DIE SAMSTAG-PRESSE  (18. JULI 2026)

DIE SAMSTAG-PRESSE  (18. JULI 2026)  klassik-begeistert, 18. Juli 2026

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE  (18. JULI 2026)

Bayreuther Festspielhaus, Foto: Andreas Schmidt (c)

Bayreuth
Schmalspur-Jubiläum: Die Bayreuther Festspiele werden 150 Jahre alt
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Richard Wagner, der Begründer dieses im besten Sinne des Wortes größenwahnsinnigen Unternehmens, hätte sich im August 1876 wohl kaum vorstellen können, dass seine Festspiele einmal dieses Alter erreichen würden. Finanziell war die erste Spielzeit ein Desaster, Wagner war wieder einmal völlig überschuldet. Und wieder einmal sprang König Ludwig II. von Bayern als Retter ein. Dennoch sollte es bis ins Jahr 1882 dauern,
DieRheinpfalz-de

Wien
Das Schuberthaus in der Nussdorfer Straße wird renoviert – und öffnet seinen Garten
Zum Schubert-Jahr 2028 wird dessen Geburtshaus neu gestaltet. Auch der Garten des Pawlatschenhauses wird für Besucher und Nachbarn zugänglich gemacht.
DiePresse.com.schuberthaus

St. Margarethen
Volles Rohr Dramatik bei „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen
Die Opernfestspiele St. Margarethen setzen heuer mit „Tosca“, kulinarisch inszeniert, auf die sichere Bank. Die Premierenbesetzung kann sich hören lassen
DerStandard.at.story,margarethen

Diese barocke „Tosca“ beeindruckt (Bezahlartikel)
St. Margarethen zeigt Puccinis römischen Opernkrimi „Tosca“ in Thaddeus Strassbergers eindrucksvoller Regie, in der sich Joyce El-Khoura als Tosca stimmgewaltig entfalten kann.
https://www.diepresse.com/37413192/st-margarethen-diese-barocke-tosca-beeindruckt

Liebe in Zeiten des Krieges
Die Neuinszenierung von Puccinis „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen bringt den historischen Hintergrund massiv in die Privathandlung und weitet das Geschehen ins Metaphysische.
Concerti.de.opera

Opulentes Gesamtkunstwerk
Eine himmlische „Tosca“ setzt neue Maßstäbe. Multitalent Thaddeus Strassberger (Regie und Bühnenbild) gelingt mit seiner „Tosca“ ein Abend zum Staunen. Echter Kalksandstein trifft auf Bühnen-Marmor: Ein gigantisches Kirchenportal thront mitten im Steinbruch, seitlich mehrere Kapellen und Nebenaltäre. Drumherum zerschlagene Tafeln, kopflose Engelsstatuen, zerbrochene Inschriften, ein Haufen an Stühlen – die Napoleonischen Kriege haben ihre Spuren hinterlassen. Gemälde, Wände, Inschriften sind unglaublich detailverliebt, nahezu naturalistisch – häufig Anspielungen an den realen Schauplatz.
https://www.orpheus-magazin.de/2026/07/16/st-margarethen-tosca/

Mörbisch
Mörbisch-Premiere: Alle Augen auf Alfons Haider (Bezahlartikel)
In Mörbisch hat „Ein Käfig voller Narren“ in einer charmanten Inszenierung Premiere gefeiert. In der Hauptrolle: Intendant Alfons Haider selbst. Kann so eine Besetzung gut gehen? Seit Alfons Haider in Mörbisch das Ruder übernommen hat, wurde spekuliert: Wann wird er selbst auf der Bühne stehen? Mit „Ein Käfig voller Narren“ 2026 sah Haider die Gelegenheit offenbar gekommen. Regisseur Andreas Gergen soll keine Einwände gehabt haben. Und so kam es am Donnerstag zur Premiere mit dem Intendanten in der Hauptrolle auf der Bühne. Mutig, schließlich will nun jeder wissen: „Wie war der Haider?“ Und mutig, weil es auch eine Menge Arbeit ist, die seinem eigentlichen Job als Intendant ins Gehege kommt. Wie ist das Experiment ausgegangen?
DiePresse.com.alfons.haider

Mörbisch ganz im Rausch des Glamours
„La Cage aux Folles“ bei den Seefestspielen Mörbisch: ein glitzernder Augenschmaus mit vielen, vielen Stufen, Tänzern und einem glänzenden Alfons Haider als alternde Diva Zaza. In Mörbisch regiert in diesem Sommer der Fummel: „La Cage aux Folles“, Jerry Hermans berühmter Musical-Klassiker, hat die riesige Seebühne erobert, auf der Szenenbildner Walter Vogelweider einen goldenen Käfig als zentralen Hingucker platziert hat. Umspült wird dieser von einem regelrechten Stiegentsunami. Insgesamt 1002 Meter Stufenmeter so weit das Auge reicht. Das hat seine Tücken: Das Konzept geht auf, wenn die tanzende Cagelles-Truppe in Vollbesetzung die Bühne entert, und Beine und Boas von links bis rechts durch die Luft wirbeln, dass es nur so schrillt. In den Kammerspiel-artigen Szenen jedoch, die einen Großteil der Komödie rund um Nachtclubbesitzer Georges und seinen Mann Albin ausmachen, bleiben die Bühnen-Flanken oft unbeholfen leer.
https://www.krone.at/4222477

„Käfig voller Narren“ in Mörbisch: Eine Revue, reich an Witz und Gags (Bezahlartikel)
Stehende Ovationen für „Ein Käfig voller Narren“.
Kurier.at.seefestspiele

Salzburger Festspiele
„Man ist oft Troubleshooter“
Karin Bergmann ist seit April Interims-Intendantin der Salzburger Festspiele. Sie hat den Posten von Markus Hinterhäuser übernommen, der nach Streit mit dem Aufsichtsgremium gehen musste. Im Interview äußert sich Bergmann zum überraschenden Führungswechsel und den Gerüchten, sie selbst hätte zum Eklat um ihren Vorgänger beigetragen.
BR-Klassik.de.intendantin

Höhepunkte der Salzburger Festspiele zum Mitreden
Asmik Grigorian als Carmen, Markus Hinterhäusers viel spekulierte Rückkehr und eine ausverkaufte Elfriede Jelinek. Eine persönliche Vorschau auf die Salzburger Festspiele, die Premieren und Glanzpunkte. Alle Jahre wieder scheinen die Höhepunkte der Salzburger Festspiele schon festzustehen, bevor der erste Vorhang aufgeht. Sie strahlen von den Plakaten in der Altstadt, aus den Besetzungslisten und den Schlagzeilen. Die eigentlichen Entdeckungen verstecken sich oft ein paar Seiten weiter hinten im Programmheft. Ein Überblick über die Höhepunkte: An „Carmen“ führt heuer kaum ein Weg vorbei. Asmik Grigorian gibt ihr Debüt als Carmen, Strahlemann Jonathan Tetelman singt Don José – ein Traumpaar mit dem Potenzial, jenes Feuer zu entfachen, das Anna Netrebko und Rolando Villazón 2005 mit ihrer legendären „Traviata“ entzündeten. Auch über „Ariadne auf Naxos“ wird gesprochen. Nicht zuletzt wegen Elīna Garančas bemerkenswert ehrlicher Absage. Sie habe keinen Zugang zur Rolle gefunden, erklärte sie. Ein Satz, den man von Opernstars selten hört. Mit Christina Nilsson übernimmt eine erfahrene Ariadne, die gleichzeitig ihr Salzburg-Debüt feiert.
https://www.krone.at/4221819

Die besten der Jungen weltweit
14 junge Sängerinnen und Sänger aus 14 Ländern wurden heuer aus tausend Bewerbern für das Young Singers Project ausgewählt. – Morgen Samstag (18.7.), am ersten Tag des Fests zur Festspieleröffnung, stellen sich die Young Singers um 20 Uhr in einem Konzert im Großen Saal den Mozarteums vor.
DrehpunktKultur.at.festspieleroeffnung

Salzburg
Wie „sexualisiert“ ist der Jedermann?

Philipp Hochmair zeige auf dem Domplatz „alles“, war zu lesen. Wie erregend ist das?
https://www.diepresse.com/37977678/wie-sexualisiert-ist-der-jedermann

Bregenz
80. Bregenzer Festspiele im ORF: Programmschwerpunkt zum Festivaljubiläum
Mit Eröffnung, Opern, Dokus, Magazinen u. v. m. ab 18. Juli in Ö1, ORF 2, ORF III, 3sat, ORF Vorarlberg und auf ORF ON. Feierstimmung am Bodensee: Ab 22. Juli 2026 begehen die Bregenzer Festspiele ihr 80-jähriges Bestehen und präsentieren bis 23. August ein außerordentliches Kulturfeuerwerk, das sich sehen und hören lassen kann. Der ORF als Hauptmedienpartner widmet dem Jubiläum einen umfangreichen trimedialen Programmschwerpunkt in ORF 2, ORF III, 3sat, Ö1, in Sendungen des ORF Vorarlberg sowie auf ORF ON mit zahlreichen Festspielhöhepunkten. Vom feierlichen Eröffnungsfestakt mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und den Wiener Symphonikern, über die neue Seebühnenproduktion „La traviata“, die überhaupt erstmals auf dem Spielplan des Festivals steht, die neue Hausoper – Leoš Janáčeks selten gespielte Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ –, bis zu zahlreichen Konzerten, begleitenden Magazinen und Dokus sowie aktueller Berichterstattung, u. a. in den „ZIB“-Ausgaben, in den Ö1-„Journalen“, in „Vorarlberg heute“ und Radio Vorarlberg, sowie im ORF.at-Netzwerk – u. a. ORF ON und ORF Sound.
https://tv.orf.at/stories/bregenzer_festspiele150.html

München
Oper „Alcina“ in München: Weniger Schultheater wäre schön gewesen (Bezahlartikel)
Zwischen „toxischem Kreislauf“ und Putzkolonne: Johanna Wehners „Alcina“ verfehlt an der Bayerischen Staatsoper ihre eigenen Ansprüche. Aber musiziert wird auf hohem Niveau.
FrankfurterAllgemeine.net.muenchen

Heidenheim
Sängerkrieg und Machtkämpfe
Die Opernfestspiele Heidenheim, kurz OH!, bringen „Macbeth“ von Giuseppe Verdi auf die Bühne. Die Inszenierung von Andreas Baesler überzeugt mit gutem Ensemble und herausragendem Chor. Nach den ersten Klängen der Ouvertüre hebt sich der Vorhang. Auf der Bühne steht ein einsamer Mann in rotem, mit weißem Hermelin besetztem Mantel und erhobenem Schwert vor einem rötlich-orangenen Prospekt. An den Seiten stehen Männer in schwarzen Overalls und weißen Neutralmasken vor den Gesichtern. Über der Bühne erscheint die Inschrift: „Ende der Vorstellung“. Schon stürmt ein Putzkommando und ein Pulk schwarzgekleideter Bühnentechniker die Szene. Der Zug mit dem Prospekt wird herabgelassen. Die Leinwand aufgerollt. Während sie noch herumwerkeln, verwandeln sich Putzfrauen und Bühnentechniker:innen zum Chor der Hexen.
DieDeutscheBuehne.de

Karlsruhe
Erschütternde Tragik: Verdis Rigoletto am Badischen Staatstheater Karlsruhe
Verdis Rigoletto lässt einen immer verstört zurück. Dass der Herzog, ein notorischer Frauenschänder, hier ungeschoren davonkommt, während sein Opfer, die aufrichtig liebende Gilda, untergeht, kann einen schon aus dem moralischen Gleichgewicht bringen. Eine Oper ohne Katharsis, deren erschütternder Tragik man sich auch in dieser Karlsruher Neuinszenierung nicht entziehen kann.
bachtrack,com.de

Interview
Maestro John Axelrod spricht über Wein, Parmigiana di melanzane und Gustav Mahlers Opern
Marc Cohn ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter, weltbekannt durch seinen Grammy-prämierten Hit „Walking in Memphis“. Wer hat ihn entdeckt? Der Dirigent John Axelrod, Schüler des große Leonard Bernstein – seinerzeit noch Talentscout bei Atlantic Records. Maestro Axelrod war auch Weinhändler, Weinliebhaber ist er immer noch. Außerdem Komponist, Philanthrop und Autor. Ich würde sagen: Ein Universalgelehrter, der weiß, was gut ist. Also haben wir über die guten Dinge des Lebens gesprochen.
Jörn Schmidt im Gespräch mit John Axelrod
Klassik-begeistert,de, 

Nach unserem Gespräch öffnete Maestro John Axelrod eine Flasche Dradara Black Maiden Fanteasca Neagra …
Der Dirigent John Axelrod ist ein Universalgelehrter – u.a. ist er auch Weinkenner, Komponist, Philanthrop und Autor. Ich wollte wissen, wie er Entscheidungen trifft, was sein Lieblingswein ist und wie er über Kollegen denkt. Außerdem verrät Maestro Axelrod, was ihm Leonard Bernstein und Christoph Eschenbach mit auf den Weg gegeben haben. Tournedos Rossini waren auch ein Thema.
Jörn Schmidt im Gespräch mit John Axelrod
Klassik-begeistert.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
Tsar power
Zany gags keep Zar und Zimmermann zipping along at the Deutsche Oper Berlin.
https://parterre.com/2026/07/16/tsar-power/

Cremona
Monteverdi Festival Cremona 2026 Review: L’incoronazione di Poppea
Benedetta Torre & Maayan Licht Star in Monteverdi’s Last Surviving Opera
operawire.com-monteverdi.festival

London
Q & A: Riccardo Frizza on ‘I Puritani,’ his Royal Opera House Debut, Bellini & ‘Aida’
operawire,com.puritani

The 33 Proms you must see in 2026 (trust me, I’ve reviewed hundreds) (Subscription required)
From Mahler symphonies and Elizabethan lute songs to Disney and prog rock, this year’s season is brilliant and has something for everyone
https://www.telegraph.co.uk/music/classical-music/must-see-proms-2026/

Buxton
Amadigi di Gaula review – inflatables and appoggiaturas as Handel takes a trip to Love Island
Olivia Fuchs’ delirious spin on the baroque opera comes with TV trickery, more hearts than a cardiologist convention and absolutely gorgeous singing
TheGuardian.com.music.buxton Opera

La Liberazione di Ruggiero dall’Isola di Alcina review – 17th-century rarity is fun when it forgets to be earnest
TheGuardian.com.music

New York
Review: Teatro Nuovo Does It Again with Smashing TURCO IN ITALIA
Crutchfield’s Bel Canto Specialists Bring Loads of Fun to NJ Before Treating Deprived NYers to Rossini’s Comedy
broadwayworld.com.bwww.opera

Pianist Yang dazzles with virtuosity, intelligence and color
The Mannes International Piano Festival, a summer offering of the Mannes School of Music at The New School, brings together seminars, coaching, a competition, and a concert series presenting rising stars of the keyboard.
NewYork.classical.com

Chicago
Conductor debuts in mixed program with Grant Park Orchestra
chicagoclassical-review

Boston
The Boston Symphony: The Story so far
https://slippedisc.com/2026/07/boston-symphony-the-story-so-far/

Musical

Linz/ Musiktheater
Flirty Pretty Woman Musical
Mit über elf Millionen Kinozuschauer  im deutschsprachigen Raum erlangte Pretty Woman Kultstatus und machte Julia Roberts und Richard Gere zu Weltstars. Auch der gleichnamige Titel-Song von Roy Orbison wurde zu einem Grammy-prämierten Nr. 1-Hit mit Ohrwurm-Garantie. Nun gastiert die turbulente Liebesgeschichte um das ungleiche Paar Vivian und Edward erstmals im Musiktheater. Diese Woche hat Pretty Woman – Das Musical am Linzer Musiktheater Premiere gefeiert. Für die Vorstellungen am Wochenende, auch um 14.30 Uhr, sind noch wenige Resttickets erhältlich. Echte Fans kommen in Overknee-Stiefeln wie Julia Roberts.
Flirty Pretty Woman Musical – oe24.at

Sprechtheater

Salzburg
Genital statt genial: Hochmair zieht heuer als Jedermann komplett blank
Sogar sein Unterhoserl legt Philipp Hochmair im dritten Jahr seiner Festspielzeit ab. Der Mime steht in seiner Rolle am Ende des Stückes komplett nackt vor dem jüngsten Gericht. Die besten Fotos aus der Probe hat die „Krone“ in einer Fotogalerie im Artikel zusammengestellt.
https://www.krone.at/4222971

Politik

London im Umbruch: Burnham als Chef der Labour Party bestätigt
Andy Burnham ist zum neuen Vorsitzenden der britischen Regierungspartei Labour ernannt worden und wird damit auch Premierminister. Der 56-jährige bisherige Bürgermeister von Manchester wurde am Freitag auf einem Sonderparteitag zum Nachfolger von Keir Starmer gewählt und soll am Montag das Amt des Premierministers übernehmen.
https://www.krone.at/4222586

Sport

Zum Kopfschütteln: Absurd! Ein Ticket fürs WM-Finale um 50.000 Dollar
Mit dem Finale am Sonntag wird auch die gigantische Inszenierungsshow rund um die WM in Amerika ihren absoluten Höhepunkt erreichen. Und auch der Schwarzmarkt erlebt seinen absurdesten Tag. Tickets werden um Summen von bis zu 50.000 Dollar gehandelt!
https://www.krone.at/4221179

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Unter’m Strich

Wien
Heftige Gewitterzelle: „Wasserbombe“ trifft Wien – Leck in der Albertina
Endlich war er da, der schon so sehr erhoffte Regen, doch so heftig hätte er dann auch nicht zuschlagen müssen. Vor allem Wien wurde von dem heftigen Unwetter am Freitag mit voller Wucht erwischt. Innerhalb kurzer Zeit gingen stellenweise enorme Regenmengen nieder – und die Folgen waren auch in einem der bedeutendsten Museen des Landes zu spüren. In der Albertina kam es durch den Starkregen zu einem Wassereintritt.
https://www.krone.at/4223185

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. JULI 2026)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. JULI 2026 Quelle: onlinemerker.com

LINZ/ Klassik am Dom: Jazzig – spanisch – klassisch – so vielfältig klang es unter den Domtürmen

Von Erwin Schrott lieben alle alles in „Klassik am Dom“ – ein beglückendes Wiedersehen

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Die eingespielte Linzer Konzertreihe „Klassik am Dom“ versteht sich längst nicht mehr als eine rein klassische sommerliche Musikreihe. Der Begriff ist nicht eng gefasst, überhaupt wenn multiberühmte Künstler von den Veranstaltern engagiert werden. Freilich ist es nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Einen Erwin Schrott findet man nicht jeden Tag auf der internationalen Konzertplatte. Der 53jährige Bassbariton schenkte am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, der Stadt Linz bereits zum dritten Male einen künstlerisch unbeschreiblich beschwingten Abend seiner Gesangskunst auf mehrerer Ebenen. Wer davon wusste, versäumte das Wiedersehen nach seinem Gastspiel 2024 und 2017 auf keinen Fall. Wenngleich einige Sitzplätze auf dem riesigen Publikumsareal unter den Domtürmen unbesetzt geblieben sind. Für diesmal brachte er nicht nur seine eigene Band mit, übrigens von absolut hochkarätiger Qualität, sondern auch ein brandneues Programm mit dem Titel „Havana Nocturna“ extra für Linz selbst komponiert und abwechslungsreich zusammengestellt. Man tat sich schwer mit dem Beginn der Vortragsfolge, genauso schwer auch mit dem Abschied, der zugabenverdächtig mit der Überreichung eines Blumenstraußes etwa um 22.30 Uhr endete. Groß war die Vielfalt der dargebrachten Musik aus der goldenen Ära Montevideos, die Schrott mit ehrwürdiger Geste seiner Heimat inbrünstig, mit körperlicher wie geistiger Hingabe widmete, denn seine Liebe zu den Menschen und Klängen reicht über seine eigentliche Abstammung hinaus. Daher der weltumspannende Horizont seines eigenen Lebens. Die Familie von Schrotts Vater hat österreichisch-deutsche Wurzeln, die Familie seiner Mutter stammt aus Spanien. Er selbst wuchs als Arbeiterkind in Montevideo auf, der Hauptstadt Uruguays. An diesem Abend entschied er sich nicht nur in der Musik, sondern auch in seinen Erzählungen über die Werke für die für viele zu wenig beherrschte spanische Sprache. Aber alles Fehlende ersetzte die kubanische Musik aus der Goldenen Ära mit Werken von den 1930er bis 1950er Jahren. Und für alles entschädigte die perfekt ausgebildete Opernstimme des sympathischen Weltstars. Welcher Sänger kennt und kann schon Jazz und Klassik ebenbürtig gestalten? Schrott lebte in der Welt der Havanas auf und ließ das Land erleben. Ein Land, an dem nachts Theater und Tanzsäle von Klängen erfüllt sind, voll von Big Bands, wo der Bolero seine eigene Stimme hat und sich auf natürliche Art Afroweisen mit Jazzschwüngen verbinden. Das ließ das disziplinierte Publikum immer wieder vom Sitz aufspringen und unter standing ovations mitschwingen.

Auch die humorvollen spanischen Einwürfe des Weltstars, ahnte man sie auch nur, fanden viel Gefallen. Der betörende Klang seiner Stimme, seine omnipotente Bühnenpräsenz, alle Geheimnisse gestalterischer Ausdrucksmittel, insgesamt alle diese Fähigkeiten sind das Faszinosum Erwin Schrott. Er begleitete uns bis nach Hause. Vielleicht hat so mancher als eine Geste an die Opernliebhaber auf eine Arie zum Abschluss gewartet, so wie ich… In Linz war und ist er gerne zu Gast. Wir freuen uns auf das nächste Mal mit ihm.

Georgina Szeless

Kulturjournalistin

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Marianne Kopatz Kulturhaus, in Bad Aussee! Das „Lohengrin-Projekt

Sehr geehrtes Publikum der Bluatschwitzblackbox!

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Am 25.07. ist es so weit und wir zeigen unser letztes Stück hier im Marianne Kopatz Kulturhaus, in Bad Aussee! 
Warum haben wir uns für die Geschichte des LOHENGRIN entschieden und es in ein Stück DAS LOHENGRIN PROJEKT adaptiert, in ein Stück über das Theater im Theater? Im Lohengrin geht es um Glauben und Wissen in unserer Inszenierung geht es um die Massensuggestion, die Elsa auslöst… und unter dieser Massensuggestion leidet unsere Welt! Vielleicht gibt es ein kollektives Erwachen? Wir müssen uns auf uns selbst verlassen! Lasst uns gemeinsam das Geheimnis der Kunst ergründen.
Wir freuen uns mit unserem Publikum diese letzte Veranstaltungsreihe zu feiern!
Mit herzlichen Grüßen,
Ines Kratzmueller und Jürgen Kaizik
für das Bluatschwitzblackbox-Team

Fassung und Regie: Jürgen Kaizik
Musik: Peter Kaizar
Elsa/Ortrud: Ines Kratzmueller
Friedrich/Ortrud: Mathias Kahler-Polagnoli
Lohengrin on Screen: Georg Braune
König: Jürgen Kaizik

PREMIERE am 25.7.
weitere Vorstellungen am 1.8., 8.8., 15.8.
Beginn: 19 Uhr im Marianne Kopatz Kulturhaus, Schießstattstr. 156, 8990 Bad Aussee

Ticket-Reservierungen unter: +43 699 170 898 66 oder

Alle Veranstaltungen finden im MARIANNE KOPATZ KULTURHAUS, Schießstattstraße 156, Eselsbach, Bad Aussee statt.
(Parkplätze für Gäste der BBB befinden sich vor dem Fussballtrainingsplatz – bitte nur diese zu verwenden!)

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ST.PÖLTEN / SommerTheaterPark. 12.07.2926: „RAINER & FRIENDS“. – Ballettgala mit internationalen Gästen und jungen Talenten

Im Rahmen von „SommerTheaterPark“ gab es als besonderes Highlight eine Neuauflage der Ballettgala „Rainer & Friends“: wie bereits im Vorjahr brachte Rainer Krenstetter, Wiener Tänzer mit internationaler Ballettkarriere – er war u.a. Erster Solotänzer beim Staatsballett Berlin und im Miami City Ballet – seine Veranstaltung nach St.Pölten. Machte im Vorjahr das wechselhafte Wetter mit Wolkenbruch und Gewitter die Verlegung der Vorstellung ins neben der Freiluftbühne gelegene Kulturhaus Wagram nötig, so schickte diesmal der Wettergott einen lauen Sommerabend, sodass trotz wolkenverhangenem Himmel der Ballettabend wie geplant als Open Air-Event stattfinden konnte.

Schon während seiner aktiven Zeit als Tänzer hat sich Rainer Krenstetter stark in der Förderung von Ballettnachwuchs engagiert, indem er seine Erfahrung gern an den Ballettnachwuchs weitergibt und an vielen Orten weltweit unterrichtet. Seit mittlerweile 13 Jahren arbeitet er mit Michael Fichtenbaum und dem Europaballett St.Pölten zusammen. Rainer Krenstetter gibt hier gern im Sommer bei den dortigen Ballettworkshops als einer der Pädagogen Training; auch heuer war er wieder beim „Dance Flash“ Teil des Teams. Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Sommerworkshops durften dann auch bei der Gala ihr Können zeigen.

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Die jungen Tanztalente vom Dance Flash-Workshop im peppigen Jazztanz (© Europaballett / W. Mayer)

Nach der Begrüßung durch Anastasia Irmiyaeva, der künstlerischen Leiterin von „SommerTheaterPark“, startete der Abend mit einer Choreografie von Rainer Krenstetter als Opening passend für alle unterschiedlichen Altersgruppen der Mitwirkenden im Dance Flash zu Marschmusik, u.a. von John Philip Sousa, am Klavier begleitet von Noriko Kawase Schmidt. Die jungen Talente tanzten dann noch eine flotte Tarantella (Choreografie: Kristina Krylova). Als Beispiele für unterschiedliche Tanzstile gab es die zeitgenössische Kreation „It Must Have Been Love“ von Florient Cador zum bekannten Song von Alex Goot und Andie Case sowie das dynamisch getanzte Jazz-Stück „What is Jazz“ von Artur Kolmakov (Musik: Club de Belugas) für die jungen Teilnehmenden vom Dance Flash-Workshop.

In seinen kurzen Ansprachen hat Rainer Krenstetter erläutert, warum er für diesen Anlass von „Rainer & Friends“ für sich drei ganz besondere Piecen ausgewählt hat: er tanzte das von Renato Zanella für ihn kreierte Solo „Barocco“ zu Musik von Georg Friedrich Händel. Vor 15 Jahren in St.Pölten uraufgeführt, hat Rainer Krenstetter das Stück seinem Vater, dem ehemaligen Staatsopernballetttänzer Gottfried Krenstetter gewidmet, der damals trotz seiner schweren Erkrankung noch in der Vorstellung sein konnte – entsprechend emotional war für Rainer Krenstetter dieser Auftritt jetzt erneut. Durch sein Engagement im Miami City Ballet, in dem vor allem Werke von George Balanchine im Repertoire sind und wo dieser besondere Stil des neoklassischen Balletts große Tradition hat, war es Rainer Krenstetter ein großes Anliegen, bei dieser Gala nun einen Ausschnitt aus der Choreografie zu tanzen, mit der er sich vor vier Jahren in Miami von seinem dortigen Publikum verabschiedet hat, um nun als Pädagoge, Trainingsleiter und Tänzer überall tätig sein zu können. Mit Emily Bromberg, die damals im Miami City Ballet seine Partnerin war, tanzte er stilvoll den Pas de deux aus „Diamonds“ aus „Jewels“von George Balanchine © The Balanchine Trust. Eine persönliche Premiere gab es für ihn mit dem letzten Beitrag im Programm: „Le Parc“ von Angelin Preljocaj kannte er aus seiner Zeit im Berliner Staatsballett, hat es dort aber nie getanzt. Ähnlich wie bei Balanchine-Kreationen muss auch hier die Aufführung genehmigt sein und so kam Claudia De Smet für vier Tage zur Einstudierung vom Pas de deux aus dem zweiten Teil dieses Ballettes zu Musik von Wolfgang Amadeus Mozart: gefühlvoll interpretiert und sensibel getanzt – so begeisterten Emily Bromberg und Rainer Krenstetter durch ihre Bühnenpräsenz das Publikum.

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Emily Bromberg und Rainer Krenstetter im Pas de deux aus „Le Parc“ (© Europaballett / W. Mayer)

Aber auch die internationalen Gäste reüssierten mit ihren Auftritten.

Olga Chelpanová (Slovak National Theatre), Nina Fernandes (Czech National Ballet) und Kleber Rebello (Ballet du Capitole de Toulouse) überzeugten im mit Verve getanzten Pas de trois aus “Paquita“ (Musik: Ludwig Minkus; Choreografie: Joseph Mazilier); drei weitere Variationen aus diesem Ballett wurden von den jungen Talenten Rino Kawanishi, Valeria Tisanova und Maho Ogawa gezeigt.

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Nina Fernandes, Kleber Rebello und Olga Chelpanová im Pas de trois aus „Paquita“ (© Europaballett / W. Mayer)

Während Olga Chelpanová und Kleber Rebello noch mit einem mitreißend dargebotenen Pas de deux aus „Die Flammen von Paris“(Choreografie: Vasily Vainonen; Musik: Boris Asafjew) sehr gefielen, überzeugte Nina Fernandes als fragiles Vogelwesen, das sein Leben aushaucht mit dem bekannten klassischen Solo „Der Sterbende Schwan“ in der Choreografie von Michail Fokine zur Komposition vonCamille Saint-Saëns, feinfühlig am Klavier von Elzbieta Wiedner-Zajac intoniert.

Nina Noč und Kenta Yamamoto – beide vom Slovenian National Ballet – gefielen außerordentlich gut mit dem innig getanzten Duett aus „Dr Zhivago“ in der Choreografie von Jiři Bubenicek zu Musik von Dmitri Schostakowitsch sowie dem harmonisch dargebotenen Adagio aus „Le Corsaire“ (Musik: Léo Delibes, Choreografie: José Carlos Martinez). Zwei Variationen aus diesem beliebten Klassiker tanzten hier Anita Porelli und Jozefina Andela Špicková.

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Nina Noč und Kenta Yamamoto im Duett aus „Dr Zhivago“ (© Europaballett / W. Mayer)

Natürlich durfte auch ein Auftritt vom Europaballett St.Pölten nicht fehlen: die Compagnie der niederösterreichischen Landeshauptstadt reüssierte mit „Adiemus“ von Michael Kropf zur Musik von Karl Jenkins.

Das Publikum war vom Dargebotenem sehr angetan und spendete den jungen Talenten und den arrivierten internationalen Gästen reichlich Beifall – die zweite Gala „Rainer & Friends“ war wieder ein voller Erfolg und man darf sich bereits auf den kommenden Galaabend 2027 freuen.

Ira Werbowsky

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