Die SAMSTAG-PRESSE – 20. JUNI 2020

Die SAMSTAG-PRESSE – 20. JUNI 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 20. JUNI 2020

Foto: Heute: Semperoper Dresden, Giuseppe Verdi, Don Carlo. 400 Besucher im Publikum. Mit Anna Netrebko und Yusif Eyvasov.
(c) Instagram

Anna Netrebko hofft, dass Corona „bald vorbei ist“
Für Opernstar Anna Netrebko war die Corona-bedingte Auszeit von der Bühne, wie für „alle meine Kollegen“, sehr schwierig. „Ich habe alle Interviews abgelehnt und wollte überhaupt nicht über dieses Thema sprechen“, sagte die Sopranistin vor ihrem Auftritt in Dresden am Freitagabend. Sie verwies auf viele Sänger und Musiker ohne Arbeit, in äußerst schlechter finanzieller Situation.
https://www.krone.at/2175416

Bayreuth
Kein Konzert mit Thielemann in Bayreuth
In dieser Woche gab es Spekulationen, wonach es am 25. Juli ein Konzert im Festspielhaus geben soll. Nun steht fest: Es wird keine Veranstaltung geben.
https://www.np-coburg.de/region/feuilleton/Kein-Konzert-mit-Thielemann

Paris
Opernmanager und Regisseur Nicolas Joel gestorben
Chef der Pariser Oper von 2009 bis 2014.
Kurier

„Konzertgänger in Berlin“
Düstrentagshoffend: „Rheingold auf dem Parkdeck“ der Deutschen Oper
Wagner-Wahnsinn kündigt ein Plakat an der Beton-Mauer des Parkhauses hinter der Deutschen Oper Berlin immer noch an, und um die Ecke wird Entdeckerkurs verheißen. Um Rued Langgaards raren Antikrist aus den 1920er Jahren, der im März ohne Corona hier Premiere gefeiert hätte, kanns einem besonders leidtun.
https://hundert11.net/duestrentagshoffend/

Muti-Konzert in Ravenna wird per Streaming gesendet
Riccardo Muti dirigiert am Sonntag sein erstes Konzert nach Ende des Lockdowns in Italien, das Event wird auf der Webseite des Ravenna Festivals (www.ravennafestal.live) per Streaming kostenlos übertragen. Es wird um 21.30 Uhr in der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Festung Brancaleone von Ravenna beginnen und auch von RAI Radio 3 gesendet, teilten die Veranstalter am Freitag mit.
Kleine Zeitung

München/ Gärtnerplatztheater
Das Ensemble singt Lehár unter dem Motto „Freunde, das Leben ist lebenswert“
Münchner Abendzeitung

Linz
„Ich habe die Verbitterung verstanden, allerdings wurde sie falsch kanalisiert“
Mit Schuberts „Winterreise“ findet am 20. Juni das erste Konzert im Linzer Musiktheater nach dem Shutdown statt. Landestheater-Bariton Martin Achrainer im Interview mit den OÖ-Nachrichten.
Oberösterreichische Nachrichten

Artis-Quartett: Eine Uraufführung zum Jubiläum
Das Ensemble spielte im Musikverein Iván Eröds letztes vollendetes Werk.
Wiener Zeitung

Duisburg
„Neue Wege“ in Duisburg: Deutsche Oper am Rhein erhält Projektförderung des Landes NRW für ein „mobiles Klanglabor“
https://www.rundschau-duisburg.de/2020/06/19/neue-wege-in-duisburg-deutsche

Lieses Klassikwelt 40: Kürzungen oder wer nichts gewagt, der nicht gewinnt
Die Opernwelt hat gerade eine Schrumpfversion von Wagners „Rheingold“ gefeiert, die auf dem Parkdeck der Deutsche Oper Berlin Premiere hatte. Ich habe mir diese Produktion erspart, halte es mit der Devise „ganz oder gar nicht“. Dies vor allem auch deshalb, weil wir es hier mit einem Komponisten zu tun haben, der Gesamtkunstwerke schuf, bei dem mithin keine Note zu viel ist, geschweige denn eine Figur. Der Mime, so entnahm ich Hinweisen, kommt in der Kurzfassung von Jonathan Dove nicht vor. Immerhin schrieb Richard Wagner auch höchst selbst in einem Brief an Heinrich Heine: „Gar nichts liegt mir daran, ob man meine Sachen gibt. Mir liegt einzig daran, dass man sie so gibt, wie ich“s mir gedacht habe. Wer das nicht will und kann, der soll es bleiben lassen“.
Kirsten Liese berichtet aus ihrer Klassikwelt
Klassik-begeistert

Norddeutschland
Wie geht es den kleineren Klassik-Festivals?
Sie sind Perlen der norddeutschen Kulturlandschaft und haben viele treue Fans: die etwas kleineren Klassik-Festivals.
https://www.ndr.de/kultur/musik/Kultur-trotz-Corona-Der-Festivalsommer

CD
Hörvergnügen/ Fingerlos/ Sascha el Moussi
Der Salzburger CD-Händler Andreas Vogl präsentiert der der Reihe Hörvergnügen den DrehPunktKultur Leserinnen und Lesern Lieblings-CDs aus allen Genres von der großen Oper zum intimen Lied.
Heute empfiehlt er: Rafael Fingerlos und Sascha el Mouissi mit einem cross over Lied-Potpourri
DrehpunktKultur

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streaming
In Your Living Room
In his final column, Clive Paget recommends Glass at the Met, OA’s Turandot, and a handful of European gems.
https://www.limelightmagazine.com.au/features/in-your-living-room

Classical music/Opera direct to home 16 – putting freelancers first
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-musicopera-direct-home

London
Lloyd Webber plans to trial Covid-19 safety measures at London Palladium
Airlocks, infrared cameras and remote temperature-taking all part of plan adapted from The Phantom of the Opera production in South Korea
The Guardian

New York
Carnegie Hall and Lincoln Center Cancel Fall Performances
All of New York City’s major classical music institutions will be closed at least until the end of 2020.
The New York Times

Dallas
Taking up the baton: the rise of women conductors
How Dallas Opera’s Hart Institute is putting more women on the podium
https://www.ft.com/content/51c253da-a720-11ea-92e2-cbd9b7e28ee6

San Francisco
SF Symphony Joins the Cortège of Live Performances for the Rest of the Year
https://www.sfcv.org/music-news/sf-symphony-joins-the-cortege-of-live

CD/DVD
Bruno Ganz and Kirill Gerstein almost rescue Strauss’s Enoch Arden
http://www.operatoday.com/content/2020/06/bruno_ganz_and_.php

Feuilleton
There is no easy path out of coronavirus for live classical music
https://www.canberratimes.com.au/story/6794736/live-classical-musics-quie

Obituary
Death of French Opera Chief, 67
We’re distressed to learn of the death of Nicolas Joel,former general manager of the Théâtre du Capitole de Toulouse from 1990 to 2009 and of the Paris Opera from 2009 to 2014.
https://slippedisc.com/2020/06/death-of-french-opera-chief-67/

Disparition de Nicolas Joel ancien directeur des opéras de Paris et de Toulouse
https://www.francemusique.fr/actualite-musicale/disparition-de-nicolas-joel-ancien

Ian Holm, star of Lord of the Rings, Alien and Chariots of Fire, dies aged 88
The versatile actor went from the RSC and Harold Pinter to international movie stardom with roles as the hobbit Bilbo Baggins and an android in Alien
The Guardian

Ballett/ Tanz

New York City Ballet Cancels 2020 Fall Season
https://www.playbill.com/article/new-york-city-ballet-cancels-2020-fall-season

San Francisco Ballet Announces 2021 Repertory Season
https://www.broadwayworld.com/san-francisco/article/San-Francisco-Ballet

Literatur/ Buch

Spanien
Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafon gestorben
Der wohl erfolgreichste spanische Schriftsteller der Gegenwart („Der Schatten des Windes“) ist im Alter von 55 Jahren gestorben.
Wiener Zeitung
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Unter’m Strich

Deutschland
Veranstalter in der Krise : Alarmstufe rot
Der Begriff „Großveranstaltung“ wird derzeit diskutiert, als vergnügte sich das ganze Land nur auf Volksfesten. Einen ganzen Wirtschaftszweig am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, ist allerdings keine Lösung.
Frankfurter Allgemeine

Wien
Wie autofrei ist autofrei? Figl in der „ZiB Nacht“
City-Bezirksvorsteher Markus Figl gab seinen Aussagen spätabends bei Stefan Lenglinger denselben Grad an Komplexität, die das Fahrverbot auszeichnen dürfte.
Die Presse

Garmisch
Thai-König prellte Bayern um drei Milliarden Euro
Der als „Playboy“ bekannte Rama X. feierte während der Corona-Krise in Garmisch – und macht seinem Ruf als Rüpel alle Ehre.
https://kurier.at/chronik/welt/thai-koenig-macht-aerger-in-bayern/400945850

Dornbirn
Rassismusvorwürfe gegen Mohrenbrauerei
Mit den Anti-Rassismus-Demonstrationen weltweit gerät auch die Dornbirner Brauerei Mohrenbräu ins Visier der Kritiker. Sowohl die Brauerei als auch Kritiker werden wegen des Logos angefeindet.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3053936/

Coronavirus
Viele symptomlose Infektionen in Wien
Zwei Drittel aller Menschen, die in Wien zuletzt positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, waren asymptomatisch – hatten also keine Anzeichen wie Fieber, Husten und Halsweh. Genau lässt sich dieser hohe Anteil bisher nicht erklären. Überhaupt sind noch viele Fragen zu symptomlosen Infektionen offen – die Expertinnen und Experten kommen Antworten aber immer näher.
https://science.orf.at/stories/3200970/

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 20. JUNI 2020)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 20. JUNI 2020)

Quelle: www.onlinemerker.com

PROMINENTE KÜNSTLER ZUR SITUATION


ZUM YOUTUBE-VIDEO

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Wiener Staatsballett: Saisonabschluss 2019/2020

mit der Nurejew Gala aus dem Ballettsaal sowie Highlights 2010 – 2020

Mit einer – auf Grund der aktuellen Situation – digitalen Nurejew Gala beschließt das Wiener Staatsballett am Donnerstag, 25. Juni 2020 seine Saison 2019/2020. Gezeigt wird über www.staatsoperlive.com ab 14.00 Uhr ein eigens zu diesem Anlass produziertes Programm mit u. a. Ausschnitten aus Ballettklassikern wie Dornröschen, Giselle und Don Quixote, zeitgenössischen Choreographien wie Peter Pan, Peer Gynt, Movements to Stravinskyund Manuel Legris’ Kreationen für das Wiener Staatsballett Le Corsaire und Sylvia.

Aus dem Ballettsaal der Wiener Staatsoper sind somit Publikumslieblinge wie die Ersten SolotänzerInnen der Compagnie Olga Esina, Nikisha Fogo, Kiyoka Hashimoto, Liudmila Konovalova, Natascha Mair, Ketevan Papava, Nina Poláková, Maria Yakovleva; Denys Cherevychko, Davide Dato, Jakob Feyferlik, Robert Gabdullin, Masayu Kimoto und Roman Lazik noch einmal zu erleben (detailliertes Programm und Besetzung anbei – bei der Ausstrahlung handelt es sich um eine Aufzeichnung aus dem Ballettsaal der Wiener Staatsoper im Juni 2020).

Im Anschluss an dieses neu gestaltete und produzierte Programm präsentiert Ballettdirektor Manuel Legris zu seinem Abschied vom Wiener Staatsballett weiters eine digitale Zusammenstellung von tänzerischen Highlights der Nurejew Galas 2010 bis 2019 – ein „Best of“ der letzten Jahre, mit welchem dem breiten und vielfältigen Repertoire der Compagnie Tribut gezollt wird. Manuel Legris wird, neben den Solistinnen und Solisten und Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts sowie den Gastsolistinnen und -solisten der letzten Jahre auch selbst als Tänzer zu erleben sein (das Programm wird in Kürze auf der Website der Wiener Staatsoper www.wiener-staatsoper.at veröffentlicht).

Der Stream der Nurejew Gala 2020 ist am 25. Juni 2020 ab 14.00 Uhr über www.staatsoperlive.com weltweit und kostenlos abrufbar und kann innerhalb von 24 Stunden auch zeitversetzt (wieder) angesehen werden.

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BAYREUTHER FESTSPIELE: Georg Freiherr von Waldenfels zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt

In der Sitzung des Verwaltungsrates vom 17. Juni wurde Georg Freiherr von Waldenfels zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Bayreuther Festspiele gewählt, er ist in dieser Funktion Nachfolger von Toni Schmid. Herr von Waldenfels gehört dem Verwaltungsrat seit 2008 an. Seit 1999 ist er im Vorstand der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth und seit Juni 2010 deren erster Vorsitzender und Schatzmeister.

1978 wurde Georg Freiherr von Waldenfels zum Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium berufen,  1987 wurde er bayerischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten, 1990 Bayerischer Staatsminister der Finanzen.
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HEUTE IN ORF 2: NIE WIEDER OPER  –


Opernführer Marcel Prawy, Marta Eggerth,  Harald Krassnitzer  bei einer beliebten Tätigkeit in der Seniorenresidenz. Copyright: ORF/ Ali Schafler

Der erste TATORT mit Harald Krassnitzer – Wiederholung  am Samstag 20. Juni 22h ORF 2

Zum Start der Reihe 50 Jahre TATORT.

So könnte heute eine Überschrift auf der Kulturseite lauten, ein Schreckensszenario für viele Musikfreunde . Vor 20 Jahren war es der erste österreichischen Tatort mit Harald Krassnitzer als Chefinspektor  Moritz Eisner. Er hatte mit der “ Hochkultur“ und ihren kapriziösen Protagonisten  so gar nichts am Hut, daher der Titel.

In der TV-Unterhaltungsabteilung des ORF herrschte in den 90er Jahren eine recht kollegiale Stimmung. So kam es, dass  manche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen Montag früh im Büro des Chefs, damals Dieter Böttger, vorbeischauten. Die sonst stressige  Arbeit war zu Wochenbeginn noch nicht so richtig angelaufen, es war Zeit zum meist recht kreativen Gedankenaustausch. So auch  im Mai 1997.  Am Sonntag war der österreichische Tatort Mord ohne Leiche gelaufen, eine Coproduktion mit der federführenden ARD und der Schweiz. Aus organisatorischen Gründen war die Produktion von der Abteilung Fernsehspiel in die Unterhaltung gewandert. Daher fühlte ich mich zur Kritik  berechtigt, um nicht zu sagen verpflichtet . Seit langem interessierte Zuschauerin der Krimiserie ereiferte ich mich nicht sehr kollegial über die Qualität. Aber nie, nie ist der Satz gefallen  “ das könnte ich besser„.

Trotzdem, einige Tage später wurde mir die Redaktion übertragen , mit der Vorgabe, alles neu zu machen. Die deutschen Kollegen waren nämlich noch kritischer als ich und wollten die Koproduktion stoppen, wenn sich nichts änderte. Also bekam ich die heikle Aufgabe übertragen, das  damalige Team Wolfgang Hübsch ( Oberinspektor Kant)  und Johann Nikolussi  ( Inspektor  Varanasi) aus dem Polizeidienst zu entlassen  und ein neues zu suchen.  Dazu neue Regie, neue Autoren, neue Ideen. Damals war in den Kinos gerade der Film Men in Black ein großer Erfolg  mit  zwei Agenten  und  einer Pathologin an ihrer Seite . Ähnliches  wollte ich auch, denn so ein Team gab es damals noch nicht.

Wer heute Tatort schaut, weiß, dass es das auch im ORF nicht lange gab. Erst mit dem Duo in Münster erzielte  diese Konstellation bis heute großen   Erfolg. Bei uns gab es schon vor Dreh-Beginn große Probleme. Wir hatten als Pathologin niemand geringen als Sonja Kirchberger – als Die Venusfalle berühmt geworden – engagiert. Aber plötzlich kam ein Fax von ihrer Agentin, sie wäre im fünften Monat schwanger. Die Suche nach dem „Inspektor“  gestaltete sich trotz großen Einsatzes unserer Abteilung Markt- und Medienforschung  auch sehr mühsam. Der eine sagte wieder ab, der andere fand keine Zustimmung in der Chef- Etage, aber dann hatte ich Glück. Das ZDF stellt damals von heute auf morgen die Serie Der Bergdoktor ein und der österreichische  Schauspieler Harald Krassnitzer war arbeitslos. Damit war ein Darsteller gefunden, der auch von den Fernsehspielchefs der ARD  zwar nicht begeistert  (“ ein Serienheld ! “ aber doch akzeptiert wurde. Mir war nämlich als Art „Schutzmacht“  die Redaktion des SFB Berlin zugeteilt worden. Da deren Kommissar-Team auch nicht die Riesenerfolge feierte, kamen wir gut zu Rande. Herr Krassnitzer war dem deutschen Publikum zumindest sehr bekannt. Damit waren auch die Zweifel rund um mich herum im ORF obsolet,  also das was man einen Glücksgriff nennt.

Als Regisseur „entdeckte ich Robert Adrian  Pejo, dem mit Lipstickein  überzeugender  Spielfilm gelungen war. Der brachte einen Autor in den USA mit , was durch die Zeitverschiebung  insofern günstig war, als wir am Morgen seine Drehbuchseiten vorfanden, er wiederum beim Aufstehen unsere Anmerkungen. Von den beiden stammt übrigens der Vornamen des Kommissars – Moritz, Einsner hieß mein damaliger Autohändler ; aber vor allem ließ sich auf das tz ein ei gut sprechen.

Das Thema war sehr österreichisch- ein Mord in einer Seniorenresidenz für Opernkünstler, so ähnlich wie in Baden bei Wien. Als das Drehbuch endlich fertig war, mußten Schauspieler , besser frühere Opernstars für die Rollen der Heimbewohner engagiert werden. Das war in Wien  kein Problem. So wurden die Nerven der Polizei  bei der Zeugeneinnahme nach einem Mord von  einer bunten  Schaar  großer Namen  der  Vergangenheit gehörig strapaziert :  Gerda Schreyer, Christl  Golz, sie  demonstrierte gleich ihren Auftritt als berühmte Salome, Walter Berry , Adolf Dallapozza und Otto Edelmann – er war das Mordopfer . Als weiblich Hauptrolle die unverwüstliche Ernie Mangold. Schwierig war nur  die zweite weibliche  Hauptrolle . Die Interpretin  sollte  aus der klassischen Musikwelt  kommen, durch ihre  Karriere auch einem breiten Publikum bekannt sein und außerdem trotz ihres Alters noch vor laufender Kamera singen. Die Wahl des Regisseurs ,der als Kleinkind mit den Eltern aus Rumänien in die Vorarlberger Textilindustrie gelangt war, fiel auf Marta Eggerth. Seine Eltern oder Großeltern dürften Fans von ihr gewesen sein.


Oper-, Operetten- und Leinwandstar  Marta Eggerth , Chefinspektor Harald Krassnitzer. Copyright: ORF/ Ali Schafler

Frau Eggerth,  Jahrgang 1912  und vor dem Einmarsch der Hitlertruppen in Österreich  1938 mit ihrem polnischen Gatten Jan Kiepura in die USA ausgewandert, war nur schwer für dieses Engagement zu  begeistern . Aber mit Hilfe von Opernführer  Marcel Prawy, der  als Sekretär des Ehepaares in den USA gearbeitet hatte, gelang es,  sie über den großen Teich zu lotsen, aber  nur, wenn  er  auch mitspielte.

Der Drehtermin konnte eingehalten werden, das Budget weniger , da das Textbuch viel zu umfangreich  geraten war. So fielen auch besonders aufwendig gedrehte Szenen vor und in der Staatsoper der Filmlänge zum Opfer – mehr als 90 Minuten waren nicht erlaubt. Meine Sekretärin -Krassnitzer-Fan – spielte als Statistin  mit. Auch sie war in dem fertigen Film nicht mehr zu sehen und darüber sehr traurig.


Ermittlerteam  Alois Frank, Loretta Pflaum, Harald Krassnitzer mit Marta Eggerth und Marcel Prawy im Salon der Seniorenresidenz, passender Weise der Jahresjubilar im Hintergrund. Copyright: ORF/ Ali Schafler

Am  17. Jänner 1999 war es dann soweit. In den drei Ländern wurde dieser Tatort ausgestrahlt – mit, ich muß es zugeben,  nicht berauschendem Erfolg. Zu konstruiert die Handlung, zu wenig action.  Aber es war trotzdem etwas Besonderes gelungen , vielleicht weniger für Krimifans als für Opernliebhaber, und heute ist es ein Zeitdokument.   Der Anfang war gemacht . Mit dem zweiten Besetzungs-Glücksgriff, Adele Neuhauser als  Bibi Fellner – Partnerin von Harald Krassnitzer, der meinen Nachfolgern 2010 gelang, ist der österreichische Tatort in unserer Medienlandschaft sicher noch lange eine fixe Größe.

Ulrike Messer – Krol


Harald Krassnitzer, Marta Eggerth und Marcel Prawy. Copyright: ORF/ Ali Schafler

Wer mehr über Marta Eggert-Kiepura wissen will:  „Mein Lied für Dich“ – Marta Eggerth und Jan Kiepura zwischen zweier Welten

Ausstellung des exil.arte Zentrums der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Eröffnung: Oktober 2020

Mijou Kovacs und …  ?   Sie war auch ein Opfer und mußte stundenlang in einer Badewanne mit rot gefärbtem langsam kalt werdenden Wasser liegen !! Copyright: ORF/ Ali Schafler

Dr. Ulrike Messer-Krol

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CLEMENS UNTERREINER: Der große HILFSTÖNE – ONLINE – BENEFIZ – LIEDERABEND 🎵 

HILFSTÖNE

Aufgrund der außergewöhnlichen Corona Situation, dürfen wir Sie zu einem exklusiven BENEFIZ-ONLINE Konzerterlebnis einladen.

Nachdem derzeit leider immer noch keine normalen Konzerte stattfinden können, dürfen wie Sie zumindest ONLINE musikalisch verwöhnen und gleichzeitig Gutes tun.

Der große HILFSTÖNE – ONLINE – BENEFIZ – LIEDERABEND 🎵

Vom 22-29.6.2020 exklusiv auf https://www.konzertsaal.at/event-d…/hilfstone-benefizkonzert

Einfach ein online Spendenticket erwerben und innerhalb der nächsten Woche diesen exklusiven Liederabend von Clemens „Aus meinem persönlichen Liederbuch“ des vergangenen Schubertfestivals aus dem Schubertsaal im Wiener Konzerthaus genießen.
Clemens Unterreiner Bariton 🎶, Kristin Okerlund Klavier 🎹, Sophie Druml Violine 🎻, die Schubertgesellschaft Wien Lichtental und das Wiener Konzerthaus stellen diesen Liederabend in den Dienst der guten Sache um anderen zu helfen.
Ihre Spenden gehen an die HILFSTÖNE – KÜNSTLERHILFE und unterstützen junge Künstlerinnen und Künstler in Not ‼️

SPENDEN Sie und GENIESSEN Sie einen wunderbaren Lieferabend mit den schönsten Liedern von SCHUBERT – SCHUMANN – WOLF und STRAUSS 🎶👍🎵👌🎼🙏

Wir danken allen beteiligten Institutionen, die dieses Konzert Honorar- und Rechtefrei exklusiv für dieses Benefiz-Projekt zur Verfügung stellen.

www.hilfstoene.at

www.konzerthaus.at
www.schubertgesellschaft.at
www.konzertsaal.at

VIEL VERGNÜGEN und gleich ein SPENDENTICKET erwerben 
https://www.konzertsaal.at/event-d…/hilfstone-benefizkonzert
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Heute Dresden Don Carlo,  400 Besucher als im Publikum

ZU INSTAGRAM

Nylund, Beczala, Honeck probieren im Theater an der Wien für ein ORF Projekt mit den Wiener Symphonikern

What a great joy!!! After such a long break, I am on a stage again to make music with my wonderful colleagues! 🤩🎶 Together with Camilla Nylund, Manfred Honeck and Wiener Symphoniker we are carrying out a beautiful project for ORF television 😊 Have a lovely day!

ZU FACEBOOK

Foto: Facebook Beczala

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Lesungen und Konzerte beim Kultursommer Gutenstein

Auch im Corona-Jahr 2020 werden im Rahmen des Kultursommers Gutenstein literarische und musikalische Besonderheiten zu erleben sein.Lesungen von Barbara Frischmuth, Friederike Mayröcker und Marlene Streeruwitz sowie Konzerte von Ernst Molden und Clara Luzia stehen auf dem Programm.

Gutenstein, 18. Juni 2020 – Die Raimundspiele Gutenstein haben die beiden für 2020 geplanten Produktionen – „Der Bauer als Millionär“ von Ferdinand Raimund und die Wiederaufnahme von „Brüderlein fein“ von Felix Mitterer – auf 2021 verschoben. Auf dem Festgelände in Gutenstein finden in kleinerem Rahmen und unter freiem Himmel im Juli und August Lesungen und Konzerte statt:

  1. Juli 2020, 20 Uhr: Lesung von Barbara Frischmuth
    16. Juli 2020, 20 Uhr: Konzert von Ernst Molden & das Frauenorchester
    29. Juli 2020, 19 Uhr: Lesung von Friederike Mayröcker
    30. Juli 2020, 20 Uhr: Konzert von Clara Luzia
    5. August 2020, 20 Uhr: Lesung von Marlene Streeruwitz

Große österreichische Dichterinnen

Barbara Frischmuth war ihr Leben lang eine große Reisende. Nach literarischen Stationen in der Türkei, Ungarn, Ägypten, England, China, Japan und den USA ist ihr heutiger Lebensmittelpunkt der Geburtsort Bad Aussee. Ihre Bücher behandeln autobiografische Erfahrungen, weibliche Dichotomien von Einsamkeit, Bindungssehnsucht und die Unmöglichkeit der Liebe. Aber auch Mythen und Sagen, Feen und Geister und die geliebte Natur stehen im Mittelpunkt ihrer Dichtkunst. In Gutenstein liest sie am 15. Juli aus ihrem neuesten Roman „Verschüttete Milch“, einem Erinnerungsbuch über die Magie, das Unerklärliche und die Verlorenheit einer Kindheit.

Friederike Mayröcker ist die Grande Dame der österreichischen Literatur und eine Avantgardistin der ersten Stunde. Ihre Prosa, Hörspiele und Lyrik wurden mit Preisen überhäuft, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis, Anton-Wildgans-Preis, Georg-Trakl-Preis, Großer Österreichischer Staatspreis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Else-Lasker-Schüler-Preis, Hermann-Lenz-Preis, Österreichischer Buchpreis und vielen mehr. Am 29. Juli wird die große Dichterin mit ihrer Lesung „Psychée“ in Gutenstein zu erleben sein.

Marlene Streeruwitz ist eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Österreichs und eine der politisch engagiertesten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Sie gehört zu den vielgespielten Dramatikerinnen, ihre Romane sind preisgekrönt und mehrfach auf der Long- und Shortlist des Deutschen Buchpreises zu finden. Am 5. August findet die Lesung „Wunschkonzert“ statt – Andrea Eckert wünscht, Marlene Streeruwitz und die Prinzipalin der Raimundspiele lesen aus dem Prosatext „Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin“.

Musikalische Reisen

Am 16. Juli tritt Ernst Molden mit dem Frauenorchester in Gutenstein auf. Gemeinsam mit den drei Musikerinnen Sibylle Kefer, Marlene Lacherstorfer und Maria Petrova hat er ein neues Album – „dei schwesda waand“ – aufgenommen und wird daraus in Gutenstein musizieren

„Auch wenn im Pop schon alles gesagt worden ist, so gut hat es selten geklungen“, schreibt Der Standard und das Publikum scheint ihm recht zu geben. Am 30. Juli singt Clara Luzia In Gutenstein. Auf ihrer letzten CD „When I Take your Hand“ finden sich u. a. Lieder an ihre Frau („The Story Of You & Me“) und ihre Urgroßmutter („I Remember You“). Die Künstlerin stellt ihren inneren Dämonen die Rute ins Fenster und öffnet die Türen weiter als bisher.

Kartenreservierungen und -buchungen: online auf www.raimundspiele.at oder unter oder telefonisch unter 0676-840 023 200 bzw. 0676-840 023 205.
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BARCELONA: OBSESSIONS COMMANDEER THE NEW 2020/21 SEASON OF THE GRAN TEATRE DEL LICEU  

After the complicated times that we have been experiencing as a society, the Liceu presents its new season with the desire to take up where we left off; to be a space for coexistence and experiences, and an invitation to enjoy and grow based on a versatile, cross-cutting and eclectic programme.

The support received from society, its subscribers, patrons and administrations has been, is and will continue to be a key element for the Liceu to maintain its strength and enthusiasm to offer the best possible season.

Obsession as human passion is the common thread of this season, an impulse shared by many of the protagonists and characters of the new programme.

In line with the Liceu Centre d’Arts, the works of the artist Chiharu Shiota illustrate the new 2020/21 season and will also allow us to see a spectacular installation in the Hall of Mirrors with Schubert’s Winterreise.

The recital by Sondra Radvanovsky and Piotr Beczala; the concert version of Verdi’s Il trovatore with Anna Netrebko, Yusif Evyazov and Ludovic Tézier; and the magnificent Christof Loy production of Mozart’s Don Giovanni of the Oper Frankfurt will open the 2020/21 season of the Gran Teatre del Liceu.

 The Spanish premiere of Lessons in Love and Violence, by George Benjamin and Martin Crimp, is the highly awaited new Liceu co-production, directed by Josep Pons.

Àlex Ollé debuts as a resident artist with one of the season’s most anticipated operas, Puccini’s La bohème, under the musical direction of Giampaolo Bisanti.

The season stands out for productions by major opera houses such as the Bayerische Staatsoper, with Lucia di Lammermoor, or the Royal Opera House, with Otello.

Three great stage directors, David McVicar, Robert Carsen and Laurent Pelly, are back with favourites greatly appreciated by the Liceu’s audiences: La traviata, Tannhäuser and The Tales of Hoffmann.

In addition to the voices already mentioned (Netrebko, Radvanovsky and Beczala), the Liceu remains a benchmark theatre for great international voices and will be visited by Javier Camarena, Nadine Sierra, Ermonela Jaho, Gregory Kunde, Stéphanie d’Oustrac, Carlos Álvarez, John Osborn, Stéphane Degout, Krassimira Stoyanova, Alexander Vinogradov, Christopher Maltman, Johanni van Oostrum and Okka von der Damerau, among many others.

Dance will feature prominently in the season, which will offer two first-rate international proposals by the Eifman Ballet and the Czech National Ballet, and one of the most significant voices in national dance, Blanca Li, who will make her debut in the Teatre.

The Liceu is firmly committed to symphonic activity and presents three concerts with dance as the cornerstone: De Carmen Amaya a Estrella Morente, the three Diaghilev ballets by Stravinsky, and Romeo and Juliet by Prokofiev, included in the Memorial Pau Casals.

The desire for opera to transcend the walls of the theatre has motivated the Liceu to participate in the Palau 100 series and travel to Reus, Lleida and Girona with Mozart’s “Jupiter” and Tchaikovsky’s “Pathétique”, directed by the prestigious musical director Marc Minkowski.

The Liceu will continue to promote chamber music, with two concerts by the LimeClàssic and the Liceu Brass Ensemble, and also with the involvement of the city’s museums, which will host various chamber ensembles from the Orchestra of the Liceu.

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MATERIAL FOR THE 2020/21 SEASON

Barcelona, Wednesday, 17 June

The events we have been experiencing as a society are affecting all industries, including the Gran Teatre del Liceu as well as the culture sector in general, altering our usual activity. However, the will and obsession of the Liceu remains to offer live shows and continue to stir the public in their seats.

This obsession, which perfectly defines the Gran Teatre del Liceu’s history of overcoming difficulties, is precisely the unifying concept of the new 2020/21 season. All the titles, some characters and the different artistic offerings will invite us to reflect on the human condition, its concerns, longings and anxieties in a magnificent occasion to vibrate with the emotion of the shows. A promenade through obsession, condensing numerous references and ancient myths that will help us shed light on some real world figures and also on characters from our small theatre of the world. Víctor Garcia de Gomar, the artistic director of the Liceu, thus opens „a window to the passions, to the pleasure of observing other ways of being and to seeking a mirror upon which to project our true selves.“ An exercise that describes a new season that will pique the curiosity of a diverse audience and rethink what goes on inside the Teatre. An ambitious proposal, with a vocation to become a centre of the arts, in which opera, dance, symphonic music and complementary activities, linked by this common topic, give a sense of internal consistency.

 The best voices, directors and batons of the moment

The Liceu will continue to honour its reputation as a theatre of great voices and this season it will invite some of the most acclaimed names on the current operatic scene, including highlights such as Anna Netrebko, Sondra Radvanovsky, Piotr Beczala, Javier Camarena, Nadine Sierra, Ermonela Jaho, Gregory Kunde, Carlos Álvarez, Miah Persson, Kristina Mkhitaryan, John Osborn, Stéphanie d’Oustrac, Alexander Vinogradov, Stéphane Degout, Krassimira Stoyanova, Stefan Vinke, Johanni Van Oostrum, Anita Hartig, Okka von der Damerau or Christopher Maltman, among others. The 2020/21 season will also receive some of the most acclaimed directors of the moment, such as Christof Loy, Laurent Pelly, Robert Carsen, David McVicar or Àlex Ollé, and the most international batons, among which are Josep Pons, Marc Minkowski, Giacomo Sagripanti, Speranza Scappucci, William Christie, Jordi Savall or David Afkham.

The Liceu presents an unbeatable start to the season; a return that is gradual and in crescendo: thus, two of the most internationally acclaimed voices, beloved by the Liceu’s audiences, the soprano Sondra Radvanovsky and the tenor Piotr Beczala, will perform in a magnificent recital that will fill the theatre with sound and energy. Their performances at the Liceu, together or separately, have become memorable nights, experiences that it would be hard to forget. It is the occasion to once again encounter two charismatic and generous artists who will strike the first spark of a very special season. Another four aces will follow: Anna Netrebko, Yusif Eyvazov, Ludovic Tézier and Okka von der Damerau, who will star in a concert version of Verdi’s Il Trovatore, one of the high points of his repertoire and a drama of great psychological depth, with radiant and expansive music that overflows with imagination. The staged opera opening will take place with the Oper Frankfurt’s attractive Christof Loy version of Mozart’s Don Giovanni, directed by Josep Pons. An opera somewhere between tragedy and comedy that emphasizes the characters‘ inner life and in which Don Giovanni begins an obsessive 24-hour hunt. Christopher Maltman (Don Giovanni), Miah Persson (Donna Anna), Véronique Gens (Donna Elvira) and Luca Pisaroni (Leporello) star in this universal myth that presents us with a desperate and lonely antihero who fascinates us with his psychological complexity as a sexual predator.  The Mozartian orchestra and the production features mean that this first staged opera is a sure winner.

However, to facilitate this renewed, adapted and powerful start to the season, the Gran Teatre del Liceu has also been forced to surrender some works, such as the two operas that were originally scheduled to open the season, Eugene Onegin by Tchaikovsky and Poulenc’s Dialogues des Carmélites. They cannot debut due to the magnitude of their productions and orchestras, which make it impossible to guarantee the necessary safety measures, either on stage or in the pit. The Liceu’s desire is to continue working on all the protocols to ensure safety at all levels: workers, audience, artists, chorus and orchestra. This adaptation of the season allows the Teatre to open with the guarantees of a safe cultural de-escalation on the stage and in the audience of the Teatre, as the Liceu has asked its subscribers what their needs are when it comes to returning to the Liceu. This season is the result of these suggestions, combined with the institution’s experience. It brings together and adapts to all possible factors in order to continue offering quality culture.

‘Lessons in Love and Violence’

The Teatre’s highly anticipated new production for the new season is here; the staged opera by the composer George Benjamin with Martin Crimp, Lessons in Love and Violence, a co-production announced in 2017 with the Royal Opera House, the Teatro Real of Madrid, the Dutch National Opera of Amsterdam, the Staatsoper of Hamburg, the Opéra de Lyon and the Lyric Opera of Chicago. An eagerly-awaited premiere at the Liceu, after the success of Written on Skin by the same composer and librettist, which was performed in concert version at the Teatre in 2016. Katie Mitchell’s staging gives a modern-day setting to a play based on medieval history that narrates the obsessive relationship between King Edward II and his lover Piers Gaveston. Maestro Josep Pons conducts an extraordinary score with rich orchestrations that perfectly captures the claustrophobic and erotic atmosphere of the drama starring Stéphane Degout as King and Georgia Jarman as Isabel. The Liceu hosts the national premiere of this opera by Benjamin.

‘La bohème’

Puccini’s La bohème will also be one of the star operas this season, the result of work with the Gran Teatre del Liceu’s resident artist for the next four years, Àlex Ollé. Ollé, an artist internationally recognized for his successful career, which began with La Fura dels Baus, has evolved in the world of opera with major proposals that have been seen around the world. Recently, the Liceu has hosted such hits as Luca Francesconi’s Quartett and Wagner’s impressive Tristan und Isolde, with a sphere that crowned a majestic staging. The artist’s collaboration with the Teatre, in addition to being an advisor, is combined through his participation in each season, which will include two new productions —one of them being Lady Macbeth of Mtsensk —and two already-released operas, which will be the ROH production of Bellini’s Norma and this modern-look La bohème of the Teatro Regio di Torino. Àlex Ollé situates the story in a marginal neighbourhood, where the lead characters‘ obstinacy devolves upon the past, a time when everyone was happier. Puccini’s music will be in the hands of Giampaolo Bisanti and the Symphony Orchestra of the Liceu, where the Gran Teatre’s Chorus will also participate, accompanied by the Cor de Cambra of the Palau de la Música Catalana and VEUS – Amics de la Unió Children’s Group. Anita Hartig, Maria Teresa Leva and Adriana González —Mimi—; Atalla Ayan and Giorgio Berrugi —Rodolfo—; and Valentina Nafornita and Katerina Tretyakov — Musetta— will provide the voices of some of these leading roles, immersed in a life of misery.

‘Lucia di Lammermoor’ and ‘Otello’

The opera season also stands out for new productions never before seen at the Liceu, productions of major opera houses such as the Bayerische Staatsoper or the Royal Opera House. One of them is Donizetti’s Lucia di Lammermoor, with an impossible love embodied by Nadine Sierra —Lucia— and Javier Camarena —Edgardo— under the baton of Giacomo Sagripanti. An excellent cast rounded out by Mariusz Kwiecien —Enrico—, the story focuses on the complexity of the characters in an atmosphere full of rivalries. Barbara Wysocka offers a staging that looks to the 60s, with a Lucia who moves between fragility and weightlessness to reach the paradigm of obsession, which, in the end, becomes madness. The other is Verdi’s Otello, based on Shakespeare’s work, with Gregory Kunde, Jorge de León, Carlos Álvarez, Zeljiko Lucic, and Krassimira Stoyanova and Eleonora Buratto. An infallible cast for this production full of lights and shadows by Keith Warner, which again reveals the jealousy of a protagonist obsessed by his naive wife and the lies of Iago, who hatches a strategy to end to the two characters‘ love. Maestro Riccardo Frizza will direct this classic, which contains one of the grandest entrances in the history of opera.

‘La traviata’, ‘Tannhäuser’ and ‘The Tales of Hoffmann’

The eight titles that constitute the staged operatic season also include the successful proposals of David McVicar, Robert Carsen and Laurent Pelly.  Three major names in stage direction for three magnificent titles: Verdi’s La traviata with musical direction by Speranza Scappucci and the voices of Kristina Mkhitaryan andRosa Feola as Violetta, and an obsessive Alfredo played by Pavol Breslik and Dmitry Korchak. This Wagner Tannhäuser enjoys the musical direction of David Afkham, chief conductor of the Orquesta Nacional de España, and a magnificent Wagnerian cast led by Stefan Vinke in the main role. A Tannhäuser obsessed with sexuality, seeking his place in the world. David Afkham will conduct one of the most mature scores of the composer’s youth. Offenbach’s The Tales of Hoffmann also stands out in an offering that includes the two faces of Romanticism: the dark history and the magic of its reverse. John Osborn and Arturo Chacón-Cruz will put themselves in the shoes of a cursed poet, obsessed with succeeding in love and who evokes the frustrations of his past love with Olympia—Olga Pudovaand Rocío Pérez—, Antonia—Ermonela Jaho and Carmela Remigio— and Giulietta—Nino Sugurladze and Ginger Costa-Jackson—. Jordan de Souza will be in charge of the musical direction of this last work, which will be produced by the Gran Teatre del Liceu, as will Don Giovanni, La traviata and Tannhäuser.

Operas in concert version

In the operas in concert version, the Liceu expands its range and programme with four offerings in the Great Hall and one in the Foyer. The use of this space is increased in this, the theatre’s new stage, hosting operas, dance, talks, chamber music and El Petit Liceu shows with the clear intention of making the shows accessible to the public and being able to adapt the needs of small format shows that, due to their characteristics, require a smaller space.

Platée by Jean-Philippe Rameau will be debuted in Spain under the direction of William Christie and Les Arts Florissants. Platée, a flagship of the Enlightenment, is a Baroque jewel and also the composer’s most joyous work, which tells of the nymph Platée’s obsession with Jupiter’s love. It will resonate for the first time on the Liceu’s stage through the voices of Marcel Beekman and Edwin Crossley-Mercer. A 14-year-old Mozart composed Mitridate, re di Ponto, which can be seen at the Liceu directed by Marc Minkowski. In this piece, the composer exposes in a naked and subtle way the obsessions, weaknesses and insecurities of the hero, Mitridate, with the voices of Pene Pati, Elsa Dreisig, Julie Fuchs or Jakub Józef Orlinski. This opera, which will be performed in a concert version, bitterly portrays the harshness in the transmission of power, parent-child relationships and forgiveness.

During the 2020/21 season there will also be a place for musical theatre, specifically with a semi-staged version of My Fair Lady,which can be seen for the first time in Barcelona, in this case directed by Alfonso Casado Trigo, a specialist in the genre. Considered the “perfect musical”, its composer Frederick Loewe sets the story of Eliza, a flower seller in Covent Garden, to music. She begins to receive lessons from phonetics professor Henry Higgins, who becomes obsessed with the dream of turning her into a truly elegant lady in London’s high society.

Also in concert version we will be able to enjoy an authentic treasure that the Liceu has decided to reclaim in its quest to enhance the Catalan musical heritage. It is La principessa filosofa, an opera by the “Catalan Mozart” Carles Baguer, which debuted in the Teatre de la Santa Creu in 1797 and was performed only five times. This time it will be ESMUC students, directed by Marzio Conti, who will bring us the restoration of this romantic comedy between the Count of Urgell and Diana, the heiress of the Count of Barcelona, who, despite not accepting suitors, will end up hopelessly in love thanks to the count’s game.

Dance

Dance will have a prominent place in the Liceu’s programme, which will offer three ballets, two international proposals of the first order with the participation of the Symphony Orchestra of the Liceu and one of the most important voices in national dance. Eifman Balletreturns to the Liceu after winning the audience’s heart with Anna Karenina, and it does so with another contemporary and poetic version of a classic, this time Onegin by Pushkin. One of the most prominent names in dance in Spain, the Blanca Li company, debuts at the Liceu with Solstice, a show with 14 dancers and a percussionist that celebrates beauty, power and energy based on concern for the deterioration of the environment. A concern transformed into obsession and expressed in dance and movement. The last show comes to us from the Czech National Ballet with Swan Lake, a paradigm of classical dance and a mythical romantic and timeless love story based on the original work of Marius Petipa and Lev Ivanov. A love marked by the spell of the magician Rothbart, who, obsessed with Siegfried, stands between the prince and Odette.

 Contemporary drama

Next season, the Gran Teatre del Liceu is invested in contemporary dramaturgy from the Òpera de Butxaca i Nova Creació (OBNC) with the premiere of the show Sis Solos Soles, a project that presents, in a single evening, six monodramas for a woman actor and instrumentalist, entrusted to six different librettist-composer teams. Walking through the bowels of the theatre, the spectator will come into contact with the stories of a series of voices trapped in domestic environments, as if witnessing an intimate confession.

Recital of great voices

Next season, the Gran Teatre del Liceu will continue to be a benchmark for great international voices and will have the honour of receiving leading opera figures, such as Sondra Radvanovsky, in a very special concert in which she will take on the great scenes of the three Elizabethan queens: the proud Mary Stuart, the passionate Anne Boleyn and the powerful Elizabeth I. The Liceu’s audience will also be able to enjoy another of the great divas of our time, the soprano Anna Netrebko, in an intimate and delicious recital that invites us to tour the poetic intensity of day and night, as seen by different composers.

Symphonic concerts

The 2020/21 season will be a challenge for the Symphony Orchestra of the Liceu, which will be able to demonstrate its current good health thanks to the Teatre’s firm commitment to increase symphonic activity. This adventure will be led by musical director Josep Pons, who will start the season with a journey through the Iberian world of sound with De Carmen Amaya a Estrella Morente, a collection of extraordinary moments in which the creators set out to write for dance. Such significant creators as Gerhard (Alegrías) —in the commemorations of the fiftieth anniversary of his death—, Guinjoan (Homenaje a Carmen Amaya) and De Falla (El sombrero de tres picos and El amor brujo), accompanied by the voice of Estrella Morente. The other great symphonic event of the season will take place in the Memorial Pau Casals and will permit us to enjoy three quintessential dance masterpieces, scores that Igor Stravinsky was commissioned to compose by Sergei Diaghilev for his Russian Ballets (The Firebird, Petrushka and The Rite of Spring). This concert is part of the Memorial Pau Casals on the occasion of the centenary of the Pau Casals Orchestra, conducted on different occasions by Igor Stravinsky at the Liceu.

Continuing with dance as a unifying force, the Teatre asked David Afkham, head of the Orquesta Nacional de España, if while he was immersed in Tannhäuser he could direct Prokofiev’s Romeo and Juliet, a symphonic programme that enters the world of dance along with works by Strauss and Ravel.

In the symphonic field, one of the Liceu audience’s most appreciated batons, Jordi Savall, will return with Le Concert des Nations to conduct Beethoven’s last two symphonies, the Eighth and Ninth, which will conclude the 250th anniversary celebration of the composer’s birth. Chamber music will also continue during the 2020/21 season, with two concerts by LimeClàssic and Liceu Brass Ensemble, and also with the involvement of museums, which will host various chamber ensembles from the Orchestra of the Liceu. This way, the Liceu continues to reinforce the presence of the Orchestra beyond the theatre, and it will visit the Palau de la Música Catalana as part of its Palau 100 series, as well as appearing throughout Catalonia, specifically in Reus, Lleida and Girona, where it will bring a programme consisting of “Jupiter” and the “Pathétique” conducted by the prestigious French orchestra conductor and founder of Les Musiciens du Louvre, Marc Minkowski.

The Liceu Centre d’Arts

The objective of the Gran Teatre de Liceu is not only to entertain, participate in the game and enjoy, but also to offer a programme and a series of complementary activities that, as a whole, are an invitation to think and grow. In short, the Liceu will be a centre of the arts and thought where the main subject will be opera, but in which other disciplines will also converge, such as the visual arts, anthropology, philosophy, poetry, science, technology… always taking the common thread of obsession into consideration as the shaper of internal consistency. Thus, the season will have six voices, six prominent artists who will, simultaneously, be loudspeakers to intensely develop the season’s discourse: Chiharu Shiota, Louise Bourgeois and Laia Abril (visual artists), Luis Rojas Marcos (psychiatrist), Joan Margarit (poet) and Nuccio Ordine (philosopher). All of them will make the activities programme flourish with verses, exhibitions, showings, reflections, texts and talks.

A good example of this is the collaboration with the Berlin-based Japanese artist Chiharu Shiota, the season’s guest artist, who is preparing an installation in the Hall of Mirrors to dialogue in communion with the musical measures of Schubert’s Winterreise. In addition, the artist has contributed more than 15 pieces to create the image of the new season. Precisely coinciding with her work, on January 17, 2021 the Liceu will organize the Liceu Centre d’Artsevent, in which a series of guest artists will help us reflect on obsession through installations, exhibits, workshops, visits with the artists… Along these same lines, the Liceu will organize series of talks and conversations with great thinkers such as Rafael Argullol, Joan Margarit or George Benjamin, among others; exhibitions by renowned artists such as Shiota herself, Louise Bourgeois or Laia Abril; as well as discussed readings by Víctor Garcia de Gomar and Pol Avinyó. Other voices to expand enjoyment and delve into the concept of obsession.

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ORF / ORF III am Wochenende: „Wir spielen für Österreich“ präsentiert philharmonisches Konzert mit Welser-Möst und „Goldene Note Spezial“

Außerdem: „erLesen Spezial vom Bachmannpreis“, „zeit.geschichte“-Doppel mit „Österreich II“, „Bilderbuch – Ein österreichisches Popmärchen“ =

Wien (OTS) – Kulturgenuss aus Klassik und Pop, Zeitgeschichte-Dokumentationen, Kabarett aus Österreich und vieles mehr steht am Wochenende auf dem Programm von ORF III Kultur und Information. Während am Samstag, dem 20. Juni 2020, Hugo Portischs und Sepp Riffs epochale Dokumentarreihe „Österreich II“ mit zwei weiteren Folgen fortsetzt wird, heißt es am Sonntag, dem 21. Juni, gleich zweimal „Wir spielen für Österreich“. Die von ORF III initiierte Konzertreihe präsentiert aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ein „Philharmonisches Konzert mit Franz Welser-Möst“ und anschließend aus dem ORF RadioKulturhaus eine Spezialausgabe des Klassik-Nachwuchsbewerbs „Goldene Note“.

Samstag, 20. Juni

Am Samstag widmet sich das „DialogForum“ (9.00 Uhr) erneut dem Thema „Was wir lernen – Corona und die Folgen“. In der dritten und vorerst letzten Ausgabe dieser Reihe diskutieren Philippe Narval (Europäisches Forum Alpbach), Christa Hofmann (ORF-„WELTjournal“) und Katharina Rogenhofer (Sprecherin des Klimavolksbegehrens) zum Thema Europa. Martin Schenk (Armutskonferenz), Ina Zwerger (Ö1, Projekt „Reparatur der Zukunft“) und Barbara Blaha („Momentum“-Institut) äußern sich zum Schlagwort Public Value. Im Hauptabend zeigt ORF III zwei Folgen der „zeit.geschichte“-Reihe „Österreich II“, beginnend mit der Episode „Keine Zeit für Südtirol“ (20.15 Uhr), die das Schicksal der Südtiroler seit den Tagen des italienischen Einmarsches 1918 rekonstruiert. „Sonderfall Österreich“ (21.50 Uhr) befasst sich danach mit dem Eisernen Vorhang in Europa. „Zuerst die gute Nachricht“ (23.25 Uhr) präsentiert Kabarettist Klaus Eckel anschließend in seinem Solo-Programm und serviert dabei eine Pointe nach der anderen. Den Abend schließt das ORF-Porträt „Bilderbuch – Ein österreichisches Popmärchen“ (0.30 Uhr) von Dietmar Petschl und Siegfried Steinlechner, das exklusive Einblicke in die Welt der Erfolgsband gewährt.

Sonntag, 21. Juni

Zum 70. Geburtstag von Paul Chaim Eisenberg (26. Juni) zeigt ORF III am Sonntag „Wenn der Rabbi lacht“, einen Film von Thomas Grusch und Elisabeth Krimbacher (10.40 Uhr), der einen Tag im Leben des Oberrabbiners dokumentiert. Im Hauptabend heißt es gleich zweimal „Wir spielen für Österreich“: Den hochkarätigen Auftakt macht ein „Philharmonisches Konzert mit Franz Welser-Möst“ (20.15 Uhr) aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Dargeboten werden Richard Strauss’ vier symphonische Zwischenspiele aus der Oper „Intermezzo“, op. 72, sowie Franz Schuberts Symphonie Nr. 3 D-Dur, D 200. Ö1 und die Klassikplattform „fidelio“ (www.myfidelio.at) übertragen das Konzert live um 11.00 Uhr. Weiters ist die Aufzeichnung danach als Video-on-Demand in der „fidelio-Klassithek“ abrufbar. Um 21.30 Uhr stehen die Klassikstars von morgen im TV-Rampenlicht. „Wir spielen für Österreich“ präsentiert mit „Goldene Note Spezial“ eine Corona-bedingte Sonderausgabe des jährlichen Nachwuchsbewerbs, veranstaltet vom Internationalen Musikverein für hochbegabte Kinder unter der Leitung seiner Gründerin und Obfrau Leona König. Insgesamt sieben junge Talente im Alter von 6 bis 18 Jahren präsentieren ihr Können und musizieren gemeinsam mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie Opernsängerin Valentina Nafornița, Violinistin Lidia Baich, Pianist und Komponist Hyung-ki Joo sowie mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Danach meldet sich das Literaturmagazin „erLesen“ (22.40 Uhr) mit einer Spezialausgabe anlässlich des Bachmannpreises erstmals aus der Kärntner Landeshauptstadt. Gemeinsam mit einer hochkarätig besetzten Schriftstellerrunde, bestehend aus Julya Rabinowich, Anna Baar und Josef Winkler, diskutiert Heinz Sichrovsky über das diesjährige Geschehen bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur, über die Herausforderungen der digitalen Ausgabe des Wettbewerbs und insbesondere über die literarischen Texte.

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