Sommereggers Klassikwelt 166: Maurice Ravel, der Dandy unter den Komponisten

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von Peter Sommeregger

Der 1875 in der Nähe von Biarritz geborene Maurice Ravel wuchs in Paris auf, wohin seine Eltern bald nach seiner Geburt übergesiedelt waren. Im Alter von sieben Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht und früh fasste er den Entschluss, Musiker zu werden. Am Pariser Konservatorium wurde er zum Pianisten ausgebildet und plante ursprünglich eine Laufbahn als Konzertpianist. Da es ihm aber wohl an der nötigen Bravour und Brillanz fehlte, gab er diesen Plan wieder auf und setzte sein Klavierstudium nicht fort. „Sommereggers Klassikwelt 166: Maurice Ravel, der Dandy unter den Komponisten
klassik-begeistert.de, 28. Dezember 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 165: Der autokratische Pultstar Fritz Reiner

Foto: de.wikipedia.org

Das Chicago Symphony Orchestra verdankt ihm bis heute seinen extrem hohen Standard, der sich auch in der sorgfältigen Wahl von Reiners Nachfolgern niederschlägt. Gegenwärtig hat der italienische Stardirigent Riccardo Muti das Amt inne.

von Peter Sommeregger

Der Dirigent Fritz Reiner, einer assimilierten jüdischen Familie aus Pest entstammend, war im Jahr 1888 geboren ein echtes Kind der K.u.K.-Doppelmonarchie und wuchs im heimatlichen Budapest auf. Auf Drängen seiner Familie begann er zunächst ein Jura-Studium, das er aber bald zugunsten einer musikalischen Ausbildung an der Franz-Liszt-Musikakademie seiner Heimatstadt aufgab.

Ab 1909 war er als Korrepetitor an der Budapester Oper angestellt, wo er bereits 1910 als Einspringer für einen erkrankten Dirigenten sein Debüt als Operndirigent in einer Aufführung der „Carmen“ gab. Dies hatte eine Verpflichtung als Erster Kapellmeister nach Laibach zur Folge, wo er aber nur ein Jahr blieb. Danach wirkte er von 1911-1914 an der so genannten Budapester Volksoper, wo er auch Opern von Richard Wagner dirigierte. „Sommereggers Klassikwelt 165: Der autokratische Pultstar Fritz Reiner
klassik-begeistert.de 21. Dezember 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 164: Meta Seinemeyer – ein viel zu früh verglühter Komet

Foto: Copyright Vicki Kondelik

von Peter Sommeregger

Die am 5. September 1895 in Berlin als Tochter eines Polizeikommissars geborene Meta Seinemeyer ist trotz ihres tragisch kurzen Lebens zu einer Ikone der Gesangskunst geworden, die der Stimmen-Experte Jürgen Kesting von ihrer Bedeutung her auf eine Stufe mit Maria Callas stellte.

Möglich ist dies nur durch den Glücksfall, dass die Sopranistin zwischen 1924 und ihrem Todesjahr 1929 über 60 Arien und Duette für die Schallplatte aufnahm. Sie haben uns in erfreulich guter Qualität die unverwechselbare Stimme und Phrasierungskunst Seinemeyers erhalten. „Sommereggers Klassikwelt 164: Meta Seinemeyer – ein viel zu früh verglühter Komet
klassik-begeistert.de, 14. Dezember 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 163: Jascha Heifetz, DER Geiger des 20. Jahrhunderts

Foto: Jascha Heifetz, Carnegie Hall 1947, wmplayer 2013-04-16

von Peter Sommeregger

Vor 35 Jahren, exakt am 10. Dezember 1987 verstarb in seiner amerikanischen Wahlheimat der Geigenvirtuose Jascha Heifetz. Obwohl das 20. Jahrhundert reich mit Geigern der Extraklasse gesegnet war, kann man Heifetz doch als denjenigen bezeichnen, dessen Ausstrahlung und Wirkung bis heute präsent geblieben ist.

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Sommereggers Klassikwelt 162: Anna Moffo – ein multimedialer Star

Foto: Anna Moffo © wikipedia.com

 von Peter Sommeregger

Die am 27. Juni 1932 in Philadelphia geborene Tochter italienischer Einwanderer wurde von der Natur reich beschenkt: neben einer starken musikalischen Begabung war Anna auch eine ausgesprochene Schönheit. Was später einen nicht nur positiven Einfluss auf ihre Karriere haben sollte.

Sie errang ein Stipendium des renommierten Curtis Institute of Music in ihrer Heimatstadt Philadelphia, das ihr auch einen Italien-Aufenthalt ermöglichte, wo sie ihr Gesangsstudium abschloss. In Spoleto gab sie bereits 1955 ihr Operndebüt mit Donizettis „Don Pasquale“, im folgenden Jahr sang sie für eine Fernsehproduktion Puccinis Butterfly. Produzent war Mario Lanfranchi, der ihr auch Aufnahmen bei der RAI und RCA Victor vermittelte. Im Jahr 1957 heirateten Moffo und Lanfranchi. Moffo wurde schnell zu einem „Shooting Star“ und eroberte sich Engagements an der Mailänder Scala, den Salzburger Festspielen und der Wiener Staatsoper. Herbert von Karajan hatte dafür den Ausschlag gegeben, der sie für seine Schallplattenaufnahme von Verdis „Falstaff“ als Nannetta besetzt hatte. „Sommereggers Klassikwelt 162: Anna Moffo – ein multimedialer Star
klassik-begeistert.de, 30. November 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 161: Frieda Hempel, „des Kaisers Lerche“

Bild aus der  George Grantham Bain-Sammlung der Library of Congress

von Peter Sommeregger

Die Biographie der am 26.Juni 1884 in Leipzig geborenen Frieda Hempel nahm während ihres 71 Jahre dauernden Lebens immer wieder unerwartete Wendungen. Ursprünglich wurde sie am Leipziger Konservatorium als Pianistin ausgebildet, wechselte aber bald an das renommierte Stern’sche Konservatorium in Berlin, um bei Selma Nicklaß-Kempner Gesang zu studieren. Während ihrer Ausbildung hörte sie ein Talent-Scout der New Yorker Met und wollte sie vom Fleck weg engagieren, wovon ihr die Lehrerin erfolgreich abriet. „Sommereggers Klassikwelt 161: Frieda Hempel, „des Kaisers Lerche“
klassik-begeistert.de, 23. November 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 160: Giuseppina Strepponi, Verdis zweite Ehefrau

Foto: Portrait of Giuseppina Strepponi Verdi, soprano (1815-1897). Photo by Pilotti e Poysel, before 1897.

Lange bevor die Opernsängerin Giuseppina Strepponi die zweite Ehefrau des Komponisten Giuseppe Verdi wurde, gehörte sie bereits zu den erfolgreichsten italienischen Opernsängerinnen ihrer Zeit.

von Peter Sommeregger

Geboren am 8. September 1815 in Lodi, einer kleineren Stadt in der Lombardei, als Tochter eines Kapellmeisters, erhielt sie ersten Klavierunterricht von ihm. Nach seinem frühem Tod setzte sie ihre Studien am Mailänder Konservatorium fort und erhielt am Ende ihrer Gesangsausbildung einen ersten Preis im Fach Belcanto. Bereits mit 19 Jahren debütierte sie an dem kleinen Theater in Adria, schnell folgten Engagements in Triest, im Frühjahr 1835 auch an das Kärtnertor-Theater in Wien, wo sie als Adalgisa in Bellinis „Norma“ auftrat. „Sommereggers Klassikwelt 160: Giuseppina Strepponi, Verdis zweite Ehefrau
klassik-begeistert.de 16. November 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 159 : Hermann Levi dirigierte als Erster den „Parsifal“ in Bayreuth

von Peter Sommeregger

Richard Wagners ausgeprägter Antisemitismus ist eine allgemein bekannte Tatsache und wird zurecht bis heute kritisch diskutiert, schmälert auch durchaus sein Andenken.

Umso erstaunlicher ist es, dass Wagner die Uraufführung seiner letzten Oper „Parsifal“ 1882 in Bayreuth bewusst und mit Absicht dem Dirigenten Hermann Levi übertrug, der einer traditionsreichen jüdischen Rabbiner-Familie entstammte. Man kann darin ganz einfach Wagners Pragmatismus erkennen: Levi galt zu dieser Zeit als einer der besten und berühmtesten Operndirigenten. „Sommereggers Klassikwelt 159 : Hermann Levi dirigierte als Erster den „Parsifal“ in Bayreuth
klassik-begeistert.de, 9. November 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 158: Die komponierenden Brüder Burgmüller hatten beide sehr tragische Lebenswege

Foto: Friedrich Burgmüller

von Peter Sommeregger

Doppelbegabungen sind in musikalischen Familien keine Seltenheit. Im Fall der beiden komponierenden Brüder Friedrich und Norbert Burgmüller fielen die Lebensläufe aber doch sehr unterschiedlich aus.

Friedrich, der ältere der Brüder, kam 1806 in Regensburg zur Welt, bereits ein Jahr später übersiedelte die Familie nach Düsseldorf. Der als Musiklehrer und später als Kapellmeister tätige Vater hatte wohl bei Friedrich und dem 1810 in Düsseldorf geborenen Norbert den Grundstein für eine musikalische Ausbildung und spätere kompositorische Tätigkeit gelegt. „Sommereggers Klassikwelt 158: Die komponierenden Brüder Burgmüller
klassik-begeistert.de 2. November 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 157: Maria Anna Mozart durfte ihr Talent nicht entfalten

Foto: Maria Anna Mozart, de.wikipedia.org

von Peter Sommeregger

„Nannerl“ Mozart, die ältere Schwester des begnadeten Komponisten, wurde biographisch zumeist auf die tüchtige Partnerin ihres Bruders beim vierhändigen Klavierspiel reduziert. Dass die triumphalen Tourneen durch Europa, auf denen Leopold Mozart seine virtuosen Kinder vermarktete, ihren Erfolg auch der hoch begabten Pianistin verdankten, wird dabei oft ausgeblendet.

Der Blick auf die am 29. Oktober 1829 verstorbene Maria Anna, Freifrau von Berchtold zu Sonnenburg, wie sie nach ihrer Verheiratung hieß, offenbart ein für das 19. Jahrhundert typisches Frauenbild, das außerhalb der Rolle der Ehefrau und Mutter kaum Spielraum für Eigenständigkeit ließ. „Sommereggers Klassikwelt 157: Maria Anna Mozart durfte ihr Talent nicht entfalten
klassik-begeistert.de, 26. Oktober 2022“
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