Die MITTWOCH-PRESSE – 6. OKTOBER 2021

© Westermann, Staatsoper Hamburg

Für Sie  und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 6. OKTOBER 2021

Hamburg
David Bösch inszeniert Die Entführung aus dem Serail
„Die Staatsoper Hamburg und Paul-Georg Dittrich haben nach intensiven Gesprächen und in gegenseitigem Respekt entschieden, die Zusammenarbeit an der „Entführung aus dem Serail“ aufgrund künstlerischer Unvereinbarkeiten zu beenden.“
Staatsoperhamburg.de

Potsdam
Die Sopranistin Anna Prohaska: Fahrende Gesellin
Anna Prohaska beeindruckt im Nikolaisaal Potsdam bei einem sehr persönlichen Programm mit Werken von Mahler und Schönberg.
Tagesspiegel.de

Nürnberg
Von wegen Freiheit: Vera Nemirova inszeniert „Carmen“ am Staatstheater Nürnberg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Verletzte Männerehre und weiblicher Freiheitsdrang: Carmen in Nürnberg
bachtrack.com

Leipzig
Tempo 180 in Leipzig – Lehárs „Juxheirat“ als „Auto-Operette“(Podcast)
BR-Klassik.de-mediathek

Essen
Verliebte und Verrückte. Mozarts „Gärtnerin“ in Essen
https://www.halloherne.de/artikel/verliebte-und-verrueckte-52797.htm

Stuttgart
Eine Art Elbphilharmonie für Stuttgart?
Neues Konzept für Konzerthaus
Neue Musikzeitung/nmz.de

Dortmund
Triumph für Leonardo Vincis Gismondo bei Klangvokal Dortmund
bachtrack.com

Gaspiel der Wiener Staatsoper im Musikverein Graz
Unter der Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan wird die Wiener Staatsoper am 12. Oktober 2021 im Musikverein Graz gastieren.
Wiener Staatsoper.   „Die MITTWOCH-PRESSE – 6. OKTOBER 2021“ weiterlesen

Die DIENSTAG-PRESSE – 5. OKTOBER 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 5. OKTOBER 2021

Foto: Barrie Kosky Foto: © Jan Windszus

Berlin
Amüsierdiktatur
Barrie Kosky inszeniert Mahagonny – und hält sich dabei eher an die Musik Kurt Weills als an den plakativen Text Bertolt Brechts.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/berlin-mahagonny-barrie-kosky-1.5429905

Zwischen Bibel-Paraphrase und -Parodie:
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ an der Komischen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

Brecht/Weill
Blutopfer des Kapitalismus
In „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ erzählt Bertolt Brecht von einer Stadt, wo für Geld alles erlaubt ist. Zum Glück hat Kurt Weill die schlichte Gesellschaftskritik in schöne Musik verpackt. In Berlin ist der Klassiker nun wieder zu sehen und zu hören.
Die Welt.de

Berlin / Staatsoper
In der „Année érotique“ angesiedelt: „Così fan tutte“ an der Staatsoper Unter den Linden
Neue Musikzeitung/nmz.de

Liebeskummer lohnt sich doch
Ungezwungenes Leben, unbeschwerte Liebe: „Così fan tutte“ an der Berliner Staatsoper, dirigiert von Daniel Barenboim.
Tagesspiegel.de

Die Zuversicht des Gelingens: Bruckners Fünfte mit Herbert Blomstedt in Berlin
bachtrack.com

München
Zwei unbekannte Fassungen der Strauss-Oper «Salome» veröffentlicht
nmz.de.kiz

Frankfurt
Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt: Momente der Verliebtheit
Frankfurter Rundschau

Andrés Orozco-Estrada und die Wiener Symphoniker: Ein Blick über die Schulter
Frankfurter Rundschau

Bremen
Blick in die Seele des Försters:
Tatjana Gürbaca inszeniert Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ am Theater Bremen
Neue Musikzeitung/nmz.de

Osnabrück
Farbig, spannend, atmosphärisch dicht: „Fremde Erde“ von Karol Rathaus am Theater Osnabrück
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wiesbaden
Michael Güttler dirigiert „Tristan und Isolde“
Die Neuinszenierungen der Opern »Tristan und Isolde«, »Pique Dame« und »Don Carlo« werden von den Dirigenten Michael Güttler, Oleg Caetani und Antonello Allemandi dirigiert.
opernmagazin.de

Dresden / Semperoper
Peter Konwitschny versenkt Bellinis „Norma“
Ein großes Plus der Aufführung war das Dirigat von Gaetano d’Espinosa. Der aus Sizilien stammende Dirigent ist in Dresden kein Unbekannter: ab 2001 gehörte er der Sächsischen Staatskapelle als Geiger an, bevor er zum Beruf des Dirigenten wechselte. Seine Norma-Interpretation geriet ausgesprochen feurig, dabei aber kontrolliert und ausgewogen. So entfaltete sich im Graben deutlich die angestrebte Italianità, die für Bellinis Meisterwerk unverzichtbar ist.
von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Die Römer sind schuld. An allem
Peter Konwitschny inszeniert Vincenzo Bellinis „Norma“ an der Dresdner Semperoper. Und sucht einen marxistisch-feministischen Zugang.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/peter-konwitschny-1.5429109

Berlin
Mehr Sprudel als Sekt
Tolle Stimmen, ermüdende Klein-Klein-Inszenierung. Den stärksten Eindruck hinterlässt Federica Lombardi als Fiordiligi. Ihre beiden virtuosen Arien werden zum umjubelten Höhepunkt des Abends. Ihr Sopran ist in allen Lagen souverän geführt, hat Fülle , Substanz und ein breites Farbenspektrum.
von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Legendäre Sopranistin Reri Grist erhält Opus Klassik für ihr Lebenswerk
Sie konnte das Publikum um den Finger wickeln: Bei der „Opus Klassik“-Gala wird die afroamerikanische Sopranistin Reri Grist einen Ehrenpreis erhalten.
Tagesspiegel.de

London / Covent Garden
Rigoletto mit Lisette Oropesa
Die stimmliche Sensation des Abends war zweifellos die Gilda der amerikanischen Sopranistin Lisette Oropesa. Ihr lyrischer Koloratursopran erklang an diesem Abend von derart makelloser Reinheit und gelebter Leidenschaft, dass das verwöhnte Publikum von Covent Garden zu wahren Beifallsstürmen hingerissen wurde. Sie ist die vielleicht beste Gilda, die ich je weltweit bewundern durfte.
von Dr. Charles Ritterband
Klassik-begeistert.de

Bregenz
Eine Sternstunde mit Kirill Petrenko
Nach pandemiebedingten Verschiebungen haben wir nun endlich die Vollendung des Mahler-Zyklus erlebt, den Kirill Petrenko mit dem SOV im Jahr 2008 gestartet hat.
https://www.krone.at/2522438

Aller guten Dinge sind neun: Kirill Petrenko dirigierte im Bregenzer Festspielhaus Gustav Mahlers letzte Sinfonie
Tagblatt.ch

Elisabeth Kulman: „Es schnürt mir den Hals zu“
Weltstar Elisabeth Kulman sagt mit 48 dem klassischen Gesang Adieu – und nun auch ihrem Wiener Abschiedskonzert? Über ein „krankes“ Musikbusiness und die 2-G-Regel.
https://www.diepresse.com/6042126/elisabeth-kulman-es-schnurt-mir-den-hals-zu  

Wien / Konzerthaus
Planungsfehler fällt beinahe Mahlers Dritte
Ein Dirigent hat es nicht immer leicht. Auch wenn Andrés Orozco-Estrada am Ende übers ganze Gesicht strahlt, der Gipfelsturm war an diesem Abend mehr als nur beschwerlich. Den Kolumbianer trifft allerdings keine Schuld. Was da gestern im Großen Saal des Wiener Konzerthauses während Mahlers Dritter vorgefallen ist, fällt wohl eher unter die Rubrik: Fehlplanung. Dabei hatte alles so berauschend begonnen.
von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Berlin
Glanzauftritt eines Altmeisters: Herbert Blomstedt mit Bruckners Fünfter bei den Berliner Philharmonikern
von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

Köln
Sir Simon Rattle und das London Symphony Orchestra begeistern in Köln
Es ist schon ein besonderes Programm, das die britischen Gäste an diesem Montag mitgebracht haben. Der gesamte Abend ist dem hochromantischen Komponisten Anton Bruckner gewidmet – genauer gesagt sogar nur einem seiner Werke.
von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Daniels Anti-Klassiker 31: Erik Satie – 3 Gymnopédies (1888-1895)
Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.
von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

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Die MONTAG-PRESSE – 4. OKTOBER 2021

Foto: Komische Oper Berlin ©

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:

Die MONTAG-PRESSE – 4. OKTOBER 2021

Berlin
Barrie Koskys neue Meisterinszenierung in Berlin: Geld oder Leben
Barrie Kosky legt an der Komischen Oper den Kern von Brecht/Weills Goldgräberdrama „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ frei.
Der Tagesspiegel.de

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Den Hut lüften
Philippe Jordan dirigiert im Herkulessaal das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Münchner Abendzeitung

München
Isarphilharmonie: Klassik trifft Maschendrahtzaun
https://orf.at/stories/3230587/

„Konzertgänger in Berlin“
Quadratwummsig: SDLW in der Neuen Nationalgalerie
Kein Museum ohne Konzert heutzutage, so will es das Spartenübergriffs-Eventgesetz! Das Deutsche Symphonie-Orchester macht seit langem Notturni bei Nofretete & Co, die Capella de la Torre neuerdings Sounding Collections auf der Museumsinsel.
https://hundert11.net/quadratwummsig/

Nürnberg
Frostige „Carmen“ in Nürnberg: Null Bock auf Flamenco
Eine Freiheitsheldin in Cargo-Hosen und derben Stiefeln: Dieser Abend passt eher nach Berlin-Neukölln als nach Andalusien, und die Liebe ist so unglaubwürdig wie die Eifersucht.
BR-Klassik.de

Frankfurt
hr-Sinfoniekonzert in der Alten Oper: Der Nachthimmel als sacht bewegte Statik
Frankfurter Rundschau.de

Leipzig
Vom Ich zum Wir? Viktor Ullmanns „Der Sturz des Antichrist“ an der Oper Leipzig
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wien / Staatsoper
„Entführungs“-Abenteuer durch die Staatsoper für Kids
https://volksblatt.at/entfuehrungs-abenteuer-durch-die-staatsoper-fuer-kids/. „Die MONTAG-PRESSE – 4. OKTOBER 2021“ weiterlesen

Royal Opera London – ein „Rigoletto” wie im Kino

Fantastische Stimmen, hoch gepriesene Inszenierung

Aber die stimmliche Sensation des Abends war zweifellos die Gilda der amerikanischen Sopranistin Lisette Oropesa. Ihr lyrischer Koloratursopran erklang an diesem Abend von derart makelloser Reinheit und gelebter Leidenschaft, dass das verwöhnte Publikum von Covent Garden zu wahren Beifallsstürmen hingerissen wurde. Sie ist die vielleicht beste Gilda, die ich je weltweit bewundern durfte.

Giuseppe Verdi, „Rigoletto“, Royal Opera Covent Garden, London,
29. September 2021

von Dr. Charles E. Ritterband (Text und Foto)

Es war die siebte und vorerst letzte Vorstellung der gefeierten „Rigoletto“-Neuinszenierung an der Royal Opera Covent Garden – und wer das Privileg hatte, Zugang zum bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllten Zuschauerraum dieses legendären Opernhauses zu finden, war privilegiert. Denn dies war schlicht ein Ereignis von Weltrang. Es war dies eine Art Gesellenstück – die erste Inszenierung von Oliver Mears, mit 37 Jahren der jüngste Direktor der Sparte Opern in der langen Geschichte dieses illustren Opernhauses. Nicht nur Mears markiert einen Neubeginn – erstmals wurde in Covent Garden seit offiziellem Beginn der Covid-Pandemie in Großbritannien, also seit März letzten Jahres, vor vollem Haus gespielt. Nachdem Premier Boris Johnson quasi das Ende der Pandemie verkündet hatte, wird auch in Covent Garden Normalität zelebriert: Man sitzt im Zuschauerraum dicht an dicht, kein Platz ist ausgelassen, und auch in dem Gedränge der Pausen-Foyers ist „Social Distancing“ offenbar ein Fremdwort. Wer Schutzmasken trägt – und dies tut kaum jemand – tut dies fast verschämt.

Oliver Mears bringt ein Mantua von filmgerecht hartem Realismus auf die Bühne: Graue Sandstein-Wände unter tief verhangenem, grauem Wolkenhimmel – kontrastierend mit der verschwenderischen Pracht, die im Palast des Herzogs zelebriert wird (prachtvolle Kostüme: Ilona Karas). Der Herzog schmückt seinen Palast mit überdimensionierten, den Bühnenraum ausfüllenden Gemälden – im ersten Akt ist es sinnvollerweise Tizian’s sinnliche Venus von Urbino, während  an der Wand von Gildas bescheidener Kammer (als beleuchteter Raum oberhalb der Bühne sichtbar) lediglich das bescheidene Bildchen einer Madonna hängt, wohl als Echo ihres Berichts von den verhängnisvollen Besuchen der Sonntagsmesse, bei denen sie erstmals dem Herzog begegnete. „Giuseppe Verdi, „Rigoletto“, Royal Opera Covent Garden, London,
klassik-begeistert.de“
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Peter Konwitschny versenkt Bellinis „Norma“ an der Semperoper Dresden

Foto: © Semperoper Dresden / Klaus Gigga

Ein großes Plus der Aufführung war das Dirigat von Gaetano d’Espinosa. Der aus Sizilien stammende Dirigent ist in Dresden kein Unbekannter: ab 2001 gehörte er der Sächsischen Staatskapelle als Geiger an, bevor er zum Beruf des Dirigenten wechselte. Seine Norma-Interpretation geriet ausgesprochen feurig, dabei aber kontrolliert und ausgewogen. So entfaltete sich im Graben deutlich die angestrebte Italianità, die für Bellinis Meisterwerk unverzichtbar ist.

Vincenzo Bellini
Norma

Pollione  Dmytro Popov
Oroveso  Alexandros Stavrakakis
Norma  Yolanda Auyanet
Adalgisa  Stepanka Pucalkova
Gaetano d’Espinosa  Dirigent
Peter Konwitschny  Regie

Semperoper Dresden, Premiere am 2. Oktober 2021

von Peter Sommeregger

Vincenzo Bellinis Meisterwerk „Norma“ ist auf deutschen Bühnen leider sehr selten anzutreffen. Das mag an der Besetzung der drei Hauptpartien liegen, die tatsächlich Spitzensänger verlangen. Für Maria Callas war die Norma eine ihrer Glanzrollen, aber auch der lange Schatten einer Sutherland und einer Caballé schreckt viele Häuser ab, sich an diese Oper zu wagen.

Dresden hat es nach unendlich langer Zeit wieder getan, und musikalisch kann man mit dem Ergebnis weitgehend zufrieden sein. Aber inszeniert will eine Oper ja schließlich auch werden, und da hat man mit Peter Konwitschny einen Missgriff getan. Der Regisseur, der früher für einige Skandale gut war, aber auch konsequentes modernes Regietheater schuf, ist inzwischen ein eher zahnloser Tiger geworden. Die Verlegung eines Teiles der Handlung in einen unterirdischen Bunker, im zweiten Akt in eine seelenlose zeitgenössische Konzernzentrale bringt keinen Erkenntnisgewinn für die höchst dramatische Handlung, die Personenregie nähert sich teilweise der Lächerlichkeit an, wenn die Protagonisten im Streit beginnen, sich mit allerlei Gegenständen zu bewerfen. Den Schluss des Dramas verändert Konwitschny komplett, statt mit Pollione zur Sühne den Scheiterhaufen zu besteigen, verlässt die Firmenchefin Norma das Büro mit dem Inhalt ihres Schreibtisches in einem Pappkarton. Was soll man dazu sagen? Am besten nichts. „Premiere: Vincenzo Bellini, Norma, Semperoper Dresden,
klassik-begeistert.de“
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Die SONNTAG-PRESSE – 3. OKTOBER 2021

Foto: Philippe Jordan, © csm Portrait

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München
Gewaltige Klanggebäude
Der Dirigent Philippe Jordan gibt sein Debüt beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Und versucht sein Glück mit großer romantischer Symphonik von Wagner und Liszt.
Sueddeutsche Zeitung

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Den Hut lüften
Philippe Jordan dirigiert im Herkulessaal das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
Münchner Abendzeitung

Osnabrück
Vergessene Oper über Migration
Musiktheater Osnabrück startet mit „Fremde Erde“ in die Spielzeit. An diesem Samstag startet die Musiktheatersparte in die neue Saison. Auf dem Programm steht „Fremde Erde“ von Karol Rathaus. Sie kennen das Werk nicht? Damit sind Sie nicht allein.
noz.de.osnabrück

Oper Bonn startet mit zwei Premieren in die neue Spielzeit : „Arabella“ und „Leonore 40/45“
https://ga.de/news/kultur-und-medien/regional/arabella-und-leonore-40-45_aid-63296219

Deutschland
Freier Eintritt für Theater: Wunsch- oder Zukunftsszenario?
Die Kulturinstitutionen im Norden versuchen Bezahlmodelle zu finden, um neue Besuchergruppen anzulocken. Sind Freie-Eintritt-Veranstaltungen möglich? Wir haben bei Theatern im Norden nachgefragt.
NDR-Kultur.de

Berlin
Duell der Temperamente

Dirigent Juraj Valčuha entfesselt mit dem Konzerthausorchester Tschaikowskys 5. Sinfonie, Julian Rachlin sucht nach stillen Momenten bei Mendelssohn.
Tagesspiegel.de

Regensburg
Ausfransende Klangströme: Das 2. Kammermusikfestival Regensburg stellte Nikolai Roslawez ins Zentrum
https://www.nmz.de/online

Graz
Mit „Die Macht des Schicksals“ in neue Saison
Sie ist vielleicht die tragischste Oper von Giuseppe Verdi: „Die Macht des Schicksals“. Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Hass liegen hier ganz eng beisammen. Am Samstag eröffnet die Grazer Oper mit diesem opulenten Meisterwerk die neue Spielzeit.
https://steiermark.orf.at/stories/3124024/

Bregenz
Europäischer Kulturpreis für die Bregenzer Festspiele
Seit fast 30 Jahren zeichnet die Europäische Kulturstiftung „Pro Europa“ Kulturschaffende und Institutionen für herausragende kulturelle Leistungen aus. Der Preis für künstlerische Nachwuchsarbeit ging heuer an die Bregenzer Festspiele.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3124101/

Komponist Carlisle Floyd gestorben
Mit „Susannah“ oder „Of Mice and Men“ feierte der US-Amerikaner auch in Österreich Erfolge
Wiener Zeitung

Wien/Konzerthaus
Mahler ohne Geheimnisse im Konzerthaus
Die Symphoniker unter Orozco-Estrada im Konzerthaus: eine Enttäuschung.
https://www.diepresse.com/6041874/mahler-ohne-geheimnisse-im-konzerthaus  „Die SONNTAG-PRESSE – 3. OKTOBER 2021“ weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 2. Oktober 2021

Foto: Herbert Blomstedt © Monika Rittershaus

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Die SAMSTAG-PRESSE – 2. Oktober 2021

Berliner Philharmoniker
Altmeister Blomstedt begeistert
Unpathetisch und klar strukturiert: Der 94-jährige Herbert Blomstedt interpretiert mit den Berliner Philharmonikern Anton Bruckners fünfte Symphonie
https://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-philharmoniker-altmeister-blomstedt-begeistert/27668956.html

Konzerthausorchester Berlin: Duell der Temperamente
Dirigent Juraj Valčuha entfesselt mit dem Konzerthausorchester Tschaikowskys 5. Sinfonie, Julian Rachlin sucht nach stillen Momenten bei Mendelssohn
Tagesspiegel.de

Sommereggers Klassikwelt 106
Der smarte Verührer: Ruggero Raimondi zum 80. Geburtstag
Auch charmante Verführer und Schurken sind nicht gegen das Altern gefeit. Also feiert der unverwüstliche italienische Bass Ruggero Raimondi am 3. Oktober seinen 80. Geburtstag. In Bologna als Sohn eines Fabrikanten geboren, verfolgte der junge Ruggero zielstrebig seinen Weg zum Operngesang und zu einer großen internationalen Karriere. Nach Gesangstudien in Rom und Mailand debütierte er 1964 in Spoleto. Bereits im nächsten Jahr wurde er mit nur 24 Jahren an das Teatro la Fenice in Venedig engagiert, dem er mehrere Jahre treu blieb. Ab 1968 sang er an der Mailänder Scala ein breites Repertoire. Seine Weltkarriere war nicht mehr aufzuhalten, in den folgenden Jahren gab es praktisch kein internationales Opernhaus an dem Raimondi nicht erfolgreich aufgetreten wäre.
Klassik-begeistert.de

München / Bayerische Staatsoper
Starke Sängerinnen und Sänger an der Bayerischen Staatsoper entrinnen nicht der Macht des Schicksals
Die Sänger zeigen insgesamt eine bärenstarke Leistung. Allen voran, die wunderbare Anja Harteros, die 2013 in dieser Inszenierung ihr Rollendebüt als Leonora feierte und für die die Bayerische Staatsoper quasi wie ein Wohnzimmer ist. Ihre perfekt geführte warme Stimme gleitet mühelos durch sämtliche Register, dynamisch von zarten Piani bis zum mächtigen Fortissimo. Das „Maledizione“ zum Ende des Gebets „Pace, pace, mio Dio“ geht durch Mark und Bein. Brava!
von Dr. Petra Spelzhaus
Klassik-begeistert.de

Waizenkirchen
Gedenkveranstaltung und Ausstellung über den Komponisten Wilhelm Kienzl
Oberösterreichische Nachrichten

Nürnberg
Volles Programm: Nürnberger Staatstheater kämpft um Publikum
BR-Klassik.de

Bad Wörishofen
Diana Damrau über Musik: „Es gehört zum Menschsein“
Beim Festival der Nationen steht Diana Damrau am Wochenende in Bad Wörishofen mit einer Operngala auf der Bühne. „Gott sei Dank“ habe sie wieder Konzerte, sagt die Star-Sopranistin, die zu Hause gerne Rock aus den 80ern anstimmt.
BR-Klassik.de

Interview
Frau Laberenz, wird man als Frau am Theater nicht ernstgenommen?
Aino Laberenz ist Bühnenbildnerin und war mit Christoph Schlingensief verheiratet. Ein Gespräch über Machtstrukturen und Männerdominanz am Theater.
Profil.at

Wien / Konzerthaus
Symphoniker und Andrés Orozco-Estrada im Konzerthaus: Es war schön
Mahlers monumentale dritte Symphonie leitete der 43-Jährige am Donnerstagabend in glückstrahlender Weise
Der Standard.at

Symphoniker starteten mit Mahler in die Saison
Wiener Zeitung. „Die SAMSTAG-PRESSE – 2. Oktober 2021“ weiterlesen

Walthers Lieder sprechen eine klare Sprache

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Als sehr spannend empfinde ich die Direktheit und Klarheit des Inhalts. Ob Minnelied oder Sangspruch: Walthers Worte sind von eindrucksvoller Klarheit.

Allerheiligen-Hofkirche, München, 26. September 2021

Rezension Walther von der Vogelweide – ein Wanderleben

von Frank Heublein

Ich höre heute in der Allerheiligen-Hofkirche zu München mittelalterliches Liedgut um die Jahrhundertwende 1200 des Lyrikers und Minnesängers Walther von der Vogelweide. Eine weitere Seite des Sängers sind die Sangsprüche, ich verstehe diese als politisch-soziale Lieder. Joel Frederiksen als Leiter des Ensemble Phoenix Munich präsentiert dieses Programm mit zwei an der Basler Schola Cantorum Basiliensis in der Lehre für diesen zeitlichen Abschnitt tätigen Musikern Baptiste Romain und Marc Lewon. In dieser Forschung enthalten ist auch die Suche nach Perspektiven der Aufführungspraxis.

Musikalisch ist wenig überliefert, was man Walther direkt zuschreiben kann. Den Ausführenden fällt damit die Rolle der musikalisch Interpretierenden zu. Am eindrucksvollsten gelingt es den drei Mitgliedern des Ensemble Phoenix Munich in der Trias eines französischen Liedes, bei dem Text und Melodie überliefert sind. Von „Quant je voi l’erbe menue“ scheint mit einiger exegetischer Wahrscheinlichkeit Walther die Melodie für „Muget ir schowen“ übernommen haben, fachsprachlich nennt Marc Lewon dies Kontrafaktur. Mönche haben, die Melodienlinie ist für den Text „Hebet sydus“ ebenfalls erhalten, eine Kontrafaktur über Walthers Kontrakfaktur gelegt. Zwischen diesen drei Liedern spielen die drei Musiker eine instrumentale Interpretation der mönchischen Kontrafaktur. „Rezension: Walther von der Vogelweide – ein Wanderleben,
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Die MITTWOCH-PRESSE – 29. September 2021

Bogdan Roščić, Wiener Staatsoper, © Foto: M. Plöhn

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Die MITTWOCH-PRESSE – 29. September 2021

Wien
Staatsoper erhält neue Spielstätte im Künstlerhaus
Die Spatzen pfiffen es zuletzt von den Dächern, nun ist es offiziell: Die Staatsoper erhält im ehemaligen Brut-Flügel des Künstlerhauses eine neue Spielstätte. Renoviert wird der noch unsanierte „Französische Saal“ vor allem mit Unterstützung von Hans Peter Haselsteiner. Der Bund steuert fünf Millionen zu dem 21-Millionen-Euro Projekt bei, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz.
WienerZeitung

Kinderoper zieht ins Künstlerhaus ein
Die Wiener Staatsoper bekommt im einstigen Brut-Theater eine neue Spielstätte für Kinder- und Jugendprojekte
Der Standard.at

Melk/Barocktage starten
Michael Schade: „Bin froh, dass ich geimpft bin“
Die Barocktage Melk starten am Donnerstag erstmals im Herbst. Der Intendant wirbt um Publikum: „Die Leute brauchen keine Angst haben.“
Wiener Zeitung   „Die MITTWOCH-PRESSE – 29. September 2021“ weiterlesen

Pathys Stehplatz (9): Otello - wenn die Intensität als Sieger vom Schlachtfeld zieht

Foto: © Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper, 26. September 2021
Otello, Giuseppe Verdi

von Jürgen Pathy

Manchmal ist Ausdruck alles, hohe Töne belanglos. Das hat Gregory Kunde Sonntagabend an der Wiener Staatsoper bewiesen. Was der Amerikaner, der seit Jahrzehnten zur Elite zählt, in der Titelpartie von Verdis „Otello“ für Farben ins Theateroval hat strömen lassen, war wie Balsam auf der Seele. Dabei hatte Kunde, der bereits knapp an der 70 schrammt, gleich zu Beginn schwer zu kämpfen. Kein Wunder, gilt doch der Otello, nicht nur wegen des berüchtigten Esultate als der „Mount Everest“ der Tenorpartien. Am Ruf des Feldherren, der gerade heimgekehrt ist, sind allerdings auch schon weit jüngere Kollegen gescheitert.

Kunde weiß andere Stärken in die Schlacht zu werfen. Von Bronze über Dunkelrot bis hin zu Silber reicht die Palette an Farben, derer sich der großgewachsene Tenor zu bedienen weiß. Ein Traum für alle Connaisseurs, die nicht nur nach perfekter Tonhöhe suchen, sondern in der Intensität ihr Wohlbehagen finden. Wenn Kunde in den beiden Schlussakten mit seiner Eifersucht zu kämpfen hat, schimmert es in prachtvollen Farben. Da blitzen ein Domingo und ein Pavarotti durch. Was für ein Glück.

Denn Verdis Meisterwerk ist musikalisch kein einfaches. Im Gegensatz zu anderen beliebten Werken, wie „Rigoletto“ oder „La Traviata“, fehlt es in „Otello“ nicht nur an Gassenhauern und eingängigen Melodien, der Aufbau wirkt insgesamt recht komplex. Statt sich blind in orchestrale Wogen stürzen zu können, trägt hier vor allem das Parlando und der dramaturgische Aufbau das ganze Geschehen. „Wiener Staatsoper: Giuseppe Verdi, Otello,
klassik-begeistert.de“
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