Pastorin Susanne Zingel © Claudia Kleemann
St. Severin in Keitum auf Sylt ist eine kleine Berühmtheit. Auch, weil dort schon viele Prominente geheiratet haben. Mit dem Klischee der Promi-Kirche bin ich nicht ganz einverstanden. Ich bin daher in die Kirche gegangen und habe mit den Verantwortlichen dazu gesprochen. Themen waren außerdem De grote Mandränke, Religion, leere Kirchen und Opernhäuser, Sylt, Matthias Eisenberg und natürlich Kirchenmusik.
Jörn Schmidt im Gespräch mit Pastorin Susanne Zingel und Kirchenmusiker Alexander Ivanov (Teil II)
klassik-begeistert: Haben Promi-Hochzeiten St. Severin so bekannt gemacht – oder gibt es weitere Gründe?
Susanne Zingel: Auch prominente Menschen heiraten. Die Gründe warum einige, das in St. Severin getan haben, sind ganz individuell. Für uns ist es nichts Besonderes, denn „prominent“ bedeutet dem Wortsinn nach „aus der Menge herausragend“. Hier in der Kirche feiern wir, dass bei Gott jeder Mensch prominent ist und jedes Brautpaar bestätigt die wunderbare Einmaligkeit des geliebten Partners. Bekannt ist St. Severin, weil wir das treu und zuverlässig für Insulaner und sehr viele Gäste möglich machen. Zu jedem Gottesdienst kommen Menschen, die hier geheiratet haben, Kinder, die hier getauft wurden und wir haben Zeit, sich daran zu erinnern. Ich spüre darin eine Sehnsucht, Teil einer größeren Geschichte zu sein. „Interview: Pastorin Susanne Zingel/Kirchenmusiker Alexander Ivanov (Teil II)
St. Severin, Sylt, Juni 2026“ weiterlesen
