Staatsoper Hamburg, 11. Februar 2018
Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia
Von Birgit Kleinfeld
Passte die Dramatik des „Eugen Onegin“ am Samstag perfekt zum trüben Wintergrau, so ließ Gioachino Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ am Sonntag die spanische Sonne in den Gemütern der Zuschauer aufgehen. Rossinis Musik ist von den ersten Klängen der Ouvertüre an bis zum letzten Ton des vor Lebensfreude überschäumenden Finales ein Garant für gute Laune. Das vorwiegend junge Ensemble, darunter nicht weniger als fünf Rollendebütanten, tat ein weiteres. „Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia,
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man am Tag nach dem Opernball die „Zauberflöte für Kinder“ spielt, hat bereits Tradition und sie ist so überlaufen, dass die Staatsoper diesmal sogar zwei Vorstellungen ansetzte. Allerdings hatte die Grippewelle wohl zugeschlagen – Pamina war schon vorher umbesetzt worden, der rosa Zettel verkündete einen neuen Tamino und Papageno. Der Stimmung des Nachmittags hat es nicht geschadet.
Wie immer ist der Saal nach dem Opernball noch nicht umgebaut und verläuft als eine Ebene zwischen Bühne und Zuschauerraum, die Zuschauerreihen stehen noch nicht, die Kinder sitzen rudelweise am Boden, Erwachsene dürfen in Logen, Balkon und Galerie zusehen.