Die MITTWOCH-PRESSE – 20. OKTOBER 2021

Die MITTWOCH-PRESSE – 20. OKTOBER 2021

Foto: Anna Netrebko in Wien © Instagram

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 20. OKTOBER 2021

Wien
Netrebko sagt wegen Schulteroperation Wiener Auftritte ab
Die Soprangöttin Anna Netrebko muss sich einer akuten Operation an der rechten Schulter unterziehen. Infolgedessen sieht sich die 50-Jährige gezwungen, ihr für Sonntag (24. Oktober) im Musikverein vorgesehenes Konzert ebenso abzusagen wie ihren Einsatz als Abigaille in Verdis „Nabucco“ an der Wiener Staatsoper in der ersten Novemberhälfte. Dies teilten beide Häuser mit Bedauern mit.
Salzburger Nachrichten

Edita Gruberova: Bilder aus ihrem Leben
Eine Fotoserie. Absolut sehenswert!
Zur Fotoserie

Zum Tod der Belcanto-Königin
Die Sopranistin Edita Gruberová beherrschte den Koloraturgesang wie keine zweite und konnte auf eine sagenhafte Karriere zurückblicken: 45 Jahre lang sang die Gruberová an der Spitze, bis sie sich im März 2019 im Münchner Nationaltheater verabschiedete. Jetzt ist sie, kurz vor ihrem 75. Geburtstag, in ihrer Wahlheimat Zürich gestorben.
BR-Klassik.de

Starsopranistin Edita Gruberová gestorben
Die große Koloratursopranistin ist in Zürich 74-jährig gestorben. Sie dominierte über Jahrzehnte als Virtuosin und Gestalterin die heiklen Partien des italienischen Belcanto.
Der Standard.at

Sopranistin Edita Gruberova ist tot
https://www.diepresse.com/6049045/sopranistin-edita-gruberova-ist-tot

Nach mehr als 50 Jahren auf der Opernbühne: Edita Gruberova ist tot
Sie zählte zu den führenden Koloratursopranistinnen. Ihr Spitzname war „slowakische Nachtigall“. Jetzt ist Edita Gruberova gestorben.
Tagesspiegel.de

Starsopranistin Edita Gruberova ist tot
Die gebürtige Slowakin galt als Königin der Koloratur und glänzte vor allem in Belcanto-Opern.
Wiener Zeitung.at

Zum Tod von Edita Gruberová (Podcast)
https://www.ndr.de/kultur/Zum-Tod-von-Edita-Gruberova,audio991340.html

Berlin
„Götterdämmerung“ in Berlin: Einige Stimmen strahlen, Herheims Inszenierung ist indiskutabel
Die Covid 19- Pandemie hat auch das timing für die Ring-Neuinszenierung an der Deutschen Oper völlig durcheinander gebracht. So hatte am Sonntag noch vor dem „Siegfried“ die abschließende „Götterdämmerung“ Premiere. Man darf aber bereits vor der letzten Premiere feststellen, dass Stefan Herheim mit seinem Ring krachend gescheitert ist.
Klassik-begeistert.de

Meiningen
„Der fliegende Holländer“ in Meiningen: „Mensch ärgere dich nicht“ am Abgrund
Kay Metzger verlegt die Wagner-Oper in ein Kino-Foyer und deutet sie als Balanceakt zwischen Mief und Magie. Musikalisch überzeugen die Sänger, vor allem Shin Taniguchi in der Titelrolle.
Mainpost.de.    

Wien
Kammerphilharmonie Bremen: Witze mit Ehrfurcht
Dirigent Paavo Järvi brillierte im Konzerthaus mit Haydn-Symphonien.
Wiener Zeitung.at

Christof Loys preisgekrönter Peter Grimes am Theater an der Wien
bachtrack.com

Die große Not der kleinen Theater
Die kleinen Theater in Wien sind in ihrer Existenz bedroht. Kultursonderbeauftragte Corona zieht die brutalste Wiener Theaterreform seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts durch. Es ist der blanke zynische Theaterdarwinismus: Wer am Publikumsschwund stirbt, stirbt eben. Für die Überlebenden ist dann mehr Publikum da. Konkret sieht das so aus, dass die großen Theater und Opernhäuser von Bund und Stadt Wien derzeit bei etwa 60 Prozent Auslastung halten. Die sogenannten Kellertheater schaffen 50 Prozent – im günstigsten Fall. Der Unterschied ist nur: Den großen ist ihr subventioniertes Überleben garantiert, und wenn nur noch durchschnittlich 127,3 Personen pro Aufführung drinsitzen.
Wiener Zeitung.at

München
Party mit Shakespeare
Die Opera Incognita spielt Richard Wagners Frühwerk „Das Liebesverbot“ – an einem ungewöhnlichem Ort in München.
Sueddeutsche Zeitung.at

CD-Kritik
Leif Ove Andsnes bringt Mozart auf Idealtemperatur
Wienerzeitung.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
Deutsche Oper Berlin’s Götterdämmerung — a slowly unfolding disaster
https://www.ft.com/content/ffab8149-b1d6-4300-a307-c0d4c26f2fc2

Rom
Angels and demons: Giovanna d’Arco marks the reopening of Rome’s Teatro Costanzi
bachtrack.com

Paris
Paris Opera Ballet makes a spectacle of Stendhal’s The Red and the Black
https://www.ft.com/content/318b74f5-1661-4770-bf73-786b2e31bebb

London
Covid has “wiped out one in three music jobs” as opera singer forced to work in Lidl supermarket
UK Music says 69,000 people, including freelance musicians and those working in live music, have left the industry since the pandemic hit.
innews.co.uk

English National Opera 2021 Review: Satyagraha
https://operawire.com/english-national-opera-2021-review-satyagraha/

Seattle
Seattle Opera rises from the ashes with La bohème
bachtrack.com

San Francisco
She’s Making History in Opera. Can She Help Ensure Its Future?
Eun Sun Kim is the first woman to serve as music director of one of America’s largest opera companies. She aims to broaden the art form’s appeal in the digital age.
https://www.nytimes.com/2021/10/19/arts/music/san-francisco-opera-eun-sun-kim.html

Los Angeles
LA Opera’s “Tannhäuser” is a feast for the ears, if not the eyes
daylinews.com

Obituary
Legendary Soprano Edita Gruberová Dies at 74
https://operawire.com/obituary-legendary-soprano-edita-gruberova-dies-at-74/

Singers Lead the Mourning for Edita Gruberova
https://slippedisc.com/2021/10/singers-lead-the-mourning-for-edita-gruberova/

Sprechtheater

Wien/ Volkstheater
„Alle Arschlöcher abschlachten“: Langweilige Tötungsfantasie im Volkstheater
Die Volkstheater-Spielstätte „Dunkelkammer“ wurde mit einer Lydia-Haider-Uraufführung eröffnet. In der sollen Männer von Gabalier bis Christus originell getötet werden.
Kurier.at

Literatur

Rausballern, was nottut: Happy Birthday, Elfriede Jelinek!
Die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin feiert am 20. Oktober ihren 75. Geburtstag. Im Kosmos-Theater Wien steigt ein Fest, wir geben Leseempfehlungen.
Der Standard.de

Medien

Demokratie braucht verlässliche Information
Bundespräsident Van der Bellen verlieh Vorhofer-Preis an „WZ“-Chef Walter Hämmerle. Journalistenvertretung fordert „Runden Tisch“ zur Medienförderung.
Wiener Zeitung

Ausstellungen/ Kunst

Gewohnheitstiere und ihre Eitelkeiten. Hintergrund: Kardinal König-Kunstpreis
Der neunte Kardinal König Kunstpreis geht an Michèle Pagel. Die 1985 in Werdau in Deutschland geborene Künstlerin kombiniert Keramikelemente mit Mixed-Media-Materialien zu politischen Installationen. Ihr Keramik-Pfau vor dem Spiegel hält dem Betrachter einen Spiegel vor.
DrehpunktKultur.at

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Unter’m Strich

China
Der Staat greift durch
Unternehmen werden gemaßregelt, Märkte brutal reguliert, Stars und Reiche verfolgt: China bewegt sich endgültig in Richtung einer totalitären Dystopie. Wo soll das enden?
Die Zeit.deKultur

Tragödie im Burgenland: Zwei Flüchtlinge tot im Kastenwagen
Zwei der 29 Männer, die in dem Kleinbus von Ungarn kamen, dürften in dem Fahrzeug erstickt sein. Sie waren zwischen 25 und 30 Jahre alt.
Kurier.at

Irmgard Griss packt in der ZIB2 über Sebastian Kurz aus
Bei Armin Wolf schildert Irmgard Griss, was sie 2016 mit Sebastian Kurz geplant hatte. Gleichzeitig attackiert sie den Ex-Kanzler massiv.
Heute.at

Trotz Schutzimpfung: NÖ-Gesundheitslandesrätin mit Corona infiziert
Schock für die niederösterreichische Landespolitik: Wie die „Krone“ vorab erfuhr, hat sich Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) trotz doppelter Impfung mit dem Coronavirus infiziert.
https://www.krone.at/2535142

Österreich
Matthias Strolz fordert Kurz zum TV-Duell im ORF heraus
Ex-Neos-Chef Matthias Strolz plauderte live im ORF ein düsteres Geheimnis über Altkanzler Kurz aus. Nun legte der 48-Jährige auf Twitter nach.
Heute.at

Die Anti-Trump-Nummer von Joe Biden zieht nicht mehr
Stark begonnen, stark nachgelassen: Außer Restaurationsarbeiten hat der 46. US-Präsident bisher weder außen- noch innenpolitische Erfolge aufzuweisen.
Die Presse.com

Wien
Goldenes Ehrenzeichen: Juncker in Wien geehrt, er weiß aber nicht warum
https://www.krone.at/2535527

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 20. OKTOBER 2021)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 20. OKTOBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Anna Netrebko sagt die Abigaille ab

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Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Ein akut gewordenes Problem in ihrer rechten Schulter zwingt Anna Netrebko zu einer dringenden Operation. Sie muss daher ihre Auftritte in Nabucco an der Wiener Staatsoper absagen. Die neue Besetzung der Rolle der Abigaille in den Vorstellungen am 1., 6., 9. und 12. November wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben.

Anna Netrebko:
»Leider muss ich meine Aufführungen von Nabucco an der Wiener Staatsoper absagen. Ich leide seit vielen Monaten an lähmenden Schmerzen in der Schulter, und mein Arzt hat mir geraten, mich dringend einer Operation zu unterziehen und danach sofort eine physische Rehabilitation zu beginnen, um das Problem zu lösen. Es tut mir leid, mein liebes Wiener Publikum diesmal zu verpassen, und ich freue mich darauf, sehr bald wieder für Sie aufzutreten!«

»Unfortunately, I am forced to cancel my performances of Nabucco at the Wiener Staatsoper. I have been suffering from debilitating pain in my shoulder for many months now and my doctor has advised me that I must undergo urgent surgery on my shoulder followed by physical rehabilitation immediately after in order to address this. I am sorry to miss my dear Viennese audience this time and look forward to performing again for you very soon!«

In der von Paolo Carignani dirigierten Aufführungsserie von Nabucco gibt Amartuvshin Enkhbat (1., 6., 9. November) sein Staatsoperndebüt in der Titelpartie, als Ismaele debütiert Alessandro Liberatore am Haus. Roberto Tagliavini verkörpert den Zaccaria und Szilvia Vörös die Fenena. In der Vorstellung am 12. November ist Plácido Domingo als Nabucco zu erleben.

Weitere Informationen finden Sie hier.
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Asmik Grigorian: Vorgestern Tatjana in Wien, heute Salome in Moskau

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ZUM VIDEO

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Für wen gilt Compliance?
Nicht für die Wiener Staatsoper?

Am Abend der Premiere von „Der Barbier von Sevilla“ gab es zwischen mir und einer Billeteurin der Staatsoper einen hässlichen Auftritt, bei welcher Gelegenheit ich sie „dumme Kuh“ genannt habe. In der Pause stürzte ein Oberbilleteur auf mich zu, in der festen Absicht, mich übel zu maßregeln und herunterzumachen. Eine Woche später erhielt ich ein Mail von „Kora Wielosinski, i.A. für die Abteilung Personal, Recht und Organisation“, in dem man mir mitteilte, dass man mir die Pressekarten, die ich für meine Berichterstattung im „Volksblatt“ erhalte, gestrichen habe.

Darauf konnte ich nur erwidern, dass ich es in hohem Maße für unkorrekt halte, eine solche Entscheidung aus der Luft zu treffen, ohne der Betroffenen auch nur die Möglichkeit zu geben, ihre Seite der Angelegenheit darzustellen – wir leben schließlich nicht in einem totalitären Staat. Audiatur et altera pars wussten schon die Römer (die heutigen Wiener und eine Gesellschaft, die automatisch vorverurteilt, offenbar nicht)…

Lesen Sie weiter in Apropos

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OPER ZÜRICH TRAUERT UM EDITA GRUBEROVA

MAG 10: La straniera by Opernhaus Zürich - issuu

«Das Opernhaus Zürich trauert um Edita Gruberova, die gestern im Alter von 74 Jahren plötzlich verstorben ist. Die letzten vierzig Jahre des Opernhauses Zürich sind ohne Frau Gruberova nicht vorstellbar. Das Haus konnte sich glücklich schätzen, mit einer solchen Ausnahmepersönlichkeit menschlich und künstlerisch eng verbunden zu sein. Ihre Interpretationen im dramatischen Koloraturfach und italienischen Belcanto haben jahrzehntelang weltweit Massstäbe gesetzt. Wir können es alle noch nicht fassen, dass diese Freundin und Weggefährtin derart unerwartet aus unserer Mitte gerissen wurde. Ganz persönlich werden mir ihre direkte, unprätentiöse Art und ihr hintergründiger Humor sehr fehlen. Unsere Gedanken sind mit ihrer Familie und ihren Freunden».

Andreas Homoki, Intendant des Opernhauses Zürich

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OPERALIA Kalender Moskau

operalia2021 starts today at the @bolshoi_theatre
➡️Audiences from all over the world will be able to watch
🔹 the Semifinals live on Wednesday October 20 at 16:00 local time / 15:00 CET
via Facebook on the #operalia and #placidodomingo pages
🔹 the Final round live on Sunday October 24 at 19:00 local time / 18:00

opera

ZU INSTAGRAM

Lukas Link schreibt:

Am Montag startete Domingo’s Gesangswettbewerb Operalia in Moskau. Unter den 34 Teilnehmern befindet sich mit Tenor Josh Lovell auch ein Mitglied aus dem Ensemble der Wiener Staatsoper. Erst zu Saisonbeginn begeisterte der junge Kanadier das Wiener Publikum als Fenton in Verdi’s Falstaff.

Lovell ging übrigens im vergangenen Sommer als Sieger beim Belvedere-Gesangswettbewerb hervor. Also, Daumen halten für Josh!

https://www.wiener-staatsoper.at/ensemble-gaeste/oper/detail/artist/1302-lovell-josh/

Das sind die Semifinalisten!

op

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GRAZ/ Musikverein für Steiermark: L’Orfeo mit L’Arpeggiata und Rolando Villazón 

Hochkarätig besetzt wird Monteverdis 1607 komponierte Oper L’Orfeo in konzertanter Version zur Aufführung gebracht. Die Titelrolle gestaltet Rolando Villazón, begleitet wird er von L’Arpeggiata unter der Leitung der Grazerin Christina Pluhar, die Alte Musik lebendig und authentisch interpretiert.

vilo

 

2. FESTKONZERT
Sa 30.10.2021

UHRZEIT: 19:30 Uhr
ORT: Stefaniensaal

CHRISTINA PLUHAR Leitung | Theorbe
L’ARPEGGIATA
ROLANDO VILLAZÓN Orfeo u.a.

Claudio Monteverdi | L’Orfeo
Favola in musica, SV 318
Rolando Villazón bietet „reinen stimmlichen Genuss“
(Neue Musikzeitung)
Mit Claudio Monteverdis L’Orfeo verwandelt sich der Musikverein am 30. Oktober 2021 zum Podium für eine der allerersten Opern der Musikgeschichte. Für einen fulminanten Barockopernabend sorgen gleich zwei Publikumslieblinge, die auf ihren Gebieten zur absoluten Weltspitze gehören: Die gebürtige Grazerin Christina Pluhar (Leitung, Theorbe) sorgt mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata seit nunmehr über 20 Jahren für musikalische Sternstunden, konnte sich als Expertin auf dem Gebiet der Alten Musik etablieren und wurde zu einer wichtigen Vermittlerin dieser Musik.

Christina Pluhar
Christina Pluhar. Copyright: Michal Novak

In der Titelrolle des Orfeo kehrt Rolando Villazón nach Graz zurück. Neben dem mexikanisch-französischen Tenor sorgt ein zehnköpfiges Vokalensemble, darunter die unverwechselbare Stimme von Vincenzo Capezzuto, für das passende Flair für diesen Ausflug in die frühe Operngeschichte.

Die Aufführung des barocken Meisterwerkes ist zweifelsohne ein Glanzlicht der Musikvereins-Saison 2021/22 – nicht verpassen!

KARTEN
Konzertkasse
Sparkassenplatz 2, 8010 Graz
Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr
0316 82 24 55,

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OPER FRANKFURT: BARITON PETER MATTEI BESTREITET ZWEITEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2021/22
Der zweite Liederabend der Spielzeit 2021/22 wird bestritten von dem schwedischen Bariton Peter Mattei am
Dienstag, dem 26. Oktober 2020, um 19.30 Uhr im Opernhaus.

Highlights im Spielplan der Oper Frankfurt im Oktober 21 -
Peter Mattei. Copyright: Dario Acosta

Mit einer Stimme von „unmenschlichem Schönklang“ (FAZ) und der besonderen Wahrhaftigkeit seiner Bühnenpräsenz ist Peter Mattei u.a. als Rossinis Figaro, Mozarts Don Giovanni, Tschaikowskis Eugen Onegin oder Wagners Amfortas regelmäßig an den wichtigsten internationalen Opernhäusern, aber auch als Liedsänger in renommierten Konzertsälen zu Gast.
Unvergessen sind seine Frankfurter Darstellungen von Brittens Billy Budd und Mozarts Don Giovanni sowie ein erster Liederabend 2002/03. Wer diese Vorstellungen erlebt hat, kann gut nachvollziehen, warum der zum Königlich Schwedischen Hofsänger ernannte Künstler, der jedem Ton und jeder Silbe seine volle Aufmerksamkeit schenkt, als großer Lyriker seines Stimmfachs gilt.
2018 widmete sich Peter Mattei in einer Rezital-Serie zum ersten Mal Franz Schuberts Winterreise op. 89 D 911. Nach einer gefeierten CD-Aufnahme beim Label BIS wird er einen der vielleicht berühmtesten Liederzyklen auch an der Oper Frankfurt präsentieren, wo er von David Fray am Klavier begleitet wird.

Karten zum Preis von € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Weitere Liederabende in dieser Saison:
Jamie Barton, Mezzosopran 30. November 2021
Gordon Bintner, Bariton 21. Dezember 2021
Tamara Wilson, Sopran 04. Januar 2022
Claudia Mahnke, Mezzosopran 29. März 2022
Jakub Józef Orliński, Countertenor 17. Mai 2022
Konstantin Krimmel, Bariton 19. Juli 2022
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attitude – This week’s recommendations: October 18th, 2021

Andrey Sorokin – Yacobson Ballet/ St. Petersburg/ Principal: an Interview

Copyright: Igor Timofeev
Andrey Sorokin: Copyright: Igor Timofeew

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Coming down the Stairs in MacMillan’s „Romeo and Juliet“: from plain „Daisy Duckeness“ all the way to perfection…

Watch the Videos here!

 

Nikisha Fogo – San Francisco Ballet/ Principal – on Manuel Legris: „What my teacher taught me“

 

Dances – Pictures – Symphonies (Vienna State Ballet): September 17th, 2021

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Copyright: Ricardo Leitner/ attitude

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Ricardo Leitner/ attitude
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Kultur und Natur im Grenzgebiet Weinviertel – Schlossareal Lednice-Valtice… und eine Packung Vivaldi dazu

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Copyright: Pavel Kristian jr.

‚Der Garten Europas‘, ‚Grenzenlose Liechtensteinregion‘,  ‚Schlossareal Lednice-Valtice‘, ‚Weltkulturerbe der UNESCO‘… ja, es gibt viele Bezeichnungen für diese Region in Südmähren, welche direkt an das nordöstliche Weinviertel anschließt. Welchen Lockruf suchen wir uns aus? Der Name Liechtenstein müsste wohl aufscheinen. Die Stammburg des Fürstengeschlechts der Liechtensteiner steht zwar nach wie vor stolz in Maria Enzersdorf südlich von Wien. Und das heutige Fürstentum Liechtenstein am Rande der Schweiz ist ein übrig gebliebenes kleines Restchen des früheren feudalen Europas. Doch seit einem gewissen Hugo I., Dominus Hugo de Liechtenstaine oder auch Huc de Lichtensteine im 13. Jahrhundert, ist diese weite ruhige Landschaft durch Jahrhunderte im fürstlichen Besitz der Liechtensteiner – die Dynastie der allerersten Habsburger-Getreuen – gewesen. Ohne Grenze wie heute zwischen Österreich und Tschechien. In zwei Phasen hat die Familie Liechtenstein im 20. Jahrhundert hier ihre Besitzungen verloren: Gegen Entschädigung bei der tschechischen Bodenreform in den 1920erjahren, und nach dem II. Weltkrieg folgte 1945 die entschädigunglose Enteignung durch die sogenannten Beneš-Dekrete.

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Schloss Valtice. Copyright: Pavel Kristian jr.

Aus Eisgrub ist Lednice geworden, aus Feldsberg Valtice – und in den beiden Orten stehen prachtvolle Schlossbauten der Liechtensteiner. Solch eine ehrenvoll Bezeichnung ‚Garten Europas‘ sollte dieser großzügigen Landschaftsarchitektur aus dem 18. wie 19. Jahrhundert wohl zustehen. Als ein Garten Mitteleuropas jedenfalls. Aber, aber… die trennenden Jahre des Eisernen Vorhanges waren keine vergnüglichen, keine verbindenden, und wir stehen heute völlig verblüfft vor einer Sprachbarriere. Nicht Deutsch sondern Englisch wird den jungen Tschechen gelehrt, und das vormals so vertraute böhmakeln ist Vergangenheit. Keine Feindschaften, doch die Weinviertler an der Landesgrenze oder die Wiener hier mit ihren Zweitwohnsitzen zieht es nicht zu diesen Liechtenstein‘schen Romantikplätzen. Und… nun ja, man sieht hier klar, völlig hautnah, dass so manch groß gepredigte EU-Utopie irgendwie in der Realität nicht so ganz funktionieren dürften.

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Schloss Valtice. Copyright: Jan Miklin 

Die Lednice-Valtice-Kulturlandschaft und die Pálava (=Pollauer)-Berge bei Mikulov (=Nikolsburg) dürfen sich nun schon längere Zeit als Weltkulturerbe der UNESCO bezeichnen. Mit dem Schlagwort Kultur wird heute generell im Tourismus geworben, aber die Region wirbt auch mit Wanderwegen und besten Bedingungen für Ausflügler auf dem Fahrrad. Allerdings, ein großer Kulturaustausch? Gibt es keinen. Wenn etwa die Hausbrunner zu ihrem sommerlichen Weinfest einladen, dann werden musizierende Steirerbuam oder aufspielende Burgenländer in die Kellergassen geholt. Und auch der Hermann Nitsch in seinem Prinzendorfer Schloss hört auf eigenes Rumoren und nicht auf die gefühlstiefen folkloristischen Klänge seiner nahen Nachbarn. Die so gepflegte traditionelle mährische Volksmusik gleich über der Grenze, die Folklorefeste in Hodonin oder rundum – das gibt’s für die Weinviertler einfach nicht.

Die Familie Liechtenstein besitzt im Weinviertel noch ihre Guts- und Forstbetriebe. Hauptsitz in der ‚Fürstlichen Gemeinde Wilfersdorf‘ mit dem mehrmals umgebauten Schloss. Von dort wird auch ein „Grenzen-los!“ propagiert. Also auf, es ist keine weite Fahrt in die veredelte Kulturlandschaft zwischen den Prachtschlössern in Valtice und Lednice mit über 200 Quadratkilometern natürlicher wie künstlich angelegter Teiche, Seen und landwirtschaftlicher Nutzung. Und mitten drinnen finden wir klassizistische, neugotische oder Empire-Bauten wie den Dianatempel, die Hansenburg, das Grenzschlösschen oder das maurische Minarett. Das alte Schloss Valtice trumpft mit einer barocken Schlosskapelle, einer riesigen Hofreitschule und dem 1790 historisch nachempfundenen kleinen Barocktheater auf. Und Schloss Lednice, im Laufe des 19. Jahrhundert als Sommersitz der Fürsten erbaut, überrascht uns mit diesen aus herrschaftlicher Phantasie geborenen Romantik-Bauten inmitten reinster Natur.

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Schloss Lednice. Copyright: Pavel Kristian jr.

Das Wort Hochkultur wird im derzeitigen Sprachschatz nicht mehr allzu sehr strapaziert, doch es ist so: ein elitäres Musikfest zählt eben zur Hochkultur. Und so ist auch das noch junge, 2016 gegründete Lednicko Valticky Hudebni Festival einzuordnen. Ideale historische Spielstätten sind im früheren Reich der Liechtensteiner gegeben, und Festival-Gründer Jiří Partyka hat es verstanden, mit Hilfe regionaler Sponsoren attraktive herbstliche Konzerte zu gestalten. Heuriges Thema: Antonio Vivaldi und die böhmischen Länder, zum 280. Todestag des venezianischen Musikgenies. Vivaldi (1678 bis 1741) hatte in seinen späteren Jahren einen regen Kontakt zu den böhmischen Adeligen und deren Musikkapellen. Hat auch das Land bereist. Mit seinen Musiknoten im Gepäck, welche er als beliebtes Musikgut den Hofkapellen der musikliebenden böhmischen Adeligen wie Sporck mit seiner italienischen Oper in Prag, seinem Förderer Morzin (Vivaldi erhielt von ihm bis 1729 einen regelmäßigen Gehalt) oder dem Grafen von Collalto in Brtnice verkaufen konnte.

Also, noch ein kurzer Blick in den früheren Lustgarten der Habsburg-treuen Dynastie der Liechtensteiner: Geiger Fabio Biondi & sein renommiertes Ensemble Europa Galante sind zum schon recht feierlich aufgezogenen Schlusskonzert des LVHF-Festivals mit einer Vivaldi-Gala in der Hofreitschule angetreten. Gesponsert von einem durchaus mit Geld gesegnetem regionalen Finanzinstitut. Im kleinem Barocktheater war Vivaldis Oper „Farnace“, von einem tschechischen Operngruppe einstudiert und ganz auf historisch gestylt – so wie es die Tschechen lieben – zu erleben. Insgesamt eine gute Packung Vivaldi mit musikalischen Gustostückerln. Wie die Weinviertler aber weit besser mit ihren mährischen Nachbarn zusammenwachsen könnten… vertrauen wir doch dem von den heutigen Liechtensteinern ausgerufenen „Grenzen-los!“

Info:  /  www.visitczechrepublic.com  /  www.gardenofeurope.com  / www.lvhf.cz

Meinhard Rüdenauer

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