Sommereggers Klassikwelt 156: Berthold Goldschmidt war noch eine späte zweite Karriere vergönnt

von Peter Sommeregger

Der 1903 in eine jüdische Hamburger Kaufmannsfamilie geborene Berthold Goldschmidt gehört jener Generation von Komponisten an, deren Laufbahn durch das Nationalsozialistische Regime zumindest behindert, wenn nicht gar zerstört wurde, von jenen ganz zu schweigen, die auch ihr Leben verloren. „Sommereggers Klassikwelt 156: Berthold Goldschmidt
klassik-begeistert.de 19. Oktober 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 155: Dmitri Hvorostovsky bleibt unvergessen

von Peter Sommeregger

In dieser Woche hätte der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky seinen 60. Geburtstag feiern können. Es wäre sicher ein Anlass für ein glanzvolles Konzert, für eine Gala mit befreundeten Künstlern gewesen. Das Schicksal meinte es aber nicht gut mit dem Sänger, bereits vor knapp 5 Jahren erlag er den Folgen eines Gehirntumors in seiner Wahlheimat London.

Der am 16. Oktober 1962 im russischen Krasnojarsk geborene Dmitri Alexandrowitsch Chworostowski studierte in seiner Heimatstadt anfangs Klavier, danach Gesang und debütierte auch am dortigen Opernhaus in einer kleinen Rolle in Verdis „Rigoletto“. Als er im Jahr 1989 den Wettbewerb Cardiff Singer of  the World gewann, wobei er Bryn Terfel auf den zweiten Platz verwies, wurde man auch international auf den jungen Russen aufmerksam. „Sommereggers Klassikwelt 155: Dmitri Hvorostovsky bleibt unvergessen
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Sommereggers Klassikwelt 154: Ferruccio Busoni – ein in weiten Kreisen bekannter Komponist, Pianist und Lehrer

Foto: Ferruccio Busoni © britannica.com

von Peter Sommeregger

Der am 1. April 1866 in der Nähe von Florenz geborene Ferruccio Busoni war das einzige Kind eines italienischen Klarinettisten und einer deutschstämmigen Pianistin. Seine Eltern bestimmten ihn schon früh für eine musikalische Laufbahn. Der zweisprachig aufwachsende Ferruccio wurde anfangs von seinen Eltern im Klavierspiel unterrichtet, schon mit sieben Jahren komponierte er kurze Stücke für das Instrument. Bereits 1873 trat er in Triest erstmals als Konzertpianist öffentlich auf. Am Wiener Konservatorium studierte er von seinem 9. bis 11. Lebensjahr, bereits mit 20 Jahren nahm er in Leipzig eine Lehrtätigkeit am dortigen Konservatorium auf. Ab 1888 unterrichtete er in Helsinki, wo er Freund und Förderer des Komponisten Jean Sibelius wurde. „Sommereggers Klassikwelt 154: Ferruccio Busoni – Komponist, Pianist, Lehrer
klassik-begeistert.de 5. Oktober 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 153: Der Pianistin Elly Ney zum 140. Geburtstag

 

von Peter Sommeregger 

Am 27. September vor 140 Jahren wurde Elly Ney als Tochter eines Offiziers und einer Musiklehrerin in Düsseldorf geboren. Ihre Begabung für das Klavierspiel wurde früh entdeckt, bereits ab ihrem 10. Lebensjahr wurde sie am Konservatorium der Stadt Köln unterrichtet. Nach neunjährigem Studium gewann sie den Mendelssohn-Preis der Stadt Berlin, weitere Auszeichnungen folgten, aber sie setzte ihre Ausbildung weiter fort, in Wien bei Theodor Leschetitzky, später bei Emil von Sauer. „Sommereggers Klassikwelt 153: Der Pianistin Elly Ney zum 140. Geburtstag
klassik-begeistert.de 28. September 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 152: In memoriam Glenn Gould zum 90. Geburtstag und 40. Todestag

Bis heute sind die zahlreichen Schallplatten Goulds erhältlich, seine Fangemeinde ist nach wie vor groß, obwohl fast niemand davon den Pianisten jemals live erlebt hat. In Erinnerung bleibt er neben seinen unbestrittenen Fähigkeiten auch durch seine wohl autistisch begründete Exzentrik. Sich mit dem Pianisten Gould auseinanderzusetzen lohnt aber nach wie vor.

von Peter Sommeregger

Hartnäckige Gerüchte sprechen bis heute davon, der kanadische Starpianist Glenn Gould habe seinen 50. Geburtstag am 25. September 1982 in seiner Heimatstadt Toronto so exzessiv gefeiert, dass er einen Schlaganfall erlitt, an dessen Folgen er am 4. Oktober starb.

Ob wahr oder nicht, es würde zu der Exzentrik und dem ungewöhnlichen Lebenslauf des Pianisten passen. Der Sohn eines Hobby-Violinisten und einer Pianistin und Organistin, die erst 1935 ihren Familiennamen von Gold in Gould änderten, war das einzige Kind seiner Eltern. Seine Mutter wollte ihn unbedingt zum Musiker machen und unterrichtete ihn nicht weniger als sieben Jahre lang selbst. Sie verlangte von ihrem Sohn, er solle während des Klavierspiels mitsingen oder summen. Das verfestigte sich bei dem Kind so sehr, dass er auch als berühmter Pianist bei Konzerten und Plattenaufnahmen mitsang, was Tontechniker zur Verzweiflung brachte. „Sommereggers Klassikwelt 152: Glenn Gould
klassik-begeistert.de 21. September 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 151: Tatiana Troyanos war unter den bedeutenden Mezzosopranistinnen ihrer Zeit eine der Vielseitigsten

Foto: Tatiana Troyanos

von Peter Sommeregger

Die Mezzosopranistin Tatiana Troyanos, Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, wurde am 12. September 1938 in New York City geboren. Während sie als Brotberuf beim Verlag Random House arbeitete, nahm sie Gesangsunterricht zuerst an der Brooklyn Music School, später an der berühmten Juilliard School. „Sommereggers Klassikwelt 151: zur Erinnerung an Tatiana Troyanos
klassik-begeistert.de, 14. September 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 150: Erich Leinsdorf – ein Wiener in New York

Lieber Peter!

Du bist ’ne Wucht! 150 Klassikwelten in 3 Jahren.
Das schafft nur ein wahrer Klassik-Connaisseur, geboren in Wien, wohnhaft in Berlin.

Das schaffst nur Du!

Merci vielmals – auf weitere 150 Klassikwelten,

Andreas

von Peter Sommeregger

Der Lebensweg des Dirigenten Erich Leinsdorf ist durchaus ungewöhnlich verlaufen, wobei wesentliche Punkte durch die Umstände der Zeit im unruhigen 20. Jahrhundert bedingt wurden. „Sommereggers Klassikwelt 150: Erich Leinsdorf – ein Wiener in New York
klassik-begeistert.de, 7. September 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 149 : Ljuba Welitsch, die unvergleichliche Salome

von Peter Sommeregger

Am 1. September sind es bereits 26 Jahre, dass Ljuba Welitsch in Wien nach längerer Krankheit gestorben ist.

Die gebürtige Bulgarin studierte in Sofia und Wien, in Graz debütierte sie 1936 am dortigen Opernhaus. Von 1937 bis 1945 waren die weiteren Stationen Hamburg und München. 1942 war sie an der Wiener Volksoper engagiert, wo sie ihre erste Salome von Richard Strauss sang. 1945 wurde sie an die Wiener Staatsoper verpflichtet, wo sie bereits 1944 in einer Festaufführung zu Strauss’ 80. Geburtstag die Salome verkörperte. „Sommereggers Klassikwelt 149 : Ljuba Welitsch, die unvergleichliche Salome
klassik-begeistert.de 31. August 2022“
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Sommereggers Klassikwelt 148: Wer kennt noch Christina Deutekom?

Foto:  https://commons.wikimedia.org/

von Peter Sommeregger

In den Monat August fallen sowohl der Geburtstag (28. August 1931) als auch der Todestag (7. August 2014) der holländischen Sopranistin Christina Deutekom. Höchste Zeit, wieder einmal an die Sängerin zu erinnern, die eine außergewöhnliche internationale Karriere hatte, an der sich aber auch die Geister schieden.

Die als Christine Engel in Amsterdam geborene Künstlerin nahm nach ihrer Heirat 1952 den Familiennamen ihres Ehemannes an. Nach dem Ende ihres Gesangsstudiums trat sie zunächst in kleineren Rollen auf, angeblich war es die große Elisabeth Schwarzkopf, die auf Deutekom aufmerksam wurde, als diese sich vor einer Vorstellung mit der Arie der Königin der Nacht einsang. „Sommereggers Klassikwelt 148: Wer kennt noch Christina Deutekom?
klassik-begeistert.de“
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Sommereggers Klassikwelt 147: Gundula Janowitz zum 85. Geburtstag

Foto: Matinee 20151011 KS Janowitz und KS Ludwig, youtube.com

von Peter Sommeregger

Die Tochter eines deutsch-österreichischen Ehepaares wurde zwar in Berlin geboren, wuchs aber in Graz auf, wo sie das Konservatorium besuchte. Ein Stipendium der Grazer Richard-Wagner-Gesellschaft ermöglichte ihr einen Aufenthalt in Bayreuth, wo sie bereits 1960 als Blumenmädchen im „Parsifal“ unter dem legendären Hans Knappertsbusch debütierte.

Ihre glasklare, leuchtende Höhe war so unverwechselbar, dass gleich mehrere Dirigenten der Spitzenklasse sie gleichzeitig entdeckten. Karl Böhm erneuerte 1963 eine alte Tradition, als er zum Auftakt der Festspiele Beethovens 9. Symphonie aufführte, mit der noch weitgehend unbekannten Gundula Janowitz als Sopran-Solistin. Herbert von Karajans erster Beethoven-Zyklus für die Deutsche Grammophon wurde ihre erste Schallplatten-Aufnahme, mit dem Solo in der 9. Symphonie brannte sich die Charakteristik dieser Stimme ins Ohr der Klassik-Szene. Die weiteren Karriere-Schritte ergaben sich schnell. Karajan holte sie ins Ensemble der Wiener Staatsoper, wo sie anfangs in kleinen Rollen bereits sehr positiv auffiel. Dem Wiener Publikum war zu diesem Zeitpunkt unverständlich, dass der große Otto Klemperer die Sängerin für seine, inzwischen legendäre und unerreichte „Zauberflöte“-Einspielung als Pamina besetzte, die Janowitz am Wiener Haus aber noch Mägde in „Elektra“ und andere „Wurzen“, wie der Wiener sagt, singen musste. „Sommereggers Klassikwelt 147: Gundula Janowitz zum 85. Geburtstag
Klassik-begeistert.de“
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