Krzysztof Warlikowski degradiert Verdis „Macbeth“ zur Freakshow

Blu-ray Besprechung:

Giuseppe Verdi
Macbeth

Vladislav Sulimsky
Asmik Grigorian

Wiener Philharmoniker

Unitel 810704

von Peter Sommeregger

Die Produktion von Verdis düsterer Shakespeare-Vertonung „Macbeth“ hatte bei den Salzburger Festspielen im August 2023 Premiere. Den seinerzeit großen Publikumserfolg kann man nun anhand der soeben erschienenen DVD-und Blu-ray- Veröffentlichung kritisch hinterfragen. „CD/Blu-ray Besprechung: Giuseppe Verdi, Macbeth
Klassik-begeistert.de, 25. Juli 2024“
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Genny Bassos CD ist eine Hymne auf die Stadt Neapel und ihre Musik

CD Tipp:

Neapology
Genny Basso

ARS 38 661

von Peter Sommeregger

Den Titel des Albums kann man durchaus programmatisch verstehen. Der Pianist Genny Basso ist gebürtiger Neapolitaner und seit der Kindheit vertraut mit den musikalischen Traditionen seiner Heimatstadt. Dabei handelt es sich keineswegs nur um die gängige und weltbekannte Folklore, mit dem Teatro San Carlo verfügt Neapel auch über eines der ältesten und traditionsreichsten Opernhäuser Italiens, zahlreiche Komponisten der Vergangenheit haben für diese Bühne geschrieben. Darüber hat die neapolitanische Volksmusik viele Komponisten inspiriert. „CD Tipp: Neapology Genny Basso
klassik-begeistert.de, 25. Juli 2024“
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Einsiedeln zelebriert 100 Jahre Welttheater

Einsiedeln, Welttheater © Dr. Charles Ritterband

Die ganze Welt ist eine Bühne – und der größte sakrale Platz der Schweiz, auf den Stufen, die zum Portal der Benediktinerabtei- und Kathedralkirche Einsiedeln führen, dem neben der Kathedrale von St. Gallen größten und prachtvollsten hochbarocken Sakralbau nördlich der Alpen, wird diesen Sommer zum Schauplatz eines einzigartigen Theaterereignisses: Dem „grossen Welttheater“ (El gran teatro del mundo) des großen spanischen Barockdichters Pedro Calderón de la Barca y Barreda González de Henao Ruiz de Blasco y Riano (1600 – 1681).

Das grosse Welttheater (El gran teatro del mundo)
von Pedro Calderón de la Barca (1655)
in einer Neuschöpfung von Lukas Bärfuss

Autor der zeitgenössischen Fassung: Lukas Bärfuss

Regie: Livio Andreina
Bühne, Kostüme, Masken, Figuren: AnnaMaria Glaudemans
Musik: Bruno Amstad
Lichtdesign: Rolf Derrer
Musikalische Leitung: Agnes Ryser und Susanne Theiler
Dramaturgie: Judith Gerstenberg

Das Volk von Einsiedeln

Benediktinerabtei- und Kathedralkirche Einsiedeln, 20. Juli 2024

von Dr. Charles E. Ritterband

Das vor mehr als einem Jahrtausend gegründete Stift um die mittelalterliche „Schwarze Madonna“ ist die wichtigste Wallfahrtsstätte der Schweiz, wird alljährlich von 800 000 Pilgern (und Touristen) besucht und ist Heim von rund 40 Benediktinermönchen.

Dieses Jahr wird das das große Welttheater vor der Kathedrale zum 17. Mal aufgeführt – und feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Ursprünglich in der Fassung des wichtigsten spanischen Theaterschriftstellers seiner Zeit (er verfasste 120 Dramen – „Comedias“ – und 80 Fronleichnamsspiele). „Pedro Calderón de la Barca (1655), Das grosse Welttheater (El gran teatro del mundo)
Kathedralkirche Einsiedeln, 20. Juli 2024“
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München feiert eine neue Kaufmann-Tosca – die gesanglichen Leistungen lassen dennoch zu wünschen übrig

Tosca 2024, E. Buratto © Wilfried Hoesl 

Am Ende dieser recht neuen Münchner Tosca brach das Publikum bei allen Beteiligten in begeisterte Bravo-Stürme aus, dennoch konnten weder Jonas Kaufmanns Mario Cavaradossi noch Eleonora Burattos Floria Tosca musikalisch wirklich überzeugen. Emotionen mitzufühlen stand nicht sehr hoch auf dem Spielplan, vor allem Herr Kaufmann punktete vorwiegend im Wettbewerb um den weltlautesten Opern-Fanclub.

Bayerische Staatsoper, 24. Juli 2024

Tosca
Musik von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

von Johannes Karl Fischer

Nach einigen Buh-Rufe vor der ersten Pause hatte ich mich bereits auf einen sehr interessanten Schlussapplaus vorbereitet… dennoch brach das Publikum am Ende von Puccinis dreiaktigen Opernklassiker für alle Rollen im fulminante Bravo-Stürme aus. Leider zu Unrecht: Insbesondere Jonas Kaufmann platzierte die Noten des Mario Cavaradossis nur hart erkämpft in den Saal, von Charaktergestaltung war hier in einer musikalisch eher einheitlich kämpferisch klingenden Darbietung wenig zu hören. „Giacomo Puccini, Tosca
Bayerische Staatsoper, 24. Juli 2024“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 25. JULI 2024

Foto: Bayreuther Festspiele

BAYREUTH: HEUTE ERÖFFNEN DIE FESTSPIELE 2024

Musical-Experte Davids macht 2025 die „Meistersinger“!

bay

Auf der Pressekonferenz wird bekanntgegeben: Matthias Davids inszeniert neue „Meistersinger“, Yuval Sharons blauer „Lohengrin“ kommt zurück, Valentin Schwarz’ „Ring“ läuft noch ein Jahr länger. Aber wer 2026 den „Ring“ macht, bleibt noch ein Geheimnis.

Den gesamten Beitrag finden Sie unter
INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 25. JULI 2024)

Quelle: onlinemerker.com

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 25. JULI 2024

Bayreuth
Auftakt mit Wagners „Tristan und Isolde“
Bayreuth ohne Drama? Das gibt es nicht. Doch während sich diesmal im Festspielhaus selbst alle relativ ruhig auf die anstehenden Festspiele vorbereiten, sorgt Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit einer Grundsatzdiskussion für Wirbel. Am 25. Juli feiern die Bayreuther Festspiele mit der Premiere von „Tristan und Isolde“ die diesjährige Eröffnung. Regie führt erstmals der Isländer Thor Arnarsson. Was die Nordlichter mit Richard Wagner zu tun haben und warum sich niemand dem Sog dieser Musik entziehen kann, erfahren Sie hier.
BR-Klassik.de

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Zu Claudia Roths infantilisierenden Bayreuth-Plänen: Die Zukunft auf dem Grünen Hügel wird wagnerianisch sein – oder sie wird gar nicht sein

Bayreuther Festspiele 2022, Tannhäuser © Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) möchte auf dem Grünen Hügel in Zukunft nicht mehr nur Wagner sehen. Die von ihr genannten Gründe infantilisieren das Publikum und lassen die eigentlichen Motive deutlich erkennen.

Ein Kommentar von Willi Patzelt

Bei nicht wenigen Wagnerianern dürfte sich beim Durchsehen der jüngsten Feuilletons der Puls dem Tempo des Walkürenritts angeglichen haben. Es war nämlich zu lesen, dass sich Kulturstaatsministerin Claudia Roth den Grünen Hügel künftig als einen Ort wünscht, auf dem neben den Werken Richard Wagners auch noch Opern anderer Komponisten (im O-Ton wahrscheinlich eher „Komponist*innen“) aufgeführt werden. Das ist zwar keine ganz neue Forderung. Doch sie kommt in neuem argumentativem Gewand einher. „Kommentar zu Kulturstaatsministerin Claudia Roth
klassik-begeistert.de, 19. Juli 2024“
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Ist Jonas Kaufmann noch ein Tenor?

Jonas Kaufmann hatte, bis auf vier Zugaben, einen sehr schlechten Abend. Jedenfalls für musikalische Menschen, für Menschen, die ein Instrument spielen oder in einem guten Chor singen.

„Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch, Liederabend
Bayerische Staatsoper, Münchner Opernfestspiele, 11. Juli 2024“
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Klein beleuchtet kurz 41: Webers Freischütz erschließt sich bei den Bregenzer Festspielen dem atemlos staunenden Publikum mit einem Rausch spektakulärer Bilder

Bregenzer Festspiele, Der Freischütz © Bregenzer Festspiele

Eine pausenlose Rückblende auf die Ursachen und Folgen von Agathas Schwangerschaft krempelt viele Seh- und Hörgewohnheiten auf aufregende Weise um

von Patrik Klein

„Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber gehört zweifelsfrei zu den absoluten Hits im gesamten Opernrepertoire. Die Oper wurde zum Sinnbild der deutschen Romantik, mit Szenen im dunklen Wald, dem Reich der Geister, Zauber und Märchen, mit der Verführung eines jungen Mannes durch das Böse und der Erlösung durch das Opfer einer hingebungsvollen Frau.

Bei den Bregenzer Festspielen nahm sich das renommierte deutsche Allroundtalent der Regie und des Bühnenbildes, Philipp Stölzl, dem Stück erstmals an. Dabei gelangen ihm Bilder und Szenen aus einem unwirtlichen Dorf in Deutschland kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, die es in sich hatten. „Klein beleuchtet kurz 41: Webers Freischütz
klassik-begeistert.de, 24. Juli 2024“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 24. JULI 2024

Thorleifur Örn Arnarsson © Daniel Vogl

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 24. JULI 2024

Bayreuth
„Ich glaube an die großen Bilder“: Thorleifur Örn Arnarsson über seine Bayreuther „Tristan“-Regie
Mehr Klischee geht fast nicht: In seiner kleinen isländischen Behausung nahe eines Vulkans ereilte Thorleifur Örn Arnarsson ein Anruf aus Bayreuth. Und nun ist er verantwortlich für die Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“, mit der am 25. Juli die Festspiele eröffnet werden. Der 46-Jährige, Sohn einer Regisseurin und eines Schauspielers, stammt aus Reykjavik, studierte in Berlin Regie, war fest engagiert in Wiesbaden und an der Berliner Volksbühne, kam also übers Schauspiel zur Oper.
MuenchnerMerkur.de

Bayreuth
Bayreuther Festspiele – Hokus pokus Holderbusch
Eine Sekunde vor Beginn der Bayreuther Wagner-Festspiele am 25. Juli geschieht gelegentlich noch etwas Unangenehmes. Auf der Brust eines russischen Holländers zeigt sich ein nur halbwegs überkritzeltes Hakenkreuz aus vergangenen Black-Metal-Zeiten. Aus dem Mund eines Lohengrin kommt in der Generalprobe das Wort „Führer“ („Seht da den Herzog von Brabant! / Zum Führer sei er euch ernannt!“). An dieser Stelle nämlich und erst recht in Bayreuth wird aus Gründen der Diskretion und zur Vermeidung von Missverständnissen heute (seit 1945) häufig, meistens das Wort „Schützer“ gesungen.
FrankfurterRundschau.de

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Können sich Dirigenten und Intendanten Vorlieben erlauben?

 

Teil 3 des Klassik-begeistert Interviews mit Daniel Karasek und Gabriel Feltz

Im letzten Teil unseres Interviews sprechen Generalintendant Daniel Karasek und der neue Kieler Generalmusikdirektor Gabriel Feltz über Lieblingskomponisten. Und ob Kiel und Umland zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen.

Jörn Schmidt im Gespräch mit Daniel Karasek und Gabriel Feltz

klassik-begeistert: Sie stehen auch für eine beachtliche Historie von CD-Einspielungen, bereits 2005 haben Sie die Alpensinfonie mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg Gera eingespielt. Diese CD ist immer noch lieferbar, was überaus bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, wie schnell CDs neuerdings aus dem Katalog gestrichen werden. Welche Bedeutung haben CDs/ SACDs heute? „Interview mit Daniel Karasek und Gabriel Feltz – Teil 3
klassik-begeistert.de, 24. Juli 2024“
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