Teodor Currentzis © Alexandra Muravyeva
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 21. JULI 2026
Currentzis eröffnet die Salzburger Festspiele mit Kurtág und Pärt
Die musikalische Séance beginnt mit Glockenschlägen, zu denen die Mitglieder des Chors und des Orchesters in gemessenen Schritten hintereinander trippelnd die Bühne betreten. Das wird also etwas ganz Heiliges, weshalb sich auch kein Applaus des Publikums regt. Die Glocken verbieten solches von Anfang an. Schließlich betritt der Zeremonienmeister Teodor Currentzis ebenfalls ganz in schwarz gekleidet und mit gesenktem Kopf langsam die Bühne und verbreitet ein bisschen Black-Sabbath-Atmosphäre in der Salzburger Kollegienkirche
klassikinfo.de
Bayreuth
Bayreuth 2026: Warum wir moralisch fragwürdige Kunst lieben
Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150-Jahre-Jubiläum. Und sind wie immer ausverkauft. Trotz ihrer dunklen Vergangenheit, die weit über 1945 hinausreicht. Warum mögen wir Kunst, die moralisch fragwürdig ist?
nzz.ch
„Diese Wiener sind ein zutiefst unsympathisches Volk“, sagt Ioan Holender
Der längstdienende Staatsoperndirektor feiert am 18. Juli Geburtstag – „Die Presse“ veröffentlicht zu diesem Anlass erneut ein Interview mit ihm aus dem Jahr 2025: Über seine Pläne, Madeleine Albrights Rauswurf aus dem Teesalon der Oper, Putins Intelligenz – und worauf er jetzt Lust hat.
DiePresse.com
Das Kulturamt
Über die Auswahl der Chefs bei den Salzburger Festspielen
Ein Antrag an das (fiktive) Kulturamt wirft die Frage auf, wie es sein kann, dass dieselben Personen über Intendanz und Präsidentschaft mitentscheiden.
Kurier.at
Salzburger Festspiele
Magisch, auf stille Weise (Bezahlartikel)
Der politisch umstrittene Dirigent Teodor Currentzis gibt das erste Konzert der Salzburger Festspiele mit Liedern der Schwermut und der Trauer in der Reihe „Ouverture spirituelle“.
SueddeutscheZeitung.de
Breaking News in der Pastorale
Wie viele Tempoveränderungen in Beethovens Sechster Symphonie, der Pastorale, doch möglich sind! Da ein vehementes Antauchen, mit schier unbremsbarer Sprungenergie vorgegeben von Patricia Kopatchinskaja am Konzertmeisterpult. Dann wieder scharf einbremsende Momente und ungewohnt gedehnte Generalpausen.
DrehpunktKultur.at
Salzburg: Beethoven im Dreck und Abschiedslob für Hinterhäuser (Bezahlartikel)
Patricia Kopatchinskaja und die Camerata Salzburg rüttelten mit „Les Adieux“ auf, einer Musikcollage gegen die Zerstörung der Natur. Statt einer Zugabe sprach die Geigerin über den Ex-Intendanten.
DiePresse.com
Patricia Kopachinskaja und die Camerata Salzburg im Haus für Mozart: Musik braucht eigentlich keine Bilder (Bezahlartikel)
SalzburgerNachrichten.at
Die Demokratie im Musik-Himmel
Festspiele / Vox Luminis / H-Moll Messe. „Et resurrexit tertia die“, am dritten Tage auferstanden von den Toten: Nicht erst in diesem Abschnitt des Credo hätte man am Sonntag (19.7.) zur Mittagsstunde in der Kollegienkirche einfach spontan aufspringen wollen, mitfliegen mit den Engeln auf den Wolken im weißen Stuck über dem Hochaltar. Es war nicht das einzige Highlight in diesem Konzert mit Bachs h-Moll-Messe, das die Gedanken auf himmlischen Höhenflug brachte.
DrehpunktKultur.at
Wien
16.7. 26, Wiener Opernsommer mit Carmen
Der Wiener Opernsommer holte heuer Sevilla nach Wien: Am Heumarkt spielte es „Carmen“ und das Areal des Wiener Eislaufvereins wurde zur „Stierkampfarena“.
operinwien.at
Bregenz
80 Jahre Bregenzer Festspiele: Zum ersten Mal „La Traviata“
Am Mittwoch beginnen die Bregenzer Festspiele – zum 80. Mal. Hauptattraktion ist die Neuproduktion von Verdis Oper „La Traviata“ auf der großen Seebühne. Aber auch drumherum gibt es viel zu entdecken.
BR-Klassik.de
Warum dieser Mann bei der Arbeit unsichtbar sein muss
Hinter den Kulissen der Bregenzer Seebühne sorgt Bühnenmeister Sami Kyllönen mit seinem Team dafür, dass die Oper reibungslos abläuft – auch bei Wind und Wetter.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Erl/Tiroler Festspiele
Verschieden und doch so ähnlich
La Mort de Cléopâtre / Suor Angelica
Was haben die letzte ägyptische Pharaonin Kleopatra und Puccinis Suor Angelica gemeinsam? Auf den ersten Blick verbindet die beiden nicht viel. Um die eine ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden, die sie zur Femme fatale der Antike stilisierten. Die andere wird von ihrer Familie wegen eines unehelichen Kindes verstoßen und fristet ein armseliges Dasein im Kloster. Dennoch kombiniert man bei den Tiroler Festspielen in Erl Hector Berlioz’ lyrische Szene La Mort de Cléopâtre mit Puccinis Einakter zu einem gemeinsamen Opernabend, der, auch wenn die Stücke inhaltlich nicht verbunden werden, einige Parallelen zwischen den Schicksalen der beiden Frauen aufzeigt. Beide befinden sich in einer ausweglosen Situation, in der sie den Freitod durch Gift als einzigen Ausweg sehen. Cléopâtre stirbt durch den Biss einer Schlange, Angelica mixt sich einen Trank aus giftigen Kräutern. Und so empfindet man für beide Heroinen tiefes Mitgefühl, da das Leben beiden keine Chance lässt.
omm.de
Linz
Brucknerfest 2026
Eröffnungskonzert mit Poschner, Rondeau & Bruckner Orchester Linz
Am 13. September lädt das Brucknerhaus Linz zu einem besonderen Konzertabend ein. Ab 18 Uhr tritt das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner zur Eröffnung des Brucknerfests 2026 auf.
meinbezirk.at
Bad Ischl
Kálmán in Ischl: Wird Influencerin Mariza neue Follower bringen? (Bezahlartikel)
Ohrwurmdichte, Bühnendynamik und Gegenwart statt Nostalgie: Das Lehár Festival Bad Ischl zeigt Kálmáns Operettenklassiker „Gräfin Mariza“ sowie Franz von Suppés „Boccaccio“.
DiePresse.com
Ka Zigeina mecht i mehr sei
Einst sang einst André Heller „A Zigeina mecht is sei…“. In Bad Ischl gibt’s jetzt Emmerich Kálmáns Gräfin Mariza als garantiert zigeunerfreie Operette. Nicht nur das Wort, auch der Roma-Kolorit ist aus der Handlung verbannt. Darf nicht mehr sein, was nicht mehr politisch korrekt ist, auch wenn es historisch richtig wäre?
DrehpunktKultur.at
Viel Witz – und viel Paprika bei den reichen Csárdás-Rhythmen (Bezahlartikel)
Lehár Festspiele. In Bad Ischl zeigt man eine temporeiche „Gräfin Mariza“.
Kurier.at
Bayreuth
Wir bekamen Zuschriften: „Machen Sie da nicht mit!“ (Bezahlartikel)
Heinz Zednik, der Loge und Mime der Bayreuther Festspiele 1976, erinnert sich an Regisseur Patrice Chéreau, Dirigent Pierre Boulez und daran, wie sich der anfängliche Skandal in den „Jahrhundert-Ring“ verwandelte, dessen Videoaufzeichnung zur Opernfilmlegende wurde und bis heute weltweit abrufbar ist.
DiePresse.com
München
Saisonendspurt im Musiktheater: Wir sind dann bald mal weg
In der Bayerischen Staatsoper zieht es Nixe Rusalka zurück ins Wasser, am Gärtnerplatz tuckert das Wunderauto „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ durch die Luft, und in Augsburg brechen Ritter zur Gralssuche auf.
SueddeutscheZeitung.de
Berlin
„Kultur als Standortfaktor in Berlin“ – Interview zur Studie
Mehr Umsatz als die Industrie. Kulturförderung ist für Städte finanziell einträglicher als lange angenommen. Das besagt die neue Studie „Kultur als Standortfaktor in Berlin“. Studienleiterin Vera Allmannritter vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung erläutert die Ergebnisse.
nachtkritik.de
Brandeburg
Klassikfestivals in Brandenburg: Das DSO und Asya Fateyeva spielen Mozart in der Scheune (Bezahlartikel)
Die Brandenburgischen Sommerkonzerte locken den Dirigenten Kazuki Yamada in die Prignitz. Und die Berliner kommen, um zu hören, was der designierte Chef des DSO vorhat
Tagesspiegel.de
Immling
Er will doch nur spielen
„Un ballo in maschera“: Verdis Oper als Portrait eines selbstverliebten Autokraten.
orpheus-magazin.de
Heidenheim
Wenn Opernsänger zu Mördern mutieren
Dirigent Marcus Bosch setzt die Reihe mit frühen Verdi-Opern fort. Dazu gehört verblüffenderweise auch der blutrünstige „Macbeth“. Denn bei den Opernfestspielen Heidenheim kam die Urfassung von 1847 auf die Bühne.
concerti.de
Zürich
Zürich tanzt den Maskenball in Edinburgh
Die erfolgreiche Inszenierung der Oper Zürich «un ballo in maschera» von Giuseppe Verdi gastiert in Schottland bei der Weltelite. Es ist eine Einladung, die einem Ritterschlag gleichkommt: Noch bevor am Opernhaus Zürich am 19. September der Vorhang für die neue und zweite Spielzeit unter Intendant Matthias Schulz aufgeht, reist das erfolgreiche Team nach Schottland. Mit Giuseppe Verdis «Un ballo in maschera» gastieren Ensemble, Chor und Orchester vom 26. Bis 30. August beim renommierten Edinburgh International Festival – jenem Festival, das seit bald acht Jahrzehnten die Weltelite der Musik, des Theaters und des Tanzes versammelt.
stgallen24.ch
Tonträger
CD: „Der Prinz von Schiras“, Joseph Beer
DerOpernfreund.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Grafenegg
Honour and credit: Rudolf Buchbinder on 20 years of Grafenegg
bachtrack.com/de
Aix-en-Provence
Aix tremendae, salva me
Festival d’Aix-en-Provence confronts the living and the dead — and its own future — through audacious productions and an intimate world premiere.
parterre.com
London
Regents Opera’s minimalist Rigoletto falls well short of their usual quality
seenandheard-international.com
Buxton
Amadigi di Gaula and La liberazione di Ruggiero, Buxton International Festival review – baroque sorcery stories
Two tales of magic and mystery – as TV reality show and environmental parable
theartsdesk.com
Chicago
Conlon’s CSO Mozart cycle comes full circle with an outstanding “Abduction”
James Conlon conducted the Chicago Symphony Orchestra with soprano Kathryn Lewek as Konstanze in Mozart’s “The Abduction from the Seraglio” Saturday at Ravinia’s Martin Theatre.
chicagoclassicalreview.com
Washington
Gifted young singers bring Wolf Trap Opera’s “Onegin” to striking life
washingtonclassicalreview.com
Sprechtheater
Beats und böse Bücher (Bezahlartikel)
Der hoch gehandelte Julien Gosselin überwältigt das Publikum beim Theaterfestival in Avignon mit einem Verschnitt aus Lautréamont und Roberto Bolaño.
FrankfurterAllgemeine.net
„Jedermann“ auf der rastlosen Jagd nach Intensität
krone.at
Salzburg
Was Philipp Hochmair zu seiner Nacktszene im Salzburger „Jedermann“ sagt
Nach der Premiere wurde ausgelassen im Stieglkeller gefeiert – traditioneller Bieranstich inklusive. Schauspieler Philipp Hochmair hat den Salzburger Domplatz wieder als „Jedermann“ eingenommen – und das bereits in der dritten Saison. „Es fühlt sich immer an wie eine Premiere“, sagte er dennoch, als er vor Stückbeginn noch ein Bad in der Menge der Festspielgäste und Schaulustigen nahm und auch gerne für Selfies posierte.
Kurier.at
Jedermanns G’wissenswurm und andere Würmer
Ein bisserl boshaft könnte man sagen: Robert Carsens Jedermann-Inszenierung, die am Samstag (18.7.) in ihr drittes Jahr gegangen ist, hätte das Zeug, zum Dauerbrenner, zum Liebling des Publikums zu werden. So wie seinerzeit, als Ernst Haeusserman und später Gernot Friedel über gefühlte Jahrzehnte Jahr um Jahr die Ärmel hochkrempelten, um jeweils ein paar neue Darstellerinnen und Darsteller aufs vertraute Alte einzutrimmen.
DrehpunktKultur.at
Wetter
Österreich
Die Hundstage kommen: Das sagen die Prognosen
Die Hundstage stehen bevor – und mit ihnen soll die heißeste Zeit und beständigste Wetterlage des Sommers anstehen. Heißt eigentlich: heiße Wochen in Österreich. Aber stimmt das auch? Kann man derzeit überhaupt schon seriöse Prognosen treffen? Wir haben nachgefragt.
krone.at
Politik
Österreich
Desaströse Umfragewerte: ÖVP und SPÖ drohen 6 Landeschef-Sessel zu verlieren
Die verheerenden Umfragewerte der Dreier-Koalition schlagen sich nun in die Kernländer von SPÖ und ÖVP durch. Wo die einst großen Parteien kämpfen. Besonders dramatisch ist der Absturz der SPÖ – derzeit wird die einst stolze Sozialdemokratie unter ihrem Erfolglos-Vorsitzenden Andreas Babler nur noch auf 15 Prozent in der Sonntagsfrage hochgeschätzt.
heute.at
Wien
„Kampagne gegen Ruck läuft ins Leere“: Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Wien stärkt Chef den Rücken
Hat sie „salutiert“? Laut Margarete Kriz-Zwittkovits entsprechen die kolportierten „flapsigen Aussagen“ von Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Ruck nicht der Realität. Bundeskanzler Stocker fordert Aufklärung.
DiePresse.com
„Nicht die Vaterschaft von Jens Spahn ist das Problem“: Österreichs Parteien geeint gegen die Leihmutterschaft
Die Regierung möchte die Leihmutterschaft international bekämpfen, die FPÖ will ein Verfassungsgesetz, die Grünen rügen die Doppelmoral. Die Vaterschaft des deutschen CDU-Politikers ist auch hierzulande Thema.
DiePresse.com
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Unter’m Strich
Erbschaftsstreit
„Kooperative Lösungen sind die besten“
Wer ein Haus oder eine Wohnung zu vererben hat, sollte zeitgerecht mit der Planung beginnen. Rund 48 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher können eine Immobilie ihr Eigen nennen: Davon waren nach Angaben der Statistik Austria rund 36 Prozent stolze Besitzer eines Eigenheims, knapp zwölf Prozent einer Eigentumswohnung. Meist wird das Eigenheim gehegt und gepflegt, nur in einem Punkt sind Eigentümer häufig nachlässig: Nämlich dann, wenn es darum geht, rechtzeitig die Weichen dafür zu stellen, wer die Immobilie nach dem Tod des bisherigen Eigentümers erbt. Und das kann, wie der Wiener Notar Alexander Winkler weiß, im schlimmsten Fall zur Versteigerung führen.
Kurier.at
Fußball-WM
27-Minuten-Spektakel: Von Madonna bis Shakira: So lief XXL-Halbzeit-Show
Bei der ersten Halbzeitshow der Fußballgeschichte haben Stars wie Justin Bieber, Madonna und Shakira ein Musikspektakel abgeliefert – und die Pause damit auf rund 27 Minuten fast verdoppelt.
krone.at
Kostspielige WM: Fluch? Rapper verwettet 1,3 Mio. Euro bei Finale
Rapper Drake ist für seine Millionenwetten bei Sportevents bekannt – und auch dafür, immer mal wieder kostspielig danebenzuliegen. Beim Finale der Fußball-WM hat der sogenannte Drake-Fluch nun erneut zugeschlagen. Der 39-Jährige setzte auf einer mit ihm kooperierenden Wettplattform 1,5 Millionen Dollar auf einen Sieg Argentiniens gegen Spanien in der regulären Spielzeit, wie der Kanadier selbst bei Instagram verkündete. Doch das Geld, umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro, ist nach dem 1:0-Erfolg der Iberer in der Verlängerung futsch.
krone.at
Bernau am Chiemsee
Tomaten-Attacke auf Markus Söder: Angreifer springt aus dem Gebüsch
Der Tomatenwurf auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder hat glücklicherweise keine Verletzungen hinterlassen. Warum der Täter handelte, ist jedoch weiter unklar. Mit Verweis auf das laufende Verfahren äußern sich Polizei und Staatskanzlei derzeit nicht zu den Ermittlungen der Kriminalpolizei Rosenheim, berichtet die dpa.
MuenchnerMerkur.de
INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 21. JULI 2026)
INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 21. JULI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Kultmusical „Hair“ feiert glanzvolle Premiere in Steyr
Elf Sommerabende voller Rockmusik, Lebensfreude und zeitloser Botschaften: Das Musikfestival Steyr präsentiert den Musicalklassiker „Hair“ als Open-Air-Produktion. Premiere ist am 23. Juli 2026.

Von 23. Juli bis 8. August 2026 steht mit „Hair“ ein Meilenstein der Musicalgeschichte auf dem Spielplan des Musikfestival Steyr. Das von Gerome Ragni und James Rado geschriebene Werk begeistert seit seiner Uraufführung 1967 in New York mit ikonischen Songs wie „Aquarius“, „Manchester England“, „Good Morning Starshine“ und „Let the Sunshine In“ sowie einer bewegenden Geschichte über Selbstbestimmung, Toleranz und gesellschaftlichen Wandel.
„Legendäre Songs verbinden sich mit Freundschaft, Liebe, Identität und dem Protest gegen Krieg und Zwänge – ebendiese emotionale Kraft möchten wir mit unserer Inszenierung einfangen und dem Publikum einen Sommerabend schenken, der noch lange nachhallt“, kündigt Intendant Karl-Michael Ebner an.
Premiere mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur
Für die glanzvolle Premiere des Rockmusicals am 23. Juli 2026 haben sich unter anderem bereits Hans Arsenovic (Die Grünen), Katrin Auer (SPÖ), Georg Baumgartner (Baumgartner Hotels), Markus Birnleitner (Brau Union Österreich), Julia Bruckner (Sparkasse Oberösterreich), Anna Maria Demmelmayr-Durst (SPÖ), Sabine Engleitner-Neu (SPÖ), Harald Gottsche (BMW Group Werk Steyr), Andreas Klauser (Palfinger), Markus Knasmüller (BMD), Christian Moser (Landespolizeidirektion Steyr), Ramesh Nair (Schauspieler), Eduard Riegler (Riegler Metallbau), Klaus Riener (Wiener Städtische Versicherung), Ernest Schulz (Elektro Kammerhofer), Michael Schodermayr (SPÖ), Andreas Stangl (Arbeiterkammer), Günther Steinkellner (FPÖ), Christof und Zoë Straub (Sängerin), Günter Streicher (SPÖ), Nicole Trudenberger (SPÖ), Markus Vogl (SPÖ) und Martin Winkler (SPÖ) sowie Robert Zeilinger (SKF Österreich) angekündigt.
Mehr Informationen zu den Vorstellungsterminen und Tickets sind online auf musikfestivalsteyr.at erhältlich. Die Veranstaltung findet nur bei Schönwetter statt.
Das Musikfestival Steyr wird maßgeblich unterstützt von BMD, BMW Group Werk Steyr, Magenta, SKF Österreich AG, Sparkasse OÖ und Wiener Städtische Versicherung.
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Von Rossinis Erstlings-Oper bis zum Open-Air-Spektakel: Große Programmvielfalt beim KlassikFestival Schloss Kirchstetten 2026

Foto: Lorenz Pelzer
Das KlassikFestival Schloss Kirchstetten im Weinviertel gilt heute als eine der Top-Adressen für Belcanto-Kenner. Mit erlesener Programmauswahl, dynamischen Inszenierungen und hoher musikalischer Qualität hat sich das Festival in den vergangenen zehn Jahren profiliert. Diesem Kurs bleibt man auch 2026 treu. In der 28. Spielzeit bringt Intendant Stephan Gartner Gioachino Rossinis allererste Oper „La cambiale di matrimonio“ – „Der Heiratswechsel“ (29.7. bis 8.8.2026) – im mit maximal 160 Plätzen „kleinsten Opernhaus Österreichs“ auf die Bühne. Ergänzt wird das Sommerprogramm durch einen Reigen an Freiluft-Höhepunkten verschiedener Genres im stimmungsvollen Ehrenhof des Schlosses.
„Rossinis Opern passen nach Kirchstetten wie die Faust aufs Auge“, ist Intendant Stephan Gartner überzeugt. Nach selten gespielten Raritäten und weltweit populären Werken kehren er und sein Team heuer zu den Ursprüngen der Rossini’schen Belcanto-Kunst zurück und präsentieren dessen Erstlingswerk „La cambiale di matrimonio“. Den Einakter, eine typisch venezianische „farsa comica“, komponierte Rossini 1810 im Alter von nur 18 Jahren. Schon hier sprühen Witz, musikalische Charakterzeichnung und eingängige Melodien, die sein späteres Schaffen prägen sollten.
In „La cambiale di matrimonio“ will der Londoner Kaufmann Mill seine Tochter aus Kalkül verheiraten – doch Fanny liebt einen anderen. Als der vorgesehene Bräutigam Größe beweist und auf sein „Geschäft“ verzichtet, wendet sich das turbulente Spiel überraschend zum Guten. „Eine spritzige Opernkomödie voller Witz, Tempo und Gefühl“, schwärmt Gartner. Für die Inszenierung konnte erneut Richard Panzenböck gewonnen werden, für die musikalische Leitung zeichnet wie bisher Hooman Khalatbari verantwortlich.
„Mit La cambiale di matrimonio gehen wir bewusst einen Schritt zurück zu den Wurzeln des Rossini’schen Belcanto. Gerade in unserem intimen Rahmen funktioniert diese Musik besonders unmittelbar – man erlebt Oper hier, im kleinsten Opernhaus Österreichs, so nah und lebendig wie nirgendwo sonst. Gleichzeitig schärfen wir mit dieser Stückwahl weiter unser Profil: Schloss Kirchstetten hat sich weit über Niederösterreich hinaus als unverwechselbare Belcanto-Spielstätte etabliert – mit einem besonderen Fokus auf Rossini. Wir verstehen uns auch als ein Ort für musikalische Entdeckungen. Abseits der großen Mainstream-Opern wagen wir uns immer wieder an Werke, die viel zu selten gespielt werden – und dieser Schatz an faszinierenden Opern ist noch lange nicht gehoben“, so Intendant Stephan Gartner.
Von Klassik über Filmmusik bis Kabarett im August
Unmittelbar nach der Opernspielzeit im unvergleichlichen Maulpertsch-Saal warten 2026 gleich vier Open-Air-Erlebnisse im Ehrenhof von Schloss Kirchstetten. „Es freut mich besonders, dass wir heuer einen neuen Kooperationspartner gewinnen konnten, durch den wir unser Open-Air-Portfolio noch einmal deutlich erweitern. Als führender Veranstalter großer Orchesterkonzerte im Weinviertel ist es uns natürlich wichtig, auch neue Publikumsschichten anzusprechen. Mit Genres wie Austropop oder Kabarett öffnen wir das Festival bewusst für zusätzliche Zielgruppen – ohne dabei unsere musikalische Qualität aus den Augen zu verlieren“, erklärt Gartner.
Zum mittlerweile 16. Mal geht am Donnerstag, 13. August, das Konzert-Highlight KLASSIK UNTER STERNEN über die Bühne. Das Moravian Philharmonic Orchestra präsentiert dabei unter der Leitung von Hooman Khalatbari berühmte Ouvertüren aus weltbekannten Opern von Rossini, Donizetti, Mozart, Puccini, Verdi, Wagner, Debussy und vielen andern.
Am Samstag, 15. August, folgt mit Symphonic Blockbuster eine Weltreise durch die Filmmusik: Von den epischen Klängen aus Star Trek und Der Herr der Ringe, über die gefühlvollen Melodien aus Forrest Gump bis hin zu den bombastischen Soundtracks von Jurassic Park oder Robin Hood – das Symphonieorchester der TU Wien bringt die Magie großer Kino-Momente fulminant zum Klingen.
Mittwoch, der 19. August, steht im Zeichen des unverwechselbaren Klangs des Austropop: Musik-Legende Gert Steinbäcker, die prägende Stimme von STS, bringt seine unverwechselbare Live-Energie und Hits wie „Grossvater“ und „Die Sunn über’n Meer“ gemeinsam mit seiner Band auf die Open-Air-Bühne von Schloss Kirchstetten. Special Guests: Andy Baum & Christian Becker.
Am Freitag, 21. August, wird im Schloss Kirchstetten erstmals ein Kabarettabend geboten, und zwar mit einem Kapazunder der heimischen Szene: Gernot Kulis serviert sein neues Comedy-Programm „Ich kann nicht anders“ – voller Geschichten aus dem echten Leben, chaotisch, schnell und urkomisch. Ein groß angelegter Angriff auf die Lachmuskeln ist dabei vorprogrammiert.
Musikgenuss auch im Herbst
Damit nicht genug, hält auch das Herbstprogramm von 25. September bis 7. Oktober wieder zahlreiche Glanzpunkte bereit. Erster Schwerpunkt sind die beliebten Erzählkonzerte im prachtvollen Maulpertsch-Saal. In der Reihe „Kammermusik: gehört – erzählt“ verbinden sich musikalische Spitzenleistungen mit unterhaltsamen Moderationen, spannenden Hintergrundgeschichten und persönlichen Einblicken in das Leben der Komponistinnen und Komponisten. In der intimen Atmosphäre des barocken Saales entsteht so ein Konzerterlebnis, das Musik nicht nur hörbar, sondern auch erzählbar und unmittelbar erlebbar macht.
Den Auftakt bildet am Freitag, 25. September (19:30 Uhr) das FESTKONZERT zum Jubiläum der historischen Kirchenorgel von Kirchstetten. „Dieses barocke Kleinod feiert 2026 ihren 200. Geburtstag. Sie ist ein außergewöhnlicher Schatz, weil sie bis heute weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Während im Krieg bei vielen Orgeln die Pfeifen eingeschmolzen wurden, blieb jene in Kirchstetten verschont – man hat sie schlicht vergessen. Umso schöner ist es, dieses Instrument heute mit einem Festkonzert zu feiern“, betont Intendant Stephan Gartner. Der junge Weinviertler Organist Manuel Fröschl stellt das restaurierte Instrument mit Werken von Händel, Haydn und Mozart in den Mittelpunkt, während im zweiten Teil Harfenistin Tina Zerdin gemeinsam mit dem Kammerorchester mit klangvollen Werken von Mozart, Mascagni und Dvořák festliche Akzente setzt.
Am Samstag, 26. September (19:30 Uhr) folgt mit „Wiener Blut“ eine szenische Operettenaufführung mit Musik von Johann Strauss. Temperamentvolle Melodien, Wiener Charme und schwungvolle Ensembles lassen den Geist der klassischen Wiener Operette im barocken Ambiente des Schlosses lebendig werden.
Ein besonderes Familienerlebnis bietet am Sonntag, 27. September (15:00 Uhr) die KinderOperette „Der gestiefelte Kater“. Das märchenhafte Musiktheater bringt die bekannte Geschichte mit viel Humor, Musik und Fantasie auf die Bühne und führt junge Zuhörerinnen und Zuhörer spielerisch an die Welt der Oper heran. Ein spannendes, lustiges Märchenabenteuer für Kinder von 3 bis 9 Jahren.
Den Abschluss der Reihe bildet am Mittwoch, 7. Oktober (19:30 Uhr) das Konzert „Parisienne nostalgie“ des Klaviertrios Kalliopé Trio Prague, das mit französischer Kammermusik eine musikalische Reise in die Klangwelt von Paris unternimmt. Elegante Melodien, impressionistische Farben und fein nuancierte Kammermusik lassen dabei die besondere Atmosphäre der französischen Musiktradition in Kooperation mit dem Musikfestival Lednice/Valtice aufleben.
Noch vor dem Saisonfinale am 7. Oktober bringt der zweite herbstliche Konzertblock „herbstKLANG weinviertel“ neue Konzerte im alten Schloss zum Erklingen. Dabei steht das Weinviertel mit seiner sanft wogenden Landschaft, dem Wein und den Menschen aus der Region im Mittelpunkt. Die Künstlerinnen und Künstler, die eingeladen werden, leben im Weinviertel oder haben hier ihre Wurzeln – und bringen ihre ganz persönliche musikalische Handschrift mit.
Am Freitag, 2. Oktober (19:30 Uhr) lädt die Wiener Formation Stubenfliege rund um die gebürtige Weinviertlerin Eva Stubenvoll mit dem Programm „amüsant: Flug über Wien“ zu einem musikalisch-humorvollen Streifzug durch die Stadt der Musik. Mit viel Wiener Schmäh, Musikkabarett und charmanten Geschichten entsteht eine ebenso unterhaltsame wie musikalische Liebeserklärung an Wien.
Am Samstag, 3. Oktober (19:30 Uhr) präsentiert die Band HAUK unter dem Titel „authentisch: Austropop ohne Grenzen“ ihr neues Album „Alles Liebe“ und damit Songs, die sich zwischen zarten Momenten und stürmischer Leidenschaft, zwischen Träumen und Entschlossenheit bewegen.
Den stimmungsvollen Abschluss dieser Reihe bildet am Sonntag, 4. Oktober (15:00 Uhr) wie immer das beliebte Wein-Wander-Konzert „kultig: Brass & Wine“. Abwechslungsreiche Bläsermusik von Trombone Attraction, der Kirchstetter OpernWein und ein Spaziergang mitsamt Klappsessel durch das herbstliche Schlossareal verbinden sich zu einem genussvollen Gesamterlebnis, bei dem Musik, Landschaft und Weinviertler Lebensgefühl auf einzigartige Weise zusammenfinden.
Über das Schloss Kirchstetten
Der eindrucksvolle Kernbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ursprünglich eine vierflügelige Anlage mit Wassergraben, Befestigungsmauern und kleinen Vorwerken, ging das Schloss 1729 in den Besitz des kaiserlichen Leibarztes Matthias von Suttner über. Der Medicus ließ das Schloss nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach im barocken Stil umbauen. Die U-förmige Anlage ist nun nach Osten hin offen und führt in einen ausgedehnten Park. Kunsthistorisches Highlight ist der Maulpertsch-Saal, benannt nach Franz Anton Maulpertsch (auch: Maulbertsch), dem Schöpfer des Deckenfreskos „Triumph der Wahrheit über die Zeit“. An den Stirnwänden des Saales finden sich je zwei großformatige Porträts des Rokokomalers Franz Anton Palko. Sie zeigen die Familie Suttner, der auch die berühmte Bertha von Suttner entstammte. Anfang des 20. Jahrhunderts war Bertha von Suttner oftmals zu Gast bei ihren Verwandten in Schloss Kirchstetten. Nach 1945 verließ die Familie Suttner das Schloss welches bis 2015 im Besitz der Familie war. Das Gebäude blieb jahrzehntelang unbewohnt und ungenutzt. Zur NÖ Landesausstellung wurde es renoviert und erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun befindet sich das Schloss im Privatbesitz und wird dankenswerterweise für zahlreiche Veranstaltungen geöffnet.
KONTAKT & KARTEN:
Hauptplatz 1, 2135 Neudorf im Weinviertel, Niederösterreich
Tel: +43 670 655 86 75 / / www.schloss-kirchstetten.at
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Netrebko: Ich bin noch da!

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Sophie Burke gewinnt Karlsruher Tanzpreis 2026 für herausragende künstlerische Leistungen
Sophie Burke erhält Karlsruher Tanzpreis 2026 für herausragende künstlerische Leistungen

Sophie Burke (Preisträgerin Karlsruher Tanzpreis), Prof. Dr. med. Christian Raulin und Dr. med. Sabine Raulin (Stifter:innen) © Arno Kohlem
Am Sonntag, 19.7. fand die Tanz-Fest-Woche des Badischen Staatsballett ihren Abschluss und Höhepunkt mit der feierlichen Ballettgala.
Wie bereits im vergangenen Jahr wurde im Rahmen der Gala mit dem Staatsballett Karlsruhe und hochkarätigen internationalen Gasttänzer:innen erneut der Karlsruher Tanzpreis verliehen. Es wurde ein Mitglied des Staatsballett Karlsruhe ausgezeichnet, das in der aktuellen Saison mit herausragenden künstlerischen Leistungen überzeugt hat.
Ensemblemitglied Sophie Burke durfte den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegen nehmen – die australische Tänzerin ist seit der Spielzeit 2023/24 beim Staatsballett Karlsruhe engagiert. Eine außerordentliche darstellerische Intensität, Willensstärke, Leidenschaft, Energie und Hingabe zeichnen sie als Tänzerin aus. Mit diesem Preis soll nicht nur ihr außergewöhnliches Talent und Können gewürdigt, sondern auch ihre weitere künstlerische Entwicklung unterstützt werden.
Am Badischen Staatstheater überzeugte Sophie Burke sowohl in kleineren Partien als auch und vor allem als ausdrucksstarke Julia in Jean-Christophe Maillots Meisterwerk Romeo und Julia. Als wilde und leidenschaftliche Lucy in Kenneth Tindalls Neukreation Dracula begeistert sie seit der Premiere im April 2026 das Karlsruher Publikum. Das Duett mit Dracula aus dem 1. Akt war auch in der Ballettgala zu sehen; verletzungsbedingt konnte Sophie Burke selbst nicht tanzen. Sie nahm aber nach dem Auftritt ihrer Kollegin Carolin Steitz die Preisträger-Urkunde und Preis-Statue (gestaltet von dem Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Arash Abramians) vom Stifterehepaar Dr. med. Sabine Raulin und Prof. Dr. med. Christian Raulin entgegen.
Zum Karlsruher Tanzpreis
Ballettdirektor Raimondo Rebeck zum Karlsruher Tanzpreis: „Ich freue mich sehr, dass die beiden Stifter des Karlsruher Tanzpreises, das Ärzteehepaar Dr. med. Sabine Raulin und Prof. Dr. med. Christian Raulin, ihre Unterstützung verstetigt haben und wir erneut im Rahmen unserer jährlichen Ballettgala ein Mitglied des Staatsballett auszeichnen und fördern können, das in der aktuellen Saison künstlerisch überzeugt hat.“
Dr. med. Sabine Raulin und Prof. Dr. med. Christian Raulin zu ihrem Engagement: „Mit dem von uns gestifteten Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro möchten wir ein Mitglied des Staatsballett auszeichnen, das durch herausragende künstlerische Leistungen in der laufenden Spielzeit überzeugt hat. Der Preis ist einerseits Anerkennung, andererseits Ansporn für die zukünftige künstlerische Entwicklung. Mit unserem Engagement machen wir uns auch stark für das Staatsballett Karlsruhe und das Badische Staatstheater als wichtigen kulturellen Protagonisten in der Fächerstadt.“
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Stuttgart: 15.07.2026 Ballett: „MAYERLING“ – Ein unlösbares Dilemma
Das in Deutschland sicher weniger als in Österreich bekannte Drama um den Tod von Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn hat Choreograph Kenneth MacMillan von Anfang an fasziniert und er hat daraus das von vielen als sein Meisterwerk angesehene Ballett geschaffen, benannt nach dem Ort des Geschehens, dem Jagdschloss „MAYERLING“. Die Handlung basiert auf der wahren Geschichte und den Personen rund um Rudolfs letze Lebensjahre, wobei es MacMillan nicht um die wahrheitsgetreue Wiedergabe der Ereignisse ging, sondern um die Erforschung der menschlichen Psyche, ihrer verborgenen Ecken und die Auswirkungen, die Wünsche, Schwächen und Ausweglosigkeit eines Individuums haben können. Wie eng sein eigenes Leben mit dieser Choreographie verbunden sein würde (er starb während des 3. Aktes einer Aufführung beim Royal Ballet) konnte MacMillan damals sicher nicht erahnen.
Das Ergebnis ist ein schier überwältigendes Ballett, das auch eine neue Art von Körperlichkeit hervorbrachte, die man eher aus dem modernen Tanz kennt und die niemanden unbeeindruckt lassen kann.
Es ist ein schmaler Grat zwischen Schwäche, die aus Unsicherheit entsteht und Zerrissenheit, die auf einem Kampf und somit auf Kraft und Stärke beruht. Rudolfs Persönlichkeit war zweifellos von beiden geprägt, dennoch kann man sein Leben als eines im mehr oder weniger stillen Widerstand betrachten und somit als mehr von Stärke geprägtes. So hat er trotz seiner sensiblen Psyche, die durch die von militärischen Foltermethoden geprägte Erziehung von klein auf traumatisiert wurde, als Sechsjähriger dennoch die Kraft aufgebracht, in den Hungerstreik zu gehen. Das bewog seine Mutter, Kaiserin Elisabeth, zum Eingreifen. Dies führte zu einer liberaleren Erziehung und rettete ihm vermutlich damals das Leben. David Moore betonte in seiner Rolleninterpretation über große Teile den ersten Aspekt. Dies zeigte sich einerseits in seinem Gesichtsausdruck, aber auch in kleinen Gesten, wie den immer wieder vor dem Körper hängenden, ineinander verschränkten Händen.
Noch mit leichten technischen Unsicherheiten im ersten Solo bei seiner Hochzeit mit Prinzessin Stephanie von Belgien gelingt es Moore, sich von Akt zu Akt zu steigern, auch die Zerrissenheit Rudolfs zu zeigen, die Spannung weiter aufzubauen und bis zum Ende aufrecht zu erhalten – in einer Rolle, die jeden Solisten in jeder Hinsicht aufs Äußerste fordert und als die schwierigste männliche Hauptrolle im Ballett gilt. Vielleicht gerade deshalb überzeugt er im letzten Akt am meisten; dort verschmilzt vermutlich seine persönliche Erschöpfung am besten mit dem Zustand Rudolfs vor dem Doppelselbstmord.

Verwandte Seelen, bereit, gemeinsam in den Tod zu gehen: David Moore als Kronprinz Rudolf und Anna Osadcenko als Mary Vetsera © Stuttgarter Ballett
Anna Osadcenko zeigt auch altersbedingt eine reifere Version von Rudolfs Geliebter, der Baronesse Mary Vetsera. Vermissen lässt sie dabei den bekanntlich ausgeprägten, leidenschaftlichen und verspielt-mutigen Aspekt ihrer Rolle. Stattdessen ist sie Rudolf eher eine liebevolle, fürsorgliche Stütze. So kann trotz technisch einwandfreier Pas de deux und den atemberaubender Hebefiguren zwischen den beiden kaum das Knistern entstehen, das glaubhaft vermittelt, warum sie bereit ist, mit Rudolf in den Tod zu gehen.
Überzeugend in ihren Darstellungen sind Daiana Ruiz als Kaiserin Elisabeth, die mit sich ringt und dennoch weder mütterliche Liebe noch Verständnis für Rudolf zeigen kann, sowie Fernanda Lopes als Prinzessin Stephanie, die vor allem das Entsetzen und die Angst in der Hochzeitsnacht, als Rudolf sie mit einer Pistole und einem Totenkopf erschreckt, beeindruckend vermittelt.

Fernanda Lopes als Kronprinzessin Stephanie und David Moore als Kronprinz Rudolf © Stuttgarter Ballett
Abigail Willson-Heisel darf als Rudolfs Lieblingsmätresse Mizzi Caspar ihrer Rolle noch mehr Temperament verleihen, was Matteo Miccini als Rudolfs Leibfiaker Bratfisch hingegen hervorragend gelingt; dabei vermag er auch mit dem charakteristischen Wiener Schmäh zu unterhalten. Als Gegenpol kann man die Rolle von Rudolfs Vater, Kaiser Franz Josef I., sehen, der Roman Novitzky vom ersten mahnenden Blickwechsel mit Rudolf nach dessen Flirt mit Stephanies Schwester Louise (Vittoria Girelli), mit viel Bühnenpräsenz das nötige Gewicht verleiht.
Henrik Erikson leitet erneut die Gruppe der ungarischen Offiziere, neu dabei sind Christopher Kunzelmann, Adrian Oldenburger und Lassi Hirvonen, die allesamt immer wieder Rudolf in Bedrängnis bringen und versuchen, ihn für ihre Sache einzunehmen.
In der Rolle von Rudolfs ehemaligen Geliebten, Gräfin Larisch, vermochte es Veronika Verterich sowohl die Durchtriebene, die versucht, das Verhältnis wieder aufleben zu lassen, als auch die um Rudolfs Zustand ehrlich Besorgte, glänzend zu interpretieren.

Vielfältige Verbindung: Veronika Verterich als Gräfin Larisch und David Moore als Kronprinz Rudolf. © Stuttgarter Ballett
Zur spannenden Atmosphäre trug auch die von John Lanchbery orchestrierte Musik von Franz Liszt bei und Gastdirigent Guillermo García Calvo führte das Staatsorchester Stuttgart erneut mit dem richtigen Gefühl für die schwierigen Tempi und die dramatischen Szenen.
In den vielen kleineren Rollen neu dabei waren Magdalena Dzięgielewska (Baronin Helene Vetsera, Marys Mutter), Sonia Santiago (Erzherzogin Sophie, Mutter des Kaisers), Martino Semenzato (Colonel „Bay“ Middleton, Liebhaber der Kaiserin), Anton Tcherny (Graf Hoyos, Rudolfs Freund) und Jamie Constance (Rollendebüt als Prinz Philipp von Coburg, Rudolfs Freund) um nur einige Mitglieder der großen Gesellschaft an der Wiener Hofburg zu erwähnen.
Alle tragen ebenso wie die Hauptrollen zur Gesamtwirkung des Ballettdramas „Mayerling“ bei und das gesamte Ensemble zeigte sich auch gegen Ende der Spielzeit noch in Hochform.
Ein intensiver Abend, der sicher länger nachwirkt und vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde.
Dana Marta