DIE SAMSTAG-PRESSE – 5. SEPTEMBER 2026

DIE SAMSTAG-PRESSE – 5. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque, Bruno de Sá © Bayreuth.media

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 5. SEPTEMBER 2026

Bayreuth
Sopranist Bruno de Sá: Der Mann mit der hohen Stimme
Wer ihn einmal gehört hat, staunt über die Höhe, die er mit seiner Stimme erreicht. Countertenor? Nein, Sopran! Bruno de Sás Karriere begann beim Festival Bayreuth Baroque als Einspringer – jetzt gehört er dort zu den Stars. Ein Porträt. „Ein Countertenor entwickelt das hohe Register, das Falsetto, aus der Tenor- oder Bariton-Stimme heraus, um dann wie ein Alt oder Mezzosopran zu klingen“, erklärt Bruno de Sá. Die Bandbreite im Countertenorfach sei sehr groß – und so würden die männlichen Sopranstimmen manchmal irrtümlicherweise hinzugerechnet. „Das ist aber nicht richtig. Ein männlicher Sopran ist ein Mann mit einer tatsächlichen Sopranstimme. Das heißt nicht, dass das besser oder schlechter ist, es ist einfach anders.“
BR-Klassik.de

Wien
Eine Nymphe auf dem Weg nach oben im Theater an der Wien
Das Opernhaus startet barock in die neue Saison: Intendant Stefan Herheim verschafft Francesco Cavallis Nymphe Calisto einen großen Auftritt. Das Schicksal meint es nicht gut mit der Nymphe Calisto: Erst wird sie in Ovids Metamorphosen vom Obergott Jupiter verführt, der sich – ausgerechnet! – als keusche Diana verkleidet. Dann taucht die Gattin des treulosen Lumpi auf und lässt ihrer Wut zielgenau an der falschen Adresse freien Lauf: Statt ihren wankelmütigen Gemahl zu strafen, verwandelt sie den schuldlosen Naturgeist in einen hässlichen Bären. Glück im Unglück, dass Jupiter daraufhin Mitleid mit dem vormaligen Ziel seiner Begierde empfindet. Er entrückt Calisto in den Sternenhimmel und lässt sie dort als Großen Bären funkeln.
DerStandard.at

Linz
Brucknerfest Linz: Große Namen, große Klänge
Musikherbst. Das Brucknerfest Linz bringt von 13. bis 30. September Künstlerinnen und Künstler von Rang in die ganze Stadt, ins Brucknerhaus Linz und in den Alten Dom ebenso wie in die Skaterhalle.
DiePresse.com

Grafenegg
Grafenegg: Mahlers Naturlaut liegt Tugan Sokhiev mehr als Mozarts Sturm und Drang
Die Wiener Philharmoniker unter Tugan Sokhiev mit Mozarts früher g-Moll-Symphonie und Mahlers Erster: ein unausgeglichener Tournee-Auftakt.
DiePresse.com

Eisenstadt
Herbstgold 2026: Weltstars der Klassik kommen nach Eisenstadt
Von 16. bis 26. September 2026 wird Schloss Esterházy erneut zum Zentrum internationaler Musikkultur. Unter dem Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ bringt das Herbstgold Festival renommierte Orchester und Solisten nach Eisenstadt.
news.at

Bad Ischl
Lehár Festival: Operette sorgt für zweitbeste Saison
Musik, Leidenschaft und große Gefühle: Das Lehár Festival in Bad Ischl hat das Genre Operette modernisiert. Die Saison 2026, die nun zu Ende gegangen ist, bestätigt diesen Kurs: Bei den Kartenverkäufen blickt man heuer trotz Hitzesommers auf die zweitbeste Saison der Festivalgeschichte zurück.
krone.at

Mürzzuschlag
Musik, Oper und Erinnerung beim Festival „Brücken 2026“
Vom 18. September bis 4. Oktober findet in Mürzzuschlag, Kindberg und Neuberg wieder das Festival „brücken 2026“ statt. Auf dem Programm stehen Konzerte, eine Oper, ein Musikprojekt im Landeskrankenhaus sowie Veranstaltungen zur Erinnerungskultur und zur Arbeit der Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.
meinbezirk.at

Düsseldorf
Statische Mängel im Bühnenturm: Saisonauftakt im Opernhaus Düsseldorf kann nicht wie geplant stattfinden
Es entfallen das für Sonntag, 13. September, geplante Theaterfest zur Spielzeiteröffnung sowie mindestens acht Vorstellungen, darunter die gesamte Vorstellungsserie von Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“. Der im Rahmenprogramm des Theaterfestes angekündigte Kostümverkauf im Opernfoyer findet indes von 12 bis 17 Uhr statt. Darüber hinaus kommt es noch zu weiteren Änderungen im Spielplan. Die für Sonntag, 11. Oktober 2026, angesetzte Premiere von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“, muss verschoben werden.
operamrhein.de

Saisonstart an Oper Düsseldorf fällt aus – technische Mängel
Die Deutsche Oper am Rhein erlebt kurz vor Saisonbeginn einen herben Rückschlag. Statische Mängel am Bühnenturm gefährden den Spielbetrieb und reißen Lücken in den Spielplan. Wegen statischer Mängel im Bühnenbereich muss der Saisonauftakt im Düsseldorfer Opernhaus um mehrere Wochen verschoben werden. Mehrere Vorstellungen fallen aus oder werden verlegt, wie die Stadt Düsseldorf und die Deutsche Oper am Rhein mitteilten.
duesseldorf.t-online.de

Leipzig
Trotz Grenzverletzungs-Vorwurf:  Bachfest Leipzig hält an Gardiner fest
Nach einem umstrittenen Vorfall beim Bachfest Leipzig 2026 und einer Strafanzeige wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung stand die Einladung von Dirigent John Eliot Gardiner für nächstes Jahr auf der Kippe. Nun hat die Festivalleitung entschieden: Gardiner soll das Abschlusskonzert im Juni 2027 dirigieren.
BR-Klassik.de

CD/Blu Ray-Besprechung
Hörenswerte Wiederentdeckung – Arthur Foote und seine Werke für Cello
Das europäische Dünkelprinzip in der klassischen Musik ist zäh. Wer im neunzehnten Jahrhundert etwas auf sich hielt, musste nach Leipzig, Paris oder Berlin, um das Handwerk der Kontrapunkte und der orchestralen Architektur zu erlernen. Wer in Amerika blieb, galt auf dem alten Kontinent schnell als musikalischer Autodidakt zweiten Ranges.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

Wien
Wien erklingt: 44. Österreichisches Blasmusikfest 2026 am Samstag in der Innenstadt
Am Samstag, dem 5. September 2026, wird Wien erneut zur Blasmusikhauptstadt Österreichs: Mehr als 900 Musiker*innen aus ganz Österreich, Südtirol und Deutschland verwandeln die Innenstadt in eine Bühne für gelebte Musikkultur und farbenprächtige Trachten.
presse.wien.gv.at

Bücher
Gattung Oper: Was die Musik erzählt
Vom Singen, Hören und Mitgehen in der Oper: Reinhard Strohm legt ein exzellentes Buch über europäisches Musiktheater vom Barock bis zur Romantik vor.
FrankfurterAllgemeine.net

Links zu englischsprachigen Artikeln

Musikfest Bremen 2026 Review: Schicksalslied & Lobgesang
operawire.com

London
Berlin Philharmonic / Petrenko / Hadelich review – flawless musical beauty
TheGuardian.com

BBC Proms: Berlin Philharmonic, Petrenko review – fabulously detailed Elgar and Tchaikovsky
Dynamic and sonic perfection in two masterpieces
theartsdesk.com

Kirill Petrenko and the Berlin Phil demonstrate their world-class status at the BBC Proms
bachtrack.com/de

Kirill Petrenko’s Berlin Philharmonic glows at the BBC Proms — review (Subscription required)
The two concerts comprised sensitively delivered classics and lesser-known orchestral works, with a performance of unexpected intimacy from violinist Augustin Hadelich
ft.com

Et tu, Brute? A pocket-sized Giulio Cesare graces London’s East End
bachtrack.com/de

The Gesualdo Six/Colin Currie Group review – surely the year’s most atmospheric Prom
TheGuardian.com

San Francisco
All-American girl
A new English translation of Puccini’s La fanciulla del West gallops into a high school in Pacifica with as much grit and gumption as its titular frontierswoman.
parterre.com

Feature
Inside Kirill Petrenko (Video)
The shy and retiring chief conductor of the Berlin Philharmonic Orchestra has allowed a film-maker to produce a bio-doc with people whp have known him every step of the way – from the remote wastes of Omsk to the summit of Berlin
slippedisc.com

Recordings
Opera Album Review: Stenhammar’s “Tirfing” Emerges as a Scandinavian Wagnerian Treasure
artsfuse.org

The Excursions of Mr Brouček review – Rattle’s illuminating touch lets Janáček’s sozzled antihero soar
Hoare/Briscein/Crowe/LSO/Rattle
In this beautifully balanced live recording Simon Rattle, the London Symphony Orchestra and an outstanding cast make the music sing and dance
TheGuardian.com

Ballett / Tanz

Chemnitz
Tanzzentrum für Chemnitz: Mit der integrativen Kraft des Tanzes (Bezahlartikel)
Ein Haus für jeden, der tanzen möchte: Das ist die Vision der Choreographin  Sabrina Sadowska. In Chemnitz geht sie Dank einer privaten Initiative in einer ehemaligen Strumpffabrik demnächst in Erfüllung.
FrankfurterAllgemeine.net

Sprechtheater

Wien
Kamera auf Schnitzler-Jagd: Schwacher Start der neuen Josefstadt (Bezahlartikel)
Ildikó Gáspárs manierierte und übertechnisierte Inszenierung nützt der schwierigen „Komödie der Verführung“ nicht, schon gar nicht die Vermanschung mit der „Csárdásfürstin“.
DiePresse.com

Saisonstart Josefstadt: Eine zähe Verführung im Cinemascope-Format
Die neue Josefstadt-Direktion eröffnet mit der Arthur Schnitzler-Rarität „Komödie der Verführung“. Das Projekt laboriert an Eskapaden.
krone.at

Theater in der Josefstadt: „Komödie der Verführung“ wird zur surrealen Telenovela (Bezahlartikel)
Die neue Josefstadt-Direktorin Marie Rötzer legt Arthur Schnitzlers „Komödie der Verführung“ in die Hände der ungarischen Regisseurin Ildikó Gáspár. Die präsentiert Schnitzler als Pop-Autor.
SalzburgerNachrichten.at

„Komödie der Verführung“: Wenig Schnitzler, viel Varieté (Bezahlartikel)
Der monströse Einsatz von Mensch und Material bleibt unbelohnt: Mit dieser Inszenierung ist keine Schlacht zu gewinnen
Kurier.at

Berlin/Gorki-Theater
Interview mit Çağla Ilk, der neuen Intendantin des Maxim Gorki Theaters: „Ich will das Label ,postmigrantisch’ nicht mehr“(Bezahlartikel)
Die kleinste Bühne des Landes Berlin hat eine große Vergangenheit. Nun stehen die Zeichen auf radikalen Wechsel. Die neue Chefin Çağla Ilk will neue Formen durchsetzen.
Tagesspiegel.de

Medien

ORF On darf jetzt europäische Kaufserien wie „Rosenheim-Cops“ zeigen
Nach grünem Licht der Medienbehörde: Europäische Serien und Filme ohne ORF-Beteiligung dürfen ab sofort bis zu sechs Monate auf ORF On gestreamt werden.
Kurier.at

Hohe Anerkennung! ORF-Star Pariasek wird geehrt
ORF-Moderator Rainer Pariasek wird eine große Ehre zuteil. Der 62-Jährige bekommt im Zuge einer feierlichen Zeremonie das große goldene Ehrenzeichen für besondere Verdienste um das Bundesland Niederösterreich von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verliehen.
krone.at

Politik

Österreich
NEOS-Chefin im Talk: „Was Kurz angefangen hat, fliegt allen am Schädel“
In der nächsten Ausgabe von „Was jetzt? Das ,Krone‘-Sommergespräch“ treffen krone.tv-Infoleitung Katia Wagner und Christian Nusser, Politik-Chef der „Krone“, auf Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die NEOS-Chefin über eventuell verratene Ideale, Pensionspläne mit ihrem Mann und den Gedanken, eine Jausenstation zu eröffnen. Außerdem: Wie ist es, eine Frau in der Politik zu sein – und was sagt sie zum unschönen Abgang der Parteigründer? Das sehen Sie im Video oben!                                                                        krone.at

Österreich
Machtkampf im Heer: Vodosek wird neuer Generalstabschef
Der Niederösterreicher wird oberster Soldat in der Armee und folgt damit auf Rudolf Striedinger. „Mit Generalleutnant Vodosek übernimmt ein hoch qualifizierter und erfahrener Offizier die Führung des Österreichischen Bundesheeres“, betonte Tanner. Er kenne das Bundesheer aus unterschiedlichsten Funktionen und verfüge über „umfassende Erfahrung in den Bereichen Einsatz, Führung, Personal und Beschaffung“, so Tanner. „Gerade in einer Zeit, in der wir das Bundesheer konsequent modernisieren und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten, ist seine Expertise von besonderer Bedeutung.“
Kurier.at

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Unter’m Strich

Neue EU-Verpackungsverordnung: So ein Mist!
Die EU spuckt wieder Rechtsakte aus. Der Bürokratieinfarkt kommt immer näher.
DiePresse.com

Österreich
Schüler schockt mit Geständnis: „Ich will 5er, damit meine Eltern Sozialhilfe kriegen“
Die Situation an Österreichs Schulen spitzt sich weiter zu. Jetzt schildern Lehrer und Direktoren, wie schlimm die Lage wirklich ist – die Details.Die Integrationsprobleme an den heimischen Bildungsstätten werden immer größer. Aufgrund von fehlenden Deutschkenntnissen, religiösen Konflikten und problematischen Geschlechterbildern geraten Pädagogen vermehrt an ihre Grenzen.
heute.at

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 5. SEPTEMBER 2026)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 5. SEPTEMBER 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Staatsoper Unter den Linden Berlin: Sonya Yoncheva ausgezeichnet mit European Culture Award

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Sonya Yoncheva © Frank Senftleben

Wir gratulieren Sonya Yoncheva ganz herzlich zum European Culture Prize. Mit der Auszeichnung wird über die Anerkennung als herausragende internationale Opernsängerin hinaus, auch ihr Engagement für die Zukunft von Kunst und Kultur gewürdigt. Wir freuen uns sehr, dass sie am 26. September in Gaspare Spontinis La Vestale ihr Rollendebüt als Vestalin Julia an der Staatsoper Unter den Linden feiert. Damit erfüllt sich Sonya Yoncheva einen lang gehegten Traum. 

Wir möchten diese besondere Auszeichnung gemeinsam mit Ihnen feiern: Bis zum 6. September erhalten Sie 20 % Ermäßigung auf alle Vorstellungen von La Vestale in der Spielzeit 2026/27 – ausgenommen der Premiere am 26. September.

Geben Sie den Code Yoncheva_Award26 auf der Zahlungsseite unseres Ticketshops im Feld Aktionscode ein und klicken Sie auf „Einlösen“, um Ihre Eingabe zu bestätigen. Die Ticketpreise in Ihrem Warenkorb werden daraufhin neu berechnet. Tickets erhalten Sie ausschließlich auf tickets.staatsoper-berlin.de.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, Sonya Yoncheva in ihrem Rollendebüt zu erleben, und sichern Sie sich jetzt Ihre Plätze!

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bachtrack-Newsletter: Das Beste vom Besten

September 2026

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Liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen zu unserem monatlichen deutschen Newsletter!

Zum Start der neuen Saison dürfen wir Ihre Aufmerksamkeit auf spannende und inspirierende Junge Talente lenken, die Sie in den kommenden Monaten im Auge – und Ohr – behalten sollten. Als deutsche Chefredakteurin freut es mich besonders, Ihnen 10 Künstlerinnen bzw. Künstler  vorzustellen, die für frischen Wind auf den Bühnen der klassischen Musikwelt sorgen.

Zum Ende der Festspielzeit und Rezensionen der Bayreuther Götterdämmerung und Salzburger Carmen, möchte ich besonders auf die großartigen Konzerte hinweisen, mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie Teodor Currentzis’ Utopia.

Natürlich haben wir auch Tipps für September (u.a. La Calisto in Wien und La Vestale in Berlin) und die besten Streams on demand – Ariadne auf Naxos aus Salzburg, Lohengrin aus Baden-Baden oder den Saisonauftakt der Wiener Staatsoper mit Asmik Grigorian und Ludovic Tézier.

Viel Vergnügen beim Stöbern,
Elisabeth
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Oper Frankfurt: Erste Wiederaufnahme WARTEN AUF HEUTE
Von heute auf morgen
Oper in einem Akt von Arnold Schönberg
Text von Max Blonda (Pseudonym für Gertrud Schönberg)
Begleitmusik zu einer Lichtspielszene
von Arnold Schönberg

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Sechs Monologe aus „Jedermann“ © Barbara Aumüller

Sechs Monologe aus „Jedermann“
Liederzyklus für Bariton und Orchester von Frank Martin
Text nach Hugo von Hofmannsthal

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Erwartung © Barbara Aumüller

Erwartung
Monodram in einem Akt von Arnold Schönberg
Text von Marie Pappenheim
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Tim Anderson
Inszenierung: David Hermann
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Nina Brazier
Bühnenbild und Video: Jo Schramm
Kostüme: Sibylle Wallum
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink
Von heute auf morgen Sechs Monologe aus „Jedermann“
Ehefrau: Elizabeth Reiter                                Jedermann: Simon Neal
Ehemann: Sebastian Geyer
Sänger: Theo Lebow Erwartung
Freundin: Juanita Lascarro u.a.                  Eine Frau: Anna Gabler
Begleitmusik zu einer Lichtspielszene
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Unter dem Titel Warten auf Heute präsentiert die Oper Frankfurt abermals den Abend, der drei Werke von Arnold Schönberg (1874-1951) mit einem Liederzyklus von Frank Martin (1890-1974) kombiniert: Das Libretto zu Schönbergs Einakter Von heute auf morgen verfasste dessen Ehefrau Gertrud unter dem Pseudonym Max Blonda. 1930 wurde das dritte musiktheatralische Werk Schönbergs, des Gründers der Zweiten Wiener Schule, im Frankfurter Opernhaus uraufgeführt. Dieser in Zwölftontechnik komponierten Zeitoper schließt sich die vom Magdeburger Heinrichshofen’s Verlag in Auftrag gegebene Filmmusik an, die im selben Jahr an der Berliner Krolloper Premiere feierte. Der Tonsetzer folgt keinen weiteren Vorgaben als lediglich den drei Schlagworten „Drohende Gefahr, Angst, Katastrophe“, die als Untertitel das Programm seiner expressiven Begleitmusik zu einer Lichtspielszene anzeigen. Der Text des 1949 erstmals in der Orchesterfassung in Venedig aufgeführten Liederzyklus Sechs Monologe aus „Jedermann“ des Schweizer Komponisten Frank Martin geht auf das Stück Hugo von Hofmannsthals zurück. Schönbergs einaktiges Monodram Erwartung, dessen Libretto die angehende Wiener Dermatologin Marie Pappenheim innerhalb von drei Wochen zu Papier brachte, beschließt diesen Abend.

Unter dem Dirigat Alexander Zemlinskys fand 1924 – fünfzehn Jahre nach Vollendung der Komposition – die Uraufführung von Schönbergs Bühnenwerk am Deutschen Theater Prag statt.
Zum Handlungsfaden der Inszenierung: Ihr Eheleben mit Kind ist eingefahren, verläuft alltäglich und ohne große Überraschungen. Die Rollen sind klar verteilt. Als das Paar von einer Abendveranstaltung nach Hause kommt, beginnt die Gleichförmigkeit zu bröckeln: Während der Mann seiner Faszination für eine Freundin seiner Frau nachhängt, beginnt die Frau, für einen Tenor zu schwärmen. Sie will ihren Mann eifersüchtig machen und verliert sich in einem Rollenspiel, das ihr bürgerliches Eheleben in Frage stellt. Kurz darauf kommt es zum Bruch der Ehe. Der Mann bleibt im gemeinsamen Haus zurück.

Die Jahre vergehen und zwei Menschen, die einst einen gemeinsamen Weg gegangen sind, beginnen zu altern – jeder für sich.
Dirigent Tim Anderson verfolgt eine aktive internationale Karriere und widmet sich einem vielfältigen Opern-und Konzertrepertoire. Er ist an zahlreichen bedeutenden europäischen Opernhäusern tätig und hat sich vor allem einen exzellenten Ruf für seine Interpretationen von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts erworben.
Nun debütiert er an der Oper Frankfurt. Die Ensemblemitglieder Elizabeth Reiter, Sebastian Geyer, Juanita Lascarro und Theo Lebow besetzen die Partien in Schönbergs Einakter Von heute auf morgen.

Für die Sechs Monologe aus dem „Jedermann“ kehrt Simon Neal an die Oper Frankfurt zurück. In Frankfurt sang er unter anderem bereits Kurwenal in Tristan und Isolde, sowie die Titelpartie in Oedipe, das von Hans Neuenfels inszeniert wurde und im Dezember 2013 Premiere feierte. Die Sopranistin Anna Gabler gestaltet das Monodram Erwartung. In der abgelaufenen Spielzeit 2025/26 sang sie unter anderem als Ariadne in Richard Strauss’ Oper Ariadne auf Naxos und die Partie der Frau in Erwartung an der Canadian Opera in Toronto.

Wiederaufnahme: Samstag, 19. September 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 27. September (18 Uhr), 2. 17. Oktober 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr Preise: € 16 bis 114 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich

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Staatstheater Wiesbaden: Ein Live-Theater-Film-Event frei inspiriert nach Fritz Langs Stummfilm im Großen Haus
Hessisches Staatsorchester spielt Gottfried Huppertz’ Filmmusik

Mit der Uraufführung von „Metropolis Wiesbaden“ präsentiert das Hessische Staatstheater Wiesbaden ein Live-Theater-Film-Event zwischen Schauspiel, Performance, Musiktheater und Film.
Orchestermusiker und Schauspieler  erobern gemeinsam Wiesbaden und eröffnen neue Perspektiven auf die Stadt. Die Inszenierung in der Regie von Sebastian Nübling nimmt frei Bezug auf Fritz Langs Stummfilmmeisterwerk „Metropolis“, der 2027 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Premiere ist am 12. September 2026 um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Der Abend holt den Stadtraum in den Theatersaal: Fünf Figuren – dargestellt von Schauspielenden – streifen, begleitet von einer Live-Kamera, durch Wiesbaden. Die Aufnahmen werden in Echtzeit ins Großen Haus übertragen. Das unvorhersehbare Stadtleben wirkt auf den Abend ein und jede Aufführung wird zu einem einmaligen Ereignis. Musikalisch getragen werden die Bilder vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden unter der Leitung von Alejandro Jassán, das vor Ort im Saal Gottfried Huppertz’ monumentale Filmmusik spielt. Ergänzt wird die Filmmusik durch neu komponierte elektronische Klänge von Sounddesigner*in Jackie Poloni. Die von den Schauspielerinnen und Schauspielern gesprochenen Texte von Stephan Langer und Sophie Steinbeck beschäftigen sich mit Fragen nach dem Zusammenleben in modernen Städten und laden das Publikum ein, die Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Ein besonderer lokaler Bezug ergibt sich aus der Tatsache, dass das historische Originalfilmmaterial, seit 2001 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes, in Wiesbaden bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung lagert. Die Handlung des Stummfilmklassikers ist im Jahr 2026 angesiedelt und erzählt von einer in Oberschicht und Unterwelt gespaltenen Zukunftsgesellschaft.
Nübling und sein Team nehmen Langs Gesellschaftsporträt einer futuristischen Großstadt zum Anlass, Wiesbaden filmisch und theatralisch zu erkunden und Fragen nach Sichtbarkeit,
gesellschaftlicher Teilhabe und verborgenen Ebenen aufzuwerfen.

Sebastian Nübling gehört zu den renommiertesten deutschen Theaterregisseuren. Mit seinen Inszenierungen wurde er bereits mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen. In den letzten Jahren inszenierte er Stücke vornehmlich zeitgenössischer Autor*innen wie Sibylle Berg, Sivan Ben Yishai und Simon Stephens und realisierte experimentelle, spartenübergreifende Projekte wie „Dämonen“ am Theater Basel und Maxim Gorki Theater Berlin. In dieser Spielzeit arbeitet er erstmals am Staatstheater Wiesbaden. Mit dem/der experimentellen Komponist*in Jackie Poloni verbindet ihn eine mehrjährige Zusammenarbeit.

Metropolis Wiesbaden:
mit der Filmmusik zu „Metropolis“ von Gottfried Huppertz
Uraufführung:
Premiere: Samstag, 12. September 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Weitere Termine:
18. September 2026, 19.30 Uhr
02. Oktober 2026, 19.30 Uhr
25. Oktober 2026, 19.30 Uhr
13. November 2026, 19.30 Uhr
19. November 2026, 19.30 Uhr
02. Dezember 2026, 19.30 Uhr
10. Januar 2027, 18 Uhr
Musikalische Leitung: Alejandro Jassán
Inszenierung: Sebastian Nübling
Sounddesign & Komposition: Jackie Poloni
Video & Live-Kamera: Jelïn Nichele, Robin Nidecker
Text: Stephan Langer, Sophie Steinbeck
Bühne: Dominic Huber
Kostüme: Ursula Leuenberger
Licht: Klaus Krauspenhaar
Regieassistenz & Abendspielleitung: Paul Ansmann
Dramaturgie: Sophia Gustorff, Katja Leclerc, Hannah Stollmayer
Künstlerische Produktionsleitung: Hannah M. Frost
Inspizienz: Marc Bockius
Mit Tabea Buser
Timur Frey
Adi Hrustemović
Lennart Preining
Sandrine Zenner
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
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JOSEPH WOELFL’S MUSIC FOR HARP AND PIANO
by Margit Haider-Dechant and Hermann Dechant

prax

Johann Baptist Woelfl was born in Salzburg on 24 December 1773. His father, Johann Paul Wölfl (1737–96), a member of the gentry, worked as a lawyer in the prince-bishop’s financial administration. Already in early childhood, Woelfl benefited from piano and violin lessons given by Leopold Mozart (1719–87), and he played his first public concert as a violin soloist at the age of seven.¹
In 1783, he came to the Kapellhaus at Salzburg cathedral, where his teachers included Leopold Mozart, Michael Haydn (1737–1806), the castrato Francesco Ceccarelli (1752–1814) and other notable musicians. At the same time, he continued taking piano lessons with Maria Anna Mozart (1751–1829)² and was treated as a member of the family.³ One can assume that he received tuition from private tutors until he entered an ‘Akademisches Gymnasium’, which was closely linked to the Benediktineruniversität Salzburg, where he was a student from 1786 to 1788.⁴ The following two years are less clearly accounted for. It seems likely that in this period he continued his musical education by himself, since in 1790 he performed before Wolfgang Amadeus Mozart in Vienna and was received as a refined pianist.⁵ The extant compositions from his time in Salzburg show that he must have been an active student also in this discipline.

¹ Benedikt Pillwein, Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer Tonkünstler, Mayr, Salzburg, 1821, p. 262.
² Mozart: Briefe und Aufzeichnungen, ed., collected and annotated by Wilhelm A. Bauer and Otto Erich Deutsch, Vol. III (1780-1786), Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg/Kassel 2005, pp. 284–91, No. 765: ‘Tagebuch Maria Anna (Nannerl) Mozarts’
(4 September–31 October 1783) and pp. 433–37, here p. 436, No. 892: ‘Leopold Mozart an seine Tochter, St. Gilgen’ (Salzburg,
27 October 1785).
³ Cf. ibid., No. 765: ‘Tagebuch Maria Anna Mozarts’.
⁴ Cf. Margit Haider-Dechant, ‘Joseph Wölfls Salzburger Jahre’, Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus?
Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, Veröffentlichungen der Forschungsplattform Salzburger Musikgeschichte, Vol. 2,
ed. Dominik Šedivý, Hollitzer Verlag, Vienna, 2014, pp. 182–92, here pp. 188–89.
⁵ Cf. Benedikt Pillwein, Biographische Schilderungen, p. 263, note 1.
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