Carmen: Margarita Gritskova hat nicht genügend Kraft für diese enorme Partie

Foto © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper, 29. Januar 2018
Georges Bizet, Carmen 
161. Aufführung in dieser Inszenierung

von Renate Wagner (der-neue-merker.eu)

Es musste nicht bewiesen werden, jeder weiß es: Eine Live-Stream-Übertragung, selbst wenn sie in diesem Fall (als Werbegeschenk einer Firma) gratis war, schadet dem Live-Andrang in einem Opernhaus nie. Die dritte „Carmen“ dieser Serie war nicht nur auf den Sitzplätzen, sondern auch auf den Stehplätzen ausverkauft. Vermutlich haben die teils so enorm divergierenden Meinungen und Urteile das Publikum neugierig gemacht. Und es war ja auch die vorläufig letzte Gelegenheit, Piotr Beczala  bei diesem seinem ersten Versuch als Don José zu sehen – wer weiß, wann er ihn wieder singt. „Georges Bizet, Carmen,
Wiener Staatsoper“
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Gottfried von Einem erklingt in zwei Wiener Opernhäusern

Foto  © Peter M. Mayr
Theatermuseum,
Wien
100. Geburtstag von Gottfried von Einem – Pressegespräch,
24. Januar 2018

von Jürgen Pathy

Was haben die ehrwürdige Wiener Staatsoper und das kleine, aber feine Theater an der Wien in diesen Tagen und Wochen gemeinsam? Beide Wiener Opernhäuser lassen mit Neuproduktionen zweier erfolgreicher Opern des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem aufhorchen, der heute seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.

Der am 12. Juli 1996 verstorbene Gottfried von Einem zählt zu den bedeutenden „Componisten“ – wie er sich selbst bezeichnete – des 20. Jahrhunderts. „100. Geburtstag von Gottfried von Einem“ weiterlesen

Wiener Staatsoper: Sabine Devieilhe brilliert als Regimentstochter

Foto: M. Pöhn (c)
Wiener Staatsoper
, 13. Januar 2018
Gaetano Donizetti, La fille du régiment
Evelino Pidò Dirigent
Laurent Pelly Regie und Kostüme
Chantal Thomas Bühne
Sabine Devieilhe Marie
John Tessier Tonio
Donna Ellen Marquise de Berkenfield
Carlos Álvarez Sulpice
Marcus Pelz Hortensius
Marjana Lipovšek Duchesse de Crakentorp

von Mirjana Plath

Es herrscht Krieg zwischen Österreich und Frankreich. Mit Mistgabeln in der Hand und Kochtöpfen auf den Häuptern müssen die Tiroler sich vor den Franzosen schützen. So lässt Laurent Pelly seine Inszenierung von Gaetano Donizettis „La fille du régiment“ beginnen, die am Samstag ihre 25. Aufführung an der Wiener Staatsoper hatte. Der Regisseur legt viel Wert auf eine bildhafte Bühnensprache. Die Tiroler Berge erheben sich als Landkarte aus dem Boden, beim Duett von Marie und Tonio senkt sich das Bild eines Liebespaares von der Decke herab. „Gaetano Donizetti, La fille du régiment,
Wiener Staatsoper“
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Wiener Opernball 2018: Ab 290 Euro können Sie dabei sein

Foto: Wiener Staatsoper / Pöhn (c)
Wiener Staatsoper,
Wiener Opernball 2018 – Pressekonferenz,
11. Januar 2018

von Jürgen Pathy

Am 8. Februar 2018 ist es wieder soweit, dann verwandelt sich die ehrwürdige Wiener Staatsoper für eine Nacht in den prächtigsten Ballsaal der Welt: der 62. Wiener Opernball steht vor der Tür. Einen Monat vorher laden der Direktor des Hauses, Dominique Meyer, die Leiterin des Opernballs, Maria Großbauer, und die Generalsekretärin des Balls, Eva Dintsis, zur traditionellen Pressekonferenz und geben Neues und Altbewährtes bekannt. „Wiener Opernball 2018 – Pressekonferenz, Wiener Staatsoper“ weiterlesen

Wiener Staatsoper: Bellinis „I PURITANI“ als Belcanto-Fest

Foto: M. Pöhn (c)
Wiener Staatsoper,
4. Januar 2018
Vincenzo Bellini, I PURITANI

von Karl Masek (www.der-neue-merker.eu)

Nach der bejubelten Vorstellung war mir selbst ein Rätsel, warum ich in meinen früheren Opernzeiten den Belcanto des Vincenzo Bellini mit seinen unendlichen Melodien, dem vollendet traurigen Weltschmerzgestus, zwar meist als sehr schön  (Sänger/innen wie Gruberova, Bonfadelli, Dessay, Flórez, Sabbatini, einmal auch die Netrebko in „La Sonnambula“, waren daran „schuld“), aber mitunter auch als ein bissl fad empfand. „Vincenzo Bellini, I PURITANI,
Wiener Staatsoper“
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klassik-begeistert.de wünscht allen LeserInnen ein gutes Jahr 2018

Foto: Rätzke (c)
Liebe Leserinnen und Leser von klassik-begeistert.de!

Ich wünsche Ihnen und Euch ein beschwingtes, zufriedenes, musikalisches, gesundes und friedliches Jahr 2018. Ihnen und Euch allen viel Freude und viele beseelte Stunden in den Konzert- und Opernhäusern dieser Welt. Möge es  mit Johann Wolfgang von Goethe ganz oft heißen:

„Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön!“ „Neujahrswünsche von klassik-begeistert.de“ weiterlesen

Thomas Tatzl als Papageno: ein Naturbursche und Charmeur

Foto © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper,
22. Dezember 2017
Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte

von Peter Dusek (der-neue-merker.eu)

Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ lockt auch junge Menschen in die Wiener Staatsoper – und kulturaffine Touristen, die ein Adventwochenende in Wien nicht nur mit Punch und Vanille-Kipferl verbringen wollen. An der Abendkassa prangte prompt die Tafel „ausverkauft“, und am Ende erlebte man großen Jubel – wie bei einem Pop-Konzert. „Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte,
Wiener Staatsoper“
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Arabella als packendes Art-Déco-Drama an der Wiener Staatsoper

Foto © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper, 14. Dezember 2017
Richard Strauss
, Arabella

von Charles E. Ritterband

Es kommt eher selten vor, dass der Musikkritiker von einer Opern-Inszenierung rundum begeistert ist – dass Regiekonzept und Personenführung, Bühnenbild wie Gesangsleistung perfekt zusammenwirken. Bei der Wiederaufnahme von Richard Strauss‘ fesselndem Musikdrama „Arabella“ – die 46. Aufführung in dieser hervorragenden Inszenierung – war dies der Fall. „Richard Strauss, Arabella,
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Der Rosenkavalier: Eine wunderbare Antiquität in der Wiener Staatsoper

Foto © Michael Pöhn
Wiener Staatsoper
, 13. Dezember 2017
Richard Strauss, Der Rosenkavalier
Adam Fischer Dirigent
Krassimira Stoyanova Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
Peter Rose Baron Ochs auf Lerchenau
Stephanie Houtzeel Octavian
Adrian Eröd Herr von Faninal
Erin Morley Sophie

Wer eine richtig wienerische Vorführung des „Rosenkavaliers“ von Richard Strauss erleben möchte, der sollte sich einen Abend in der Wiener Staatsoper nicht entgehen lassen. Dort lief mittlerweile die 378. Aufführung dieses Meisterwerkes in der Inszenierung von Otto Schenk – in großen Teilen sehr komödiantisch, mit Wiener Akzent. Man sollte diese Aufführung als Antiquität betrachten – und Antiquitäten haben ja bekanntlich ihren Reiz. „Richard Strauss, Der Rosenkavalier, Adam Fischer, Krassimira Stoyanova,
Wiener Staatsoper“
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Andreas Schager versetzt das Wiener Publikum in Begeisterungsstürme

Foto © Michael Pöhn
Richard Strauss, Daphne
Wiener Staatsoper, 4. Dezember 2017
Andreas Schager Apollo
Regine Hangler Daphne
Dan Paul Dumitrescu Peneios
Janina Baechle Gaea
Benjamin Bruns Leukippos
Simone Young Dirigentin
Nicolas Joel Regie
Pet Halmen Ausstattung
Renato Zanella Choreografie

von Jürgen Pathy

Wieder einmal hat die Wiener Staatsoper für ausverkaufte Ränge trotz eines nicht so einfach verdaulichen Werks gesorgt, das nicht unbedingt zu den Gassenfegern zählt. Seit Beginn der Ära des Elsässers Dominique Meyer im Jahre 2010 erfreut sich das Haus stetig wachsender Besucherzahlen. Der Hauptgrund für den Besucherstrom am Montagabend war ein Sänger, der seit geraumer Zeit in aller Munde ist: der österreichische Heldentenor Andreas Schager. „Richard Strauss, Daphne,
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