Blomstedts Rückkehr aufs Podium

Foto: © Monika Rittershaus

Herbert Blomstedt mit kraftvollen Schubert- und Beethoven-Interpretationen

Franz Schubert: Dritte Sinfonie

Ludwig van Beethoven: Siebte Sinfonie

Berliner Philharmoniker
Herbert Blomstedt, Dirigent

Philharmonie Berlin, 30. September


von Kirsten Liese

Es ist gerade ein Vierteljahr her, dass Herbert Blomstedt nach einem Beinbruch durch einen Sturz diverse Konzerte absagen musste. Andere Menschen in seinem hohen Alter wären vermutlich noch nicht fit, um wieder zu konzertieren, aber Blomstedt ist als der älteste gediente Dirigent ohnehin ein immer wieder an ein Wunder grenzender Sonderfall.

Dass der 95-Jährige nach seinem Unfall nun (noch) nicht im Stehen dirigiert, versteht sich wohl von selbst. Ein Hochstuhl für Kontrabässe, auf dem gewöhnlich andere ältere Kollegen thronen, um über das gesamte Orchester schauen zu können, sollte es in seinem Fall aber nicht sein. Blomstedt setzte sich zu seinen Streichern auf einem einfachen Stuhl auf Augenhöhe. Das passt zu seinem uneitlen Wesen und seinen Vorstellungen vom gemeinsamen Musizieren. „Berliner Philharmoniker, Herbert Blomstedt, Leitung
Philharmonie Berlin, 30. September 2022“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. SEPTEMBER 2022

Foto: Florian Boesch © Lukas Beck

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. SEPTEMBER 2022

Florian Boesch über sein Debüt an der Staatsoper: „Echt ist schön“
Am Donnerstag singt Florian Boesch erstmals an der Wiener Staatsoper: in „Von der Liebe Tod“, der Inszenierung zweier Werke Gustav Mahlers, „Das klagende Lied“ und „Kindertotenlieder“. Der Bassbariton über sein spätes Debüt und seinen Begriff von Schönheit.
DiePresse.com.at

Berlin
„Lakmé“ von Leo Delibes: Zuckerguss für die Ohren
Gastspiel der Deutschen Oper in der Philharmonie: Daniela Candillari dirigiert eine fantastische Aufführung von „Lakmé“
Tagesspiegel.de

Tosende Wellen vor Englands Küste
Sie verband romantische Musik mit einem kämpferischer Geist: Die Komponistin Ethel Smyth. Auf einem Symposium in Berlin war mehr über sie zu erfahren.
https://taz.de/Komponistin-Ethel-Smyth/!5880330/

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 29. SEPTEMBER 2022“ weiterlesen

„The Wreckers“ von Ethel Smyth in der Philharmonie Berlin: Ein Konzert, dem hoffentlich noch weitere folgen werden

Ethel Smyth
The Wreckers 

Philip Horst (Pascoe)
Karis Tucker (Thirza)
Daniel Scofield (Lawrence)
Rodrigo Porras Garulo (Mark)
Lauren Fagan (Avis)
Donovan Singletary (Harvey)
Jeffrey Lloyd-Roberts (Tallan)
Marta Fontanals-Simmons (Jack)

Rundfunkchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Robin Ticciati   Dirigent

Konzertante Aufführung Philharmonie Berlin, 25. September 2022

 von Peter Sommeregger

Die britische Komponistin Ethel Smyth (1858-1944) ist heute in Deutschland wenig bekannt, obwohl sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch hier große Erfolge feiern konnte. Ihre Oper „The Wreckers“ (Strandräuber oder Strandrecht) wurde 1906 in Leipzig uraufgeführt, die Oper „Der Wald“ 1902 an der Berliner Hofoper. „Ethel Smyth, The Wreckers  (Oper)
Konzertante Aufführung Philharmonie Berlin, 25. September 2022“
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Eine  Neuausgabe alter Schätze: Leonard Bernstein ist live im Konzertsaal zu erleben

Nicht nur für Verehrer Bernsteins ist diese Box als Beispiel für Musizieren auf höchstem Niveau eine empfehlenswerte Anschaffung!

Leonard Bernstein
5 Blu-ray Discs

c-major  762304

 von Peter Sommeregger

 Disc 1  Sibelius

Dem Werk von Jean Sibelius hatte sich Leonard Bernstein auch schon in früheren Jahren gewidmet, mit den New Yorker Philharmonikern sogar einen kompletten Zyklus aller Symphonien für die Schallplatte eingespielt. Zu jener Zeit war der finnische Komponist längst noch nicht so akzeptiert, als er es heute, aber auch schon Ende der 1980er Jahre war, in denen diese Aufnahmen entstanden. Bernstein hatte ein großes Faible für den stilistisch ein wenig aus der Zeit gefallenen Komponisten. Die Videos zeigen, mit welcher Hingabe er sich in diese Musik vertieft und es ihm gelingt, seine Begeisterung auch dem Publikum nahezubringen. Ursprünglich sollte in Wien ein kompletter Sibelius-Zyklus für Schallplatte und Video entstehen. Die ersten Symphonien wurden 1986 und 1987 eingespielt, 1988 und 1990 zwei weitere. Bernsteins unerwarteter Tod am 14. Oktober 1990 ließ das Projekt aber als Torso zurück, in ihrer leidenschaftlichen Hingabe an diese Musik sind die Aufnahmen ein wichtiges Dokument für Bernsteins Spätstil.

Zum ersten Mal erscheinen die Sibelius-Aufnahmen nun auch auf Blu-ray. „CD-Rezension: Leonard Bernstein, 5 Blu-ray Discs
klassik-begeistert.de 23. September 2022“
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Petrenko und seine Berliner Philharmoniker brillieren mit Werken des 20. Jahrhunderts

Foto: Xenakis in his Paris studio, c. 1970, wikipedia.org

Jannis Xenakis
Empreintes

Bernd Alois Zimmermann
Sinfonie in einem Satz

Luigi Dallapiccola
Il Prigioniero

Wolfgang Koch   Bariton
Ekaterina Semenchuk   Mezzosopran
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Tenor

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko   Dirigent

Philharmonie Berlin, 15. September 2022

von Peter Sommeregger

Dieses Konzert der „Hausherren“ der Philharmonie im Rahmen des Berliner Musikfestes widmete Chefdirigent Kirill Petrenko ausschließlich Werken des 20. Jahrhunderts. Auch die sehr unterschiedlichen musikalischen Sprachen der drei Komponisten wurden mit höchstem Einsatz umgesetzt und zeigten Orchester und Dirigent auf gewohnt hohem Niveau. „Berliner Musikfest, Xenakis, Zimmermann, Dallapiccola
Philharmonie Berlin, 15. September 2022“
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Vladimir Jurowski und sein RSB präsentieren ein überreiches Programm beim Musikfest Berlin

Foto: Musikfest Berlin, 220913, Vladimir Jurowski ©PMeisel

Am Ende eines langen, herausragenden Konzertabends jubelnde Begeisterung in der ausverkauften Philharmonie.

Jannis Xenakis
Ais

Béla Bartók
Konzert für Violine und Orchester Nr.1

Gustav Mahler
Symphonie Nr.5

Georg Nigl   Bariton
Dirk Rothbrust   Schlagzeug
Vilde Frang   Violine

Rundfunk Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski,  Dirigent

Philharmonie Berlin, 13. September 2022

von Peter Sommeregger

Vladimir Jurowski hatte für seinen Auftritt im Rahmen des Musikfestes Berlin ein kühnes Programm mitgebracht. Gleich drei Werke des 20. Jahrhunderts, wenn auch aus verschiedenen stilistischen Epochen, realisierte er mit seinem Rundfunk Sinfonieorchester auf furiose Weise.

Am Beginn stand „Ais“, eine Komposition des griechischen Komponisten Jannis Xenakis, der vor hundert Jahren geboren wurde. Diese Kantate für großes Orchester, zusätzliches Schlagzeug und Bariton ist ein extrem schwieriges, vielschichtiges Stück, das viel von der Zerrissenheit des Komponisten widerspiegelt . Mit dem Solopart war der Bariton Georg Nigl betraut. Man wusste, dass Nigl ein großartiger Interpret sowohl alter, als auch zeitgenössischer Musik ist. Was man nicht wusste war, dass Nigl über mindestens drei verschiedene Stimmen verfügt.

„Musikfest Berlin, Rundfunk Sinfonieorchester Berlin Vladimir Jurowski,  Dirigent
Philharmonie Berlin, 13. September 2022“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2022

Foto: Katharina Wagner, Foto: azonline (c)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE MITTWOCH-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2022

Bayreuth
Unklare Zukunft für Katharina Wagner
Geht die Zeit Katharina Wagners als Leiterin der Bayreuther Festspiele bald zu Ende? Diese Frage steht hinter allen aktuellen Bayreuth-Debatten. Denn einige Protagonisten auf dem Grünen Hügel suchen nach handfesten Gründen, Katharina Wagner an der Spitze der Festspiele fallen zu lassen.
BR-Klassik.de

„Stehplatzkritik“ – Wiener Staatsoper, 12. September 2022 Carmen
Am Wiener Stehplatz herrscht wieder Normalzustand. Vorbei sind die Zeiten der Barhocker, stattdessen dichtes Gedrängel hinter den letzten Parkettreihen. Zurecht, denn Vorstellungen zum (stillen) Feiern und Mitfiebern stehen hier offenbar auf der Tagesordnung. Selbst der szenendominierende Sopranmangel kann im Haus am Ring keinen Fuß fassen!
von Johannes Karl Fischer
https://klassik-begeistert.de/georges-bizet-carmen-wiener-staatsoper-12-september-2022/

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Hochkarätiges „Leipziger Allerlei“: Andris Nelsons gastiert mit dem Gewandhausorchester beim Musikfest Berlin

Foto: Musikfest Berlin – Gewandhausorchester Leipzig, Leitung Andris Nelsons © Fabian Schellhorn

Wieder einmal haben sich die Musiker des Leipziger Gewandhausorchesters als wahre Virtuosen an ihren Instrumenten erwiesen. Großer, lang anhaltender Beifall dankt ihnen ihren Einsatz.

Musikfest Berlin, Philharmonie Berlin, 9. September 2022

Dmitri Schostakowitsch
Kammersymphonie c-Moll op.110a

Sofia Gubaidulina
Der Zorn Gottes

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr.7 A-Dur op.92

Gewandhausorchester Leipzig
Andris Nelsons  Dirigent

Philharmonie Berlin, 9. September 2022

von Peter Sommeregger

Das Musikfest Berlin ist immer eine willkommene Gelegenheit, auswärtige Orchester und Dirigenten kennenzulernen und sie auch einem kritischen Vergleich zu unterziehen.

An diesem 9. September 2022 war nun das Gewandhausorchester Leipzig mit seinem Chefdirigenten Andris Nelsons zu Gast. Dieses Orchester, das zurecht zu den traditionsreichsten und besten Europas gezählt wird, hatte ein sehr kontrastreiches, interessantes Programm mitgebracht. „Musikfest Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons  Dirigent
Philharmonie Berlin, 9. September 2022“
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Musikfest Berlin: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!

Foto: Justin Doyle © Matthias Heyde

Musikfest Berlin – Philharmonie Berlin, 8. September 2022

Psalmensinfonietta

RIAS Kammerchor Berlin
Ensemble Promena
Justin Doyle, Dirigent

von Elisabeth Tänzler

Psalmvertonungen des 16. bis 18. Jahrhunderts stehen an diesem Abend im Großen Saal der Berliner Philharmonie im Mittelpunkt und zu erleben ist ein recht kleinteiliges Programm, welches an Vielschichtigkeit – das mag nicht zuletzt an der stetigen Doppelchörigkeit liegen – kaum zu übertreffen ist.

Als kleine Schwester der Sinfonie bedient sich die Sinfonietta meist an einem knapperen Werkumfang, einer überschaubareren oder etwa kammermusikalischen Besetzung, doch manchmal auch an einem schlichteren Anspruch der musikalischen Tiefe. Im Angesicht des letzten Punktes stellt die Betitelung Psalmensinfonietta eine maßlose Untertreibung dar, wie bereits nach den ersten Tönen deutlich wird. „Musifest Berlin, RIAS Kammerchor Berlin, Ensemble Promena, Justin Doyle, Dirigent
Philharmonie Berlin, 8. September 2022“
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Mahlers Auferstehungs-Symphonie beim Musikfest Berlin: Hör’ auf zu beben! Bereite dich, zu leben!

Gustav Mahler
Symphonie Nr.2 in c-Moll

Heidi Stober   Sopran
Karen Cargill   Mezzosopran
Paolo Bortolameolli   Dirigent
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

Philharmonie Berlin, 7. September 2022

von Peter Sommeregger

Die 2. Symphonie Gustav Mahlers wird auch „Auferstehungs-Symphonie“ genannt, weil sie einen Teil einer Ode Klopstocks in der Adaption durch den Komponisten zum Thema hat. Durch die große Besetzung, inklusive Orgel, gemischten Chor und zwei Gesangssolistinnen erhält das Werk eine Wucht, die immer wieder beeindruckt.

Die Deutsche Oper Berlin wählte das Werk für ihr traditionelles Gastspiel beim Musikfest Berlin, der GMD Donald Runnicles musste aber wegen einer Corona-Erkrankung ersetzt werden. Für ihn übernahm sehr kurzfristig der Italiener Paolo Bortolameolli, der mit großem Engagement in die Bresche sprang. Schwierig zu sagen, wie viel an der Interpretation schon von Runnicles bei den Proben festgelegt wurde, jedenfalls überzeugte der Einspringer mit deutlicher Zeichengebung und großem Temperament, das für dieses monumentale Werk erforderlich ist. „Gustav Mahler, Symphonie Nr.2 in c-Moll
Philharmonie Berlin, 7. September 2022“
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