J.M. Kränzles „Winterreise“ ist ein Dokument künstlerischer und menschlicher Reife

 

Johannes Martin Kränzle hat sich damit einen Spitzenplatz in der kaum mehr zu überblickenden Winterreisen-Diskographie ersungen.

Ein Muss für die Liebhaber gepflegter Gesangskultur!

Franz Schubert
Winterreise

Johannes Martin Kränzle
Hilko Dumno

Hänssler HC 25011

von Peter Sommeregger

Mehrfach hatte der international gefeierte Bariton Johannes Martin Kränzle Schuberts berühmten Liederzyklus auf dem Konzertpodium und der Bühne bereits gesungen. Als der Sänger 2024 zum zweiten Mal mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert war, entschloss er sich zu der Plattenaufnahme, die sein Vermächtnis hätte werden können. Inzwischen ist Kränzle wieder auf dem Weg zur Genesung, die Einspielung stellt gottlob nicht den Endpunkt seiner großen Karriere dar. „Franz Schubert, Winterreise, Johannes Martin Kränzle
klassik-begeistert.de, 22. November 2025“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 22. NOVEMBER 2025

Olga Kulchynska als emphatische Blanche © Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 22. NOVEMBER 2025

Wien/Staatsoper
Strahlende Höhen, enge Bühne: „Dialogues des Carmélites“ in der Staatsoper (Bezahlartikel)
Poulencs „Dialogues des Carmélites“ konfrontierte mit einigen bemerkenswerten Rollendebüts, vor allem einem Hausdebüt, das nicht ohne Folgen bleiben sollte. In der Karajan-Ära war Poulencs einzige Oper erstmals im Haus am Ring zu erleben – auf Deutsch. Erstmals im französischen Original aufgeführt wurde sie bei der Premiere dieser Produktion im Mai 2023. Sie blickt historisch auf die Französische Revolution zurück, thematisiert die Wertediskussion der Zeit nach 1945, beleuchtet vor allem das Thema Angst aus mehrfacher Perspektive, wie man in einem fundierten Beitrag im diesmal besonders informativen Monatsmagazin der Staatsoper nachlesen kann. So gesehen ist „Dialogues des Carmélites“ ein Zeitstück, das nichts an Aktualität verloren hat, selbst wenn Inszenierungen seine verschiedenen Aspekte unterschiedlich gewichten. Das ist auch bei der gegenwärtigen von Magdalena Fuchsberger der Fall.
DiePresse.com

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Frauenklang 15: Eleonora Zernitz – die unbekannte Empfängerin der Widmung von Carl Philipp Emanuel Bach

Dame am Cembalo, Gemälde eines unbekannten Künstlers aus dem 18. Jahrhundert © öffentliche Domain

Die Autorin betont, dass diese talentierte Schriftstellerin und brillante Musikerin, von C.P.E. Bach gewürdigt, von Johann Bernoulli respektiert und von ihrem dankbaren Schüler Ludwig-Wilhelm Tepper de Ferguson geliebt, verdient es, in Erinnerung zu bleiben. Es lohnt sich daher, die Forschungen über diese hervorragende Frau fortzusetzen.

Besprechung eines Artikels von Olga Baird (Yatsenko) „Madame Zernitz, geb. Deeling, in Warschau, mit besonderem Respekt und Freundschaft…“

von Jolanta Łada-Zielke

Carl Philipp Emanuel Bachs erste Sammlung von „Sonaten für Kenner und Liebhaber“ (1779) trägt die Widmung: „Madam Zernitz, Geborne Deeling, in Warschau, aus besonderer Hochachtung und Freundschaft“.

Biografen des Komponisten zitieren diese Worte, doch erst Olga Baird (Yatsenko), eine in Großbritannien lebende Kunst- und Kulturhistorikerin russischer Herkunft, hat sich mit dieser Dame sorgfältig auseinandergesetzt. Daraus entstand ein umfangreicher, in Englisch verfasster Artikel mit der genannten Widmung im Titel. „Frauenklang 15: Eleonora Zernitz
klassik-begeistert.de, 22. November 2025“
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Dieses Aschenbrödel makes someone – in diesem Fall: me – happy

Aschenbrödel © Marie-Laure Briane

Vorsicht beim Suchen des Ausgangs nach der Vorstellung. Glücksbetrunkene Tanzversuche zu unternehmen, kann zu körperlichem Fremdkontakt führen.

Aschenbrödel
Ballettmärchen
Musik von Johann Strauss (Sohn)

Dirigat  Eduardo Browne
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Choreografie  Karl Alfred Schreiner
Bühne  Kaspar Glarner, Simon Schabert
Kostüme  Bregje van Balen
Licht  Peter Hörtner, Karl Alfred Schreiner
Video  Christian Gasteiger
Dramaturgie  Karin Bohnert

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 20. November 2025 PREMIERE

von Frank Heublein

An diesem Abend wird im Staatstheater am Gärtnerplatz das Ballett Aschenbrödel mit der Musik von Johann Strauss (Sohn) aufgeführt. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Komponisten.

Dahinter steckt eine echte Wiener Gschichtn. Denn der Maestro ließ sich lange bitten. Ein Librettowettbewerb musste her. Der startete am 5. März 1898. Unter anderem arbeitete sich der in der Jury sitzende werte Herr Direktor des k.u.k. Hof-Operntheaters Gustav Mahler durch 718 Vorschläge (u.a. Rübezahl, Peter Schlemihl, Odysseus). „Als Curiosum sei erwähnt, dass ein Textbuch […] ausschließlich Flöhe als handelnde »Personen« bringt.“ So – äußerst aufschlussreich – das Illustrierte Wiener Extrablatt am 4. November 1898. Voll der Schmäh. Es wurde der Märchenhit Aschenbrödel. „Aschenbrödel, Ballettmärchen
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 20. November 2025 PREMIERE“
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Hamburg: Komponiert wird mal wieder für die Schublade

Peter Rundel © Astrid Ackermann

Mit drei äußerst abwechslungsreichen Werken begeisterte das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Peter Rundel für diese facettenreiche Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, eine Uraufführung war auch dabei. Ein zweites Mal hätte man dieses Programm ruhig auf den Spielplan setzten können…  

Elbphilharmonie Hamburg, 20. November 2025

NDR Elbphilharmonie Orchester
Peter Rundel, Dirigent

Gan-Ya Ben-Gur Akselrod, Sopran
Sophia Burgos, Sopran

Werke von Hèctor Parra, Bohuslav Martinů und Gérard Grisey

von Johannes Karl Fischer

Während viele Hamburger sich darüber aufregen, wie furchtbar schwer es sei, an Karten für ihre geliebte Elbphilharmonie zu kommen, blieben an diesem Abend einige Reihen und Ränge mindestens mal halbleer. Und das, obwohl dieses Konzertprogramm kein einziges Mal wiederholt wird, alles erstmal für die Schublade also. Pünktlich angefangen wurde übrigens auch nicht, denn kaum waren die Saaltüren geschlossen, begann vor allem aus den oberen Rängen ein großes Umsetzen. Soweit das Negative. „NDR Elbphilharmonie Orchester, Peter Rundel, Dirigent
Elbphilharmonie Hamburg, 20. November 2025“
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Helden müssen nicht immer überragen, es ist aber schöner, wenn sie es tun

Eva Ollikainen © Nikolaj Lund

Kölner Philharmonie, 20. November 2025

WDR Sinfonieorchester
Eva Ollikainen, Dirigentin

Jan Malte Andresen, Moderation

Richard Strauss
– „Ein Heldenleben“ op. 40 (1898)

von Daniel Janz

Richard Strauss und sein Heldenepos für Orchester als kleines Häppchen zum Mitnehmen serviert – was für Konzertkenner wie ein Sakrileg klingt, entspricht in Köln der gelebten Praxis. So kennt man die „WDR Happy Hour“, in der eine Stunde Klassik zu Moderation und anschließendem Freigetränk serviert wird. Dieses Format erfreut sich nicht nur immer größerer Beliebtheit, sondern zieht auch neues Publikum an. In vergangenen Veranstaltungen konnte man hier auch schon Sternstunden des Konzerterlebens erleben. Bleibt nur die Frage, ob ein Konzertjuwel, wie „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss, hier ebenso die verdiente Strahlkraft entfaltet? „WDR Sinfonieorchester Eva Ollikainen, Dirigentin
Kölner Philharmonie, 20. November 2025“
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DIE FREITAG-PRESSE – 21. NOVEMBER 2025

Sylvain Cambreling, Hans Jürgen Schatz © Daniel Dittus

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DIE FREITAG-PRESSE –
21. NOVEMBER 2025

Hamburg/Laeiszhalle
Zum 150. Geburtstag von Thomas Mann lassen die Symphoniker Hamburg die Opernkorken knallen!
Sie haben es wieder getan! Daniel Kühnel, umtriebig-kreativer Intendant der Symphoniker Hamburg, und ihr kongenialer Chefdirigent, Sylvain Cambreling, bescherten ihrem begeisterten Publikum abermals ein konzertantes Highlight der Spitzenklasse, das noch lange nachhallen wird. Konzipiert war dieses als konzertante Operngala, bei der nicht die Einzelbeiträge aufeinander folgten, sondern eingebettet waren in eine literarische Rezitation aus dem siebten Kapitel Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“. Was dort aus der Sicht des Sanatoriumsbesuchers Hans Castorp geschildert wird, kam nun in literarischer Reminiszenz auf das Konzertpodium und wurde dadurch zum Leben erweckt, so als wäre das alte Grammophon des Sanatoriums Berghof plötzlich eingeschaltet worden und hätte die Sänger aus den Tonrillen heraus auf die Bühne katapultiert.
Von Dr. Holger Voigt
Klassik.begeistert.de

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Diese CD ist ein wunderbarer Einstieg in die musikalische Welt von Egon Wellesz

Das aron quartett: Ludwig Müller, Barna Kobori, Georg Hamann, Christophe Pantillon © Julia Wesely

CD-Besprechung:

Eine neue Einspielung von drei Streichquartetten Egon Wellesz’ zeigt eindrucksvoll die musikalische Bandbreite des Komponisten und Musikwissenschaftlers in den Jahren von 1916 bis 1948.

Egon Wellesz

Streichquartett No. 2, op. 20
Streichquartett No. 5, op. 60
Streichquartett No. 7, op. 66

aron quartett

Ludwig Müller, Violine
Barna Kobori, Violine
Georg Hamann, Viola
Christophe Pantillon, Violoncello

CD cpo 555 617-2

von Dr. Rudi Frühwirth

Heuer jährt sich der 140. Geburtstag von Egon Wellesz. Das aron quartett hat kürzlich eine Aufnahme dreier seiner Streichquartette vorgelegt, nämlich der Nummern 2, 5 und 7, die den Zeitraum von 1916 bis 1948 abdecken. „CD-Besprechung: aron quartett / Egon Wellesz
klassik-begeistert.de, 20. November 2025“
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Zum 150. Geburtstag von Thomas Mann lassen die Symphoniker Hamburg die Opernkorken knallen!

Jacquelyn Wagner, Michael Spyres, Sylvain Cambreling © Daniel Dittus

Vielharmonie
“Fülle des Wohllauts” – eine literarische Operngala nach Thomas Mann

Ein Kapitel aus dem Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann (6. Juni 1875 – 12. August 1955)

Sylvain Cambreling: Dirigent

Hans-Jürgen Schatz: Rezitation, Einrichtung

Jacquelyn Wagner: Sopran
Diana Haller: Mezzosopran
Michael Spyres: Tenor und Bariton

Laeiszhalle Hamburg, 6. November 2025

von Dr. Holger Voigt

Sie haben es wieder getan! Daniel Kühnel, umtriebig-kreativer Intendant der Symphoniker Hamburg, und ihr kongenialer Chefdirigent, Sylvain Cambreling, bescherten ihrem begeisterten Publikum abermals ein konzertantes Highlight der Spitzenklasse, das noch lange nachhallen wird. „Vielharmonie “Fülle des Wohllauts”
Laeiszhalle Hamburg, 6. November 2025“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 20. NOVEMBER 2025

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Elbphilharmonie, Kent Nagano © Claudia Hoehne

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DIE DONNERSTAG-PRESSE –
20. NOVEMBER 2025

Internationales Musikfest Hamburg 2026
Wagner: Götterdämmerung (konzertant)
Termintipp: Di., 26. Mai 2026 17:00 Uhr, Elbphilharmonie, Hamburg (Großer Saal)
Interpreten: Kent Nagano; Young Woo Kim (Siegfried), Johannes Kammler (Gunther), Daniel Schmutzhard (Alberich), Patrick Zielke (Hagen), Åsa Jäger (Brünnhilde), Sophia Brommer (Gutrune)
concerti.de

Lucia di Lammermoor“: Adela Zaharia ist wahnsinnig gut
Die Wiederaufnahme von Gaetano Donizettis Oper an der Wiener Staatsoper – nur sängerisch hervorragend.
DiePresse.com

CD-Besprechung
Im Hoftheater von Versailles darf Oper noch sinnlich und schön sein
Porpora, Polifemo. Die vom Label Chateau de Versailles Spectacles dankenswerter Weise auch einem breiteren Publikum zugänglich gemachten Produktionen des Hoftheaters im Schloss von Versailles sind neben einer Ohren- auch ganz besonders eine Augenweide.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 20. NOVEMBER 2025“ weiterlesen