Die SONNTAG-PRESSE – 5. JULI 2020

Die SONNTAG-PRESSE – 5. JULI 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 5. JULI 2020

Foto: © Claudia Höhne, Franz Welser-Möst, The Cleveland Orchestra

Wien/ Staatsoper
Welser-Möst: Staatsoper hat an Relevanz verloren
Der bekannte Dirigent kritisiert an Dominique Meyer auch, dass dieser „viele junge, hübsche Sängerinnen mit wenig oder keiner Erfahrung engagiert“ habe.
Die Presse

Welser-Möst über Meyer: „Die Wiener Staatsoper hat an Relevanz verloren“
Der ehemalige Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst kritisiert Dominique Meyer, dessen Amtszeit soeben geendet hat, scharf.
Kurier

Venedig
Venedigs Opernhaus öffnet wieder. Es darf gesungen werden im Fenice
Die Corona-Pause ist vorbei: In der berühmten Ope der Lagune läuft das Programm an
Tagesspiegel

Das geplagte Genie: Die Lange Nacht über denDirigenten Carlos Kleiber
http://www.deutschlandfunkkultur.de/04-07-2020-lange-nacht-das-geplagte-genie-die-lange-nacht.media.2306c77d9f5f3eba0a971fba314c70af.pdf
und Nachhören:

Lange Nacht über den Dirigenten Carlos Kleiber: Das geplagte Genie
DeutschlandfunkKultur

Innsbruck
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik: Beethoven bis Volksmusik
In Tirols Hauptstadt kann man im August in versunkene Opernwelten eintauchen. Das Ohr freut sich, das Auge muss Corona-bedingt dann und wann darben
Der Standard

Salzburger Festspiele
„Es wird ein anderer Sommer sein, als wir gewöhnt sind“
Helga Rabl-Stadler betonte, sie habe stets daran geglaubt, dass zumindest eine „Jedermann“-Aufführung zum 100. Geburtstag möglich sein werde.
Wiener Zeitung

Piotr Beczala singt vielleicht bald Otello: «Ich würde mich schwarz schminken»
https://www.tagblatt.ch/kultur/startenor-piotr-beczala-spielt-vielleicht-bald-otello

Das Schlosstheater Drottningholm Barockoper im Spukschloss
Westlich von Stockholm findet sich das am besten erhaltene Barocktheater Europas, das Schlosstheater Drottningholm. Die Bühnentechnik ist noch original. Heute werden im Schlosstheater in den Sommermonaten Opern des 17. und 18. Jahrhunderts aufgeführt.
DeutschlandfunkKultur

Lieses Klassikwelt 42 Spuk im Barocktheater
Ich möchte Sie heute an einen besonders schönen Ort führen, in dem ich im vergangenen Jahr gerade noch rechtzeitig ohne Einschränkungen eine Aufführung erleben konnte: das schwedische Barocktheater Drottningholm.
Ich habe darüber auch gerade eine Sendung gemacht, die am Freitagabend um 22:05 Uhr im Musikfeuilleton von Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt wurde.
Kirsten Liese berichtet aus Berlin
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-42-klassik

Britische Orchester in der Krise: Düstere Aussichten
BR-Klassik

Koblenz
Musikalischer Zauber am Rhein
Mit malerischen Spielstätten unter freiem Himmel besticht das Internationale Musikfestival Koblenz, das vom 4. Juli bis 29. September Corona-konform stattfinden wird.
https://www.concerti.de/festival-portraets/internationales

Barockentdeckung: Musik von Anton Schweitzer
DeutschlandfunkKultur

Lore Krainer: Die perfekte Guglhupf-Bäckerin
Kabarett-Legende und Nestroy-Preisträgerin Lore Krainer ist Freitagfrüh im 90. Lebensjahr in Oberwaltersdorf gestorben. Sie beherrschte den Sprachwitz nach Noten.
Die Presse

„Musik bedeutet Heimat“
Axel Ranisch und Devid Striesow, Regisseure und Schauspieler von Beruf, haben sich als Klassik-Nerds gefunden und reden darüber. „Klassik drastisch“ nennen sie das – es geht um starke Gefühle.
Berliner Zeitung

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Classical home listening: of love and death and snails
The Navarra String Quartet cover all bases, from Schubert to A Bullfighter’s Prayer. Plus, Nicholas Maw and a new opera with a cause
The Guardian

Pittsburgh’s summer classical music lineup is all virtual
https://www.post-gazette.com/ae/music/2020/07/03/Pittsburgh-Symphony

Athen
Anita Rachvelishvili to open Greek National Opera’s summer-long festival
https://agenda.ge/en/news/2020/2103

London
Preview: BBC Proms 2020
https://www.musicomh.com/classical/features-classical/preview

Garsington Opera announces 2021 season
http://www.operatoday.com/content/2020/07/garsington_oper.php

Syracuse
Syracuse Opera suspends 2020 productions; director moves to Red Cross
https://www.syracuse.com/coronavirus/2020/07/syracuse-opera-suspends

CD/DVD
Classical CDs Weekly: Holst, Nielsen, Piatti, Tchaikovsky
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-cds-weekly-holst

Massachusetts chorus disc offers ideal introduction to Arvo Pärt
https://theclassicalreview.com/2020/07/massachusetts-chorus-disc-offers-ideal

Feuilleton
Lifting the Cone of Silence From Black Composers Listen to how artists have explored what it means — and could mean — to be American
https://www.nytimes.com/2020/07/03/arts/music/black-composers-classical-music.html

Ballett/ Tanz

Ballett: Ein Funken Göttlichkeit tanzt immer mit
BR-Klasssik.de

Film/ TV

Wien – Rathausplatz
Filmfestival „so wie nie“ beginnt
https://wien.orf.at/stories/3056302/

Mit Abstand und Logen: Sommerkinos wichtig wie noch nie
Die meisten Freiluftkinos Österreichs spielen auch in diesem von Corona geprägten Sommer. Ein Überblick über das an die Abstandsregeln angepasste Angebot in Wien.
Kurier

John Wayne, eine gestürzte Ikone des weißen Amerika
Mit dem Westernheld wird ein weiteres Denkmal der US-Geschichte demontiert. Das ist Teil der Genesung einer kranken Nation.
Wiener Zeitung

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Unter’m Strich

Ungarn übergibt Schauspiel- und Filmuniversität an Stiftung
Unter Protest hunderter Kulturschaffender.
Wiener Zeitung

Österreich
Wohin mit den Schnupfenkindern?
Die Anweisungen, wie mit Kindern in Schulen und Kindergärten im Corona-Verdachtsfall umgegangen werden soll, haben mehr zur Verunsicherung beigetragen als beruhigt
Der Standard

Taiwan
Fernweh stillen am Flughafen
In Taiwans Songshan Flughafen werden „falsche“ Reisen angeboten. Boarding und einchecken inklusive, doch der Flieger hebt nie ab.
Die Presse

China vs Hongkong: Vor der Diktatur knicken die aufrechten Aktivisten ein
In Berlin wird die Station Mohrenstraße umbenannt. Das ergibt warmen Applaus. Im Umgang mit China sind die Aktivisten hingegen erstaunlich zimperlich
Die Welt.de

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 5. JULI 2020)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 5. JULI 2020)

WAGNER OPEN AIR IN BAYREUTH (23. August)

Bayreuther Sängerfest auf der Seebühne in der Wilhelminenaue
„Auf, nach der Wies – schnell auf die Füss!“


Bayreuth/ Wilhelminenaue

Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Günther Groissböck, von dem Idee und Initiative stammt, ein wenig Festspielatmosphäre auf der Seebühne in der Wilhelminenaue schaffen können: das Wagner Open Air 2020.

Gegeben werden Ausschnitte aus den Opern Die Meisteringer von Nürnberg, Walküre, Lohengrin und anderen.

Mit von der Partie sein werden voraussichtlich:

Annette Dasch
Andreas Schager
Daniel Schmutzhard
Michael Volle
Günther Groissböck
Ensemble aus Musikern der Bayreuther Festspiele, Leitung Hartmut Keil

Der Vorverkauf beginnt in Kürze. Wer sicher gehen will, rechtzeitig vom Start zu erfahren, abonniert am besten unseren Newsletter.

WAGNER OPEN AIR IN BAYREUTH

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Auftakt zu ORF-Jubiläumsschwerpunkt „100 Jahre Salzburger Festspiele“: Mehr als 130 Stunden Programm in TV und Radio

Ab 5. Juli: Archivprojekt „100 Pieces“, „Jedermann“, Opern, Konzerte, Dokumentationen, Gesprächsformate und mehr =

Festspielhaus wird Sonderpostamt - salzburg.ORF.at

Wien (OTS) – Am 22. August 1920 begann mit der ersten „Jedermann“-Aufführung die Salzburger Festspielgeschichte. Zum 100-Jahr-Jubiläum präsentiert das weltberühmte Kulturfestival heuer von 1. bis 30. August eine Corona-bedingt modifizierte und verkürzte Ausgabe. Der ORF, den bereits seit 1925 – damals noch als RAVAG – eine erfolgreiche Medienpartnerschaft mit den Salzburger Festspielen verbindet, begeht den runden Geburtstag mit einem umfassenden Schwerpunkt aus mehr als 130 Stunden Programm in TV und Radio sowie umfangreichem Online-Angebot. Neben ausführlicher Kulturberichterstattung auf allen Kanälen zählen dazu im ORF-Fernsehen – u. a. in Koproduktion mit den Partnern UNITEL, ARTE und Bayerischer Rundfunk – hochkarätige neue und historische Bühnenhighlights, zahlreiche Dokumentationen und Künstlerporträts, anregende Gesprächsformate sowie das transmediale Archivprojekt „100 Pieces – Salzburger Festspielgeschichte“, das am Sonntag, dem 5. Juli 2020, um 10.45 Uhr in ORF 2 den TV-Auftakt bildet und u. a. im Rahmen der „matinee“ am Sonntag sechs Wochen lang nostalgische Blicke auf die vergangenen 100 Festspieljahre wirft.

Im Rahmen einer Pressekonferenz gab ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz heute, am Freitag, dem 3. Juli, gemeinsam mit Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner, Festspielintendant Markus Hinterhäuser sowie den Koproduktionspartnern Jan Mojto, Geschäftsführer UNITEL, und Wolfgang Bergmann, Geschäftsführer ARTE Deutschland und ARTE-Koordinator des ZDF, Einblick in das geplante Jubiläumsprogramm.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Die Geschichte der Salzburger Festspiele ist eng mit jener des Rundfunks in Österreich verbunden. Beide Institutionen dienten der damals noch jungen Republik als Identitätsanker und übernehmen auch heute nach wie vor gesellschaftliche Verantwortung. Dabei eint uns das Ziel, Kunst und Kultur zu vermitteln, zu pflegen und zu bewahren, ein Anliegen, das die Festspiele und der ORF mit ihrer schon 95 Jahre währenden Erfolgspartnerschaft konsequent verfolgen. Es freut mich daher besonders, dass die Jubiläumsfestspiele in diesem, für den Kulturbetrieb äußerst herausfordernden Corona-Jahr stattfinden können und die Kulturflotte des ORF als größte mediale Bühne des Landes diese begleiten und so einem breiten Publikum zugänglich machen kann. Wir gratulieren mit insgesamt mehr als 130 Stunden hochkarätigem Programm in TV und Radio. Mein Dank gilt hier auch unseren Partnern UNITEL, ARTE und Bayerischer Rundfunk.“

Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler: „Wir, die Salzburger Festspiele, und unser Publikum sind eine Begeisterungsgemeinschaft von Menschen aus aller Welt. Ich möchte mich sehr herzlich in unser aller Namen bei Ihnen, unseren Medienpartnern bedanken. Sie fühlen sich ganz offensichtlich auch als Mitglieder dieser Begeisterungsgemeinschaft, erfüllen mehr als die Pflicht des öffentlich-rechtlichen Kulturauftrags. Sie unterstützen uns in unserem großen Wunsch trotz Corona, trotz Zugangs- und Reisebeschränkungen, möglichst viele Menschen in möglichst vielen Ländern an den Festspielen 2020 teilhaben zu lassen“.
ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Ich freue mich, unserem Publikum gemeinsam mit den Salzburger Festspielen ein derart volles außergewöhnliches Programm bieten zu können – Corona zum Trotz. Gleich zu Beginn der Paukenschlag: die Liveübertragung vom Jedermann und vorher um 20.15 Uhr die herausragende Dokumentation ‚Das große Welttheater‘ von Topregisseurin Beate Thalberg. Florian Teichtmeister spielt darin grandios den Diener von Max Reinhardt – und verrät das eine oder andere Geheimnis über ihn und die Gründerzeit der Festspiele. Die Spot-Kampagne – unsere Jubiläumsperlenreihe – ‚100 Pieces‘ bringt ‚100 Jahre Festspiele‘ ins digitale Zeitalter – und wird im Internet die Jüngeren das Flair der Festspiele eindrucksvoll erleben lassen. Diese multimediale Aktion von ORF.at mit dem ORF-Archiv und der ORF-Kultur in Kooperation mit der Landesausstellung Salzburg wirft in kurzen Spots schräge, eindrucksvolle und unerwartete Blicke auf 100 Jahre Festspielgeschichte. Von den ersten Gehversuchen der Festspiele bis zum Theaterskandal ist alles dabei. Ein digitales Mosaik als Fahrtenschreiber der Geschichte. Die 100 Spots sind einzeln auf ORF.at und in der Landesausstellung des Salzburg Museum abzurufen.“

Festspielintendant Markus Hinterhäuser: „In einer Zeit ohne Aufführungen und Live-Erlebnisse ist die Sehnsucht vieler Menschen nach Kultur übergroß geworden. Der ORF und andere Kultursender blieben in dieser schwierigen Zeit der Kultur zugetan und zeigten zu prominenten Sendezeiten Höhepunkte der vergangenen Festspieljahre. Es freut mich, dass ORF, 3sat, ARTE und ARTE Concert im Hauptabendprogramm unsere Neuproduktionen der Opern ‚Elektra‘ und ‚Così fan tutte‘ und mit dem BR auch den ‚Jedermann‘ übertragen werden.“

TV-Highlights: „Jedermann“, „Elektra“, „Così fan tutte“, Philharmoniker-Konzert, Dokus u. v. m.
Erste TV-Höhepunkte sind u. a. der Eröffnungsabend am 1. August in ORF 2 mit der live-zeitversetzten Übertragung der „Jedermann“-Premiere um 21.15 Uhr (3sat: 22. August, 21.45 Uhr), davor die Hochglanzdokumentation „Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele“ (20.15 Uhr; ARTE: 2. August, 16.00 Uhr) sowie eine Jubiläumsausgabe des vom ORF Landesstudio Salzburg produzierten Magazins „JedermannJedefrau“ (18.05 Uhr). Weiters: die einzigen, heuer in Salzburg gespielten Opernproduktionen „Elektra“ (1. August, 19.30 Uhr Premiere live-zv. in Ö1; 10. August, 22.30 Uhr, ORF 2; 15. August, 20.15 Uhr, 3sat;) und „Così fan tutte“ (7. August, 20.15 Uhr, ORF 2; 2. August, 17.00 Uhr, Premiere in ARTE; 15. August, 19.30 Uhr, Ö1; 30. August, 21.30 Uhr ORF III), außerdem ein „Konzert der Wiener Philharmoniker“ (15. August, 11.35 Uhr, ORF 2; ARTE: 30. August, Uhrzeit noch offen). Vor Festivalstart überträgt ORF III am 24. Juli, live um 11.00 Uhr, eine Matinée der Salzburger Festspiele gemeinsam mit dem Forum Verfassung unter dem Titel „Verfassung der Kultur – Kultur der Verfassung“.

Ö1-Schwerpunkt mit „Festspieltag“ und „Langer Nacht“, Jubiläums-CD u. v. m.
Das Kulturradio Ö1 würdigt das glanzvolle Jubiläum ab 11. Juli mit aktuellen wie legendären musikalischen Highlights, Gesprächsformaten, Wortsendungen u.v.m. Insgesamt zwei Opern – „Elektra“ und „Così fan tutte“ – sowie zwölf Konzerte, darunter live ein Beethoven-„Konzert der Wiener Philharmoniker mit Riccardo Muti“ am 15. August (11.03 Uhr), stehen im August und September auf dem Programm. Bereits im Juli spielt Ö1 34 Sendungen im Zeichen der Jubiläumsfestspiele. So präsentiert der „Ö1-Festspieltag“ am 18. Juli, der bereits am Vorabend, am 17. Juli, von einer „Langen Nacht der Neuen Musik bei den Salzburger Festspielen“ (23.03 Uhr) eingeläutet wird, Kostbarkeiten der Festspielgeschichte. Außerdem erscheint in der Edition Ö1 die CD „100 Jahre Salzburger Festspiele“ mit Schlüsselszenen und legendären Stimmen.

Jubiläumsprogrammierung im ORF-Netzwerk und auf Klassikportal „fidelio“
Das ORF-Netzwerk widmet dem Kulturfestival u. a. den Sonderkanal ORF.at/salzburgerfestspiele (ab 26. Juli) sowie das bereits unter ORF.at/100pieces angelaufene Archivprojekt „100 Pieces“ – eine Kooperation zwischen ORF.at, ORF-TV-Kultur im Rahmen der ORF-2-„matinee“ und dem ORF-Fernseharchiv. Die ORF-TVthek stellt neben Live-Streams und dem VOD-Angebot zahlreicher Sendungen des TV-Schwerpunkts in der Rubrik „History“ ein Online-Videoarchiv zur Geschichte Salzburgs zur Verfügung. Die Klassikplattform „fidelio“ (myfidelio.at) bringt in Zusammenarbeit mit UNITEL und ARTE täglich aktuelle Live-Übertragungen aus der Festspielstadt sowie einen Themenschwerpunkt in der Klassithek mit mehr als 160 hochkarätigen Salzburg-Produktionen und -Programmen von 1954 bis heute. In Kooperation mit Ö1 werden ausgewählte Audio-Archivsendungen zur Verfügung gestellt.

Weitere Stimmen der Koproduktionspartner
UNITEL-Geschäftsführer Jan Mojto: „100 Jahre Salzburger Festspiele sind 100 Jahre Europäische Kultur- und Musikgeschichte. Wir freuen uns sehr, dass UNITEL nunmehr seit 15 Jahren als der exklusive audiovisuelle Medienpartner für die Festspiele das Fenster zur Welt sein darf. Nach ‚Mozart 22‘ im Jahr 2006 und bis heute mehr als 150 realisierten Produktionen nun zum 100. Geburtstag der Festspiele gemeinsam mit dem ORF und ARTE mit dreißig geplanten Aufzeichnungen erneut die gesamte Vielfalt der Festspiele präsentieren zu können, erfüllt uns mit großer Freude und auch ein wenig mit Stolz.“

Wolfgang Bergmann, Geschäftsführer ARTE Deutschland und ARTE-Koordinator des ZDF: „ARTE ist dankbar, eines der bedeutendsten europäischen Klassikfestivals anlässlich seines 100-jährigen Bestehens so umfassend wie niemals zuvor medial zu begleiten und es einem europäischen Publikum nahe bringen zu dürfen. Über die gesamte Festivaldauer wird Abend für Abend ein Klassik-Highlight auf ARTE Concert aus Salzburg online übertragen. Der Salzburg-Schwerpunkt auf ARTE umfasst darüber hinaus die Live-Übertragungen von Christof Loys ‚Così fan tutte‘ im TV-Programm und Krzysztof Warlikowskis ‚Elektra‘, die beide in Koproduktion mit dem ORF entstehen. Auch die neu produzierte Dokumentation ‚Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele‘, entstanden in Zusammenarbeit von ORF, BR und ARTE GEIE, der Beethoven-Zyklus mit Igor Levit, ein Wiedersehen mit Anna Netrebko als Aida – ein Höhepunkt der Salzburger Festspiele 2017 – sowie weitere aktuelle Konzerte auch im linearen Fernsehen sind Teil des Programms: ‚Alles Salzburg‘ im August auf ARTE!“

Dr. Reinhard Scolik, BR-Programmdirektor Kultur: „Dieses unvergleichliche Festival, in dieser für Künstler und Kulturfreunde so schwierigen Zeit in die Wohnzimmer der Menschen zu bringen, ist ein Privileg unserer Arbeit. Dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern dürfen wir mit unserem Publikum in Bayern 100 Jahre Salzburger Festspiele feiern. Den ‚Jedermann‘ von Hofmannsthal live zu übertragen – davon habe ich noch vor wenigen Wochen nicht zu träumen gewagt.“

Weitere Details zum ORF-Programmschwerpunkt „100 Jahre Salzburger Festspiele“ sind in der Pressemappe unter presse.orf.at abrufbar.
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METROPOLITAN OPERA: Nightly Met Opera Streams

Week 17

Supplementary content—including synopses, articles, and more—is available here.

Metropolitan Opera offering free nightly streams of Live in HD series

Monday, July 6
Puccini’s La Bohème
Starring Sonya Yoncheva, Susanna Phillips, Michael Fabiano, Lucas Meachem, Alexey Lavrov, and Matthew Rose, conducted by Marco Armiliato. From February 24, 2018.

Tuesday, July 7
Verdi’s Il Trovatore
Starring Éva Marton, Dolora Zajick, Luciano Pavarotti, and Sherrill Milnes, conducted by James Levine. From October 15, 1988.

Wednesday, July 8
Mozart’s Così fan tutte
Starring Susanna Phillips, Isabel Leonard, Danielle de Niese, Matthew Polenzani, Rodion Pogossov, and Maurizio Muraro, conducted by James Levine. From April 26, 2014.

Thursday, July 9
Zandonai’s Francesca da Rimini
Starring Eva-Maria Westbroek, Marcello Giordani, and Mark Delavan, conducted by Marco Armiliato. From March 16, 2013.

Friday, July 10
Tchaikovsky’s Eugene Onegin
Starring Anna Netrebko, Piotr Beczała, Mariusz Kwiecień, and Alexei Tanovitski, conducted by Valery Gergiev. From October 5, 2013.

Saturday, July 11
Puccini’s Madama Butterfly
Starring Hui He, Elizabeth DeShong, Bruce Sledge, and Paulo Szot, conducted by Pier Giorgio Morandi. From November 9, 2019.

Sunday, July 12
Viewers’ Choice: Wagner’s Tristan und Isolde
Starring Jane Eaglen, Katarina Dalayman, Ben Heppner, Hans-Joachim Ketelsen, and René Pape, conducted by James Levine. From December 18, 1999.

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WIENER SYMPHONIKER IM JULI

Nach den umjubelten ersten Konzerten nach Wiederaufnahme des Konzertbetriebs freuen wir uns sehr, auch im Juli wieder für Sie zu spielen.

Ein besonderer Höhepunkt im laufenden Beethoven-Jahr 2020 steht gleich zu Beginn des Monats, wenn mit Rudolf Buchbinder einer der versiertesten Kenner der Klavierkonzerte Beethovens in die Tasten greift. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wird er alle fünf Klavierkonzerte des großen Wahlwieners zum Besten geben, und die Wiener Symphoniker dabei im Großen Saal des Wiener Konzerthauses vom Klavier aus leiten.

Am 8. Juli tritt mit dem Ersten Gastdirigenten Lahav Shani ein weiterer langjähriger künstlerischer Wegbegleiter an das Pult des Orchesters. Der gleichermaßen als Konzertpianist gefeierte designierte Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra ist hier auch als Kammermusiker zu erleben: Gemeinsam mit der Ersten Konzertmeisterin Sophie Heinrich und dem Ersten Solocellisten Christoph Stradner wird Shani Rachmaninows Erstes Klaviertrio musizieren, bevor er ans Dirigentenpult wechselt, um Werke von Modest Mussorgski zu dirigieren. Neben der „Morgenstimmung am Flusse Moskwa“ werden dabei auch die beliebten „Bilder einer Ausstellung“ erklingen. Tags darauf sind Lahav Shani und die Wiener Symphoniker mit demselben Programm im Rahmen des Wiener Kultursommers im Arkadenhof des Wiener Rathauses zu erleben. Für den Termin am 8. Juli um 20:30 im Wiener Konzerthaus sind noch einige wenige Restplatzkarten verfügbar.

Um trotz der reduzierten Sitzplätze möglichst vielen Musikbegeisterten den Genuss eines Livekonzerts zu ermöglichen, werden alle Konzerte im Wiener Konzerthaus jeweils zweimal um 18.00 und um 20.30 gespielt. Details und Informationen zum Ticketkauf sowie zum Besuch von aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter www.konzerthaus.at.

Wir freuen uns auf unvergessliche sommerliche Konzerterlebnisse,

Ihre Wiener Symphoniker

Programm Juli 2020

Samstag, 04. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

 Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37

 Sonntag, 05. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal

 Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

 Werke
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 

 Montag, 06. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr   

Wiener Konzerthaus, Großer Saal
 Interpreten
Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

 Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Mittwoch, 08. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal

 Donnerstag, 09. Juli 2020, 19.00 Uhr
Arkadenhof, Rathaus Wien
Interpreten

LAHAV SHANI, Dirigent und Klavier
SOPHIE HEINRICH, Violine
CHRISTOPH STRADNER, Violoncello
Wiener Symphoniker

 Werke

Sergei Rachmaninow Klaviertrio Nr. 1 g-moll op. 9 „Trio élégiaque“

Modest Mussorgski „Morgenstimmung am Flusse Moskwa“ aus der Oper „Chowanschtschina“

Modest Mussorgski „Bilder einer Ausstellung“ (Instrumentierung: Maurice Ravel)

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KONZERT BEIM ONLINE-MERKER MARYNA LOPEZ / ASTRIK KHANAMIRYAN / ADOLFO LOPEZ (3.7.)

Der Online-Merker hat damit seine erste „Konzertserie Corona-Zeit“ abgeschlossen und seinen Teil zum „Angstabbau bei musikalischen Veranstaltungen beigetragen. . Die nächsten Veranstaltungen finden im Herbst bei hoffentlich weitgehender Normalität statt


Foto: Hiltrud Zehrl


Foto: Hiltrud Zehrl


Foto: Hiltrud Zehrl
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WIEN/ LORELY-SAAL: „ I U N C T U S “ – verbunden sein (8. und 9. Juli)

Am 8.und am 9. Juli kommt nach monatelangem Stillstand endlich wieder Kunst in den Lorely-Saal. Weil aufgrund der Auflagen der Saal nicht voll besetzt werden kann, gibt es einzelne Module, mit unterschiedlichem Programm, die einzeln buchbar sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn die veranstaltende Künstlerin viele ZuseherInnen hat und bitte es an möglichst viele weiterzugeben. Der Lorely-Saal unterstützt dieses spontan entstandene Projekt. Details & Karteninfos siehe unten.lg Aimée Klein

„ I U N C T U S “ – verbunden sein

Der “Lock-Down” stellte besonders KünstlerInnen, die kollektiv wirken und werken, vor besondere Herausforderungen. Weitreichende Einbußen und Ungewissheiten der Zukunft tauchen die Welt der Bühne weiterhin in gedämpftes Licht.

Chefdirigentin Nazanin Aghakhani, Wienerin mit persisch-russischen Wurzeln, will mit dem von ihr eigens ins Leben gerufenen Orchester “I U N C T U S” nicht nur sich selbst wieder mit weiteren Musikschaffenden verbinden, sondern auch mit den Zuhörenden, mit dem Publikum.

“I U N C T U S” sieht es auch als Mission, Altes & Neues zu verbinden – so wird zu wohlbekannter Wiener Klassik auch skandinavische Musik präsentiert, sowie Werke einer KomponistIn (Binnen-I!) unserer Zeit – diesmal eine Weltpremiere aus Aghakhani´s eigener Feder namens “ I U N C T U S”.

WANN:

  1. und 9. Juli 2020
    Jeweils 18:30 & 20:30

WO: Lorely-Saal
Penzingerstrasse 72
1140 Wien
(Nähe U4 Station Hietzing)

https://www.lorely-saal.at

Die Einhaltung aller behördlichen Covid-Auflagen ist gewährleistet: u.a. fixe Sitzplätze mit freien Plätzen zur Abstandswahrung, Maskenpflicht bei Zu- und Ausgang, keine Pause.

PROGRAMM: KONZERT-MODUL 1, 8. Juli 2020, 18:30 bis 19:30 Uhr

Grieg, E.    “To Nordiske Melodier” , op. 63
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  1“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.    Symphonie Nr. 29 in A-Dur

 

KONZERT-MODUL 2, 8. Juli 2020, 20:30 bis 21:30 Uhr 

Sibelius, J.    “Valse Triste”, op. 44
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  2“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.    Symphonie Nr. 40 in g-Moll

 

KONZERT-MODUL 3, 9. Juli 2020, 18:30 bis 19:30 Uhr 

Grieg, E.    “To Nordiske Melodier” , op. 63
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  3“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.   Symphonie Nr. 29 in A-Dur

 

KONZERT-MODUL 4, 9. Juli 2020, 20:30 bis 21:30 Uhr

Sibelius, J.    “Valse Triste”, op. 44
Aghakhani, N.    “I U N C T U S  4“  – Weltpremiere
Mozart, W.A.    Symphonie Nr. 40 in g-Moll

PREISE JE KONZERT-MODUL

Kategorie 1: 40 EUR
Kategorie 2: 30 EUR

JETZT EXKLUSIV VORBESTELLEN
Kartenkontingent sichern vor dem Start des offiziellen Verkaufs unter der Telefonnummer
+4366499723417
Täglich von 10 bis 18 Uhr

„ I U N C T U S “ – connected
Some need to make art in order to survive
Some need to receive art in order to survive
We all are in need of each other
That is why I call for „ I U N C T U S “  in these special times to emphasize on

Affection
Dedication
Cohesion

You & I are irreplaceable.
And will always be.

Nazanin Aghakhani

Organisation Eat!Berlin Gastspiel Wien

Tel.0043(0)660 857 2019
www.lorely-saal.at

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  1. Sommerliche Musiktage Hitzacker – „75!“ – 1. bis 9. August 2020

Festival gibt aktuelles Jubiläumsprogramm bekannt

Hitzacker 3.7.2020. Vor zwei Wochen erst wurde klar, dass die 75. Sommerlichen Musiktage Hitzacker vom 1. bis 9. August 2020 stattfinden können. Jetzt gibt das Festival sein – aktualisiertes – Jubiläumsprogramm bekannt.

„Nachdem lange unsicher war, ob Indoor-Veranstaltungen im August überhaupt wieder möglich sein würden, freuen wir uns jetzt umso mehr auf unser fantastisch besetztes Kammermusikfestival und unsere Besucher – und das live!“, so Intendant Oliver Wille. „Aufgeben kam nie infrage“, ergänzt er, „schon gar nicht zur 75. Saison.“

Wenn auch Programme mit großen Ensembles wie der Camerata Bern verschoben werden mussten, punktet das Festival im aktuellen Programm mit vielen Künstlerinnen und Künstlern der ursprünglichen Planung wie Patricia Kopatchinskaja, Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer, Carolin Widmann, Valery Afanassiev oder Helmut Lachenmann. Zusätzlich folgen weitere renommierte Musiker*innen der Einladung nach Hitzacker: unter ihnen Isabelle Faust, Clara Andrada de la Calle, Tanja Tetzlaff, Elisabeth Kufferath, Alexander Lonquich oder Sarah Maria Sun.

Zahlreiche musikalische Projekte, die Festivalgeschichte geschrieben haben (darunter „Kosmos Streichquartett“ 2005 oder „Beethoven!“ 2018), werden im Jubiläumsprogramm mit aktuellem Blick gewürdigt. Auch die Aufführung von Monteverdis Oper L’Orfeo von 1955 ist legendär. 2020 nimmt nun, eigens zum Jubiläum komponiert, die Uraufführung eines kammermusikalischen Melodrams von Manfred Trojahn darauf Bezug. Und auch Schauspieler und Rezitator Udo Samel wird sich in einer musikalischen Lesung dem Mythos „Orpheus“ widmen.

Dass die Sommerlichen Musiktage heute wie eh und je ein künstlerisches Sprungbrett sind, zeigen besonders erfolgreiche junge Musiker*innen aus den Festival- und Preisträger-Akademien der vergangenen Jahre. Sie erhalten als Alumni des Festivals für dieses Jahr eine Carte blanche, die sie ausgiebig und experimentierfreudig nutzen.

„Seit 1946 am Puls der Zeit – Tradition trifft Gegenwart“ lautet das Selbstverständnis des Festivals. 2020 wird die 75. Live-Festspielsaison – ohne Unterbrechung.

Die meisten Veranstaltungen finden im VERDO Konzertsaal statt, mit derzeit bis zu 150 Besuchern, zumeist zweimal, fast immer ohne Pause, und sie dauern ca. 60-70 Minuten. Die Musiker*innen werden im Mittelpunkt des Geschehens platziert, das Publikum verteilt sich auf Solo- oder Duo-Plätzen rundherum: So wird „Nähe mit Abstand“ möglich. Außerdem wird es nachmittags kleine Open-Air-Konzerte im benachbarten Kurpark geben, auch mit prominenten Gästen.

Selbstverständlich wird größter Wert auf die Umsetzung gebotener Maßnahmen zum Infektionsschutz für alle gelegt.

Das Programm ist ab Sonnabend, den 4. Juli, auf der Website einsehbar.

Der allgemeine Vorverkauf beginnt am Montag, den 6. Juli, um 10 Uhr.

Karten und Informationen dann:

https://www.musiktage-hitzacker.de

https://www.reservix.de

T +49 5862 941 430
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WIEN/ BURGTHEATER: SPIELPLAN SEPTEMBER

Den vollständigen Spielplan finden Sie unter www.burgtheater.at/spielplan.
Der freie Verkauf für alle Termine im September startet am 20. August. Für Abonnent*innen besteht ein gestaffelter Vorverkauf bereits vorab.

Premieren im September
Burgtheater
11.09.2020, 19.30 Uhr
Das Leben ein Traum
Pedro Calderón de la Barca
Die Isolation ist beendet, in der der junge Mann zeit seines Lebens gefangen war. Sein Vater, der polnische König (Norman Hacker), hatte früh eine Gefahr in seinem Sohn (Franz Pätzold) erkannt, bei dessen Geburt die Sterne schlecht standen und an der seine Mutter starb. Daher hielt er den Prinzen dem Leben und der Macht fern. Erst als er sein Amt niederlegen will, entschließt er sich zu einer Probe aufs Exempel. Aus der Irrealität eines erfahrungsarmen Lebens jenseits der Gesellschaft wird Prinz Sigismund in einen künstlichen Schlaf versetzt und an den Hof gebracht, wo man ihn wie einen Königssohn behandelt. Er, der „bei Menschen als ein Tier/Und als ein Mensch bei Tieren gilt“ verhält sich, wie es befürchtet wurde und zu erwarten war: roh, gewalttätig, unbeherrscht und kein bisschen dankbar für seine Befreiung, sondern voll unbändigem Zorn über seine Gefangenschaft. So ist er gesellschaftlich nicht tragbar und schon gar keine Empfehlung für den Thron. Wieder wird Sigismund seines Bewusstseins beraubt und zurück in den Turm verbracht, wo man ihm suggeriert, von Palast und Königswürden nur geträumt zu haben. Als er von Revolutionären erneut befreit wird, hat er längst alles Vertrauen in die gängigen Gegensätze von Traum und Wirklichkeit aufgegeben: „Denn ein Traum ist alles Sein/Und die Träume selbst sind Traum.“ Der radikale Skeptizismus führt ihn aber nicht in Rückzug und Resignation, vielmehr entfaltet sich ihm das aufgelöste Paradoxon als utopische Perspektive: Wenn das Leben ein Traum ist, ist menschliches Handeln möglich.
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Regie: Martin Kušej
Bühne: Annette Murschetz
Kostüme: Heide Kastler
Musik: Bert Wrede
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Sebastian Huber
Mit: Gunther Eckes, Norman Hacker, Roland Koch, Franz Pätzold, Julia Riedler,
Wolfram Rupperti, Andrea Wenzl, Tim Werths, Johannes Zirner

Akademietheater
12.09.2020, 19.30 Uhr
antigone. ein requiem (Österreichische Erstaufführung)
Thomas Köck nach Sophokles
Leichen türmen sich am Strand von Theben. Es sind die Körper zahl- und namenloser Fremder, die ihre unsichere Passage in die wohlhabende Stadt mit dem Leben bezahlen mussten. Während der Chor der Bürger*innen sich noch fragt, wen diese Toten etwas angehen, will Kreon (Markus Scheumann) als Herrscher von seiner eigenen Verantwortung nichts wissen. Er verfügt, dass die Körper am Ufer liegen bleiben und verwesen sollen. Wer sich ihnen nähert, macht sich strafbar. Antigone (Sarah Viktoria Frick) lässt sich davon nicht abhalten: Die
junge Frau schleppt die aufgequollenen Leichen vom Strand bis in die Stadt und fordert, dass man sie bestattet. Für Kreon eine maßlose Provokation. Antigone hält der Herrschaftslogik Kreons mit Starrsinn und guten Argumenten die eigenen Werte entgegen. Der Streit um den Umgang mit den herangespülten Fremden spaltet Theben und führt zu noch mehr Toten.
Der österreichische Dramatiker Thomas Köck – zweifacher Träger des Mülheimer Dramatikerpreises – verwendet die Sophokles-Übersetzung nach Hölderlin als Fundament seiner „Rekomposition“, geht aber weit über eine sprachliche Aktualisierung hinaus. Den Konflikt zwischen Kreon und Antigone entwickelt er zu  einem heutigen Diskurs über Humanismus und politische Verantwortung. Dem
Chor kommt dabei – als beobachtender Kommentator und Spiegel einer gleichgültigen Gegenwartsgesellschaft – eine zentrale Rolle zu.

Regie: Lars-Ole Walburg
Bühne: Peta Schickart
Kostüme: Hanna Peter
Musik: Lars Wittershagen
Video: Bert Zander
Licht: Marcus Loran
Dramaturgie: Tobias Herzberg
Mit: Mehmet Ateşçi, Sarah Viktoria Frick, Dorothee Hartinger, Mavie Hörbiger,
Deleila Piasko, Branko Samarovski, Markus Scheumann

Kasino
13.09.2020, 18.00 Uhr
Stolz und Vorurteil* (*oder so) (Deutschsprachige Erstaufführung)
Isobel McArthur nach Jane Austen
Burgtheaterstudio
Für alle ab 14
Frau wählt ihren Berufsweg selbst, kann Karriere machen, ist ökonomisch unabhängig und heiratet, wenn überhaupt, ausschließlich aus Liebe – das ist doch eine Selbstverständlichkeit? Nein – noch nicht seit allzu langer Zeit und noch immer nicht überall. Und so wurden auch Anfang des 19. Jahrhunderts Ehen nicht im Himmel geschlossen, sondern an der Heiratsbörse gehandelt. In Jane Austens berühmter Liebesgeschichte ist es die Familie Bennet, die entsprechende Junggesellen für die fünf unverheirateten Töchter sucht – diese Suche ist eine
Existenzfrage, denn das Vermögen der Familie kann nur in männlicher Linie weitergegeben werden, ohne Stammhalter stünden die Töchter irgendwann vor dem Nichts. Da außerdem die Verhältnisse der Familie bescheiden sind, wäre es gut, sich ein wenig „hoch“ zu heiraten. Bis allerdings die Standesunterschiede überwunden sind, bis das Vorurteil der Zuwendung weicht und der Stolz den wahren Gefühlen Platz machen kann, kommt es in diesem wirbelnden Heiratskarussell zu folgenreichen Missverständnissen, mütterlichen Nervenkrisen und spitzzüngigen Wortgefechten – was sich liebt, das quält sich. Doch Taschentücher braucht man in Isobel McArthurs furioser Dramatisierung, die in London große Erfolge feiert, bestenfalls für die Lachtränen – sie setzt auf Jane Austens ironisch-witzige Dialoge und erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Dienstmädchen. Denn die kennen sich aus – mit der Liebe und mit den „hohen“ Herrschaften!

Regie: Lily Sykes
Bühne & Kostüme: Thea Hoffmann-Axthelm
Licht: Norbert Gottwald
Dramaturgie: Claudia Kaufmann-Freßner
Mit: Caroline Baas, Johanna Mahaffy, Maya Unger, Lili Winderlich, Wiebke Yervis
(Studierende des Max Reinhardt Seminars)

Burgtheater
27.09.2020, 19.00 Uhr
Das Himmelszelt (Deutschsprachige Erstaufführung)
Lucy Kirkwood
Am 13. März 1759 fliegt Halley sehr nahe an der Erde vorbei. Er ist einer der lichtstärksten Kometen, der sich alle 74 bis 79 Jahre unserem Planeten nähert, das nächste Mal voraussichtlich am 28. Juli 2061. Wie ein etwas unzuverlässiges Uhrwerk verbindet er die Zeiten. Sein Auftauchen kann im März 1759 auch in einem kleinen Dorf an der englischen Ostküste beobachtet werden, wo eine verurteilte Mörderin um ihr Leben kämpft. Sally Poppy (Marie-Luise Stockinger) ist von ihrem Mann (Dietmar König) angeklagt worden, ein junges Mädchen auf
grausame Weise ermordet zu haben. Als ihr Todesurteil verkündet wird, behauptet sie schwanger zu sein. Da das Urteil gegen sie nicht zugleich an dem unschuldigen Leben in ihrem Körper vollstreckt werden kann, müsste die Hinrichtung in diesem Fall ausgesetzt werden. Um die Wahrheit oder Unwahrheit ihrer Behauptung festzustellen, werden zwölf angesehene Frauen des Dorfes als Geschworene von ihrer häuslichen Arbeit abberufen. Plötzlich und unfreiwillig macht man sie zu Agentinnen eines Rechtssystems, das ihnen fremd und feindlich
gegenübersteht. Der Körper der Angeklagten ist das Schlachtfeld, auf dem der Kampf um Recht und Unrecht ausgetragen wird. Und draußen wütet der Mob, der die Kindermörderin hängen sehen möchte.
„Es geht darum, wie Demokratie funktioniert, was es heißt, eine Stimme abzugeben, und wie wir innerhalb der gegebenen Strukturen Handlungsmacht erlangen können.“ Die britische Dramatikerin Lucy Kirkwood hat ein klassisches Gerichtsdrama in unklassischer Besetzung geschrieben, eine Mischung aus Die zwölf Geschworenen und Hexenjagd für ein fast ausschließlich weibliches Ensemble. „Es gibt ein starkes Bedürfnis nach sauberen und perfekten weiblichen Heldinnen. Das sind männliche Formen – die Idee des strahlenden Helden – und ich sehe keinen großen Fortschritt darin, weibliche Schauspielerinnen in MarvelFilmen einschweben zu lassen. Damit ändert man nur den Guss auf der Torte, die Torte bleibt die gleiche.“ (Lucy Kirkwood)

Regie: Tina Lanik
Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Michael Hofer
Dramaturgie: Sebastian Huber, Andreas Karlaganis
Mit: Elisabeth Augustin, Stefanie Dvorak, Sabine Haupt, Philipp Hauß, Philipp Hauß, Alexandra Henkel, Stacyian Jackson, Dietmar König, Paula Kroh, Barbara Petritsch, Katharina Pichler, Safira Robens, Dunja Sowinetz, Marie-Luise Stockinger Sophie von Kessel

Lesung
Burgtheater
17.09.2020, 20.00 Uhr
Klaus Maria Brandauer liest Heinrich Heine
Heinrich Heine gehört zu den klügsten und wachsten Dichtern seiner Zeit und schuf mit seinen assoziativen und subjektiven Beobachtungen eine einzigartige Literatur, die Vernunft und Poesie, Gedanken und Gesang in sich vereint. Im Rahmen der Eröffnung der neuen Spielzeit nähert sich Klaus Maria Brandauer, Kammerschauspieler und Ehrenmitglied des Burgtheaters dem großen und lange Zeit unterschätzten Dichter Heinrich Heine.

Mit: Klaus Maria Brandauer
Repertoire – Wiederaufnahmen
Burgtheater
ab 12.09.2020
The Party
Sally Potter
In rasendem Tempo werden in The Party die drängenden Diskurse am Anfang des 21. Jahrhunderts durchdekliniert und die Partygäste werden dabei zum Äußersten getrieben.
Regie: Anne Lenk
Mit: Regina Fritsch, Markus Hering, Katharina Lorenz, Christoph Luser, Dörte Lyssewski, Barbara Petritsch, Peter Simonischek, u.a.
FN 184 068p

Burgtheater
ab 23.09.2020
The Who and the What
Ayad Aktar
Ayad Akhtar beleuchtet auf pointierte und spannende Weise das Verhältnis des Islam zur Rolle der Frau in der Gesellschaft. Die Wiederaufnahme in der Saison 2020/21 findet auf der Bühne des Burgtheaters statt.
Regie: Felix Prader
Mit: Philipp Hauß, Aenne Schwarz, Peter Simonischek, Irina Sulaver

Burgtheater
ab 26.09.2020
Wer hat Angst vor Virgina Woolf?
Edward Albee
Aus Spaß wird Ernst und aus einer Afterparty eine Austreibung böser Geister im Leben von Martha und George und ihren Gästen Nick und Honey, die mittels Alkohol zu sich kommen und zueinander finden.
Regie: Martin Kušej
Mit: Bibiana Beglau, Nora Buzalka, Norman Hacker, Johannes Zirner

Akademietheater
ab 14.09.2020
Das Interview
Theo van Gogh und Theodor Holman
Anstatt der Pressekonferenz der zurücktretenden Regierung beizuwohnen, muss der Politreporter Pierre Peters ein Interview mit dem „TV-Sternchen“ Katja Schuurman führen. Der Kampf darum, was „echt“ ist und was „story“, betrifft die Existenz beider Kontrahenten. Entsprechend trickreich und skrupellos wird er von beiden Seiten geführt.
Regie: Martin Kušej
Mit: Birgit Minichmayr, Oliver Nägele

Akademietheater
ab 16.09.2020
Dorian Gray
Oscar Wilde
Dorian Gray altert plötzlich nicht mehr und wird auf der Höhe seiner jugendlichen Schönheit zu einem lebendigen Bild, während sein Porträt vom fortschreitenden Leben immer tiefer gezeichnet wird.
Regie: Bastian Kraft
Mit: Markus Meyer

Akademietheater
ab 17.09.2020
Die Stühle
Eugène Ionesco
Ein steinaltes Paar erwartet einen Berufsredner, der einer Gesellschaft seine Botschaft über den Sinn des Daseins weitergeben will. Es wurden viele Stühle aufgestellt für Gäste, die nicht kommen, das alte Paar spricht trotzdem mit ihnen.
Regie: Claus Peymann, Leander Haußmann
Mit: Maria Happel, Mavie Hörbiger, Michael Maertens

Akademietheater
ab 23.09.2020
Diese Geschichte von Ihnen
John Hopkins
Ein Polizist bohrt sich während eines Verhörs, besessen von dem Wunsch, einen
Verbrecher zu überführen, in den Verdächtigen hinein. Ein Gemisch aus
begründetem Verdacht, blanker Empörung und unkontrollierter Projektion bringt
die Gewalt zur Explosion.
Regie: Andrea Breth
Mit: Benjamin Çabuk, August Diehl, Roland Koch, Dörte Lyssewski, Nicholas
Ofczarek

Akademietheater
ab 25.09.2020
Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
Richard Alfieri
Zwei Menschen, die sich in Tanzschritten aufeinander zu bewegen und beginnen,
einander zu vertrauen, erinnern sich ebenso an glückliche wie an schmerzvolle
Zeiten.
Regie: Martina Gredler
Mit: Andrea Eckert, Markus Meyer und Lenny Dickson, Andreas Radovan, Emily
Stewart, Alexander Wladigeroff, Konstantin Wladigeroff

Akademietheater
ab 29.09.2020, 20.00 Uhr
Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen
Thomas Bernhard widmete die drei Dramolette Claus Peymann verlässt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien, Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen und Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese realen Figuren und schuf gleichzeitig durch die komödiantische wie groteske Zuspitzung geradezu typische Prachtexemplare des allgemeinen und besonderen Theaterwahnsinns. Claus Peymann und Hermann Beil sind eine authentische Besetzung, wie sie nicht authentischer sein könnte.
Mit: Hermann Beil, Maria Happel, Claus Peymann Bühnenbild: Karl-Ernst Herrmann; Kostüme: Wicke Naujoks

Gastspiele
Burgtheater
14. & 16. September, 20.00 Uhr
Böhm
Paulus Hochgatterer
„Es ist sicher im Sinne der Regierung gelegen, wenn ich als deutscher Dirigent nach Wien gehe, um dort den zahlreichen Anhängern der nationalsozialistischen Idee neue Anregung zu geben, umso mehr als ich gebürtiger Österreicher bin. […]
Heil Hitler!“ schrieb der große Dirigent Karl Böhm bereits 1935. 1945 entfernten ihn die alliierten Behörden wegen zu großer Nähe zum Nazi-Regime aus dem Amt des Direktors der Wiener Staatsoper, das er seit 1943 bekleidet hatte, und belegten ihn mit einem Auftrittsverbot. 1956 wurde er dann ein zweites Mal mit diesem Amt betraut.
Ein Soloabend über einen alten Mann und seine brüchigen Erinnerungen anfinstere Zeiten.
Regie: Nikolaus Habjan; Regiemitarbeit: Martina Gredler; Mit: Nikolaus Habjan
Eine Produktion des Schauspielhaus Graz

Burgtheater
24.09.2020, 20.00 Uhr
Jedermann reloaded (Gastspiel)
Philipp Hochmair ist Jedermann. In einem leidenschaftlichen Kraftakt schlüpft er in alle Rollen und macht Hugo von Hofmannsthals Stück zu einem vielstimmigen Monolog. Ein Zwiegespräch mit zwei Mikrofonen. Eines für Jedermann und eines für die anderen. Sein Jedermann ist ein Rockstar. Getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band Die Elektrohand Gottes verwandelt Philipp
Hochmair das 100 Jahre alte Mysterienspiel in ein apokalyptisches SprechKonzert. „Die Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Mannes“ wird zumeindringlichen Gesamterlebnis und macht Jedermann als Zeitgenosse erkennbar, der in seiner unstillbaren Gier nach Geld und Rausch verglüht. Das Thema ist zeitlos und ewig gültig: „Was bleibt von meinem Leben übrig, wenn es ans Sterben geht“?
Mit: Philipp Hochmair & Die Elektrohand Gottes

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