DIE SAMSTAG-PRESSE, 4. JULI 2026

DIE SAMSTAG-PRESSE, 4. JULI 2026

Foto: Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 4. JULI 2026

Fest zur Festspieleröffnung: Drei Tage lang für jeden etwas
„Seit nunmehr zwanzig Jahren darf ich das Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gestalten und organisieren“, sagt die Salzburger Eventmanagerin Renate Stelzl. „In dieser Zeit hat sich dieser besondere Auftakt stetig weiterentwickelt, neue Impulse aufgenommen und in seiner Vielfalt immer mehr Menschen begeistert.“
DrehpunktKultur.de.festspieleroeffnung

München
Kurioses zu 30 Jahre Oper für alle in München: Wie die Fußball-WM der Oper dazwischenfunkte
Wer musste einst wegen des WM-Endspiels an seinem Geburtstag singen? Und warum trug Sir Peter Jonas bei „Falstaff“ einen Schottenrock?  War er Fan der „Tartan Army“? Wissenswertes aus 30 Jahren „Oper für alle“.
sueddeutscheZeitung.de.muenchen

Madrid
Netrebko kollabiert – Opernstar sagt Auftritt ab
Sopranistin Anna Netrebko hat ihren geplanten Auftritt in „Il trovatore“ im Teatro Real überraschend abgesagt. Grund soll „massive Erschöpfung“ sein.
Heute.at.netrebko.sagt.ab

Gesundheitliche Gründe erfordern wochenlange Auszeit: Anna Netrebko sagt Auftritte ab
Sorge um Anna Netrebko: Die Sopranistin spielt derzeit eigentlich die weibliche Hauptrolle in der Oper „Il trovatore“ von Giuseppe Verdi. Nun wird sie aber vorerst nicht länger im Teatro Real in Madrid auftreten. Auf Instagram hat ihr Team mitgeteilt, dass die 54-Jährige körperlich angeschlagen sei.
So habe sie nach einem Auftritt im Teatro Real am vergangenen Dienstag einen körperlichen Erschöpfungszustand erlitten. Wie es in dem Beitrag heißt, habe auch ihre Stimme versagt. Der Erklärung zufolge belastete die extreme Hitze der vergangenen Tage ihren Gesundheitszustand zusätzlich.
https://share.google/Xcm3DXfplYBaVRYRM

Wien
»Ro!«, Herheim, »Ro!«
Das Theater an der Wien ist in einer künstlerischen und finanziellen Krise. Zeit, den Anschluss an die Menschen zu gewinnen. Es steht symbolisch für einen Kulturbetrieb in Zeiten des Spardrucks.
https://backstageclassical.com/ro-herheim-ro/

„Carmen“ beim Opernsommer: So provinziell kann Wien sein (Bezahlartikel)
Das Open-Air-Festival im Eislaufverein zeigt heuer Bizets Oper im billigen Jahrmarktskitsch, dafür aber mit überraschend erstklassigen Stimmen.
DiePresse.com.sommeroper

Gänsehaut unter freiem Himmel
Wiener Opernsommer feierte „Carmen“-Premiere am Heumarkt
meinBezirk.at.landstrasse

Wiener Opernsommer begeistert mit fulminanter „Carmen“-Premiere
https://www.news.at/menschen/wiener-opernsommer-carmen-2026

„Carmen“ am Heumarkt begeistert VIPs bei der Premiere
https://www.oe24.at/a/carmen-am-heumarkt-begeistert-vips-bei-der-premiere-900097225

Salzburg
Dieser Intendant wird für den Salzburg-Posten gehandelt. Was kann er? (Bezahlartikel)
In Berlin zähmte er die Egos zweier Großmeister, in Zürich lässt er Sponsorengeld fließen. Deshalb sehen manche Matthias Schulz nun als möglichen Nothelfer der Salzburger Festspiele. Eine Bilanz seiner ersten Schweizer Saison fällt deutlich aus.
DieWelt.de.kultur.salzburg

Festspiele / Welterbe: Keine ernsthaften Einwände gegen Neutor-Tunnel
Von 19. bis 21. Juni waren die internationalen Schatzhüter von ICOMOS und UNESCO in Salzburg und haben sich, neben vielen anderen Projekten vom Priesterhausgarten bis zur Erweiterung von Schloss Arenberg auch die Erweiterungspläne für den Festspielbezirk angesehen. Die Festspiele haben nun grünes Licht bekommen.
DrehpunktKultur.at.festspielstadt

Aix en provence
Zauberflöte – Clément Cogitore inszeniert Mozart in Aix
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,23 Minuten)
deutschlandfunk.de.aixaudio

Klosterneuburg
In Klosterneuburg wird Oper „nicht zum Event“ (Bezahlartikel)
Operklosterneuburg-Intendant Peter Edelmann über das heurige Werk, Gott als das Licht und die Zukunft der Oper.
Kurier.at.klosterneuburg.samson

Gars
Madama Butterfly: Japan zu Gast in Gars
Die Oper Burg Gars führt in diesem Sommer auf eine Reise in den Fernen Osten. In seinem dritten Jahr als Intendant bringt Clemens Unterreiner ab 11. Juli „Madama Butterfly“ auf die Bühne der Burgruine und damit japanisches Flair ins Waldviertel.
https://noe.orf.at/magazin/stories/3357631/

München
Wie Asmik Grigorian die Lady Macbeth gibt (Bezahlartikel)
Superstar Asmik Grigorian ist die neue Münchner Lady Macbeth an der Bayerischen Staatsoper. Wie interpretiert sie die Rolle in Martin Kušejs düsterer Inszenierung?
SueddeutscheZeitung.de.ladymacbeth

Dirigent Petr Popelka im Interview: Vom Bass zum Boss
Vom Kontrabass an die Spitze der Opernwelt: Petr Popelka wird 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Im Interview verrät er, welches Repertoire er unbedingt dirigieren will. Und warum Kontrabassisten im Orchester die heimlichen Dirigenten sind.
BR-Klassik.de.aktuell

Bayreuth
150 Jahre Bayreuther Festspiele – Es rappelt im Karton
Verdrängen statt verarbeiten? Warum der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Bayreuther Festspiele auch im Jubiläumsjahr wieder ein Thema ist.
https://www.dw.com/de/150-jahre-bayreuther-festspiele-es-rappelt-im-karton/a-77758827

Leipzig
Musikstadt Leipzig schärft ihre Festivalstrategie bis 2039
https://kulturfreak.de/musikstadt-leipzig-schaerft-ihre-festivalstrategie-bis-2039

Essen
Sparkurs an Essener Bühnen: Drei Kröten sind in der Stadt (Bezahlartike)
Die fünf Sparten der Essener Bühnen stehen vor harten Sparmaßnahmen. Der Stadtrat hat eine Unternehmensberatung beauftragt, drei Szenarien zu entwerfen. Schlimmstenfalls droht dem Schauspiel die Schließung.
FrankfurterAllgemeine.net.essen

Madrid
Anna Netrebko muss wegen „Erschöpfung“ ein paar Wochen pausieren
Der „Trovatore“ in Madrid muss ohne die russisch-österreichische Starsopranistin auskommen
DerStandard.at.story

Tonträger
Album der Woche: Reinhard Goebel macht Mozarts „Gran Partita“ neu hörbar
NDR.de.Kultur

Links zu englischsprechigen Artikeln

München
Beyond the valley of the gods
The Bayerische Staatsoper’s Ring cycle scores another triumph with Tobias Kratzer’s take on Die Walküre.
https://parterre.com/2026/07/02/beyond-the-valley-of-the-gods/

Brett Dean, Of One Blood in Munich
https://operatoday.com/2026/07/brett-dean-of-one-blood-in-munich/

Potsdam
Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2026 Review: Cefalo e Procride
A Fashion-Show Pastoral Sweats & Shines in the Prussian Court
operawire.com.musikfestspiele

Aix-en-Provence
Extravagant minimalism
Ahead of his new production of Die Frau ohne Schatten, Barrie Kosky chats with Kevin Ng in Aix about pretty much everything — except the details of his new Frau.
https://parterre.com/2026/07/02/extravagant-minimalism/

London
Tristan und Isolde review – Wagner in concert performance sees Pappano and the LSO at their finest
Clay Hilley was a blistering Tristan and Sara Jakubiak – in her role debut – a persuasive Isolde with Pappano and the London Symphony Orchestra detailed and minutely balanced
TheGuardian.com.at

Amid a glut of Wagner, the LSO’s white-hot Tristan und Isolde stands out
A sizzling concert performance of the opera under the baton of Antonio Pappano electrified London’s Barbican
ft.com.content

Tristan und Isolde, LSO, Pappano, Barbican review – more impressive than profoundly moving
Turbocharged orchestra, sometimes too much so, various approaches from the singers
TheArtsdesk.com.isolde

Review: LA BOHÈME, Royal Ballet And Opera
Conductor Lorenzo Passerini makes Royal Opera debut with Puccini’s tale of love and anguish
https://www.broadwayworld.com/westend/article/Review-LA-BOHEME-Royal-Ballet-Opera-20260702

Leeds
Stephen Hough to lead relaunched Leeds piano competition
Free choice of repertoire and an increased upper age limit part of the changes in a competition that will emphasise individuality and imagination
TheGuardian.com.music, leeds.piano

Lismore
Blackwater Valley Opera Festival 2026 Review: Don Giovanni
Tom Creed’s No-Frills, No-Risk Production Brings Out the Fun in Mozart’s Masterpiece
https://operawire.com/blackwater-valley-opera-festival-2026-review-don-giovanni/

Feature
Q & A: Frederica von Stade on Performing in Ravinia with Susan Graham, Doing Masterclasses & the Performances she most Cherishes
operawire.com.federica

Rock/ Pop/Schlager

Hochzeit mit Showgirl. Sänger Al Bano sagt mit 83 Jahren noch einmal „Si“
Jahrzehntelang waren Al Bano Carrisi und seine Ehefrau Romina Power eines der beliebtesten Sängerduos Europas. Nach der Trennung des Paares im Jahr 1999 ging Al Bano eine Beziehung mit dem Showgirl Loredana Lecciso (53) ein, mit der er zwei Kinder hat. Jetzt will er im Alter von 83 Jahren wieder heiraten.
KronenZeitung.at.al.bano

Zweites Standbein: Billie Eilish & Co.: Pop-Ikonen als neue Filmstars
Ariana Grande machte es mit dem Kinohit „Wicked“ vor und ihrem Beispiel folgen immer mehr Sängerinnen – jetzt hat auch Billie Eilish ihre erste Hauptrolle ergattert https://www.krone.at/4203779

Wien
Nix wie weg vom Donauinselfest
Wenn Tausende Menschen gleichzeitig die Donauinsel verlassen wollen, wird es eng. Patrick Galehr kümmert sich darum, dass die Abreise mit der U-Bahn möglichst rasch abgewickelt wird.
https://www.diepresse.com/33959370/nix-wie-weg-vom-donauinselfest

Sprechtheater

Reichenau
Ironische Sex-Dates im „Reigen“ bei den Festspielen Reichenau
Alexandra Henkel und Dietmar König belassen das einstige Skandaldrama im historischen Setting – mit Therese Affolter, Stefan Jürgens, Markus Freistätter
DerStandard.at.story,reichenau

Reichenaus „Reigen“ mit ansprechenden Wahrheiten
Zweite Premiere in Reichenau: Das Burgtheaterpaar Alexandra Henkel und Dietmar König schärft Schnitzlers oft gespielten „Reigen“ mit gutem Resultat zum feministischen Kammerspiel. Therese Affolter steht an der Spitze des erfreulichen Ensembles.
https://www.krone.at/4205103

Grober „Reigen“ in Reichenau: Sex-Mimikry auf Schaumstoff (Bezahlartikel)
Die zweite Premiere des heurigen Festspiele Reichenau enttäuschte. Die „Reigen“-Inszenierung ist zu laut, und sie hat versucht, das Schnitzler-Drama mit Gedichten und Ensemble-Szenen anzureichern. Das musste scheitern.
DiePresse.com.schaumstoff

Arthur Schnitzlers „Reigen“ in Reichenau: Ringelpiez mit Anfassen (Bezahlartikel)
Alexandra Henkel und Dietmar König scheitern ziemlich unbeholfen am erotisch aufgeladenen Stafettenlauf
Kurier.at.reigen

Wenn der Kulissenschieber ganz oben den Ton angibt
Mit „Krieg und Frieden“ bringen die Festspiele Reichenau ab heute Leo Tolstois berühmten Roman an einen außergewöhnlichen Spielort: in das historische Südbahnhotel am Semmering. Regie führt Philipp Hauß.
https://www.krone.at/4203842

Haag
„Der Geizige“ in Haag: Große Komödienkunst mit Wind, Wasser und Nebel (Bezahlartikel)
Regisseur Leander Haußmann stellt zum zweiten Mal eine Molière-Komödie auf die Freilichtbühne beim Theatersommer Haag.
Kurier.at.dergeizige

Medien

ORF
„Kronzeugin“ im Visier. Causa Weißmann führte Ermittler ins Romantiklokal
Der unsanfte Fall von Ex-ORF-Boss Roland Weißmann beschäftigt seit geraumer Zeit Beamte des Landeskriminalamts. Gegen jene Mitarbeiterin, die ihn aufgrund von Vorwürfen über sexuelle Belästigung zum Rücktritt brachte, wird ermittelt. Sie steht unter Erpressungsverdacht. Die Gründlichkeit der Ermittler bringt immer mehr spannende Details ans Licht.
https://www.krone.at/4203773

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Unter’m Strich

Österreich
Porno-Witze, Rassismus
Grauslicher Chat-Skandal erschüttert Gewerkschaft
https://www.krone.at/4203600

Österreich
Üble Nachrede: Anwalt Manfred Ainedter gewinnt gegen Mann von Buwog-Richterin
Das Oberlandesgericht gab Grasser-Anwalt Manfred Ainedter Recht. Der Mann der Buwog-Richterin hat im Gerichtssaal gefilmt.
Kurier.at.ainedter

Bei der anstehenden Steuerreform zeigt sich, wer in der Koalition Koch und wer Kellner ist
Über Rente, Bürokratieabbau und Modernisierung herrscht erstaunlich grosse Einigkeit. Der Konflikt beginnt bei den Steuern und der Umverteilung. Der Koalitionsausschuss entscheidet damit nicht nur über Reformen, sondern auch über das Machtverhältnis zwischen Union und SPD.
Der andere Blick

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana war kein Zufall. Sie ist das fast zwangsläufige Resultat von Behördenversagen: Seit einem halben Jahr ermittelt die Walliser Staatsanwaltschaft. Ihre Einvernahmen offenbaren erschütternde Zustände in der Gemeinde und im Kanton, nicht nur beim Brandschutz.
Kommentar

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Unter‘ Strich

Sevilla
Ihm gefiel der Rahmen: Tourist fand wertvolles Gemälde am Straßenrand
Was für eine filmreife Geschichte aus dem sonnigen Sevilla: Ein Tourist entdeckte auf der Straße ein Gemälde und weil ihm der Rahmen gut gefiel, nahm er es kurzerhand mit. Erst zu Hause kam der Verdacht auf, dass das Bild wertvoll sein könnte …
https://www.krone.at/4205330

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 4. JULI 2026)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 4. JULI 2026)

Quelle: nlinemerker.com

Bayerische Staatsoper„OPER FÜR ALLE“ – Wann, wo, wie?

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Copyright: Bayerische Staatsoper

Im Rahmen von Oper für alle überträgt die Bayerische Staatsoper dieses Jahr Richard Wagners Die Walküre in der Inszenierung von Tobias Kratzer und unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski live aus dem Nationaltheater auf den neugestalteten Max-Joseph-Platz.

LIVEÜBERTRAGUNG „DIE WALKÜRE“
Samstag, 4. Juli 2026, 17 Uhr
Dauer: ca. 5 Stunden 10 Minuten mit zwei Pausen
Max-Joseph-Platz
Veranstaltungsbeginn: 15 Uhr
Übertragungsbeginn: 16.30 Uhr
Eintritt frei (keine Eintrittskarte erforderlich)
Empfohlen ab 14 Jahren

diesen Samstag ist es endlich wieder so weit: Zum 30. Jubiläum von Oper für alle verwandelt sich der Max-Joseph-Platz erneut in eine große Open-Air-Bühne und wird zum Schauplatz einer der Höhepunkte der Münchner Opernfestspiele.

Erleben Sie die audiovisuelle Live-Übertragung von Richard Wagners Die Walküre – dank des Global Partners BMW bei freiem Eintritt. Durch den Abend führt auch in diesem Jahr wieder Steven Gätjen. Wie bei Großveranstaltungen üblich gibt es einige organisatorische Hinweise, die wir für Sie in diesem Newsletter zusammengestellt haben.●

SÅMT & SØNDERS versorgt Sie mit Getränken und Snacks.
Das Mitbringen von Glasflaschen und Getränkedosen ist nicht erlaubt. Getränke in PET-Flaschen (max. 0,5l) dürfen mitgebracht werden.
Das Mitbringen von harten, sperrigen und gefährlichen Gegenständen (Regen- und Sonnenschirme, Kisten, Messer, Ketten, Waffen jeglicher Art, Fackeln, Feuerwerkskörper, Wunderkerzen usw.) ist nicht gestattet.
Das Mitbringen von jeglichem Mobiliar wie Klappstühle ist nicht erlaubt. Bitte nehmen Sie zum Sitzen eine Unterlage mit, die nicht dicker ist als 8 cm. Luftmatratzen oder ähnliche dicke Sitzgelegenheiten sind nicht erlaubt.
Hunde sind auf dem Veranstaltungsgelände nicht gestattet.
Es besteht ein grundsätzliches Radfahrverbot auf dem Veranstaltungsgelände. Auch das Mitführen von Fahrrädern und Kinderwagen ist nicht gestattet (hiervon ausgenommen sind Anwohner:innen).
Die Toiletten befinden sich außerhalb des Veranstaltungsgeländes in der Residenzstraße und Am Hofgraben.
Das Rondell des Max-Joseph-Platzes wurde umgestaltet – anstelle des Isarkiesels sitzen Sie nun auf Rasen- und Asphaltflächen.

WEITERE INFOS

Für alle, die am Samstag nicht vor Ort dabei sein können, wird die Vorstellung außerdem live auf Staatsoper.tv übertragen.

Zudem erwartet Sie am Dienstag, den 7. Juli 2026, die nächste Apollon Stufennacht mit Riviera Records.

„DIE WALKÜRE“ AUF STAATSOPER.TV

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ZUM KURZ-VIDEO

Sie sind während der Opernfestspiele nicht in München, möchten Richard Wagners Die Walküre aber dennoch nicht verpassen? Auf Staatsoper.tv können Sie die Aufführung per Livestream weltweit live mitverfolgen.
Wenn Sie sich schon vorab einen Eindruck von der Neuinszenierung verschaffen möchten, finden Sie auf Staatsoper.tv zahlreiche Videos sowie einen begleitenden Podcast. Außerdem steht die Diskussion des „Kritischen Trios“, die im Anschluss an die Premiere live auf BR Klassik ausgestrahlt wurde, als Video-on-Demand auf Staatsoper.tv zur Verfügung.

MEHR DAZU

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München/ Bayerische Staatsoper: Die Walküre: In den Trümmern der eigenen Familienwelt
Dr. Eric Alexander Hoffmann, Münchner Opernfestspiele, 1. Juli 2026

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Mit der „Walküre“ setzen Tobias Kratzer und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski an der Bayerischen Staatsoper ihren neuen Münchner Ring-Zyklus fort. Kratzer und sein Team erzählen die „Walküre“ als große Geschichte über Macht und Religion, über Sterblichkeit und Unsterblichkeit sowie über Heimat und Heimatverlust. Zentral ist dabei auch das Thema familiärer Zugehörigkeit.

Mehr noch als Siegmund und Sieglinde oder Wotan und Brünnhilde rücken dabei zwei Figuren in den Fokus, die sonst in der „Walküre“ eher nicht im Zentrum stehen: Fricka und Loge. Bereits im „Rheingold“ war Loge weit mehr als ein gewitzter, weit gereister Vermittler zwischen den Welten. In Kratzers Inszenierung fungierte er als eigentlicher Initiator des Rheingoldraubs. Er führte Alberich erst zum Rheingold zurück, nachdem dieser sich bereits enttäuscht von den Rheintöchtern abgewandt hatte. Er manipulierte die Verhandlungen mit den Riesen, versprach Lösungen, wo es keine gab, und hinterließ als wahrer Feuerteufel auf Wotans Reise nach Nibelheim eine Spur von Flammen und Verwüstung. Wo immer etwas aus den Fugen oder in Brand geriet, war Loge nicht weit. In der „Walküre“ tritt er zwar eigentlich nicht auf; am Ende wird jedoch deutlich, dass er gemeinsam mit der ebenfalls nicht ganz unschuldigen Fricka im Hintergrund ein teuflisches Spiel betrieben hat. Mehr noch: Kratzer scheint womöglich den gesamten „Ring“ von dieser zwielichtigen, mephistophelischen Figur her zu denken und zu inszenieren.

Rund zwanzig Jahre sind vergangen, seit die Götter am Ende des „Rheingolds“ in Walhall eingezogen sind. Damals zeigte Kratzer Walhall als gewaltigen goldenen Flügelaltar, als Schrein, in dem die Götter gleichsam zu Reliquien wurden. Zum Schluss betraten Männer und Frauen staunend und in tiefster Erschütterung die neu erstrahlende Kirche der Macht, verehrten die Götter und suchten Halt in einer wiederbelebten Religion.
In der „Walküre“ zeigt sich nun, dass dieses Projekt offenbar erfolgreich war. Im Haus Hundings, einer abgelegenen Jagdhütte im Wald, steht eine Miniaturausgabe jenes kitschig-goldenen Hoch- und Prunkaltars. Die Götter haben ihren Weg in die Häuser, Köpfe und Herzen der Menschen gefunden. Fricka wird als Göttin der Ehe und Treue verehrt; ihr werden Opfer dargebracht. Religiöse Ordnung und moralische Normen prägen und strukturieren das Leben der Menschen.

Überhaupt kreist die gesamte Inszenierung um die Frage nach Verbundenheit und Zugehörigkeit. Kratzer zeigt Figuren, die ihre Heimat verlieren. Siegmund und Sieglinde verlieren ihr Elternhaus. Wotan verliert eine Familie, die ihm offenbar näherstand als Walhall je sein konnte. Brünnhilde verliert ihren Vater und ihre bisherige Existenz als Walküre. Die Götter verlieren ihre Welt. Selbst Fricka gehört zu den Heimatlosen dieses Abends. Walhall war schließlich nicht nur Wotans Machtprojekt. Es war auch ihre Hoffnung auf Stabilität, auf mEhe, auf Familie. Doch Wotan ist nie dort; zu sehr liebt er den Wandel und Wechsel und will das Spiel darum nicht lassen. Während sie die Institution Ehe verteidigt, lebt ihr eigener Mann und Göttergatte längst außerhalb ihrer Regeln, hat Affären mit anderen Frauen oder mythischen Wesen und zeugt zu ihrer Demütigung und Schmach sogar Kinder mit ihnen.

Während die Götter dieselben nordisch-germanischen, historische Vorbilder zitierenden Kostüme tragen wie bereits im „Rheingold“, inklusive Schild und Flügelhelm, erscheinen alle anderen, nichtgöttlichen Protagonisten in normaler Alltagskleidung. Auch modisch scheinen die Götter zeitlos oder aus der Zeit gefallen.
Wie Wotans gemeinsames Leben mit seiner Wahlfamilie aussieht, zeigen zahlreiche filmische Rückblenden. Immer wieder fährt eine Cinemascope-Leinwand herab und zeigt in bewegenden Schwarz-Weiß-Bildern die unbeschwerte, glückliche Vergangenheit der Wälsungenfamilie. Wotan erscheint hier nicht als skrupelloser Machtstratege, nicht als kühl kalkulierender Vertragspolitiker und nicht als sorgenvoller Kriegsvorbereiter. Man sieht ihn vielmehr als Vater: bei gemeinsamen Jagden, in glücklichen Momenten im Wald, im Zusammenleben mit Siegmund und Sieglinde, im gemeinsamen Zimmer mit dem Stockbett der Zwillinge, in der Nähe der Geschwister und in der Geborgenheit einer glücklichen Familie. Dadurch wird etwas sichtbar, das Wagner zwar erzählt, aber selten so emotional erfahrbar macht: Auch in Wotans Leben hat es eine Phase des Familienglücks gegeben.

Gerade deshalb trifft die Zerstörung dieses Glücks, von dem Siegmund zu Beginn berichtet, umso härter. Das niedergebrannte Haus, die tote Mutter, die verschwundene Sieglinde – all das wird nicht nur episch von Siegmund erzählt, sondern filmisch gezeigt. Die spektakulären Rückblenden illustrieren den Text nicht, sondern erweitern ihn emotional. Sie schaffen einen Mehrwert, wie man ihn nur selten auf einer Opernbühne erlebt. Kratzer und dem Videoteam um Manuel Braun gelingt damit etwas, das bereits im Bayreuther „Tannhäuser“ überzeugte: Die Filmebene verdoppelt das Geschehen nicht, sondern erzählt etwas, das die Bühne allein nicht erzählen könnte.

Überhaupt zeichnet Kratzer seine Figuren bemerkenswert plastisch und präzise. Siegmund nähert sich zu Beginn wie ein Eindringling: schwarz gekleidet, mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, schleicht er ums Haus wie ein Verbrecher. Die Hütte im Wald ist Hundings Heim, eine Holzhütte auf einer Drehbühne, die ihre verschiedenen Seiten zeigen kann. Schon im Vorspiel tauchen passend zur Musik die Walküren auf und ziehen einen vermeintlich gefallenen Helden fort, der hier eher wie ein verunglückter Motorradfahrer aussieht. Wie in der gesamten Inszenierung erscheint die szenische Umsetzung eng mit Musik und Libretto abgestimmt; nichts geschieht ohne musikalische oder textliche Rückendeckung des Originals. Der Einfallsreichtum und die Fülle passender szenischer Lösungen, die Kratzer auch in dieser „Walküre“ findet, sind überwältigend. Hier stimmt bis ins kleinste Detail vieles zusammen, gerade auch dort, wo er vom Wagnerschen Original abweicht.
Passend zu seiner psychologisch motivierten und extrem differenzierten Personenführung zeigt Kratzer die anfängliche Zurückhaltung Sieglindes ebenso wie ihre zärtliche Annäherung an Siegmund. Zunächst ist ihre Skepsis gegenüber dem fremden Mann, der in dieser einsamen Waldhütte ums Haus schleicht, völlig nachvollziehbar. Doch schnell entwickelt sich zwischen beiden eine spürbare Anziehungskraft. Schon wenn Sieglinde Siegmunds Wunde versorgt und verbindet, nutzt sie jede Gelegenheit, ihm körperlich nahe zu sein. Das ist szenisch äußerst fein gelöst: Die zarten Bande, die sich zwischen beiden entwickeln, werden mit großer Genauigkeit sichtbar.

Wenn dann Hunding mit seinem Auto nach Hause kommt, legt er zunächst eine Widdergabe vor einer Gedenkstätte zu Ehren Frickas, der Göttin von Ehe und Treue, ab und betritt erst dann das Haus. Sofort wird verständlich, wie recht Sieglinde mit den Worten hat: „Nicht bringst du Unheil dahin, wo Unheil im Hause wohnt.“ Obwohl sich Siegmund zu Sieglinde stark hingezogen fühlt, möchte er zunächst, nachdem er Wasser erhalten hat und seine Wunde versorgt wurde, weiterziehen, weil er sie nicht in Schwierigkeiten bringen will. Erst als er durch ihre Worte erfährt, dass sie unglücklich ist, entscheidet er sich zu bleiben.
Hunding spürt das sofort; in Siegmunds Augen erkennt er denselben gleißenden Wurm, den er auch aus Sieglindes Blick kennt. Entsprechend unmittelbar sind die Aggressivität und Gewalt, die von Hunding ausgehen, ebenso wie Sieglindes Angst. Das Haus ist dabei nicht nur Heim, sondern auch Gefängnis. Hier herrschen strenge Regeln und religiöse Vorgaben; ein kitschig goldener Hoch- und Prunkaltar im Miniaturformat bildet das religiöse Zentrum der Wohnung. Er wird regelmäßig angebetet, was dem Ganzen beinahe sektenhafte Züge gibt. Zugleich zeigt Kratzer, dass sich tiefe Gläubigkeit und Gewalttätigkeit nicht ausschließen müssen. Zuhause und Bedrohung, Geborgenheit und Gewalt liegen hier dicht beieinander.
Wenn Siegmund dann erzählt, woher er kommt und warum er sich Wehwalt nennt, werden diese Erinnerungen nicht nur episch berichtet, sondern in herausragender Qualität filmisch gezeigt. Dadurch entsteht eine ganz andere emotionale Bindung nicht nur zu Siegmund,sondern auch zu Wotan, der hier in einer kurzen Lebensphase als glücklicher Familienvater zu sehen ist, bevor vermeintliche Feinde und Neidinge ihm das Heim nehmen, das Haus abbrennen und die Familie zerstören. Die Mutter ist tot, die Tochter Sieglinde spurlos verschwunden – all das wird parallel auf der filmischen Ebene sichtbar. Das ist sehr berührend.

Besonders klug ist auch die erste Intimität der beiden geschwisterlichen Liebenden angelegt. Sie beginnt mit Sieglindes Bericht über das Schwert Nothung, das ein Fremder einst bei der Hochzeit in den Stamm der Esche stieß und das sie ihm zeigen will. Die beiden gehen dann nach draußen zu einer Art kleinem Geräteschuppen, in dem Hunding seine ausrangierten Waffen deponiert. Sieglinde zeigt Siegmund diese Waffen, und die beiden kommen sich näher. Der erste Kuss geht dann von ihr aus; Siegmund ist so überwältigt, dass anschließend direkt die Winterstürme dem Wonnemond weichen. Doch nach ihrem Kuss läuft Sieglinde sofort ins Haus zurück – erschrocken über den eigenen Mut und zugleich von massiven Gewissensbissen geplagt. Die Inszenierung zeigt sehr genau, in welche moralischen Konflikte sie wegen ihrer Untreue gerät. Sieglinde ist hier keineswegs nur die große Liebende. Sie ist wie Hunding ein religiös stark geprägter Mensch, der unter der eigenen moralischen Verfehlung leidet. Nachdem sie sich Siegmund genähert und ihn auf den Mund geküsst hat, sucht sie zunächst den Schrein auf und betet. Die Schuldgefühle sind real. Frickas Moralkodex hat die Welt der Menschen längst durchdrungen, was auch eine plausible Motivation für Sieglindes Unglück im zweiten Aufzug darstellt.
Erst als Siegmund realisiert, wie sehr sie unter ihrem Glauben leidet, zieht er die Decke vom Tisch und legt sie über den Prunkaltar, sodass Sieglinde ihn nicht mehr sieht. Erst dann wird die weitere Annäherung möglich. Sie setzt sich auf den Tisch, zieht ihre Unterhose aus, er zieht ebenfalls die Hose herunter, und es kommt zu einem nur angedeuteten, sehr kurzen Geschlechtsakt. Auch dieses vorgezogene, frühzeitige „Blühen des Wälsungenblutes“ ist durch Text und Musik gedeckt und also nicht bloßer Gag, sondern aus dem Werk heraus entwickelt.

Erneut stark ist, wie Kratzer nach dem recht beiläufigen Vollzug des Liebesakts wieder filmische Rückblenden zeigt: Während Sieglinde auf dem Tisch liegt und Siegmund darunter auf dem Boden, sieht man parallel Wotan und seine Frau, wie sie die Kinder ins Stockbett bringen. Auch hier liegt Siegmund unten und Sieglinde oben. In dieser Spiegelung suchen und finden die Hände der beiden einander – ein sehr berührender, zärtlicher Moment.
Anschließend verlassen sie im Film das Zimmer und markieren ihre Zugehörigkeit durch ein Brandmal auf der Wade, gleichsam als eine Art Blutsbrüderschwesternschaft der Geschwister. Danach machen sie sich auf die Suche nach dem Schwert, das Wotan dem Sohn einst versprochen hat. Auf der Leinwand sieht man, wie Wotan dem jungen Siegmund das Schwert zeigt, das in einer Eschentruhe verborgen liegt.
Als Siegmund schließlich in der Gegenwart Nothung ergreift, zieht er es nicht aus einer Esche. Bei Kratzer findet er das Schwert unter anderen ausrangierten Waffen aus Hundings Arsenal. Hunding setzt längst auf Gewehre; die alte Waffe ist für ihn wertlos geworden. Für Siegmund jedoch ist sie von unschätzbarem Wert, weil er sie wiedererkennt: Es ist jene Waffe, die ihm sein Vater als Kind einst gezeigt hat. Auch das ist eine jener typischen Kratzer-Ideen, die nicht buchstabengetreu sind, dem Geist des Werkes aber mehr als gerecht werden. Diese Erinnerung ist emotional viel stärker als eine bloß werkgetreue Umsetzung; sie erzählt zugleich etwas über das vertrauensvolle Verhältnis von Vater und Sohn.
Kaum ist Siegmund im Besitz des Schwertes, läuft Sieglinde ins Haus zurück, um dort den Schrein zu zerstören – als Zeichen ihrer Emanzipation und ihres Aufbegehrens gegen Religiosität und die mit ihr verbundenen Moralvorstellungen. Gerade hier zeigt sich noch einmal die kluge innere Logik der Regie. Weil der Geschlechtsakt bereits vollzogen wurde, bevor sich die beiden endgültig als Bruder und Schwester erkennen, liegt hier zwar ein Ehebruch vor, aber kein Inzest. Gut möglich, dass Kratzer diese Verschiebung bewusst gewählt hat, weil Sieglinde aus ihrer religiösen Prägung heraus zu diesem inzestuösen Schritt womöglich gar nicht bereit gewesen wäre. Untreue erscheint hier als der kleinere, wenn auch für Sieglinde noch immer schwerwiegende Verstoß.
Statt das Wälsungenblut ausgiebig blühen zu lassen, verlassen Siegmund und Sieglinde fluchtartig diesen gefährlichen Ort im Wald. Das Fluchtauto trägt das Kennzeichen „WRW W
1870“ – ein augenzwinkernder Hinweis des Regisseurs, der auf den Namen Wilhelm Richard Wagner und das Uraufführungsjahr der „Walküre“ am Bayerischen Nationaltheater anspielt.

Im zweiten Aufzug setzt die Inszenierung genau an dem Ort wieder ein, an dem der erste endete: bei der Jagdhütte; im Hintergrun ist das Waffenarsenal zu sehen. Wotan betritt als Erster die Bühne, inspiziert Haus und Arsenal und kann sein Glück kaum fassen: Das von ihm vor einigen Jahren dort für Siegmund deponierte Schwert hat sein Sohn tatsächlich gefunden. Wotan ist außer sich vor Freude über den Erfolg seines über viele Jahre strategisch verfolgten Plans. Doch diese Freude währt nicht lange, denn Fricka naht und stellt ihn zur Rede.
Sie trägt den Widder ins Haus und beginnt, ihn auszunehmen. Wotan gerät immer mehr in Erklärungsnot, als er ihr seine Strategie und seinen Plan zu erläutern versucht. Seit Erdas Weissagung verfolgt er zwei Ziele: den Aufbau eines Heeres gefallener Helden in Walhall und die Schaffung eines freien Helden, der ihm den Ring zurückholen soll. Doch Fricka, die Wotan mit Argusaugen beobachtet und ihm auf Schritt und Tritt folgt, kann mühelos nachweisen, dass Siegmund zu keiner Zeit ohne göttlichen Schutz war. Die filmischen Rückblenden bestätigen dies noch einmal: Sie zeigen die gemeinsame Kindheit, das Schwert, das Wotan dem Sohn zeigt, und all die Momente, in denen er ihn begleitet, beeinflusst und eben gerade nicht in die Freiheit entlässt. Wotans Argumentation bricht in sich zusammen.
Fricka, mit Blut an den Händen, triumphiert. Wotans über viele Jahre verfolgtes Projekt der Züchtung eines freien Helden ist gescheitert. Seine Aussage, er sei der Unfreieste von allen und der Traurigste von allen, bekommt dadurch eine zutiefst menschliche Dimension, weil er nicht nur als Stratege, sondern auch als liebevoller Vater scheitert. Schließlich muss auch er sein paradoxes Vorhaben erkennen und aufgeben: Knechte erknete er sich nur und den Freien könne er nicht wollen.
Fricka zwingt Wotan am Ende der für ihn schmachvollen Auseinandersetzung, auf das Herz des ausgeweideten Widders zu schwören, Siegmund im Kampf mit Hunding nicht zu schützen. Wotan stimmt widerwillig zu. Als Brünnhilde zu ihm kommt, um sich den letzten Marschbefehl abzuholen, geht die Szene fließend in ein anderes Bühnenbild über – fast ein Parsifal-Moment, in dem die Zeit zum Raum wird. Die beiden schreiten kaum, und doch verlassen sie Hundings Heim und gelangen zu einer Waldlichtung, auf der eine Miniaturausgabe von Walhall zu sehen ist, also jener im „Rheingold“ restaurierten Kirche der zu verteidigenden und zu erstrebenden Weltmacht.
Hier erklärt Wotan Brünnhilde sein Dilemma und befiehlt ihr schweren Herzens, unter Androhung von Strafe, seinen geänderten Befehl zu befolgen und nicht für Siegmund, sondern für Hunding zu streiten. Wotans deutlich formulierter Wunsch nach dem Ende ist auch menschlich verständlich. Er ist als Gott mächtig und unsterblich, aber eben nicht allmächtig. Gerade seine Unsterblichkeit wird zum Problem, denn er kann seinem Leben selbst kein Ende setzen. Diese Souveränität über das eigene Ende fehlt dem Gott. Kratzer zeigt das auf der Bühne unmittelbar: Wotan versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden, versucht, sich mit dem Messer umzubringen – vergeblich. Brünnhilde probiert es ebenfalls, überrascht von ihrer eigenen Unverletzlichkeit und Unsterblichkeit.
Schweren Herzens begibt sich die Walküre zurück an den Ort des Kampfes. Siegmund und Sieglinde sind inzwischen mit ihrem Fluchtauto mit einer Panne liegen geblieben – ausgerechnet an der Stelle, an der die Grundrisse der abgebrannten Wohnung ihrer Kindheit noch zu erkennen sind. Auch filmisch entstehen hier noch einmal starke Bilder, die zeigen, wie unbeschwert und glücklich die Familie einst war.
Der Kampf selbst ist ungleich, auch weil Hunding mit dem Gewehr auf Siegmund schießt. Doch Siegmund hält sich zunächst tapfer, bis Wotan mit seinem Speer eingreift und Siegmunds Schwert zerstört. Siegmund wird von Hunding erschossen – vor den Augen Frickas, die mit ihren göttlichen Verwandten ebenfalls anwesend ist. Als Siegmund stirbt, gibt es noch einmal einen kurzen Moment der Kontaktaufnahme zwischen Sohn und Vater.
Auch Sieglinde befindet sich in diesem Moment im niedergebrannten Haus. Hunding kniet danach zunächst vor Wotan nieder und anschließend auch vor Fricka, sichtlich ungläubig darüber, dass die Götter, die er bislang nur in seinem Prunkaltar angebetet hat, nun plötzlich in voller Pracht real vor ihm stehen. Doch auch diese Freude währt nicht lange, denn Wotan stößt ihm seinen Speer in den Rücken; Hunding stirbt ebenfalls. Zumindest Fricka macht zum Ende des zweiten Aufzugs einen recht zufriedenen Eindruck.

Musikalisch bewegt sich der Abend auf beeindruckend hohem Niveau. Bemerkenswert ist, dass mit Nicholas Brownlee als Wotan, Joachim Bäckström als Siegmund, Irene Roberts als Sieglinde und Miina-Liisa Värelä als Brünnhilde mehrere zentrale Partien von Sängerinnen und Sängern übernommen werden, die sich diesen Rollen noch vergleichsweise früh nähern.
Besonders spannend ist die Besetzung von Irene Roberts als Sieglinde. Als Mezzosopranistin gestaltet sie diese Zwischenfach-Partie mit einer tiefen Grundierung, die der Figur besondere Stabilität und Menschlichkeit verleiht. Man versteht jedes Wort, und gerade durch die dunklere Klangfarbe entsteht eine sehr schöne, innige Wirkung. Joachim Bäckström wiederum ist als Siegmund in seinem beeindruckenden Rollendebüt eine frische Stimme und eindrucksvolle Erscheinung. Sein Wälse-Ruf gelingt kraftvoll, und auch „Wälsungenblut“ sowie den Rest seiner anspruchsvollen Partie trägt er mit lyrischer Schönheit, heldischem Atem und großer Textverständlichkeit vor.
Mit Ain Anger steht zudem ein Hunding auf der Bühne, der stimmlich wie darstellerisch große Autorität besitzt. Seine Präsenz macht unmittelbar verständlich, warum Sieglindes Ehe so unglücklich ist und Siegmunds Situation als Gefangener zunächst so aussichtslos erscheint.
Im Zentrum des Abends steht dennoch Nicholas Brownlee in seinem glanzvollen Rollendebüt als Wotan. Bereits im „Rheingold“ hatte er ein bemerkenswertes Rollendebüt gegeben; in der „Walküre“ geht er nun noch einmal einen großen Schritt weiter. Mit gewaltiger stimmlicher Präsenz, bemerkenswerter Textverständlichkeit und großer emotionaler Durchdringung gestaltet er eine Figur, die gleichermaßen Herrscher, Stratege und Familienvater ist. Brownlee gehört für mich schon jetzt zu den faszinierendsten Wotan-Interpreten seiner Generation.
Als Brünnhilde überzeugt Miina-Liisa Värelä mit einem deutlich lyrischeren Zugang zur Partie, als man ihn häufig hört. Gerade dadurch passt sie hervorragend zu Kratzers Lesart. Diese Brünnhilde ist zunächst keine Monumentalfigur, sondern vor allem junge Kriegerin und Funktionsträgerin im System Wotan. Erst im Verlauf des Abends gewinnt sie Mitgefühl und psychologische Eigenständigkeit, insbesondere nach ihrer einschneidenden Begegnung mit Siegmund. Als sie ihn einlädt, ihr nach Walhall zu folgen, lehnt er ab: Ein ewiges Leben ohne Sieglinde interessiert ihn nicht. Gerade diese kompromisslose Liebe verändert Brünnhilde.
Erst die Begegnung mit Siegmund und die Erkenntnis, dass Liebe stärker sein kann als die Angst vor dem Tod, wandeln sie.
Besonders stark ist, wie Kratzer ihre Verwandlung sichtbar macht: Nachdem Wotan ihr im Finale des dritten Aufzugs die Göttlichkeit weggeküsst hat, wird sie verletzlich; ein kleiner Schnitt genügt, und Blut tritt hervor – die Kriegerin wird verletzlich, die Unsterbliche sterblich, die Walküre zur Frau.
Nicht minder beeindruckend präsentiert sich Ekaterina Gubanova als Fricka, das heimliche und diabolische Machtzentrum der Inszenierung. Darstellerisch wie stimmlich verteidigt sie ihre Position mit einer Konsequenz und Überzeugungskraft, die ihre Argumente stärker erscheinen lässt als Wotans. Ihre Fricka ist keine kleinbürgerlich-spießige Karikatur, sondern eine glamouröse Erscheinung und eine ernstzunehmende Gegnerin mit guten und rationalen Argumenten.
Der dritte Aufzug hält einige der spektakulärsten Bilder und überwältigendsten Einfälle bereit, die ich je auf einer Opernbühne gesehen habe. Bereits der filmisch gezeigte
Walkürenritt ist spektakulär: Die Walküren preschen im wilden Galopp durch Hofgarten und Englischen Garten, während über ihnen ein Hubschrauber kreist, aus dem heraus Claudia Mahnke als Walküre per Funk Anweisungen erteilt. Was für ein Bild! Natürlich denkt man unweigerlich an „Apocalypse Now“. Doch Kratzer bleibt nicht bei diesem Zitat stehen. Die Walküren sammeln im Eisbach Ertrunkene oder im Münchner Verkehr Verunglückte ein und bringen sie statt nach Walhall direkt in den Königssaal des Nationaltheaters, wo sie gereinigt, präpariert, mit magischen Stirnplaketten versehen, mit Uniform und Ausrüstungausgestattet und als Teil von Wotans Zombie-Armee wiederbelebt werden.
Sieglinde, die werdende Mutter, wird nach ihrer Rettung durch Brünnhilde für ihre Flucht präpariert. Sie erhält als Dreingabe die Nothung-Fragmente, von denen Brünnhilde schon jetzt weiß, dass diese einst von Sieglindes noch ungeborenem Sohn neu geschmiedet werden und dass dieses Schwert ihn zum Sieg führen wird. Deshalb soll der Name des Helden Siegfried lauten.

Zusätzlich bekommt sie neue Kleidung, die einem der Verunglückten gehörte: weiße Sneaker, einen dunklen Jogger und eine blaue Adidas-Trainingsjacke. Es würde mich nicht überraschen, wenn im nächsten Teil der junge Siegfried genau diese Sachen tragen wird. Für Wotan ist das am Ende ein wahrhaft bitterer Tag. Nicht nur scheitert sein großes Lebensprojekt, die Schaffung eines freien, von den Göttern unabhängigen Helden; er verliert auch noch seinen Sohn, mit dem er über viele Jahre in glücklicher Nähe gelebt hat. Und als wäre das nicht schon genug, muss er am selben Tag auch noch seine Tochter, seine Wunschmaid, seine „lachende Lust seines Auges“, verlieren: Brünnhilde, die er aufgrund der Missachtung seines Befehls und ihres Ungehorsams verstoßen muss. So ist das als Walküre. Wunschmaid hin oder her. Strafe muss sein. Die Bestrafung Brünnhildes verliert in ihrer hier gezeigten unpathetischen Beiläufigkeit etwas von ihrer Intimität, weil Wotan und Brünnhilde weiterhin mit der Ausstattung der Zombie-Soldaten beschäftigt sind und sich um die Kriegstüchtigkeit der Götter kümmern. mImmerhin gelingt es Brünnhilde, die Bedingungen ihrer Bestrafung und damit ihre weitere Zukunft aktiv mitzugestalten. Das drohende Schicksal, irgendeinem herrischen Mann ausgeliefert zu werden, kann sie gerade noch abwenden; sie überzeugt Wotan davon, sie  auf einem Felsen mit einem Feuerring zu umgeben, den nur derjenige durchschreitet, der das Fürchten nicht kennt. Weil nur Siegfried diese Bedingung erfüllen wird, legt sie bereits jetzt fest, wer sie einst vom Felsen retten wird. Das ist einer der erstaunlichsten Einfälle der gesamten Ring-Dichtung. Denn jener Siegfried, auf den Brünnhilde hier hofft, ist zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht einmal geboren. Die Zeugung liegt allenfalls wenige Stunden zurück. Und doch erkennt Brünnhilde bereits die Möglichkeit einer gemeinsamen Zukunft, die sonst niemand sieht. Nicht umsonst gilt sie nach Erda als die weiseste aller Frauen; zumindest hat sie von ihrer Mutter die Gabe des visionären Sehens geerbt.
Wotans Abschied von seiner Lieblingstochter trifft dann mit voller Wucht, auch wenn Kratzer erneut mit ironischen Brechungen arbeitet. Der Felsen, auf dem sie später schlafen soll, ist
hier nämlich keine heroische Naturkulisse, sondern eine schlichte Matratze. Die degradierte Göttin wird künftig ein bescheideneres Leben führen müssen; ihr Pomp und Prunk als Wotans Kind sind dahin, ihr Status ist verloren.
Dann folgt das furiose Finale. Loge erscheint. Außerplanmäßig. Nicht mit einem gewaltigen Feuerzauber, sondern ebenfalls beinahe beiläufig mit einem kleinen, schlichten Teelicht, das er neben Brünnhildes Bettlager stellt. Gleichzeitig ist auf der Leinwand noch einmal das brennende Haus der Wälsungen zu sehen. Und plötzlich fügt sich alles zusammen. Offenbar waren es nicht irgendwelche Feinde oder Neidinge, die das Haus in Brand gesetzt und das Heim der glücklichen Familie zerstört haben. Es waren die Rache nehmende und Vergeltung übende Fricka und der Zündler Loge: Fricka, die Wotans Untreue und zweite Familie niemals akzeptieren konnte, und Loge, der große Brandstifter dieses Rings. Diese Interpretation ist so zwingend logisch und aus den Figuren abgeleitet, dass sie zugleich überrascht und überwältigt.
Mit einem Schlag ergeben die filmischen Rückblenden, Frickas blutbeschmierte Hände, ihre Anwesenheit bei Siegmunds Tod, die Ruinen auf der Bühne, die wiederkehrenden Feuerbilder und Loges Rolle im „Rheingold“ einen Zusammenhang. Was zuvor wie einzelne Regieeinfälle wirkte, fügt sich zum Schluss zu einer großen, kohärenten Erzählung. Gerade deshalb wirkt der Schluss so überwältigend. Nicht der Eindruck eines bloßen Regieeinfalls bleibt zurück, sondern der einer Deutung, die schon lange, seit 156 Jahren im Werk angelegt gewesen sein könnte und erst jetzt durch Kratzer und sein Team kongenial freigelegt wird.

Vielleicht traf mich Kratzers „Tannhäuser“ in Bayreuth emotional noch unmittelbarer. Doch in dramaturgischer Klugheit, Konsequenz sowie Gedanken- und Einfallsreichtum bewegt sich diese „Walküre“ auf ähnlich beeindruckendem Niveau. Diese „Walküre“ ist ein kleines Theaterwunder, eine dauerbeglückende Sternstunde und ganz großes Regiekino. Und über all dem steht das Bayerische Staatsorchester unter Vladimir Jurowski. Wagner scheint hier tatsächlich Teil der DNA des Hauses zu sein. Die vereinzelt geäußerten Vorwürfe, das Orchester sei zu laut und decke die Sänger zu, bestätigen sich für mich nicht. Im Gegenteil: Was unter Jurowski zu hören ist, wirkt zurückgenommen, zart, fein und lyrisch, mit großen spätromantischen Bögen. Das ist eine absolut bewegende Interpretation, die von sehr unterschiedlichen Tempi lebt – mal dynamisch, mal getragen, ganz so, wie es die jeweilige Szene verlangt. Die großen Bögen bleiben stets hörbar, die einzelnen Leitmotive klar herauspräpariert, die Transparenz der Partitur ebenso. Gleichzeitig können sich die Sänger über weite Strecken frei entfalten, ohne gegen das Orchester ankämpfen zu
müssen.
Zurück bleibt eine triumphierende Fricka. Und ein am Boden zerstörter Wotan: einsam, traurig und des Lebens müde – verloren in den Trümmern der eigenen Familienwelt

Dr. Eric Alexander Hoffmann

Zur Erinnerung/Einstimmung: Premiere „Das Rheingold (Juli 2025

Tobias Kratzer inszeniert zum Auftakt seiner “Ring”-Tetralogie an der Bayerischen Staatsoper im Rahmen der Münchner Opernfestspiele ein quicklebendiges, göttliches und durch und durch magisches „Rheingold”.

“Gott ist tot” und “No gods, no sins” ist schon vor Beginn in gesprayter Neonfarbe auf Plakaten zur “Rheingold”-Inszenierung von Kratzer zu lesen, auf denen in nordisch-germanischen, historischen Originalkostümen die nicht ganz so heiligen Mitglieder der göttlichen Familie porträtiert sind. Ein Zeichen von Respekt gegenüber den Göttern sind diese grellen Überschreibungen und plakativen Schmierereien jedenfalls nicht. Schon hier zeichnet sich ein Konflikt zwischen einer heutigen Jugend und einer Welt ohne Gott und den alten überkommenen Göttern ab, die wie aus der Zeit gefallen zu sein scheinen und an die wir modernen Menschen längst nicht mehr glauben.
Wir sind vom Glauben abgefallen und glauben ja überwiegend nur noch an die Macht des Konsums, womit wir schon mittendrin sind in der Kapitalismuskritik und in einem Stück, das die ursprüngliche Geschichte von den Ursünden der Welt erzählt, von Verletzung, Ausbeutung, Schändung und Zerstörung der Natur zwecks Akkumulierung von Macht und Kapital im Tausch mit und durch Verzicht auf Liebe.

Tobias Kratzer
nimmt zum Auftakt der Ring-Inszenierung die These der Existenz eines unsterblichen Gottes ernst und startet mit seiner über weite Strecken düsteren und doch zugleich von Anfang an magischen “Rheingold”-Inszenierung eine große postmarxistische Erzählung und postreligiöse Kampagne gegen Gottlosigkeit. Immer verbunden mit der Gefahr, dass die Menschen an die falschen Götter glauben und den falschen Propheten folgen.

Richard Wagners modernes, kapitalismuskritisches Märchen beginnt wie aus dem Nichts, musikalisch an der Grenze der Hörbarkeit, und, wie es sich für Märchen gehört, mit einem Es, sogar einem Kontra-Es. In Kratzers Inszenierung beginnt das Orchester zudem bei tiefster Dunkelheit. Erst nach und nach wird es Licht: die Geburt einer Inszenierung und Welt aus dem Geist und Nichts der Musik. Ein erster magischer Moment.
Auf der Bühne sind wir dann direkt konfrontiert mit der Trostlosigkeit und der metaphysischen Obdachlosigkeit des Seins im Hier und Jetzt: Alberich (darstellerisch und sängerisch überragend: Martin Winkler) ist mit Camouflage-Bermudas und Slipknot-Hoodie und mit Glatzeein moderner Mann und Außenseiter auf verlorenem Posten. Gerade noch hat er auf die verlassene Kirchenmauer das an Nietzsche gemahnende Diktum “Gott ist tot” gesprayt und sich eine Pistole an den Kopf gehalten, als er bei seinem halbherzigen Suizid-Versuch von drei Teenagern gestört wird, die zwar ganz und gar irdische Wesen sind, aber dennoch über magische Kräfte verfügen. Sie können sich etwa – hexhex – jünger, älter oder sogar unsichtbar machen. Sogar ihre Gestalt können sie ändern, eine von ihnen verwandelt sich etwa in eine Zicke. Nur mit Hilfe dieser magischen Kräfte gelingt es ihnen, den deutlich älteren und stärkeren Alberich auf Abstand zu halten. Alberich wird sich später bei der Konstruktion des Tarnhelms an diese Begegnung erinnern und wird sich von diesen Kräften inspirieren lassen….

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Wien/ Ehrbar-Saal

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Valon Imeri © Viktor Andriichenko

Liebes Publikum!
Manchmal braucht es keine Reise, um den Sommer neu zu entdecken. Ein paar Takte Musik genügen.

Am kommenden Samstag werde ich oft an Italien denken müssen. An die Wärme des Südens, an lange Abende, an Gespräche, die nie zu enden scheinen, an die Leichtigkeit, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, um einfach zuzuhören.

Mit der „Serata Italiana“ bringt das Artpassion Orchester die Musik Antonio Vivaldis zu mir. Aufgeführt in meinem eigenen Klang, unter meiner eigenen Decke, zwischen meinen eigenen alten Wänden. Ich frage mich manchmal, ob die Musiker:innen wissen, wie sehr ich mich darauf verlasse, dass sie mir diese Wärme zurückbringen. Nicht als Gäste. Eher als jene, die mich für einen Abend wieder atmen lassen.

Vielleicht ist es das, was mich an diesem Abend berühren wird: Für ein paar Stunden bin ich nicht nur ein Saal, sondern ein Ort, an dem sich Menschen und Musik wieder finden. Kein Italien, das man ansteuern müsste. Nur ein Abend an dem der Süden zu mir kommt – mitten in Wien, mitten in meinem eigenen Sommer.

Herzlichst, Ihr
Ehrbar Saal

06.07.2026 | 19:30 Uhr | Ehrbar Saal
The Concerto Camp 2026 – Opening Concert
PAUL GULDA • ALLAN PING • BOZSODI QUARTETT

07.07.2026 | 18:30 Uhr | Kleiner Ehrbar Saal
AMADEUS CONCERTS VIENNA IM EHRBAR SAAL–
WIENS VERSTECKTE PERLE

08.07.2026 | 19:00 Uhr | Ehrbar Saal
Lieven Piano Foundation
AVERY GAGLIANO & CLAYTON STEPHENSON

10.07.2026 | 18:30 Uhr | Kleiner Ehrbar Saal
AMADEUS CONCERTS VIENNA IM EHRBAR SAAL–
WIENS VERSTECKTE PERLE

11.07.2026 | 19:15 Uhr | Ehrbar Saal
Artpassion Orchester Wien
ANTONIO VIVALDI – SERATA ITALIANA

12.07.2026 | 15:00 Uhr | Ehrbar Saal
Vienna Summer Music Festival
Orchester-Meisterwerke II
MENDELSSOHN, STRAUSS, STRAWINSKY, MOZART

Valon Imeri © Viktor Andriichenko

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