„Das meiste passiert innerhalb der Musik“ – Interview mit dem Tenor Benjamin Bruns

Foto: Benjamin Bruns © Andreas Ströbl

Der Tenor Benjamin Bruns (Jahrgang 1980) begann seine Laufbahn als Alt-Solist im Knabenchor Hannover, seiner Heimatstadt. Er absolvierte eine private Gesangsausbildung bei Peter Sefcik und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Renate Behle. Bruns sang zunächst lyrische Partien, wie Mozart-Rollen, und wechselte erfolgreich zu heldischen Partien wie Max (Der Freischütz), Florestan (Fidelio) oder Lohengrin. Der Sänger tritt weltweit an großen Häusern auf, darunter an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Bayreuther Festspielen. Benjamin Bruns ist ebenso als gefragter Oratorien- und Liedsänger in bedeutenden Konzertsälen aktiv und arbeitete mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern zusammen.

Das Gespräch führten Dr. Regina und Dr. Andreas Ströbl

„Interview: kb im Gespräch mit Benjamin Bruns, Tenor
klassik-begeistert.de, 25. September 2026“
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Lena Kutzner: „Ich habe Glück, ich darf meinen Kopf behalten“

Lena Kutzner © Marie Liebig

„Die deutsche Sopranistin Lena Kutzner zählt zu den profilierten Sängerinnen ihres Fachs. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im deutschen und spätromantischen Repertoire, insbesondere in den großen Partien von Richard Wagner und Richard Strauss. Zu ihren zentralen Rollen gehören Isolde, Senta, Elsa, Elisabeth, Salome, Chrysothemis und Agathe.

Nach ihrem festen Engagement am Staatstheater Meiningen (2021–2024), wo die gebürtige Hannoveranerin sich mit Partien wie Isolde, Senta, Elsa, Elisabeth und Salome nachhaltig profilierte, ist sie regelmäßig als Gast an bedeutenden Opernhäusern zu erleben. Wichtige Debüts führten sie u.a. an die Deutsche Oper am Rhein, das Theater Lübeck sowie an die National Opera Seoul, wo sie in der Spielzeit 2024/25 ihr Korea-Debüt als Elisabeth in Wagners Tannhäuser gab“.

Das Gespräch führten Dr. Regina und Dr. Andreas Ströbl

„Lena Kutzner, deutsche Sopranistin im Gespräch
klassik-begeistert.de, 24. September 2026“
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Daniel Hope: „Gstaad ist so viel mehr als nur ein Job“

Daniel Hope in Saanen Menuhin Center © Bailey Davidson

Für Daniel Hope ist die Intendanz beim Menuhin Festival Gstaad eine Herzensangelegenheit. Yehudi Menuhin war sein Mentor, Gstaad seine zweite Heimat. Als ich den 53-jährigen Stargeiger in der Bibliothek des Ermitage Wellness- & Spa-Hotels in Schönried-Gstaad treffe, kommt er gerade von den Proben. Sein Terminkalender ist voll, seit dem 1. November 2025 leitet er das Festival.

Mit klassik begeistert sprach er über Yehudi Menuhin, die Schönheit des Unvollkommenen, seinen Weg nach Gstaad – und über seine irischen Wurzeln, die er in einer Doku wie folgt beschrieben hat:

„Ich wurde geboren in Südafrika, ich bin aufgewachsen in England, ich wohne in Deutschland – aber Irland begleitet mich schon mein ganzes Leben.“

„kb im Gespräch mit Daniel Hope, Geiger und Festivalintendant des Menuhin Festival Gstaad
klassik-begeistert.de, 19. August 2026“
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Long Long kehrt zurück nach Bregenz – zwischen Wind und Spiegeln, Teil II

Bregenz La traviata © Christian Lins

Im Sommer 2026 kehrte der chinesische Tenor Long Long auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele zurück – diesmal als Alfredo in Verdis La traviata.

Als erster chinesischer Sänger, der den internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ gewann, ist er auf bedeutenden Opernbühnen weltweit aufgetreten, darunter an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London und an der Bayerischen Staatsoper in München. Nach seinem Auftritt als Herzog von Mantua in Rigoletto im Jahr 2021 war seine Rückkehr nach Bregenz eine besondere Wiederbegegnung mit einem Ort, der ihm bereits vertraut war – diesmal inmitten der zerbrochenen Spiegelwelt der Seebühne.

An der Seebühne spricht Long Long mit Feng Getong, Doktorandin der Neueren deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Interview: kb im Gespräch mit dem Tenor Long Long, Teil II
klassik-begeistert.de, 7. August 2026“
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Long Long kehrt zurück nach Bregenz – zwischen Wind und Spiegeln, Teil I

Bregenz La traviata © Christian Lins

Im Sommer 2026 kehrte der chinesische Tenor Long Long auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele zurück – diesmal als Alfredo in Verdis La traviata.

Als erster chinesischer Sänger, der den internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ gewann, ist er auf bedeutenden Opernbühnen weltweit aufgetreten, darunter an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London und an der Bayerischen Staatsoper in München. Nach seinem Auftritt als Herzog von Mantua in Rigoletto im Jahr 2021 war seine Rückkehr nach Bregenz eine besondere Wiederbegegnung mit einem Ort, der ihm bereits vertraut war – diesmal inmitten der zerbrochenen Spiegelwelt der Seebühne.

An der Seebühne spricht Long Long mit Feng Getong, Doktorandin der Neueren deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Interview: kb im Gespräch mit dem Tenor Long Long, Teil I
klassik-begeistert.de, 6. August 2026“
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„Die Arbeit in Bayreuth ist wie der schönste Urlaub“

Natalia Skrycka, Foto: privat

Natalia Skrycka (Mezzosopran) schloss ihr Gesangstudium der Karol-Szymanowski-Musikhochschule in Katowice bei Prof. Agata Kobierska mit Auszeichnung ab. Noch während ihres Studiums debütierte sie in Ravels L’enfant et les sortilèges an der Oper in Bydgoszcz. Außerdem nahm sie an Meisterkursen bei Ingrid Kremling, Anita Garanča, Karolina Brachman und Helen Donath teil. Sie ist Preisträgerin der internationalen Gesangswettbewerbe Leoš Janáček, Ada Sari und Andrzej Hiolski.

Bei den Bayreuther Festspielen 2026 sang sie die Wellgunde und Rossweisse in Der Ring des Nibelungen sowie den Zweiten Knappen und eines der Blumenmädchen in Parsifal.

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit der polnischen
Mezzosopranistin Natalia Skrycka

klassik-begeistert: Haben Sie davon geträumt, in Bayreuth zu singen?

Natalia Skrycka: Das war mein Traum, seit ich in Berlin zu arbeiten begann, als man mich vor allem in Opern von Wagner und Strauss besetzt hat. Mit der Zeit habe ich diese Musik lieben gelernt und hatte irgendwo im Hinterkopf den Gedanken, eines Tages an den Bayreuther Festspielen teilzunehmen. Als ich erfuhr, dass man dort eine Sängerin für die Rolle der Wellgunde sucht, kam ich zum Vorsingen und hatte Erfolg.

„Interview: kb im Gespräch mit Mezzosopranistin Natalia Skrycka
klassik-begeistert.de, 5. August 2026“
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Anna Hüdepohl: „Beim Unterrichten entdeckt man immer einen neuen Winkel“  , Teil II

©Anna Hüdepohl, Foto: Helle Thede Johansen

Die aus Schleswig-Holstein stammende Akkordeonistin Anna Hüdepohl studierte klassisches Akkordeon in Aarhus, schloss ihr Studium 2006 ab und lebt seitdem auf den Färöern. Neben ihrer Tätigkeit als Akkordeonlehrerin ist sie auch als Musikerin aktiv und veröffentlichte mehrere CDs. Im zweiten Teil unseres Interviews spricht sie über das lebendige Musikleben auf den Färöern, warum diese Inselgruppe im Nordatlantik auch „the land of maybe“ genannt werden und natürlich über ihre 2025  erschienene Akkordeonschule.   

Johannes Karl Fischer im Interview mit  Anna Hüdepohl

klassik-begeistert:  Frau Hüdepohl, Welche Herausforderungen bringt das Musizieren auf den Färöern mit sich?

Anna Hüdepohl: Es ist toll, hier als Musikerin zu leben und zu arbeiten. Die Musik hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, und die Färinger sind stolz auf ihre Musikschule. Hier leben sehr viele professionelle Musiker sehr dicht zusammen, und alle sind hochmotiviert.  Man geht zwei Straßen weiter und fragt „Wollen wir eine Band gründen?“ und dann gründet man eben eine Band.  Die Musikszene ist breit gefächert – von Sinfonieorchester über Jazz und Folklore, Chören und Countrymusik bis zu Heavy Metal Bands gibt es hier fast alles.  Man kann eigentlich jeden Tag ein Konzert besuchen. „kb im Gespräch mit Anna Hüdepohl Akkordeonistin, Teil II
klassik-begeistert.de, 4. August 2026“
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Anna Hüdepohl: „Das Akkordeon ist ein sehr geselliges Instrument“, Teil I    

© Anna Hüdepohl, Foto: Helle Thede Johansen

Die aus Schleswig-Holstein stammende Akkordeonistin Anna Hüdepohl studierte klassisches Akkordeon in Aarhus, schloss ihr Studium 2006 mit dem Solistenexamen ab und lebt seitdem auf den Färöern im Nordatlantik. Neben ihrer Tätigkeit als Akkordeonlehrerin ist sie auch als Musikerin aktiv und veröffentlichte mehrere Alben. Im ersten Teil unseres Interviews spricht sie über den Unterricht an der färöischen Musikschule, Kettentanz und natürlich über ihr Album mit klassischer Musik für Akkordeon und Violine.   

Johannes Karl Fischer im Interview mit Anna Hüdepohl  

klassik-begeistert: Frau Hüdepohl, Sie sind Akkordeonistin und leben auf den Färöern. Was hat sie dorthin gezogen?

Anna Hüdepohl: Ich bin immer der Musik gefolgt – erst zog es mich nach Dänemark, um an der Musikhochschule in Aarhus klassisches Akkordeon zu studieren. Dort wurde ich 2004 Diplommusiklehrerin und habe dann noch zwei Jahre lang die Solistenklasse besucht, die ich 2006 abschloss.  Ich hatte immer ein festes Ziel vor Augen – ich wollte unbedingt von meiner Ausbildung leben und damit meinen Lebensunterhalt verdienen. „kb im Gespräch mit Anna Hüdepohl Akkordeonistin, Teil I
klassik-begeistert.de, 2. August 2026“
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Pēteris Vasks ist auf Sylt und spricht über Freiheit

Pēteris Vasks © Melanie Gomez

Hochkultur ist wieder auf der Insel, vom 25. bis 30. Juli 2026 findet die 14. Ausgabe des großartigen Kammermusikfest Sylt statt. Dieses Jahr ist Thema die Welt der Kindheit, die uns als Erwachsene nie ganz loslässt. Es geht aber auch um Freiheit, Composer in Residence ist Pēteris Vasks.

Die Sehnsucht nach Freiheit und Wahrheit ist für Vasks Herzensangelegenheit und zentraler Leitgedanke seines Wirkens als Komponist. Kein Wunder also, dass der Lette seinen 80. Geburtstag auf Sylt feiert – im Gepäck ein Auftragswerk, das er für das Kammermusikfest Sylt und das Niederländische Stift-Festival geschrieben hat („Geschichten aus Kindertagen“). Denn Sylt ist auch bekannt für seine Freiheitskämpfer. Zuvörderst zu nennen ist der in Keitum geborene Jurist Uwe Jens Lornsen (1793–1838). Ebenso berühmt ist Pidder Lüng. Der ist indes eine fiktive Figur, bekannt aus der gleichnamigen Ballade von Detlev von Liliencron aus dem Jahr 1892. Von Lüng stammt der friesische Wahlspruch: „Lewwer duad üs Slaaw!“  – Lieber tot als Sklave! Auch wenn historisch vereinnahmt (die Nationalisten haben ihn gebraucht, in der DDR war Pidder Lüng Schulbuchlektüre) gilt dieser Spruch vielen Nordfriesen heute als traditionelles Symbol für Unabhängigkeit. Also habe ich während der Generalproben zur Uraufführung mit Pēteris Vasks über Freiheit gesprochen. Außerdem über seine Lieblingsoper, Melancholie und heitere Episoden.

Jörn Schmidt im Gespräch mit Pēteris Vasks

klassik-begeistert: Die 12-Ton-Musik (Zwölftontechnik) auferlegt einem Komponisten allerhand Regeln, allein deren mathematisch-kombinatorischen Prinzipien … Ihre wichtigste Inspirationsquelle als Komponist ist die Natur. Vorausgeschickt, dass Natur für Sie Freiheit ist – verträgt sich das mit Regeln?

Pēteris Vasks: Das ist tatsächlich einer der Gründe, warum ich beim Komponieren keinen Regeln folge …

„Interview: Pēteris Vasks, Komponist
Kammermusikfest Sylt 25. bis 30. Juli 2026“
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Nach unserem Gespräch öffnete Maestro John Axelrod eine Flasche Dradara Black Maiden Fanteasca Neagra …

AXELROD Portrait HD (c) Istvan Kohan

Der Dirigent John Axelrod ist ein Universalgelehrter – u.a. ist er auch Weinkenner, Komponist, Philanthrop und Autor. Ich wollte wissen, wie er Entscheidungen trifft, was sein Lieblingswein ist und wie er über Kollegen denkt. Außerdem verrät Maestro Axelrod, was ihm Leonard Bernstein und Christoph Eschenbach mit auf den Weg gegeben haben. Tournedos Rossini waren auch ein Thema.

 

Jörn Schmidt im Gespräch mit John Axelrod „Interview John Axelrod, Teil II
klassik-begeistert.de, 16. Juli 2026“
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