Pappano und Levit gestalten Busonis Klavierkonzert als musikalisches Feuerwerk

Musikfest Berlin – Orchestra e Coro dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Leitung Sir Antonio Pappano, Igor Levit Klavier, Schönberg | Busoni, © Fabian Schellhorn

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom

Antonio Pappano   Dirigent
Coro dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecilia
Igor Levit   Klavier

Arnold Schönberg
Verklärte Nacht, Fassung für Streichorchester

Ferruccio Busoni
Konzert für Klavier und Orchester mit Männerchor

Coro dellʼAccademia Nazionale di Santa Cecilia
Igor Levit  Klavier

Philharmonie Berlin, 5. September 2022

 von Peter Sommeregger

Die beiden Werke, die in diesem Konzert erklangen, entstanden zeitlich nahe an der vorletzten Jahrhundertwende und sind beide geprägt von der Entstehung neuer Formen der Musik in dieser Zeit. Sie folgen allerdings formal noch den alten Traditionen. Schönberg schrieb sein Streichsextett inspiriert durch die schwüle Jugendstil-Lyrik des Dichters Richard Dehmel, der heute nur noch durch Vertonungen seiner Werke bekannt ist. Später schuf er eine Fassung des Werkes für großes Streichorchester, die auch in diesem Konzert zu hören war. „Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom, Antonio Pappano Dirigent
Philharmonie Berlin, 5. September 2022“
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Das Philadelphia Orchestra beeindruckt beim Musikfest Berlin

Photo: The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, Music Director, 2022 European Festivals Tour Rehearsal © ToddRosenbergPhotography 2022

Noch sind wir am Beginn des Berliner Musikfests, und schon gastiert dort das erste zweier Spitzenorchester aus den USA, mit selten gespieltem Repertoire.

Philharmonie Berlin, 1. September 2022

Antonín Dvořák (1841-1904) – Karneval (Konzertouvertüre für Orchester op. 92)

Karol Szymanowski (1882-1937) – Violinkonzert Nr. 1 op. 35

Florence Price (1887-1953) – Sinfonie Nr. 1 e-Moll

The Philadelphia Orchestra
Lisa Batiashvili, Violine
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent

von Brian Cooper, Bonn

Der Begriff Big Five für „die“ fünf amerikanischen Spitzenorchester, darunter das Philadelphia Orchestra, ist inzwischen nach einhelliger Meinung obsolet geworden, denn auch in Kalifornien und im mittleren Westen gibt es hervorragende Orchester; allein in Pennsylvania gibt es ja noch das Pittsburgh Symphony Orchestra, und wer mag, kann derzeit auch diesen Klangkörper in Europa hören, denn der Bundesstaat ist gerade mit beiden seiner sinfonischen Aushängeschilder in Europa zu Gast.

The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, Music Director, 2022 European Festivals Tour © Todd Rosenberg Photography 2022

Das Philadelphia Orchestra gastierte am 1. September mit seinem Music Director Yannick Nézet-Séguin in der Berliner Philharmonie, und das Bemerkenswerte an dem Abend waren nicht etwa der stupende Klang und die beachtliche Virtuosität dieses Sinfonieorchesters, die man ja gewohnt ist – verwöhnt, wie man ist –, sondern vielmehr das außergewöhnliche Programm. Auch deshalb wählte ich dieses Konzert für meine seit 2005 alljährliche Reise zum Musikfest. „Musikfest Berlin: The Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Philharmonie Berlin, 1. September 2022“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 3. SEPTEMBER 2022

Katharina Wagner, Foto: azonline (c)

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Die SAMSTAG-PRESSE – 3. SEPTEMBER 2022

Bayreuth
Katharina, die Letzte
An diesem Donnerstag gingen die Bayreuther Festspiele 2022 zu Ende. Die Bilanz war, gelinde gesagt, durchwachsen, manche sagen: verheerend. Die Neuinszenierung von Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ fiel bei großen Teilen des Publikums und der Mehrzahl professioneller Kritiker durch, wobei es freilich auch lobende Einschätzungen gab, nicht zuletzt auf der Achse des Guten. Die überwiegend negative Kritik (beispielsweise auch durch mich) betraf nicht nur die interpretatorisch-handwerkliche Seite der Aufführungen, sondern auch die musikalische.
https://www.achgut.com/artikel/bayreuther_festspiele_katharina_die_letzte

Berlin/ Musikfest
John Eliot Gardiner zelebriert eine zu Herzen gehende „Missa Solemnis“
Nach respektvollem Warten große Begeisterung im Publikum. Als man den Saal verlässt, hat man das Gefühl, reich beschenkt worden zu sein. Ja, es ging zu Herzen!
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Britische Musikbranche leidet unter Brexit. Warum Auftritte in der EU so teuer werden
Mehr Papierkram und höhere Kosten: Die britische Musikbranche leidet unter dem Brexit, denn Auftritte in der EU sind nun viel komplizierter. Gerade für Nachwuchs-Ensembles hat das gravierende Folgen.
BR-Klassik.de

Hamburg
„This is not a small voice“ – Werke aus den USA eröffnen furios die neue Elbphilharmonie-Saison
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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John Eliot Gardiner zelebriert eine zu Herzen gehende „Missa Solemnis“

Foto: Musikfest Berlin – Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Monteverdi Choir – Ludwig van Beethoven: „Missa solemnis“, Leitung John Eliot Gardiner © Fabian Schellhorn

Nach respektvollem Warten große Begeisterung im Publikum. Als man den Saal verlässt, hat man das Gefühl, reich beschenkt worden zu sein. Ja, es ging zu Herzen!

Ludwig van Beethoven
Missa Solemnis D-Dur op. 123

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir
Lucy Crowe    Sopran
Ann Hallenberg    Alt
Giovanni Sala    Tenor
William Thomas    Bass
John Eliot Gardiner    Dirigent

Philharmonie Berlin, 31. August 2022

von Peter Sommeregger

 „Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehn“ diesen Satz stellte der Komponist seiner Partitur voran, dieses Motto bleibt Auftrag und Gradmesser für alle Aufführungen dieses monumentalen Werkes.

Trotz des sakralen Charakters der Partitur trifft man es fast ausschließlich im Konzertsaal an, es im Rahmen einer kirchlichen Messe aufzuführen würde wohl jeden Kirchenchor gnadenlos überfordern, auch die Solopartien erfordern erste, professionelle Kräfte. „Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis
Philharmonie Berlin, 31. August 2022“
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Klaus Mäkelä und das Concertgebouw-Orchester beim Musikfest Berlin: Da greift Einer nach den Sternen!

Foto: Musikfest Berlin 2022 – Concertgebouw Orkest Amsterdam, Klaus Mäkelä  © Fabian Schellhorn

Kaija Saariaho
Orion

Gustav Mahler
Symphonie Nr.6 a-Moll

Concertgebouw Orkest Amsterdam
Klaus Mäkelä  Dirigent

Philharmonie Berlin, 28. August 2022

von Peter Sommeregger

Nach zwei Jahren in Corona-bedingt reduzierter Form, kann das Musikfest Berlin diesmal wieder in gewohnter Form stattfinden. Sehnsüchtig hatte man die Gastspiele der bedeutenden Orchester erwartet, bei denen jenes des Concertgebouw Orkest Amsterdam immer einen besonderen Stellenwert hat. Dieser Klangkörper gehört unstrittig zu den hervorragendsten der Welt, entsprechend sind die hohen Erwartungen an das Gastspiel.

In diesem Jahr stand erstmals in Berlin der designierte Chefdirigent des Orchesters, Klaus Mäkelä am Pult. Dem erst 26-jährigen Finnen eilt bereits ein erstaunlich großer früher Ruhm voraus. „Musikfest Berlin 2022, Concertgebouw Orkest Amsterdam, Klaus Mäkelä
Philharmonie Berlin, 28. August 2022“
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Der Saisonauftakt der Berliner mit Kirill Petrenko endet in einem kollektiven Jubelruf!

Foto: Berliner Philharmoniker, www.berliner-philharmoniker.de

Gustav Mahler
Symphonie Nr.7

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 26. August 2022

von Peter Sommeregger

Nach Zeitungsberichten über eine ernsthafte Fußverletzung Kirill Petrenkos war man besorgt, ob und wie der Chef der Berliner Philharmoniker in der Lage sein würde, das Saison- Eröffnungskonzert mit Gustav Mahlers anspruchsvoller 7. Symphonie durchzuführen. Diese Sorge schwand sofort, nachdem Petrenko das Podium betreten hatte. Sein Schritt war vielleicht nicht ganz so federnd wie gewohnt, aber mit Ausnahme einer kleinen Stütze für den rechten Fuß und einem nicht benutzten Sitz auf dem Dirigentenpult war alles wie üblich. „Gustav Mahler Symphonie Nr.7
Saisonauftakt der Berliner Philharmoniker, 26. August 2022“
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Die DONNERSTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2022

© Claudia Höhne, Franz Welser-Möst, The Cleveland Orchestra

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Salzburg
Und alles fügt sich: Franz Welser-Möst mit Schuberts Es-Dur-Messe bei den Salzburger Festspielen
MünchnerMerkur.de

Berlin
Marketing als Schnickschnack: Leporello darf nicht platzen
Nach der Berliner Staatsoper werden auch die Programmhefte der Komischen Oper immer unhandlicher. Ein Ärgernis.
Tagesspiegel.de

Von sechs über fünf zu sieben
Festspiele / Kammerkonzert / Capuçon & Freunde
DrehpunktKultur.at

Salzburg
Landestheater-Umbau in der Zielgeraden
Erstmals seit 1971 finden im Salzburger Landestheater keine Aufführungen der Festspiele statt. Seit dem Frühjahr werden der Bühnen- und der Zuschauerraum generalsaniert und auf den technisch neuesten Stand gebracht. Die Arbeiten stehen unter enormem Zeitdruck.
https://salzburg.orf.at/stories/3169380/

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Die SONNTAG-PRESSE – 14. AUGUST 2022

Foto: Martigny/Schweiz, Tosca (c) Charles E. Ritterband

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Martigny/Schweiz
„Tosca“ fasziniert in der Römerarena Martigny mit großen Stimmen
Martigny – ein kleines Städtchen im Schweizer Kanton Wallis, umgeben von einem Kranz hoher Berge und Reben, die steile Abhänge emporklettern und exzellenten Weißwein gedeihen lassen und die Überreste eines römischen Amphitheaters: Nicht unbedingt ein Ort, an dem wir eine musikalisch exzellente und szenisch perfekte Aufführung einer der ganz großen Opern Puccinis erwarten würden. Aber doch war es so
Klassik-begeistert.de

Rising Stars 31: Serena Sáenz, Sopran – die mit den Koloraturen tanzt
Die Entwicklung und Karriere vielversprechender NachwuchskünstlerInnen übt eine unvergleichliche Faszination aus. Es lohnt sich dabei zu sein, wenn herausragende Talente die Leiter Stufe um Stufe hochsteigen, sich weiterentwickeln und ihr Publikum immer wieder von neuem mit Sternstunden überraschen. Wir stellen Ihnen bei Klassik-begeistert jeden zweiten Donnerstag diese Rising Stars vor: junge SängerInnen, DirigentInnen und MusikerInnen mit sehr großen Begabungen, außergewöhnlichem Potenzial und ganz viel Herzblut sowie Charisma.
Von Dr. Lorenz Kerscher
Klassik-begeistert.de

Hamburg/Elbphilharmonie
Kenny Barron Quartet: Wenig Neues
Von Nikolai Röckrath
Klassik-begeistert.de

Hamburg St. Michaelis / Dom zu Lübeck
Der Abend der Traditionschöre: So viel Schönheit war nie
Matthias Janz: Was dieser Mann an schöner Musik geradezu ausstrahlt, ist wahrlich wundersam.
Von Harald Nicolas Stazol
Klassik-begeistert.de

„Aida“ bei den Salzburger Festspielen
Zwischen stummen Gesichtern und Todesengeln
BR.Klassik.de

Macht, Ethnie und Gender
Festspiele / Aida
DrehpunktKultur.at

„Aida“ in Salzburg: Wenn es in einem Krieg nichts zu triumphieren gibt (Bezahlartikel)
Kurier.at

Salzburger Festspiele: Einige Buhs für Antikriegs-„Aida“
DerStandard.at

Salzburg
Opernsängerin Corinne Winters im SN-Gespräch: „Katja sieht die Welt anders als wir“ (Bezahlartikel)
SalzburgerNachrichten.at

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Diesmal hält auch Wotans Sessel bis zum Ende durch: Walküre in Bayreuth

Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Festspielhaus Bayreuth, Bayreuther Festspiele, 11. August 2022

Die Walküre
Musik und Libretto von Richard Wagner

Diesmal brach der Sessel nicht zusammen, Tomasz Konieczny konnte die ganze Walküre zu Ende singen. Die Inszenierung ist auch beim zweiten Mal nicht weniger sehenswert als beim ersten. Und Lise Davidsen und Klaus Florian Vogt als Wälsung-Zwillings-Paar sind einfach nicht zu toppen.

von Peter Walter

An dem neuen Bayreuther Traumpaar Lise Davidsen und Klaus Florian Vogt – wie ich schon zur Premiere geschrieben hatte – kommt im Moment einfach niemand vorbei. Kein Aufzug hat das Publikum so fest an die unbequemen Holzstühle gefesselt wie dieser! Die strahlende Sieglinde ist eine Sonne des Gesangs, magische Gefühle löst sie in einem aus, wenn ihre Stimmlippen zu schwingen beginnen. Vogt sang beim zweiten Mal sogar noch etwas besser als vor 11 Tagen, konnte mit einer fast schon lyrischen Melodik im zweiten Aufzug wahrhaftig verzaubern. „Grüßt mich in Walhall froh eine Frau?“, eine Jahrhundert-Sternstunde der Musik!

Lise Davidsen (Sieglinde), Klaus Florian Vogt (Siegmund). Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Georg Zeppenfeld sang seine sechste Vorstellung, zum sechsten Mal makellos. Die Fricka von Christa Meyer hatte einen gewohnt selbstbewussten, souveränen Auftritt. Sie ist es, die Wotans Willen steuert, er steht eigentlich auf Siegmunds Seite, muss sich aber seiner Frau zu Füßen werfen. Ihr stimmstarker, runder Mezzo-Sopran fordert selbst einen routinierten Wotan ordentlich heraus.  „Richard Wagner, Die Walküre
Bayreuther Festspiele, 11. August 2022“
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