Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2022

Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2022

Foto: Youtube

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2022

Wien
Ioan Holender: „Die Oper steht auf wackligen Beinen“ (Bezahlartikel)
Der Ex-Staatsopernchef diskutierte mit Wilhelm Sinkovicz über die gefährdete Zukunft der Kunstform Oper – und über die „Diktatur der Regisseure“. „Man ist auf dem besten Weg, die Existenz der Oper schwer zu gefährden.“ Zu dieser Conclusio kam der ehemalige Staatsoperndirektor Ioan Holender, als er auf Einladung der „Presse“ mit Klassik-Kritiker Wilhelm Sinkovicz im Theatermuseum über die Frage „Hat die Oper Zukunft?“ diskutierte
DiePresse.com

Wien
Kammersänger Kurt Equiluz mit 93 Jahren verstorben
Oratorien-Tenor und Staatsopern-Solist auch als Lehrer prägend.
Kurier.at

Kurt Equiluz mit 93 Jahren verstorben
Der Oratorien-Tenor und Staatsopernsolist war auch als Lehrer tätig.
WienerZeitung.at

Wien/ Staatsoper
Ein Operndilemma mit betörendem Ende
Was ist wichtiger in der Oper: Der Text oder die Musik? In Richard Strauss‘ so intellektuellem wie emotionalem Werk „Capriccio“ über diesen Wettstreit siegen die Töne.
DiePresse.com

Brixen/ Hofburg
Genius Weber: Bei den Brixen Classics schöpft man aus dem Vollen
m die Wette singen mit der Amsel. Wer bei den Brixen Classics eine Opernvorstellung besucht, dem präsentiert man zwar nicht die vollständige Oper, dafür aber Sänger von Weltklasseformat und ein einzigartiges Naturschauspiel vor atemberaubender Kulisse. Der Ort: Der Innenhof der Hofburg in Brixen.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

München
Die Teufel von Loudun“ in München. Exorzismus auf der Bühne
Im Fokus der Oper „Die Teufel von Loudun“ stehen erotische Fantasien einer Nonne und Ausschweifungen eines Priesters. Daraus entsteht eine Gemengelage, die sogar einen Exorzismus nach sich zieht – Teufelsaustreibung. Unter Folter bereut der Pfarrer seinen Lebenswandel, legt aber kein Geständnis im Sinne der Anklage ab und stirbt schließlich auf dem Scheiterhaufen – als Opfer einer politischen Intrige. Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele kommt das Pendereckis radikales Werk nun auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper. Premiere ist am 27. Juni. BR-KLASSIK überträgt live.
BR-Klassik.de

Berlin
Benefizkonzert für die UNO-Flüchtlingshilfe: Barenboim überrascht schon wieder
Daniel Barenboim tritt im Boulez Saal als Pianist auf – zusammen mit seinem Sohn Michael und Musikern des West-Eastern Divan Orchestra
Tagesspiegel.de

Wien
Theater an der Wien: Talenteschmiede „Jet“ besingt ihr eigenes Ende
Ein letzter Abend des jungen Ensembles fand jetzt in der Kammeroper statt
DerStandard.at.story

Selten gehörtes Englisches Liedgut
Die drei Komponisten, deren Liederzyklen auf dieser CD vertreten sind, gehören einer Generation an. Alle sind gegen Ende des 19. Jahrhunderts geboren.
Von Peter Sommeregger
Klasssik-begeistert.de

CD-Renzension
Ein beschwingtes Spätwerk Meyerbeers
Giacomo Meyerbeer
L’Étoile du Nord
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Der, der Wien überall hinbringt
Kulturmanager Daniel Serafin erzählt im Interview, warum der New Yorker den Wiener Opernball überholt hat.
WienerZeitung.at

Vereinigte Bühnen Wien in der Österreichischen Mediathek
Start der Digitalisierung von historischen Aufnahmen der VBW
OTS.at.presseaussendung

München
Was das Publikum bei den Klassik-Festivals in diesem Sommer erwartet
Keine Impfausweise und Tests mehr, die Masken sind auch gefallen, und die Häuser fahren auf 100 Prozent. Alles wieder wie vor Corona? Eine Übersicht.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin
„Meistersinger“ in Berlin: Es muss nicht immer zum Schlimmsten kommen
FrankfurterRundschau.de

Amsterdam
Moby Dick als bezaubernd-verwirrendes Märchen beim Holland Festival
bachtrack.com

New York
Anna Netrebko will 350.000 Dollar von der Metropolitan Opera
Nach abgesagten Auftritten wegen Konflikt um Netrebkos Position zu Putin.
Kurier.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

München
Anja Harteros Cancels Bayerische Staatsoper Recital
https://operawire.com/anja-harteros-cancels-bayerische-staatsoper-recital/

Malmö
Malmö Opera Announces 2022-23 Season
https://operawire.com/malmo-opera-announces-2022-23-season/

Longborough
Die tote Stadt, Longborough Festival review – Korngold on the way back
Theartsdesk.com

West Horsley
The Excursions of Mr Brouček at Grange Park Opera
operatoday.com

New York
The Netrebko Question
The Russian soprano Anna Netrebko is opera’s biggest star. But her career is in disarray because of her ties to Putin, and arts companies around the world are divided on whether to welcome her back.
TheNewYorkTimes.com

Cooperstown
Glimmerglass Festival 2022, Zambello’s final season, blends tradition and innovation
syracuse.com.music

Long Beach
Long Beach Opera Reprises The Central Park Fife, Minimally Staged
https://www.sfcv.org/articles/review/long-beach-opera-reprises-central-park

Obituary
Mezzo-soprano Iulia Buciuceanu Dies at 90
https://operawire.com/obituary-mezzo-soprano-iulia-buciuceanu-dies-at-90/

Ballett/ Tanz

Spielplan Wiener Staatsballett 2022/23: Klassisch trifft modern
Das Wiener Staatsballett zeigt in der kommenden Saison vier Premieren und die „Plattform Choreografie“.
vom 22.06.2022, 14:00 Uhr | Update: 22.06.2022, 15:18 Uhr
WienerZeitung.at

Wiener Staatsballett geht mit fünf Premieren in die neue Saison
V
olksopern-Intendantin Lotte de Beer schickt zum Start im Herbst eine Neudeutung von „Jolanthe und der Nussknacker“ in die „Matrix“
DerStandard.at

Sprechtheater

Harald Schmidt: Mich interessieren am Theater keine „Projekte“
Die Bühnen könnten sich mit Projekten oder Laien kein neues Publikum erschließen, sagt der Schauspieler und Entertainer. „Das alte bleibt bloß weg“.
DiePresse,com

Regisseurin stößt österreichische MeToo–Debatte an
Katharina Mückstein sammelt auf Instagram Berichte über sexistische Übergriffe in der Film- und Theaterbranche. Täter werden dabei keine genannt.
DiePresse.com

Film/TV

BIOPIC „ELVIS“:
Elvis, die Jahrmarkt-Attraktion
Baz Luhrmanns Ikonografie „Elvis“: schillernd und zu groß, wie eine Las-Vegas-Showgürtelschnalle.
WienerZeitung.at

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Unter’m Strich

Ex-BZÖ-Politiker Gerald Grosz kandidiert für Amt des Bundespräsidenten
Grosz gab seine Kandidatur auf Youtube bekannt. Es sei Zeit für „Sauberkeit ohne Wenn und Aber“
Standard.at.story

Trinkwasserqualität „Leitungswasser ist immer Mineralwasser vorzuziehen“
Manche trinken es täglich, andere nie: Leitungswasser. Drei Grafiken zeigen, wo Grundwasser als Quelle fehlt, wo Nitrat ein Problem ist und wie häufig krankmachende Bakterien auftauchen.
wiwo.de.politik

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 23. JUNI 2022)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 23. JUNI 2022)

Quelle: onlinemerker.com

ZUM TOD VON KS KURT EQUILUZ

Kurt Equiluz – 60 Jahre im Porträt (Von Anonymus bis Zeller) (Limited  Edition) (2009, CD) - Discogs

KS Kurt Equiluz, ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Der in Wien geborene Tenor war Mitglied der Wiener Sängerknaben und wurde, nach seinem Studium an der Musikakademie, 1950 zunächst in den Staatsopernchor engagiert. 1957 wurde er schließlich – bis zu seiner Pensionierung 1983 – fixes Ensemblemitglied des Hauses und sang hier in rund 2000 Aufführungen ein breites Repertoire (u.a. Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, Monostatos in Die Zaubnerflöte, Trabuco in La forza del destino, Goro in Madama Butterfly, Spoletta in Tosca, Scaramuccio in Ariadne auf Naxos, Remendado in Carmen). Parallel zu seiner Tätigkeit im Musiktheater war er auch ein international gefragter Konzertsänger und Professor an der Grazer bzw. Wiener Musikhochschule.

Ab 1964 gab der Sänger auch sein Wissen an die jüngere Generation weiter und unterrichtete an der Musikhochschule in Graz, wo er ab 1971 als Professor für Oratoriengesang tätig war. Von 1981 bis 1998 hatte er außerdem eine Professur an der Wiener Musikhochschule inne.
Bleiben werden von Kurt Equiluz Plattenaufnahmen, die ein breites Repertoire abdecken. Dazu gehört als herausragender Meilenstein die Einspielung sämtlicher Bach-Kantaten und Passionen (Teldec) mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, wobei Equiluz alle Evangelistenpartien interpretierte. (apa)

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Startschuss für die Proben zur Eröffnungspremiere der Direktion Lotte de Beer an der Volksoper Wien
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 Am Montag nahmen Leading-Team und Solist:innen die Probenarbeit für die Premiere (3. September 2022) von Carl Millöckers und Theo Mackebens Operette Die Dubarry auf. Regisseur Jan Philipp Gloger beleuchtet die Entwicklung der charismatischen Titelheldin in Form einer Zeitreise, die im Heute beginnt und zurückführt in die Zeit Louis XV. Kai Tietje dirigiert und Starsopranistin Annette Dasch kehrt als Mätresse des Königs an unser Haus zurück. Als Seine Majestät Ludwig XV. gibt niemand geringerer als Comedy- und Talkshow-Legende Harald Schmidt sein Volksoperndebüt.

Vom Arbeitermädchen zur Mätresse des Königs

Die Dubarry erzählt in biografischen Stationen den sozialen Aufstieg des Arbeitermädchens Jeanne Beçu zur wohlhabenden Mätresse Ludwigs XV. und wirft dabei noch immer aktuelle Fragen auf: Welche Verluste erlebt sie auf „dem Weg nach oben“ und wie weit korrumpiert sie sich? Als Jeanne vor die Wahl gestellt wird zwischen der romantischen Liebesbeziehung zu dem Künstler René und der Möglichkeit, die Geliebte des Königs zu werden, ist das nicht nur die Entscheidung für den einen oder anderen Mann, sondern auch für ein jeweils vollkommen anderes Leben.
„Die Waffen einer Frau“

Theo Mackebens Bearbeitung wirft Ende der 1920er-Jahre einen neuen Blick auf die 1879 von Carl Millöcker komponierte Gräfin Dubarry. Mackebens Librettisten erzählen, ausgehend von der historischen Jeanne Beçu, die Geschichte einer starken Frauenfigur, die ihren eigenen Weg geht. Ihren Erfolg erringt sie dabei mehr als einmal mit den vielzitierten „Waffen einer Frau“.

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WIEN/ NUREJEW-GALA: FRIEDEMANN VOGEL ZU GAST BEIM WIENER STAATSBALLETT

NEWS Friedemann Vogel — Friedemann Vogel

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Umbesetzung an der Bayerischen Staatsoper

In den Vorstellungen Otello am 2. und 5. Juli 2022 übernimmt Rachel Willis-Sørensen die Partie der Desdemona für Anja Harteros.

Rachel Willis-Sørensen studierte an der Brigham Young University und war Mitglied des Houston Grand Opera Studios. 2014 gewann sie den 1. Preis beim Operalia Gesangswettbewerb. Sie war drei Jahre lang Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Gastengagements führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper und die San Francisco Opera. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Donna Anna (Don Giovanni), Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro), Marschallin (Der Rosenkavalier), Leonora (Il trovatore), Marguerite (Faust), Elsa (Lohengrin) und Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) sowie die Titelpartie in Rusalka. Als Hélène (Les Vêpres siciliennes) gab sie 2018 ihr Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Weitere Partien an der Bayerischen Staatsoper in der Spielzeit 2021/22 neben ihrem Rollendebüt als Ellen Orford sind Mimì (La bohème) und Desdemona (Otello).

ZU DEN VORSTELLUNGEN

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

TURANDOT BERLIN: GLÜHLAMPE  STATT GONG (mit Video)

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ZU INSTAGRAM mit Video
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FRANKFURT/Kammeroper :Das Glück und die „richtige Oper“ kehren zurück in den sommerlichen Palmengarten. Mit Rossini und der Kammeroper Frankfurt.

„DIE GLÜCKLICHE TÄUSCHUNG“, eine Rarität des gerade mal 20-jährigen Genies Rossini, mit der er vor 210 Jahren den venezianischen Karneval verzückte, ist dieses Jahr ab 16. Juli das Sommerlicht der Kammeroper Frankfurt.

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Das bedeutet: nach mehr als zwei Coronajahren kehrt jetzt endlich die „richtige Oper“ zurück in die vielgeliebte Konzertmuschel unter freiem Himmel. Samt Sänger:innen und Orchester mit Bläsern! Auch wenn es natürlich weiterhin ein filigranes Orchester mit mitunter intervenierenden Palmengartenenten, aber OHNE Wagnertuben ist, und die Oper bereits nach einem Akt ihr glückliches Ende findet. Wir sind nicht in der „Götterdämmerung“, sondern beim Meister der aufgeweckten Leichtigkeit, der das Leben, die Oper und die Menschen kannte wie wenige. Rossini ist und war das Richtige für schwere Zeiten wie sie gerade herrschen.

Die Handlung: Isabella, eine junge Fürstin, wird Opfer eines Komplotts. Ihr Gatte, der Fürst Bertrando verstößt sie, in einem Boot wird sie auf offener See ausgesetzt. Sie strandet und findet Aufnahme bei “einfachen Menschen“, Bergleuten, die in einer Mine arbeiten, die dem Fürsten gehört. Isabella lebt bei dem wackeren Tarabotto, der sie als seine Nichte ausgibt. Es vergehen zehn Jahre, in denen Isabella ihrem Mann unbeirrbar die Treue hält und von der Hoffnung lebt, ihm eines Tages zu beweisen, dass sie von dem üblen Schurken Ormondo verleumdet wurde, den der Fürst für seinen besten Freund hält. Das Schicksal führt die beiden Gatten wieder zusammen, als der Fürst wegen eines bevorstehenden Krieges beschließt, sich von Tarabotto das Bergwerk zeigen zu lassen. Neue Machenschaften des Bösewichts Ormondo scheinen ein glückliches Ende zu vereiteln, doch als sie aufgedeckt werden, steht einer Vereinigung der Liebenden nichts mehr im Wege.

Wir haben also als Themen: Verrat, Liebe, Treue, Täuschung und Schufterei, charakterliche oder ganz körperlich in einer Mine nämlich. Wir haben das ganze Leben in dieser venezianischen Karnevalsoper und die ganze Musik des jungen Rossini. Tragische und burleske Elemente wechseln sich ab, verschränken sich, überkreuzen und durchkreuzen sich.

Und ganz nebenbei feiert die Frankfurter Kammeroper diesen Sommer nach zwei erfolgreichen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten („Die Reise nach Davos“ von Stanislav Rosenberg und „Der Antichrist“ von Andrea Cavallari /Bert Bresgen) mit Rossinis „Glücklicher Täuschung“ ihr vierzigjähriges Bestehen. Und eine weitere Frankfurter Erstaufführung nach 210 Jahren. In neuer deutscher Übersetzung.

Die Kammeroper Frankfurt folgt damit ihrem Motto gegen jeden elitären Opern-Zeitgeist und Mainstream: Oper für Alle!

Der Winter war lang. Und wird vielleicht noch länger, daher:

Andiamo Palmengarten! Andiamo Rossini! Andiamo Kammeroper!
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KÜNSTLERNACHRICHTEN (Agentur Balmer & Dixon/ Zürich
Ausgewählte Nachrichten für Juli und August 2022
(in alphabetischer Reihenfolge):

Steve DAVISLIM singt den Tenorpart in Beethovens 9. Symphonie am 18. August am Musikfestival Lowlands. Eivind Gullberg Jensen dirigiert das Nord Netherlands Orkest.

Claude EICHENBERGER ist nochmals als Carmen in George Bizets gleichnamiger Oper am 3./6./8./10. Juli am Staatstheater Cottbus zu erleben. Regie: Stephan Märki. Dirigat: Mario Venzago/Johannes Zurl.

Äneas HUMM ist in der Jubiläumsveranstaltung SWISSNESS: 200 Jahre Joachim RAFF am 30. Juli im Stockalperschloss im Rahmen des LA Rhone Festival mit der Sopranistin Franziska Heinzen zu hören. Am Flügel: Benjamin Mead.

Marco JENTZSCH singt Tristan in Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE in einer konzertanten Fassung am 9. Juli in der Cēsis Concert Hall (Lettland). Es spielt das Latvian National Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Poga.

Johannes KAMMLER ist nochmals in der Titelpartie in Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA am 1. und 3. Juli 2022 an der Staatsoper Stuttgart zu sehen. Regie: Beat Fäh. Musikalische Leitung: Vlad Iftinca. Am 17. Juli singt der Künstler Lieder von Schumann, Ravel. Liszt in einem im Liederabend an der Musikschule Weimar. Pianist: Malcolm Martineau. Es folgen Darbietungen von Johannes Brahms LIEBESLIEDERWALZER am 26. Juli im Max-Joseph-Saal der Residenz München wie auch am 28. Juli im Odeon der SMTT Sindelfingen. Flügel: Akemi Murakami und Helmut Deutsch. Am 5. August ist er in CARMINA BURANA CAVALLO im Schloss Kaltenberg zu sehen. Elisabeth Fuchs dirigierte die Philharmonie Salzburg.

David KANG
ist nochmals am 1./2. Juli als Bass 1 in Lorenzo Romanos LA LUNA in einer Inszenierung von Ron Zimmering in der Opera Stabile der Hamburgischen Staatsoper. Musikalische Leitung Rupert Burleigh.

Michael KUPFER-RADECKY singt Telramund im Rahmen des Projektes „Wagner für Kinder“ der Bayreuther Festspiele eine eigens für Kinder erstellte Fassung von Richard Wagners „Lohengrin“. Es spielt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder). Dirigat: Azis Sadikovic. Vorstellungen am 25./26./27./28./30./31. Juli und am 1./3./4./5. August auf der Probebühne 4 der Bayreuther Festspiele. Am 5. August feiert der Künstler Premiere als Gunther in Wagners GÖTTERDÄMMERUNG in einer Inszenierung von Valentin Schwarz im Festspielhaus der Bayreuther Festspiele. Am Pult steht Pietari Inkinen. Es folgen Vorstellungen am  15./30. August.

Dean MURPHY singt Herrmann in HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN 3./7. Juli, Cancairo in Bizets CARMEN am 5./8. Juli und den 1. Priester in Mozarts Die ZAUBERFLÖTE am 6. Juli an der Deutschen Oper Berlin.

Helen SHERMAN ist als Orpheus in Glucks ORPHÉE ET EURYDICE im Rahmen des Festival Lyrique Belle Ile en Mer am 8. August in Le Palais (Bretagne) zu erleben mit dem Orchester und den Young Artists of the Festival Dirigent: Philip Walsh. Regisseur:Robert Chevara.

Sergey SKOROKHODOV ist erneut als Ivan in D. Schostakowitsch DIE NASE IN einer Inszenierung von Kirill Serebrennikov an den Opernfestspielen am 17./ 20. Juli an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Vladimir Jurowski dirigiert das Bayerische Staatsorchester.

Bo SKOVHUS feiert am 2. Juli Premiere als Platon Kusmitsch Kowaljow in Dimitri Schostakowitschs DIE NASE in einer Inszenierung von Peter Konwitschny an der Semperoper Dresden. Es spielt die Dresdner Staatskapelle unter der Leitung von Petr Popelka. Weitere Vorstellungen: 7./10./13. Juli. Am 5. August singt der Künstler ein Liedrezital mit Werken von Haydn, Schubert und Stolz sowie den Solo-Bariton-Part in Johannes Brahms REQUIEM, gefolgt von weiteren Brahms-Requiem-Konzerten am 6. und 7. August im Opera House Sydney. Simone Young dirigiert das Sydney Symphony Orchestra.

Kristina STANEK feiert Premiere mit den Quatre chants pour franchir le seuil in der Produktion ICH GEH UNTER LAUTER SCHATTEN von Elisabeth Stöppler am 11./12./13./15./18.21. Juli an der Ruhrtriennale 2022 in der Jahrhunderthalle Bochum. Es spielt das Klangforum Wien unter der musikalischen Leitung von Peter Rundel.

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Happy Birthday, HA Schult!

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Haus der Geschichte von Bonn: Stiftungspräsident Prof. Dr. Harald Biermann bei seiner Laudatio. Foto: Andrea Matzker

Drei Tage vor seinem Geburtstag präsentierte sich der in Köln ansässige Aktionskünstler HA Schult im Haus der Geschichte von Bonn in perfect shape und mit hervorragender Laune. Anlass war die Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Politics of Pictures“, die rund 20 ausrangierte Zeitungsautomaten zeigt und somit auf die Macht der Bilder hinweisen soll.

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Das Foyer mit der Ausstellung während der Eröffnung. Foto: Andrea Matzker

Diese „Stummen Verkäufer“ übernahm der Künstler vor einigen Jahren und stattete sie in den Sichtfenstern mit neuen „Titelbildern“ seiner weltweit bekannten Kunstaktionen aus. Somit bewahrte er diese Relikte des Print-Zeitalters vor dem endgültigen Verfall. Die roten Kästen stehen vom 21. bis zum 24. Juni 2022, dem Geburtstag des Künstlers, im Foyer des Hauses der Geschichte. Eines der Objekte übernimmt das Museum anschließend und ergänzt damit seine Sammlung zur Mediengeschichte Deutschlands. Der Künstler hatte gewünscht, dass die Bild-Kästen mitten unter dem Volk, so wie es auch in Wirklichkeit geschah und geschehen würde, stehen.

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Haus der Geschichte von Bonn: HA Schult inmitten seiner Ausstellung. Foto: Andrea Matzker

Und so versammelten sich Jugendliche und ganze Schulklassen um sie herum, bestaunten und studierten die Artefakte und deren Inhalt. Hiermit erweckte HA Schult das Interesse der Smartphone-Generation für die Printmedien, die ja leider seit Jahren mit extremen Auflagenrückgängen zu kämpfen haben. Auch das Äußere eines jeden Kastens veränderte Schult, indem er es bemalte, besprühte und signierte. Dadurch wurde es zu einem Kunstobjekt, dessen Erlös dem Verein „kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V.“ zugute kommt. Noch vor dem Ende der Ausstellungseröffnung war die komplette Sammlung – bis auf das Exemplar des Museums – bereits an einen privaten Sammler aus Bonn verkauft. Der Erlös geht an die Stiftung Cultopia des genannten Vereins für Arme und Wohnungslose in Köln.

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HA Schult im-Haus der Geschichte von Bonn. Muse Elke Koska. Foto: Andrea Matzker

Eine größere Genugtuung für den Künstler kann es zum Geburtstag kaum geben. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute, HA Schult!
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