Pärnu Music Festival: Leleux zaubert mit der Oboe beim ersten Abschlusskonzert

Galafinale im Ostseebad: Wie eine Achterbahn schleudert uns Pärts „Collage über B-A-C-H“ vom Barock in die Neuzeit und zurück. Magier Leleux verzaubert uns mit Strauss Oboenkonzert und schließlich lässt uns Paavo Järvi mit Tschaikowski träumen: Pärnu – ein Sommermärchen.

Pärnu, Estland, Pärnu Kontserdimaja, 20. Juli 2023


Estonian Festival Orchestra

François Leleux (Oboe)
Dirigent: Paavo Järvi

Arvo Pärt
Collage über B-A-C-H (1964)

Richard Strauss
Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur

Zugabe:

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte: Arie „Der Hölle Rache“ (Transkription für Oboe und Orchester)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Sinfonie Nr. 1 g-Moll, op. 13 „Winterträume“

Zugaben:

Hugo Alfvén
Vallflickans dans

Leo Weiner
Divertimento für Streicher D-Dur Nr. 1, op. 20: 1. Tempo di Csárdás (quasi alla marcia)

von Petra und Dr. Guido Grass

Das zehntägige Fest der Järvi-Dynastie geht dem Ende entgegen: Ein Anlass für estnische Familien, sich in den schönsten Sommerkleidern zu präsentieren. Ein Hauch von festlicher Gala liegt in der Luft.

Wenn noch im Foyer das Buffet mit herrlichen Sahnetorten an Omas Geburtstagsfeier erinnert, ist es mit der Beschaulichkeit schon bei den ersten Tönen der „Collage über B-A-C-H“ von Arvo Pärt vorbei. Im Gegenteil, die Musik ist spannend und voller überraschender Wechsel. „Estonian Festival Orchestra, François Leleux (Oboe,) Dirigent: Paavo Järvi
Pärnu, Estland, Pärnu Kontserdimaja, 20. Juli 2023“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 27. Juli 2023

Andreas Schager und Elīna Garanča, Parsifal 2023 © Enrico Nawrath

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 27. Juli 2023

Bayreuth
Taube an Plastiktüte… Die Richard-Wagner-Festspiele eröffnen mit einem innovativen „Parsifal“ mit oder ohne Blickerweiterung
NeueMusikzeitung.nmz.de

Bayreuth bringt einen „Parsifal“ der Extraklasse: Dieser Abend gleicht einer Referenzaufnahme
Wie immer bleibt der Eindruck eines phantastischen Abends im Bayreuther Festspielhaus. Die Bayreuther Festspiele sind state of the art für Wagner-Liebhaber. Die Akustik auf dem Grünen Hügel ist amazing. Die Oper an diesem Abend eine der schönsten dieses Planeten: Uraufgeführt am 26. Juli 1882 im Festspielhaus, Bayreuth.
Klassik-begeistert.de

„Parsifal“ mit AR-Brille: Die Taube fliegt!
Kaum ein Fünftel der Besucher im Bayreuther Festspielhaus kann den neuen „Parsifal“ mit „Augmented Reality“ erleben. Das macht die Inszenierung bewegter, aber nicht viel stimmiger. Garanča glänzt als Kundry, Schager als Parsifal.
Die Presse.com

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Sommereggers Klassikwelt 195: Jarmila Novotná- Ihre Lippen, die küssten so heiß

von Peter Sommeregger

Als die gefeierte Sopranistin Jarmila Novotná am 9. Februar 1994 hoch betagt in New York City starb, ging nicht nur eine äußerst erfolgreiche Sängerlaufbahn zu Ende, die Sängerin hatte auch allen Stürmen des 20. Jahrhunderts erfolgreich widerstanden, die sie als Jüdin mehrfach in großem Gefahr gebracht hatten. „Sommereggers Klassikwelt 195: Jarmila Novotná- Ihre Lippen, die küssten so heiß
klassik-begeistert.de, 27. Juli 2023“
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Der Cellist Jan Vogler und das Moritzburg Festival Orchester erinnern an Pablo Casals

Am 4. August 2023 beginnt das nunmehr 31. Moritzburg Festival. Unter der künstlerischen Leitung des Cellisten Jan Vogler wird das nordwestlich von Dresden gelegene Barockschloss mit seinem Park bis zum 20. August zur malerischen Kulisse für abendliche Kammermusikkonzerte unter freiem Himmel. Ein guter Anlass, um nicht nur einen Ausblick auf das kommende Programm zu geben, sondern auch um die CD zu besprechen, die im Nachklang des letztjährigen, 30. Festivals im Oktober 2022 in der Dresdner Lukaskirche aufgenommen wurde und seit Anfang März bei Sony Classical vorliegt.

CD-Rezension:

Lalo & Casals Cello Concertos

SONY CLASSICAL

Jan Vogler, Violoncello
Moritzburg Festival Orchester
Josep Caballé Domenech, Dirigent

von Pauline Lehmann

Die CD verbindet zwei Gedenktage: Den 200. Geburtstag des französischen Komponisten Édouard Lalo und den 50. Todestag des katalonischen Cellisten, Dirigenten und Komponisten Pablo Casals, der seine künstlerische Tätigkeit Zeit seines Lebens damit verband, sich für Frieden und freiheitliche und demokratische Werte einzusetzen. Seine Interpretation des Cellokonzerts von Édouard Lalo am 12. November 1899 in Paris eröffnete ihm eine Weltkarriere. Er lehnte die totalitären Regime des 20. Jahrhunderts ab und emigrierte während des spanischen Bürgerkriegs nach Prades in die französischen Pyrenäen. Nach dem Sieg Francos übersiedelte er nach Puerto Rico, wo er am 22. Oktober 1973 in San Juan verstarb. Das Cellokonzert seines jüngeren Bruders Enrique Casals konnte er im Jahr 1946 nicht uraufführen, es spielte Enrique Casals’ Tochter Pilar. Aus Protest gegenüber dem Franco-Regime trat Pablo Casals bis 1950 nicht öffentlich auf. „CD-Rezension: Lalo & Casals Cello Concertos
klassik-begeistert.de, 26. Juli 2023“
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Mit Anja Kampes Isolde bebt die Bayerische Staatsoper in der Flut des Wagner-Zaubers 

Tristan und Isolde 2022, N. Stemme © W. Hoesl

Wahnsinn, was war das für eine einzigartig herzergreifende Isolde! „Tristan! Treuloser Holder“: Schon mit diesen drei Worten lässt die neue weltbeste Isolde Anja Kampe die Bayerische Staatsoper in einer Flut an rauschhaften Glücksgefühlen versinken. Ihre Stimme bebt und ergreift das Publikum auf Wolke sieben. Noch nie hat eine Isolde dermaßen berührt und bewegt!

Bayerische Staatsoper, 24. Juli 2023

Tristan und Isolde
Musik und Libretto von Richard Wagner

von Johannes Karl Fischer

Schon als Ortrud war Frau Kampe überragend, eine Sängerin der allerersten Klasse. Doch war dies nur ein Vorgeschmack auf ihre Herrschaft in der wohl emotionalsten Rolle der Opernwelt. Marke, Brangäne, selbst den stimmlich mächtigen Tristan hat sie wie mit eiserner Hand fest im Griff. Sie betritt die Bühne und alle fallen ihr zu Füßen. Der kleinste Seufzer auf dem sterbenden Tristan wird zur Paradeleistung der hochdramatischen Gesangskunst. „Tristan und Isolde, Musik und Libretto von Richard Wagner
Bayerische Staatsoper, 24. Juli 2023“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 26. Juli 2023

Foto: Parsifal 2023 © Enrico Nawrath

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 26. Juli 2023

Bayreuth/Festspieleröffnung
Braucht jemand eine Brille?
Bildersturm im Brillenglas: Der neue Bayreuther „Parsifal“ verbindet das reale Bühnengeschehen mit „Augmented Reality“. Aber nur 330 der knapp 2000 Zuschauenden haben eine Video-Brille und kommen in den Genuss der Pixel-Gewitter, die Regisseur Jay Scheib entfesselt. Bringt das was? Und was bleibt übrig für die Brillenlosen?…
…Dirigent Pablo Heras-Casado meistert die schwierige Akustik des Festspielhauses gleich bei seinem Debüt. Woran berühmtere Dirigenten immer wieder gescheitert sind, gelingt ihm auf Anhieb: dass Orchester, Sänger und auch der fantastische Chor wirklich gemeinsam atmen. Es wirkt geradezu paradox: Obwohl Heras-Casado schnelle Tempi wählt, wirkt die Musik nie getrieben. Das ist über weite Strecken faszinierend langsame, feierliche Musik, die aber wie durch ein natürliches inneres Gefälle ins Fließen gerät. Wagners raffinierte Klangmischungen sind fein ausgehört, die Phrasen sprechen – auch im Orchester, die Steigerungen führen zum Ziel. Wer braucht eine Brille?
BR-Klassik.de

Eröffnung der Bayreuther Festspiele mit „Parsifal“-Neuinszenierung
Die AR-Brillen sind definitiv der letzte Schrei bei der neuen Parsifal-Inszenierung von Regisseur Jay Scheib. AR heißt augmented reality und eine solche Brille eröffnet dem Träger eine virtuelle Ebene, ohne dass dabei das tatsächliche Bühnengeschehen verdeckt wird. In schwarzen Stoffbeuteln verstaut, hängen 330 Exemplare an den legendären Holzklappstühlen im Festspielhaus. Hightech meets Wagner Askese zum Zwecke eines Gesamtkunstwerks im 21. Jahrhundert. Jay Scheib hat Richard Wagners viel zitierte Idee von Bayreuth als Laboratorium und als Werkstatt beim Wort genommen und fügt der Parsifal Geschichte eine weitere Dimension hinzu.
NDR.de

„Parsifal“ in Bayreuth – ein zweifelhafter Genuss (Bezahlartikel)
Bayreuth · Jay Scheib inszenierte, Pablo Heras-Casado dirigierte Wagners „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen. Was von der Regie mit AR-Brille zu halten ist.
Rheinische Post

Der Glaube lebt, die Taube schwebt
Mancherlei Limitierung + Glättung +  ganz gut!  Stream analog visuell! Kurzeindruck und Bedeutungen!
online-merker.com

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Charmante Liebeserklärung an eine vergessene Komponistin

Foto: Lombardini Quartett © Kirsten Liese

Das Lombardini-Quartett spielte Raritäten in Feldkirch

Schattenburg Feldkirch, 24. Juli 2023

Lombardini Quartett

Elisabeth Wiesbauer, 1. Violine
Boyana Maynalovska, 2. Violine
Rosi Haberl, Viola
Cecilia Sipos, Violoncello

Maddalena Laura Lombardini Sirmen: Quartetto in g-moll op.3 Nr.
Johann Gottlieb Naumann: Streichquartett in B-Dur
Antonín Kammel: Quartett in D-Dur op.4 Nr.3
Gaetano Pugnani: Quartetto in B-Dur Nr.6
Maddalena Laura Lombardini Sirmen: Quartetto op.3 Nr.2

von Kirsten Liese

Unverhofft habe ich diesen kleinen, schönen Ort zufällig  zwischen Festspielen in Bregenz und Salzburg beim Kurzurlaub in den Vorarlberger Bergen entdeckt: die Schattenburg in Feldkirch. Als eine der mitteleuropäischen mittelalterlichen Burgen, die sich am besten erhalten haben, empfiehlt sich schon allein ein Rundgang durch die imposanten, prächtig ausgestatteten Räume.

Aber die Schattenburg ist nicht nur ein Museum, sondern verfügt auch über einen Raum für ein kleineres Auditorium, der sich für Kammermusik bestens eignet. „Lombardini Quartett
Schattenburg Feldkirch, 24. Juli 2023“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 25. Juli 2023

Festspielhaus Bayreuth. Foto: © Andreas Schmidt

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DIE DIENSTAG-PRESSE –
 25. Juli 2023

DIE BAYREUTHER FESTSPIELE AUF BR-KLASSIK
BR-KLASSIK ÜBERTRÄGT AM 25. JULI DEN „PARSIFAL“ – LIVE IM STREAM UND IM RADIO AB 15:05 UHR. ALLE WEITEREN SENDETERMINE UND AKTUELLE INFORMATIONEN RUND UM DIE DIESJÄHRIGEN BAYREUTHER FESTSPIELE FINDEN SIE HIER.

„Parsifal“ mit Prominenz und AR-Brille
Wer in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli in Bayreuth eine Übernachtungsmöglichkeit finden möchte, der tut sich sehr schwer. Da eröffnen traditionellerweise die Richard-Wagner-Festspiele und dann kommen in der fränkischen Stadt schon mal die Prominenz und Weihnachten und Ostern zusammen. In diesem Jahr ganz besonders, weil der „Parsifal“ den Auftakt macht. Was den heuer wirklich ganz neu macht? Eine Vorschau.
BR-klassik.de

„Parsifal“ mit Prominenz und AR-Brille
Wer in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli in Bayreuth eine Übernachtungsmöglichkeit finden möchte, der tut sich sehr schwer. Da eröffnen traditionellerweise die Richard-Wagner-Festspiele und dann kommen in der fränkischen Stadt schon mal die Prominenz und Weihnachten und Ostern zusammen. In diesem Jahr ganz besonders, weil der „Parsifal“ den Auftakt macht. Was den heuer wirklich ganz neu macht? Eine Vorschau.
BR-klassik.de

Alle zehn Opern auf einen Streich: Katharina Wagners Bayreuther Pläne
Krisen-Programme sehen anders aus: Die Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner wartet für die nächsten Jahre mit überraschenden Besetzungen und einem übervollen Jubiläumssommer auf. Echte Wagnerianer nehmen sich den gesamten Sommer 2026 frei. Weil: Alle zehn Bayreuth-Opern in einer Saison plus der in den Werk-Kanon neu aufgenommene „Rienzi“, das gab es noch nie. Grund ist der 150. Geburtstag der Festspiele, bei dem Katharina Wagner entsprechend klotzen möchte. Die künstlerische Leiterin veröffentlichte am Montagnachmittag ihre Pläne für die nächsten Jahre. Und rein von der Papierform her ist von einer angeblichen Hügel-Krise nichts zu spüren.
MünchnerMerkur

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Schweitzers Klassikwelt 93: Welche Probleme bei der Rezension kleiner Opernpartien auftreten

von Sylvia und Lothar Schweitzer

Einen Teil unsrer LeserInnen wird der Name Ivan Rebroff, eigentlich Hans Rolf Rippert (Rippe = russisch rebro), etwas sagen. Aber wer von ihnen hat ihn noch in der Oper – zum Beispiel als Polizeikommissär im dritten Akt im „Rosenkavalier“ in der Frankfurter Oper 1965 – gehört, bevor er eine andere, medial ausgerichtete Laufbahn einschlug? Damals unauffällig konnte er nicht wie später mit vier Oktaven einschließlich Falsett trumpfen. „Schweitzers Klassikwelt 93: Welche Probleme bei der Rezension kleiner Opernpartien auftreten
klassik-begeistert.de, 25. Juli 2023“
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DIE MONTAG-PRESSE – 24. Juli 2023

Festspielhaus Bayreuth. Foto: © Andreas Schmidt

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DIE MONTAG-PRESSE – 24. Juli 2023 

Festspielluft IV: Wahn gibt’s in Bayreuth auch ohne Meistersinger
Die Zeit ist da. Die Wagner-Welt blickt mal wieder auf den heiligen Hügel in einer gewissen fränkischen Provinzstadt. Nur ist diesmal nichts wie sonst. Zum ersten Mal steht die Familienherrschaft auf dem Grünen Hügel akut in Frage. Freie Karten – früher rar wie das Rheingold – gibt es wie Sand am Meer. Und zu allem Überfluss bleibt auch der heilige Wagner-Gott Christian Thielemann fern der Festspiele! Doch mit den richtigen Turbulenzen ging es bereits am 5. Mai 2023 los: Ekaterina Semenchuk sagt die Kundry-Premiere ab, Elīna Garanča und Ekaterina Gubanova springen ein. Allein das könnte schon die Schlagzeile des Bayreuth-Jahres gewesen sein. Nur sollte das erst der Anfang sein.
Von Peter Walter
Klassik-begeistert.de

Festspielluft VI: Elīna Garančas Bayreuth-Debüt steht auf der Kippe
Als gäbe es mit 11 Hauptrollenumbesetzungen in zwei Monaten nicht schon genug Chaos bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen: Nun bleiben nicht einmal die Proben vor den Streichen des Umbesetzungswahns verschont. Neben dem bereits berichteten Hauptproben-Fiasco – diese soll Elīna Garanča noch vor dem 2. Aufzug verlassen haben – soll die derzeit geplante Premieren-Kundry nun auch der kompletten Generalprobe ferngeblieben sein                                                                                                                                                      Von Peter Walter
Klassik-begeistert.de

Kriselnde Festspiele: Lebt der Mythos Bayreuth noch?
Weniger Publikum und teils miese Kritiken: Für Musikkritiker Jörn Florian Fuchs ist der Mythos der Bayreuther Festspiele verlorengegangen. Das Festival sei austauschbar geworden. Sven Friedrich, Chef des Richard Wagner Museums, widerspricht.
Deutschlandfunk.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 24. Juli 2023“ weiterlesen