Gustavo Dudamel und das New York Philharmonic; Foto Patrik Klein
Gustavo Dudamel, einer der teuersten und in Europa nicht ganz unumstrittenen Dirigenten pinselt Mahlers 5te mit dem New York Philharmonic auf die Leinwand, dass es nur so spritzt
Elbphilharmonie Hamburg, 18. Oktober 2026
New York Philharmonic
Dirigent: Gustavo Dudamel
Tania León
Imágenes Mestizas
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
von Patrik Klein
Sicher ein Novum in der 10-jährigen Geschichte der Elbphilharmonie:
Nach einem 12-minütigen für mich, sorry, eher belanglosen Opener der Komponistin Tania Leon gab es eine 30-minütige Pause – ich musste in viele ratlose Gesichter sehen – „Schatz, ist schon Pause? Das ging aber schnell…und nun fix raus an die Häppchen!“
Wer denkt sich solch einen Unfug aus? War es vielleicht der Pächter der Foyerbars?
Hat man Angst ein 90-minütiges Programm pausenlos zu präsentieren? Anscheinend ja, denn sogar nach Mahlers 5ter rannten viele sofort raus nach Hause, nochmal an die Bar oder sonst wohin, nur wech hier!?

Ganz unverständlich war das aber auch nicht, denn der Maler des Mahlers 5ten Streiches pinselte mir mit einfach zu dicken Farben die Wucht und die Schönheit der Musik auf die Leinwand.
„Wenn da pp steht, so müssen auch 115 Musiker superleise sein“. Das klingt mir noch in den Ohren von Bertrand de Billy vor ein paar Wochen an derselben Stelle. Aber das Temperament des Südamerikaners scheint nicht stopp- oder regulierbar zu sein. Die lauten Stellen waren oft am Limit, was der Saal noch unverzerrt abbilden kann und die leisen Stellen waren oft viel zu laut – schade, dass dieser meisterhafte Klangkörper heute Abend einfach nur darauf losdröhnen musste – viel Applaus, viele Sofortverlasser und nach 3 Minuten war Schluss.
Das ist ein klares Zeichen vom Publikum, nee so gehts nicht, lieber Herr Dudamel!

klassik-begeistert-Autor Patrik Klein ist ein leidenschaftlicher Konzert- und Opernfreak, der bereits über 300 Konzerte (Eröffnungskonzert inklusive) in der Elbphilharmonie Hamburg erlebt hat, hunderte Male in Opern- und Konzerthäusern in Europa verweilte und ein Kommunikationsnetz zu vielen Künstlern pflegt. Meist lauscht und schaut er privat, zwanglos und mit offenen Augen und Ohren. Die daraus entstehenden meist emotional noch hoch aufgeladenen Posts in den Sozialen Medien folgen hier regelmäßig bei klassik-begeistert – voller Leidenschaft, ohne Anspruch auf Vollständigkeit… aber immer mit großem Herzen!
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