Frauenklang – „Semiramide di successo“ 

Foto: Inken Rahardt – Intendanz, Copyright: Silke Heyer

Es wäre nicht schlecht, wenn die Aufführung durch Deutschland und vielleicht sogar durch Europa reisen könnte. Immerhin singt das Ensemble auf Italienisch und die „Übersetzung“ kann auch in andere Sprachen erfolgen. Auch für Menschen, die sich nicht wirklich für Oper interessieren, wären die nicht-musikalischen Inhalte sehr spannend. Diese Opernvorstellung sollte vor allem von Recruiting-Firmen und Headhuntern gesehen werden; vielleicht gibt es ihnen Denkanstöße.

von Jolanta Łada-Zielke

Das Theater Opernloft im Alten Fährterminal Altona ist dafür bekannt, Opernmaterial an eine bestimmte, aktuelle Situation anzupassen. Dies ist auch bei „Semiramis – Wie geht Karriere?“ der Fall, deren zwei Vorstellungen am 12. und 13. November stattfanden. Der Grundgedanke dieses Projekts fügt sich in die aktuelle Diskussion über die Aufnahme der Frauen in Führungspositionen in Unternehmen ein. Auf eine solche Stelle bewerben sich die fünf HeldInnen der Vorstellung. Innerhalb von drei Tagen sollen sie sich von ihrer Schokoladenseite präsentieren und verschiedene Aufgaben erfüllen, die ihnen ein unpersönliches Bewertungssystem stellt.

v.l.n.r. Pauline Gonthier, Timotheus Maas, Freja Sandkamm, Lukas Anton, Eloïse Cénac-Morthé , Copyright: Inken Rahardt

Die Frage ist, welche Art von Musik könnte dazu passen? Die Regisseurin Inken Rahardt schlägt hier Barockkomponisten vor, von denen einige das Thema „Semiramis“ aufgriffen. In den italienischen Texten der Arien taucht oft das Wort „amor“ auf. Inken Rahardt gibt ihnen eine neue Bedeutung, die sich auf den zeitgenössischen Arbeitsmarkt bezieht. Neben der freien Übersetzung der Texte gibt es auch statistische Daten; zum Beispiel ein Mann, der ein Kind betreut, macht bei potentiellen Arbeitgebern einen besseren Eindruck als eine Frau, die dasselbe tut. „Semiramis – Wie geht Karriere?,
Opernloft im Alten Fährterminal Altona, 21. November 2021“
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Publikum begeistert: "Carmen" im Opernloft in Hamburg

Foto: (c) Inken Rahardt
„Euer blödes Internet ist doch nicht das wahre Leben“

Ernst Deutsch Theater Hamburg, 31. Mai 2018
Carmen, nach Georges Bizet
Inken Rahardt, Regie
Claudia Weinhart, Ausstattung
Makiko Eguchi, Musikalische Leitung
Markus Bruker, Kammermusikalische Einrichtung
Susann Oberacker, Dramaturgie/Text
Soomi Hong, Carmen
Aline Lettow, Michaela
Richard Neugebauer, José
Stepan Karelin, Escamillo

Ensemble:
Tanja Bolduan, Nadine König, Celina Kröll, Timm Moritz Marquardt, Francesco Sannicandro, Apollonia Schmidt, Alessandro Schulze, Maria C. Vangelista

von Sebastian Koik

Das Opernloft bringt eine gekürzte, ganz neue Version von Georges Bizets Carmen auf die Bühne des Ernst Deutsch Theaters Hamburg. Die Intention des Opernlofts ist es, Menschen neu für die Oper zu begeistern und Operngeschichten in die Gegenwart zu holen. Jede Produktion wird auf die klassische Spielfilmlänge von 90 Minuten gekürzt. „Carmen, nach Georges Bizet,
Opernloft Hamburg“
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