Der Schlauberger 6: Jetzt darfste rumferkeln: Rächtschreibung ist bä!

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

Das ist die Erlöhsung von allen Kwalen. Rächtschreibung brauchen wir nicht mehr. Hat der Baden-Württembergische Ministerpresident Winfried Kretschmann Anfang des Jahres gesagt. Ein Grundgerüst ja, meint er. Mehr aber auch nicht, „weil wir nur noch selten handschriftlich schreiben“. „Der Schlauberger 6
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Der Schlauberger 5: ´Ne Wahl ist mir zu langweilig – das ganze Leben ist Kampf

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

So etwas macht mich ganz kirre: Bei der CDU sollte es vor einiger Zeit eine Krampfkandidatur, also eine Kampfkandidatur um den Parteivorsitz geben. Warum um alles in der Welt muss immer alles mit Kämpfen verbunden sein? Können die nicht friedlich gegeneinander antreten? „Der Schlauberger 5
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Der Schlauberger 4: Hilfe, ein Wunder ist geschehen! Da stellt sich die Frage ...

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

Da stellt sich die Frage …

Och nee, nun ist’s aber genug. Da hat sich schon wieder eine Bürgerinitiative gegründet, las ich in der Zeitung. Ein physikalisches Wunder. Denn: Wenn sich die Bürgerinitiative selbst gründen wollte, müsste sie ja erst einmal da sein, um handeln zu können. Wenn sie aber schon da wäre, brauchte sie nicht mehr gegründet zu werden. Wie soll etwas aktiv werden, was es noch gar nicht gibt?

Richtig ist: Sie muss gegründet werden. „Der Schlauberger 4
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Der Schlauberger 3: Heute kocht bei uns Person A. Denn: Die Ehefrau ist weg!

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

von Reinhard Berger

Bald werde ich nach fast fünfzig Jahren keine Ehefrau mehr haben. Ehefrau und Ehemann sollen verschwinden. Aus der Steuererklärung. Wegen der Neutralität.

Und das geht so, wie das Bundesfinanzministerium in der „Rheinischen Post“ erklärt hat: Meine Ehefrau ist nicht mehr meine Ehefrau, sondern Person A. Und ich bin nicht mehr ihr Ehemann, sondern Person B. Oder umgekehrt. Endlich wird die jährliche Quälerei geschlechtsneutral. „Der Schlauberger 3: Die Ehefrau ist weg!
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Der Schlauberger 2: Die Joghurt klingt blöd, oder? Dann lieber den Gulasch

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer, Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

von Reinhard Berger

So. Nun ist es passiert. Das Virus ist auch in meiner Sprachkolumne angekommen. Oder der Virus?

Der Duden lässt beides zu. In der medizinischen Fachsprache wird die sächliche Form, also das Virus, verwendet. Beim Computervirus hat sich die männliche Form, der Virus, durchgesetzt. Einen weiblichen Virus gibt es nicht. Dafür aber fast 40 Substantive, auf die alle drei Artikel der, die, das, passen. „Die Joghurt“ klingt blöd, ist aber richtig.

Zwei Artikel für denselben Begriff kommen häufiger vor: der oder die Fussel, der oder das Barock, der oder das Gulasch … „Der Schlauberger 2: Die Joghurt klingt blöd, oder? Dann lieber den Gulasch
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Der Schlauberger 1: Rezyklate, aber nur post-consum. Heute: ganz ohne Corona

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird zwar unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

von Reinhard Berger

Kunde im Schreibwarenladen: „Guten Tag, ich hätte gern einen Bleistift.“ – Verkäufer: „Soll er aus Post-Consumer-Recyclingmaterialien bestehen oder aus Rezyklaten aus sogenannten Post-Consumer-Abfällen?“ – „Einen Bleistift, bitte.“ – „Sie meinen einen Gegenstand, der als Hauptfunktion das Schreiben, das Malen und Zeichnen sowie Markieren auf verschiedenen Untergründen hat?“ – „Nur einen Blei …“ – „Sag ich doch. Ein Gerät, dessen generelle gemeinsame Aufbau die Form eines Stiftes hat.“ – „Aber zum Anfassen.“ – „Natürlich mit Schaft. Das ist tragendes Bauteil eines Schreibgerätes, welches formgebend für den Stift ist und welches direkten Kontakt mit der Haut hat.“ „Der Schlauberger 1
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