Schweitzers Klassikwelt 149: Es ist noch keine Meister(sänger)in und kein Meister(sänger) vom Himmel gefallen

Titelbild: © Lothar Schweitzer

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Unvergesslich ist uns die Janowitz als Mozart- und Strauss-Sängerin. Herbert von Karajan hat sie als Barbarina (Le nozze di Figaro) nach Wien geholt. Barbarinas einfache, melancholische Arie erinnert an ein Wiegenlied und hat den Umfang einer Oktave. „Schweitzers Klassikwelt 149: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
klassik-begeistert.de, 28. Oktober 2025“
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2. Sinfoniekonzert in Lübeck begeistert durch Vielfältigkeit und Spielfreude

Takahiro Nagasaki © Isabel Machado Rios

Klassiker der Filmmusik von Wagner bis »Star Wars«

Wer an diesem Vormittag miterleben konnte, mit welchem Elan der sympathische Dirigent dieses abwechslungsreiche Konzert mit nie nachlassender Intensität leitete, konnte sich der ansteckenden Wirkung nicht entziehen.

Richard Wagner (1813‑1883) Walkürenritt
Aram Chatschaturjan (1903‑1978): Gayaneh- Suite
Tōru Takemitsu (1930‑1996): Three Film Scores
Dmitri Schostakowitsch (1906‑1975): Walzer Nr. 2
John Barry (1933‑2011), Lionel Bart (1930‑1999), Paul (*1942) und Linda McCartney (1941‑1998), Arr. Ingo Luis (*1961): James Bond Medley
Joe Hisaishi (*1950), Arr. Robin Hoffmann (*1984): Aus »Chihiros Reise ins Zauberland«
John Williams (*1932): Schindlers List Thema, Star Wars Suite

Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck
Takahiro Nagasaki, musikalische Leitung

 Musik -und Kongresshalle, Lübeck, 26. Oktober 2025

von Axel Wuttke

Was für eine begeisterte Stimmung herrschte gestern in der so gut wie ausverkauften Musik -und Kongresshalle in Lübeck. Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von Takahiro Nagasaki, dem ersten Kapellmeister und stellv. GMD, bescherte dem Publikum in diesem besonderen Konzert ein geradezu berauschendes Erlebnis. „2. Sinfoniekonzert, Klassiker der Filmmusik
Musik -und Kongresshalle, Lübeck, 26. Oktober 2025“
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Klavierabend „Vier Hände“: Faszinierendes Klavierkonzert im Haus Eden in Lübeck

V.r. Hermann Valdez, Danang Dirhamsyah © Axel Wuttke

Im zweiten Teil des Abends widmeten sich die beiden Künstler der Fantasie f-Moll von Franz Schubert. Diese Stück gehört zu Schuberts bedeutendsten Kompositionen für mehrere Klavierspieler. Entstand in seinem letzten Lebensjahr ist sie von großer Emotionalität geprägt, ja, das seelenvolle in Schuberts Musik tritt hier nochmal besonders eindringlich zu Tage und hinterlässt immer wieder einen bewegenden Eindruck.

Franz Schubert: Rondo A-Dur, D 951
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate D-Dur, KV 381
Maurice Ravel: Ma mère l’oye
Franz Schubert: Fantasie f-Moll, D 940

Danang Dirhamsyah und Hermann Valdez, Klavier

Haus Eden, Lübeck, 24. Oktober 2025

von Axel Wuttke

 Ein Konzert der Extraklasse, ermöglicht durch die Possehl-Stiftung, bot sich dem interessierten Publikum am 24. Oktober 2025 im intimen Saal des Haus Eden in der Lübecker Altstadt.  Der rund 90 Personen fassende Saal bietet sich besonders für Kammerkonzerte, Liederabende und Lesungen an. An diesem Abend wurde im bis auf den letzten Platz besetzten Saal dem Publikum von zwei jungen Pianisten ein faszinierendes Programm vorgestellt. „Danang Dirhamsyah und Hermann Valdez, Klavier
Haus Eden, Lübeck, 24. Oktober 2025“
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Korngold leuchtet und lodert: Gabriel Venzago erobert Mainz

© Andreas Etter

Erich Wolfgang Korngold
„Die Tote Stadt“

Inszenierung: Angela Denoke
Musikalische Leitung: Gabriel Venzago
Philharmonisches Orchester Mainz

Staatstheater Mainz, 26. Oktober 2025

von Dirk Schauß

Manchmal, an gewissen Abenden, hat man das Gefühl, einer Stadt beim langsamen Verschwinden zuzusehen. In Mainz zum Beispiel, wo das Staatstheater gerade Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ neu herausgebracht hat – und wo Brügge, der eigentliche Schauplatz, nur noch als Wort existiert.

Als blasser Schatten in den Dialogen, als Erinnerung an etwas, das einmal eine Stadt war. Im Bühnenbild von Timo Dentler und Okarina Peter gibt es kein Pflaster, kein Wasser, keinen Turm, keinen Klang der Glocken – stattdessen drei schräg gestellte Holzhäuschen, expressionistisch verschoben, irgendwo zwischen Traum und Theaterbühne. Eine Ästhetik, die an die große Ära des Stummfilms à la Lang und Murnau denken lässt. Man kann das als konsequenten Zugriff lesen – oder als Versäumnis. „Erich Wolfgang Korngold, Die Tote Stadt
Staatstheater Mainz, 26. Oktober 2025“
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Ein Vermächtnis im Einklang: Der Birgit-Nilsson-Preis 2025 ehrt Aix-en-Provence – und Pierre Audi

­His Majesty King Carl XVI Gustaf, Sophie Joissains (Mayor, Aix-en-Provence), Paul Hermelin (Chairman of the Board, Festival d’Aix-en-Provence) & Susanne Rydén (President, Birgit Nilsson Prize) ©Yanan Li

Preisverleihung Birgit-Nilsson-Preis
Verleiher: König Carl XVI. Gustaf

Festival d’Aix-en-Provence
Konserthuset in Stockholm, 21. Oktober 2025

von Zenaida des Aubris

Der plötzliche Tod von Pierre Audi im Mai dieses Jahres gab der Verleihung des Birgit-Nilsson-Preises am 21. Oktober in Stockholm eine bewegende Note. Der Preis, der seit 2009 alle drei Jahre vergeben wird, ging jetzt an das Festival d’Aix-en-Provence, dessen künstlerischer Leiter Audi seit 2018 war – eine zutiefst passende Ehrung für einen Mann, dessen visionäre Kraft und unerschütterliche Neugier das europäische Musiktheater über Jahrzehnte geprägt haben. „Festival d’Aix-en-Provence, Birgit-Nilsson-Preis
Konserthuset in Stockholm, 21. Oktober 2025“
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DIE MONTAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2025

Füchslein Oldenburg © Stephan Walzl

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE –
27. OKTOBER 2025

Oldenburg
„Ist es Märchen oder Wahrheit?“: „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček verzaubert in Oldenburg
Kennen Sie die Oper „Die Abenteuer der Füchsin Bystrouška“? Natürlich ist das der Originaltitel von Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“, der auf Max Brod, der das Libretto ins Deutsche übersetzte und erheblich umarbeitete, zurückgeht. Nichtkenner der Oper denken an ein Singspiel für Kinder, aber hier geht es tatsächlich um Leben und Tod, das Altwerden – und um den Kampf zwischen Natur und Zivilisation.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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DIE SONNTAG-PRESSE – 26. OKTOBER 2025

Teodor Currentzis © Alexandra Muraveva, Wiener Konzerthaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE –
26. OKTOBER 2025

Österreich
Höchste Ehrung Österreichs für russischen Dirigenten Currentzis empört
Der umstrittene russische Dirigent soll die höchste Kulturauszeichnung des Landes erhalten. Heftige Kritik richtet sich auch an Kulturminister Babler. Der Vorschlag kommt von der „Kurie für Kunst“, unterzeichnen musste den Antrag Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). Abschließend entscheidet Bundespräsident Alexander Van der Bellen über die Verleihung des „Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst“. Die Zustimmung des Bundespräsidenten ist normalerweise nur Formsache.
Kurier.at

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Malofeev entstaubt Tschaikowsky – Repušić bringt Glanz und Struktur

Alexander Malofeev © hr/Ludmila Malofeeva

hr-Sinfonieorchester

Alexander Malofeev, Klavier
Ivan  Repušić, musikalische Leitung

Alte Oper Frankfurt, 24. Oktober 2025

von Dirk Schauß

Am 24. Oktober in der Alten Oper Frankfurt: Mediterrane Sonne, slawischer Überschwang – und ein Pianist, der nichts mehr beweisen muss. Alexander Malofeev, 24 Jahre alt, betritt den großen Saal mit einer leisen, verhaltenen Ruhe, die sofort zur Haltung wird. Kein Lächeln, kein Effekt, nur konzentrierte Stille. Wer ihn damals erlebte, als er kurzerhand für einen großen Kollegen einsprang und mit Rachmaninow den Abend rettete, weiß:

Dies ist kein Mann der Show. Damals überraschte er mit seiner Reife, heute mit seiner Natürlichkeit. Nun also Tschaikowskys erstes Klavierkonzert – ein Monument, das in Routine erstarren kann, wenn man ihm zu oft begegnet. „hr-Sinfonieorchester, Ivan  Repušić, Alexander Malofeev, Klavier
Alte Oper Frankfurt, 24. Oktober 2025 “
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„Ist es Märchen oder Wahrheit?“: „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček verzaubert in Oldenburg

Füchslein Oldenburg © Stephan Walzl

Kennen Sie die Oper „Die Abenteuer der Füchsin Bystrouška“? Natürlich ist das der Originaltitel von Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“, der auf Max Brod, der das Libretto ins Deutsche übersetzte und erheblich umarbeitete, zurückgeht. Nichtkenner der Oper denken an ein Singspiel für Kinder, aber hier geht es tatsächlich um Leben und Tod, das Altwerden – und um den Kampf zwischen Natur und Zivilisation.

Das schlaue Füchslein
Oper von Leoš Janáček

Oldenburgisches Staatstheater
Premiere am 21. Juni 2025

Inszenierung: Mélanie Huber
Musikalische Leitung: Eric Staiger

Oldenburgisches Staatsorchester

Penelope Kendros, Sopran
Arthur Bruce, Bariton
Emily Dorn, Sopran
Seumas Begg, Tenor
Seungwon Lee, Bass
Dorothee Bienert, Mezzosopran
Paul Brady, Bariton

Opernchor sowie Kinder- und Jugendchor des Oldenburgischen Staatstheaters

Oldenburgisches Staatstheater, 24. Oktober 2025
(Premiere am 21. Juni 2025)

von Dr. Andreas Ströbl

Das kommt heraus bei „gut gemeint“

Der Schriftsteller Max Brod, dem die Welt nichts Geringeres als die Rettung des gesamten Werks von Franz Kafka vor der durch den Autor selbst verfügten Vernichtung verdankt, hat mit seiner Bearbeitung dem Libretto von Janáčeks Oper einen, um in der Tiermetaphorik zu bleiben, echten Bärendienst erwiesen. Der Titel kommt zu naiv-verspielt daher, denn das, laut Selbsteinschätzung, beste Werk des Komponisten, ist keine nette Tierparabel. Dramaturgin Antje Müller betonte in ihrer Einführung den, bei allen humorigen Aspekten, Ernst dieser Oper. Janáček karikiert hier nicht die Tiere, sondern die Menschen. Die Erlösung aus dem Kampf zwischen Tier und Mensch liegt in der Versöhnung mit der Natur, und genau das begreift der Förster am Ende. „Leoš Janáček, Das schlaue Füchslein
Oldenburgisches Staatstheater, 24. Oktober 2025“
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Véronique Gens entdeckt Offenbach neu: Eine Diva amüsiert sich königlich

CD-Besprechung:

Les Divas d’Offenbach
Véronique Gens, Sopran

Chœur et Orchestre National des Pays de la Loire
Hervé Niquet, musikalische Leitung

Alpha Classics, Alpha1168

von Dirk Schauß

Wer Véronique Gens kennt, kennt sie vor allem als versierte Sängerin des französischen Repertoires. Die Bandbreite ist groß: Rameau und Debussy, eine Tragödin mit aristokratischem Gestus und natürlich als Sängerin, die sich durch Berlioz’ Partituren bewegt wie durch einen Salon des 18. Jahrhunderts. Nun also: Offenbach. Operette. Leichte Muse. Man reibt sich die Ohren – und stellt fest, dass diese scheinbare Stilgrenze eine künstliche war. Denn was auf „Les Divas d’Offenbach“ zu hören ist, hat mit der Grand Dame durchaus zu tun, nur eben mit einer, die sich endlich erlaubt, auch mal die Maske fallen zu lassen. „CD-Besprechung: Les Divas d’Offenbach, Véronique Gens, Sopran
klassik-begeistert.de, 25. Oktober 2025“
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