Philippe Sly (Saint François), Ensemble © SF/Monika Rittershaus
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 17. AUGUST 2026
Salzburg/Festspiele
Die zwei Stimmen des François: Sly zieht die Notbremse, Herrera-López Kessel rettet
Selbstverständlich wäre ich über alle Maße enttäuscht gewesen, hätte ich nach dem ersten Akt den Saal endgültig verlassen müssen. War nicht der Fall. Doch auch im Fall des Falles: ich finde es so mutig wie richtig, die Entscheidung zu treffen, nicht weiter zu singen, wenn der Künstler selbst die Gefahr spürt, durch das Weitersingen seine Stimme zu zerstören. Chapeau! Philippe Sly lässt sich nach dem ersten Akt entschuldigen. Er spielt – grandios! – weiter. Ab dem 2. Akt übernimmt Antoin Herrera-López Kessel die Stimme des François. Nicht ganz so entschlossen wie Sly, doch die die menschliche Tiefe des François’ singt er in mich.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de
Salzburg
Kritik Muti und Wiener Philharmoniker in Salzburg: Verdi in besten Händen
Die Aufführung von Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ wird bei den Salzburger Festspielen 2026 zum Triumph für Riccardo Muti und die in Hochform spielenden Wiener Philharmoniker.
BR-Klassik.de
Wiener Philharmoniker mit Riccardo Muti in Salzburg: Pfeif auf den Tod!
Maestro, Orchester und Solisten schenkten Hoffnung mit Verdis Requiem. Der Sopranistin Iwona Sobotka gehörte die aufregende finale Szene im Libera me. Wie in Todesangst murmelt sie, fast mehr als sie singt, das „Befreie mich, Herr, vom ewigen Tod an jenem furchtbaren Tag“. Der Chor – die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor perfekt einstudiert wie immer von Ernst Raffelsberger – wiederholt und verstärkt unisono die Panik. Geheimnisvoll inszeniert Riccardo Muti die unheimlich pochenden Pauken und die überirdisch verklingenden Streicher. Zum Sopransolo treten als akute Drohung aus der Tiefe die Bläser. In tiefer Lage wiederholt die Sopranistin zuletzt die flehende Bitte.
DerStandard.at
Große Oper zwischen Himmel und Hölle
Der 15. August ist in Salzburg traditionell kein Marien- sondern ein Riccardo-Feiertag. Ein Triduum seit Jahren, ein dreitägiges Hochfest. Bei der Umbauerei im Festspielbezirk sollte eine Erweiterung im Großen Festspielhaus noch erwogen werden: Nicht einmal für Lang Lang werden so viele zusätzliche Sitzreihen auf die Seitenbühnen gequetscht wie für Maestro Muti.
DrehpunktKultur.at
Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker triumphieren zu Mariä Himmelfahrt mit Verdis Requiem (Bezahlartikel)
Riccardo Muti hat seine Werksicht auf das Verdi-Requiem noch einmal verfeinert – ein Feiertag für das Festspielpublikum.
SalzburgerNachrichten.at
Fünfundfünfzig, fünfundachtzig
Ein bisserl noch was geht immer: 2021, zum Fünfzig-Jahre-Jubiläum als Festspielkünstler, hat Riccardo Muti das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg bekommen. Nun, stilvoll zu Ferragosto, wenn alle Italiener blau machen nur nicht Maestro Muti, hat ihm Karoline Edtstadler den Ring des Landes Salzburg überreicht.
DrehpunktKultur.at
Salzburg/Messiaen
Sechs Stunden Glaube, Vögel und Ekstase: Salzburg wagt Messiaens Opern-Monument
Kaum ein Komponist des 20. Jahrhunderts hörte so obsessiv auf Vogelgesang wie Messiaen. Er notierte Rufe in der Natur, übertrug sie auf Instrumente und machte sie zu einem eigenen musikalischen Vokabular. In „Saint François“ kulminiert diese Arbeit in der berühmten Vogelpredigt. Das ist keine naive Naturidylle. Für Messiaen waren Vögel Zeichen einer Schöpfung, deren Vielfalt sich menschlicher Ordnung entzieht. Ihre Rhythmen und Tonfolgen sprengen die regelmäßigen Muster europäischer Kunstmusik. Erst in dieser Rückbindung zeigt sich, warum der gegenwärtige Anlass mehr verdient als die schnelle Chronik des Kulturbetriebs.
tabularasamagazin.de
Salzburg/Festspiele
Riccardo Muti: Magisch zarte und monumental mächtige Klänge (Bezahlartikel)
Eine Sternstunde: Das „Verdi Requiem“ mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen.
Kurier.at
Salzburg/Ariadne
Ariadne auf dem Mars
Am 2. August feierte Ersan Mondtags Neuinszenierung von Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen im Haus für Mozart Premiere. Strauss’ 1911/12 entstandene Oper bringt heitere Komödie und tragischen Ernst auf eigentümlich radikale Weise zusammen: Auf ein satirisches Vorspiel, in dem Künstler, Dienstboten und ein allmächtiger Auftraggeber um die Gestaltung eines musikalischen Banketts ringen, folgt die Geschichte der von Theseus verlassenen Ariadne, doch nicht als ungebrochene Opera seria. Auf Geheiß des Hausherrn wird sie mit dem burlesken Spiel einer Commedia dell’arte-Truppe um Zerbinetta verschränkt. Diese Spannung ist der Oper bereits in ihre Entstehung eingeschrieben. In der 1912 in Stuttgart uraufgeführten Urfassung war Ariadne auf Naxos noch Teil von Strauss’ und Hofmannsthals Bearbeitung von Molières Der Bürger als Edelmann. Das Experiment, Sprechtheater, Musiktheater und die Oper miteinander zu verschränken, fiel beim Publikum jedoch durch. Für die zweite Fassung ersetzten Strauss und Hofmannsthal Molières Komödie durch ein eigens geschaffenes Vorspiel, das die Entstehung der anschließenden Oper selbst zum Gegenstand macht. Diese Fassung wurde 1916 an der Wiener Hofoper uraufgeführt.
Von Getong Feng
Klassik-begeistert.de
Bochum
Ungewöhnliche Karriere: Dawidiuk startet als wohl jüngster Generalmusikdirektor
Der erst 25-Jährige übernimmt die künstlerische Leitung der Bochumer Symphoniker. Der Dirigent – auch Organist und Pianist – ist wohl der jüngste Generalmusikdirektor hierzulande – und hat viel vor.
SueddeutscheZeitung.de
Gstaadt/Menuhin-Festival/ Kirche Zweistimmen
Winterreise mit Behle: Schubert muss nicht immer schwer sein
Daniel Behle bringt Schuberts „Winterreise“ gemeinsam mit dem Oliver Schnyder Trio nach Zweisimmen. Dabei verschieben sich die Gewichte zwischen Dunkelheit und lyrischer Leichtigkeit – manches klingt plötzlich ganz anders, als man es gewohnt ist.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de
Grafenegg glänzt auch nach 20 Jahren
Grafeneggs Intendant Rudolf Buchbinder feiert dieses Jahr mit seiner „Herzensangelegenheit“, das Grafenegg-Festival, sein zwanzigjähriges Jubiläum. Wer von Anfang an dabei war, kann nur sagen, dass dieses Experiment bestens gelungen ist. Hier gaben sich weltberühmte Ensembles und Musiker die Klinke in die Hand – das dichte Programm bot kaum Zeit, all die großartigen Momente zu verarbeiten.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Bayreuth/Festspiele:
Bayreuth bricht sein eigenes Tabu: Warum „Rienzi“ 2026 erstmals im Festspielhaus erklang
Der Fall macht deutlich, wie sehr Aufführungsgeschichte Wahrnehmung formt. Wenn ein Werk über Generationen fehlt, fehlt nicht nur seine Musik. Es fehlen Vergleichsmöglichkeiten, Sängertraditionen, Regieerfahrungen, Aufnahmen und öffentliche Debatten. Der Kanon erzeugt sein eigenes Gedächtnis. „Rienzi“ kommt 2026 deshalb nicht als unbeschriebenes Werk nach Bayreuth, sondern als Oper, über die gerade wegen der langen Abwesenheit besonders viele Vorannahmen existieren. Der aktuelle Anlass wird damit mehr als ein Kalendereintrag: Er öffnet eine ältere ästhetische Frage neu.
tabularasamagazin.de
Gstaad
Menuhin Conducting Prize 2026: Die nächste Generation von Dirigentinnen und Dirigenten
Bei der 11. Verleihung des Preises wurden Leonhard Kreutzmann aus Deutschland und Tess Jackson aus dem Vereinigten Königreich gemeinsam mit dem Menuhin Conducting Prize gekürt.
ch-cultura.ch
Bremen/Konzerthaus „Die Glocke“
Fazıl Say rüttelt auf – Debussy entführt in faszinierende mystische Traumwelten
In einem Interview erläuterte der türkische Pianist und Komponist Fasıl Say einmal, dass er mit seiner Musik die Absicht verfolge, Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren und aufrütteln sollen. Von dieser Intention in ganz besonderem Maße bestimmt ist auch sein seinem 2024 entstandenes Klavierkonzert „Mother Earth“, das in einer Bremer Erstaufführung am Auftaktabend des diesjährigen Bremer Musikfests in der Glocke dargeboten wurde. Als Solist seines eigenen Werkes ist Say dafür gewiss der ultimative Interpret.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de
Edinburgh
200 MUSIKER, EIN RIESENWERK: Wynton Marsalis eröffnete Edinburgh mit „All Rise“
Wynton Marsalis ist seit Jahrzehnten eine zentrale und zugleich kontrovers diskutierte Figur des amerikanischen Jazz. Als Trompeter, Komponist und institutioneller Gestalter hat er den Jazz at Lincoln Center entscheidend geprägt. Kritiker warfen ihm gelegentlich vor, einen zu stark kanonischen Blick auf die Jazzgeschichte zu vertreten; Anhänger sehen gerade in seiner historischen Arbeit eine notwendige kulturelle Selbstbehauptung. „All Rise“ macht diese Spannung hörbar, weil das Werk Traditionsbewusstsein mit großformatiger Grenzüberschreitung verbindet. Von dieser Seitenbewegung führt eine direkte Linie zurück zum Ereignis, das dadurch erst seine kulturelle Tiefe gewinnt.
tabularasamagazin.de
Tonträger
Georg Nigl singt Schuberts „Schöne Müllerin“
Der österreichische Bariton Georg Nigl ist kein klassischer Sänger wie alle anderen. Bei den Salzburger Festspielen hat Nigl eine eigene Reihe mit Kultstatus, die gerade wieder das Publikum begeistert hat: Da tritt er mit Starschauspielern wie August Diehl oder Dörte Lyssewski auf und verbindet Lieder mit Rezitation. Diese sogenannten „Nachtmusiken“ sind notorisch ausverkauft. Trost für seine Fans könnte ein neues Album bringen: Jetzt hat Georg Nigl einen der großen Lieder-Zyklen von Franz Schubert aufgenommen, „Die schöne Müllerin“.
BR-Klassik.de
Preis der deutschen Schallplattenkritik: die Bestenliste 3/2026 ist erschienen
Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die dritte Vierteljahresliste des Jahres 2026 veröffentlicht. Die zur Zeit 157 Kritiker-Juroren des PdSK, aufgeteilt in 32 Fach-Jurys, haben aus den Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes aus dem letzten Quartal folgende Siegertitel für die Bestenliste gekürt:
NeueMusikzeitung/nmz.at
Links zu englischsprachigen Artikeln
Salzburg
An instrument of your peace
Philippe Sly is sublime as Messiaen’s Saint François D’Assise in Salzburg, though Romeo Castellucci‘s production could brush up on its catechism.
https://parterre.com/2026/08/15/an-instrument-of-your-peace/
The 2026 Salzburg Festival Navigates Uncertain Times Without an Artistic Director (Subscription required)
The renowned classical music festival is at a turning point after ousting its artistic director as it prepares for a disruptive $600 million renovation project.
https://www.nytimes.com/2026/08/15/arts/music/salzburg-festival-markus-hinterhauser.html
Bastad
Birgit Nilsson Festival 2026 Review: Der fliegende Holländer
An Impressive Cast in Wagner’s Drama by the Sea
https://operawire.com/birgit-nilsson-festival-2026-review-der-fliegende-hollander/
London
Review: TCHAÏKOVSKY: CHILD OF GLASS, Opera Holland Park
The tragic life of this wonderful composer is brought vividly to life
broadwayworld.com.westend
Chicago
A majestic Grant Park Chorus wraps summer series in style
chicagoclassical.review.com
Cleveland
Latonia Moore’s star power shines and Russell Thomas saves the game (again) in Cleveland
seenandheard.international.com.latoniamoore
WashingtonNoseda, NSO spark joy in triumphant appearance at Wolf Trap
washington.classical.review,wolftrap
Feature
Yes, opera has an age problem — because society has an education problem
https://www.standard.co.uk/comment/opera-education-problem-b1293322.html
Recordings
Sibelius: The 7 Symphonies (Helsinki Philharmonic Orchestra, Jukka-Pekka Saraste)
Finnish maestro and orchestra impress deeply on home turf.
limelights.arts.com.sibelius
Sprechtheater
Molière in berufsjugendlichen Eskapaden versenkt
Das starke Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele erleidet einen Rückschlag: Molières „Menschenfeind“ verkörpert trotz guter Schauspieler deutsches Großstadtprovinztheater.
https://www.krone.at/4257822
Das lächerliche Schäumen gegen diese Zeiten
Etwas über eine Viertelstunde lang wird man mächtig zugedröhnt. Empfindsame Gemüter haben sich die Ohren zugehalten und sich damit begnügt, die projizierten Rap-Texte mitzulesen. Aber es kommt noch ärger. Sechs Minuten und doch eine gefühlte Ewigkeit lang werden Laserlicht und Stroboskop-Blitze aufs wehrlose Publikum losgelassen. Sind wir nicht Molière, seines Menschenfeindes wegen ins Landestheater gekommen? Ja eh. Aber Regisseurin Jette Steckel will uns mit der Nase drauf stoßen, dass im Menschenfeind total viel Aktualität steckt. Diese beweist das Stück zwar schon seit haargenau 360 Jahren, deshalb gehört es schließlich zum unverzichtbaren Komödien-Kanon. Aber es muss eben jede Generation ihre eigenen Erfahrungen machen.
DrehpunktKultur.at.schäumen gegen diese.zeiten
Beim „Menschenfeind“ der Salzburger Festspiele ist Rap die neue Versform
In der Regie von Jette Steckel reißt das Ensemble vom koproduzierenden Thalia Theater Hamburg das auf und vor der Bühne platzierte Publikum mit
DerStandard.at.story.versform
Salzburg/Festspiele
Der Party-Crasher und die Bitches: Molières „Menschenfeind“ in Salzburg (Bezahlartikel)
Jette Steckels zeigt Molières „Menschenfeind“ bei den Salzburger Festspielen im Landestheater: eine bunte, teils gewitzte Interpretation. Die Interaktion mit dem Publikum und zwei Vorspiele – erst Hip-Hop, dann Lichtshow – fügen ihr nichts hinzu.
DiePresse.com.menschenfeind
Salzburger Festspiele: Lichtgestalt statt Menschenfeind (Bezahlartikel)
Fulminant: Regisseurin Jette Steckel und ihr Team übersetzten radikal, farbenfroh und feministisch Molières Komödie in die Gegenwart.
Kurier.at.moliere
Carnuntum
Art Carnuntum bringt drei Gastspiele ins Amphitheater
Constantina Bordin leitet das Welttheaterfestival nahe Wien durch schwierige Zeiten – lässt sich aber nicht unterkriegen. Am 21. August geht’s los
DerStandard.at.story.carnuntum
Tod der Qualtinger-Witwe: Die letzte Zeugin des Kabarett-Giganten
Mit der Schauspielerin Vera Borek starb die letzte Zeitzeugin aus dem engsten Umfeld des Kabarettgiganten. Lesen Sie hier Erinnerungen an Begegnungen mit dem ungleichen Paar.
Kurier.at.veraborek
Ausstellungen/ Kunst
London
Was hinter Frida Kahlos berühmten Bildern steckt. Sie fasziniert bis heute
Die Tate Modern, Londons Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, widmet der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907-1954) mit „The Making of an Icon“ eine Schau, die hinter die Fassaden ihres Schaffens blickt.
https://www.krone.at/4252254
Politik
Österreich
Neos-Gründer Matthias Strolz: „Wir beobachten einen Sterbeprozess in Zeitlupe“
Der Neos-Gründer über den Zustand der pinken Regierungspartei, seine Nachfolgerin Beate Meinl-Reisinger und die Zukunft der Dreierkoalition.
Kurier.at.matthias.strolz
Kritik vom Ex-Chef: Strolz teilt gegen NEOS aus: „Ideale verraten!“
Schon wieder Ärger mit einem pinken Parteigründer: Nach dem mittlerweile aus der Partei ausgeschlossenen Veit Dengler müssen sich die NEOS nun auch mit Kritik ihres Ex-Parteichefs Matthias Strolz herumschlagen. Auch wenn dieser – wie er der „Krone“ erklärt – eigentlich keine „Attacke“ reiten wollte.https://www.krone.at/4258134
Russisch-österreichischer Unternehmer und Nawalny-Unterstützer im Willkürstrudel russischer Gerichte
Welcher Willkür Unternehmer vor russischen Gerichten ausgesetzt sind, zeigt der Fall eines russischen Autohändlers, der die „falsche“ politische Einstellung hat und nun Schutz in Österreich suchen muss.
DiePresse.at.nawalny
Frankreich
Heimlich aufgenommen“: Macron sorgt mit Urlaubsfotos für Empörung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit einer Fotoreportage über seinen Urlaub für Empörung gesorgt. Die Bilder zeigen ihn beim Jetski-Fahren an der Côte d‘Azur im Süden des Landes. „Während der Hitzewelle, während Frankreich brennt und ein Teil der Franzosen nicht in den Urlaub fahren konnte, vergnügt sich der Präsident (…)“, kritisierte etwa Olivier Faure, Chef der Sozialistischen Partei.
KronenZeitung.at
Mode
New York
Museal verewigt nach „I Love Hitler“-Sager: John Galliano wird jetzt wieder zum Aufreger
John Galliano wird Held der großen Met-Modeausstellung im Mai 2027, was viele ob seines antisemitischen Sündenfalls von einst empört. Wird die Schau gar die letzte Demonstration der Macht von Anna Wintour?
DiePresse.com.museal
Wetter
Temperatursturz: Jähes Ende der Rekordhitzephase
Die neue Arbeitswoche startet vor allem im Osten mit einem merklichen Unterschied: Die große Hitze ist nun auch hier vorbei. Erreichten die Temperaturen am Sonntag stellenweise noch 37 Grad, müssen wir uns am Montag mit weitaus weniger „begnügen“ – Temperaturunterschied: bis zu 10 Grad!
https://www.krone.at/4257853
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Unter’m Strich
Neuer Ansturm auf Ceuta: Zusammenstöße, Festnahmen
Seit Tagen wird in den sozialen Netzwerken ein neuer Migrantenansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta herbeigepostet – offenbar mit Erfolg. An der Grenze kam es in den vergangenen Stunden zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Migranten und vor allem marokkanischen Sicherheitsbehörden, als insgesamt Hunderte versuchten, illegal nach Ceuta zu gelangen.
https://www.krone.at/4257007
INFOS DES TAGES (MONTAG, 17. AUGUST 2026)
INFOS DES TAGES (MONTAG, 17. AUGUST 2026)
Quelle: onlinemerker.com
STAATSOPER UNTER DEN LINDEN BERLIN : Premiere am 26.9.: Spontinis „La Vestale“ mit Sonya Yoncheva

noch mitten in der Sommerpause blicken wir voller Vorfreude auf die erste Premiere der neuen Saison: Gaspare Spontinis La Vestale mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle, in einer Neuinszenierung von Lydia Steier.
Julia, eine Vestalin, widersetzt sich dem ihr auferlegten Keuschheitsgelübde und entscheidet sich für die Liebe zu dem Feldherrn Licinius. Lydia Steier erzählt diese Geschichte als Auseinandersetzung mit autoritären Herrschaftsstrukturen, in denen religiöse, politische und militärische Macht untrennbar miteinander verbunden sind.
Mehr zur Neuproduktion
Die Staatskapelle Berlin spielt unter der musikalischen Leitung von
Carlo Rizzi, in der Titelpartie können Sie sich auf die wunderbare Mezzosporanistin Sonya Yoncheva freuen, die erstmals als Julia zu erleben ist. An ihrer Seite singen unter anderem David Butt Philip, Marina Prudenskaya und Siyabonga Maqungo.
Die Premiere feiern wir am 26. September 2026.
Weitere Vorstellungen finden am 30. September, 3., 6. und 9. Oktober 2026 sowie am 30. April, 6. und 8. Mai 2027 statt.
Bereits am 21. September um 18.30 Uhr geben Dramaturgie und Beteiligte der Produktion einen Einblick in den Entstehungsprozess der Neuinszenierung. Lassen Sie sich diese exklusive Einführung in die Probenarbeit der Künstlerinnen und Künstler nicht entgehen.
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BAYREUTH 2027 neuer PARSIFAL Ersan Mondtag, Christian Thielemann, Piotr Beczala Beczala (Rollendebüt)

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Christian Thielemanns 200. Dirigat in Bayreuth

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Diersbach/Oberösterreich: Gediegener Jazz in charmant rustikalem Ambiente
– Das Inntöne Festival in Diersbach

Krzysztof Kobyliński Piano Solo (PL). Copyright: Günther Gröger

Lisa Hofmaninger bcl & Helmut Jasbar g (A). Copyright: Günther Gröger
In Diersbach, einem 1500 Seelendorf im Innviertler Outback, gibt es seit 25 Jahren eines der spannendsten und offensten Festivals des Landes. Paul Zauner, einer der wesentlichen Gestalter der Jazzszene Oberösterreichs, begann Mitte der 80er Jahre in Sigharting mit der Installation eines Musikfestes, dessen Grenzen seit weit gesteckt sind. Nach Stationen in Raab und Zell an der Pram, zog man 2002 auf Zauners Familiensitz, den Buchmannhof in der Froschau bei Diersbach, und profilierte sich rasch als wichtiger Kristallisationspunkt dieses Genres.
Wenn man fragt, wer in den Jahren aller da war, ist das schwer zu beantworten. Eher sollte man fragen, wer das Inntöne Festival nicht besucht hat. Ein wenig Namedropping sei dennoch gestattet. Die Pianisten Kirk Lightsey, Pablo Held, Aki Takase, Dollar Brand aka Abdullah Ibrahim, die Saxofonisten Gary Bartz, Steve Grossman, Azar Lawrence, Clemens Salesny, Dave Murray, die Sängerinnen/Sänger Dee Alexander, Chanda Rule, Gregory Porter, China Moses. Manche wurden Freunde, Stammgäste und traten immer wieder bei den Inntönen auf. Das Publikum dankt es Paul Zauner mit zahlreichem Erscheinen, sachkundiger Aufmerksamkeit und großer Begeisterungsfähigkeit.
Aus dem 2026er Programm, das von 14. bis 16. August über die Bühnen des Buchmannhofs ging, sei auf ein paar Höhepunkte hingewiesen, die auch einen deutlichen Beleg für die stattliche Bandbreite des Festivals geben.

Portrait of Gavin Skeggs (UK/CZ) – Gavin Skeggs voc, Osian Roberts sax, Jaromír Honzák bass. Copyright: Günther Gröger

JD Allen Trio „Back to the Future“ (USA) – JD Allen tenorsax, Jonathan Zelnik bass. Copyright: Günther Gröger
In der Scheune, der Hauptbühne des Festivals, brillierte der polnische Pianist Krzysztof Kobyliński mit einem abwechslungsreichen Solo. Er schöpft aus diversen Quellen, der osteuropäischen Folklore, der feien Improvisation, aber auch aus der afroamerikanischen Tradition von Blues und Gospel. Erlesene Balladenkunst trifft auf leichtfüßigen Swing, melancholischer Ernst auf nie clownesken Witz. Kobyliński begeistert mit Virtuosität, Spielfreude und emotionaler Tiefe.
Ein feiner Kontrast dazu ist das lässige Croonertum des britischen Baritons Gavin Skeggs mit seiner entspannten Combo. Da wird lustvoll im amerikanische Songbook geblättert, Klassiker wie „Skylark“, „What a difference a day makes“ oder „There will never be another you“ lassen uns in Erinnerungen an Frank Sinatra, Nat King Cole oder Tony Bennett schwelgen.
Der Innviertler Trompeter Lorenz Raab hat bei den Inntönen quasi ein Heimspiel. Seit 25 Jahren arbeitet er mit dem Drummer Rainer Deixler und dem Tubisten und Hackbrettspieler Ali Angerer im kooperativen Trio Blue zusammen. Das kammermusikalische Projekt entwickelt sich ständig weiter, verfeinert die Klanggewinnung, elektronische Modulationen bringen zeitgemäße loopartige Elemente ein. Zugleich wird eine gewisse Coolness gepflegt, die die Wärme der Sounds subkutan, wie eine leise Glut, wirken lässt. Ein brillantes Stück Musik, das auch bestätigt, dass lange währende Zusammenarbeit nicht zur routinemäßigen Erstarrung führen muss. Großartig, auch frenetischer Applaus.

Trio BLEU „Deeper“ (A) – Ali Angerer tuba, electric dulcimer, Rainer Deixler drums, percussion, Lorenz Raab trumpet, flugelhorn, mellophone, harmonium. Copyright: Günther Gröger

Trio BLEU „Deeper“ (A) – Lorenz Raab trumpet, flugelhorn, mellophone, harmonium.Copyright: Günther Gröger
Wieder als feiner Kontrast spielt das gut geerdete Trio des Tenorsaxofonisten J.D. Allen. Allen musiziert mit dem Kontrabass Jonathan Zelnik und dem Drummer Thomas Galliano ein Format, das der kürzlich verstorbene Sonny Rollins in den 50ern ins Leben gerufen hat, das ohne Harmonieinstrumente auskommt und so den Solisten mehr Freiräume gibt. Großzügiger freier Jazz, dessen Intensität beeindruckt und dessen Sound dort hinführt, wo alles wurzelt, im Blues und der Spiritualität der Great Black Music.

Stéphane Kerecki „Liberation Songs“ (F) – Enzo Carniel piano, Thomas Savy sopran sax, Fabrice Moreau batterie, Stephane Kereckicontrebasse. Copyright: Günther Gröger
Am glühend heißen Nachmittag überarbeitet ein Quartett um den französischen Bassisten Stéphane Kerecki auf der Open Air Bühne die „Liberation Music“ von Charlie Haden und Carla Bley aus den 60ern, eine erfrischende Wiederbelebung mit dem brillanten Thomas Savyam Sopransax und der Bassklarinette und im St. Pig’s Pub, dem umgebauten Schweinestall erinnert ein Trio um den Saxofonisten Johannes Enders an den großen Pharoah Sanders, mit dabei mit Gene Calderazzo jener Drummer, der auch schon 2013 mit Sanders bei den Inntönen getrommelt hat.
Schönes Festival.
Christoph Haunschmid
Neue CD von GRAMOLA Winter& CO: Wolfgang Amadeus Mozart: GRAN PARTITA. Bläser der Wiener Symphoniker – Milan Turkovic

„ … Eine große blasende Musik von ganz besonderer Art, von der Composition des Hrn. Mozart“ wird auf dieser Einspielung von Bläsern (und einem Kontrabassisten) der Wiener Symphoniker unter der Leitung von Milan Turković dargeboten. Die Rede ist von Mozarts Bläserserenade Nr. 10 in B-Dur, KV 361, weithin unter dem Namen „Gran Partita“ bekannt. Die „ganz besondere Art“ dieses Werks rief nicht nur bei zeitgenössischen Kritikern Entzücken hervor; bis heute lässt die unglaubliche stilistische Vielfalt, der große, über sieben Sätze gespannte musikalische Bogen und der ganz besondere Mozart’sche Melodieenreichtum wie kaum ein anderes Werk der Musikgeschichte den Hörer gleichsam sprachlos zurück. Dass die Interpreten sowie Milan Turković über unvergleichliche Kompetenz in Sachen Mozartinterpretation und Wiener Klangkultur verfügen, ist in jedem Ton hör- und fühlbar.