhaltige Entwicklung und Netzwerk – CelloBridge
Als integraler Bestandteil des Wettbewerbs findet das Mentoring-Programm CelloBridge statt, das darauf ausgelegt ist, die ausgewählten Cellist*innen während der Wettbewerbstage zu unterstützen – auch nachdem sie möglicherweise aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind.
Verantwortlich für die Leitung und Ausführung von CelloBridge ist die ehemalige Tournee- und Projektleiterin von Harrison Parrott – Trudy Wright:
„Für den gesamten Zeitraum des Wettbewerbs werden alle 24 teilnehmenden Cellist*innen die einmalige Gelegenheit haben, erfahrene Musiker*innen und Branchenkenner im Rahmen von informellen (Einzel-)Gesprächen, Podiumsdiskussionen und Workshops kennenzulernen. So können ihnen die Feinheiten und zum Teil komplexen Umstände des aktuellen Musikgeschäfts erläutert und Wege aufgezeigt werden, um solide Entscheidungen für die eigene Karriere treffen zu können. Cellobridge hat es sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen eines hochkarätigen internationalen Wettbewerbs eine Gemeinschaft und Verbindungen für die nächste Generation von Cellist*innen aufzubauen.“
Der Wettbewerb und die Preise
Die Danish International Cello Competition wird vom international anerkannten Cellisten Daniel Müller-Schott als Juryvorsitzenden geleitet.
Ein Musiker, der mit den besten Orchestern der Welt auftritt und gleichzeitig Meisterkurse als elementaren Bestandteil seiner Tätigkeit betrachtet.
Weitere Jury-Mitglieder sind Andreas Brantelid (Cellist), Amelia Jakobsson (Artist Manager, Nordic Artist Management), Tatjana Vassiljeva-Monnier (Erste Solo-Cellistin Royal Councertgebouw), Alex Taylor (Künstlerischer Leiter Oslo Philharmonic), Kathryn Stott (Pianistin) und Niklas Walentin (Konzertmeister Danish Philharmonic Orchestra).
Der erste Preis – The Larsen Strings Prize – umfasst einen geschätzten Gesamtwert von 80.000 Euro:
- 14.000 Euro Preisgeld
• 10 Konzerte mit europäischen Orchestern
• Album-Aufnahme und -Veröffentlichung mit dem Danish Philharmonic Orchestra bei PENTATONE
• Mentoring mit Daniel Müller-Scott und Trudy Wright
• dreijährige Zusammenarbeit mit Nordic Artists Management
• Option Larsen Performing Artist
Zudem werden ein zweiter Preis in Höhe von 8.000 Euro und ein dritter Preis in Höhe von 5.000 Euro Preisgeld, sowie Sonderpreise für herausragende künstlerische Leistungen und Interpretationen vergeben.
Für weiterführende Informationen:
Danish International Cello Competition (DICC)
https://www.instagram.com/danishcellocompetition
Danish Philharmonic Orchestra
Nordic Artists Management
Larsen Performing Artists Cello
Pentatone
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Heinz Sichrovsky in „NEWS“: : Bildungsbarbaren – Offenbach zum Abgewöhnen
Als sich im Herbst 2024 die pinke Regierungsbeteiligung abzeichnete, war ich erleichtert: Die Mehrheitsbeschaffung schien mir bei den Neos eine Spur besser aufgehoben als bei den Grünen. Heute könnte sich mit einer nicht unrealistischen Stimmenverschiebung ein hauchzartes schwarz-rot-grünes Bündnis gegen Kickl ausgehen. Die Neos hingegen stabilisieren sich im demoskopischen Nichts. Das freut mich. Ich habe im Herbst 2024 nämlich zwei Vorbehalte angebracht: Das Außenamt dürfe man den pinken Nato-Euphorikern nicht ausliefern. Und die Bildung sei von Wiederkehr fernzuhalten, der diesbezüglich in Wien eine Katastrophe hinterlassen habe.
Jetzt können wir nur hoffen, dass die Außenministerin dauerhaft in New York unabkömmlich ist. Und die Bildungspolitik erfordert Fundamentalopposition, die sich schon gegen Wiederkehrs Latein-Strategie bewährt hat. Die Situation verschärft sich nämlich: Wie zwei unterschiedlich designte Bots desselben Auftraggebers führen Wiederkehr und sein rotes Pendant Holzleitner ihre Zerstörungkampagne. Die Wissenschaftsministerin hatte dem Bildungsminister schon Zustimmung in Sachen Latein signalisiert und befürwortet wie er die Eselsbank als Fundament sechsjähriger Volksschulhaft. Zum Dank faseln die Neos angesichts der Budgetkürzung etwas von Universitätenzusammenlegen und Orchideenausreißen. Das ist neoliberales Ausbildungsziel: funktionierende Analphabeten statt Gebildeter, die sich im grenzenlosen Fundus des Wissens gegen den Schwachsinn der Zeit bewaffnen.
Auszug aus „News“/ Heinz Sichrovsky
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Stuttgarter Ballett: „DORNRÖSCHEN“ 10.6.2026 – mit einem strahlend souveränen Hauptpaar

In Bestform vereint: Elisa Badenes (Aurora) und Adhonay Soares (Prinz Desiré) © Roman Novitzky / Stuttgarter Ballett
Bei den letzten Wiederaufnahmen rangierten sie noch als erste Besetzung. Diesmal sind Elisa Badenes und Adhonay Soares aus dispositionellen Gründen an den Schluß der Aufführungsserie gerückt. Mit der Wertung hat dies keineswegs zu tun. Im Gegenteil: was die beiden in dieser letzten Vorstellung gezeigt haben, weist sie erste, ja vorbildliche Meister ihrer Rollen aus. Die Spanierin hat gut zehn Jahre nach ihrem Rollendebut eine solch starke Souveränität erreicht, dank der sie die Partie in allen ihren Spitzen-Herausforderungen wie selbstverständlich beherrscht und mit feinem Gespür für Phrasierungen ausfüllt und so auch ihre Körpersprache ganz in den Dienst der jungen und dann reifenden Aurora zu stellen vermag. Nur ein Beispiel: im Rosen-Adagio balanciert sie ihre lange Position auf einem Bein mit den von allen vier Prinzen der Reihe nach geführten Drehungen so locker, dass sie mit diesen gelöst und aufmunternd per Blickkontakt kommunizieren kann.
In ebenso guter Form präsentierte sich ihr erweckender Prinz, dessen spezielle technische Fähigkeiten an diesem Abend in aller Großzügigkeit zur Geltung kamen und ihn in diesem Glücksgefühl nach nachdenklichen Momenten zu einem strahlenden Prinzen machten. Geschmeidig im Springen, federnd leicht und gleichmäßig im Drehen, deutlich gewachsen im Geschick am Partnern und bestechend musikalisch dynamisch im Verlangsamen und Wiederanziehen von Tempi – da stimmte alles! Eine Sternstunde des brasilianischen Ersten Solisten!
Jason Reilly, der in Kürze für sein umfassendes erfolgreiches Wirken in John Crankos Choreographien mit dem nach diesem benannten Preis ausgezeichnet wird, wiederholte seine vor allem charakterlich schillernde androgyne Studie als Inkarnation des ewig existenten Bösen in Gestalt der bitter gedemütigten Fee Carabosse.
Die nach ihrem Aurora-Debut im Mai übereilig zur Ersten Solistin beförderte Abigail Willson-Heisel lenkte die Geschicke als wieder mild lächelnd gebietende und in klassischer Form versierte Fliederfee.

Funkelnd virtuoses Blaues Vogel-Paar: Riccardo Ferlito und Irene Yang © Roman Novitzky / Stuttgarter Ballett
Wie so oft in letzten Vorstellungen drehen Künstler da noch zu besonders großer Form auf. Das gilt hier für Riccardo Ferlito und Irene Yang als Blaues Vogel-Paar. In ihrem vierteiligen Pas de deux läuft jetzt das Rädchen durch alle solistischen und als Paar geforderten Verzierungs-Akzente der Choreographie ohne Ecken und Kanten, die beiden Nachwuchstänzer brachten diese sehr anspruchsvolle Einlage bei der Märchenhochzeit in ihren türkisblau glänzenden Gewändern richtig zum Funkeln.
Von den stets ein gewisses Aufsehen erregenden vier prinzlichen Bewerber aus den verschiedenen Himmelsrichtungen tat sich Adrian Oldenburger als Gesandter des Ostens mit raumgreifend hohen Sprüngen und selbstbewußter Mimik wieder besonders hervor. Der Halbsolist hätte sich spätestens jetzt einen Aufstieg zum Solisten und außer der alternativ mit Bravour verkörperten Carabosse weitere Hauptrollen (z.B. Petrucchio, Basilio) verdient.
Alles in allem ist die Compagnie nun gut gerüstet und in mehrfachen Besetzungen aufgestellt für die nächsten Aufführungen beim Gastspiel im Oktober in Australien.
Nach dieser vorläufigen Derniere zuhause, von Wolfgang Heinz am Pult des Staatsorchesters Stuttgart herzhaft und mit gelegentlichen Tempo-Differenzen mit den Tänzern geleitet, wurde sogar die Choreographin Marcia Haydée wieder auf die Bühne geholt und in den Jubel für die Tänzer einbezogen.
Udo Klebes