"Diejenigen, die für die Musik bestimmt sind, werden am innigsten geliebt"

Frohe Pfingsten,

liebe Leserinnen und Leser von klassik-begeistert.de !

Wir feiern heute den 50. Tag der Osterzeit.

Pfingsten (von griechisch πεντηκοστὴ ἡμέρα pentēkostē hēméra, deutsch ‚fünfzigster Tag‘, früher auch mit bestimmtem Artikel: die Pfingsten) ist ein christliches Fest, an dem die Gläubigen die Sendung des Heiligen Geistes zu den Jüngern Jesu und seine bleibende Gegenwart in der Kirche feiern. Ikonografisch wird Pfingsten auch Aussendung des heiligen Geistes oder auch Ausgießung des heiligen Geistes genannt. Der Pfingstsonntag ist der 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, und liegt zwischen dem 10. Mai (frühester Termin) und dem 13. Juni (spätester Termin).

Unsere Leserin Jeannette (Kinderkrankenschwester, Heilpraktikerin und Schamanin) aus Schönefeld bei  Berlin hat uns heute einen besonders lieben Gruß samt Licht-Bildern gesandt.

Mögen sie Ihren / Euren Tag bereichern:

„Diejenigen, die für die Musik bestimmt sind, werden am innigsten geliebt. Ihr Körper ist Gefäß für den Geist, der in ihnen wohnt; das Beste an ihnen ist Musik, der Rest bloß Instrument aus Fleisch und Knochen.“ „Pfingstgrüße aus Hamburg
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„Stets hab´ ich (ob mir ward geflucht) das Beste der Musik gesucht“ – das Universalgenie Johann Mattheson

von Dr. Andreas Ströbl

Bild: Johann Mattheson, Kupferstich von Johann Jacob Haid 1746 nach Johann Salomon Wahl

Mit der Unterstellung eines gewissen Maßes an Eitelkeit hätte man Johann Mattheson sicher nicht unrecht getan. Dass der Name einer der vielseitigsten und im besten Sinne barocken Persönlichkeiten des Musiklebens aber so selten fällt, steht im krassen Gegensatz zu der unbestrittenen Bedeutung dieses eigenwilligen Kopfes.

Der gebürtige Hamburger Johann Mattheson (1681 – 1746) war Opernsänger, Musiker, Komponist, Kantor, Publizist, Mäzen und Diplomat. Um diese Facetten authentisch zum Glitzern zu bringen, braucht es Selbstbewusstsein und echte Mehrfachbegabung, zumal es Mattheson lebenslang geärgert hat, neben seinen Kollegen Georg Philipp Telemann und vor allem Georg Friedrich Händel immer die zweite Geige spielen zu müssen. Er hat es verdient, einmal alleine aufs Pult gebeten zu werden und daher ist notwendig, ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Bernhard Schrammek hat das in der Reihe „Alte Musik“ auf „RBB Kultur“ getan, die Sendung trug den passenden Titel „Barocker Tausendsassa“. Für Schrammeks Reihe darf man ruhig mal etwas Werbung machen. In seiner sympathischen Art stellt der ungemein kenntnisreiche Musikwissenschaftler und Autor Musik vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert vor. Schwerpunkte sind neue CDs und Ersteinspielungen, wobei immer wieder vergessene oder wenig bekannte Werke gespielt werden. Schrammeks Sendung läuft immer montags und freitags um 18 Uhr, am Mittwoch gibt es noch „Alte Musik Spezial“ um 20 Uhr. Textbeiträge und Musikbeispiele sind stets harmonisch abgewogen und so war es auch in seiner ganz Mattheson gewidmeten Stunde am 27. April. „Portrait: Johann Mattheson
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Rachmaninoff, mon Amour – Teil 7

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der siebte und letzte Teil einer Serie über den Ausnahmemusiker. 

Fotos: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

Da ich dies schreibe, läuft gerade Rachmaninoffs 1. Symphonie im Hintergrund. Und das kam so: Ich hatte meine Gesamtausgabe in einer kleinen hellblauen DECCA-Schachtel als meinen wertvollsten Besitz zum 60. meiner Freundin Madame Jacob verschenkt.

Mit der habe ich den Kontakt abgebrochen, mit Rachmaninoff niemals. Werde ich auch nicht. Nun trug es sich tatsächlich zu, dass am Wegesrand in Hamburg-Winterhude ein Bücherstapel zum Mitnehmen stand, darauf stand „I don´t make this up“, genauso war es. Ein iTunes-Gutschein für 25 Euro, Aufkleber intakt, lag obenauf. Und den habe ich sofort in ein neues Gesamtwerk investiert. Und nun bin ich gerade der glücklichste Sergej-Liebhaber der ganzen Welt. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 7
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AURIO Musikverlag: Eine neue verlegerische Idee geht an den Start

von Peter Sommeregger

Bild: Pjotr Tschaikowski, Öl auf Leinwand, 1893, Nikolai Kusnezow, Tretjakow-Galerie (c)

Vom jungen Pianisten und Komponisten Sebastian Bund stammt der Einfall, für verschiedene Instrumente Notenmaterial außerhalb des bekannten Repertoires zu Einzel-Editionen zusammenzustellen, die Interessierte im Abonnement erwerben können. Damit entfällt die oft mühsame und zeitraubende Suche in Bibliotheken und Archiven für die Musiker – sie erhalten originelle Werke speziell für ihr Instrument, entweder als Print-Ausgabe oder PDF. „AURIO Musikverlag: Eine neue verlegerische Idee geht an den Start
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Rachmaninoff, mon Amour – Teil 6

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der sechste Teil einer siebenteiligen Serie über den Ausnahmemusiker. 

Fotos: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

Er komponiert „nur“ drei Symphonien und vier Klavierkonzerte, aber am bemerkenswertesten in allem, was Rachmaninoff schreibt, erscheinen mir die “Symphonischen Tänze” und die “Variationen über ein Thema von Paganini” besonders bemerkenswert.

Es ist fast, als hätte sich der Meister sich nun völlig ins Schwebende, Freie, Losgelöste gewendet – auch wenn er seine ja fast aus dem Zarismus stammende Musiksprache konsequent fortsetzt. Aber – ähnlich Jean Sibelius – entwickelt er sich weiter, aber bei letzterem völlig abgekoppelt von Strömungen Europas, wobei zu bemerken ist, dass zumindest die Finnen erfassen, welch Genie da unter ihnen weilt, und so passiert das Parlament eine „Lex Sibelius“: Eine Apanage von 100 Finnmark in Gold. Seine letzte Symphonie verbrennt Sibelius im Garten, so wie die Gattin Charles Darwins sein letztes Werk; ich gebe zu, dass ich auch schon manches Sonnet und auch Visitenkarten verbrannt habe. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 6
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Rachmaninoff, mon Amour – Teil 5

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der fünfte Teil einer siebenteiligen Serie über den Ausnahmemusiker. 

Foto: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

Unverzeihlich! Da haben wir die 3. Symphonie im vierten Teil angekündigt, unterschlagen, und die Reise nach Amerika vorangesetzt… Es sind die Dreien, die nun Sergeij Rachmaninoff antreiben, das dritte seiner Klavierkonzerte entwirft er “au point”, auf den Punkt, wie ein Rotisseur sein Filet Wellington im “Club de Rôtisserie”, im Intercontinal in im Londoner Stadtteil Kensington, mit Blick über den Eaton Square – aber dies nur nebenbei: für eine US-Tournee. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 5“ weiterlesen

Rachmaninoff, mon Amour – Teil 4

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der vierte Teil einer siebenteiligen Serie über den Ausnahmemusiker. 

Foto: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

Nun schwimmt der gerade noch bettelarme Musikstudent plötzlich im Geld – die Prüfungsfrage, eine Oper in einem Akt, bringt „Aleko“ hervor, wofür ihm das Konservatorium die „Goldmedaille“ verleiht. Man ahnt, wie sich Alexandre Scriabin gefühlt haben muss. Rachmaninoffs Oper wird ein Erfolg: Am 27. April 1893 wird sie im Bolschoi-Theater uraufgeführt – sie bringt ihm große Presseresonanz und auch auswärtige Einladungen ein. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 4
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Álfheiður Erla Guðmundsdóttir im Hauskonzert: Man hört einen jugendlichen, doch schon sehr ausgeglichenen Sopran mit viel Substanz, der sowohl strahlen als auch mit feinfühliger Lyrik verzaubern kann.

Das Liedduo Álfheiður Erla Guðmundsdóttir und Kunal Lyhiry für 9,99 Euro im Internet

Lieder von Edvard Grieg, Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Strauss

Leise und in lyrischer Zartheit gestaltet stillt „Morgen“ die derzeit so übergroße Sehnsucht nach tröstlichen Tönen. Am Ende stimmt es mich froh, dass ich für diese bereichernde Kostprobe allerfeinster Liedkunst auch einen Obolus für die herausragende Leistung der jungen Künstler entrichten konnte. Ich bin überzeugt, dass Álfheiður Erla Guðmundsdóttir als „Rising Star“ im Opern- und Konzertbereich in Erscheinung treten und Kunal Lahiry sich weiterhin als Liedduo- und Kammermusikpartner bewähren wird. Bereits im September 2019 war die Isländerin in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin dreimal als Papagena in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ aufgetreten.

Photocredit: Hjördís Jónsdóttir (c)

von Dr. Lorenz Kerscher

Die derzeitige Krise bringt es mit sich, dass dem vielversprechenden Musikernachwuchs die am Beginn der Karriere ohnehin bescheidenen Einnahmen wegbrechen. Wenn ich mir das vor Augen führe, benutze ich die zahlreichen kostenlosen Streamingangebote derzeit nur mit schlechtem Gewissen. Deshalb freue ich mich sehr, dass der israelische Flötist und Videoproduzent Yoél Culiner ein Portal mit Bezahlfunktion zugunsten junger Talente eingerichtet hat. Er war mir schon bekannt durch hervorragende Aufzeichnungen schöner Produktionen der Israeli Opera Tel-Aviv, die einige Zeit lang in Youtube verfügbar waren. Mit seinem neuen Projekt will er nun jungen Künstlern ein Einkommen ermöglichen und produziert dafür Videoaufnahmen auf hohem technischem Niveau.

Also zahlte ich gerne 9,99 € für ein gut halbstündiges Hauskonzert mit der  isländischen Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, 26, die mich schon mit einigen Videos in Youtube beeindruckt hatte, und mit ihrem amerikanischen Klavierpartner Kunal Lahiry. Zugänglich ist dieses Angebot über den Link https://de.comecloser.cc/alfheidur, wo man sich registrieren oder einfach über Facebook einloggen und mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen kann. Anschließend kann man das Hauskonzert über einen beliebigen Zeitraum erleben, sooft man möchte. „Álfheiður Erla Guðmundsdóttir im Hauskonzert
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Rachmaninoff, mon Amour – Teil 3

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der dritte Teil einer sechsteiligen Serie über den Ausnahmemusiker. 

Foto: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

„Sei vorsichtig mit Skrjabin“, sagt Henning, mein gertenschlanker Musikwissenschaftler, „ab der fünften Sonate wird es schwierig.“ Was geschieht? Wie so oft, wenn ich klassische Musik höre, schlafe ich ein. Plötzlich habe ich Alpträume. Skrjabins sechste Sonate. Wenn man bei Rachmaninoffs Zweiter einschläft, dann ist man im tranceartigen Wachtraum, wenn sich flächig wie die Tundra der gesamt zweite Satz ausbreitet, dahingeschwemmt von Streichern, die Lage um Lage Melodien heraufbeschwören, einer Traumsequenz gleich, immer vorangetrieben, aber sanft gelegt wie Schieferscheiben in schwarzem Glanze. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 3
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Aleksandra Mikulska spielt Chopin im Internet

von Herbert Hiess

Die polnische Pianistin Aleksandra Mikulska stammt nicht nur aus dem Lande des großen Pianisten Frédéric Chopin; sie ist auch mittlerweile Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Man kann sie also getrost als Chopin-Botschafterin bezeichnen; es gibt kaum einen Soloabend mit ihr, an dem der Name des musikalischen Landespatrons fehlt.

Wie viele freischaffende Künstler ist sie natürlich auch durch den Corona-Virus gebeutelt; wenn der absolute Stillstand vor allem für Kleinunternehmer ein Unglück ist, so ist er für die freischaffenden Künstler eine Katastrophe. „Aleksandra Mikulska, Pianistin, Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland
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