Opernloft-Sänger führen unter 2F-Regel auf

2F-Regel heißt „Frieden und Freiheit“. Die Mitglieder des Ensembles Opernloft Hamburg-Altona schließen sich dem kulturellen Kampf für Freiheit und Frieden in der Ukraine an. Ihr Benefizkonzert findet am Donnerstag, 17. März 2022 um 19:30 Uhr, statt. Alle Einnahmen davon (einschließlich Gagen der Musiker) spendet man als Nothilfe für die Ukraine. „Der Strom an schockierenden Bildern aus der Ukraine hört nicht auf – wir wollen mehr tun als nur zusehen!“, so Anja Michalke, Pressesprecherin des Opernlofts.

Das Event ist noch in Vorbereitung, aber einige Sängerinnen haben bereits zugesagt. Dies sind die Mezzosopranistinnen Alina Behning, Franziska Buchner, Nora Kazemieh und Pauline Gonthier, sowie die Sopranistinnen: Aline Lettow und Darlene Dobisch. Ein Instrumentalensemble unter der Leitung von Amy Brinkman-Davis wird sie begleiten. Das Opernloft-Team hofft auf zahlreiche Teilnahme des Publikums an seiner künstlerischen Unterstützung der Ukraine.

Die Tickets ab 28 € kann man über die Hotline 01806-700733 (vom Festnetz 0,20 € / Gespräch) oder unter www.opernloft.de (print@home) bestellen.

klassik-begeistert.de, 5. März 2022

Drei „Elbtöchter“ vom Opernloft singen Eins A

Foto: Freja Sandkamm, Marie Sophie Richter und Franziska Buchner, (c) Inken Rahardt

Die Wiederaufnahme des „Ring des Nibelungen“ im Opernloft Hamburg-Altona am 26. Februar 2022

von Jolanta Łada-Zielke

Der Ring des Nibelungen ist ein Hula-Hoop-Reifen, die Walhalla – ein Barbie-Puppenhaus, Siegfried poliert sein Lichtschwert Notung an einem Fahrradrad und Wotan hat Angst vor dem Jugendamt. Drei Schülerinnen erzählen die Richard Wagner Tetralogie, verkörpern abwechselnd die Figuren des Dramas und verwenden verschiedene Spielzeuge als Requisiten.

Die musikalische Begleitung besteht ebenfalls aus drei Personen: Amy Brinkman-Davis, die die ganze Vorstellung am Klavier leitet, Sarah Wewer (Violine) und Bethany Kutz (Horn). Den 16-stündigen „Ring des Nibelungen“ hat man zwar auf anderthalb Stunden gekürzt, aber nicht vereinfacht. Die Regisseurin Inken Rahardt behält die größten Highlights wie „Weiche, Wotan, weiche”, „Hojotoho”, oder „Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind” und fügt viel gesprochenen Text ein. „Wiederaufnahme des „Ring des Nibelungen“,
Opernloft Hamburg-Altona am 26. Februar 2022“
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Orpheus bleibt für immer schuldig!  

Diese Produktion von „Orpheus in der Unterwelt“ ist auf jeden Fall sehens- und hörenswert.

Foto: Lisa Ziehm, Copyright: Inken Rahardt

Opernloft im Alten Fährterminal Altona, 19. November 2021 (PREMIERE)

Jacques Offenbach, „Orpheus in der Unterwelt“ 

von Jolanta Łada-Zielke

Heute sind die Menschen gegenüber Scheidungen toleranter als zur Offenbach Zeit, zumindest im Westeuropa. Allerdings, wenn Orpheus und Eurydike Berühmtheiten wären, stünden sie mehr unter dem gesellschaftlichen Druck. In der Inszenierung von Kerstin Steeb wird die Öffentliche Meinung von Zuschauern unterstützt, die durch Scannen der auf den Tischplatten angebrachten QR-Codes abstimmen. Das Publikum soll unter anderem beurteilen, ob der von Eurydike hinterlassene Brief auf ihre Entführung oder auf die Beleidung ihres Ehegatten hindeutet. Der große Vorteil dieses Spektakels ist zweifellos seine Interaktivität. „Jacques Offenbach, Orpheus in der Unterwelt,
Opernloft im Alten Fährterminal Altona, 19. November 2021 (PREMIERE)“
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Frauenklang – „Semiramide di successo“ 

Foto: Inken Rahardt – Intendanz, Copyright: Silke Heyer

Es wäre nicht schlecht, wenn die Aufführung durch Deutschland und vielleicht sogar durch Europa reisen könnte. Immerhin singt das Ensemble auf Italienisch und die „Übersetzung“ kann auch in andere Sprachen erfolgen. Auch für Menschen, die sich nicht wirklich für Oper interessieren, wären die nicht-musikalischen Inhalte sehr spannend. Diese Opernvorstellung sollte vor allem von Recruiting-Firmen und Headhuntern gesehen werden; vielleicht gibt es ihnen Denkanstöße.

von Jolanta Łada-Zielke

Das Theater Opernloft im Alten Fährterminal Altona ist dafür bekannt, Opernmaterial an eine bestimmte, aktuelle Situation anzupassen. Dies ist auch bei „Semiramis – Wie geht Karriere?“ der Fall, deren zwei Vorstellungen am 12. und 13. November stattfanden. Der Grundgedanke dieses Projekts fügt sich in die aktuelle Diskussion über die Aufnahme der Frauen in Führungspositionen in Unternehmen ein. Auf eine solche Stelle bewerben sich die fünf HeldInnen der Vorstellung. Innerhalb von drei Tagen sollen sie sich von ihrer Schokoladenseite präsentieren und verschiedene Aufgaben erfüllen, die ihnen ein unpersönliches Bewertungssystem stellt.

v.l.n.r. Pauline Gonthier, Timotheus Maas, Freja Sandkamm, Lukas Anton, Eloïse Cénac-Morthé , Copyright: Inken Rahardt

Die Frage ist, welche Art von Musik könnte dazu passen? Die Regisseurin Inken Rahardt schlägt hier Barockkomponisten vor, von denen einige das Thema „Semiramis“ aufgriffen. In den italienischen Texten der Arien taucht oft das Wort „amor“ auf. Inken Rahardt gibt ihnen eine neue Bedeutung, die sich auf den zeitgenössischen Arbeitsmarkt bezieht. Neben der freien Übersetzung der Texte gibt es auch statistische Daten; zum Beispiel ein Mann, der ein Kind betreut, macht bei potentiellen Arbeitgebern einen besseren Eindruck als eine Frau, die dasselbe tut. „Semiramis – Wie geht Karriere?,
Opernloft im Alten Fährterminal Altona, 21. November 2021“
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Publikum begeistert: "Carmen" im Opernloft in Hamburg

Foto: (c) Inken Rahardt
„Euer blödes Internet ist doch nicht das wahre Leben“

Ernst Deutsch Theater Hamburg, 31. Mai 2018
Carmen, nach Georges Bizet
Inken Rahardt, Regie
Claudia Weinhart, Ausstattung
Makiko Eguchi, Musikalische Leitung
Markus Bruker, Kammermusikalische Einrichtung
Susann Oberacker, Dramaturgie/Text
Soomi Hong, Carmen
Aline Lettow, Michaela
Richard Neugebauer, José
Stepan Karelin, Escamillo

Ensemble:
Tanja Bolduan, Nadine König, Celina Kröll, Timm Moritz Marquardt, Francesco Sannicandro, Apollonia Schmidt, Alessandro Schulze, Maria C. Vangelista

von Sebastian Koik

Das Opernloft bringt eine gekürzte, ganz neue Version von Georges Bizets Carmen auf die Bühne des Ernst Deutsch Theaters Hamburg. Die Intention des Opernlofts ist es, Menschen neu für die Oper zu begeistern und Operngeschichten in die Gegenwart zu holen. Jede Produktion wird auf die klassische Spielfilmlänge von 90 Minuten gekürzt. „Carmen, nach Georges Bizet,
Opernloft Hamburg“
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