Erwin Schrott © Roland Wimmer
Back to the Roots! Erwin Schrott hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, wie es vermutlich nur er selber kann. Der Bassbariton tanzt Tango mit dem Teufel, der Liederabend heißt TANGO DIABLO und schlägt einen Bogen von Mephisto-Arien von Gounod bis Boito hin zur lateinamerikanischen Tangomusik. Erwin Schrott hat mir angelegentlich verraten, warum der Tango gerade für uns Deutsche eine Art Freibrief ist. Außerdem gab es eine grandiose Anekdote mit Daniel Barenboim und Omer Meir Wellber. Und vieles mehr. Die Lektüre lohnt auch deshalb, weil es heute etwas zu gewinnen gibt.
Jörn Schmidt im Gespräch mit Erwin Schrott, Teil II
klassik-begeistert: „Schon als Kind war ich verrückt nach Tango. Ich bin es noch“, hat sich Daniel Barenboim 1995 zur Veröffentlichung seines Albums Tangos Among Friends zitieren lassen. Sie auch?
Erwin Schrott: Ja, von der Wiege an und immer noch. In Montevideo hat man auch gar keine andere Wahl – der Tango war einfach da, wie der Geruch des Flusses oder der Geschmack von Mate. Mein Vater legte
Troilo, Di Sarli oder Pugliese auf, während die Stromausfälle lang waren und das Militär die Straßen kontrollierte. Wir hörten im Halbdunkel zu, die Nadel kratzte leise, und ich sog all das auf … assoziierte es mit dem Tango … bevor ich es benennen konnte. Maestro Barenboims Worte könnte man auch mir zuschreiben, weil uns beide der Río de la Plata von klein auf geprägt hat. „Interview: kb im Gespräch mit Erwin Schrott, Bassbariton, Teil II
klassik-begeistert.de, 5. März 2026“ weiterlesen