Herbert hört hin 7: So feiert Grafenegg seinen 20. Jahrestag

Wolkenturm © Lisa Edi

Sommer 2026
Ein Jubiläum, das klingt – 20 Jahre Grafenegg

Grafenegg, 5. November 2025

von Herbert Hiess

Man glaubt es kaum, dass mittlerweile fast 20 Jahre durchs Land gezogen sind, wo ich anlässlich der Eröffnungs-Pressekonferenz mit einem Münchner Akustiker durch den fast fertigen Wolkenturm gegangen bin und er mir tiefgehend und doch auch für einen Laien sehr verständlich die Akustik des phantastischen Open Air-Areals erklärte. „Herbert hört hin 7: So feiert Grafenegg seinen 20. Jahrestag
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2025

Bogdan Roščić, Wiener Staatsoper © M. Pöhn

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DIE DONNERSTAG-PRESSE –
6. NOVEMBER 2025

Wien/Staatsoper
Enthüllung einer Gedenktafel an der Wiener Staatsoper
70 Jahre Wiederöffnung: Festakt im Gedenken der ermordeten und vertriebenen Mitglieder der Staatsoper. Am 5. November vor 70 Jahren wurde das Haus am Ring inauguriert – Bundespräsident Van der Bellen: „Geschichte ist lehrreich“ – Direktor Roščić: „Akkord aus Wahrheit und Lebenslüge“ Auch wenn der Staatsvertrag am 15. Mai 1955 unterzeichnet wurde, gilt vielen der 5. November als jener Tag, an dem symbolhaft die freie Nachkriegszeit in Österreich begann: An jenem Samstag vor 70 Jahren wurde die wiederaufgebaute Wiener Staatsoper feierlich eröffnet. In einem Festakt gedachte man im Haus am Ring am Mittwoch diesem denkwürdigen Ereignis.
bundespraesident.at

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Wenn Wien in Frankfurt aufschlägt: Ein Abend zwischen Glanz, Grübeln und echten Klangmomenten

Foto © Andreas Etter / Pro Arte Frankfurt

Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Der Titan“

Lukas Sternath, Klavier

Wiener Symphoniker
Petr Popelka, musikalische Leitung

Alte Oper Frankfurt, 4. November 2025

von Dirk Schauß

Manchmal kündigt sich ein Konzert so an, als könne gar nichts schiefgehen: Wiener Symphoniker, Wiener Pianist, Wiener Programm. Beethoven und Mahler – mehr Wien geht kaum.

Am 4. November in der Alten Oper Frankfurt schien also alles angerichtet für einen musikalischen Heimvorteil. Das Orchester feiert sein 125-jähriges Bestehen, der junge Lukas Sternath gilt als spannender Pianist seiner Generation, und Petr Popelka, dieser hellwache, analytische Dirigent, hält die Fäden in der Hand. Und ja – es wurde ein besonderer Abend. Nur nicht ganz so, wie man vielleicht gehofft hatte. „Wiener Symphoniker, Petr Popelka, Leitung, Lukas Sternath, Klavier
Alte Oper Frankfurt, 4. November 2025“
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Tristan und Isolde im Theater Münster hinterlassen einen etwas uneinheitlichen Eindruck

Ensemble © Thilo Beu

Symbolische Überfrachtung versus feinsinniger musikalischer Begleitung.

GMD Golo Berg zelebriert diese außergewöhnliche Partitur, setzt auf langsame Tempi und einen geradezu kammermusikalischen Ton, ohne das Rauschhafte und Überwältigende der Musik zu vernachlässigen.

Tristan und Isolde
Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner

Musikalische Leitung:  Golo Berg

Regie:  Clara Kalus
Bühne:  Dieter Richter
Kostüme:  Katharina Weissenborn

Chorleitung: Anton Tremmel
Opernchor und Extrachor des Theater Münster
Sinfonieorchester Münster

Theater Münster, 2. November 2025 PREMIERE

von Axel Wuttke

Im Mittelpunkt steht Isolde, ihr Hass, ihr Leid. KS Kristiane Kaiser bescherte dem begeisterten Publikum eine, bei aller Durchschlagskraft Ihres jugendlich-dramatischen Soprans, sehr differenzierte Isolde, die immer wieder zarte Piani einsetzte und so ein bewegendes Portrait gestaltete. Ein Höhepunkt ihr wunderbar auf Linie gesungener Liebestod, in dem sie nochmal mit großer Intensität die Stimme über dem Orchester schweben ließ. „Richard Wagner, Tristan und Isolde
Theater Münster, 2. November 2025 PREMIERE“
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„Lucia di Lammermoor“: So schön kann Hass, Mord und Wahnsinn klingen

CD-Besprechung:

Gaetano Donizetti
Lucia di Lammermoor

Lisette Oropesa
Stefan Pop

Mattia Olivieri
Orchester und Chor des Teatro Massimo Bellini
di Catania

Fabrizio Maria Carminati

San Francisco Classical Recording 2011175

von Peter Sommeregger

Wenn ein Plattenlabel eine neue Gesamtaufnahme dieser populären Oper Donizettis plant, steckt zumeist ein neuer Stern am Sopranistinnen-Himmel dahinter. So ist es auch diesmal: die US-amerikanische Sopranistin mit kubanischen Wurzeln, Lisette Oropesa, hat sich in den letzten Jahren zielstrebig in die erste Reihe der Koloratursoprane gesungen, und wird auch zu inzwischen selten gewordenen Studioaufnahmen kompletter Opern herangezogen. Nach Verdis „La Traviata“ und Bellinis „Puritani“ ist diese Lucia bereits die dritte Einspielung für das Label San Francisco Classical Recording. „CD-Besprechung: Gaetano Donizetti, Lucia di Lammermoor
klassik-begeistert.de, 5. November 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 5. NOVEMBER 2025

Blick auf den Beleuchtungskranz des Großen Saals der Wiener Staatsoper © Christian Öder

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DIE MITTWOCH-PRESSE –
5. NOVEMBER 2025

Wien/Staatsoper
70 Jahre Wiedereröffnung: Die unentdeckte Wiener Staatsoper 
So richtig frei war Österreich 1955 erst richtig, als am 5. November 1955 die Wiener Staatsoper feierlich wiedereröffnet wurde. Die ganze Welt schaute zu, und Österreich erfand sich als Kulturnation neu, freilich auch um den Preis, manches aus der Vergangenheit zugedeckt zu haben. Die neue ORF-Dokumentation „Wiener Staatsoper – Weltbühne für Österreich“ deckt nicht nur die Geschichte der Oper neu auf. Sie zeigt auch, dass der Innenraum des Hauses am Ring ganz anders hätte ausschauen sollen. Ohne Logen, dafür mit offenen Rängen.
topos.orf.at

Wien/Musikverein
Bruckner Fünf im Musikverein: Thielemann schenkt Frieden
Bruckner und Thielemann – das ist eine eigene Liga. Im Musikverein Wien durfte man Zeuge werden – keiner versteht Bruckner wie der Herr Kapellmeister. Der letzte Ton ist verklungen, und man bettelt nur: Christian, bitte halt die Hände oben. Stille, denn keiner traut sich zu applaudieren, solange Thielemann die Spannung nicht löst. Zuvor gab’s eine Lehrstunde, wie man Bruckner 5 gestaltet – wie ein Heiligtum. Ohne Gewalt, sanft und leise beinahe, soweit das bei Bruckner halt geht. Ja nichts zerbrechen. Und: die Zerrissenheit, die muss man unter einen Nenner bringen…
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

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Lieben Sie Brahms?

Berliner Philharmoniker © Monika Rittershaus

Unbedingt, wenn er so gespielt wird: Die Berliner Philharmoniker spielen – zelebrieren – in der Alten Oper ein tief in der Romantik verwurzeltes Programm.

 Alte Oper, Frankfurt, 3. November 2025

Robert Schumann (1810-1856)Manfred op. 115. Ouvertüre für großes Orchester

Richard Wagner (1813-1883) – Siegfried-Idyll WWV 103

Johannes Brahms (1833-1897) – Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent

 von Brian Cooper

Traditionell begeben sich die Berliner Philharmoniker im November von Frankfurt aus auf große Tournee und machen am Vorabend ihres Abflugs, diesmal nach Asien, in der Alten Oper Station.

Chefdirigent Kirill Petrenko ist immer für eine Repertoire-Überraschung gut. Wann hört man schon mal Schumanns Manfred-Ouvertüre (geschweige denn das gesamte Stück)? Byron-Stoff wurde von etlichen Komponisten vertont: Tschaikowskis Manfred-Sinfonie und Berlioz’ Harold in Italien sind berühmte Beispiele, gewiss bekannter noch als die Vertonung Robert Schumanns, der sich ebenfalls des dramatischen Gedichts Manfred annahm, das als Schlüsselwerk der Romantik gilt. „Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, Dirigent
 Alte Oper, Frankfurt, 3. November 2025“
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Grandios dargebotene Klassiker umrahmen eine faszinierende visionäre Uraufführung

Marko Letonja, Generalmusikdirektor, Bremer Philharmoniker, Tabakquartier, Bremen, 2024-09-17 © Caspar Sessler

2. Philharmonisches Konzert „Radikaler Optimismus“

Ludwig van Beethoven  Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Andrea Lorenzo Scartazzini  „Earth“ für Orchester
Johannes Brahms Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Marko Letonja  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 3. November 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Das Konzertmotto dürfte ganz bewusst ausgewählt worden sein: „Radikaler Optimismus“. Einfach so. Ohne Ausrufe- oder Fragezeichen. Dauergrinsen, bis die Gesichtsmuskulatur völlig verspannt ist? Ein heftiger kumpelhafter Hallo-Schlag in die Magenkuhle, der zusammenzucken lässt? „Verstehen Sie Spaß?“ bis an die Schmerzgrenze, bei dem sich die Verursacher vor hämischem Lachen ausschütten wollen? Oder, musikalisch gesehen, ein Beethoven, der den Zuhörern mit Donnergetöse als turbulentes Spektakulum mit Applausgarantie um die Ohren gewatscht wird? „2. Philharmonisches Konzert „Radikaler Optimismus“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 3. November 2025“
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Bruckner Fünf im Musikverein: Thielemann schenkt Frieden

Christian Thielemann © Michael Pöhn

Bruckner und Thielemann – das ist eine eigene Liga. Im Musikverein Wien durfte man Zeuge werden – keiner versteht Bruckner wie der Herr Kapellmeister. Der letzte Ton ist verklungen, und man bettelt nur: Christian, bitte halt die Hände oben. Stille, denn keiner traut sich zu applaudieren, solange Thielemann die Spannung nicht löst.

Wiener Philharmoniker
Christian Thielemann, Dirigent

Musikverein Wien, Goldener Saal, 2. November 2025

von Jürgen Pathy

Zuvor gab’s eine Lehrstunde, wie man Bruckner 5 gestaltet – wie ein Heiligtum. Ohne Gewalt, sanft und leise beinahe, soweit das bei Bruckner halt geht. Ja nichts zerbrechen. Und: die Zerrissenheit, die muss man unter einen Nenner bringen. Satz drei und vier vor allem, eins und zwei gestalten sich harmonischer.

„Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann
Musikverein Wien, Goldener Saal, 2. November 2025“
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DIE DIENSTAG–PRESSE – 4. NOVEMBER 2025

Zürich Oper Forza del destino © Monika Rittershaus

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DIE DIENSTAG–PRESSE –
4. NOVEMBER 2025

Zürich
Kriegsdonner und klingende Zärtlichkeit
Politik rund um die Opernbühne: Anna Netrebkos Auftritt in Zürich wird von Protesten begleitet. Doch als Leonora in Verdis „La Forza del Destino“ gewinnt sie das Publikum für sich. Überzeugend auch das Orchester und die kleinen Partien. Dafür verzettelt sich die Regie.
BR-Klassik.de

Anna Netrebko als „Leonora“ in Verdis „Macht des Schicksals“ in Zürich
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,25 Minuten)
deutschlandfunk.de

Zürich
Opernstar in Zürich – Umstrittene Netrebko bejubelt – Kontroverse ohne einfache Antwort
srf.ch

Premiere im Opernhaus Zürich: «Ich gehe in die Oper, nicht zu Netrebko»
Im Opernhaus tritt die umstrittene Sopranistin Anna Netrebko vor vollen Rängen auf. Ukrainerinnen und Ukrainer demonstrierten am Abend vor dem Eingang – und stiessen dabei auf viel Verständnis.
tagesanzeiger.ch

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