Herrlich unterhaltend: "L’Opera Seria" – eine fulminante Opern-Parodie überzeugt im MusikTheater an der Wien

L’Opera Seria © Werner Kmetitsch

Trotz und gerade wegen des Titels dieses barocken Juwels: ein fulminanter musikalischer Spaß, darstellerisch perfekt bis ins letzte Detail – brillant inszeniert (Laurent Pelly) auf einer exzellent gestalteten Bühne und virtuos dirigiert (Christophe Rousset).

Zweifellos einer der absoluten Höhepunkte dieser Saison im preisgekrönten MusikTheater an der Wien.

Florian Leopold Gassmann, L’Opera Seria

Musikalische Leitung: Christophe Rousset

Inszenierung und Kostüme: Laurent Pelly
Bühne: Massimo Troncanetti

Koproduktion mit dem Teatro alla Scala Milano

MusikTheater an der Wien, 11. März 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Eine Satire über die Oper? Nicht unüblich im Theater des 18. Jahrhunderts. Literarische wie musikalische Größen wie Carlo Goldoni, Antonio Salieri und Mozart befassten sich mit diesem heiteren Thema. „Florian Leopold Gassmann, L’Opera Seria
MusikTheater an der Wien, 11. März 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 14.  MÄRZ 2026

CBSO Liu © rabaukenhai-Reinhard-A-Deutsch

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 14.  MÄRZ 2026

Köln/Philharmonie
Bruce Liu und das CBSO lassen Tschaikowski aufblühen
Im Vorfeld dieses Meisterkonzerts stellte die Westdeutsche Konzertdirektion (WDK) ihre neue Saison vor. Auch die KölnMusik wird kommende Woche die Philharmonie-Saison 2026/27 präsentieren und ist damit zwei Monate früher dran als sonst. Aficionados der guten Musik, der feinen Klassik, werden also bald ihre – welch altmodische Redensart! – Kalender zücken.
Von Dr. Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

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Mein Dancesoap-Tagebuch, Teil II: Minutemade-Fieber - ich bin ganz heiß!

Choreografie Dorotea Saykaly. Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz

In der Wiederholung bemerke ich: es sind Tulpen, keine Rosen. Und so offensichtlich. Schmerz und Sehnsucht. Als Uraufführung atemberaubende Körperlichkeit. Ich halte meinen Atem an. Grandios!

Minutemade Act Two
Uraufführung
Choreografie Ella Rothschild I Dorotea Saykaly

Ballettcompagnie des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Staatstheater am Gärtnerplatzt, München, 12. März 2026

von Frank Heublein

Dies ist der zweite Donnerstag, liebes Dancesoap Tagebuch. Beim zweiten Mal bin ich noch tiefer drin in der Chroeografie Ella Rothschilds. Zucke jedes Mal beim Aufstampfen der Tänzerin, die dadurch auch das sie umtanzende Ensemble steuert. Dieses Mal empfinde ich Trauer, Schmerz und Sehnsucht im Tanz der Compagnie. Ich schaue hin, nochmal, ja genau! Es sind pinke Plastiktulpensträuße, keine Rosen. „Minutemade Act Two, Uraufführung, Teil II
Staatstheater am Gärtnerplatzt, München, 12. März 2026“
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Telemanns rekonstruierter „Sieg der Schönheit“ ist reiner Hörgenuss

CD/Blu-ray Besprechung:

Das renommierte Orchester der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Michael Hofstetter beweist erneut höchste Kompetenz und Stilsicherheit. Im Zusammenwirken mit der vorzüglichen Sängerbesetzung  gelang so eine Aufführung, die absolut hörenswert ist, und echte musikalische Freude bereitet.

Georg Philipp Telemann
Sieg der Schönheit

Akademie für Alte Musik Berlin

Michael Hofstetter

cpo 555 693-2

von Peter Sommeregger

Georg Philipp Telemanns Verpflichtung als Kapellmeister der Hamburger Oper am Gänsemarkt ging einher mit einer Neuausrichtung des Hauses. Als Auftakt komponierte der Meister unter dem Titel „Sieg der Schönheit“ auf ein bereits vorhandenes Libretto des erfolgreichen Operndichters Christian Heinrich Postel ein so umfangreiches Werk, dass bereits für die Uraufführung am 13. Juli 1722 einige Kürzungen vorgenommen werden mussten. „CD/Blu-ray Besprechung: Georg Philipp Telemann, Sieg der Schönheit
klassik-begeistert.de, 13. März 2026“
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Mein Dancesoap-Tagebuch, Teil I: Minutemade-Fieber – ich bin ganz heiß!

Inszenierte Körper inklusive Gesicht. Dann Rosenstrauß

Minutemade Act One
Uraufführung

Choreografie Panzetti / Ticconi I Ella Rothschild I Dorotea Saykaly I Anne Jung

Ballettcompagnie des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 5.  März 2026

von Frank Heublein

Meine Dancesoap Vorfreude dauert sechs Wochen. Da beginnt der Kartenvorverkauf, denn ich gehe nicht alleine. Ist damit drei Mal so lang wie mein Minutemade Fieber. Das dauert von Act One bis Act Three zwei Wochen. The heat is on! Wie ein, zwei Schmetterlinge im Bauch.

Minutemade ist eine Idee von Karl Alfred Schreiner, dem Ballettdirektor des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Jede Künstlerin, jeder Künstler hat genau eine Woche Zeit, um seine Choreografie von fünfzehn bis fünfunddreißig Minuten zu entwickeln. Das letzte Bild der vorherigen Choreografie ist das erste der folgenden. Also je zwei Choreografien in dieser Spielzeit an drei aufeinanderfolgenden Donnerstagen. „Minutemade Act One, Uraufführung, Teil I
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 5.  März 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 13.  MÄRZ 2026

Markus Hinterhäuser © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 13.  MÄRZ 2026

Salzburg
Ärger bei das Salzburger Festspielen: Scherbenhaufen in Aussicht
Öffentlich ausgetragener Ärger bei den Salzburger Festspielen. Die Protagonisten: Intendant Markus Hinterhäuser und das Kuratorium. Die Zeichen deuten auf einen Machtkampf hin, bei dem es nur Verlierer gibt. Eine Analyse. Derzeit sieht alles danach aus, als müsste Markus Hinterhäuser seinen Posten als Intendant der Salzburger Festspiele deutlich früher räumen als gedacht: vermutlich 2027, möglicherweise aber schon nach dem bevorstehenden Festspielsommer. Grund dafür ist ein anhaltender Clinch mit einem seit seiner Vertragsverlängerung in wesentlichen Teilen neu besetzten Kuratorium. Ein Machtkampf, bei dem es nur Verlierer gibt.
BR-Klassik.de

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Bruce Liu und das CBSO lassen Tschaikowski aufblühen

Kazuki Yamada conducting the City of Birmingham Symphony Orchestra © Andrew Fox

Ein sehr gutes Meisterkonzert unter Leitung von Kazuki Yamada in Köln. Dennoch fehlt etwas Magie.

William Walton (1902-1983)Orb and Sceptre. Coronation March

Pjotr Tschaikowski (1840-1893) –
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23

Modest Mussorgsky (1839-1881) – Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung von Maurice Ravel)

Bruce Liu, Klavier
City of Birmingham Symphony Orchestra

Kazuki Yamada, Dirigent

Kölner Philharmonie, 9. März 2026

von Brian Cooper

Im Vorfeld dieses Meisterkonzerts stellte die Westdeutsche Konzertdirektion (WDK) ihre neue Saison vor. Auch die KölnMusik wird kommende Woche die Philharmonie-Saison 2026/27 präsentieren und ist damit zwei Monate früher dran als sonst. Aficionados der guten Musik, der feinen Klassik, werden also bald ihre – welch altmodische Redensart! – Kalender zücken. „CBSO, Kazuki Yamada, Bruce Liu, Klavier
Kölner Philharmonie, 9. März 2026“
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Kann die Musik aus Star Wars im Konzert bestehen?

(Fotos: Daniel Janz)

Wieder einmal lädt ein Gastorchester in Düsseldorf zu einem cineastischen Abend ein. Heute auf dem Programm: Die Musik der Weltraum-Saga rund um die Skywalker-Dynastie. Diese von John Williams komponierte Filmmusik weiß bereits in den Star Wars-Filmen zu begeistern und wurde darüber hinaus auch mehrfach ausgezeichnet. Aber bietet sie auch genug, um ein ganzes Konzert zu füllen?

Solisten, Chor und Orchester der Cinema Festival Symphonics
Stephen Ellery, Dirigent

Star Wars – The Concert Show – Titel aus der Filmmusik von John Williams

Tonhalle Düsseldorf, 10. März 2026

von Daniel Janz

Fulminant geht es schon mit den ersten Tönen los. Wie könnte es anders sein – das Star Wars „Main Theme“ begrüßt das Publikum und leitet dabei gleichzeitig mit Szenen aus dem Film „Star Wars Episode 1 – die dunkle Bedrohung“ ein. Auch wenn die Filmausschnitte nicht 1 zu 1 zur Musik ausgewählt sind, so bereichern sie das Spiel des kleinen Ensembles erheblich. Zum Start steht also alles auf Spektakel!
„Star Wars – The Concert Show, Stephen Ellery, Dirigent
Tonhalle Düsseldorf, 10. März 2026“
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New York: Lise Davidsens Isolde-Show sorgt für Gänsehaut

MET Tristan – Lise Davidsen © Karen Almond / Met Opera

An der Met füllt Lise Davidsens Leuchtkraftstimme Ränge und scheinbar Theaterkassen, Yannick Nézet-Séguins Dirigat begeistert Opernneulinge wie erfahrene Wagnerianer und Yuval Sharons Regie reiht sich in eine Serie an nichts aussagenden Met-Inszenierungen ein. Die sieben Tristane? Alle ausverkauft!

The Metropolitan Opera, New York, 9. März 2026

Tristan und Isolde
Musik und Libretto von Richard Wagner

von Johannes Karl Fischer

Ich könnte mich erstmal über Yuval Sharons emotionslose und akustisch nicht gerade sängerfördernde Tristan-Regie aufregen. Oder darüber, dass an einem der weltbesten Opernhäuser wieder mal kaum kritische Diskussion stattfindet. Das würde jedoch die Stimmung des Abends krachend verfehlen. Denn während die Mailänder Scala trotz Gala-Besetzung ihre Götterdämmerung kaum voll bekam, waren hier die sieben geplanten Vorstellungen dermaßen restlos ausverkauft, dass man vier Tage vor der Premiere spontan eine achte Matinee-Vorstellung am 4. April ankündigte. Allen fast 4.000 Plätzen zum Trotz. Die ganze Stadt fiebert für Wagner, für Tristan! „Richard Wagner, Tristan und Isolde, Lise Davidsen
The Metropolitan Opera, New York, 9. März 2026“
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New York gerät außer Rand und Band bei Yannicks Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll

The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin © Chris Lee

Erst gestern hatte Yannick Nézet-Séguin mit einem krönenden Tristan-Erfolg die Metropolitan Opera von den Socken gehauen, nun legte er mit der zweiten Symphonie des glühenden Wagner-Fans Gustav Mahler noch einen drauf. Das Publikum tobte sich vor Begeisterung auch in der Carnegie Hall ordentlich aus!

Gustav Mahler:  Sinfonie Nr. 2 c-Moll

The Philadelphia Orchestra
Philadelphia Symphonic Choir 

Yannick Nézet-Séguin, Dirigent

Joe Miller, Chorleitung
Joyce DiDonato, Mezzosopran
Ying Fang, Sopran

Carnegie Hall, New York, 10. März 2026

von Johannes Karl Fischer

Mahler 2 in der Carnegie Hall. Ein bisschen ist der in dieser Stadt doch sehr nah gelegene Geist des Komponisten unter dem fast schon stadionartigen Jubelrufen untergegangen. Ein Paar Blocks sind es von der Carnegie Hall bis zu Mahlers ehemaliger Wohnung, direkt gegenüber vom Dakota, späterer Wohnsitz von Leonard Bernstein und John Lennon. In Wien hätte man daraus wohl ein Museum gemacht, in New York hängt dort nicht mal eine Plakette. Schade. Bei der US-Premiere des heute gespielten Werks stand kein geringerer als der Komponist selbst am Pult. Man trat hier also sehr wortwörtlich in den Fußstapfen Mahlers. „Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll, Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Carnegie Hall, New York, 10. März 2026“
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