von Jolanta Lada-Zielke
„Weihnachten ist da, wenn ich Paukenwirbel und den Gesang >>Jauchzet, frohlocket<< höre”, sagen die meisten, nicht nur deutschen Musikliebhaber. Das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach ertönt in der Adventszeit in vielen Kirchen und in den berühmtesten Konzertsälen Deutschlands.
Im Gasteig in München tritt der Münchener Bach-Chor mit Begleitung des Orchesters Bach Collegium München traditionell am letzten Adventssonntag mit dem Werk auf. Sein Partnerensemble Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor aus Hamburg hat das Oratorium schon zweimal in der neuen Elbphilharmonie präsentiert. Die Konzerte wurden von Hansjörg Albrecht dirigiert, der dieses Stück zum ersten Mal als vierjähriger Junge miterlebte.
„Meine Eltern haben mich zum Konzert mit dem ‚Weihnachtsoratorium‘ mitgenommen, meine Mutter hat Solo gesungen hat“, sagt Albrecht. „Das war in einer gotischen Hallenkirche, wo ein großer Chor mit Orchester Bachs Werk musiziert hat. Ich fand damals die Pauken am Anfang des ersten Satzes, („Jauchzet frohlocket“) so spannend, dass ich unbedingt Schlagzeuger werden wollte. Zu Hause habe ich versucht, diesen Wirbel auf Töpfen zu üben.“ „Ladas Klassikwelt 11 / 2019
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