Bruce Liu spürt der französischen Seele nach

CD-Rezension:

Bruce Liu
Waves

Das Album Waves vereint Werke von Rameau, Alkan und Ravel.

 Deutsche Grammophon, DG 486 4400

von Brian Cooper, Bonn

Das „literarische“ Genre Künstlervita ist nicht unbedingt das packendste. „Einer der besten/aufregendsten/interessantesten/vielseitigsten Künstler seiner Generation“ liest man allenthalben in den Programmheften. Suchen Sie sich ein Adjektiv aus, Sie haben das bestimmt auch schon mehrfach gelesen.

So viel Bestes, Aufregendstes, Interessantestes und Vielseitigstes kann schon rein statistisch gar nicht möglich sein. Es erinnert an diese Wohlfühlkalendersprüche (noch so ein „literarisches“ Genre), die einen geradezu anfallen, wenn man eine Thalia-Filiale betritt und ganz unschuldig – im Eingangsbereich mitunter zunächst vergeblich – nach einem Buch sucht. „CD-Rezension: Bruce Liu, Waves
klassik-begeistert.de, 30. November 2023“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 30. NOVEMBER 2023

MAXIMILIAN VERHAS, geboren 1960 Essen
Insider
mattierte Bronze, Expl. 1/10

signiert, Berlin 2009, WVZ-Nr. 206
26 x 26 x 28 cm © Bernhardt Link

Infos bei Galerie Szaal, E-mail: 

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 30. NOVEMBER 2023

Berlin
Liederabend mit Sonya Yoncheva an der Staatsoper: Wer das verpasst hat, kann einem leid tun
Die bulgarische Sopranistin gehört zu den derzeit besten Sängerinnen überhaupt. Das bewies sie erneut bei ihrem Liederabend in Berlin.
Tagesspiegel.de

Bei Sonya Yoncheva klingt alles so einfach
Die bulgarische Opernsängerin Sonya Yoncheva gab in der Staatsoper einen Liederabend für ein begeistertes Kennerpublikum.
Berliner Morgenpost

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Hoffmann’s Erzählungen werden in Lüttich gezeigt als Suche nach dem wahren “Ich”

Foto © J. Berger, ORW-Liège

Die Oper in Lüttich spielt “Hoffmann’s Erzählungen” von Jacques Offenbach und bedient sich dabei verschiedener Versionen dieses, vom Komponisten, unvollendeten Werkes. Alle “Schlager”, wie zum Beispiel die Olympia-Arie, die Spiegelarie, die Barkarole, sind vorhanden, zur Freude des Publikums.

Jacques Offenbach (1819 – 1880)
LES CONTES D’HOFFMANN
Oper in 3 Akten, einem Prolog und einem Epilog (Libretto: Jules Barbier)

Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti
Inszenierung, Bühnenbild, Kostüme: Stefano Poda

Besetzung:

HoffmannArturo Chacón-Cruz
Olympia, AntoniaGiulietta, Stella: Jessica Pratt
Lindorff, Coppélius, Dr Miracle, Dapertutto: Erwin Schrott
La Muse, NiklausseJulie Boulianne

Orchester und Chor der Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie, Lüttich, 28. November 2023

von Jean-Nico Schambourg

Die Geschichte der Oper ist inspiriert von den Erzählungen des Dichters E.T.A. Hoffmann. Offenbach zeigt mit dieser Komposition, dass er als Musiker mehr ist als “nur” der Komponist buffonesker Operetten.

“Hoffmann’s Erzählungen” ist ein dunkles Fantasie-Stück mit vielen Allegorien. Offenbach selbst hat die Uraufführung der Oper 1881 an der Pariser Opéra-comique nicht mehr miterlebt. Das führt dazu, dass es keine vom Komponisten abgesegnete Endversion der Oper gibt.

„Jacques Offenbach (1819 – 1880) LES CONTES D’HOFFMANN
Opéra Royal de Wallonie, Lüttich, 28. November 2023“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 29. NOVEMBER 2023

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 29. NOVEMBER 2023

Wiener Staatsoper
Einführungsmatinee „Turandot“
In der Einführungsmatinee zur Premiere von Turandot umreißt Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić wichtige Aspekte des Werks und der Neuproduktion und spricht mit Asmik Grigorian, Jonas Kaufmann und dem Regisseur Claus Guth über ihre Sicht auf das Werk und die Figuren. Premierendirigent und Staatsopern-Ehrenmitglied Marco Armiliato beschreibt Besonderheiten der Turandot-Musik, Künstlerinnen und Künstler der Premiere runden die Matinee mit musikalischen Beiträgen ab.
YouTube-Video (1,37 Std.)

Wien
„La Bohème“ feierte ihren 60er an der Staatsoper
Puccinis Kassenschlager feierte in der Inszenierung von Franco Zeffirelli seinen Sechziger, mit Roberta Mantegna als Mimì und Freddie De Tommaso als Rodolfo
DerStandard.at.story

Staatsoper: „Bohème“ mit einer idealen Mimì (Bezahlartikel)
https://www.diepresse.com/17862759/staatsoper-boheme-mit-einer-idealen-mimi

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Klein beleuchtet kurz 1

Foto: Klassik-begeistert-Autor Patrik Klein

Klein beleuchtet kurz 1

Der Klassik-begeistert-Autor Patrik Klein ist ein leidenschaftlicher Konzert- und Opernfreak, der bereits über 300 Konzerte (Eröffnungskonzert inklusive) in der Elbphilharmonie Hamburg verbrachte, hunderte Male in Opern- und Konzerthäusern in Europa verweilte und ein großes Kommunikationsnetz zu vielen Künstlern pflegt.

Nicht immer nimmt er sich Pressekarten im offiziellen Modus, sondern lauscht oder schaut privat, zwanglos und mit offenen Augen und Ohren. Die daraus entstehenden meist emotional noch hoch aufgeladenen Posts in den Sozialen Medien folgen hier nun auch regelmäßig bei Klassik-begeistert – voller Leidenschaft – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – aber immer mit großem Herzen!

Letzte Woche in der Elphi:

Schlussapplaus Médée; Foto Patrik Klein

Elbphilharmonie, 21. November 2023

CHARPENTIER: MÉDÉE / MAGDALENA KOŽENÁ / SIR SIMON RATTLE
Freiburger Barockorchester / Carolyn Sampson / Reinoud Van Mechelen

Médée / Oper in einem Prolog und fünf Akten
(Konzertante Aufführung in französischer Sprache)

Kleine Ursache – Große Wirkung – Was so eine verbotene Liebe alles auslösen kann – Verletztheit, Demütigung, blutrünstigste Rache, raffinierte Intrigen und Gemetzel – sinnlich und mit überwältigender Zartheit ist die Musik aus dem 17. Jahrhundert komponiert – mit viel Längen, aber auch mit rasenden Höhepunkten – barocke Pracht allerorten – und die Interpreten sind von einem anderen Stern – ein Chor, der Chor der Staatsoper Berlin, schickt nur 30 Sängerinnen und Sänger nach Hamburg – die genügen, um den Saal zu fesseln und zu stürmen – selten habe ich eine solche Präzision erleben können – der Wahnsinn – das Orchester, eine Bank, mit historischen Instrumenten und einem Flow, der sprachlos macht – die Solisten allesamt Weltklasse, allen voran die Titelheldin und der Countertenor – Maestro Rattle hält alles wunderbar zusammen und gibt präziseste Impulse – am Ende tobt die Hütte – wer hätte das gedacht? Charpentiers Médée??? 300 Jahre kannte sie kein Mensch und war beinahe vergessen – zu Unrecht – good night

Freiburger Barockorchester
Staatsopernchor Berlin

Magdalena Kožená, Médée
Luca Tittoto, Creon
Carolyn Sampson, Créuse
Jehanne Amzal, Cléone, L’Amour
Reinoud Van Mechelen, Jason
Gyula Orendt, Oronte
Markéta Cukrová, Nérine, Bellone
Gonzalo Quinchahual, Arcas, La Jalousie
Dionysios Avgerinos, La Vengance

Dirigent: Sir Simon Rattle

DIE DIENSTAG-PRESSE – 28. NOVEMBER 2023

Bayreuther Festspiele 2022, Tannhäuser © Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 28. NOVEMBER 2023

Klassikwoche: Wo bleibt die Klassik-Solidarität?
Katharina Wagner und die Sparmaßnahmen bei den Bayreuther Festspielen, die Suche nach einem Intendanten oder einer Intendantin am Konzerthaus Berlin, die Debatten in Nürnberg um die Interimsspielstätte des Staatstheaters.
https://crescendo.de/klassikwoche48-2023-anne-sophie-mutter-katharina-wagner/

Bayreuth
Umbau von Chor und Orchester: Bayreuth muss mehrere Millionen einsparen
Bayreuth mal wieder am Abgrund oder in der Wagner-Dämmerung? Die jüngsten Pläne zum Umbau von Chor und Orchester werden heftig kritisiert. Doch dahinter stecken Sparzwänge.
MuenchnerMerkur.de

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Schweitzers Klassikwelt 102: Eine kleine Auswahl von Opern, die in der Wiener Volksoper ihre besondere Heimat fanden.

Foto: Volksoper früher © Georg Soulek

und heute © Lothar Schweitzer


von Lothar und Sylvia Schweitzer

Welcher Philosophie soll das zweitgrößte Opernhaus Wiens, die Wiener Volksoper, dienen? Es ist jedenfalls ein Mehrspartentheater (Opern, Operetten, Ballette und in wachsender Zahl Musicals). Vom Namen her denkt man an nicht so schwere, volkstümliche Spielopern. Albert Lortzing und Otto Nicolai fallen uns ein. Vielleicht etwas außer Mode geraten. „Schweitzers Klassikwelt 102: Eine kleine Auswahl von Opern, die in der Wiener Volksoper ihre besondere Heimat fanden
klassik-begeistert.de, 28. November 2023“
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Symposium „Regietheater – ein Irrweg?“

Wolfgang Gratschmeier, Roland Schwab, Günther Groissböck, Klaus Billand, Peter Lang,  Daniel Beyer. Foto: Veranstalter

Kurzbericht über das internationale Symposium
„Regietheater – ein Irrweg?“ – Wien, 23.-24. November 2023

„Für wen machen wir Oper??“ rief KS Waltraud Meier in die Runde des ersten Podiumsgesprächs, nachdem Prof. Albert Gier, Romanist und Librettologe; Prof. Clemens Hellsberg, ehem. Vorstand der Wiener Philharmoniker; und Rainer Fineske, Präsident von Richard Wagner International, bereits interessante Kurzreferate zum Thema Regietheater vorgetragen hatten. „Wir machen sie für das Publikum, und das Haus muss voll sein!“ fuhr Waltraud Meier fort. „Und das gelingt nur mit handwerklich guten, aussagekräftigen und überragenden Inszenierungen im Sinne heutiger Wahrnehmung, die verankert sein sollten in Libretto, Text und Musik.“ „Symposium „Regietheater – ein Irrweg?“
Wien, 23.-24. November 2023“
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Pianistische Nachwuchselite in der Hamburger Alfred Schnittke Akademie International: Marcel Tadokoro besteigt den musikalischen Himalaya

Alfred Schnittke Akademie International, Hamburg, 26. November 2023

in der Kawai-Konzertserie 2023

Foto Marcel Tadokoro, (c) Kawai Europa GmbH

Marcel Tadokoro, Klavier

Werke von Jean-Philippe Rameau, Pjotr Iljitsch Tschaikowski/Пётр Ильич Чайковский, Maurice Ravel und Igor Strawinsky/Игорь Стравинский

In der Hamburger Alfred Schnittke  Akademie gastiert mit Marcel Tadokoro für den Klavier- und Flügelhersteller Kawai ein starker Kandidat für die Spitzenklasse der nächsten Pianistengeneration. Eine große Zukunft stehe jedem Pianisten bevor, der diese eigentlich unspielbaren Werke mit solch grandioser Grandezza zum Klingen bringt. Das Instrument: ein Shigeru Kawai Flügel Modell SK-6 … ein Meisterwerk, nuancenreich in Klangfarben und Dynamik, 214 Zentimeter.

von Johannes Karl Fischer

Dieses Programm – Rameau, Pletnevs Nussknacker-Bearbeitung, Ravel und nicht zuletzt Stravinskys Drei Sätze aus Petruschka – würde selbst den erfahrensten Weltklassepianisten das Fürchten lehren. Völlig unbeeindruckt dieser Herausforderung stürzt sich der junge Ausnahmepianist Marcel Tadokoro in dieses Himalayagebirge der Klavierliteratur. Dort scheint er sich regelrecht wohlzufühlen, seine atemberaubende Technik lässt die Läufe unter den Fingern fließen und Akkordsequenzen mit wuchtiger Macht im Saal tanzen.    „Marcel Tadokoro, Klavier
Alfred Schnittke Akademie International, Hamburg, 26. November 2023“
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Wiederaufnahme „Das schottische Stück“ die Vierte: Dieser „Macbeth“ geht unter die Haut

Fotos © Monika Rittershaus

Macbeth
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901)

Libretto: Francesco Maria Piave mit Ergänzungen von Andrea Maffei nach „The Tragedy of Macbeth“ von William Shakespeare

Musikalische Leitung: Daniele Squeo
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild: Klaus Grünberg
Bühnenbildmitarbeit: Anne Kuhn
Kostüme: Klaus Bruns
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Dramaturgie: Claus Spahn

Besetzung:
Macbeth: George Petean
Lady Macbeth: Ewa Plonka
Banco: Vitalij Kowaljow
Kammerfrau: Ann-Kathrin Niemczyk
Macduff: Omer Kobiljak
Malcolm: Maximilian Lawrie
Arzt: Amin Ahangaran
Diener Macbeths, Mörder: Gregory Feldmann

Philharmonie Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich, 25. November 2023

von Kathrin Beyer

Wussten Sie, dass sich Nervosität unter Theaterschaffenden breit macht, wenn „Macbeth“ zur Aufführung kommt?

Gilt doch das Stück als Unglücksbote und schon allein den Namen „Macbeth“ auszusprechen, gilt als ungünstiges Omen. Es sei, liest man in verschiedenen Quellen, seit der Uraufführung zu vielfältigen Vorkommnissen gekommen. Die durchaus beträchtliche Liste liest sich wie ein Krimi. „Macbeth, Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Opernhaus Zürich, 25. November 2023“
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