Foto: © Brescia/Amisano – Teatro alla Scala
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 9. DEZEMBER 2023
Mailand
„Don Carlo“ an der Scala: Jubel für Netrebko und Garanča
Saisoneröffnung mit Verdi-Oper, hoher Stardichte und einem kleinen politischen Protest. Die Kritik von Denise Wendel-Poray.
Kurier.at
Gemächlicher „Don Carlo“ mit Netrebko und Garanča an der Scala
Verdis „Don Carlo“ zog sich aufgrund der gemächlichen Lesart Riccardo Chaillys und der gemäldehaften Inszenierung von Lluís Pasqual. „Es ist teuer und unnütz, und wahnsinnig schön“, befand Loriot einst über das Faszinosum Oper. Der große Welt- und Menschenkenner wäre bei guter Gesundheit heuer 100 geworden. Die Mailänder Scala wiederum, einst von Maria Theresia ins künstlerische Leben gerufen, erfreut sich im 246. Jahr ihres Bestehens stabiler Vitalfunktionen. So einigermaßen. Wenn man sich am Donnerstagabend den Livestream der Saisoneröffnung anschaute, wollte man Loriots Diktum modifizieren und Oper als „teuer und unnütz, und wahnsinnig langweilig“ beschreiben. Netrebko war wieder einmal eine Klasse für sich: feurig in ihrem Fight mit Prinzessin Eboli im 3. Akt, makellos im Schlussakt, in dem die 52-Jährige ein Panorama der Emotionen auffächerte („Francia!“). Elīna Garanča steigerte sich nach einem steifen Beginn beim maurischen Lied: entflammt ihre Auseinandersetzung mit Don Carlo im 2. Akt, furios die Spitzentöne bei O don fatale.
DerStandard.at.story
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