Beethovenfest: Das Jerusalem Quartet beginnt seinen Schostakowitsch-Zyklus


Im Volksbank-Haus erklingen zwei frühe und zwei späte Werke.

 Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)Streichquartette Nr. 1 C-Dur op. 49; Nr. 5 B-Dur op. 92; Nr. 11 f-Moll op. 122; Nr. 12 Des-Dur op. 133

Jerusalem Quartet:

Alexander Pavlovsky, Violine
Sergei Bresler, Violine
Ori Kam, Viola
Kyril Zlotnikov, Violoncello

Volksbank-Haus, Bonn, 18. September 2025

von Brian Cooper, Bonn

Dieses Jahr begehen wir den 50. Todestag des großen Komponisten Dmitri Schostakowitsch, und auch abseits solcher Anlässe stellt ein Zyklus seiner 15 Streichquartette stets ein Highlight dar. Gehören die Quartette inzwischen längst zum Standardrepertoire, so ist es doch etwas eher Seltenes, Außergewöhnliches, sie gebündelt an mehreren Abenden zu erleben. „Beethovenfest: Jerusalem Quartet/Schostakowitsch-Streichquartette
Volksbank-Haus, Bonn, 18. September 2025 “
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Auf den Punkt 70: Wider eine Zensur à la Gent

Lahav Shani © Marco Borggreve

Eins muss man den Machern des „Gent Festival van Vlaanderen“ lassen, ihnen ist ein wahrer Marketingcoup gelungen. Was keine PR-Agentur mit märchenhaftem Budget vollbracht hätte, gelang über Nacht. Bislang ein nur regional bekanntes Musikfestival in der wunderschönen belgischen Hafenstadt Gent,  ist die Veranstaltung seit Tage in aller Munde. Nicht nur in interessierten Kreisen, sondern eigentlich überall. Was war passiert?

 von Jörn Schmidt  

Lahav Shani ist designierter Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Im September 2026 beginnt seine Amtszeit, aktuell läuft man sich gemeinsam  warm auf einer Europatournee. Einer von Shanis Mentoren ist Daniel Barenboim, der mit seinen Mitteln für ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten streitet. Sein West-Eastern Divan Orchestra überwindet kulturelle und politische Grenzen. „Auf den Punkt 70: Wider eine Zensur à la Gent
klassik-begeistert.de, 19. September 2025“
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Ein Nachruf: Siegmund Nimsgern erzählte singend die Welt

Herbert von Karajan und Siegmund Nimsgern – Copyright by S. Lauterwasser

von Dirk Schauß

Es gibt Stimmen, die man nicht vergisst. Sie tauchen plötzlich wieder auf – im Kopf, im Ohr, manchmal in einer alten Aufnahme – und man weiß sofort: Das war er. Siegmund Nimsgern war so eine Stimme! Jetzt ist er mit 85 Jahren gestorben, und der Gedanke, dass dieser Künstler nicht mehr live zu erleben ist, macht ein wenig sprachlos und vor allem traurig. „Nachruf: Siegmund Nimsgern (*1940 – †2025)
klassik-begeistert.de, 19. September 2025“
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DIE FREITAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2025

Teatro alla Scala / Paola Primavera

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE –
19. SEPTEMBER 2025

Wien
Mailänder Scala: Die Pläne von Dominique Meyers Nachfolger
Der neue Intendant präsentierte in Wien seine erste Saison. Eröffnet wird mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“.
Kurier.at

Hamburg
Damit Hamburgs Oper auf den Radar zurückkehrt (Bezahlartikel)
Der Staatsoper Hamburg ging es nicht gut. Das Publikum blieb aus, die Kritiker hielten das Haus für uninteressant. Bringt die neue Intendanz mit Tobias Kratzer nun die Wende?
FrankfurterAllgemeine.net

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St.Gallen: „Wo bleibt Elektra?”

Elektra © Edyta Dufaj

Richard Strauss
Elektra (1909)

Tragödie in einem Aufzug von Hugo von Hofmannsthal
Orchesterfassung von Richard Dünser

Musikalische Leitung:  Modestas Pitrenas
Inszenierung:  Lisaboa Houbrechts
Bühne:  Clémence Bezat
Kostüm:  Oumar Dicko
Dramaturgie:  Barbara Tacchini
Choreinstudierung:  Filip Paluchowski
Studienleitung:  Stéphane Fromageot
Regieassistenz:  Pady Zlatanovski
Inspizienz:  Edith Ronacher


Konzert und Theater St.Gallen,
17. September 2025

von Julian Führer

Nach der skandalumwitterten „Salome“ setzte Richard Strauss 1909 mit der „Elektra“ noch eins drauf: noch wilder das Orchester, noch extremer die Gefühlsausbrüche. Damit auch kleinere Häuser dieses neue Stück spielen konnten, erstellte der Komponist gleich selbst eine Fassung, die auch mit nur 50 Orchestermusikern gespielt werden konnte. „Richard Strauss, Elektra (1909)
Konzert und Theater St.Gallen, 17. September 2025“
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Svetlanov lässt die Musik lodern

CD-Besprechung:

Diese CD ist keine historische Kuriosität, sondern ein klingendes Dokument einer Epoche und eines Künstlers, der längst Legende ist. Svetlanov starb 2002 in Moskau, doch in solchen Aufnahmen lebt er fort – unverwechselbar, kompromisslos, mit einem Feuer, das ansteckt. Wer ihn verehrt, findet hier einen weiteren Beweis seiner Größe. Wer ihn erst noch kennenlernen will, könnte sich kaum einen besseren Einstieg wünschen.

London Symphony Orchestra
USSR State Orchestra

Yevgeny  Svetlanov, Dirigent

Michail Glinka und Nikolay Rimsky-Korsakov

ICA5186

von Dirk Schauß

Das Label ICA hat wieder einmal seine Schubladen voller BBC-Schätze geöffnet und bringt eine jener CDs heraus, die man nicht mehr aus dem Player nehmen möchte. Sie zeigt Yevgeny Svetlanov in seinem ureigenen Metier: russisches Kernrepertoire, eingefangen in lebendigen Stereo-Liveaufnahmen mit gleich zwei Spitzenorchestern – dem London Symphony Orchestra und dem Staatlichen Sinfonieorchester der UdSSR.

Es ist Musik voller Glut und Atmosphäre, Musik, die man nicht einfach hört, sondern die einen mit Haut und Haaren ergreift. „CD-Besprechung: Yevgeny  Svetlanov
klassik-begeistertde, 18. September 2025“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2025

Lahav Shani © Hans van der Woerd

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DIE DONNERSTAG-PRESSE –
18. SEPTEMBER 2025

München
Nach Konzertabsage Münchner Philharmoniker: Lahav Shani meldet sich zu Wort
Nach der Ausladung von einem belgischen Festival und der anschließenden Debatte hat der israelische Dirigent Lahav Shani ein Statement auf der Website der Münchner Philharmoniker abgegeben und Kritik geübt.
BR-Klassik.de

Kommentar
Pipelines der Abhängigkeit
Die Met, die Salzburger Osterfestspiele oder Bayreuth suchen Finanzsponsoren in Saudi-Arabien, Katar und China. Verscherbeln sie den westlichen Rohstoff »Kultur« an Autokraten? Ein Kommentar von Antonia Munding.
backstageclassical.com

Feuilleton
Antisemitismus in der Klassik: Eine Spurensuche
J
uden seien von Natur aus nicht in der Lage, wahre Kunst zu erschaffen – das behauptete kein Geringerer als Richard Wagner. Seine Hetzschrift „Das Judenthum in der Musik“ hatte fatale Folgen. Ein historisches Close-Up zum Thema Antisemitismus in der Klassik – mit Blick auf die aktuelle Situation.
BR-Klassik.de

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2025

Omer Meir Wellber © Rouven Steinke

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DIE MITTWOCH-PRESSE –
17. SEPTEMBER 2025

Hamburg
Gewagt. Gewonnen.
Hamburgs neuer Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber überzeugt mit dem Philharmonischen Staatsorchester in der Elbphilharmonie. Zwei Klassiker und eine Uraufführung von Stephen Hough sorgen für einen gefeierten Konzertabend.
DieWelt.de

„DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2025“ weiterlesen

Kevin Puts entfaltet Klangwelten

CD-Besprechung:

Kevin Puts
Orchesterwerke

St. Louis Symphony Orchestra
Stéphane Denève, musikalische Leitung

Delos, DE3620

von Dirk Schauß

Manchmal hört man eine zeitgenössische Aufnahme, und mit dem ersten Ton stellt sich ein leises Staunen ein: Wie kann etwas so modern, so anspruchsvoll – und zugleich so unmittelbar berührend sein? Genau dieses Staunen ruft das neue Delos-Album des St. Louis Symphony Orchestra unter Stéphane Denève hervor, auf dem drei Werke von Kevin Puts präsentiert werden. Sie widmet sich drei Werken des amerikanischen Komponisten Kevin Puts, der in seiner Heimat längst als zentrale Stimme gilt, hierzulande jedoch noch immer ein Geheimtipp ist. „CD-Besprechung: Kevin Puts Orchesterwerke
klassik-begeistert.de, 16. September 2025“
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Paavo Järvi feiert Arvo Pärt mit klingender Familienchronik

CD-Besprechung:

Arvo Pärt
CREDO

Paavo Järvi, musikalische Leitung

Alpha Classics, ALPHA 1158

von Dirk Schauß

Manche Geburtstagsgeschenke sind nett gemeint und landen nach drei Tagen im Schrank. Andere haben Bestand. Paavo Järvi hat sich für Letzteres entschieden, als er dem am 11. September 90 Jahre alt gewordene Arvo Pärt eine klingende Widmung schenkt – eine CD, die nicht nur festhält, was Pärt über Jahrzehnte komponierte, sondern auch, wie eng die Wege der beiden Familien miteinander verwoben sind. Man erinnert sich: 1968 dirigierte Neeme Järvi, Paavos Vater, Pärts „Credo“ in Tallinn. Das sowjetische Regime war dermaßen erbost, dass es die Järvis kurzerhand auf die schwarze Liste setzte. Es gibt schlechtere Gründe, die Heimat verlassen zu müssen. „CD-Besprechung: Arvo Pärt CREDO
klassik-begeistert.de, 16. September 2025“
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