Klaus Mäkelä setzt auf seine Glückszahl 6

© Marco Borrgreve / Concertgebouw Orchestra

Philharmonie Berlin, 22. April 2023

Dmitri Schostakowitsch, Symphonie Nr. 6 h-Moll op.54

Peter Tschaikowsky, Symphonie Nr. 6 h-Moll op.74 „Pathétique“

Berliner Philharmoniker
Klaus Mäkelä  Dirigent


von Peter Sommeregger

Wenn man das Debüt eines 27-jährigen Dirigenten bei den Berliner Philharmonikern als überfällig bezeichnet, sagt das viel über diesen Künstler aus. Dem jungen finnischen Dirigenten Klaus Mäkelä ist es tatsächlich gelungen, die internationale Klassikszene zu rocken, das ehrwürdige Amsterdamer Concertgebouw-Orchester wählte ihn zu seinem neuen Chefdirigenten – ab 1927, vorher ist der junge Mann nämlich gar nicht frei. „Berliner Philharmoniker, Klaus Mäkelä dirigiert Schostakowitsch und Tschaikowsky
Philharmonie Berlin, 22. April 2023“
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Klaus Mäkelä debütiert bei den Berliner Philharmonikern

Royal Concertgebouw Orchestra Foto: Marco Borggreve

Ein triumphaler Abend mit russischer h-Moll-Sinfonik.

Philharmonie Berlin, 22. April 2023

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) – Sinfonie Nr. 6 op. 54

Pjotr Tschaikowsky (1840-1893) – Sinfonie Nr. 6 op. 74 („Pathétique“)

Berliner Philharmoniker
Klaus Mäkelä, Dirigent

 von Brian Cooper, Bonn

Streng genommen ist es kein Debüt mehr an diesem Samstag, denn bereits zwei Tage zuvor hatte Klaus Mäkelä dieses hinreißende Programm dirigiert. Ebenso am Freitag: zwei russische sechste Sinfonien in h-Moll, die eine sattsam bekannt (Tschaikowsky), die andere beileibe nicht oft genug gespielt (Schostakowitsch). Denn sie ist phänomenal – zumal, wenn sie so aufgeführt wird wie nun in Berlin. „Berliner Philharmoniker, Klaus Mäkelä, Dirigent, Schostakowitsch und Tschaikowsky
Philharmonie Berlin, 22. April 2023“
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Klaus Mäkelä löste mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern hohe Erwartungen ein

Klaus Mäkelä (Foto: Marco Borggreve / Oslo Philharmonic)

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 54

Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 h-moll op. 74 „Pathétique“


Berliner Philharmoniker
Klaus Mäkelä, Dirigent

Philharmonie Berlin, 20. April 2023

 von Kirsten Liese

Er hat es mit gerade einmal 27 Jahren schon in die Top-Liga geschafft: Klaus Mäkelä ist längst kein Newcomer mehr, leitet als Chefdirigent das Oslo Philharmonic und das Orchestre de Paris. 2027 wird er als Chef des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dessen Geschichte von so bedeutenden Persönlichkeiten wie Willem Mengelberg, Bernard Haitink oder Mariss Jansons geprägt wurde, eine noch renommiertere Position einnehmen. Wo immer der Finne in Erscheinung tritt, ist ihm viel Beachtung gewiss, Kritiker geraten regelmäßig ins Schwärmen über ihn. „Berliner Philharmoniker, Klaus Mäkelä dirigiert Schostakowitsch und Tschaikowsky
Philharmonie Berlin, 20. April 2023“
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„Die Frau ohne Schatten“: Kirill Petrenko zaubert ein Klangwunder

Berliner Philharmoniker © Stephan Rabold

Konzertante Aufführung, Philharmonie Berlin, 14. April 2023 

Richard Strauss Die Frau ohne Schatten, Oper in drei Akten op. 65
Text von Hugo von Hofmannsthal


Clay Hilley   Der Kaiser
Elza van den Heever   Die Kaiserin
Michaela Schuster   Die Amme
Wolfgang Koch   Barak, der Färber
Miina-Liisa Värelä   Die Färberin

Cantus-Juvenum Karlsruhe Kinder- und Jugendchor
NPM-Chor Breslau

Die Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko   Dirigent


von Peter Sommeregger

Richard Strauss und sein Textdichter Hugo von Hofmannsthal betrachteten diese Oper als ihr opus magnum, die Rezeptionsgeschichte des Werkes war aber eine eher zögerliche. Uraufgeführt in Wien 1919, bald nach dem ersten Weltkrieg, der zu einem harten kulturellen Bruch geführt hatte, wollte sich das Werk lange nicht durchsetzen. Es war Herbert von Karajan, der zum hundertsten Geburtstag von Strauss diese Oper in Wien herausbrachte, in einer Besetzung, die bis heute unübertroffen ist. Danach wagten immer mehr Häuser, das Werk auf den Spielplan zu setzen. „Richard Strauss Die Frau ohne Schatten
Konzertante Aufführung, Philharmonie Berlin, 14. April 2023 “
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Die Berliner „Frau ohne Schatten“ ging tief unter die Haut

BPhi, Kirill Petrenko ©  Monika Rittershaus

Ansonsten gibt es nichts zu mäkeln. Diese „Frau ohne Schatten“ beschert den Berlinern einen Höhepunkt der Saison. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen.

Konzertante Aufführung, Philharmonie Berlin, 14. April 2023

Richard Strauss: Die Frau ohne Schatten
Oper in drei Akten op.65

Clay Hilley   Der Kaiser
Elza van den Heever   Die Kaiserin
Michaela Schuster   Die Amme
Wolfgang Koch    Barak, der Färber
Miina-Liisa Värelä    Die Färberin
Bogdan Baciu    Der Geisterbote
Evan LeRoy Johnson   Der Jüngling
Johannes Weisser   Der Einäugige
Nathan Berg   Der Einarmige
Peter Hoare   Der Bucklige

Berliner Philharmoniker
Cantus Juvenum Karlsruhe Kinder- und Jugendchor
NFM-Chor Breslau

Kirill Petrenko   Dirigent

von Kirsten Liese

Als das Stück vor wenigen Wochen bei den Osterfestspielen in Baden-Baden seine Premiere hatte, flackerten wieder einmal allerhand Vorurteile auf: „Die Frau ohne Schatten“ sei angeblich frauenfeindlich und ein überholtes, altmodisches Stück, dass sich nur deshalb noch ertragen ließe, weil Lydia Steier eine alptraumhafte Geschichte in einem Mädcheninternat hinzu erfunden habe. „Richard Strauss, Die Frau ohne Schatten
Konzertante Aufführung, Philharmonie Berlin, 14. April 2023“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 2. April 2023

Foto: Kaufmann © Monika Rittershaus

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DIE SONNTAG-PRESSE – 2. April 2023

Salzburg/Osterfestspiele
Kaufmann, Petersen, Gerhaher: Starbesetzter „Tannhäuser“ überzeugt nur halb
Nachtkritik. Ein Starregisseur, Star-Sänger und ein Stardirigent. Obwohl Mezzo Elīna Garanča abgesagt hatte, eröffnete Nikolaus Bachlers Intendanz der Salzburger Osterfestspiele mit viel Prominenz. Richard Wagners „Tannhäuser“ krankt trotz des Staraufwands an zu viel Statik.
Kleine Zeitung.at

Nachtkritik „Tannhäuser“: Böse Lust wird eingebremst
Jonas Kaufmann singt seinen ersten Tannhäuser. Das Publikum der Opernpremiere bei den Osterfestspielen Salzburg am Samstag bejubelt jedoch Christian Gerhaher, der dessen Widersacher Wolfram von Eschenbach eindrucksvoll verkörpert. Musikalisch und szenisch wechseln Licht und Schatten.
Salzburger Nachrichten

Startenor Jonas Kaufmann begeistert bei den Osterfestspielen in Salzburg als Tannhäuser
Die 1967 von Herbert von Karajan gegründeten Osterfestspiele in Salzburg sind so etwas wie der Rolls Royce oder Bentley unter den Klassikfestivals weltweit. Sie sind das elitärste, exklusivste, auch bezüglich der Eintrittspreise teuerste Festival. Im Vergleich dazu hat zum Bayreuth bei den Preisen fast Stadttheater-Niveau. Aber die diesjährige Premiere von Richard Wagners „Tannhäuser“ hat gezeigt, dass Geld dann eben auch für eine exquisite Besetzung sorgen kann.
rheinland.pfalz.de

Hamburg/Staatsoper
„Was ich begehre, muss ich haben!“ – Puccinis „Tosca“ an der Staatsoper Hamburg
Wenn man in eine „Tosca“-Aufführung geht, zumal wenn es sich um eine ältere Inszenierung wie die von Robert Carsen aus dem Jahr 2000 (Bühnenbild und Kostüme: Anthony Ward) handelt, dann steht natürlich im Raum, wie leidenschaftlich die Titelheldin ihre Liebe und Eifersucht gestaltet, auch wie heroisch und standhaft Cavaradossi seine Überzeugung verteidigen wird. Seien wir ehrlich – am meisten gespannt sind wir doch alle, wie fies der Scarpia seine Ränke spinnen wird und wie brutal sein hässliches Wesen sich in der jeweiligen Interpretation äußern mag.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2023

Christian Thielemann © Matthias Creutziger

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2023

Berlin
Staatsoper Unter den Linden: Kommt Christian Thielemann – oder gar eine Dirigentin?
BerlinerZeitung.de

Pathys Stehplatz (23) – Von Sesselpickern und Fehltritten: Es siegt nicht immer die Vernunft
Die Plätze auf den großen Bühnen sind rar. Salzburg, Wien, Paris, New York. Dazu noch ein paar deutsche Großstädte und vereinzelte Ecken in Asien und Resteuropa. Das war es im Grunde. Viel mehr Gelegenheiten bieten sich einem Pianisten nicht, um ordentlich abzusahnen. Dass man da nicht gerne seinen Stuhl räumt, liegt in der Natur der Sache. Eine Pause hätten dennoch einige dringend nötig.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Ladas Klassikwelt 105: „Für jedes Zuhause eine Orgel“
Die Schnitger-Orgel aus Hamburg, die Silbermann-Orgel in Dresden, oder die Cavaillé-Coll-Orgel in Paris und viele weitere – man kann jedes dieser Instrumente bei sich zu Hause haben. Man kann sich einige bei der Firma Johannus in Ede in Niederlanden aussuchen. Dank der Digitalisierungstechnik können die Mitarbeiter des Unternehmens jede berühmte Orgel nachbauen.
Von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert.de

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Semper dolens – Musik & Schock

Foto: DSO Berlin und Robin Ticciati © Peter Adamik

Stehende Ovationen und ein nicht enden wollender Applaus sind die Reaktionen: So etwas hat die Welt noch nicht gehört. Und solch liebevoll und klug durdachte Programme hört die Welt auch leider viel zu selten. Robin Ticciati und das DSO haben viel versprochen und noch viel mehr als das präsentiert. Dies war nur ein Konzert von vieren im Rahmen des Festivals Music and Healing – alle, denen sich die Chance bietet Teil davon zu sein, sollten sie dringend ergreifen.

Festival „Music and Healing“ I
vom 17. bis 26. März 2023

Harrison Birtwistle: Panic für Altsaxophon, Jazzschlagzeug und Orchester (1995)

John Dowland: Semper Dowland, semper dolens, Fassung für Streichorchester

Ernest Bloch: Schelomo. Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester

Igor Strawinsky: Le sacre du printemps

Nicolas Altstaedt, Violoncello
Asya Fateyva, Altsaxophon
Martin Frink, Jazzschlagzeug
Gareth Lubbe, Obertongesang

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Robin Ticciati, Dirigent

Philharmonie Berlin, 17. März 2023 

von Elisabeth Tänzler

Music and Healing – so heißt das von Chefdirigent Robin Ticciati initiierte Festival des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Vier Konzerte, Symposien, Interviews und Kolumnen behandeln das Thema Healing, denn schon Henry Purcell vertonte in einer seiner Arien: „Möge die Musik für einen Moment deine Sorgen vertreiben.“ Das Auftaktkonzert am 17. März in der Berliner Philharmonie konfrontiert dabei mit Grenzerfahrung: als „Schocktherapie“ oder „Bad in einer akustischen Eistonne“ wird das Kommende benannt – sie mögen recht behalten. „Festival „Music and Healing“, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Robin Ticciati, Dirigent
Berliner Philharmonie, 17. März 2023“
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DIE FREITAG-PRESSE – 17. MÄRZ 2023

Foto: Il trittico © Brinkhoff/Mögenburg

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DIE FREITAG-PRESSE – 17. MÄRZ 2023

Hamburg
Rentner stören Puccini-Premiere in der Staatsoper Hamburg – oder: Rentner rocken die Oper
Die Inszenierung von Axel Ranisch an der Staatsoper war eigentlich gar nicht so modern, dass sie ältere und alte Zuschauer zur Rage hätte bringen müssen. Sie ist ästhetisch, witzig bis düster, mit ausgezeichneter Personenführung, mit Tiefe, mit Raum, mit Psyche, mit Ästhetik. Primär ging es um drei Filmklips, in denen bekannte Schauspieler ein fiktives Setting entwarfen. Das dauerte manchen der betagteren HERRschaften (nur Männer schrieen sich den Frust vom Halse, Frauenstimmen waren nicht zu vernehmen) zu lange. „Aufhören!“, „Wir sind in der Oper!“ und „Das ist ja wie eine Generalprobe“ skandierten Rentner und Pensionäre – vor allem von den etwas preiswerteren Plätzen.
Klassik-begeistert.de

Zuschauer stören Puccini-Premiere „Il trittico“ in Hamburg
An der Hamburgischen Staatsoper hat Puccinis dreiteiliges Werk „Il trittico“ Premiere gefeiert. Regisseur Axel Ranisch hat die drei grundverschiedenen Stücke mit einer von ihm erfundenen Rahmenhandlung verbunden. Diesen Kniff fanden aber nicht alle im Publikum gelungen.
NDR.de

Kritik – „Il trittico“ in Hamburg Proteste an der Staatsoper
Proteste in Hamburg: Manche Zuschauerinnen und Zuschauer fühlten sich gestört durch das, was Regisseur Axel Ranisch aus Puccinis „Il trittico“ gemacht hat. Die Folge: Sie störten selbst. Unser Kritiker findet das unmöglich. Zur Inszenierung meint dagegen: Herrlich war’s!
BR-Klassik.de

Zwischenrufe: Publikum stört Trittico-Premiere
Mopo.de.rausgehen

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. MÄRZ 2023

© Wolf-Dieter Grabner, Goldener Saal, Musikverein Wien

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. MÄRZ 2023

Wien
Der Musikverein in der kommenden Saison 2023/24: Simply the Best
Intendant Stephan Pauly kündigt bewährte Namen wie Christian Thielemann, Riccardo Muti und Igor Levit an
DerStandard.at.story

Bewährte Lichtgestalten und neue Facetten
Im Musikverein gastiert auch in der nächsten Saison das Who is who der Klassik; Christian Thielemann und Riccardo Muti stehen im Fokus.
WienerZeitung.at

Musikverein 23/24: Thielemann, Muti, kein Plan B fürs RSO
Der Wiener Musikverein präsentierte sein Programm für die kommende Saison – mit über 70 Abo-Zyklen und einem Festival namens „Courage!“.
DiePresse.com

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