Beifallsstürme für Edita Gruberova - die letzte Primadonna Assoluta in Wien

Foto: Michael Pöhn (c)
Galakonzert an der Wiener Staatsoper
, 23. Juni 2018
Edita Gruberova, Sopran
Jinxu Xiahou, Tenor
Marco Armiliato, Dirigent
Orchester der Wiener Staatsoper

Von Charles E. Ritterband

Derartiges gab es zuvor noch nie an der Wiener Staatsoper: Edita Gruberova – im Programmheft als „die letzte Primadonna Assoluta“ gefeiert – wurde von ihrem Publikum nicht nur mit kaum enden wollendem Beifalls-Orkan gefeiert, sondern auch mit einem dichten Schauer von tausenden dunkelgelben Flyern und roten Herzen, die von den Ranglogen auf die Bühne flatterten und bald den Bühnenboden bedeckten: „Danke – 50 Jahre musikalische Leidenschaft“ stand dort in vielen Sprachen der treuen Fans dieser großartigen Sängerin. „Edita Gruberova, Galakonzert,
Wiener Staatsoper“
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Pretty Yende nimmt Grafenegg im Sturm

Foto: Gregor Hohenberg / Sony Music Entertainment (c)

Sommernachtsgala, 22. Juni 2018
Pretty Yende, Sopran
Joseph Calleja, Tenor
Harriet Krijgh, Violoncello
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Yutaka Sado, Dirigent

Von Charles E. Ritterband

Es war eine kalte Nacht im romantischen Schlosspark von Grafenegg zwischen Wien und Krems, nachdem die Nacht zuvor von den Meteorologen noch als „Tropennacht“ charakterisiert worden war. Doch das fröstelnde Publikum im sogenannten Wolkenturm, der kühnen Freiluft-Arena, hörte bald auf zu frösteln unter seinen Wolldecken, als das südafrikanische Belcanto-Phänomen Pretty Yende in schillerndem, weit ausladendem rotschwarzem Pailletten-Kostüm das Podium betrat. Die 33 Jahre alte Sopranistin, deren Europa-Debut erst vor acht Jahren (in Riga als Michaela in „Carmen“) erfolgt war, ist seither aufgestiegen wie ein Stern am internationalen Opernhimmel: Yende ist inzwischen kein Geheimtipp mehr unter Opern-Aficionados, und ihr Terminkalender mit weltweiten Engagements ist hoffnungslos überbucht. Die Liste der Preise, die sie bei renommierten internationalen Gesangswettbewerben eingeholt hat, ist beeindruckend lang. Selbst für ein längst etabliertes Sommerfestival wie Grafenegg mit Künstlern der Weltklasse war es ein Glücksfall, Pretty Yende für diese Sommernachtsgala gewinnen zu können, wie die Moderatorin Barbara Rett betonte.  „Sommernachtsgala, Pretty Yende, Joseph Calleja,
Grafenegg Festival“
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Die SONNTAG-PRESSE – 24. JUNI 2018

Foto: © Gregor Hohenberg / Sony Classical
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Wieder Auszeichnung für Jonas Kaufmann
https://www.forumopera.com/breve/jonas-kaufmann-decore

Graz
Fulminante Eröffnung der heurigen styriarte
Die heurige styriarte wurde mit „Julo Ascanio, Re d’Alba“, einer Oper des steirischen Komponisten Johann Joseph Fux (1660-1741) fulminant eröffnet. Neben den gediegenen Musikern unter Alfredo Bernadini überraschte die ungewöhnliche, ausgreifend-füllige Bühnenästhetik samt Lichtshow.
https://www.krone.at/1728443

Berlin
Selbst das Pianissimo hat Tiefenschärfe
Außergewöhnlich: Der neue Chefdirigent Christoph Eschenbach, Organist Cameron Carpenter und das Konzerthausorchester.
Tagesspiegel

Berlin
Das Ende der Ära Rattle
Nach 16 Jahren hört Simon Rattle als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker auf. Ein Abgesang.
Tagesspiegel „Die SONNTAG-PRESSE – 24. JUNI 2018“ weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2018

Foto: Michael Pöhn (c)
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München
Münchner Opernfestspiele mit großen Namen
Oper, Ballett, Konzert – die Münchner Staatsoper lädt wieder zu ihren Festspielen. Für einen besonderen künstlerischen Akzent sorgt in diesem Jahr der Maler Georg Baselitz, der sich mit dem Werk Richard Wagners auseinandergesetzt hat
Münchner Abendzeitung

Grafenegg
Grafenegger Pomp und Glanz
Astronomischer und programmatischer Sommersaisonbeginn in Grafenegg: Und ja, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Zumindest zeitweilig fühlte man sich im Verlauf des ersten Zusammentreffens mit dem Wolkenturm in diesem Jahr ein wenig zu euphorisch.
Wiener Zeitung

Wien
Der Abend der gewieften Weiber
Verdis „Falstaff“ ist an die Staatsoper zurückgekehrt.
Wiener Zeitung

„Falstaff“: Auf Schloss Windsor brennt finster die Eifersucht
Die Staatsoper lässt neue lustige Weiber auf Falstaff los.
Die Presse

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Die Elbphilharmonie Hamburg ist sehr zufrieden mit dem Kartenvorverkauf

Foto: Maxim Schulz (c)
Pressemeldung
ELBPHILHARMONIE ZIEHT POSITIVE BILANZ DES KARTENVORVERKAUFSSTARTS FÜR DIE SAISON 2018/19. INZWISCHEN ÜBER 500.000 ONLINE-TICKETKÄUFE

22. Juni 2018: Der gestrige allgemeine Vorverkaufsstart für Konzerte in der kommenden Saison der Elbphilharmonie gestaltete sich wesentlich leichtgängiger als in den vorangegangenen Spielzeiten. Auf eine mehrwöchige schriftliche Bestellphase, nach deren Ende Tausende von Kunden Zehntausende von Tickets erwarben, hatten alle Karteninteressenten am gestrigen Donnerstag, den 21. Juni, erstmals Gelegenheit, Konzerttickets spontan zu kaufen. Die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (ELBG) begann an ihren drei Vorverkaufskassen morgens um 10 Uhr mit dem Schalterverkauf von Einzeltickets, um den Hamburgern einen zusätzlichen Vorteil zu verschaffen. Um 18 Uhr begann der Online-Verkauf. Nach anfänglichen Problemen mit der Aktualisierung des Verkaufsstatus einzelner Konzerte auf der Website der Elbphilharmonie lief es auch im Netz reibungslos. Dabei verzeichnete die ELBG gegen 21.00 Uhr den 500.000 Kunden ihres Webshops. „Elbphilharmonie, Kartenvorverkauf, Saison 2018/19,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Die FREITAG-PRESSE – 22. JUNI 2018

Foto: Wiener Festwochen (c)
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Wiener Festwochen
Zierhofer-Kin: Gescheitert wegen „unqualifizierter Kritik“
Die Besucherzahlen der Wiener Festwochen blieben erneut unter den Erwartungen
Nach nur zwei Festwochen-Ausgaben gab Leiter Tomas Zierhofer-Kin am Dienstag überraschend seinen vorzeitigen Rückzug bekannt. „Trotz vieler künstlerischer Erfolge und der gelungenen Bemühungen, ein für die Festwochen neues Publikum zu gewinnen“, sei er auf „keine breitere Resonanz gestoßen“, ließ er in einer offiziellen Aussendung verlautbaren.
Auf seiner privaten Facebook-Seite formulierte er es weniger diplomatisch: Er, Zierhofer, freue sich, dass „dieses unqualifizierte Kritiker-(bewusst ungegendert-) Blabla mir jetzt nun auch offiziell sowas von am Oasch vorbeigehen kann“. Dazu postete der 49-Jährige die Kritik einer Tageszeitung.
Der Standard

Letzte Festwochen-Ausgabe von Zierhofer-Kin mit 101.044 Besuchern
• Auslastung konnte von 82 auf 87 Prozent gesteigert werden
Wiener Zeitung

Bregenzer Festspiele
„Carmen“-Proben auf der Bregenzer Seebühne haben begonnen
Einen Monat vor Beginn der Bregenzer Festspiele haben am Donnerstag die Proben auf der Seebühne begonnen. Die Bizet-Oper „Carmen“ feiert am 19. Juli ihre Wiederaufnahme in dem von riesigen Händen und fliegenden Spielkarten dominierten Bühnenbild. Derzeit seien 80 Prozent der 210.000 „Carmen“-Tickets bereits gebucht, insgesamt legte das Festival für seine 80 Veranstaltungen 224.000 Karten auf
Salzburger Nachrichten „Die FREITAG-PRESSE – 22. JUNI 2018“ weiterlesen

Staatsoper Berlin: Placido Domingo in ganz großer Form

Foto: Bernd Uhlig (c)
Staatsoper Unter den Linden, Berlin,
21. Juni 2018
Giuseppe Verdi, MACBETH

von Dr. Ingobert Waltenberger (Neuer Merker)

Gespielt wird Macbeth in der Pariser Fassung 1865 (allerdings ohne Ballett) in italienischer Sprache mit dem Florentiner Schluss ohne Chor nach der ersten Fassung 1847.

Inszeniert hat Altmeister Harry Kupfer in Bühnenbildern vom langjährigen künstlerischen Weggefährten Hans Schavernoch. Das Publikum soll den Eindruck bekommen, das Stück spielt in einer modernen Welt, in einer Welt, die an Diktaturen in Südamerika der 60-er oder 70-er Jahre des 20. Jahrhunderts erinnern soll. Aber natürlich handelt es sich um ein Gleichnis. Es ist eine konventionelle Inszenierung mit sparsamer Personenführung geworden. Die Arrangements könnten auch vor dreißig Jahren so ausgesehen haben, wenn da nicht teils spektakuläre Videos (Thomas Reimer) den Bühnenhintergrund beleuchten würden. Sie stellen Kriegsszenen mit brennenden Städten,  Ruinen aus dem schottischen Mittelalter und dem England des 17. Jahrhunderts, aber auch gewaltige Naturszenen, wie Gewitter, Vulkanausbrüche, Waldbrände oder gebirgige Winterlandschaften dar. Der Wechsel zwischen Innen und Außen wird entsprechend der neuen Bühnentechnik mit Hubpodien bewerkstelligt. Abwechselnd gibt es düstere Natur und nächtliche Städte zu sehen bzw. eine schicke anthrazitgrau marmorne Neureichenbehausung mit weißer Ledergarnitur à la Chesterfield. Darin tummeln  sich die Personen des Stücks ein wenig unbeholfen und harmlos. „Giuseppe Verdi, MACBETH, Anna Netrebko, Placido Domingo,
Staatsoper Unter den Linden, Berlin“
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Gelsenkirchen: Nabucco und die Abgründe der menschlichen Seele

Foto: (c) Pedro Malinowski

Das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen setzt bei der Inszenierung der Verdi-Oper „Nabucco“ auf Transposition und psychologische Aufarbeitung. Großartige Besetzung, herausragender Opernchor.

Musiktheater im Revier (MiR) – Gelsenkirchen
Giuseppe Verdi, Nabucco, Premiere am 16. Juni 2018

von Barbara Seppi

Ein sitzender Offizier, die Uniform wage an die sowjetische rote Armee erinnernd, zwei spielende Mädchen im Streit um einen Teddybären, eine Kreidelinie markiert Territorien – wären da nicht die mächtigen Fanfaren und die unverwechselbaren dramatisch-romantischen Klänge von Giuseppe Verdi, niemand hätte am Samstag im Musiktheater im Revier beim stummen Szenenbild zur Ouvertüre an „Nabucco“ gedacht. „Giuseppe Verdi, Nabucco,
Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen“
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Zwischen Flüchtlingskrise und Me-too-Debatte – ein politisch aufgeladener „Otello“ in der Staatsoper Hamburg

Foto: Hans Jörg Michel (c)
Hamburgische Staatsoper
, 20. Juni 2018
Giuseppe Verdi, Otello

von Leonie Bünsch

Wie war noch gleich die Geschichte von „Otello“? Eigentlich sollte die Handlung von Shakespeares Drama zumindest in Grundzügen bekannt sein. Der „Mohr von Venedig“, wie ihn Shakespeare nannte, der durch ein intrigantes Spiel und seine eigene Eifersucht dem Wahnsinn verfällt und erst seiner Geliebten Desdemona und schließlich sich selbst das Leben nimmt. Doch in den ersten Minuten von Calixto Bieitos Inszenierung scheint all das vergessen zu sein. Der erste Akt von Verdis Oper ist dermaßen politisch aufgeladen, dass man für einen kurzen Moment vergisst, für welche Vorstellung man in die Hamburgische Staatsoper gekommen ist. „Giuseppe Verdi, Otello,
Staatsoper Hamburg“
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Sir Simon Rattle in der Philharmonie Berlin: Abschied mit Hammerschlag

Foto: (c) Sheila Rock licensed to Warner Classics
Philharmonie Berlin
, 20. Juni 2018
Berliner Philharmoniker, Dirigent: Sir Simon Rattle
Gustav Mahler, Symphonie Nr. 6 a-Moll

Von Peter Sommeregger

Nach 16 Jahren heißt es nun Abschied nehmen von Sir Simon, der die Berliner Philharmoniker 2002 von Claudio Abbado übernahm. Es war von Beginn an eine fruchtbare, kreative Zeit für alle Beteiligten. Man konnte schon bei Rattles Gastdirigaten vor 2002 spüren, dass die Chemie zwischen ihm, dem Orchester und auch dem Publikum stimmte. Dass diese Ära – man kann es getrost so nennen – nun zu Ende geht, mag wehmütig stimmen, aber letztlich ist es immer klug, die Dominanz einer künstlerischen Persönlichkeit zeitlich zu begrenzen. Gerade in Berlin kann man gegenwärtig erleben, wie sich ein  unlimitiertes Festhalten an einer Position negativ auswirken kann. Sir Simon hat bereits eine neue Aufgabe beim London Symphonie Orchestra gefunden, die Berliner Philharmoniker warten ungeduldig auf den Amtsantritt ihres designierten Nachfolgers Kirill Petrenko. „Gustav Mahler, Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle,
Philharmonie Berlin“
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