Fotoprobe „Die Ausflüge des Herrn Brouček” 2026 v.l.n.r.: Peter Hoare (Matěj Brouček) und Tatev Baroyan (Málinka) © Bregenzer Festspiele / Anja Koehler
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE, 27. JULI 2026
Bregenz/ Broucek
Bregenz triumphiert mit einer fulminant-grotesken Janacek-Rarität
Unmittelbar jeweils am Abend nach der großen Oper auf der spektakulären Seebühne – in diesem Fall Verdis „La Traviata“ – bieten die Bregenzer Festspiele im Festspielhaus exquisite Raritäten, gleichsam als das vom Großereignis mitfinanzierte Gegenstück. Janáčeks Oper der zwei „Ausflüge“ zum Mond und ins 15. Jahrhundert ist eine edle Trouvaille, eine dadaistisch-groteske Satire auf einen unvergesslichen Spießer im Stil des legendären Soldaten Schwejk.
Phänomenal inszeniert, mit verblüffenden Effekten und großartigen Gags, musikalisch hervorragend.
Von Dr. Charles E.Ritterband
Klassik-begeistert.de
Erstmals bei Bayreuther Festspielen: Richard Wagners Oper „Rienzi“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,58 Minuten)
deutschlandfunk.de.Rienzi-Besprechung
Bayreuth
Wagners „Rienzi“ feierte in Bayreuth Premiere – Prominenz gab sich die Ehre
Bayreuth. Zum Jubiläum der Festspiele steht erstmals die Oper auf dem Programm, mit der Wagner der Durchbruch gelang. Die Bilder.
Abendblatt.de
Bayreuth
Kritik – Eröffnung Bayreuther Festspiele : So war der Festakt mit Merz und Thielemann
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Zum Jubiläum kamen auf den roten Teppich Bundeskanzler Merz, Ministerpräsident Söder und Exkanzlerin Merkel. Die Reden im Eröffnungs-Festakt wurden umrahmt durch Musik von Beethoven und Wagner, dirigiert von Christian Thielemann.
BR-Klassik.de-kritik.eroeffnung
Bayreuther Festspiele stellen sich gegen Rechtsruck
Festspiel-Leiterin Katharina Wagner positionierte sich vor allem auch „wegen der sehr persönlichen Verknüpfung“ ihrer Familie mit dem NS-Regime klar gegen Rassismus
DerStandard.at.story.rechtsruck
Und dann: Jubel (Bezahlartikel)
Die Wochen vor den Bayreuther Festspiele waren von Kontroversen geprägt. Zum Auftakt gab es jetzt Bekenntnisse gegen Antisemitismus, Pathos, Leidenschaft – eine große Versöhnungsshow.
sueddeutscheZeitung.de.Michel.Friedmann
Die Walküren sind doch keine Elefanten! (Bezahlartikel)
Christian Thielemann dirigiert den neuen Bayreuther „Ring des Nibelungen“. Hier spricht er über Wagner-Missverständnisse, Textverständlichkeit und die Notwendigkeit, sich an historischer Aufführungspraxis zu orientieren.
FrankfurterAllgemeine.net.walkueren
Salzburg
Salzburger Festspiele 2026: Diese Aufführungen sind im ORF zu sehen
171 Aufführungen an 19 Spielstätten: Mit „Carmen“, „Ariadne auf Naxos“ und „Il viaggio a Reims“ sind mehrere Opernhöhepunkte im ORF zu sehen. Mehrere große Opernproduktionen wie Georges Bizets „Carmen“ mit Asmik Grigorian in der Titelrolle sind am 8. August in ORF 2 zu sehen. Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ wird am 15. August in 3sat sowie am 24. August in ORF 2 ausgestrahlt. ORF III zeigt am 9. August Gioachino Rossinis „Il viaggio a Reims“ mit Cecilia Bartoli. Begleitend präsentiert der ORF Dokumentationen über die Oper Carmen, Richard Strauss und Hans Werner Henze.
SalzburgerNachrichten.at
Bregenz
Bregenzer Festspiele: Viel Applaus für „La traviata“ auf der Seebühne im Bodensee
Am Mittwoch haben am östlichen Bodensee die 80. Bregenzer Festspiele begonnen. Am Eröffnungsabend war erstmals die Verdi-Oper „La traviata“ auf der Seebühne zu sehen. Das Wetter hielt.
Tagesschau.de.württemberg.traviata
Salzburger Festspiele
106. Salzburger Festspiele feierlich eröffnet
Bei der Eröffnung der 106. Salzburger Festspiele hat die belarussische Bürgerrechtlerin und Musikerin Maria Kolesnikowa eindringlich für Menschlichkeit, Dialog und Demokratie geworben. Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellte in seiner Rede den Begriff Heimat in den Mittelpunkt – und warnte vor dessen politischer Vereinnahmung.
https://salzburg.orf.at/stories/3364233/
Van der Bellen: „Mit dem Heimat-Begriff wird viel gefährlicher Blödsinn betrieben“
Beim Festakt zur Eröffnung sprach Maria Kolesnikowa, Bürgerrechtlerin aus Belarus, über ihre Haft, Landeshauptfrau Edtstadler über „Luxusprobleme“, Vizekanzler Babler über Herz und Vernunft und Bundespräsident Van der Bellen darüber, was „Heimat“ für ihn bedeutet.
Kurier.at.politik
Rede im Wortlaut: Van der Bellen in Salzburg: „Mit dem Begriff ‚Heimat‘ wird viel gefährlicher Blödsinn getrieben„
DerStandard.at.story.redesalzburg
Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikova: „Belarus ist Teil Europas„
Die Belarussin ist am Sonntag Eröffnungsrednerin der Salzburger Festspiele. Im Gespräch vorab mahnt sie Europa, eine Strategie für ihre Heimat zu entwickeln
DerStandard.at.story.belarus
Salzburg
Kritik – Wiener Philharmoniker in Salzburg: Gustavo Dudamel und der Blitz Mahlers
Gustavo Dudamel dirigiert die Wiener Philharmoniker mt Mahlers Auferstehungssinfonie und grandiosen Details. Die BR Klassik Kritik.
BR-Klassik.de.dudamel
Die Callas war schon Carmen, bevor sie einen Ton sang (Bezahlartikel)
Unzählige Sängerinnen haben sich als Carmen in Ton- und Bilddokumenten oder einfach im Gedächtnis des Publikums verewigt. Einige Schlaglichter auf die Interpretationsgeschichte zwischen Bühne, Studio und Filmset.
DiePresse.com.callas.carmen
Bregenz
„La traviata“: Spagat zwischen Spektakel und Kammerspiel
Achtzig Jahre tragen die Bregenzer Festspiele mittlerweile im Rucksack. Noch nie stand bisher Giuseppe Verdis La traviata auf dem Programm der Seebühne. Wohl weil die Oper sich als Kammerspiel zwischen der schwindsüchtigen Kurtisane Violetta Valéry, ihrem leidenschaftlichen Liebhaber Alfredo Germont und seinem zunächst hartherzigen, autoritären Vater Giorgio Germont scheinbar nicht für die Seebühne eignet.
DrehpunktKultur.at.spektakelundkammerspiel
Bregenzer Festspiele: Das Bild im Spiegel sind auch wir selber (Bezahlartikel)
Mit «La Traviata» zeigt der Regisseur Damiano Michieletto, wie schillernde Oberflächen ein brüchiges Dasein kaschieren. Bei Verdi – und in der heutigen Gesellschaft.
NeueZuercherZeitung.ch
Bregenz/ Traviata
Zerbrochen wie ein Spiegel
Die Bregenzer Festspiele kehren nach dem Narrenkopf im See in „Rigoletto“ zu Giuseppe Verdi zurück. Ein gigantischer, aus dem Bodensee ragender zerbrochener Spiegel symbolisiert in „La Traviata“ die Zerrissenheit der Lebedame Violetta.
https://www.tz.de/stars/zerbrochen-wie-ein-spiegel-zr-94414803.html
Elisabeth Sobotka: „Man kämpft für das, wofür man brennt“ (Bezahlartikel)
Die Wienerin Elisabeth Sobotka leitet das wichtigste Opernhaus im von Finanznöten geplagten Berlin. Ein Gespräch über die Krisen der Kultur und den missionarischen Eifer, wie man ihnen begegnet.
KleineZeitung.at.artikel
Greifenstein/Erzgebirge/ Musical-Uraufführung
Maroder Bergstollen, boomende Weberei: „Das Buschgespenst“ nach Karl May als Musical im Erzgebirge
Die Musical-Uraufführung „Das Buschgespenst“ wurde an einer der spektakulären Naturbühnen Greifensteine zum umjubelten Erfolg. Karl May hatte 1884 bis 1886 in seinem Kolportageroman „Der verlorne Sohn oder Der Fürst des Elends“ und in dessen Fortsetzung „Die Sklaven der Arbeit“ nicht an schauerlichen Begebenheiten in seiner erzgebirgischen Heimat gespart. Ben Toth komponierte für die Greifenstein-Festspiele eine intelligente Musik. Birgit Simmler schärfte mit Gegenwartsbezug und das starke Ensemble des Erzgebirgischen Theaters setzte eine starke Leistung.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Peralada
Demnächst Uraufführung: Pavarottis Tochter Cristina schreibt Opernlibretto
Eine der drei Töchter des verstorbenen italienischen Startenors Luciano Pavarotti (1935-2007) hat das Libretto zur neuen Oper „Diario di una madre“ („Tagebuch einer Mutter“) des spanischen Komponisten Alberto García Demestres geschrieben.
https://www.krone.at/4231883
Links zu englischsprachigen Artikeln
Bad Kissingen
Kissinger Sommer 2026 Review: Orfeo ed Euridice
https://operawire.com/kissinger-sommer-2026-review-orfeo-ed-euridice/
London
Review: BBC PROMS: LATE NIGHT BAROQUE, Royal Albert Hall
Jupiter Ensemble take us back to the 17th century with a selection of Baroque songs from Dowland and Purcell
broadwayworld.dm.westend.albert.hall
An Italian feast from John Wilson and the Sinfonia of London at the BBC Proms
seenandheard.international.com.italian
PROMS 2026: The Great Known Unknown: Ryan Bancroft Views the Afterlife with BBC Welsh Forces
operatoday.com.proms.bancroft
Dorset
Review: L’ELISIR D’AMORE, Dorset Opera Festival
Witty and entertaining performance of Donizetti’s love potion romance in a bucolic setting
broadwayworld.com.westend
New York
Celebrating the Bicentennial of Italian Opera in America with Teatro Nuovo: Il Don Giovanni and Il Turco in Italia
operatoday.com.celebrating.giovanni
Annandale-on-Hudson
Powerful singing, filmic visuals make for a probing “Die ägyptische Helena” at Bard SummerScape
the.classical.review.summerscape
Cooperstown
When private lives become political: „Fellow Travelers“ at Glimmerglass
With Gregory Spears and Greg Pierce’s Fellow Travelers, The Glimmerglass Festival examined a period when national security anxieties became intertwined with political persecution and personal surveillance: the Red Scare and its parallel campaign, the Lavender Scare.
seenandheard.international.com.private.lives
Feuilleton
Q & A: Mattia Oliveri on ‘Eugene Onegin,’ Santa Fe Opera & Returning to the Metropolitan Opera
operawire.com.metropolitanopera
Recordings
Hrůša, Bamberg Symphony give supreme advocacy to Martinů
chicago.classical.news
Ballett / Tanz
Wien/ ImPulsTanz
Erlkönigs Krieg als Reigen kleiner Totengeister im Tanzstück „Nocturne“
Die Französin Phia Ménard stellt bei Impulstanz ihr Performanceatück „Nocturne (Parade)“ vor, eine Attacke gegen kleptokratische Oligarchen
DerStandard.at.story.tanstueck.nocturne
Ballet / Dance
Fampitaha, fampita, fampitàna and The Herd/Less impress at the Biennale Danza
bachtrack.de.biennale.danca
Sprechtheater
Salzburger Festspiele.perner Inseln
Wie Rasches Salzburger Festspiel-„Faust“ suggestiv auf der Stelle tritt
Die Eröffnung des diesjährigen Schauspielprogramms überzeugt auf der Perner-Insel mit Reduktionismus und einer unbehaglichen Klassiker-Diagnose
DerStandard.at.story.diagnose
Faust I – Salzburger Festspiele
Es irrt der Mensch, so weit er auch geht
Nachtkritik.de.salzburger.festspiele
Dieser „Faust“ kreist um sich selbst
https://orf.at/stories/3436722/
Faust im Dauerlauf mit konditionsstarkem Teufel
Ulrich Rasche eröffnet die Salzburger Festspiele mit einer eindrucksvollen, aber sich selbst behindernden Goethe-Deutung auf der Pernerinsel.
https://www.krone.at/4232860
Faustens Drogentrip: Ulrich Rasche orgelt mit den Farben (Bezahlartikel)
Die erste Theaterpremiere der Salzburger Festspiele begann ungemein packend – und erging sich schließlich in Reizüberflutung
Kurier.at.goethes.faust.rasche
Bestürzender „Faust I“ in Salzburg: Gott fehlt, die leere Welt dreht sich (Bezahlartikel)
Ulrich Rasche inszeniert den ersten Teil von Goethes „Faust“ mit nur fünf Personen als streng rhythmisiertes Seelendrama, das sich im Inneren Fausts abspielt. Das kann nicht völlig glücken. Aber es gelingen große Momente in einer so leeren wie bedrohlichen Theatermaschinerie.
DiePresse.com.bestuerzender.faust
„Faust“ in Salzburg: Das will uns schier das Herz verbrennen (Bezhlartikel)
Selbstgespräch eines Schwachsinnigen: Ulrich Rasche versucht mit seiner „Faust“-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen sein Image als monotoner Drehbühnen-Regisseur zu konterkarieren. Mit Erfolg?
FrankfurterAllgemeine.net.faust
Politik
Wien
ÖVP schmeißt Ruck raus – neuer Machtkampf droht
Die Würfel sind gefallen: Am Freitagabend hat der Bundesparteivorstand der ÖVP Walter Ruck, Chef der Wiener Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbunds, aus der Partei ausgeschlossen. Für die nach Bünden organisierte ÖVP dürfte der Ausschluss nun einen parteiinternen Machtkampf bedeuten.
https://www.krone.at/4230419
Reaktionen auf Ruck-Rauswurf: „System am Ende“, „Filz bleibt“
Die Grünen sehen das „System Ruck“ am Ende und fordern Bürgermeister Ludwig zum Handeln auf, während die FPÖ den Ausschluss als „verzweifeltes Manöver“ bezeichnet. Die ÖVP hat den nach der Veröffentlichung von Gesprächsprotokollen unter Druck geratenen Chef des Wiener ÖVP-Wirtschaftsbundes und der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, aus der Partei ausgeschlossen. Die in den Protokollen kolportierten Aussagen seien „in keinster Weise mit den Werten und der Weltanschauung der Volkspartei vereinbar“, heißt es in einer Aussendung der Bundes-ÖVP. „Insbesondere wäre daher erforderlich, dass der Betroffene Bereitschaft zeigt, an einer Aufarbeitung oder Klärung mitzuwirken, und damit eine Schädigung des Ansehens der Partei mindert. Das ist trotz Aufforderung nicht erfolgt“, wird der einstimmig beschlossene Parteiausschluss argumentiert.
Kurier.at.rauswurf
Das große Interview
Hatten Sie Angst zu ersticken, Herr Doskozil?
Stimmverlust, Atemnot, 18 Operationen und schließlich die Entfernung des Kehlkopfs: 200 Tage verbrachten Hans Peter Doskozil und seine Frau Julia in den letzten acht Jahren gemeinsam in der Klinik. Im Interview sprechen sie über Schicksal, Zusammenhalt und Momente, in denen es ganz eng wurde.
https://www.krone.at/4231723
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Unter’m Strich
Berlin
Terroranschlag auf CSD in Berlin: 29 Verletzte, Beifahrer verhaftet, mutmaßlicher Täter flüchtig
Die Fahndung nach dem Hauptverdächtigen läuft noch weiter. Innenminister Dobrindt (CSU) spricht von islamistischem Anschlag.
Kurier.at.chronik
Panik in Seattle
Schüsse bei Festival: Mindestens zwei Tote
Auf dem Gelände des Seattle Center, das im Zentrum der Stadt im Nordwesten der USA liegt, fand am Wochenende das „Bite of Seattle“-Festival statt – ein Food-Festival mit Dutzenden Ständen, das nach Angaben der Organisatoren jedes Jahr mehrere Hunderttausend Besucher anzieht.
Die „Seattle Times“ und andere Medien zitierten Augenzeugen, nach deren Schilderungen plötzlich Panik infolge der Schüsse ausgebrochen sei und verängstigte Menschen die Flucht ergriffen hätten. Der Vorfall ereignete sich auf dem Veranstaltungsgelände des Seattle Center, wie die Polizei auf X mitteilte.
https://www.krone.at/4233651
Berlin
CSD-Terrorist bei Zugriff in Gartenlaube getötet
In Berlin ist nach dem Attentat auf den Christopher Street Day mit einer Toten und 29 zum Teil schwer Verletzten die Suche nach dem mutmaßlichen Terroristen Abdul B. zu Ende. Laut „Bild“-Informationen erfolgte der Zugriff in einer Gartenlaube. Es fielen Schüsse, dabei kam der 21-Jährige ums Leben.
https://www.krone.at/4233090
Autorennsort/Hungaroring
Pole-Fluch besiegt! Norris gewinnt den Ungarn-GP!
Lando Norris hat McLaren beim 40-Jahr-Jubiläum des Grand Prix von Ungarn den ersten Saisonsieg beschert. Der Weltmeister setzte sich am Sonntag vor Red-Bull-Star Max Verstappen und WM-Leader Kimi Antonelli durch. Die hoch eingeschätzten Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton verpassten als Vierter bzw. Fünfter das Podest.
https://www.krone.at/4232191
INFOS DES TAGES (MONTAG, 27. JULI 2026)
INFOS DES TAGES (MONTAG, 27. JULI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Salzburg/Festspiele: CARMEN (Walter Weidringers Beitrag auf Facebook – Schlussapplaus

26.7. Salzburg Großes Festspielhaus Premiere CARMEN (26.7.2026)
Eine vertane Chance

Prosper Mérimée und nach ihm Henri Meilhac und Ludovic Halévy und Georges Bizet wollten eine packende Geschichte einer fatalen Leidenschaft erzählen.
Peeping Tom (Gabriela Carrizo) wollen vor allem eine Performance auf die Bühne bringen und Teodor Currentzis will vor allem sich selbst inszenieren. Wenig erstaunlich, dass dieses Konzept nicht durchgehend aufgeht, und dass dabei eben jene Momente verloren gehen, die Oper als einen in ihrer Gesamtheit unentrinnbaren Sog ausmachen.
Zum Premierenbericht von Sabine Längle
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Bayreuther Festspiele: Wieder kein Österreich-Stream! Gehören wir nicht zur Europäischen Union!

Als Österreicher kommt man sich wirklich wie ein Mensch zweiter Klasse vor. Wir dürfen zwar diverse Belastungen mittragen (auch was Deutschland betrifft), aber bei einem Stream zur Bayreuther Eröffnungsproduktion sind wir wieder einmal ausgeschlossen!
TV-Aufzeichung Samstag 1. August um 20,15 h auf 3Sat
Klaus Billands erste Eindrücke. Vollständige Besorechung erfolgt in etwa 2 Tagen)

Erstmals bei Bayreuther Festspielen: Richard Wagners Oper „Rienzi“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,58 Minuten?
deutschlandfunk.de.Rienzi-Besprechung
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150 Jahre „Ring des Nibelungen“ – Matthias Kirschnereit verdichtet Wagner aufs Klavier
Wagner einmal anders

Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ auf Klavier zu spielen, ist sicherlich eine Herausforderung. Das sind vier Abende, sechzehn Stunden Musik und normalerweise ein riesiger Orchesterapparat. Im Jahr des 150. Geburtstags der Bayreuther Festspiele und zugleich des 150. Jahrestags der Uraufführung des „Rings“ wagen der Pianist Matthias Kirschnereit und der Dirigent und Komponist Ettore Prandi (Arrangement) genau diesen Schritt. „Ich habe mich intensiv mit der Tonsprache und der Klangwelt Richard Wagners auseinandergesetzt“, erinnert sich Kirschnereit im Zusammenhang mit seinem ersten Album „Wagner Liaisons“. Das Eintauchen in glühende Emotionen, Leidenschaften, Sehnsüchte und Abgründe habe ihn total fasziniert. Das merkt man auch dieser gelungenen Einspielung an. Er sei dem Wunsch nach „mehr Wagner am Klavier“ deswegen nachgekommen. Für die Realisierung dieser Idee fand Kirschnereit in Ettore Prandi offenbar den idealen Partner. Er sei dem „Ring“ zum ersten Mal begegnet, als er elf Jahre alt gewesen sei, so Prandi. Die Schallplatten der legendären Aufführung mit Furtwängler seien mitsamt den vier Partituren sein Geschenk vor der nächsten schulischen Herausforderung gewesen. Doch ein „Klavierauszug“ sollte diese Suite nicht werden. Was wäre, wenn Wagner in der Art des „Siegfried-Idylls“ Klaviermusik komponiert hätte? Diese Frage steht hier zentral im Raum. Das Album ist die intensive Suche nach einer Antwort, die spannender nicht sein kann. „Was können wir denn mit dem Klang eines Flügels über den Ring erzählen?“ fragt Prandi. „Vielleicht doch die intimen und lyrischen Seiten dieser Musik – etwa in imaginären Brahms’schen Intermezzi oder Chopin’schen Preludes aus Themen der Tetralogie“. Das ist es auch, was dieses Album interessant macht! Die Reise beginnt hier im „Prelude in the Depths of the Rhine“ mit jenem berühmten Es-Dur-Akkord. Das Vorspiel zum „Rheingold“ lege organische Klangschichtungen frei, so Kirschnereit. „Vom Nichts, vom Ursprung zum jubelnden Rausch“. Das harmonisch vielschichtige „Lament of the Rhinemaidens“ führt zum Nocturne „In Hunding’s House“, wo eine verbotene Liebe im Mittelpunkt steht. Die konsequente leitthematische Verflechtung kommt bei dieser Einspielung jedenfalls nicht zu kurz. Das Capriccio „Wild Rocky Mountains“ biete wellengleiche Arpeggien und einen stürmisch-leidenschaftlichen Walkürenritt, so Kirschnereit. Im Intermezzo „The Wanderer“ begegnet man dann dem „Siegfried“-Wotan auf seiner einsamen Wanderung. Das „Idyll“ gibt sich lyrisch, erinnert an das berühmte „Siegfried-Idyll“. Die Themen werden in raffinierter Weise miteinander verwoben. Das Prelude „The Son of the Nibelung“ und der erhabene Epilog „Twilight of the Gods“ lassen diese Interpretation in einer erstaunlichen Stille ausklingen. Wagner erscheint hier im Sinne Schopenhauers philosophisch. „Emotional ist für mich mit Abstand der Epilog das Größte“, so Kirschnereit. Die Zusammenarbeit zwischen Pianist und Komponist sei in einem engen, lebendigen Dialog verlaufen. Prandi hat Kirschnereit einmal als „Poet am Klavier“ bezeichnet. Sein Talent sei das rhapsodische Improvisieren. So erkennt man auch bei dieser Einspielung immer neue, überraschende Farben, Zwischentöne und fantasievolle Gedankenentwicklungen. Wagner einmal anders. Acht Charakterstücke sprechen hier eine deutliche Sprache. Empfehlung!
Alexander Walther
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80 Jahre Bregenzer Festspiele: Im Jubelrausch für das neue Opernprogramm
Von Georgina Szeless

Man wusste es, hielt es aber nicht für möglich. Das traditionelle Opernfestival im westlichsten Bundesland Österreichs feierte am Mittwoch und Donnerstag, dem 22. Juli 2026 und tags darauf dem 23. Juli, sein 80-jähriges Bestehen mit zwei Opern in Bregenz, die bisher noch nicht in Bregenz aufgeführt wurden. Ein altbekanntes und ein neuentdecktes Werk, in beiden Fällen mit einem geradezu sensationellen Erfolg. Den Auftakt machte Verdis berührendes Seelendrama, an Ostern bereits ausverkauft, „La Traviata“ nach dem Roman Alexandre Dumas d. J., uraufgeführt 1853 in Venedig, eigentlich ein intimes Werk, das man bei den Dimensionen der größten Seebühne der Welt gar nicht so am rechten Platz glauben würde. Am Bodensee gelten andere Gesetze. Man inszeniert bei Ausnützung des Sees und macht diesen zum Mitspieler der Oper. Während die elegante Gesellschaft in der Pariser Oper sich aller Lebensfreuden hingibt, und Verdis Musik die Charaktere in schwungvollen Klängen aufmarschieren lässt, gibt es unten im Wasser eine fröhliche Schwimmstunde für die ungeladenen Gäste. Zur Zeit der Roaring Twenties spielt das spektakuläre Bühnenbild von Paolo Fantin in der Inszenierung von Damiano Michieletto, wenn auch große physische Anforderungen an die badenden Personen gestellt werden. Die Verlegung eines Stückes in andere Zeiten ist heute längst Gewohnheit. Im übrigen hat schon Verdi bei der erfolglosen „Traviata“ (=“Die vom Weg Abgekommene“) die Handlung ins 17. Jahrhundert zurückverlegt. Die Ausstattung in Bregenz ist so luxuriös, dass man leicht abgelenkt wird. Eine 700 Quadratmeter große Spiegelfläche, in Bruchstücke geteilt, bedeckt die Bühne, wetter- und rutschfest. Der Stahlaufbau ist für zwei Jahre konstruiert, da in Bregenz für die Seeaufführungen ein Zweijahresrhythmus gilt. In der Mitte des Spiegels, Symbol für das zerbrechliche, chancenlose Leben Violettas, wird eine riesige schwarze Kugel herausgefahren und verschwindet bei ihrem Sterben. Ein Wunderwerk der Technik, das im Vergleich zu anderen Bühnen hervorsticht. Weitere seltene Regieideen gibt es in Bregenz zuhauf. Die Qualität der besetzten Rollen entspricht Weltbühnenniveau. Das Open-Air-Vergnügen geriet als ein international großartiges Fest der Stimmen, wobei hier auch die schauspielerischen Leistungen besonders gelobt werden müssen. Die menschliche Komponente der Darstellung kam deutlich zum Ausdruck, und das auf der fast 7000 Menschen fassenden Tribüne. In der Titelrolle glänzte Marjukka Tepponen, schon 2015 als Liu in Bregenz zu bewundern sowie Julien Behr, ihr ebenbürtiger Partner als Alfredo, der seine Cabaletta im zweiten Akt, die wegen ihrer Partiehöhe von lyrischen Tenören gerne übersprungen wird, zum Genuss machte. Weiters Vladimir Stoyanov als Vater Germont, ein Erlebnis mit seinem melancholischen Solo vom Belcanto schon das Verismo erahnend, Janne Sihvo als Marchese oder Stanislav Vorobyov als Dottore Grenvil. Für alle weiteren Rollen gilt das Lob der Jubiläumsvorstellung unter dem Dirigat des 49jährigen Stabführers Kirill Karabits gleichermaßen.

Das längst fällige Festspielgeschenk – Leos Janaceks „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ als Hausoper der Bregenzer Festspiele
Es war kaum zu erwarten, dass das so gut wie unbekannte Werk des tschechischen Meisters so bedingungslos angenommen würde. Es wurde enthusiastisch applaudiert, und der Stoff geht einem wegen seines überirdischen Sujets lange nicht aus dem Sinn. Verstehen wird man es besser, wenn man sich eingehend damit beschäftigt. Bisher gab es bemühte Versuche zur populären Annäherung. Schon die Entstehung der Oper war sorgenvoll für den Komponisten und machte bereits Probleme bei der Suche nach Librettisten. Dies trotz aller Beweise für den Erfolg Janaceks mit seinen vorausgegangenen nicht weniger als neun Bühnenwerken. Nicht einmal Max Brod, Janaceks Intimus und Künstlerfreund, fand daran spontan Gefallen und wollte es nicht in die deutsche Sprache übersetzen. Janacek hielt dennoch an seinem Projekt fest. Es sollte ein zweiteiliges Opernwerk mit einer Rahmenhandlung werden, wurde dann doch einheitlich in Vielfalt verbunden. Janacek wurde mit „Broucek“ (übersetzt das „Käferchen“) eines der größten Musikdramatiker des 20. Jahrhunderts. 1920 in seiner Heimat gespielt, handelte es sich um die erste und einzige Uraufführung seiner Opern in Prag. Und siehe da! Der Erfolg schlug ein. Dann wurde es hierzulande allerdings lange still um „Broucek“. Die deutsche Bühne in Berlin „Unter den Linden“ feierte 2025 eine kurze Auferstehungsfeier, und das Tiroler Landestheater Innsbruck hatte sich heuer des Werkes liebevoll angenommen. Aber was gibt es denn nun von „Broucek“ zu hören und sehen? Wie gesagt, zwei Teile in zwei Welten. Zwei grundverschiedene Traumreisen, viele Mehrfachrollen und inhaltlich abgebrochene Wechsel. Denn es geht um eine verkappte Satire, groteskes Leben und historische Rückblendung. Alles pathetisch gefärbt und visionär erlebt von einem Außenseiter des Lebens, eben Broucek, der Würstel, Bier und Freiheit mehr schätzt als sein Einsiedlerdasein. Daher macht er unorthodoxe Ausflüge, um am Ende wieder in sein Haus als derselbe Mensch zurückzukehren. Wie typisch für die Unzufriedenheit mit dem Reichtum heutiger Geldmagnaten. Einfach phantastisch, wie spannend und realitätsnah die Bregenzer Ideenbringer diese „komische Oper“ umsetzen. Der erste Teil führt Broucek in eine Mondlandschaft, kubistische Ballettwesen tanzen und sprechen, pardon singen, mit ihm in verhüllter Maske. Allein Broucek flieht vor ihnen, gerüstet für neue Erlebnisse. Es ordnet sich die Erde, eine neue Zeit beginnt.
Das Staunen über die faszinierende Darstellung der Ereignisse auf der Bühne beginnt hier. Fortgesetzt von Brouceks Ausflug in das historische Mittelalter des 15. Jahrhunderts. Der US-amerikanische Regisseur Yuval Sharon – inspiriert vom Dadaismus und absurdem Thater – bringt die Janacek-Oper in einer ebenso mutigen wie gewaltigen Inszenierung auf die Bühne von Jon Bausor, der auch die Kostüme verantwortet. Broucek trifft auf kriegerische Hussiten, mit zeitgemäßen Waffen Sigismund kämpfend, nichts für den Antichristen Broucek, der lieber seine Ruhe haben will. Man schafft ihn weg und steckt ihn in ein Fass, aus dem er glücklicherweise befreit wird. Der herrliche Hussitenchor im zweiten Werkteil ist ein wunderbares Beispiel für die Musik Janaceks, in der es kaum Arien für die Sänger gibt, aber dafür herrliche, Puccini gleiche Melodien im Orchester mit Zwischenspielen, die an Stummfilme erinnern, fugenreiche Harmonien, die stilistisch vergessen machen, dass Janacek überhaupt kein Komponist der Moderne ist. Man kennt doch seine Meisterwerke etwa „Katja Kabanova“, „Die Sache Makropoulos“ oder „Das schlaue Füchslein“. Die Wiener Symphoniker, das Stammorchester der Bregenzer Festspiele, fühlte unter Robert Jindra genau der Klangsprache Janaceks nach, zeichnete flexibel die scharfen Akzente, wenn es um lyrisch-dramatische Passagen ging. Ebenso der Prager Philharmonische Chor unter Lukas Vasilek, der sich sprachlich besonders wohl gefühlt haben musste. Der Engländer Daniel Brenna als Titelheld artikulierte die tschechische Sprache mit gekonnter Souveränität.
Das Gesamtensemble und seine Hingabe an die Opernrarität hinterließen einen omnipotenten Eindruck von einer Produktion, deren Einzigartigkeit in die Festspielgeschichte eingehen wird. Die zweite Saison der finnischen Intendantin Lilli Paasikivi im Rahmen des 80. Geburtstages der Bregenzer Festspiele verriet ihre Liebe zu Bregenz, die sie immer wieder zum Ausdruck brachte.
Georgina Szeless
Kulturjournalistin
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WIEN/ Landstrasse: Cécile Chaminade im Mittelpunkt der Reihe „FrauenNote“

Mit einem Liederabend, der einer der bedeutendsten französischen Komponistinnen der Belle Époque gewidmet ist, setzt die Konzertreihe „FrauenNote“ ihren erfolgreichen Zyklus fort. Nach Programmen mit Werken von Pauline Viardot, Clara Schumann und Fanny Hensel richtet sich der Blick nun auf Cécile Chaminade (1857–1944) – eine zu Lebzeiten international gefeierte Künstlerin, deren ebenso poetische wie farbenreiche Mélodies heute viel zu selten zu hören sind.
Die Sopranistin Ekaterina Doss-Hajetskaya interpretiert eine Auswahl ihrer schönsten Lieder, begleitet von Peter Doss am Klavier. Mit seiner kenntnisreichen und zugleich unterhaltsamen Moderation führt er durch Leben und Werk der Komponistin und lässt ein lebendiges musikalisches Porträt entstehen.

Freitag, 7. August 2026, 19.30 Uhr
Borromäussaal
Karl-Borromäus-Platz 3, 1030 Wien
Eintritt: Freie Spende.
Ein Abend, der eine außergewöhnliche Komponistin neu entdecken lässt und die Eleganz, den Charme und die Ausdruckskraft der französischen Liedkunst eindrucksvoll erlebbar macht.
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Wie verbringen unsere Kritiker den Sommer? Folge 2
Der Festspiel-Flaneur
Von Lehár-Schnitten in Ischl bis zum Gewitter in Santa Fe: Der Festspielsommer dreht sich (auch) um die schönsten Nebensachen.