Dovlet Nurgeldiyev, Nino Machaidze und Kartal Karagedik
(Foto: Ralf Wegner)
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE (14. SEPTEMBER 2026)
Hamburg
Zwischen den Sätzen 1: Bonnie & Clyde statt Macbeth?
Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen.
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de
Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie
Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de
Hamburg
Kritik Verdis „Macbeth“ an der Hamburgischen StaatsoperEin archaisch-gegenwärtiges Königsdrama
von Jörn Florian Fuchs- Mit Verdis „Macbeth“ eröffnet die Hamburgische Staatsoper ihre neue Saison. Tobias Kratzer deutet das Werk als düsteres, zeitloses Macht- und Familiendrama und entwickelt starke Bilder und eine eindrucksvolle Chorführung, verliert sich aber mitunter in Wiederholungen seiner szenischen Ideen. Während einzelne Momente nachhaltig berühren, bleibt die psychologische Entwicklung der Figuren eher skizzenhaft. Auch musikalisch erfüllt der Abend die hohen Erwartungen nur teilweise: Weder das Solistenensemble noch das Philharmonische Staatsorchester Hamburg können durchweg überzeugen.
BR-Klassik.de
Saisonstart der Hamburger Staatsoper: Warum Verdis „Macbeth“ enttäuscht
Ein Mann will nach oben: Macbeth, Shootingstar und erfolgreicher Feldherr. Da steht er, mit seinem Kriegskumpanen Banquo, hinter ihm ein düsteres Halbrund. Wie in einem antiken Theater steigen Stufen nach oben, und darauf sitzen Dämonen, Hexen, Zauberwesen, gestikulieren wild – sie prophezeien Macbeth: Du wirst König! Wer würde da nicht in Versuchung geraten? Das Problem (oder ist es zutiefst menschlich?): Macbeth zögert, dafür aktiv etwas zu tun. Es braucht seine Ehefrau, die ihn anspornt.
Ndr.de.hamburg.macbeth
Wien/ Theater an der Wien
Frivole Nymphenspiele zwischen Oper und Markusdom
Interview: Stefan Herheim inszeniert selbst Cavallis „La Calisto“. Ein barocker Start (16. 9.) für den Direktor des Theaters an der Wien in eine Sparsaison mit nur noch sechs Premieren.
https://www.krone.at/4292192
Lise Davidsen mit Verdi-Arien bei DECCA
Das einstige „Opernlabel“ Decca leistet sich immerhin noch die dramatische Sopranistin Lise Davidsen, die – für heutige Verhältnisse ungewöhnlich – gerade sogar mit zwei Albumveröffentlichungen bedacht wurde. Nach „Live From The Met“ mit Liedern und Opernsolonummern zu Klavierbegleitung, was wohl auch ihre Repertoirevarianz beweisen soll, steht nun ein reiner Verdi-Arienreigen an
rondomagazin.de
Graz
Oper, öffne dich! So feierte die Grazer Oper ihren Saisonauftakt
Nicht nur mit einem Highlights-Programm auf der Bühne, sondern auch mit einem kunterbunten Programm im Hof feierte die Grazer Oper den Auftakt in die Saison 2026/27. Ein Höhepunkt war auch der Kostümflohmarkt im Next Liberty.
KleineZeitung.at
Das Grazer Portal in die Welt der Klassik öffnet sich (Bezahlartikel)
Ab 14. September geht der Kartenverkauf für die Grazer Musikvereins-Saison in die letzte Phase. Zum Auftakt der Saison ein Überblick über Konzerte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
KleineZeitung.at.artikel.eroeffnung
Linz
Die Große Konzertnacht zwischen Labor und Klasse
Ein Highlight der Linzer Ars Electronica ist die Große Konzertnacht. Sie fand heuer am Freitag im Posthof statt. Zwischen Klangexperiment, gesellschaftlichem Statement und meditativer Klaviermusik wurde das Publikum mit ungewöhnlichen Hörerlebnissen herausgefordert. Grandios versöhnlich: Maki Namekawa spielte Philip Glass.
https://www.krone.at/4292190
Wien/ Staatsoper
„Don Carlo“ in Wien: Grigolo findet auch die zarten Töne
Kirill Serebrennikov lenkt in Verdis „Don Carlo“ oft vom Wesentlichen ab. Umso stärker treffen Günther Groissböck, Elena Stikhina, Étienne Dupuis und das Staatsopernorchester ins Mark. Vittorio Grigolo krönt den Abend an der Wiener Staatsoper mit Spinto-Glanz und jener Mischung aus Ego und Charisma, die polarisiert.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de
Berlin
„Helikopter-Quartett“: Stockhausen wäre auf dem Flugplatz durchgedreht (Bezahlartikel)
Für ihre Produktion der Oper „Mittwoch aus Licht“ hat die Deutsche Oper Berlin Karlheinz Stockhausens „Helikopter-Streichquartett“ auf dem Flugplatz Schönhagen aufgenommen. Nicht alle hatten Empfang.
FrankfurterAllgemeine.net.helikopter
Bremen
Oper zu Schulmassaker: Kaija Saariahos Welterfolg „Innocence“ in Bremen
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (6,52 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Minden
Die Geburt der Komödie aus dem Geiste der Musik
Ein Wagner-Wunder an der Weser: Mit einer fantastischen Besetzung von sängerischen Debütanten und einem der größten Wagnerkenner am Pult geht am Stadttheater Minden die einzige Komödie des Bayreuther Meisters über die Bühne.
concerti.de.opernkritik
Wagners „Meistersinger“ in Minden: Splendide Bestleistung mit Sensibilität und Glück
Die sechs Vorstellungen von „Die Meistersinger von Nürnberg“ im Stadttheater Minden bis 27. September sind fast ausverkauft. So schließt der imponierende Zyklus mit allen Werken des Bayreuther Kanons im Dreijahresabstand, den der Richard-Wagner-Verband Minden 2002 mit „Der fliegende Holländer“ begann und 2019 gerade rechtzeitig vor der Pandemie mit dem kompletten Vierteiler „Der Ring des Nibelungen“ zum Höhepunkt brachte. Ein weiterer Triumph: Der Dirigent Frank Beermann, der Regisseur Jakob Peters-Messer, die Nordwestdeutsche Philharmonie und die Opernchor-Vereinigung Coruso schlagen sich hier mit einem beneidenswerten Rückhalt bei Publikum, Bürgerschaft und einer imponierenden Reihe von Sponsoren.
NeueMusikzeitung/nmz.de.meistersinger
Magdeburg
Mozart-Oper „Cosi fan tutte“ spaltet das Publikum in Magdeburg mit KI-Inszenierung
Regisseurin Martina Gredler schnappte sich die bekannte Mozart-Oper und dachte sie komplett neu. Die Handlung um Ferrando und Guglielmo, die die Treue ihrer Partnerinnen Fiordiligi und Dorabella testen wollen, bleibt grundlegend die gleiche. Doch Don Alfonso, der die zwei Männer zu einer Wette anstachelt, wird in der Magdeburger Version prompt zu einem Start-up-Gründer und statt sich zu verkleiden, sollen die Frauen mit KI-Chatbots verführt werden.
TAG-24.de.cosi
Biel
Dieter Kaegis Liebeserklärung ans legendäre Café Odéon in Biel
Besser kann man eine Opernsaison nicht starten, wie das jetzt beim Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS!) der Fall ist. Mit der verschollenen Belacanto-Bombe «Falstaff» von Michael William Balfe gelingt Regisseur Dieter Kaegi ein Coup, der auf allen Ebenen zündet.
https://www.plattformj.ch/artikel/246650/
150 Jahre „Ring des Nibelungen“: Wagner-Oper auf Pirnaer Jahn-Orgel in 90 Minuten
Organist Hansjörg Albrecht spielt Richard Wagners Klassiker am 12. September 2026 auf der Königin der Instrumente.
Presseinformationen der Stadt Pirna
Links zu englischsprachigen Artikeln
Innsbruck
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2026 Review: Atalanta
Soprano Sarah Hayashi Delivers a Standout Performance
https://operawire.com/innsbrucker-festwochen-der-alten-musik-2026-review-atalanta/
London
Playing With Fire review – like Disney’s Fantasia on steroids as a virtual Yuja Wang plays amid luminous dreamworlds
TheGuardian.com.southbank
Playing with Fire, fiddling with headsets: an Immersive Odyssey with Yuja Wang
https://bachtrack.com/de_DE/review-yuja-wang-playing-with-fire-royal-festival-hall-september-2026
Peerless choral singing from Arcangelo in Bach’s Mass in B minor at the BBC Proms
bachtrack.com.de.bachs.mass
New York
A countertenor without limits: Carlo Vistoli in recital at the Park Avenue Armory
seenandheard.international.com.vistoli
San Francisco
San Francisco Opera’s season launch derailed as orchestra strike forces cancellations
San Francisco Opera‘s 104th season got off to an abrupt and disappointing start on Friday evening when a strike by the San Francisco Opera Orchestra forced the cancellation of the opening-night performance of Verdi’s Simon Boccanegra.
https://www.gramilano.com/2026/09/san-francisco-opera-orchestra-strike/
Sydney
Coffee and a Dead Canary (Pinchgut Opera)
Caffeinated comic capers bring the buzz to this entertaining excursion into the lighter side of
https://limelight-arts.com.au/reviews/coffee-and-a-dead-canary-pinchgut-opera/
Recordings
Gramophone Announces Shortlist for 2026 Classical Music Awards
https://operawire.com/gramophone-announces-shortlist-for-2026-classical-music-awards/
Ballett / Dance
Review: San Francisco Ballet in Mere Mortals – it shocks so much that it alienates
San Francisco Ballet comes to London for the first time since 2019, and since Tamara Rojo took over the artistic direction, and they do it with a bang (only a little bit of a pun intended…).
https://www.gramilano.com/2026/09/review-san-francisco-ballet-mere-mortals/
Medien
ORF
Statt Reform „manipulativ oder unfähig“: Kniefall vor dem ORF
Das groß angekündigte Zukunftsforum sollte die Grundlage für eine umfassende ORF-Reform liefern. Herausgekommen ist vor allem eines: ein Wunschzettel vom Küniglberg. Die schwer verärgerten Privatmedien werden mit vagen Kooperationsversprechen abgespeist. Schon im Vorfeld war die Skepsis in der Medienbranche groß. Kann ein zweitägiges Zukunftsforum mit Hunderten Teilnehmern tatsächlich die Grundlage für eine tragfähige ORF-Reform schaffen? Nach der Präsentation der Ergebnisse lautet die ernüchternde Antwort: wohl kaum. Bereits nach dem ersten Tag probten deren Vertreter den Aufstand. Aus Protest gegen Ablauf und Stoßrichtung des Forums stand im Raum, dem zweiten Tag geschlossen fernzubleiben. Doch der gemeinsame Boykott zerbröselte. Einer nach dem anderen kam am Freitag doch wieder. Zu groß ist der Druck auf dem ohnehin schwer angeschlagenen Medienmarkt.
https://www.krone.at/4291034
Leben/ Essen
New Yorf
Martin Auer in Manhattan: So viel kostet sein Brot in den USA
Der Grazer Bäcker Martin Auer hat eine Filiale in New York eröffnet. Für Diskussionen sorgt der Preis. Nicht nur das Geschäft in New York, auch der Brotpreis sorgt für Aufsehen. Ein Laib kostet nämlich satte 60 Dollar (cirka 51 Euro). Und wird bereits heftig diskutiert, wie Nutzer kommentieren. Immerhin kostet das Brot in Graz weniger als 10 Euro. Was manche ebenfalls schon als hoch empfinden. Doch 60 Dollar seien eine andere Kategorie. Manche sprechen von einem „obszönen Preis“. Andere verwehren sich dagegen, das Grundnahrungsmittel Brot zum „Designprodukt“ zu machen.
Kurier.at.brot.in New York
Politik
Angriffe auf Russen-Diesel. „Er muss aufhören“ – Trump pfeift Selenskyj zurück
Trump fordert Selenskyj auf, Angriffe auf russische Diesel-Anlagen zu stoppen. Er macht die Ukraine für die Engpässe mitverantwortlich. Mit Angriffen auf die Infrastruktur setzt die Ukraine Russland unter Druck. Zumindest mit Attacken gegen russische Diesel-Anlagen soll es jetzt aber vorbei sein – jedenfalls wenn es nach US-Präsident Donald Trump geht.
Heute.at-ermussaufhoeren
Sport
Autorennsport/ Formel 1
„Was redet ihr?“. Position verloren! Verstappen tobt über sein Team
„Das war ein Eigentor“, kritisierten sogar die ORF-Kommentatoren die Entscheidung von Red Bull, Max Verstappen nach einem turbulenten Start zwei Plätze zurückgeben zu lassen. Auch der vierfache Weltmeister tobte über den Funk über sein Team.
https://www.krone.at/4293681
Tennis/US Open
Triumph bei US Open: Alexander Zverev krönt sich zum König von New York
Alexander Zverev hat am Sonntag zum ersten Mal in seiner Karriere die Tennis-US-Open für sich entschieden. Der Deutsche setzte sich in seinem dritten Grand-Slam-Endspiel in Folge gegen den US-Amerikaner Ben Shelton mit 6:3,7:6(2),5:7,6:2 durch und triumphierte wie zuletzt schon bei seinem Premieren-Major-Erfolg bei den French Open. In Wimbledon hatte er gegen den Südtiroler Jannik Sinner den Kürzeren gezogen, dem er in der Weltrangliste als erster Verfolger näher rückt.
https://www.krone.at/4291938
Österreich/Fußball
Sieg im Hit! Sturm fügt LASK die erste Pleite zu
Jubel in Graz! Der SK Sturm gewann am Sonntagabend zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde das Spitzenspiel gegen den LASK mit 2:1 – und vergab am Ende sogar noch einen Elfmeter. Die Linzer bleiben an der Tabellenspitze, müssen aber die ersten Saisonniederlage hinnehmen.
https://www.krone.at/4290842
Österreich
Dramatischer Sieg! Austria gibt Rote Laterne ab
Was für ein nervenaufreibender Befreiungsschlag! Die Wiener Austria gab nach einem dramatischen 2:1-Heimsieg gegen die Lustenauer Austria die Rote Laterne in der Tabelle ab. Wien-Favoriten atmet auf.
https://www.krone.at/4290836
Österreich/ Fußball
Peter Schöttel? „… dann hast du ein Problem!“
Am Freitag ging die Amtszeit von Peter Schöttel als Sportdirektor des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) nach knapp neun Jahren zu Ende. Den Entschluss zur Absetzung des 59-jährigen Wieners gab der ÖFB nach einer Aufsichtsratssitzung am verbandseigenen Campus in Wien bekannt. Der Grund? „Unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position“, hieß es vonseiten des Verbands. Seit der Bestellung von Ralf Rangnick zum ÖFB-Teamchef im Frühjahr 2022 liefen nicht mehr alle wesentlichen Entscheidungen im sportlichen Bereich über den Tisch des Ex-Nationalspielers.
https://www.krone.at/4291998
Die legendärsten Sprüche von Berti Vogts
„Wenn ich über das Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: ‚Nicht mal schwimmen kann der Vogts.‘“ Berti Vogts formulierte diesen Spruch auf einer Pressekonferenz vor der WM 1994 aus Frust über die anhaltende und mitunter unsachliche Kritik der Medien, selbst nach souveränen Siegen der deutschen Mannschaft.
Fußballfieber.de
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Unter’m Strich
Österreich
Kasperl der Woche: Blauer Alarm: Ministerin sieht überall die FPÖ
Blaue Hüte, Pfiffe, FPÖ-Verdacht: Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sah am Altausseer Kirtag eine blaue Störaktion. Es war aber nur eine (unpolitische) Poltergruppe. Für diese Farbenlehre gibt’s den Kasperl der Woche.
https://www.krone.at/4292318
Aus für Harrys Spiele!. Militärchef hat genug vom „Harry-Meghan-Nonsens“
Seine Invictus Games sind Prinz Harrys ganzer Stolz – seine ganz persönliche Olympiade für kriegsversehrte und verletzte Soldaten. Doch jetzt bekommt sein Prestigeprojekt einen heftigen Dämpfer: Ein Teilnehmerland hat seine Teilnahme nun aus Solidarität zu König Charles abgesagt! Man habe genug vom „Harry-Meghan-Nonsens“. Uganda will überraschend bei den Invictus Games nicht mehr mitmachen. Das gab General Muhoozi Kainerugaba, Ugandas Militärchef, höchstpersönlich am Mittwoch auf X bekannt. Man wolle nichts unterstützen, was nicht die Zustimmung des britischen Monarchen habe. Für Harry dürfte diese Ansage ein ziemlich deutlicher Dämpfer sein.
KronenZeitung.at.harry%meghan
INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. SEPTEMBER 2026)
INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. SEPTEMBER 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Grazer Portal in die Welt der Klassik: MUSIKVEREIN GRAZ

Ab 14. September geht der Kartenverkauf für die Grazer Musikvereins-Saison in die letzte Phase. Zum Auftakt der Saison ein Überblick über Konzerte, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Von Martin Gasser | KLEINE ZEITUNG | 12.9.2026
Natürlich steht Graz im Schatten von Wien, einer der Welthauptstädte der Klassik. Aber man kann auch im Schatten glänzen. Das beweist der Musikverein Graz, der selbst ein Klassiker ist. Intendant Michael Nemeth führt den Musikverein in die 212. Saison. Die ist voller Musik: Kammermusik und große Symphonik, Liederabende, Solokonzerte, Kinderkonzerte und diverse Galas. Zum Auftakt der Saison in Stefanien- und Kammermusiksaal am 28. September und zum Start des allgemeinen Kartenverkaufs am Montag, dem 14. September. Hier eine Auswahl aus dem etwa 60 Veranstaltungen fassenden Programm.
Für Kenner
Für die Feinspitze und Liebhaber des Besonderen hat der Musikverein jede Menge in petto. Hier werden auch höchste Ansprüche erfüllt: Anna Rakitina debütiert am 28./29. September am Pult der Grazer Philharmoniker mit Cerha und Strauss. Und Rudolf Buchbinder spielt Griegs Klavierkonzert. Wagner-Tenor Klaus Florian Vogt wird am 22. Oktober Schuberts „Winterreise“ interpretieren. Werke von Wolfgang Rihm, Gabriel Fauré und Franz Schubert hat das Trio Brontë am 3. Dezember am Spielplan. Dirigent Markus Poschner und das RSO Wien bringen am 19./20. April Musik von Édouard Lalo und Johannes Brahms mit. Und ganz und gar einem Komponisten ist das Konzert des Quatuor Ebene am 13. Mai gewidmet: drei Streichquartette von Ludwig van Beethoven
Für Kinder
Ein gutes Kinderprogramm ist kein Extra, sondern eines der Fundamente für einen seriösen Konzertveranstalter. Für Schulklassen gibt es im Musikverein von der 1. bis zur 12. Schulstufe gestaffelt Vormittagskonzerte, also speziell adaptierte Konzerte aus dem regulären Programm. Pädagoginnen und Pädagogen aufgepasst: Es gibt Gruppentarife für Klassen für alle regulären Konzerte, außerdem auch ein Angebot zu Führungen und Workshops. Aber es gibt auch Familienkonzerte für den individuellen Besuch: Etwa „Nachtmusik und Zauberflöte“ (ab 5 Jahren), wo etwa Marko Simsa zur Zeitreise lädt (13. Oktober) oder das Fußball-Mitmachkonzert „Anpfiff!“ (ab 5 Jahren) mit Theresa Winkler (2. Februar).
Für Adabeis
Die großen Namen ziehen Publikum an: Hier muss man gesehen werden: Plácido Domingo, mittlerweile doch schon 85 Jahre, wird am 30. November eine „Noche española“ geben. Das Musikvereins-Ehrenmitglied Rudolf Buchbinder ist in den letzten Jahren Stammgast im Grazer Musikverein geworden, der Pianist und Intendant bringt bei einer Beethoven-Gala am 25. Februar fünf Sonaten des Meisters zu Gehör. Tenor Jonathan Tetelman kennt man nicht erst, seitdem er bei den Salzburger Festspielen an der Seite von Asmik Grigorian in „Carmen“ aufgetreten ist: Am 4. März gibt er sein Graz-Debüt. Primadonnen-Alarm ist am 10. Mai, wenn Lisette Oropesa italienische Lieder singt. Am 14. Mai werden Maestro Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker das neue Pfingstfestival des Musikvereins krönen: mit Haydn, Strauss und Beethoven.
Für Grenzgänger
Der Musikverein hat längst begonnen, die Grenzbereiche der Musik zu beleuchten. Hier fünf Tipps für Menschen mit Freude am Cross-Over. „Mozart. Ernsthaft?“ mit dem Ensemble Colloredo am 15. Oktober bringt zwar reinen Mozart, aber in ungewöhnlicher Besetzung und mit Hinblick auf den Humor des Meisters. Wie viel Gypsy Swing steckt im Bonner Klassiker? Das wird eventuell bei Beethoven im Janoska-Style am 2. Februar beantwortet, wenn das Ensemble dem Komponisten mit Spielwitz zu Leibe rückt. Die britische Kult-Organistin Anna Lapwood hat am 8. März auch die Musik von „Herr der Ringe“ und „Fluch der Karibik“ im Gepäck. Der begnadete Pianist Fazil Say wird am 14./15. Juni sein „Mother Earth“-Konzert spielen, die Brünner Philharmoniker begleiten das Ereignis mit Musik von Dvorak. Die Kombination BartolomeyBittmann und Grazer Philharmoniker verspricht am 17. Juni Ereignisreiches.
Für Neulinge
Wer noch nicht so viel Erfahrung mit Klassischer Musik hat, könnte hier gut aufgehoben sein. Dem Genie Wolfgang Amadé Mozart huldigen Dirigent Adam Fischer, Fagottistin Sophie Dervaux und das Dänische Kammerorchester am 12./13. Oktober: Von der „Zauberflöten“-Ouvertüre bis zur „Jupiter“-Symphonie. Auch eine entspannte Soirée um 18 Uhr könnte Neulinge auf den Geschmack bringen. Am 2. November spielen die Grazer Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Vassilis Christopoulos Britten, Copland und Dvorak. Die Hornistin der Berliner Philharmoniker Sarah Willis feiert mit ihrem Ensemble Sarahbanda am 9. Dezember „Cuban Christmas“. Das Ensemble The Philharmonic Brass spielt am 18. Mai auf, und wird von Tugan Sokhiev – Dirigent des Neujahrskonzerts in Wien – dirigiert. Giuseppe Verdis unsterbliche Musik für Tenöre und Baritone ist am 3. Juni zu hören: Francesco Meli und Luca Salsi sind das Traumduo für diese Opernklänge.
AVISO Pfingstfestival
Mai 2027
10.5. Liederabend Lisette Oropesa mit Liedern und Arien von Rossini bis Verdi
13.5. Quatuor Ébène mit Beethoven pur
14.5. Riccardo Muti & Wiener Philharmoniker mit Haydn, Beethoven und R. Strauss
18.5. Tugan Sokhiev & The Philharmonic Brass
19.5. Philharmonix Surprising Mozart
Vorverkaufsstart MO, 14.9.2026 ab 9 Uhr
Vorverkauf The Philharmonic Brass und Wiener Philharmoniker am 1.12.2026 ab 9 Uhr
Karten-Info: +43-316-822455
Konzertkasse Sparkassenplatz 3, Graz, unter oder www.musikverein-graz.at
Dr. Michael Nemeth | Intendant
Musikverein Graz
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OPER FRANKFURT: PETER I. TSCHAIKOWSKI: MAZEPPA. PREMIERE / FRANKFURTER ERSTAUFFÜHRUNG. PREMIERE WAR GESTERN (13. SEPTEMBER 2026)
Weitere Termine: 18./20./26.September; 1./4./10./15. Oktober 2026
Aus einer Liebe, die alle Konventionen sprengt, erwächst eine blutige Familienfehde: Tschaikowskis düsterste Oper porträtiert Machtmenschen, die zunehmend das rechte Maß verlieren.
Maria, die Tochter des reichen Kotschubej, liebt den deutlich älteren General Mazeppa. Als die beiden gegen den Willen von Marias Vater heiraten, entspinnt sich ein erbitterter Machtkampf: Kotschubej klagt Mazeppa, dem er bis dato als Freund und Geschäftspartner verbunden war, wegen Hochverrats beim Zaren an. Doch der Schuss geht nach hinten los: Der Zar schenkt den Anschuldigungen keinen Glauben und lässt Kotschubej öffentlich hinrichten. Als Maria die fatalen Folgen ihrer Liebe erkennt, verliert sie den Verstand.
Genauso wie Tschaikowskis Erfolgsopern Eugen Onegin und Pique Dame basiert Mazeppa auf einer literarischen Vorlage von Alexander Puschkin. Dessen Poem Poltawa von 1829 setzt sich mit dem Kosakenführer Iwan Mazeppa auseinander, der Anfang des 18. Jahrhunderts den Aufstand gegen die russische Vorherrschaft wagte. Während Puschkin den Protagonisten ganz im Sinne des damaligen Zarenregimes als manipulativen Vaterlandsverräter zeigt, verleiht ihm Tschaikowski durchaus ambivalente Züge: Mazeppas Liebe zu Maria macht der Komponist in melancholisch-sanften Arien ebenso hörbar wie dessen Brutalität, die sich durchschneidende Rhythmen und martialische Orchesterzwischenspiele vermittelt.
Regisseur Matthew Wild interpretiert Tschaikowskis Oper als politische Parabel über eine Elite, die ihre Konflikte auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung austrägt. Ins Zentrum des Geschehens rückt dabei nach und nach die Figur der Maria: Unfähig, die eigenen Verstrickungen zu akzeptieren, verfällt sie schließlich in einen Zustand kindlicher Entrücktheit. Gelingt es Maria, die Bilder der allseits grassierenden Gewalt aus dem Kopf zu bekommen?

Petr Sokolov (Mazeppa) und Nombulelo Yende (Maria). Foto: Xiomara Bender
Oper in drei Akten und sechs Bildern von Peter I. Tschaikowski
Text von Victor P. Burenin und Peter I. Tschaikowski
nach Alexander S. Puschkin
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Petr Sokolov (Mazeppa) und Nombulelo Yende (Maria). Foto: Xiomara Bender
Musikalische Leitung: Karsten Januschke
Inszenierung: Matthew Wild
Bühnenbild, Kostüme: Herbert Murauer
Video: Bibi Abel
Choreografie: Christiana Stefanou
Kampfchoreografie: Stephen Louis
Licht: Jan Hartmann
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Maximilian Enderle

v.l.n.r. Karolina Makuła (Ljubow) und John Findon (Andrej) sowie Alexander Roslavets (Kotschubej) und Jihun Hong (Iskra). Foto: Xiomara Bender
Mazeppa: Petr Sokolov
Maria: Nombulelo Yende
Kotschubej: Alexander Roslavets
Andrej: John Findon
Ljubow: Karolina Makuła
Orlik: Jarrett Porter
Iskra: Jihun Hong
Betrunkener Kosak: Kudaibergen Abildin
Tänzer: Eleonora Ricci, Gabriel Capizzi
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Jarrett Porter (Orlik) und Alex Birkus (Kotschubej) sowie Stephen Louis (Torpedo) und Jihun Hong (Iskra). Foto: Xiomara Bender
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WIEN: 25 JAHRE LEOPOLD MUSEUM:. FREIER EINTRITT AM 20.09.2026

Zum 25-jährigen Jubiläum öffnet das Leopold Museum seine Türen bei freiem Eintritt. Kostenlose Führungen geben Einblicke in die Sammlung, ihre Geschichten und ihre Meisterwerke. Im Kinderatelier wird gemeinsam gestaltet. Ein Tag, um Bekanntes wiederzusehen, Neues zu entdecken und 25 Jahre Leopold Museum gemeinsam zu feiern.
TERMIN: SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2026
EINTRITT FREI!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
25 JAHRE LEOPOLD MUSEUM
PROGRAMM 25 JAHRE LEOPOLD MUSEUM
Ausstellungen
PREMIERE! Die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank
Sonderausstellung bis 11.10.2026
Die Kunstsammlung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: Entdecken Sie Werke der österreichischen Malerei und Skulptur von 1918 bis heute.
ZUR AUSSTELLUNG
HERBERT BOECKL – HANS JOSEPHSOHN. ARCHETYPEN DES FIGURALEN
Sonderausstellung bis 10.01.2027
Der Bildhauer Hans Josephsohn trifft auf den Maler Herbert Boeckl: Zwei Künstler, die überraschende Parallelen in der Auffassung von Körperlichkeit, Materialität und dem Prozess der Formfindung aufweisen.
ZUR AUSSTELLUNG
WIEN 1900. AUFBRUCH IN DIE MODERNE
Dauerpräsentation
Die Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartige Dauerleihgaben: Entdecken Sie den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften von Wien um die Jahrhundertwende.
ZUR AUSSTELLUNG
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WIEN / ASTORIA ARTSHOW. Astoria Garage 10.-13.09.2026 1080 Trautsongasse 4
Kunst statt Parken: Wiener Galerienszene belebt historische Astoria Garage
Das Publikum steht Schlange in der Josefstadt, und das aus gutem Grund: Mit einem ambitionierten Konzept feiert ein neues Kulturevent Premiere. Unter dem Titel „Astoria Artshow“ verwandelt der Verein VAU – Vienna Art United ein stillgelegtes Parkhaus in eine temporäre Kunsthalle. Rund 400 Werke von renommierten Kunstschaffenden wie Xenia Hausner, Amoako Boafo und Kiki Kogelnik sowie aufstrebenden Talenten sind hier aktuell zu sehen.
Ein minimalistisches Konzept europäischer Galerien
Hinter dem Großprojekt steht ein Zusammenschluss von 35 führenden Wiener Galerien. Für die Ausstellung konnte der Verein VAU 80 renommierte Galerien aus ganz Europa gewinnen. Das Konzept setzt auf bewusste Reduktion: Jedes teilnehmende Haus präsentiert auf den Decks jeweils nur eine einzige künstlerische Position.

Xenia Hausner „Industrial Design“ 2017, Courtesy: Jaegres Art Fondation
© Dietrich-Schulz

Amoako Boafa, Courtesy: Art Kratochwill
© Dietrich-Schulz
Vom „Lost Place“ zum Kultur-Hotspot
Der eigentliche Star der Schau ist jedoch die Location selbst: die Astoria Garage in der Trautsongasse 4 im 8. Wiener Gemeindebezirk. Das Bauwerk blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die Auerspergsche Reitschule. Im Jahr 1918 errichtete Franz Mörtinger hier nach Entwürfen von Dipl.-Ing. Cesar Karrer Wiens erste Großgarage samt Reparaturwerkstätte.
Ab 1935 wurde der Komplex zu einer sechs Etagen umfassenden Turmgarage erweitert. Mit ihrer markanten Glaskuppel und den weitläufigen, lichtdurchfluteten Parkdecks gilt sie als architektonisches Juwel. Der Name „Astoria“ weckte schon damals Assoziationen von einem freien Blick in den Sternenhimmel.
Ein Signal für den Kunststandort Wien
Nachdem der reguläre Garagenbetrieb im Juni 2024 eingestellt wurde, drohte der geschichtsträchtige Bau zu einem „Lost Place“ zu verkommen. Die Zwischennutzung durch die Vienna Art United haucht der Industriearchitektur nun neues Leben ein. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Stadt Wien – ein starkes Signal, das in der Kunstszene die Hoffnung auf eine längerfristige Etablierung des Formats nährt.
Elisabeth Dietrich-Schulz
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Bayreuth-Baroque: Dr. Ingobert Waltenberger übermittelt eigene Fotos

Dr. Ingobert Waltenberger vor der Villa Wahnfried

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger