"Andrea Chénier" an der Wiener Staatsoper: eine Liebeserklärung an Anna Netrebko

Foto: Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper
, 24. Mai 2019
Umberto Giordano, Andrea Chénier

von Kirsten Liese

Um vorzuwarnen: Diese Rezension droht eine Liebeserklärung an Anna Netrebko zu werden. Weniger, weil sie mich als Mensch oder Frau faszinieren würde, sondern weil dieser Sopranistin tatsächlich etwas gelingt, was für heutige Sängerinnen einmalig ist: Über eine lange Zeit von mittlerweile 24 Jahren seit ihrem Debüt am St. Petersburger Mariinsky-Theater hält sie ihr hohes Niveau, und das bei stets unerhört großem Erwartungsdruck. Noch dazu verfügt die 48-Jährige tatsächlich über eine der schönsten Stimmen unserer Zeit, wovon man sich soeben an der Wiener Staatsoper wieder einmal überzeugen konnte. „Umberto Giordano, Andrea Chénier,
Wiener Staatsoper, 24. Mai 2019“
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"Frau ohne Schatten" in Wien: Es ist zu spüren, dass Christian Thielemann und die Musiker diese Partitur vom ersten bis zum letzten Takt lieben

Foto: Stephen Gould als Der Kaiser, Camilla Nylund als Die Kaiserin, Wolfgang Koch als Barak
© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 25. Mai 2019
Richard Strauss: Frau ohne Schatten

von Kirsten Liese

Ein Intendant,  der vor einem Dirigenten niederkniet: Das ereignet sich nicht alle Tage!

Umso bedeutsamer erschien diese Geste,  die sich nach der mit großer Spannung erwarteten Premiere zur 150- Jahr-Feier in der Wiener Staatsoper zutrug: der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss.

Auf der Premierenfeier also,  auf der sich die Bühne der Wiener Staatsoper eindrucksvoll in einen Bankettsaal verwandelte,  brachte Dominique Meyer seine Dankbarkeit für ein Dirigat mit der denkbar größten Hochachtung zum Ausdruck,  das es verdient, grandios genannt zu werden. „Richard Strauss: Frau ohne Schatten,
Wiener Staatsoper, 25. Mai 2019“
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Die SONNTAG-PRESSE – 26. Mai 2019

Foto: Nina Stemme (Färberin), Camilla Nylund (Kaiserin), Evelyn Herlitzius (Amme). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: Die SONNTAG-PRESSE – 26. Mai 2019

150 Jahre Staatsoper: Matinee läutete Jubelwochenende ein
Das Jubelwochenende als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Wiener Staatsoper ist eröffnet: Mit einer Matinee wurde der Feierreigen gestartet, dem sich am Samstagabend die Festpremiere der „Frau ohne Schatten“ und am Sonntag ein Open-Air-Konzert anschließen. „Wir betrachten dieses herrliche Haus, die Wiener Staatsoper, als Heimat!“, konstatierte Festredner Clemens Hellsberg.
Salzburger Nachrichten

Wien/ 150 Jahre Staatsoper
Staatsopern-Hoppalas: Sopranistin abgängig, Tenor auf der Flucht
Die Hoppalas prägen sich manchmal besonders tief in die Erinnerung ein: Drei Anekdoten aus den letzten Jahren
Der Standard

150 Jahre Wiener Staatsoper
In diesem Intrigenstadl können Strache und Kurz nicht mithalten
Die Welt.de

Wien/ Staatsoper
Stehplatzzuschauer ohne Manieren verleiden Opern-Fans Sternstunden mit Anna Netrebko
Eigentlich wäre hier über den göttergleichen Gesang der Sopranistin Anna Netrebko zu berichten gewesen, die am Freitagabend in Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“ die Arie „La mamma morta“ so himmlisch schön und ergreifend sang, dass niemand, der an diesem Abend in der Wiener Staatsoper war, es je vergessen wird. Man könnte auch schreiben, dass Anna Netrebkos Ehemann Yusif Eyvazov (er sang den Andrea Chénier) von Jahr zu Jahr besser wird und mittlerweile ein respektabler Tenor mit teilweise bestechender Strahlkraft ist. Auch der veritable Bariton Luca Salsi hätte es verdient, erwähnt zu werden: Das Publikum schenkte ihm fast so viel Beifall wie der berühmtesten und besten Sängerin der Welt.
Der Herausgeber berichtet aus der Wiener Staatsoper.
Klassik-begeistert

Wien
Abschied für Symphoniker-Chefdirigent Jordan
Die kommende Saison 2019/20 wird die sechste und letzte für Chefdirigent Philippe Jordan an der Spitze der Wiener Symphoniker. Der designierte Musikdirektor der Wiener Staatsoper setzt dabei den Schwerpunkt auf Brahms.
https://wien.orf.at/news/stories/2983630/ „Die SONNTAG-PRESSE – 26. Mai 2019“ weiterlesen

(Wieder einmal) Unruhe in der Wiener Staatsoper vor dem 150-Jahres-Jubiläum

Stehplatzzuschauer ohne Manieren verleiden Opern-Fans Sternstunden mit Anna Netrebko

Foto: Yusif Eyvazov  und Anna Netrebko © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper
, 24. Mai 2019
Umberto Giordano, Andrea Chénier

Eigentlich wäre hier über den göttergleichen Gesang der Sopranistin Anna Netrebko zu berichten gewesen, die am Freitagabend in Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“ die Arie „La mamma morta“ so himmlisch schön und ergreifend sang, dass niemand, der an diesem Abend in der Wiener Staatsoper war, es je vergessen wird. Man könnte auch schreiben, dass Anna Netrebkos Ehemann Yusif Eyvazov (er sang den Andrea Chénier) von Jahr zu Jahr besser wird und mittlerweile ein respektabler Tenor mit teilweise bestechender Strahlkraft ist. Auch der veritable Bariton Luca Salsi hätte es verdient, erwähnt zu werden: Das Publikum schenkte ihm fast so viel Beifall wie der berühmtesten und besten Sängerin der Welt. „Umberto Giordano , Andrea Chénier,
Wiener Staatsoper, 24. Mai 2019“
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Spätzünder: Andrea Chenier in der Wiener Staatsoper

Fotos: © Michael Pöhn
Umberto Giordano, Andrea Chénier, Wiener Staatsoper, 20. Mai 2019

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Zunächst beginnen wir diesmal mit dem Librettisten Luigi Illica und mit dem Lob auf seine Textfassung. Wir spannen den Bogen zu seiner Tosca und merken den großen Unterschied zwischen dem letztendlich Größe zeigenden Charakter des Revolutionärs Carlo Gérard und dem Polizeichef Roms. „Umberto Giordano, Andrea Chénier, Wiener Staatsoper, 20. Mai 2019“ weiterlesen

Wiener Staatsoper: George Petean singt einen Weltklasse-Macbeth

Foto: © Michael Pöhn

Giuseppe Verdi, Macbeth
Wiener Staatsoper, 11. Mai 2019

James Conlon, Dirigent
Christian Räth, Regie
Gary McCann, Ausstattung
Nina Dunn, Video
Mark McCullough, Licht
Thomas Lang, Chorleitung

George Petean, Macbeth
Ferruccio Furlanetto, Banquo / Banco
Tatiana Serjan, Lady Macbeth
Jinxu Xiahou, Macduff
Lukhanyo Moyake, Malclom
Nikolaus Prause, Fleance
Ayk Martirossian, Spion
Fiona Jopson, Kammerfrau

von Jürgen Pathy

Drei Hauptrollen gibt es laut Giuseppe Verdi in seiner Oper „Macbeth“: Die Titelpartie, Lady Macbeth und die Hexen, die in der musikalischen Bearbeitung des gleichnamigen Dramas von William Shakespeare nicht wie im Original zu dritt erscheinen, sondern vom Chor verkörpert werden.

Sowohl der glänzend disponierte Staatsopernchor als auch die weiteren Hauptprotagonisten wissen an diesem Abend in der Wiener Staatsoper gewaltig zu überzeugen, liefern sensationelle Leistungen bis hin zur Weltklasse ab, und ernten letztendlich viel zu geringen Beifall. „Giuseppe Verdi, Macbeth,
Wiener Staatsoper, 11. Mai 2019“
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Solider Verdi-Abend mit Anlaufschwierigkeiten: Macbeth in der Wiener Staatsoper

George Petean (Macbeth), Tatiana Serjan (Lady). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Giuseppe Verdi, Macbeth
Wiener Staatsoper, 05. Mai 2019

von Manfred A. Schmid (onlinemerker.com)

Die Dreier-Konstellation George Petean in der Titelpartie, Tatiana Serjan als Lady Macbeth und Ferruccio Furlanetto als Banquo ist dem Stammpublikum der Wiener Staatsoper bestens vertraut, prägte sie doch schon die Premiere der – dank des Bühnenbilds von Gary MacCann – noch immer hoffnungslos zubetoniert wirkenden Neuinszenierung von Christan Räth aus dem Jahr 2015.

Soviel gleich vorweg: Die Rezeptionsgeschichte muss, auch fast fünf Jahre danach, nicht neu geschrieben werden. „Giuseppe Verdi, Macbeth,
Wiener Staatsoper, 05. Mai 2019“
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Der große „Parsifal“-Vergleich: Wien schlägt Hamburg klar und deutlich

Foto: © Michael Pöhn, Elena Zhidkova als Kundry an der Wiener Staatsoper
Die Akustik ist in der Wiener Staatsoper um ein vielfaches besser als in der Staatsoper Hamburg. Gurnemanz singt sehr stark an Donau und Elbe. Parsifal ist in Wien eine Enttäuschung, in Hamburg ein Debakel. Katharina Wagner sollte schnellstens Elena Zhidkova als Kundry nach Bayreuth holen.

Staatsoper Hamburg, 28. April 2019
Wiener Staatsoper , 18. und 25. April
Richard Wagner, Parsifal

Mit dem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ von Richard Wagner ist es wie mit einem guten Rotwein: Es wird besser, je öfter man es hört. „Parsifal“ ist gigantisch schöne Musik, das Lebensabschiedswerk eines Jahrtausendkomponisten. Parsifal betört die Sinne und macht süchtig, je länger man die Oper hört. „Parsifal“ beseelt. Es ist die Mega-Oper schlechthin.

Ich hatte das große Vergnügen, „Parsifal“ drei Mal binnen elf Tagen zu hören: zwei Mal in der Wiener Staatsoper (1709 Sitzplätze und 567 Stehplätze) und einmal in der Staatsoper Hamburg (1690 Plätze). Zweimal also im bedeutendsten Opernhaus der Welt in Österreichs Hauptstadt, und einmal in der an Einwohnern (1,9 Millionen) gleich großen Freien und Hansestadt Hamburg. „Richard Wagner, Parsifal, Der große Vergleich zwischen Hamburg und Wien,
28. April 2019 Staatsoper Hamburg, 18. und 25. April Wiener Staatsoper Hamburg“
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Die Wiener Staatsoper:
Der schönste Arbeitsplatz der Welt

Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 28. April, 20.30 Uhr
FILMPREMIERE: Backstage Wiener Staatsoper

von Anna Ploch

Nach den beiden Filmen Das Museum und Die Burg hat nun ein drittes bedeutsames Gebäude Wiens einen Dokumentarfilm gewidmet bekommen. Backstage Wiener Staatsoper von Stephanus Domanig feierte am Sonntag um 20.30 Uhr Premiere in, wie könnte es anders sein, der Wiener Staatsoper, die für einen Abend in einen Kinosaal verwandelt wurde. Ein besonderer Abend für das Haus am Ring, sodass sogar Direktor Dominique Meyer glücklicherweise pünktlichst aus Japan zurückgekommen war und der Premiere beiwohnte.  „FILMPREMIERE: Backstage Wiener Staatsoper,
Wiener Staatsoper, 28. April 2019“
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Wiener Staatsoper: Michael Boder lässt eine triumphale "Salome" spielen

Foto: Markus Marquardt als Jochanaan, Gun-Brit Barkmin als Salome
© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Richard Strauss, Salome
Wiener Staatsoper, 25. April 2019

Michael Boder, Dirigent
Boleslaw Barlog, Regie
Jürgen Rose, Ausstattung

Gun-Brit Barkmin, Salome
Markus Marquardt, Jochanaan
Herwig Pecoraro, Herodes
Jane Henschel, Herodias
Jörg Schneider, Narraboth
Ulrike Helzel, Page
Thomas Ebenstein, Erster Jude
Peter Jelosits, Zweiter Jude
Carlos Osuna, Dritter Jude
Benedikt Kobel, Vierter Jude
Sorin Coliban, Fünfter Jude
Alexandru Moisiuc, Erster Nazarener
Manuel Walser, Zweiter Nazarener
Woflgang Bankl, Erster Soldat
Ayk Martirossian, Zweiter Soldat
Jens Musger, Ein Cappadocier
Thomas Köber, Ein Sklave

von Jürgen Pathy

Die Erfahrung, dass „die Liebe bitter schmecke“ ist bestimmt nicht nur der judäischen Prinzessin Salome widerfahren. Doch intensiver, berauschender und mitreißender als in Richard Strauss‘ Musikdrama „Salome“ wurde diese Erkenntnis bestimmt noch nicht reflektiert.

Basierend auf der gleichnamigen Dichtung Oscar Wildes zählt dieses Psychodrama rund um Dekadenz, Ekstase und Perversion zum Kernrepertoire eines jeden Opernhauses. Zumindest jener Häuser, die in der Lage sind, die enorm anspruchsvolle Titelpartie akzeptabel zu besetzen, die laut Maria Wittich – der Sängerin der Uraufführung 1905 in Dresden – unsingbar ist. „Richard Strauss, Salome,
Wiener Staatsoper, 25. April 2019“
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