Joana Mallwitz © Simon Pauly
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 9. JULI 2026
Berlin/Konzerthaus
Konzerthaus Berlin: Dirigentin Mallwitz verlängert bis 2033
hefdirigentin Joana Mallwitz (39) bleibt fünf weitere Jahre beim Konzerthausorchester Berlin. Ihr Vertrag werde bis zum Ende der Saison 2032/2033 verlängert, teilte das Orchester mit. Mallwitz hatte den Posten vor drei Jahren angetreten, bisher lief ihr Vertrag mit dem Orchester im Konzerthaus am Gendarmenmarkt bis 2028/29.
Tagesspiegel.de.mallwitz
Avignon
Auftaktbilanz: Festival von Avignon – wenn 3000 Leute 6 Stunden Theater schauen
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (9,04 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Köln/ Philharmonie
Das Gürzenich-Orchester unter Andrés Orozco-Estrada ist eine Meisterklasse für sich
Am Ende ergibt das die beste Aufführung dieses Werks, die man in Köln seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten erleben durfte. Was für ein beeindruckendes Statement eines Orchesters, das mal wieder zeigen konnte, wie gut es wirklich ist. Kann also trotz turbulentem Drumherum gute Musik gelingen? In Köln definitiv.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de
CD-Besprechung
Carré d’As zeigt ein barockes Spiegelkabinett der Eitelkeiten
Das Label Château de Versailles Spectacles hat ein besonderes Händchen für kluge Konzepte, und dieses hier ist fast schon ein musikalisches Detektivspiel. Das Trio Les Timbres stellt vier Heroen des französischen Barock – Couperin, Forqueray, Marais und Rameau – in einer raffinierten Galerie wechselseitiger Porträts vor. „Carré d’As“ heißt das Unterfangen, und es ist weit mehr als eine bloße Sammlung von Stücken: Es ist eine verschachtelte Anthologie des barocken Gesellschaftsspiels, bei dem Komponisten sich gegenseitig huldigen, necken, imitieren oder übertrumpfen.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de
Wien
„Carmen“ – Andalusischer Opernfemizid für Anfänger
In der Staatsoper finden vor ausgewählten Vorstellungen sogenannte Werkeinführungen statt. Der Wiener Opernsommer, bei dem heuer „Carmen“ auf dem Programm steht, verlegt die Einführung gleich in die Aufführung: Immer wieder tritt der Kabarettist Hosea Ratschiller als „Geist“ des Komponisten Georges Bizet auf und erläutert in amüsantem Plauderton dessen 1875 uraufgeführtes Stück. Diese Einlagen zerhacken den Fluss der französischsprachigen Oper und machen schnell klar, dass hier eine Carmen für absolute Anfänger gegeben wird.
https://www.falter.at/zeitung/20260707/andalusischer-opernfemizid-fuer-anfaenger
Neuer RSO-Chefdirigent Markus Poschner: „Wir sind Brückenbauer“ (Bezahlartikel)
Der Deutsche übernimmt im Herbst die Leitung des RSO Wien – und verteidigt das ORF-Orchester vehement gegen Sparfantasien. Er hat mit dem Klangkörper viel vor
DerStandard.at.story.chefdirigent
Erl
Wenn Frauen den Freitod wählen
Tiroler Festspiele Erl: Cléopâtre / Suor Angelica
Eine Gegenüberstellung von Berlioz’ „Cléopâtre“ und Puccinis „Suor Angelica“
https://www.orpheus-magazin.de/2026/07/07/erl-cleopatre-suor-angelica/
Klagenfurt
Carinthischer Sommer: Dieses Vogelgezwitscher hätte Haydn erfreut (Bezahlartikel)
Zum Festival-Auftakt: das RSO Wien unter Markus Poschner mit Charles Koechlin, eine Novität von Johannes Maria Staud mit dem Kuss Quartett und mehr.
DiePresse.com.carintischer
Graz
Intendantenvertrag von Ulrich Lenz wird nicht verlängert (Bezahlartikel)
Kommentar. Ulrich Lenz wird nicht als Intendant der Grazer Oper verlängert. Eine schwer nachvollziehbare Entscheidung.
https://www.kleinezeitung.at/artikel/35871262/intendant-ulrich-lenz-wird-nicht-verlaengert
Styriarte: Großer Jubel bei Eröffnung mit Haydns „Schöpfung“ (Bezahlartikel)
Klangprächtiges Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn bei der Styriarte in der Helmut List Halle in Graz.
Kurier.at.musik.festspiele
St. Margarethen
„Das Publikum soll in eine Fabelwelt eintauchen“
Daniel Serafin, Intendant der Opernfestspiele St. Margarethen, zeigt ab Mittwoch, 15. Juli, Puccinis „Tosca“ auf der riesigen Bühne des Steinbruchs. Im „Krone“-Interview berichtet er über Erwartungsdruck, Fabelwelten und entschwebende Rauchwolken.
https://www.krone.at/4210689
Berlin
Bild dir eine Oper
Deutschlands größtes Boulevard-Blatt streamt jetzt Klassik, Springer-Vorstand Mathias Döpfner erklärt das so: Oper und „Bild“ seien sich ziemlich ähnlich. Damit hat er recht – teils ungewollt.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/bild-oper-doepfner-serail-li.3511113
Berlin/ Deutsche Oper
Jubel und viel Trubel bei „HELDEN“
ber 1500 Kinder und ihre Begleiter stürmten den Saal der Deutschen Oper, weitere 100 standen auf der Bühne. Schon als das Licht ausging, herrschte freudiges Gebrüll. Das Stück „Helden“ zur Musik von David Bowie und anderen Hits machte richtig gute Laune.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/jubel-und-viel-trubel-bei-helden
Berlin/ UdK
Fehler im System: Verdis „Falstaff“ an der UdK Berlin (Bezahlartikel)
Charmant verlottert bis brillant inszeniert der Studiengang Musiktheater der Berliner UdK „Falstaff“ – und mit ihm auch den Jahrgangsabschluss.
Tagesspiegel.de.kultur
Ludwigsburg
Her mit meiner roten Schmusedecke! (Bezahlartikel)
Niccolò Jommellis Oper „Didone abbandonata“ entfaltet die Tragödie von Dido und Aeneas als dramatisch aufgeladenes Musiktheater. Jetzt war das Meisterwerk bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen zu bestaunen.
FrankfurterAllgemeine.net.feuilleton
Aix-en-Provence
Mozart tröstet: Wiener Klänge in Südfrankreich
Festival d’Aix en Provence: Als letzte große Produktion begeistert die Wiederaufnahmen von Romeo Castelluccis atemberaubender Sicht auf Mozarts Requiem.
https://www.krone.at/4210585
Avignon
Die Gewalt der Worte
Beim Festival d’Avignon inszeniert Carolina Bianchi den dritten Teil ihrer Trilogie „Cadela Força“: „Uma Luz Cordial“. Ein Abend voller Schockpotential und Stoff zum Nachdenken. Ein Zitat aus dem 25. Gesang des dritten Teils, dem „Paradies“, aus Dantes „Göttlicher Komödie“ ist auf eine fahrbare Wand projiziert. Es sind Worte der Hoffnung, die Dante ausdrückt, dass er dereinst als Dichter in seine Heimat zurückkehren kann. Glockenklänge sind zu hören. Und bald kommen vier Performer:innen, drei Frauen und ein Mann, nackt auf die Bühne, knien nieder wie zum Gebet, verbinden sich selbst die Augen und heben langsam und gleichmäßig die Arme.
DeutscheBühne.de.avignon
Aix en Provence
Italiens meistgefragter Komponist adelt das Festival von Aix (Bezahlartikel)
Die „Accabadora“ tötet aus Barmherzigkeit. Francesco Filidei macht sie beim Festival von Aix-en-Provence zum Herzstück einer dichten Oper über Schuld, Freiheit und den Kreislauf des Lebens. Der Nachhall ist gewaltig.
DieWelt.de.aixenprovence
Sopot
Die Walküren im Wald: Wie das „Bayreuth des Nordens“ feiert (Bezahlartikel)
Tomasz Konieczny ist als Intendant des Baltic Opera Festival und Wotan Zentralfigur einer „Walküre“ im polnischen Sopot vor beeindruckener Naturkulisse. Doch erinnert man dort auch an den von den Nazis verfemten Alt-Österreicher Joseph Beer und seine Operette „Polnische Hochzeit“.
DiePresse.com.walkueren
Feuilleton
Isabelle Faust im Interveiw: „Ich war ein extrem schüchternes Kind.“
Die Geigerin Isabelle Faust spricht über die intime Chemie in der Kammermusik und wie ihr frühes Quartett „ihr ganzes Kapital“ als Musikerin geprägt hat. Sie erzählt von Jugendkonzerten, Ritualen und dem vermeintlich „verstaubten“ Image der Klassik – und warum genau diese Form für sie hochaktuell ist.
BR-Klassik.de.aktuelle.news
„Die Zauberflöte“ für Zuhause: Häusliche Opernbearbeitungen um 1800
Wie wurden Opern im Wiener Zuhause des frühen 19. Jahrhunderts bearbeitet und aufgeführt?
DerStandard,at.zauberfloetefuerzuhause
„Wir brauchen Role-Models“: Warum es noch immer so wenige Dirigentinnen auf Chefposten gibt (Podcast)
In Deutschland gibt es insgesamt 80 Stellen für das Amt eines Generalmusikdirektors oder einer Generalmusikdirektorin, also den musikalischen Chefposten an einem Stadt- oder Staatstheater. Derzeit sind diese Stellen ausnahmslos von Männern besetzt. Woran liegt es, dass aktuell keine einzige Dirigentin dieses Amt innehat? Und was müsste getan werden, damit sich die Verhältnisse ändern?
Kurier.at.wirbrauchen.role-models
Tonträger
Klangtradition, frisch aufpoliert: Mozarts „Gran Partita“ aus Wien (Bezahlartikel)
Mitglieder der Wiener Symphoniker haben mit Milan Turković am Pult Mozarts größte Serenade KV 361 für Gramola eingespielt: sonor und charmant.
DiePresse.com.klangtradition
Links zu englischsprachigen Artikeln
Berlin
Deutsche Oper Berlin 2025-26: Giulio Cesare in Egitto, HWV 17
https://operawire.com/deutsche-oper-berlin-2025-26-giulio-cesare-in-egitto-hwv-17/
20 years of Giulio Cesare: McVicar’s production revived at Deutsche Oper Berlin
bachtrack.com.de.giulio
Mailand
La Scala’s Far West ‘Carmen’
https://www.operagazet.com/la-scalas-far-west-carmen/
Bergen
Q&A: Sascha Goetzel on Creating Opera by the Fjord
During the week-long program Opera by the Fjord in Bergen, Norway, co-creator and conductor Sascha Goetzel spoke with OperaWire about this unique young artist program.
https://operawire.com/qa-sascha-goetzel-on-creating-opera-by-the-fjord/
Annandale-on-Hudson
„Suddenly Last Summer“ at Bard’s SummerScape
First a one-act play by famed playwright Tennessee Williams (1958), then a famous movie (1959), and now, finally, an opera composed by Courtney Bryan
https://operatoday.com/2026/07/suddenly-last-summer-at-bards-summerscape/
Des Moines
Szymanowski’s King Roger gets an ambitious anniversary revival at Des Moines Metro Opera
seenandheard.international.com.krol.roger
Des Moines Metro Opera Announces 2027 Festival Season
Featuring Edward Nelson, Brandon Jovanovich & Brenda Rae
operawire.com.moines-metro.opera
Shanghai
Shanghai Grand Opera House Opens Its Doors to a Western-Dominated Season
operawire.com.shanghai
Recordings
Lisette Oropesa, John Holiday, Klaus Florian Vogt, Camilla Nylund & Anne Sofie von Otter lead New CD/DVD Releases
operawire.com.lisette
Ballett / Tanz
Staatstheater Nürnberg: Ballett: „Les Ballets Actuels“
https://deropernfreund.de/staatstheater-nuernberg/nuernberg-les-ballets-actuels/
Ballet / Dance
Ballet stars come together for Verdensballetten 2026, on tour in Denmark, Germany, and Switzerland
https://www.gramilano.com/2026/07/verdensballetten-2026/
Monte Carlo
40 years of Les Ballets de Monte-Carlo: celebrating in style
bachtrack.com.de.grimaldi
Ausstellungen/ Kunst
Wien/KHM
Optische Sensationen im KHM: So haben Sie Wien bestimmt noch nie gesehen
Licht, Atmosphäre und architektonische Präzision: Canaletto und Bellotto inszenieren Städte wie Wien, Venedig und London im Kunsthistorischen Museum gestochen scharf und überraschend lebendig.
Kurier.at.canaletto-bellotto
Film
Venedig: George Clooney erhält Goldenen Löwen fürs Lebenswerk
Preis an den Schauspieler und Produzenten wird im September verliehen: „Es bedeutet wahrscheinlich auch, dass ich alt bin“. Das Festival findet vom 2. bis 12. September statt. Der 65-Jährige sprach von einer großen Ehre. „Ich habe so viele außergewöhnliche Momente in Venedig erlebt“, sagte Clooney in einer Mitteilung der Biennale.
Kurier.at.venedig.clooney
Politik
Einschläge ohne Gegenwehr: Warum Kiews akuter Raketen-Mangel Putin in die Karten spielt
In der Nacht zum 6. Juli 2026 feuerte Russland 23 ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ab. Keine einzige wurde abgefangen. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete zwölf Todesopfer und mehr als 50 Verletzte; mehrere Wohngebäude wurden getroffen. Der Angriff war keine militärische Überraschung. Er war die logische Konsequenz einer seit Monaten eskalierenden Munitionskrise, die das ukrainische Militär längst nicht mehr zu verbergen versucht. Jurij Ihnat vom ukrainischen Luftwaffenkommando räumte offen ein, dass ein „gewisses Defizit“ an Abfangraketen für das Patriot-System bestehe. Übersetzt bedeutet das: Die Vorräte sind nahezu aufgebraucht.
FrankfurterRundschau.de,politik
Markus Gstöttner
Kurz-Vertrauter soll ÖVP „kampagnenfähig“ machen
Der einstige Vertraute von Sebastian Kurz, Markus Gstöttner, wurde am Mittwoch als neuer ÖVP-Generalsekretär präsentiert. Inhaltlich wurde wenig gesagt, jedoch stellte Bundeskanzler Christian Stocker klar, dass man die Strukturen der Partei modernisieren und „wahlkampffit aufstellen“ werde
https://www.krone.at/4211947
Sport
Formel 1 Auto-Rennsport
Verstappen-Deal rückt näher: Piastri will McLaren verlassen
Der Sensationswechsel der Formel 1 dürfte immer näher rücken. Oscar Piastri hat mittlerweile genug von McLaren und will den britischen Rennstall verlassen, das hat er den Verantwortlichen mittlerweile kommuniziert. Kommt es mit Saisonende tatsächlich zum Sensationstransfer in der Formel 1? Die Anzeichen verdichten sich, dass Max Verstappen Red Bull verlässt und dort das Cockpit von Oscar Piastri übernimmt.
oe24.at.verstappen-deal
Fußball-WM
Aufgehobene Sperre nach Trump-Anruf: Politische Interventionen sind für den Fussball brandgefährlich
Nach Druck aus Washington schwächte die Fifa die Sanktion gegen einen US-Stürmer ab. Das hätte sie nicht tun sollen: Das Spiel lebt davon, dass für alle Mannschaften dieselben Regeln gelten.
Kommentar
Newsblog zur WM 2026
Gewitter-Sorgen: Viertelfinale droht Verzögerung
Das Viertelfinale zwischen England und Norwegen könnte am Samstag (23 Uhr im Liveticker bei t-online) mit einer Verzögerung starten. Sowohl der amerikanische TV-Sender NBC Miami als auch der Wetterdienst der britischen BBC hat für die Anstoßzeit vereinzelte Gewitter rund um das Hard Rock Stadium in Miami vorhergesagt
t-online.de
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Unter’m Strich
Österreich
„Ferien-Effekt“: Sprit-Preise deutlich gestiegen
Es ist ein Auf und Ab der Gefühle für heimische Autofahrer. Gerade sank der Spritpreis in Österreich auf bis zu 1,56 Euro pro Liter Super Benzin – schon steigt er auch wieder. So kletterte der Benzin bei der Shell Austria Tankstelle in Wien auf satte 1,829 Euro pro Liter – das sind ein Unterschied von fast 30 (!) Cent!
oe24.at.spritpreise
Wiener G’schichten
Der Feind auf der anderen Stiege
Wer Pech mit seinen Nachbarn hat, leidet lange. Aber muss das sein? Ein wenig hippieske Nächstenliebe tut auch toxischen Nachbarschaften gut.
Kurier.at.nachbarschaft
Wien
250-Meter-Schlange beim Dior-Pop-up. 4 Stunden Wartezeit
Ausnahmezustand in Wien! Am Hohen Markt in der Inneren Stadt sorgt ein Pop-up der Luxusmarke Dior seit Dienstag für einen unfassbaren Ansturm. Anlass für die aufwendig inszenierte Werbeaktion ist die Markteinführung der neuen Produktreihe „Dior Addict“. Vor allem die Chance auf kostenlose Geschenke lockt unzählige Menschen an
oe24.at.goodies
INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 9. JULI 2026)
INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 9. JULI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Zum 50. Jubiläum: Innsbrucker Festwochen der Alten Musik erwecken Pietro Antonio Cestis «Il pomo d’oro» nach über 350 Jahren zu neuem Leben

Mit einer spektakulären Opern-Wiederentdeckung feiern die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ihr 50. Jubiläumsjahr: Pietro Antonio Cestis monumentale Barockoper «Il pomo d’oro» erklingt erstmals seit ihrer Uraufführung im Jahr 1668 wieder in voller Länge. Das bei seiner Uraufführung mehr als achtstündige Werk mit 47 Rollen gilt als Inbegriff der barocken Hofoper und wird – wie bereits bei seiner Uraufführung – an zwei aufeinanderfolgenden Abenden aufgeführt. Möglich wird dies durch eine eigens für die Festwochen entstandene Rekonstruktion der verschollenen Musik zweier Akte durch den Musikalischen Leiter Ottavio Dantone. Gemeinsam mit rund 20 Solist*innen, Chor, zwei Tanzkompanien und der Accademia Bizantina bringt er das jahrhundertelang als unaufführbar geltende Meisterwerk auf die Bühne. Für die Inszenierung zeichnet der italienische Regisseur Fabio Ceresa verantwortlich. Die drei Vorstellungen sind am 7. und 8., 11. und 12. sowie am 15. und 16. August im Tiroler Landestheater.
«‹Il pomo d’oro› war eine besondere Herausforderung, weil verlorene Teile der Oper rekonstruiert werden mussten. Gerade zum 50-jährigen Jubiläum der Innsbrucker Festwochen erschien mir dieses Werk jedoch als die ideale Wahl. Ich hoffe, dass diese außergewöhnliche Oper beim Publikum dieselbe Freude und dasselbe Staunen auslöst, wie bei ihrer Uraufführung im 17. Jahrhundert – nicht umsonst galt sie damals als das größte Opernspektakel ihrer Zeit.»
— Ottavio Dantone, Musikalischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
Pracht, Überfluss und spektakuläre Bühneneffekte machten «Il pomo d’oro» bereits 1668 zu einer Sensation. Pietro Antonio Cesti, einer der bedeutendsten Opernkomponisten des frühen Barock, wirkte zunächst als Hofkapellmeister am Innsbrucker Hof der Habsburger, bevor er in den Dienst des Wiener Kaiserhofs trat. Für die Feierlichkeiten zur Hochzeit Kaiser Leopolds I. mit Margarita Teresa von Spanien schuf er dort «Il pomo d’oro». Damit ist «Il pomo d’oro» eng mit Innsbrucks eigener Operngeschichte verbunden. Doch die Oper verschwand nahezu vollständig von den Spielplänen: Der enorme Aufführungsaufwand und der Verlust der Musik der Akte III und V ließen sie über Jahrhunderte zur Legende werden. Für die Innsbrucker Festwochen rekonstruierte Ottavio Dantone die fehlenden Teile anhand erhaltener Fragmente und weiterer Kompositionen Cestis, sodass das Werk erstmals seit seiner Uraufführung wieder als vollständiges Ganzes erlebt werden kann. Erzählt wird über zwei Abende hinweg die Geschichte des berühmten goldenen Apfels der Eris – jenes verhängnisvollen Urteils des Paris, das den Trojanischen Krieg auslöst –, eingebettet in ein ebenso prachtvolles wie überraschend humorvolles Spiel der olympischen Götter.
Neben Ottavio Dantone und Regisseur Fabio Ceresa zeichnen Nikolaus Webern für das Bühnenbild und Giuseppe Palella für die Kostüme verantwortlich. Palella wurde 2023 von der Fachzeitschrift Opernwelt als «Kostümbildner des Jahres» ausgezeichnet. Im Sänger*innenensemble finden sich zudem zahlreiche ehemalige Preisträger*innen des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper «Pietro Antonio Cesti», darunter Shira Patchornik (1. Preis 2021), Sophie Rennert (2. Preis 2016) und Giacomo Nanni (3. Preis 2023). Ergänzt wird die Produktion durch den Chor NovoCanto sowie die beiden Tanzkompanien Street Motion Studio und Associazione Culturale Fattoria Vittadini.
Mit dieser monumentalen Wiederentdeckung setzen die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik ein Ausrufezeichen zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Seit 1976 zählt das Festival zu den international führenden Veranstaltungen für historisch informierte Aufführungspraxis und hat sich mit der Wiederentdeckung und Wiederaufführung vergessener Opern des 17. und 18. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Vom 24. Juli bis 30. August 2026 verbindet das Jubiläumsprogramm diese Tradition mit Konzerten, Opernproduktionen und dem Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper «Pietro Antonio Cesti», dessen Teilnehmer*innen in der Barockoper:Jung Händels «Atalanta» auf die Bühne bringen. So schlagen die Festwochen eine Brücke zwischen der reichen Musikgeschichte Innsbrucks und der Zukunft der Alten Musik.
Das vollständige Programm der Festwochen 2026
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Berlin: Der Götz-Friedrich-Preis für die Spielzeit 2025/2026 geht an Giulia Giammona und Elena Maria Artisi

Götz Friedrich. Kranichfoto
Der Götz-Friedrich-Preis für die Spielzeit 2025/2026 geht an Giulia Giammona für ihre Inszenierung von Paul Hindemiths CARDILLAC am Staatstheater Meiningen (Foto oben) und an Elena Maria Artisi für Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR am Theater Altenburg Gera (Foto unten). Angesichts zweier gleichermaßen überzeugender Produktionen hat sich die Jury in diesem Jahr erstmals dafür entschieden, zwei Preisträgerinnen zu küren. Die Verleihung findet am 19. November 2026 in der Deutschen Oper Berlin statt.
Seit über fünfundzwanzig Jahren ist der Götz-Friedrich-Preis eine der wichtigsten Einrichtungen zur Förderung herausragender Begabungen im Bereich der Musiktheaterregie – Preisträger*innen wie Stefan Herheim, Eva-Maria Höckmayr, Elisabeth Stöppler und Benedikt von Peter seien hier stellvertretend genannt. Nachdem der Götz-Friedrich-Preis zwischenzeitlich durch die Deutschsprachige Opernkonferenz ausgerichtet wurde, ist er seit der Spielzeit 2022/2023 an die Deutsche Oper Berlin, die Hauptwirkungsstätte seines Widmungsträgers, zurückgekehrt. Mitglieder der Jury, deren Votum einstimmig erfolgte, sind Julia Spinola (Tiroler Landestheater), Dorothea Hartmann (Staatstheater Wiesbaden), Beate Breidenbach (Deutsche Oper Berlin), Wolfgang Nägele (Theater Bielefeld) und Jörg Königsdorf (Deutsche Oper Berlin). Der Götz-Friedrich-Preis wird finanziell vom Förderkreis der Deutschen Oper Berlin unterstützt.
Giulia Giammona
Die deutsch-italienische Regisseurin Giulia Giammona erhielt ihre musikalische Ausbildung als Jungstudentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und studierte Regie am Thomas Bernhard Institut der Universität Mozarteum Salzburg. Zu ihren ersten Regiearbeiten zählen VANITAS von Salvatore Sciarrino und MATCH von Mauricio Kagel, die an der Bayerischen Staatsoper entstanden, wo sie als Spielleiterin tätig war. Seit 2022 arbeitet sie regelmäßig bei den Salzburger Festspielen. Dort leitete sie zunächst das Operncamp mit einer Kinderfassung von Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE und inszenierte in den folgenden Spielzeiten DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE von Maurice Ravel sowie DIE KLUGE von Carl Orff. Im selben Jahr führte sie Regie bei der Uraufführung von Georg Friedrich Haas’ Oper SYCORAX an den Bühnen Bern. Für ihre Inszenierung von PENELOPE nach Leonora Carrington erhielt sie 2024 den Jurypreis des Körber Studios Junge Regie am Thalia Theater Hamburg. Als künstlerische Mitarbeiterin wirkt sie zudem in Produktionen von Romeo Castellucci mit, darunter PELLÉAS ET MÉLISANDE von Claude Debussy am Teatro alla Scala und SAINT FRANÇOIS D’ASSISE von Olivier Messiaen bei den Salzburger Festspielen 2026. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen CARDILLAC am Staatstheater Meiningen TRÄUME EINE NACHT IM ELFENWALD für das Kinderopernhaus Berlin an der Staatsoper Unter den Linden, Produktionen am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und bei den Tiroler Festspielen Erl sowie die Uraufführung von ANNA A. von Silvia Colasanti am Teatro alla Scala. In der Spielzeit 2026/27 wird sie unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden, bei der Stiftung Haydn in Bozen und an der Opéra de Lille inszenieren.
Elena Artisi
Elena Artisi begann 2017, nach zwei Semestern im Jungstudium für Gesang an der Hochschule für Künste Bremen, ihr Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien und der Sapienza Università di Roma, welches sie 2023 mit einem Master of Arts abschloss. Seit 2024 ist sie Alumna der Studienstiftung des deutschen Volkes. Neben dem Studium arbeitete Elena Artisi als Regieassistentin für verschiedene Opern- und Schauspielhäuser sowie Festivals, darunter Theater an der Wien, Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und Aalto Theater Essen u.a. mit den Regisseur*innen Ilaria Lanzino, Laurent Pelly oder Kay Link. Im Juni schloss sie das Studium der Musiktheaterregie an der MDW Wien in der Klasse von Roland Schwab ab. Im Zuge dessen realisierte sie eigene Projekte als Regisseurin, u.a. eine Bearbeitung von Thomas Bernhards „Der Theatermacher“, die Kammeroper RADAMES von Peter Eötvös, THE BOATSWAIN’S MATE von Ethel Smyth und als Diplominszenierung ORFEO.EURIDICE.SCHATTEN – eine Neuinterpretation des bekannten Mythos mit Musik von Monteverdi und Texten von Elfriede Jelinek. In ihrer Arbeit sucht Elena Artisi, die Grenzen von Genre- und Geschlechterstereotypen auszudehnen und zu überwinden. In der Spielzeit 2025/2026 inszenierte sie am Theater Altenburg Gera LUCIA DI LAMMERMOOR von Gaetano Donizetti, wo sie folgend auch LA TRAVIATA in der kommenden Spielzeit auf die Bühne bringen wird. Im April 2027 wird sie mit GOLD! am Theater an der Wien debütieren und darauf an der Oper Graz Strauss‘ ELEKTRA inszenieren.
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OPUS KLASSIK Wochenende 11.Juli 2026 : Klassikstars live auf der OPUS
• OPUS KLASSIK für den Bestseller des Jahres geht an Lang Lang
• Jonas Kaufmann und Sarah Willis stehen im Oktober live auf der Bühne de r OPUS
KLASSIK Gala
• Anna Novák moderiert das OPUS KLASSIK Konzert am 10. Oktober
• Tickets für die OPUS KLASSIK Gala (11.10.) hier erhältlich
Berlin, 06 . Juli 2026 . Der Countdown zum OPUS K LASSIK Wochenende 2026 hat begonnen . Weltstar -Tenor Jonas Kaufmann und die gefeierte Hornistin Sarah Willis bestätigen ihre Auftritte bei der OPUS KLASSIK Gala . Die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gibt den Bestseller des Jahres bekannt.
Der OPUS KLASSIK in der Kategorie Bestseller des Jahres geht bereits zum zweiten Mal in Folge an Lang Lang . In diesem Jahr erhält er die Auszeichnung für sein Album Piano Book 2 . Der weltweit gefeierte Pianist zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der klassischen Musik. Sein inspirierendes Klavierspiel begeistert ein Millionenpublikum, was sich in seinen zahlreich verkauften Alben und Streams zeigt . Auf Piano Book 2 vereint Lang Lang legendäre Klassiker, zeitgenössische Kompositionen sowie Filmmusik, Anime und Musik aus Videospielen. Seine Botschaft ist klar: Klassische Musik ist für alle. Der Preis wird auf Grundlage der offiziellen Verkaufszahlen der GfK Entertainment (Ge sellschaft für Konsumforschung) vergeben .
Alle Preisträger des OPUS KLASSIK 2026 finden Sie hier

Jonas Kaufmann. Foto: Dario Acosta
Mit Jonas Kaufmann steht bereits ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen OPUS KLASSIK Gala fest: Der Star -Tenor wird am 11. Oktober auf der Bühne stehen. S eit mehr als zwei Jahrzehnten zählt er m it seiner unverwechselbaren, warmen und kraftvollen Stimme sowie seiner außergewöhnlichen Bühnenpräsenz und seinem vielseitigen Repertoire zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der internationalen K lassik szene . Im Rahmen der Gala wird er für sein Album Doppelgänger mit dem OPUS KLASSIK in der Kategorie Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres ausgezeichnet.

Sarah Williams. Foto: Victor Cervantes
Sarah Willis gehört zu den bekanntesten Hornistinnen der Welt und hat als erste Frau in der Blechbläsergruppe der Berliner Philharmoniker Musikgeschichte geschrieben. Sie verbindet klassische Musik mit Einflüssen anderer Kulturen und begeistert Menschen weit über die Klassikszene hinaus . Für die OPUS KLASSIK Gala hat sie ihren Auftritt gemeinsam mit ihrer kubanischen Band „The Sarahbanda“ bereits zugesagt und wird dort in der Kategorie Instrumentalist*in des Jahres geehrt .
Weitere auftretende Künstlerinnen und Künstler beim OPUS KLASSIK Wochenende werden in den nächsten Wochen bekanntgegeben.
Moderiert wird das OPUS KLASSIK Konzert am 10. Oktober im Fotografiska Berlin wie auch bereits in den vergangenen Jahren von Anna Novák . Das Konzert wird aufgezeichnet und auf radio3, dem Kultursender des rbb, gesendet.
Die OPUS KLASSIK Gala findet am 11. Oktober im Konzerthaus Berlin statt und wird von Désirée Nosbusch moderiert. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend um 22:15 Uhr im Fernsehen.