DIE MONTAG-PRESSE, 4. MAI 2026

DIE MONTAG-PRESSE, 4. MAI 2026

Foto: Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE, 4. MAI 2026

Wien/ Musikverein
Pathys Stehplatz 62: Thielemann macht den Unterschied
Christian Thielemann ist der Game Changer. Sein Beethoven steht nicht bei allen hoch im Kurs. Die Einspielung mit den Wiener Philharmonikern hat polarisiert. Während die einen zu viel Sumpf verorten, sehnen sich die anderen danach, was man als Synonym dafür nennen kann. Fleisch mit Sauce, nennt Thielemann es selbst. Mit der Staatskapelle Berlin hatte er in Wien lange danach gesucht.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien/Musikverein
Nelsons führt den Musikverein in den siebten Mahler-Himmel
Frühlingszeit ist Mahler-Zeit: Mit einer spektakulären Aufführung der Dritten ließen Andris Nelsons und die Wiener Philharmoniker ihren einzigartigen Mahler-Klang im Musikverein aufsteigen. Besonders der liebevoll und ganz ohne Handystörgeräusche verklingende Schlusssatz sorgte für Gänsehautstimmung. Auf diesen Nachmittag wäre auch Mahler stolz gewesen!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: Diese Salome setzt sich mit Tönen wie aus Elfenbein durch
Die charaktervolle Lidia Fridman glänzt in der Titelrolle, Tomasz Konieczny strotzt vor Kraft als Joachanaan, Sebastian Weigle gibt souverän Halt: Jubel!
DiePresse.com.salome

Wien/Musikverein
Andris Nelsons in Wien: Im Herzen der Mammutsymphonie
Der Stardirigent und die Wiener Philharmoniker berührten im Musikverein vor allem mit den intimen Schlüsselmomenten von Mahlers Dritter. Extravagantes Blickfutter bietet Andris Nelsons bei der Arbeit nicht: Weder neigt der Star-Dirigent aus Lettland zu Ausdruckstänzen noch Headbanging am Pult. Dafür teilt er sich seinen Bühnenpartnern durch eine klare Körpersprache mit. Aufschlussreich, dies im Musikverein einmal aus der Seitenperspektive beobachten zu können: Tiefe Dezibelpegel zeigt Nelsons mit buckeligem Rücken an, steigende Intensität mit fliegenden Fäusten, nahende Lautstärken-Explosionen mit zackigen Wurfgesten und Jubelmelodien mit Weltumarmungsgebärden
DerStandard.at.story.mammutsymphonie

Eisenstadt/ Schloss Esterhazy
Kirill Petrenko und sein hervorragendes Orchester begeistern mit dem Europakonzert 2026
Im Rahmen des Europakonzertes der Berliner Philharmoniker spielten die Damen und Herren Orchestermusiker, ein singulärer Instrumentalsolist und ein ebensolcher Dirigent mit aller Selbstverständlichkeit viele ihrer Kollegen mühelos an die Wand. Man wird noch lange davon zehren können, was hier an dem geschichtsträchtigen Ort zu hören war.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Eisenstadt
Berliner Philharmoniker in Eisenstadt:
Haydn-Freude am Tag der Arbeit Das Spitzenorchester beehrte Schloss Esterházy mit Chefdirigent Kirill Petrenko. Während das rote Wien am Freitag traditionell in Freundschaft, Nostalgie und Nelken schwelgte, stand 42 Kilometer südlich eine Veranstaltung ganz anderer Art im Zentrum: Die Berliner Philharmoniker waren nach Eisenstadt gekommen, um hier ihr alljährliches Europakonzert zu bestreiten: ein Event im Geiste der kontinentalen Verständigung, seit 1991 in etlichen Metropolen abgehalten.
DerStandard.at.story.eisenstadt

Leipzig
Reform gegen Revolution: Wie uns Opernkomponist Albert Lortzing die politischen Konflikte unserer Zeit erklärt
Er will sich mit Gewalt nehmen, was ihm das Leben versagt: Freischärler Stephan (Mathias Hausmann) bringt Fabrikantentochter Regina (Jacquelyn Wagner) in seine Gewalt. Er war lange vergessen: Albert Lortzing ist wieder da. Die Oper Leipzig feiert sein Jubiläumsjahr mit einem Festival. Der Komponist und Bühnenkünstler erweist sich dabei als verblüffend gegenwärtig.
noz.de.lortzing

Aachen
Mühsal der Reflektion
Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann bringt das Theater Aachen eine Oper nach ihrem einzigen vollendeten Roman „Malina“ auf die Bühne. Die Musik von Karola Obermüller und Peter Gilbert, die Inszenierung von Franziska Angerer und das ausgezeichnete Ensemble machen die Produktion zu einem Erfolg.
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/aachen-obermueller-gilbert-malina/

Dortmund/Konzerthaus
Antonio Pappano: Wie ein Gourmet, der Köstliches zu sich nimmt
Benjamin Brittens War Requiem war erst vor einem Monat in Baden-Baden zu erleben. Seine Sinfonia da Requiem hat auf den ersten Blick nichts damit zu tun, zumal sie ein reines Orchesterwerk ist, aber wie sein groß angelegtes Requiem ist es eine Trauermusik eines zutiefst pazifistisch eingestellten Komponisten. Und genau aufgrund dieser klagenden Grundstimmung sowie der Bezüge zur katholischen Totenmesse wurde die Sinfonia, ein Auftragswerk zum 2600. Jahrestag der Gründung der japanischen Kaiserdynastie, von der dortigen Regierung abgelehnt.
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

Bonn
Beethovenfest Bonn stellt Programm 2026 vor
Unter dem Motto „Nach Hause/Daheim“ will das Festival die Menschen aus der Einsamkeit in die Gemeinschaft locken. 80 Konzerte in vier Wochen vom 4. September bis zum 4. Oktober 2026, namhafte internationale Orchester und Dirigenten, wie das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Antonio Pappano oder das Tonhalle-Orchester Zürich unter Paavo Järvi, Solisten der Top-Liga (wie etwa Weltklassepianist Daniil Trifonov), spannende Newcomer – wie die junge koreanische Geigerin Bomsori Kim oder das gerade mal 17-jährige georgische Ausnahmetalent Tsotne Zedginidze: all das ist dasBeethovenfest Bonn 2026.
https://amp.dw.com/de/das-beethovenfest-bonn-stellt-sein-programm-2026-vor/a-77018595

Kopenhagen
Monteverdi in Kopenhagen: Urmutter des Faschismus? (Bezahlartikel)
An der Oper Kopenhagen verlegt Christoph Marthaler Claudio Monteverdis Oper „L’incoronazione di Poppea“ in Mussolinis Italien. Da hört man lieber auf die Meisterschaft des Dirigenten Lars Ulrik Mortensen mit Concerto Copenhagen.
FrankfurterAllgemeine.net

Modena
Luciano Pavarotti Museum: Was es über das Leben des Opernstars verrät.
Wie lebte Luciano Pavarotti? Sein Wohnhaus auf dem Land bei Modena gibt Einblick in das Privatleben des legendären Tenors. Heute ist das Haus ein Museum, in dem es mehr zu entdecken gibt als Pavarottis Bühnenkostüme.
BR-Klassik.de.museum

New York
Eugen Onegin: Bewegende lyrische Szenen „mit Überlänge“
Bei Tschaikowskis als „lyrische Szenen“ bezeichneten Oper Eugen Onegin rechnet man in der Regel mit einer Spielzeit von knapp drei Stunden, die gegebenenfalls bei zwei Pausen auch leicht überschritten werden können. Aber bei einem Live-Stream aus der Metropolitan Opera kann der Abend mit interessanten Einblicken hinter die Bühne, Interviews mit den Sängerinnen und Sängern und einer Vorschau auf kommende Produktionen auch eine Stunde länger dauern, die man gerne in Kauf nimmt, zumal mit Joyce DiDonato eine charismatische Persönlichkeit das Publikum auf dem Weg hinter die Kulissen begleitet. So kommt man den großen Stars wesentlich näher, als wenn man live im Saal der Met sitzen würde, und das zu einem Preis, zu dem man in New York wahrscheinlich noch nicht einmal einen Platz mit Sichteinschränkung ergattern könnte. Seit der Saison 2007/2008 erfolgen diese Übertragungen aus dem berühmten Haus in New York in ausgewählte Kinosäle in zahlreiche Städte Europas und haben sich mittlerweile ein treues Publikum erobert, so dass es zum Auftakt der kommenden Saison eine große Geburtstagsgala am 19. September 2026 zum 20-jährigen Jubiläum geben wird, bei dem an zahlreiche vergangene Produktionen erinnert wird. Bereits am 5. Oktober 2013 erfolgte eine Kinoübertragung von Eugen Onegin in dieser Inszenierung, damals mit Anna Netrebko als Tatiana, Mariusz Kwiecień in der Titelpartie und Piotr Beczała als Lenski unter der Leitung von Valery Gergiev. Das war ein paar Jahre vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine, und auch heute muss sich Direktor Peter Gelb von DiDonato die Frage stellen lassen, ob man das Stück zum jetzigen Zeitpunkt in russischer Sprache überhaupt spielen könne. Doch die Met steht auf dem Standpunkt, dass weder Puschkin noch Tschaikowski für Putins Handeln abgestraft werden dürften, und drückt die Solidarität mit der Ukraine aus, indem das Haus mit der ukrainischen Landesflagge angestrahlt wird.
https://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20252026/NEW-YORK-MET-eugen-onegin.html

Lüttich/Opera de Wallonie
Macht und Begierde prägen den Spielplan
Ein umfangreiches und ambitioniertes Programm erwartet die Besucher der Kgl. Oper der Wallonie zu Lüttich in der Saison 2026-2027. Unter dem Motto „Macht und Begierde“ präsentiert das Opernhaus an der Maas große Klassiker, seltene Werke und zeitgenössische Kompositionen. Ende November ist sogar eine Weltpremiere angesagt.
Grenzecho.de

Tonträger
Von Fauré bis Franck: Timothy Ridouts gefühlvolles Bratschen-Album
Der Bratschist Timothy Ridout ist einer der charismatischsten Musiker seiner Generation. Sein neues Album „Alto appassionato“ ist eine Mischung aus Original-Kompositionen und Bearbeitungen.
NDR.de.Kultur.fauzrebisfranck

Berlin
Arbeiten für die Kunst: Das Opernhaus der Zukunft

Die Chefin der Deutschen Oper am Rhein Alexandra Stampler-Brown spricht mit Philipp Quiring über den neu geplanten Operncampus – und wie gemeinsames Arbeiten dort besser gelingen kann.
https://share.google/PjPJYcYXjKlycvles

Links zu englischsprachigen Artikeln

Madrid
Teatro Real 2025-26 Review: The Bartered Bride
https://operawire.com/teatro-real-2025-26-review-the-bartered-bride/

London
Alastair Macaulay: Song Competitions can be the Death of Art
https://slippedisc.com/2026/05/alastair-macaulay-song-competitions-can-be-the-deah-of-art/

New York
Victor Herbert’s light concert music lives again in high-energy retrospective
NewYorkClassical.review.com

Boston
Batiashvili closes Vivo season in style with impassioned sonatas
boston.classical.review.com

Cleveland
Jörg Widmann demonstrates vitality in his own music and also in a Mendelssohn symphony in Cleveland
seenandheard.international.com.cleveland

Dallas
DSO and Luisi revisit Stravinsky visit with Russian program
texasclassical.de.dallas

Buenos Aires
Teatro Colón de Buenos Aires 2026 Review: Pagliacci & Cavalleria Rusticana
Hugo De Ana’s Neorealist Vision Brings Verismo Passion—and AI—to Buenos Aires
https://operawire.com/teatro-colon-de-buenos-aires-2026-review-pagliacci-cavalleria-rusticana/

Feuilleton
We Bought an Orchestra: The rise of pay-to-play in classical music
https://thebaffler.com/latest/we-bought-an-orchestra-brown

Ballett / Tanz

Nürnberg
„Les Ballets Actuels“ in Nürnberg: Euphorie und Abgrund
Die letzte Premiere des Nürnberger Staatsballetts spannt einen weiten Bogen: von Justin Pecks leuchtender Bewegungsfreude über Kerstin Wicklunds beklemmende Beziehungsstudie bis zu Richard Siegals elektrisierendem Generationenporträt.
BR-Klassik.de.nürnberg

Ballet Nights 011 at Cadogan Hall was the usual wide-ranging and informative assortment of dance
seenandheard.international.com.balletnights

Interview: The Royal Ballet’s William Bracewell on his journey to Mayerling
https://www.gramilano.com/2026/04/interview-william-bracewell-royal-ballet/

Sprechtheater

Zuschauerverhalten: Warum buht eigentlich niemand mehr im Theater?
Im Theater wird kaum noch Widerspruch laut, obwohl unsere Gesellschaft überall anderswo doch ständig empört ist. „Wer heute öffentlich lautstark geäußerten Dissens hören will, der muss schon in die Oper gehen, den letzten Rückzugsort bürgerlicher Empörungskultur.“
https://www.ksta.de/kultur-medien/

Medien

Ex-Kollegin über Rudi Carrell: „Ich habe Todesangst, wenn ich an ihn denke, er war ein Diktator“
Rudi Carrell war bekannt dafür, kein einfacher Kollege gewesen zu sein, das haben ehemalige Weggefährten immer wieder im Laufe der Jahre bestätigt. Schauspielerin Beatrice Richter drückt ihre Erfahrungen mit dem Multitalent vor Kurzem sogar sehr drastisch aus.
gentside.de.rudicarrell

Ausstellungen/ Kunst

Das Spiel auf der Blutorgel: Über die Schönheit des Abgründigen
Skandalös, radikal und sinnlich: Hermann Nitsch. 1960–1965 zeigt den Künstler in einer entscheidenden Phase – als er sich vom technisch versierten Grafiker zum kompromisslosen Erfinder einer eigenen Bild- und Handlungssprache entwickelt. Die Einzelausstellung gliedert sich in drei zentrale Werkgruppen: Frühwerk, Schüttbilder und Rinnbilder sowie Reliktcollagen. „Nitsch beschüttet und bespritzt Leinwände und nennt die Arbeiten ‚Schüttbilder‘. Er lässt Farbe vertikal herabrinnen und bezeichnet seine Resultate als ‚Rinnbilder‘“, erklärt Klaus Albrecht Schröder, Direktor des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS. „Für Nitsch eröffnet sich ein Weg zur Verwirklichung seines eigenen Anspruchs: Durch den Malprozess sollen physische und psychische Extremerfahrungen durchlebt, verdrängte Impulse freigelegt und überwunden werden, um so zu einer gesteigerten Daseinserfahrung zu gelangen.“
Kurier.at.Hermann.nitsch

Film

Los Angeles
Große Veränderungen bei den Oscars: Neue Regeln bei nächster Verleihung

Bei der 99. Oscar-Verleihung im kommenden Jahr wird es große Veränderungen geben.
Kurier.at.oscar-verleihung

Österreich
553.000€ Steuergeld und Mega-Flop: Babler-Doku lockte nicht einmal 900 Zuschauer ins Kino
Mit großen Ambitionen gestartet, ist die Dokumentation „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef Andreas Babler beim Publikum krachend durchgefallen. Laut den offiziellen österreichischen Kinocharts kamen bislang gerade einmal 895 Besucher, um den Film auf der Leinwand zu sehen. Das berichtet der Exxpress. Damit bestätigen sich die Eindrücke der vergangenen Tage endgültig: Das Interesse an der Produktion bleibt äußerst gering.
Oe24.at.babler-Doku

Technik

Material 2.0 stark wie Alu, aber 100 Mal leichter
Materialwissenschaftler der Seoul National University – 79 Prozent Gewichtseinsparung bei Drohne. Drohne mit ultraleichtem Rahmen: Fluggerät ist deutlich leichter. Mit einem neuen Strukturmaterial, das so fest ist wie Aluminium, aber 100 Mal leichter, wollen Ingenieure der Seoul National University den Leichtbau revolutionieren. Das Material könnte in Drohnen und anderen Luftfahrzeugen eingesetzt werden, um deren Nutzlast sowie Reichweite zu erhöhen.
Material 2.0 stark wie Alu, aber 100 Mal leichter

Politik

Wien
Millionen für LGBTIQ-Verein – samt Fetischfesten. 350.000 für Personal
Seit 2021 hat der LGBTIQ-Verein Qwien aus dem 5. Bezirk in Wien fast drei Millionen Euro an Förderungen vom Kultur- und Bildungsressort erhalten. Dieser beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Verfolgung von Homosexuellen in der Zeit des Nationalsozialismus, feiert aber auch Fetischfeste.
https://www.krone.at/4125074

Österreich / Kasperl der Woche
Ein Klick, und schon ist man vermeintlich Held
ORF-Journalisten teilen auf ihren Social-Media-Kanälen aktuell ein stets gleich aussehendes Posting, in dem sie sich gegen Machtmissbrauch in ihrer Firma auflehnen – erst jetzt.
https://www.krone.at/4126667

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Unter’m Strich

Hantavirus-Infektion: Drei Tote auf Kreuzfahrtschiff im Atlantik
Es wurden mindestens drei Tote gemeldet. Drei weitere Personen sollen infiziert sein. Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben. Weitere drei Personen seien infiziert, eine von ihnen werde in Südafrika intensivmedizinisch betreut, teilte die WHO am Sonntag in Genf auf der Plattform X mit. Zwei der Toten seien Niederländer, hieß es vom niederländischen Außenministerium.
Kurier.at.chronik. tote auf kreuzfahrtschiff

Details im Hipp-Krimi
Rache! Das wirre Leben des Babybrei-Vergifters
Die neuen Details im Kriminalfall rund um vergiftete Hipp-Gläser in Supermärkten bringen mehr Klarheit zu den Hintergründen der Wahnsinnstat: Bei dem 39-jährigen mutmaßlichen Täter lief wenig rund, Krone+ kennt das Motiv und Rückschläge aus seinem wirren Leben.
https://www.krone.at/4128239

Wien
Imkerei in Wien: Erstes Bienenfest am Maria-Theresien-Platz
Von 21. bis 23. August lädt der Landesverband für Bienenzucht zum Bienenfest ein. Der Landesverband für Bienenzucht in Wien lädt vom 21. bis 23. August zum ersten Honig- und Bienenfest auf den Maria-Theresien-Platz. Der Ort der Veranstaltung wurde bewusst gewählt. Die Namensgeberin des Platzes, Kaiserin Maria Theresia, hatte die Bienenzucht in der Bundeshauptstadt revolutioniert. Die Organisatoren rund um Präsident Kurt Krottendorfer wollen mit dem Event über die Bedeutung der Bienen aufklären und informieren, aber auch die Arbeit der Imker vorstellen.
Kurier.at.chronik.imkerfest

Für KI-Werbung benutzt: Hirschhausen will „Vertrauensmissbrauch“ nicht auf sich sitzen lassen
Mit Dr. Eckart von Hirschhausens Gesicht wird im Internet für vermeintliche „Wundermittel“ geworben. In einer neuen ARD-Doku geht er auf die Suche nach den Betrügern. „Sie werden erstaunt sein, dass Sie Diabetes in nur 17 Stunden loswerden können, ohne ihr Zuhause zu verlassen“, hört man Dr. Eckart von Hirschhausen in dem Video sagen. Es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Interview zwischen Ingo Zamperoni und Hirschhausen in den ARD-„Tagesthemen“ – zumindest soll dies suggeriert werden.
Bunte.de.hirschausen

Schloss Neuschwanstein: Das Märchenschloss in Schwangau entdecken
Am 02.05.2026 öffnete Schloss Neuschwanstein pünktlich zur Saison seine Pforten – ideal für Frühlingsbesuche. Erfahren Sie Geschichte, Highlights und praktische Tipps für Ihren Trip nach Schwangau.
adhoc.news.de

INFOS DES TAGES (MONTAG, 4. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 4. MAI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Heute in der Wiener Staatsoper: „Salome“

salo
Foto: Youtube

Exzesse

Ei­ne Hand ruht auf dem Ober­schen­kel ei­nes Kin­des – sie weiß, sie darf das nicht. Sie ruht trotz­dem dort. He­ro­des rutscht im Blut ei­nes To­ten aus – er hat den Mord nicht an­be­foh­len, wes­halb dann al­so ein To­ter? Gro­ße Flü­gel rau­schen omi­nös im In­ne­ren des Pa­las­tes – ein Phan­tas­ma? Ein Omen des To­des? Zu­letzt der ab­ge­schla­ge­ne Kopf auf ei­nem Sil­ber­ta­blett – das to­te Fleisch, das Sa­lo­me den­noch küsst…

Weiterlesen in der Webseite der Wiener Staatsoper

https://www.wiener-staatsoper.at/magazin/detail/grenzenlos-begehrend/
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BERLINER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN Feiern Sie mit uns: Konzert unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt

kappo

Die Staatskapelle ist nach ihren gefeierten Gastspielkonzerten unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Thielemann in der Isarphilharmonie München und im Großen Saal des Wiener Musikvereins wieder zurück in Berlin.

Am 18. und 19. Mai können Sie sich beim Symphoniekonzert VII in der Staatsoper Unter den Linden und in der Philharmonie Berlin von Christian Thielemann und der Staatskapelle Berlin verzaubern lassen. Es erwartet Sie der Ausnahmepianist Igor Levit mit Hans Pfitzners Klavierkonzert Es-Dur op. 31. Außerdem stehen Symphonische Dichtungen von Franz Liszt auf dem Programm.
Termine & Tickets
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Am Sonntag, den 24. Mai, um 13.00 Uhr verwandelt sich bei der 20. Ausgabe von „Staatsoper für alle“ der Bebelplatz wieder in eine große Konzertbühne. Bei freiem Eintritt und unter freiem Himmel führen die Staatskapelle Berlin und ihr Generalmusikdirektor Christian Thielemann Werke von Ludwig van Beethoven beim Open-Air-Konzert auf.

Zur musikalischen Einstimmung treten das Opernkinderorchester und der Jugendchor der Staatsoper um 11.30 Uhr unter der Leitung von Giuseppe Mentuccia auf. Mit Sonja Herranen, Sandra Laagus, Serafina Starke, Junho Hwang und Irakli Pkhaladze sind dabei wunderbare junge Stimmen aus dem Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden als Solist:innen zu erleben.
20. Ausgabe Staatsoper für alle

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Erlebnis Bühne/ ORF. Auszüge aus dem Programm Mai 2026

jantzen
Fest der Freude. Foto: ORF/ Thomas Jantzen

FR 8. 5. 2026: FÜR DEN FRIEDEN IN EUROPA: DAS FEST DER FREUDE 2026 AM HELDENPLATZ LIVE IN ORF III!
19.40 Uhr
FEST DER FREUDE 2026: DER FESTAKT
Wiener Symphoniker
Wiener Heldenplatz 2026
Beim „Fest der Freude“ gedenkt Österreich der Befreiung vom NS-Regime und seinem Terror.
Das Mauthausen Komitee Österreich organisiert nun schon zum 14. Mal dieses Fest am Heldenplatz. Es sprechen der Vorsitzende des Mauthausen Komitees, Willi Mernyi, und Bundespräsident Alexander Van der Bellen. ORF III überträgt live den Festakt und anschließend live das traditionelle Festkonzert mit den Wiener Symphonikern.

20.15 Uhr
FEST DER FREUDE 2026: DAS KONZERT
Musikalische Leitung Ingo Metzmacher
Gesang Magda
Sopran Eleanor Lyons
Wiener Symphoniker
Wiener Heldenplatz 2026
Bereits zum 14. Mal wird am 8. Mai das „Fest der Freude“ am Heldenplatz gefeiert, im Gedenken an die Befreiung von der NS-Terrorherrschaft und an ihre Opfer. Die Wiener Symphoniker spielen dieses Jahr zusammen mit der australischen Sopranistin Eleanor Lyons und der jungen österreichischenPopsängerin Magda unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher.
Das Zusammenspiel zwischen klassischen Werken ins Exil vertriebener Komponisten wie Kurt Weill, Fr Kurt Weill, Franz Schreker oder Paul Abraham, und Magda, die mit ihren Liedern und Texten tief berührt, ergibt ein abwechslungsreiches und denkwürdiges Programm.
Als Zeitzeugin spricht heuer Lucy Waldstein zum Publikum.
Den Abschluss des Konzerts bildet, wie jedes Jahr, Beethovens „Ode an die Freude“ – die Europahymne, die für Frieden und Zusammenhalt steht.

23.00 Uhr
EICHMANN VOR GERICHT
Inszenierung Peter Wittenberg
Mit Sebastian Hufschmidt,
Katharina Hofmann u. v. m
Landestheater Linz 2025

Der Prozess gegen Adolf Eichmann gehört zu den spektakulärsten Gerichtsfällen des 20. Jahrhunderts: Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wurde der NS-Verbrecher in Jerusalem angeklagt und verurteilt.
2026 jährt sich der Eichmann-Prozess zum 65. Mal, und das Landestheater Linz erinnert mit einer besonderen Theaterproduktion daran: „Eichmann vor Gericht“ stellt den Prozess basierend auf den historischen Unterlagen im Linzer Landesgericht nach.

SO 10. 5. 2026: MERCI, CHÉRIE! – MERCI, UDO JÜRGENS!
– EIN ABEND MIT DEM RASTLOSEN PUBLIKUMSLIEBLING IN ORF III!
20.10 Uhr

EIN LIED GEHT UM DIE WELT
ORF III-Beitrag, 2026
Mit „Merci, Chérie“ gewann Udo Jürgens
1966 den Grand Prix Eurovision de la Chanson in Luxemburg und setzte damit einen wichtigen Meilenstein für das Land.
Heuer jährt sich der erste Sieg für Österreich beim Eurovision Song Contest zum 60. Mal. Ein Welthit feiert Jubiläum und ORF III feiert mit!
Erlebnis Bühne blickt auf diesen Kassenschlager, der als ikonischer Song bis heute Millionen begeistert und der dem österreichischen Komponisten und Sänger zum internationalen Durchbruch verhalf.

20.15 Uhr
UDO JÜRGENS: MERCI CHÉRIE
Klavier & Gesang Udo Jürgens
Berliner Gendarmenmarkt 2005
Musiklegende Udo Jürgens zelebriert am Klavier seine Hits und Kla

20.15 Uhr
UDO JÜRGENS: MERCI CHÉRIE
Klavier & Gesang Udo Jürgens
Berliner Gendarmenmarkt 2005
Musiklegende Udo Jürgens zelebriert am Klavier seine Hits und Klassiker, mit denen er Kultstatus erworben hat.
Aufgezeichnet wurde das Open-Air-Konzert am Berliner Gendarmenmarkt im Juli 2005, wo 6.500 Zuschauerinnen und Zuschauer dem nasskalten Wetter trotzten, um ihr Idol live zu erleben. Belohnt wurden sie mit einem Feuerwerk der Sonderklasse – mit Hits wie „Ein ehrenwertes Haus“, oder „Ich war noch niemals in New York“.
Udo Jürgens pur!

MO 11. 5. 2026
EINE SONG CONTEST PARTY AM RATHAUSPLATZ LIVE IN ORF III!
20.15 Uhr
MUSICAL MEETS SONG CONTEST
Musikalische Leitung Herbert Pichler
Mit Nienke Latten, Ana Milva Gomes, Klaudia Dodes, Moritz Mausser, Charles Kreische & Vincent Bueno
Orchester der Vereinigten Bühnen Wien
Moderation Elisabeth Engstler & Peter Fässlacher

Musical trifft auf den Eurovision Song Contest und ORF III ist live dabei!
70 Jahre Song Contest – 70 Jahre Welthits made in Europe.
Ob beliebte Popsongs, Eurodance-Hits oder italienische Balladen – MusicalStars wie Ana Milva Gomes, Nienke Latten oder Moritz Mausser feiern gemeinsam mit einem spielfreudigen Ensemble und dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien am Wiener Rathausplatz!
Mit dabei: Eine Vielzahl an bekannten Liedern des Eurovision Song Contests der vergangenen 7 Jahrzehnte – Gewinnersongs und andere Ohrwürmer, wie „Waterloo“, „Merci Chérie“, „Euphoria“, „Save Your Kisses for Me“ und viele mehr.
Ein besonderes Highlight des Eurovision Village am Wiener Rathausplatz – ein dynamisches Konzert-Erlebnis der Vereinigten Bühnen Wien zum Mitsingen und Mitschwingen, das als TV-Premiere übertragen wird!
Moderiert wird das Konzert von Elisabeth Engstler und Peter Fässlacher.

SO 17. 5. 2026
EIN SCHATZ AUS DEM ARCHIV: JEAN-PIERRE PONNELLES OPERNVERFILMUNG VON LE NOZZE DI FIGARO

20.15 Uhr
WOLFGANG AMADEUS MOZART: LE NOZZE DI FIGARO
Regie Jean-Pierre Ponnelle
Musikalische Leitung Karl Böhm
Mit Kiri Te Kanawa, Hermann Prey,
Mirella Freni, Dietrich Fischer-Dieskau u. m.
Opernverfilmung, 1976
Erlebnis Bühne hebt einen wahren Schatz aus dem Archiv: 1976 versammelte Karl Böhm einige der größten Sängerinnen und Sänger der Zeit, um dieses Meisterwerk der komischen Oper für die Kameras festzuhalten: Mozarts „Le nozze di Figaro“ in einer Verfilmung von Jean-Pierre Ponnelle!
Als Gräfin ist die neuseeländische Sopranistin Kiri Te Kanawa zu sehen, die heuer ihren 82. Geburtstag gefeiert hat. Hermann Prey ist der schlaue Figaro, der seine Susanna, Mirella Freni, heiraten wird. Den Grafen Almaviva singt und spielt der unvergessene Dietrich FischerDieskau

Das Gesamtprogramm auf einen Blick

FR 8.5.2026 IN ORF III
19:40 FEST DER FREUDE 2026: DER FESTAKT
20:15 FEST DER FREUDE 2026: DAS KONZERT
23:00 EICHMANN VOR GERICHT

SO 1O.5.2026 IN ORF III
20:10 EIN LIED GEHT UM DIE WELT
20.15 UDO JÜRGENS: MERCI CHÉRIE

SO 11.5.2026 IN ORF III & AUF 3SAT
20:15 MUSICAL MEETS SONG CONTEST
SO 17.5.2026 IN ORF III
20:15 WOLFGANG AMADEUS MOZART: LE NOZZE DI FIGARO

FR 22.5.2026 IN ORF III
22:30 ERÖFFNUNG DER WIENER FESTWOCHEN 2026
SO 24.5.2026 IN ORF III
21:05 ERÖFFNUNGSKONZERT DER INTERNATIONALEN BAROCKTAGE
STIFT MELK

FR 29.5.2026 IN ORF III
20:00 DER NEUE RUDOLF BUCHBINDER SAAL: DER FESTAKT ZUR
ERÖFFNUNG
20:15 DER NEUE RUDOLF BUCHBINDER SAAL: DAS
ERÖFFNUNGSKONZERT

SA 30.5.2026 AUF 3SAT
20:15 AUS DER VOLKSOPER WIEN: DIE LUSTIGE WITWE

SO 31.5.2026 IN ORF III
20:00 KULISSENGESPRÄCH MIT BARBARA RETT: TUGAN SOKHIEV
20:15 PHILHARMONISCHES ABOKONZERT MIT TUGAN SOKHIEV &
MARTHA ARGERICH
Programmänderungen vorbehalten.

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Verdi, Messa da Requiem . Große Halle der Witwatersrand Universitaet ,Johannesburg ,Suedafrika

messa

Die “ Messa da Requiem”ist die musikalische Darstellung der katholischen Begraebnismesse ( des Requiem eben, das Gebet und die ewige Ruhe) ) , geschrieben fuer vier solisten, doppeltem Chor und Orchester, diesmal eben von Guiseppe Verdi. Es wurde von ihm zum Gedenken an den von ihm bewunderten Alessandro Manzoni geschrieben und wird deswegen auch als Manzoni Requiem bezeichnet. Die Urauffuehrung fand unter der Stabfuehrung des Komponisten zum  ersten Todestag Manzonis’ 1874 in der Kirche zum heiligen Markus in Mailand statt. Drei Tage spaeter wurde das Werk von denselben Kuenstlern in der Scala aufgefuehrt und Verdi hat dieses Werk an zahlreichen bedeutenden Orten in Europa aufgefuehrt.

Verdi begann mit der Komposition am letzten Teil des Textes,  Libera me als sein Beitrag fuer eine Gedenkmesse fuer Rossini.Da das Requiem als zu opernhaft fuer eine Auffuehrung in liturgischem Rahmen angesehen wird ( Beckmesser laesst gruessen!) wird das Requiem ueblicherweise konzertant aufgefuehrt und manchmal auch von den Besserwissern eine Oper  im liturgischen Gewand genannt aber das findet sich auch im Finale des 1.Aktes der  ‘Tosca’.

Ihr Kunstbetrachter entschuldigt sich dafuer, einige Worte ueber Struktur, Geschichte und Hintergrund dieses gewaltigen Werks zu verlieren, aber derartige Musik darf nicht in blasierter Art und Weise von ueberfuetterten und verwoehnten Zuhoerern die das Ganze  auflutschen wie ein suessses, rosa Bonbon verkonsumiert werden. Normalerweise will ich nicht  so zwischen  musica seria und musica divertimena unterscheiden aber dieses Requiem ist eine ernsthafte Sache und sollte von den Zuhoerern mit Ehrfurcht behandelt werden.

Die Urauffuehrung  fand als Gedenkmesse mit den Solisten  Teresa Stolz (Sopran), Maria Waldmann (Mezzosopran), Giuseppe Capponi (Tenor) und Ormondo Maini  (Bass) statt. Als Aida, Amneris und Ramfis hatten  Stolz, Waldmann, und Maini alle in der europaeischen Premiere von  Aida 1872 gesungen.Schlussendlich wurde dieses Requiem ein Welterfolg. Eine der am meisten aufgefuehrten Kompositionen und  genauso beliebt wie  Mozart’s Requiem –  denkt irgendjemand noch ueber den Text und seine Bedeutung nach und was denn ‘dies irae’ tatsaechlich bedeutet ?  Nun also – wiederum- in Johannesburg.

Verdi hat den liturgischen Text in die folgenden Saetze eingearbeitet: Das Requiem mit dem Introitus des Chors und dem Kyrie, dem Dies Irae mit einer Vielzahl kleinerer Gesangsstuecke, dann dem  Offertorium, dem Sanctus, dem Angus Dei, Lux aeterna und dem Libera me.

Anders als bei anderen  Requiems hat Verdi verschiedene Teile  einem Solisten zugeordnet. Er schrieb auch Duette wie das  Recordare, Lacrymosa und Agnus Dei, und ein Quartet der Solostimmen fuer das  Domine Jesu Christe im Offertorium. Im ganzen Werk verwendete Verdi strenge Rhytmen, sublime Melodien und dramatische Gegensaetze – wie eben auch in seinen Opern – un die in den Texten eingebetteten Gefuehle im wahrsten Sinne des Wortes herauszudruecken.

Nun ueber diese Auffuehrung. Sie war eine gute Suedafrikanisch-Deutsche Zusammenarbeit wobei zB die “Kompositions Initiative Kassel’und das lokale  “Goethe Institut” Sponsoren waren. Vereint waren das Philharmonische  Orchester  Johannesburg unter dem Dirigenten  Manuel Hartinger, drei Choere; der ‘Junger Kammerchor Muenchen’, die Gauteng Choristers  und der Chor der Musikfakultaet der ‘Wits Universitaet. Solisten waren  Pumeza Matshikiza (Sopran), Julia Rutigliano (Mezzosopran), Kanalelo Sehau (Tenor) and Njabulo Mthimkhulu (Bass). Bevor ihr Kunstbetrachter ins Detail geht eine allgemeine Bewertung: Es ware eine grossartige, fantastische und tief bewegende Auffuehrung.

Julia Rutigliano ist eine  vor allem durch Wagner Rollen  ( Wellgunde, Siegrune, Venus, Brangaene aber auch Verdi Rollen wie   Amneris und Acuzena) bekannte und anerkannte Deutsch-Italienische Saengerin die in diesem Jahr bereits als Martha in Flotow’s “ Lustige Weiber von Windsor’ und als Flosshilde beindruckte. Sie besitzt eine sehr schoene, ausdrucksstarke aber genauso elegante Stimme die auch sakraler Musik bestens dient. Ich glaube, dasz  sie das erste Mal in Suedafrika auftrat und wir wollen sie hier gerne wiederhoeren.  Kanalelo Sehau ist ein juengerer, eleganter Tenor mit einer feinen Stimme der in dieser sakralen wie dramatischen Solorolle voll ueberzeugte und auch wir wollen ihn wieder hoeren; vielleicht  in einem besonderem  “ Fine talents & rising stars” Konzert, die von  SITTOPERA arrangiert werden. Njabulo Mthimkulo ist ein wirklich serioeser, sehr beindruckender  Bass der bereits international reuessierte . Abgesehen von verschiedenen Opern trat er  in kirchlichen Werken wie Haendel’s Messiah, Haydn’s Missa Cellensis, Mozart’s Kroenungsmesse und Schubert’s Messe in G-Dur auf. Im Moment lehrt er an der Nelson Mandela Universitaet in Port Elisabeth.  Kurzgesagt: sehr gut und beindruckend gesungen, eine maechtige aber dennoch nuancierte Stimme und auch ihn wollen wir bei einem Sonderkonzert gerne begruessen.

An dieser Stelle darf ich bemerken dasz hierzulande der Vielzahl herausragender Talente nicht so gut gedient wird als da wir viel mehr Moeglichkeiten fuer diese schaffen koennten und Suedafrika als kreatives Zentrum fuer Saenger und Interpreten klassischer Musik prominent etablieren koennten und sollten. Wo sind die oeffentlichen Subventionen und privaten Sponsoren?   Diese Auffuehrung ist fuer Ihren Kunstbetrachter Ermutigung” Dinge loszutreten und die Trommel zu ruehren”.

Alle drei Choere waren herausragend, wundervolle Ensembles edler Stimmen. Die Gefahr besteht das auf Grund des ( zT hoch-) dramatischen und opernhaften Charakters der Musik die Choere zu laut und schreiend werden. Nicht in dieser Auffuehrung; die Choere immer zwischen Piano und Fortissimo balanciert und nuanciert seiend. Sehr gut gemacht!

Das Philharmonische Orchester von Johannesburg hat  erstklassig gespielt und es ist schade, dasz es nicht mehr Auffuehrungen gibt. Dazu siehe meine  vorherigen Bemerkungen ueber die “ Unter-nutzung’ueberdurchschnittlicher Interpreten. Manuel Hartinger ist ein anerkannter Chor und Orchesterdirigent aus dem suedlichen Deutschland. Er dirigierte herausragend und vermied die Gefahr, dasz vor allem im Dies Irae  eine Auffuehrung des Requiems zu knalligem, schamlosen Laerm verkommt.  Vom Anfang bis zum Ende, vom pianissimo zum fortissimo hatte er Orchester, Choere und die Solisten in der Hand und zeigte uns, was con-duco bedeutet: zu versammeln, zu verbinden und zusammenbringen. Eine herausragende Darbietung! Es waere schoen, wenn er in Zukunft wiederum hier auftreten koennte.

Nun zu Pumeza Mathsikiza, seit vielen Jahren international herausragend taetig.Die anderen Interpreten moegen mir verzeihen und ohne sie im geringsten herabzuwuerdigen ist eines klar: Sie war der Star und stand ein Stockwerk ueber allen Anderen.  Einer anderen grossen suedafrikanischen Sopranistin Stimme  vergleiche ich immer mit einem Brillianten aber  Pumeza’s Stimme ist ein aufregender, blutroter Rubin, eine samtene Stimme, unglaublich elegant, dabei kraftvoll, dramatisch und sicher von den tiefsten Stellen bis zu den hoechsten Hoehen , anscheinend muehelos sowohl Orchester als auch Choere ueberstrahlend. Sie ist sowohl als Singer als auch als Person eine der interessantesten und aufregendsten Sterne am Opernhimmel; fordernd und in unglaublicher Weise bietend und dabei von den folgenden Weistuemern geleitet:  “ Das Beste ist gerade gut genug””,  “ Nichts wird jemals entschuldigt ” und immer 150 Prozent anstrebend. So wird Groesse geschaffen. Herausragend sie war im Rahmen einer allgemein herausragenden, tief bewegenden und beruehrenden Aufffuehrung. Uebrigens, sie war in den letzten zwei Jahren als Aida herausragend  und eine Kombination mit Julia als Amneris waere erstrebenswert. Darueber hinaus bin ich seit einiger Zeit und gerade nach diesem Konzert davon ueberzeugt, dasz sie eine phaenomenale Isolde waere und wiederum sie mit Julia als Brangaene ‘zusammenzuspannen”wuerde ein  “Traumteam’ergeben. Ein Traum aber wir duerfen traeumen ( aber dann Aermel hochgerollt und an die Arbeit!) .]

Das Publikum spendete wohlverdienten, begeisterten Applaus; viele Bravorufe und stehende Ovationen. Eine Bemerkung: Die Vorstellung war an einem langen Wochenende und dafuer recht gut besucht bei einem sehr entgegenkommenden Kartenpreis aber diese Auffuehrung und die Interpreten haetten sich ein ausverkauftes Haus  verdient und noch Leute, die an die Tueren klopfen und stuermisch Einlass begehren.  Wir alle hier im ruhmreichen Suedafrika muessen  an verbesserten Marketing, Oeffentlichkeitsarbeit und Sponsoren fuer hochklassige kuenstlerische, insbesondere musikalische Veranstaltungen hart arbeiten. Ein Beispiel:Wenn deutsche Institutionen diese Veranstaltung soutenierten wo ist dann die Deutsche Botschaft ? Nicht nur Diplomaten sind Botschafter ihres Landes sondern eben auch Kuenstler ( und manchmal die besseren Botschafter) .Und eine letzte kitzekleine Bemerkung: Die Damensoloisten waren elegantest gewandet; wieso dann nicht der Dirigent und die Herren Solisten im Frack ? Dafuer finden sich Sponsoren.Noch eine Bemerkung: Donnernden Applaus soll man nicht abwuergen. Die Zuhoerer waren zu Recht begeistert. Wieso dann die Applauswellen nach dem ersten “Vorhang”  fuer Solisten und Dirigent beenden? Drei oder Vier “Vorhaenge’waeren fuer alle Interpreten ein wohlverdientes Geschenk gewesen.

Alles in allem sei nochmals gesagt: Eine herausragende, tief aufwuehlende und bewegende Darbietung.

Harald Sitta  )Johannesburg
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Mainfranken Theater Würzburg: „Weil ich ein Mädchen bin!“: SchauspielClub bringt kraftvolle Eigenproduktion auf die Probebühne

Premiere am 9. Mai 2026 am Mainfranken Theater Würzburg

Mit WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN! zeigt der SchauspielClub des Mainfranken Theaters Würzburg ab dem 9. Mai 2026 eine eindringliche Eigenproduktion über Rollenbilder, Körper, Wut, Scham, Selbstbehauptung und weibliche Erfahrungen, über die viel zu lange geschwiegen wurde. Die Produktion ist auf der Probebühne des Mainfranken Theaters zu erleben. Leitung und Regie liegen bei Jenny Holzer, die Dramaturgie übernehmen Kim Stella Seubert und Jenny Holzer.

WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN! ist ein Stück, das aus Fragen entstanden ist: aus Wut, aus Scham, aus Zweifeln, und aus Erfahrungen, die viele teilen. Es erzählt von Spiegeln, die sagen, man sei nicht genug. Von Rollenbildern, die enger sind als jeder Bühnenraum. Von Übergriffen, deren Echo im Körper bleibt. Von unsichtbarer Care-Arbeit, Lohnlücken, Erwartungen und Zuschreibungen. Von Periodenblut, People Pleasing, Perfektionismus und der großen Frage: Wer bin ich, wenn ich aufhöre, es allen recht zu machen?

Dabei versteht sich die Produktion nicht allein als Anklage. WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN! ist zugleich eine Liebeserklärung: an Mütter, Großmütter und all jene Frauen, die unter anderen Bedingungen gelebt, gekämpft und Räume geschaffen haben, in denen nachfolgende Generationen heute stehen können. Der Abend fragt nach dem, was weitergegeben wurde, an Stärke, Schmerz, Anpassung, Mut und Widerstand.

Auf der Bühne stehen Eva Becker, Julia Lange, Maria Petiunina, Zoe Radmacher, Kim Stella Seubert, Tea Tomanovic, Lea Wiesemann, Merle Wiesemann und Christiane Wagner. Gemeinsam entwickeln sie einen Abend, der persönliche Perspektiven mit gesellschaftlichen Fragen verbindet und den Blick auf das richtet, was Mädchen und Frauen immer wieder zugeschrieben wird, und auf das, was entsteht, wenn diese Zuschreibungen zurückgewiesen werden.

„Vielleicht beginnt Veränderung nicht immer mit einem Knall. Vielleicht beginnt sie mit einer Frau, die stehen bleibt, wo sie immer nur ausgewichen ist“, beschreibt Regisseurin Jenny Holzer die Gedanken hinter der Produktion, die programmatisch über einem Theaterabend stehen, „der nicht leise, nicht angepasst und nicht mehr bereit ist, Erfahrungen zu relativieren“. WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN! formuliert eine klare Haltung: Wir sind nicht zu laut. Nicht zu emotional. Nicht zu viel.

Mit „WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN! präsentiert Theaterpädagogin Jenny Holzer zudem ihre vorerst letzte Produktion am Mainfranken Theater. In den vergangenen Jahren inszenierte sie mit dem Schauspielclub DIE WELLE, SCHÖNE NEUE WELT und UNDERSTANDING EUROPA. Stets widmete sich Holzer dabei gesellschaftlich relevanten Themen.

Termine und Karten

Weil ich ein Mädchen bin!
Eine Eigenproduktion des SchauspielClubs
Premiere: Samstag, 9. Mai 2026, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: Sonntag, 10. Mai 2026, 15.00 Uhr; Sonntag, 17. Mai 2026, 15.00 Uhr
Ort: Mainfranken Theater Würzburg, Probebühne

Eintritt: 12 Euro

Team
Leitung und Regie: Jenny Holzer
Dramaturgie: Kim Stella Seubert und Jenny Holzer

Besetzung
Eva Becker, Julia Lange, Maria Petiunina, Zoe Radmacher, Kim Stella Seubert, Lea Wiesemann, Merle Wiesemann, Christiane Wagner

Kontakt Theaterkasse
T +49 931 375-375

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