Anna beseelt

Foto: M. Pöhn (c)
Giuseppe Verdi, Il trovatore

Wiener Staatsoper, 12. Februar 2017

Der Wiener zählt zu jener glücklichen Gattung Mensch, die in ihrer 1,8-Millionen-Einwohner-Metropole drei phantastische Opernhäuser und zwei phantastische Konzerthäuser besuchen darf: Die Staatsoper, die Volksoper, das Theater an der Wien, den Musikverein und das Wiener Konzerthaus. Da bleibt es nicht aus, dass der Wiener nur wirklich herausragende Aufführungen als solche auch empfindet. Denn in Wien geben sich die Weltstars und weltbesten Orchester die Klinke in die Hand. „Giuseppe Verdi, Il Trovatore, Anna Netrebko, Roberto Alagna, Ludovic Tézier, Luciana D’Intino, Marco Armiliato,
Wiener Staatsoper“
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Leo Nucci: Mit 75 Jahren zu Gast in den Top-Opernhäusern Europas

Giuseppe Verdi, Nabucco
Wiener Staatsoper, 11. Februar 2017

Darf ein knapp 75 Jahre alter Bariton noch die Hauptrolle in einer Oper singen? Diese Frage stellt sich klassik-begeistert.de nach dem Besuch von Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ in dem vielleicht bedeutendsten Opernhaus der Welt: der Wiener Staatsoper. Dort übernimmt der Bariton Leo Nucci, der am 16. April 1942 in Castiglione dei Pepoli bei Bologna zur Welt kam, derzeit die Partie des Nebukadnezar. „Guiseppe Verdi, Nabucco,
Wiener Staatsoper“
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Warten auf Vogt

Foto: M. Pöhn (c)
Die tote Stadt, Erich Wolfgang Korngold
Wiener Staatsoper, 9. Jänner 2017

Die Meldung des Pressebüros der Wiener Staatsoper gab Anlass zur Sorge: „Die geplante ORF TV- und Radio Ö1-Aufzeichnung muss auf Grund der Krankheitsfälle und kurzfristigen Umbesetzungen leider entfallen.“ Österreichs renommierter Fernseh- und Radiosender hatte also davon Abstand genommen, von der 20. Aufführung der „Toten Stadt“ des Komponisten Erich Wolfgang Korngold im Haus am Ring Bild- und Tonaufnahmen zu machen. „Die tote Stadt, Erich Wolfgang Korngold,
Wiener Staatsoper“
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Luca Pisaroni singt sich in die Herzen

Foto: M. Pöhn (c)
La Sonnambula (Die Nachtwandlerin), Vincenzo Bellini
Wiener Staatsoper, 7. Jänner 2017

Wer eine Oper semiseria, eine Mischung aus ernsten und heiteren Rollen, in sehr guter Besetzung sehen möchte, der ist bei „La sonnambula“ (Die Nachtwandlerin) von Vincenzo Bellini an der Wiener Staatsoper in einer pompösen Inszenierung gut aufgehoben. Die Komposition, uraufgeführt am 6. März 1831, hat klassik-begeistert.at indes nicht vollends von den Socken gehauen: Ihr fehlt der Melodienreichtum oder gar die Genialität eines Giuseppe Verdi. Aber sie offeriert den Solisten schöne Partien, bei denen sie zeigen können, was sie drauf haben und was nicht. „La sonnambula, V. Bellini,
Wiener Staatsoper“
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Opulente Punschkrapferlwelt

Die Fledermaus, Johann Strauß (Sohn)
Wiener Staatsoper, 4. Januar/Jänner 2017

Keine musikalische Sternstunde, aber gute, interessante Unterhaltung – das bot die dritte Aufführung der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Baptist Strauß (Sohn, 1825 – 1899) an der Wiener Staatsoper. „Die Fledermaus, Johann Strauß (Sohn),
Wiener Staatsoper“
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Viele mittelmäßige Stimmen im Haus am Ring

La Fanciulla del West, Giacomo Puccini
Wiener Staatsoper, 27. November 2016

Die Oper „La Fanciulla del West“ des italienischen Meisters Giacomo Puccini gehört zu den beglückendsten Werken, die der Opernfreund verfolgen kann. Puccini bezeichnete die Komposition, die am 10. Dezember 1910 in der alten Metropolitan Opera in New York uraufgeführt wurde, als seine „bislang gelungenste“. Zu Recht. „La Fanciulla del West, Giacomo Puccini,
Wiener Staatsoper“
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Marina Rebeka überstrahlt Dimitri Hvorostovsky

Foto: M. Pöhn
La Traviata, Giuseppe Verdi
Wiener Staatsoper, 26. November 2016

Welcher Opernsänger kann von sich sagen: „Ich habe noch keinen Ton gesungen und schon tosenden Applaus bekommen?“ Diese Ehre ist dem russischen Bariton Dimitri Alexandrowitsch Hvorostovsky bei Giuseppe Verdis gigantisch schöner Jahrtausendoper „La Traviata“ (uraufgeführt 1853 nach der Romanvorlage der „Kameliendame“ von Alexandre Dumas uraufgeführt) an der Wiener Staatsoper zuteilgeworden. Da geht der Russe aus dem sibirischen Krasnoyarsk vor noch geschlossenem Vorhang von links nach rechts über die Bühne, es erhebt sich ein starker Applaus mit zahlreichen Bravo-Rufen. Dann Abgang, der zweite Akt kann beginnen. „La Traviata, Giuseppe Verdi,
Wiener Staatsoper“
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„Diese Musik sollte einen erheben“

Foto: M. Pöhn (c)
Aida, Giuseppe Verdi
Wiener Staatsoper, 29. September 2016

Der Wiener Musiklehrer Reinhard Rauner, 51, kennt die Oper „Aida“ von Guiseppe Verdi besser als viele Musikkritiker. Er hat das am 24. Dezember 1871 in Kairo uraufgeführte Werk schon 30 Mal gehört, oft mit großer Begeisterung. Als Student hat er die Oper vor dem Tempel von Luxor in Ägypten verfolgt und dafür sogar seinen Rückflug verschoben. „Ich habe schon viele außerordentliche und bewegende Aufführungen der ‚Aida’ gesehen“, sagt der Lehrer am Sportgymnasium Maria Enzersdorf (Niederösterreich), der in seiner Freizeit schon rund 1000 Schüler mit der phantastischen Welt der Oper bekannt gemacht hat. „Aida, Giuseppe Verdi,
Wiener Staatsoper“
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Fans feiern Österreichischen Kammersänger

Foto: M. Pöhn (c)
Solistenkonzert Juan Diego Flórez
Wiener Staatsoper, 28. September 2016

Der Applaus der Fans des peruanischen Tenors mit österreichischer Staatsangehörigkeit wollte nicht enden an diesem Konzertabend in der Wiener Staatsoper: Eineinhalb Stunden hatte der Österreichische Kammersänger Juan Diego Flórez Lieder und Arien von Gioachino Rossini, Ruggero Leoncavallo, Christoph Willibald Gluck, Gaetano Donizetti und Jules Massenet dargeboten. Als Zugabe hatte er mit Gitarrenbegleitung „Paloma“ und „Heut‘ Nacht hab‘ ich geträumt von Dir“ aus der Operette „Das Veilchen vom Montmartre“ von Emmerich Kálmán für seine Frau Julia Trappe, die im Publikum saß, gegeben und dazu noch „La Donna è mobile“ aus Guiseppe Verdis Oper „Rigoletto“ sowie den Gassenhauer „Granada“. Eine Dame um die 55 Jahre warf einen Blumenstrauß aus der Loge 1, rechts, im 1. Rang auf die Bühne, und die Bravo-Rufe kamen aus allen Rängen. Ja, da saß wirklich die Fangemeinde eines herausragenden Tenors beisammen in der ausverkauften Wiener Staatsoper. „Solistenkonzert Juan D. Flórez,
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Klaus Florian Vogt bringt die Staatsoper zum Toben

Foto: M. Pöhn (c)
Lohengrin, Richard Wagner
Wiener Staatsoper, 11. September 2016

Der Programmzettel versprach einen Abend der Extraklasse: Günther Groissböck als König Heinrich der Vogler, Klaus Florian Vogt als Lohengrin, Ricarda Merbeth als Elsa von Brabant, Tomasz Konieczny als Friedrich von Telramund und Petra Lang als Ortrud. Am Pult der neue Chef der New York Metropolitan Opera, Yannick Nézet-Séguin, und im Graben das Orchester der Wiener Staatsoper in bester Besetzung. Dazu der stimmgewaltige Chor und Extrachor. „Lohengrin, R. Wagner,
Wiener Staatsoper“
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