DIE DONNERSTAG-PRESSE, 14. MAI 2026

DIE DONNERSTAG-PRESSE, 14. MAI 2026

Foto: Zuger Sinfonietta Copyright Patrick Hürlimann

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DONNERSTAG-PRESSE, 14. MAI 2026

Zug/Theater Casino
Zug in der Schweiz sendet musikalische Grüße aus Wien
Auf dem Podium wie im Saal war die Stimmung begeistert; das ambitionierte Programm der Zuger Sinfonietta verdient überregionale Beachtung. Auf in die Schweiz!
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

Wien
„Wer man ist, lässt sich nicht einfach abstellen!“
Der aus Moskau stammende Regisseur Vasily Barkhatov inszeniert im Theater an der Wien Verdis frühe Oper „Stiffelio“. Premiere ist am Mittwoch. Ein Gespräch über den frühen Verdi, intime Dramen und Popstars im Kloster.
https://www.krone.at/4139157

„Stiffelio“-Regisseur: Scheidung war zu Verdis Zeit „wie Science-Fiction“ (Bezahlartikel)
Regisseur Vasily Barkhatov inszeniert im Theater an der Wien Verdis „Stiffelio“. Und spricht über Glauben, Spaghetti und das ungewöhnliche Setting.
Kurier.at.stiffelio

Film „Vivaldi und ich“ von Damiano Michieletto:
Vivaldi und ich
Ein Historiendrama um eine junge Geigerin, die im 18. Jahrhundert in einem Waisenhaus musikalisch ausgebildet wird und der in dem Komponisten Antonio Vivaldi ein wohlwollender Gönner erwächst.
Von Kirsten Liese
https://www.filmdienst.de/film/details/625775/vivaldi-und-ich#filmkritik

Klang-Tsunami: Nelsons und die Philharmoniker mit der „Achten“ (Bezahlartikel)
Überwältigend: Die Wiener Philharmoniker finalisierten ihren Mahler-Zyklus im Konzerthaus mit der „Symphonie der Tausend“
Kurier.at.philharmoniker.Achte

Wien/Musikverein
Rattle und die Bayern im Musikverein: Witz, Animo und Tiefe
(Bezahlartike)
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Simon Rattle mit Haydn, Brahms sowie einer gedankenvollen Novität mit Magdalena Kožená. Zu Joseph Haydn hat Sir Simon Rattle eine besondere Beziehung. Das machte er beim ersten seiner beiden Wiener Gastspielabende mit seinem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wieder deutlich. Als Entree hatte er die vorletzte von Haydns „Pariser Symphonien“ gewählt, die als „Le Chevalier“ bekannte D-Dur-Symphonie Hob. I:86. Sie ist das am größten besetzte Werk dieses Zyklus, besticht auch durch ihre Originalität. So etwa kombiniert der langsame Satz unter der ungewöhnlichen Bezeichnung „Capriccio“ mehrere Formen, das Menuett adelt volkstümliches Melos mit aristokratischer Grandezza.
DiePresse.com.at.rattle

Wien/ Konzerthaus
Sokolov im Konzerthaus: Wenn Schubert und Beethoven miteinander reden (Bezahlartike)
Jubelstürme für Grigory Sokolov und seine pianistischen Erkundungen der Brücke zwischen Wiener Klassik und Romantik: Sonaten und Bagatellen, ganz groß.
DiePresse.com.at 

Wien/ Musikverein
Musikverein: Brillanter, gar nicht verhagelter Dvořák (Bezahlartike)
Auch der zweite Wien-Auftritt der Geigerin Maria Ioudenitch in zwei Wochen wurde zum großen Erfolg – diesmal mit den Baslern unter Markus Poschner.
DiePresse.com.musikverein

Lilienfeld
Rossinis „Barbier von Sevilla“ begeisterte im Stift
Mit Gioachino Rossinis Oper „Il barbiere di Siviglia“ präsentierte das Musikfestival Stift Lilienfeld einen Opernabend voller Witz, musikalischer Präzision und lebendiger Spielfreude. Die Aufführung der OPER in der KRYPTA nutzte den besonderen Aufführungsort wirkungsvoll und sorgte für ein intensives Musikerlebnis. NiederoesterreichischeNachrichten.at.lilienfeld

München/BayerischeStaatsoper
Gesundheitliche Gründe: Zubin Mehta sagt Dirigate ab
Der 90-jährige Dirigent Zubin Mehta hat aus gesundheitliche Gründen sechs „Turandot“-Dirigate an der Bayerischen Staatsoper abgesagt. Das Festkonzert zu seinem 90. Geburtstag wird er zwar leiten, allerdings mit geändertem Programm.
BR.Klassik.de.metha

Wir Frauen erkennen uns darin wieder (Bezahlartikel)
Gebannt vom Machtkampf zwischen Mary Stuart und Elisabeth I.: An der Staatsoper in München wird die Uraufführung von Brett Deans neuer Oper „Of One Blood“ zum mitreißenden Erfolg.
FrankfurterAllgemeine.net

Berlin
Wunder und Wildheit: Zwei Musiker treffen im Berliner Konzerthaus aufeinander (Bezahlartikel)
Nur Klavier und Violine: Daniil Trifonov und Nikolaj Szeps-Znaider spielen klassische und romantische Stücke. Die beiden sind füreinander geschaffen.
Tagesspiegel.de.wunderundwildheit

„Station Paradiso“ an der Oper Stuttgart Es fährt ein Bus nach Nirgendwo
Heimat, Sehnsucht, Anwerbeabkommen: Sara Glojnarićs Gastarbeiter-Oper „Station Paradiso“ ist in Stuttgart uraufgeführt worden. Einschlägige Themen werden ordnungsgemäß durch die Mühle gedreht, aber das Stück kreist vor allem um sich selbst.
KontextwochenZeitung.de.paradiso

Dortmund
„E lucevan le stelle…“ – Operngala mit Jonathan Tetelman im Konzerthaus Dortmund
Nach seiner allerletzten Zugabe mit „On the Street where You Live“ aus „My Fair Lady“ endete die umjubelte Operngala mit dem amerikanischen Tenor Jonathan Tetelman im Konzerthaus Dortmund. Hier zeigte der smarte Weltstar noch einmal besonders eindrückliche Publikumsnähe, in dem er die Bühne verlies und die Blumen aus seinem Strauss an die anwesenden Damen in der ersten Reihe verteilte. Für so manche Dame sicher ein unvergesslicher Augenblick
opernmagazin,de.lucevan.le.stelle

Düsseldorf
Düsseldorf – Duisburg: Geteilte Liebe
Pläne der Rheinoper für 2026/27. Die Düsseldorfer lieben ihre Oper – aber sie müssen sie immer teilen. Seit 70 Jahren existiert die Theatergemeinschaft mit Duisburg, die, obwohl die Landeshauptstadt mehr beisteuert, gleiche Zuwendung erfordert. Viele interessante Premieren, wie jüngst die Bernstein-Musical „On The Town“ oder in der nächsten Saison der Evergreen „My Fair Lady“, finden erst mal auf der anderen Bühne statt. Die Übernahme steht in den Sternen, nicht im Plan. „Ein großes Haus wie die Deutsche Oper am Rhein ist sehr komplex“, bemerkt der Kommissarische Leiter Marwin Wendt.
ddorf.aktuell.rheinoper

Hannover
Die Staatsoper Hannover stellt die Spielzeit 2026/27 vor
r https://kulturfreak.de/staatsoper-hannover-stellt-die-spielzeit-2026-27-vor

St. Gallen
Ein musikalischer Partnertausch im Reihenhaus
Das Theater Sankt Gallen zeigt derzeit Mozarts Oper „Così fan tutte“ mit „La-Traviata“-Dirigent Pietro Rizzo. Der Abend ist äußerst unterhaltsam – ein Besuch lohnt sich.
https://www.krone.at/4139040

Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg
Oper am Rhein: 20 Premieren 2026/27 in Duisburg und Düsseldorf
Duisburg/Düsseldorf. Vom „Kreidekreis“ bis „Mefistofele“: Auf diese Werke dürfen sich Opern- und Ballett-Freunde in der nächsten Spielzeit freuen.
WAZ.de.online

CD/ Blu-ray-Besprechung
Die Berliner Barock Solisten legen mit Vivaldis „Jahreszeiten“ eine Einspielung für die Ewigkeit vor
Zu erwarten war eine vorbildliche Interpretation, aber das Ergebnis übertrifft die Erwartungen noch um Längen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

CD-Besprechung
Diese Weber-Hommage hat  trotz hoher Qualität Leerstellen
Anlässlich seines bevorstehenden 200. Todestages hat nun das Label Warner eine umfangreiche Zusammenstellung der Werke von Carl Maria von Weber in einer 18 CDs umfassenden Edition veröffentlicht. Sie spiegeln die Vielfalt der musikalischen Gattungen wieder, in denen Weber erfolgreich war.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

München
Brett Dean’s Of One Blood review — tale of Elizabethan intrigue makes a thrilling 21st century opera (Subscription required)
With a pungent, propulsive score and gutsy singing, this world premiere at the Bayerische Staatsoper deserves to be heard widely
https://www.ft.com/content/d9dc1e28-281e-4a9d-999d-73ca60dab80f

Amsterdam
Concertgebouw Amsterdam Announces 2026-27 Season
Featuring Magdalena Kožená, Nina Stemme, Cecilia Bartoli, Huw Montague Rendall, Julia Kleiter & Benjamin Bruns
operawire.com.concertgebouw

Warschau
Jakub Józef Orliński, Malin Byström, Aigul Akhmetshina, Tomasz Konieczny, Monika Radecka, Evelyn Herlitzius, Ausrine Stundyte, Artur Ruciński Lead Polish National Opera’s 2026-27 Season
operawire.com.jozefOrlinski,malinbystroem

Marseille
A well-considered new production of Das Rheingold in Marseille
seenandheard.international.com.consideret

Valencia
Xabier Anduaga makes a triumphant debut as Werther in Barcelona
seenandheard.international.com.anduaga

London
Bernstein’s ‘The Age of Anxiety’ proves central to Pappano’s LSO concert
seenandheard.international.com.bernstein

Manchester
Angel’s Bone, English National Opera, Manchester review –
bold experiment in an elaborate project Artistic achievement and production values vie for attention in a mediated experience
TheArts.desk.com.angels.opera

Reality television: English National Opera’s Angel’s Bone in Manchester
bachtrack.com.de.review.vavrek

Glasgow
Sir Thomas Allen’s Marriage of Figaro for Scottish Opera still entertains
bachtrack.com.marriageoffigaro

Scotland appoints Lithuanian Music Director
The Royal Scottish National Orchestra has just named the Lithuanian conductor Giedrė Šlekytė as its next music director, from September 2027. She replaces Thomas Søndergård, who will have served for six seasons.
slippedisk.com.breaking

New York
Gabriela Lena Frank: Pipelines to Cultures, Stories, and Becoming the First Latina Opera Composer at the Met
As music can travel through time, space, and lands, Gabriela Lena Frank has traveled through a multitude of worlds that now brings her to the Metropolitan Opera debuting her Spanish-language opera “El Último Sueño de Frida y Diego,” May 14th.
operawire.com.gabriela.lena.frank

Washington
Which side story?
Vivacious performances outweigh a host of odd directorial choices in the Washington National Opera‘s West Side Story
https://parterre.com/2026/05/11/which-side-story/

IN Series Presents the World Premiere of Song of Sakuntala
IN Series will present the world premiere of SONG OF SAKUNTALA, a new opera presented as an illuminated concert, composed by IN Series Artistic Director Timothy Nelson, this June.
https://operatoday.com/2026/05/in-series-presents-the-world-premiere-of-song-of-sakuntala/

Washington Bach Consort Closes Season with Stunning Mass in B Minor
operatoday.com.washington

Salt Lake City
Soprano Katarina soars as a heart-breaking Violetta in Utah Opera’s “Traviata”
utaharts.review.saltlake

Feature
All the lovely things you are to me
To celebrate the 100th anniversary performances of Turandot at the Met starting next week, Patrick Dillon gives a listen to seven versions of “Signore, ascolta!” for Perspectives on an Aria.
https://parterre.com/2026/05/11/all-the-lovely-things-you-are-to-me/

Obituary
Baritone Ryan Edwards Dies at 84
https://operawire.com/obituary-baritone-ryan-edwards-dies-at-84/

Ballett / Tanz / Performance

Wien/ Tanzquartier
Festival Rakete zeigt, wie politische Verwirrung zu Gewalt führen kann
Im Wiener Tanzquartier hebt am Mittwoch Rakete ab, das Festival für Nachwuchsperformance, das bis 29. Mai einleuchtende Diagnosen der Gegenwart bietet
https://DerStandard.at.3000000.rakete

Sprechtheater

Graz/ Schauspielhaus
Ihr seid die Versager – wir sind die Löser!
 Das Schauspielhaus Graz kooperiert für das Zitatwerk-Stück „183 Abgeordnete“ mit dem Theater im Bahnhof, einer politisch hoch motivierten Theatergruppe, sonst tätig am Schnittpunkt zweier Grazer Brennpunkt-Bezirke.
DrehpunktKultur.at.loeser

Rock/ Pop/ Song Contest

Das war das erste ESC-Semifinale: Kein Favoritensterben, doch fehlte der Schmäh
Im ersten Semifinale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien konnten sich die Favoriten durchsetzen. Überraschend war höchstens das Weiterkommen Belgiens
DerStandard.at.fehlender.schmäh

Wahnsinn Eurovision! Diese Zahlen zeigen, wie groß der ESC wirklich ist
Millionen Fans, Mega-Rekorde und verrückte Fakten! krone.tv zeigt die spannendsten Zahlen rund um den Eurovision Song Contest. Selbst echte ESC-Fans dürften hier überrascht sein. Wissen Sie, welches Land den Bewerb am häufigsten gewonnen hat? Mehr dazu im Video
https://www.krone.at/4135458

ESC: Heftige Kritik für Swarovski und Ostrowski
Im Netz hagelt es bereits zu Beginn des 1. Semifinales heftige Kritik für das Moderations-Duo. Teilweise sind die Kommentare weit unter der Gürtellinie. Wien ist im Song-Contest-Fieber, doch für das Moderatoren-Duo hagelt es bereits zum Start heftige Kritik. Während in der Stadthalle das erste Halbfinale über die Bühne geht, läuft im Netz die Gift-und-Galle-Maschine heiß. Besonders Victoria Swarovski und Michael Ostrowski bekommen ihr Fett weg.
oe24.at.kritik.an.moderatoren

Unschöner ESC-Moment: Israel-Störer wurde aus der Stadthalle geworfen
Während Israels Halbfinaleinsatz beim 70. Eurovision Song Contest in Wien am Dienstagabend ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Auch in der Fernsehübertragung vor und während des Auftritts von Noam Bettan war ein Zwischenrufer mit der Parole „Stop Genocide!“ zu hören. Dabei war der Zwischenrufer nicht der Einzige, der das ESC-Venue während des 1. Halbfinales verlassen musste. „Drei weitere Personen wurden ebenfalls wegen störenden Verhaltens und Nicht-Einhaltens der Hausordnung der Halle verwiesen“, heißt es weiters.
https://www.krone.at/4139950

So lässig und heiter konnte der Song Contest einmal sein
„Eurobronski“ von der Bronski & Grünberg – Truppe entzückte im Volkstheater. Die lockere Hommage an den ESC der Sechziger bis Achtziger zeigte, was diesem heute abgeht.
DiePresse.com.lässigundheiter

Politik

„Krone“-Kommentar
Das Rendezvous der SPÖ mit der Wirklichkeit
Beim Fest der Floskeln, von den feinen Leuten auch „Europatag“ genannt, ist dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig so eine Art Erweckungserlebnis widerfahren. Jedenfalls war es ein Rendezvous mit der Wiener Wirklichkeit, das dem sonst eher gemütlichen Rathausmann die Zornesröte ins Gesicht trieb.
Und das kam so: Ludwig hatte auf dem Stephansplatz gerade dazu angesetzt, den Song Contest etwas gar süßlich als „Fest des Miteinander“ zu rühmen, als eine Gruppe palästinensischer Demonstranten den SPÖ-Politiker auspfiff und niederbrüllte.
KronenZeitung.at.wirklichkeit

Mexico
Nach Protesten von Eltern: Schule ist wichtiger als Fußball-WM
Der Bildungsminister hatte den Plan, die Ferien in Mexiko wegen der Fußball-WM deutlich zu verlängern. Nun ruderte der Politiker zurück. Pläne der mexikanischen Regierung, aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft vorzeitig schulfrei zu geben, sind gestoppt worden. Das Schuljahr werde unverändert am 15. Juli enden, gab Bildungsminister Mario Delgado am Montag (Ortszeit) bekannt. Delgado hatte zuletzt Überlegungen angestellt, das Schuljahr aufgrund der Hitze und der Entlastung für die Gastgeber-Städte schon am 5. Juni zu beenden. Elternverbände hatten dagegen heftig protestiert.
Kurier.at.bildungsminister

Wirtschaft

Wer Steve Jobs im Bewerbungsgespräch zustimmte, hatte praktisch schon verloren
„Mein Gott, das war doch totaler Mist.“ Mit solchen Sätzen testete Steve Jobs Bewerber bei Apple. Was er als Antwort hören wollte und welche Reaktion ihn überzeugte.
abc.arbeitsnews.de

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Unter’m Strich

Was auf Ihrem Boden wirklich gilt Darf die Polizei mein Grundstück betreten?
Carport, Hof oder Garten: Viele fühlen sich auf ihrem Privatgrundstück vor Kontrollen der Polizei sicher. Das kann ein Irrtum sein. Wann genau und warum Sie überrascht sein könnten. Sie fahren spätabends nach Hause, parken auf Ihrem Grundstück und plötzlich hält die Polizei hinter Ihnen. Viele glauben, die Beamten seien hier machtlos. Doch ein Gericht hat klargestellt: Auch auf privatem Grund gilt das Verkehrsrecht.
t-online.de

Sport/ Tennis
Absturz von Tennis-Star: Mutter gibt Ex Mitschuld
Nach dem Absturz von Tennis-Star Stefanos Tsitsipas meldet sich nun seine Mutter Yulia Salnikova mit brisanten Vorwürfen zu Wort. Die einstige Profispielerin gibt Paula Badosa, der Ex-Freundin von Tsitsipas, eine Mitschuld an der sportlichen Krise des Griechen.
KronenZeitung.at

Wien
65 Meter Höhe! Filmreif: 18-Jähriger macht Stunts am Riesenrad
Es sei ein lang gehegter Traum gewesen, der sich für den 18-jährigen Wiener Mountainbike-Athleten Liam Lang erfüllte. Er durfte auf der gläsernen Plattform am Riesenrad anspruchsvolle Fahrrad-Tricks zeigen und stellte sich einer großen Herausforderung. „Seit ich auf dem Fahrrad stehe, habe ich immer schon den Traum gehabt, eines Tages auf dem Wiener Riesenrad zu fahren und oben auf Plattform 9 Tricks zu machen“, erinnerte sich Lang. Dennoch kein leichtes Unterfangen, wie Lang zugab. Anfänglich sei es beängstigend gewesen, in die Tiefe zu schauen.
https://www.krone.at/4137917

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 14. MAI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

WIENER STAATSOPER: INFORMATIONEN ZU IHREM BESUCH DER „PERLENFISCHER“-PREMIERE

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Wir freuen uns, Sie am 14. Mai 2026 zu Die Perlenfischer in der Wiener Staatsoper begrüßen zu dürfen. Beginn der Vorstellung ist um 19.00 Uhr, Ende um ca. 21.30 Uhr. Es gibt eine Pause von ca. 19.50 – 20.15 Uhr.

Die Vorstellung beginnt pünktlich. Bitte beachten Sie, dass nach Vorstellungsbeginn der Saal (inkl. Logen) erst wieder in der Pause betreten werden darf. Dies gilt sowohl für zu spät kommende Gäste als auch beim Verlassen des Saals während der Vorstellung.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Hier geht es zur → Besetzung, Inhalt und Details

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Werkeinführung im Gustav Mahler-Saal statt

Link zur → Einführungsmatinee

Ihr Programmheft können Sie entweder → hier als digitale Version (3 €) oder vor der Vorstellung und in den Pausen beim Publikumsdienst erwerben (7,50 €). Einen Abendzettel können Sie ebenso beim Publikumsdienst erwerben (1,80 €).

Nach der Vorstellung können Sie als Souvenir ein Abendplakat beim Publikumsdienst im Eingangsfoyer gegenüber der Hauptgarderobe erwerben (3 €; limitierte Stückzahl verfügbar).

Blogbeitrag: → »Im Bann von Stimme, Treue & Begehren« – Über das Werk

Blogbeitrag: → »Mode ist nicht nur Ästhetik, sondern auch Gesellschaftsanalyse«   – Gespräch mit Regisseur Ersan Mondtag

Blogbeitrag: → »Ich habe auf Wien aus großem Respekt gewartet« – Interview mit Daniele Rustioni

Blogbeitrag: → »Nadir lebt unter der Macht der Erinnerung« – Gespräch mit Juan Diego Flórez

Blogbeitrag: → »In französischer Musik kann man wirklich fliegen« – Interview mit Kristina Mkhitaryan

Radio-Beitrag: → Ersan Mondtag zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt (Sendung vom 18. April 2026)

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»CARMEN«-SPEZIAL: EXKLUSIV FÜR U27-PUBLIKUM

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Die Kunstform Oper und vor allem die Wiener Staatsoper auch einem jungen Publikum näherzubringen und dieses dafür zu begeistern, ist eines der obersten Ziele der aktuellen Direktion. Erstmals in der Geschichte des Hauses am Ring wird es jetzt einen exklusiven U27-Opernabend geben: Am 11. Juni wird Carmen ausschließlich für junges Publikum aufgeführt, mit sehr günstigen Tickets zum Preis von 20 €, leicht verständliche Werkeinführungen auch für »Opern-Neulinge« u.v.m. 

Ziel ist es, Berührungsängste vor einem ersten Besuch abzubauen, Gemeinschaft zu schaffen und junge Menschen nachhaltig für die Oper zu begeistern. Denn: Wer einmal einen intensiven Opernabend erlebt hat, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder. Generationen von Stehplatzbesuchern können darüber berichten…

OPERNLIEBE UNTERSTÜTZT TICKETPREISE!

Günstige Ticketpreise sind für viele junge Menschen eines der wichtigsten Kriterien bei einem Besuch kultureller Einrichtungen. Diese günstigen Ticketpreise bedeuten jedoch für die Wiener Staatsoper eine große Differenz zu den regulären Einnahmen, die nur mit zusätzlicher Unterstützung durch erfahrene »Opernliebhaber« ausgeglichen werden können, so auch bei der Carmen-U27-Vorstellung. Mit einer → Spende können Sie dazu beitragen, diese Differenz auszugleichen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar – jeder auch noch so kleine Beitrag hilft, die Begeisterung für Oper an künftige Generationen weiterzugeben. Vielen Dank dafür!

Auf unserer Website finden Sie alle Informationen zur Veranstaltung und zu den Tickets, bitte beachten Sie jedoch, dass am Abend ausschließlich Besucherinnen und Besucher unter 27 Jahren Einlass erhalten (Ausweiskontrolle).

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Bayerische Staatsoper: Programmänderung und Umbesetzung

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Mit Rücksicht auf seine Gesundheit hat sich Zubin Mehta entschieden, das Programm des Festkonzerts am 30. Mai 2026 zu ändern: Anstelle der ursprünglich geplanten dritten Symphonie von Gustav Mahler werden die vierte Symphonie von Johannes Brahms und die achte Symphonie von Franz Schubert erklingen.

Das Dirigat der Vorstellungen von Turandot muss Zubin Mehta aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität leider absagen. Die Vorstellungen am 6., 9., 14. und 17. Juni 2026 dirigiert stattdessen Henrik Nánási. Die Vorstellungen am 30. Juni, 3. und 6. Juli 2026 übernimmt Andrea Battistoni.

Neues Programm: Festkonzert zum 90. Geburtstag von Zubin Mehta

Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 Die Große

ZUM KONZERT

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Berlin/ Staatsoper Unter den Linden: „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss

Liebes Publikum, gerne möchten wir nochmals auf die kommenden Aufführungen von Richard Strauss’ komischer Oper Die schweigsame Frau hinweisen. Nach den bisherigen Vorstellungen ist das Werk erneut am 21. Mai, 25. Mai sowie 29. Mai 2026 zu erleben.

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Copyright: Bernd Uhlig

Unter den Bedingungen einer zunehmend repressiven Zeit schufen Richard Strauss und Stefan Zweig Anfang der 1930er Jahre eine ebenso heitere wie tiefgründige Oper, die menschliche Sehnsüchte und Rastlosigkeit thematisiert.

Besetzung

 Musikalische Leitung:                                       Christian Thielemann
Inszenierung:                                                      Jan Philipp Gloger
Szenische Einstudierung, Spielleitung:          Caroline Staunton
Bühne:                                                                 Ben Baur
Kostüme:                                                            Justina Klimczyk
Licht:                                                                   Tobias Krauß
Video:                                                                  Leonard Wölfl
Choreographie:                                                 Florian Hurler
Einstudierung Chor:                                          Dani Juris

Sir Morosus:                                                       Peter Rose
Seine Haushälterin:                                          Evelyn Herlitzius
Barbier Schneidebart:                                      Samuel Hasselhorn
Henry Morosus:                                                Siyabonga Maqungo
Aminta, seine Gattin:                                       Brenda Rae
Isotta:                                                                  Serafina Starke
Carlotta:                                                             Rebecka Wallroth
Morbio:                                                               Dionysios Avgerinos
Vanuzzi:                                                              Manuel Winckhler
Farfallo:                                                              Friedrich Hamel

Orchester:                                                          Staatskapelle Berlin
Chor:                                                                   Staatsopernchor

Termine

  1. Mai 2026, 19.00 Uhr
    25. Mai 2026, 18.00 Uhr
    29. Mai 2026, 19.00 Uhr

Dauer: ca. 3:40 h inklusive zweier Pausen
Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Tickets sind hier erhältlich

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Marilyn Monroe zum 100.Geburtstag (1.6.2026): „Schönheit war ihr Schicksal“

marilyn monroe happy valentin photo bernard of hollywood 1947 (sammlung manuela miebach)
Marilyn Monroe: Happy Valentin. Photo Bernard of Hollywood 1947. Sammlung: Manuela Miebach.

Bernard of Hollywood zählte mit zu den ersten Entdeckern von der Monroe, und konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie am 24.Juli 1946 ein hinreißend schönes junges Ding, mit einem verdammt kurzen Rock, und einen hautengen roten Rollkragenpullover, in sein Fotostudio am Sunset Strip hereinkam, und mit einer Flüsterstimme ihn fragte „Mr. Bernard, could you take a few sexy pictures of me? “ „Warum wollen gerade sie Sexy – Fotos haben, wo sie doch eher dem natürlichen, netten Mädchen von nebenan, entsprechen?“ erwiderte Bruno. Denn sie entsprach, abgesehen von ihrer Figur, so gar nicht dem sexy Typ und den eines Vamps a la Turner. Ihre Haare waren hellbraun, ihr Gesicht erstrahlte in mädchenhafter Unschuld, ihre Nase war eher breitflächig, und wenn sie ihren Mund öffnete, verscheuchte ihre Fistelstimme auch den letzten Anflug eines männermordenden Vamps. Andererseits hatte Marilyn eine Vitalität, gepaart mit einer entwaffneten Naivität, der sich kaum ein Mann entziehen konnte. In ihrer Anziehungskraft lag natürlicher Sex-Appeal, den die vollschlanke und kindhafte Frau ausstrahlte. Bernard of Hollywood entschloss sich einige Aufnahmen von der noch unbekannten Norma Jeane Mortenson zu machen. Sie die den großen Traum ein großer Filmstar zu werden, schon als Zehnjährige bereits im Waisenhaus in der El Centro Avenue in Hollywood geträumt, posierte das erste Mal vor Brunos Kamera. Sie war mit überschäumender Begeisterung bei der Sache. Modellstehen war für die noch unbekannte Norma Jeane keine Arbeit, sondern offensichtlich ein Vergnügen, eine Spielerei, wo sie wie ein ausgelassenes Kind vor Lebensfreunde sprudelte, und mit ihrem natürlichen Lachen, noch weit entfernt von dem plastischen Puppen und künstlich erzeugten Hollywoodschönheiten war. Die damals gerade erst Zwanzigjährige, am 1.Juni 1926 in Los Angeles geboren, war noch nicht verdorben durch die Hollywood-Maschinerie, die aus Intrigen, Gerüchten, Spekulationen und Machenschaften bestand. Natürlich wollte Bernard of Hollywood diese Kindfrau nach dem ersten Photo-Shooting zu einer weiter gefächerten Fotositzung animieren, und so posierte sie für die ersten Bikinifotos, wo sie auch zum ersten Mal ihre betörenden Kurven provozierend zur Show stellte. Die ersten Pin-ups die Bruno von Marilyn aufnahm, waren von Anfang an, ein sensationeller Erfolg bei Presse und Publikum. Doch als Covergirl Karriere zu machen, allein das genügte der damals Zwanzigjährigen nicht. Denn sie wollte unbedingt eine große Schauspielerin werden. Eine Schauspielerin, die nicht nur ihren Körper auf den Titelseiten von Männermagazinen präsentierte, und wo ihre Fotos an den Spins amerikanischer Soldaten hingen, sondern im Innern ihres Herzens, wünschte sie sich die ernsten dramatischen Rollen eines Tages spielen zu dürfen. Marilyn liebte es, sich nicht nur in die verschiedensten Charaktere zu verwandeln, sondern war auch ein menschliches Chamäleon, das sich zum Selbstschutz ihrer Umgebung anpasste. Denn sie schämte sich ihrer Kellerkind-Vergangenheit. Sie das uneheliche Kind einer Filmcutterin, die die meiste Zeit in einer Nervenheilanstalt verbrachte, und deren Eltern und Bruder im staatlichen Irrenhaus Norwalk an Schizophrenie starben, lernte früh auf sich selbst gestellt zu sein und sich zu behaupten. Eine Reihe von Pflegeheimen und die Einweisung in ein Waisenhaus waren ihr Kindheitsmilieu.

Mit 16 Jahren flüchtete sie in eine Ehe und heiratete den Flugzeugmechaniker und späteren Polizisten James Dougherty. Sie selbst arbeitete als Hilfskraft in der Montageabteilung einer Rüstungsfabrik, wo sie zum ersten Mal als Fotomodell 1945 für die Frontzeitung der U.S. Army posierte. Dort begann bereits ihre anfängliche Karriere, wo sie durch die erste Zusammenarbeit mit Bruno Bernard genau ein Jahr später, dann zu eines der beliebtesten Pin-up-Girls in Hollywood wurde.

Ihre nicht gerade glückliche Kindheit versuchte sie zu verdrängen, indem sie auf der Suche war, um ein neues eigenes Ich zu finden. Diese Suche nach Selbst-Verwirklichung um Berühmtheit zu erlangen, war ihr einziges Ziel. Wo Marilyn sogar bereit war ihre Seele an den Teufel zu verkaufen. Sie posierte mit großer Leidenschaft vor der Kamera, nicht nur allein des Geldes wegen, sondern sie liebte es, sich und ihren Körper, als eine Art Selbstdarstellung zu präsentieren, um alle Aufmerksamkeiten auf sich zu lenken, und wo sie vielleicht auch glaubte, dass sie ihre verletzte und kranke Seele durch die Droge „Ich will geliebt und anderen gefallen“ dadurch heilen könne. Ihre nazistische Veranlagung ist durchaus in ihren traumatischen Kindheitserlebnissen zu suchen, und sie war sich auch durchaus ihres Sex-Appeals bewusst um sich somit auch ins rechte Licht zu rücken. Denn Marilyn verbrachte mehr Zeit in dem riesigen Fotostudio der Fox zu, als an ihrer geistigen Entwicklung, als auch an der Aussprache und an ihren schauspielerischen Fähigkeiten zu arbeiten.

Die Glamour, Stand – und Pressefotografen verknipsten Tausende von Filmen, die in regelmäßigen Abständen an die Weltpresse verschickt wurden. Es war eine ständige Hollywoodpraxis, fast die gesamte Produktion ihrer Durchschnittsfilme durch so genannte „Cheesecake“ oder „Legart-Fotos“ dem breiteren Publikum schmackhaft zu machen. Marilyns Pin-ups waren bald ein sensationeller internationaler Erfolg bei Presse und Publikum. Und so geschah es auch, dass Norma Jeane, nachdem sie alle Aufmerksamkeit der Fotografen und einigen Filmproduzenten auf sich gelenkt hatte, ihren ersten Filmvertrag 1946 von 20th Century Fox erhielt. Ein Einjahresvertrag mit 75 Dollar Anfangsgehalt pro Woche mit einer halbjährigen Erhöhung von 25 Dollar. Dieses Anfangsgehalt war zwar erheblich geringer als ihre Einkünfte als Fotomodell, aber es ermöglichte Marilyn einen freien Schauspiel, Gesangs- und Tanzunterricht in der studio-eigenen Schule, und vor allem die Chance, von Regisseuren und Produzenten auf diesem Riesengelände der Fox entdeckt zu werden. Außer sich vor Freude über diesen Vertrag, sprang Marilyn ihrem damaligen Entdecker, Mentor und Theatermann Ben Lyon um den Hals, und Ben schien sichtlich gerührt über die Freudentränen, die diesem jungen unkomplizierten Ding über die Wangen liefen. Er war es auch, der ihren Namen Norma Jeane Mortenson als ungeeignet für ein angehendes Starlet empfand, da er sich nur schwer einzuprägen war, und somit taufte er ihren alten Namen auf den Namen Marilyn Monroe um, der übrigens nicht frei erfunden, sondern von der Großmutter Della Mae Monroe übernommen, und zunächst als Künstlername geführt wurde. Gesetzlich wurde dieser Name aber erst 1956 behördlich offiziell anerkannt.

Von diesem Moment an war Norma Jeane, die ungeliebte herumgestoßene Halbweise, gestorben! Und Marilyn Monroe, ein glamouröses Filmsternchen ward geboren, die durch ihre lang gehegten und ehrgeizigen Wunschträume, ein Märchen hat wahr werden lassen. Doch Marilyns Aschenbrödel Karriere war aber auch vielen Zerreißproben ausgesetzt, und nachdem sie im ersten Vertragsjahr nur zwei winzige Filmrollen, wo ihr kurzer Dialog in dem Film „Scudda Hoo!Scudda Hay!“ auf Grund ihrer Fistelstimme herausgeschnitten wurde, war sie zwar zunächst am Boden zerstört, aber das hinderte Marilyn noch lange nicht daran, mit verbissenem Ehrgeiz an ihrer Schauspielkarriere weiterzuarbeiten. Als im Koreakrieg Marilyn von der Soldatenzeitung „Stars and Stripes“ zur Pin-ups Queen gekürt wurde, wuchs der Umfang ihrer Fanpost bis zu 10.000 Briefen wöchentlich an, sodass das Studio zusätzliche Sekretärinnen und einen eigenen Werbemanager für das publicitysüchtige Sternchen engagieren musste.

bruno bernard mit marilyn monroe
Bruno Bernhard mit Marilyn Monroe. Foto: Sammlung Miebach

Bruno Bernard holte Marilyn zu dieser Zeit oft von ihrem Studio ab. In ihrem klapprigen alten Ford begleitete Bruno sie zu ihrer neuen standesgemäßen Behausung, dem Hollywood-Studio Club am Lodi Place. Marilyn gestand ihrem väterlichen Freund und Vertrauten, oft ihre intimsten Geheimnisse an. Ihre ständigen Ängste waren irgendwann zu versagen, den ständigen Anforderungen einer Hollywoodfabrik nicht gewachsen zu sein, und sie zweifelte immer wieder an ihren mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten. Denn schon in der Schule hatte Marilyn die größten Schwierigkeiten Gedichte auswendig zu lernen, und dass sie allein aus diesem Grunde auch nie an Schulaufführungen teilnehmen durfte. Ihre weitere Sorge war, auch mit zunehmendem Alter irgendwann an Attraktivität zu verlieren, und hier mag wohl ihr späterer Regisseur Joe Mankowicz nicht ganz Unrecht gehabt haben, wie er in einer Talkshow nach dem Tod von Marilyn behauptete „Es war gut, dass Marilyn Monroe so jung starb, denn sie hätte es nie verkraftet, ein alterndes Sexsymbol zu sein, und wäre wahrscheinlich mit 50 eine stumpfsinnige Alkoholikerin geworden.

Während ihres ersten Filmvertrages bei 20th Century Fox wurde Marilyn im wahrsten Sinne des Wortes als Pin-up verbraten. Als Sexbombe vom Dienst, an deren schauspielerischen Talent man immer wieder zweifelte. Selbst Billy Wilders spätere negative Aussage zu den Dreharbeiten „Das verflixte Jahr“ das ihre Gestaltungskraft einer einfältigen Sex Biene gleiche, und auch Otto Premingers Aussage, während den Dreharbeiten zu „Fluss ohne Wiederkehr“, dass sie ein „Vakuum mit Brustwarzen“ sei, konnten Marilyns Ehrgeiz nicht erschüttern und ihre unaufhaltbare Karriere nicht mehr aufhalten.

Obwohl vieler harter Kritik, die die Monroe zu Anfang einstecken musste, so erhielt sie nach Auflösung des Vertrages bei der 20th Century Fox über den Filmzaren Harry Cohn 1947 einen neuen Vertrag bei Columbia mit gleichem Anfangsgehalt wie bei der Fox. Es bot sich die Chance endlich eine größere Filmrolle in dem Streifen Ladies of the Chorus“ zu spielen. Doch der Vertrag bei Columbia war bereits nach sechs Monaten beendet, weil Marilyn mit Harry Kohn nicht allein auf deren Yacht segeln wollte. Doch eines war entscheidend für ihre weitere Karriere, dass sie bei der Columbia die dortige Schauspiellehrerin Natascha Lytess kennenlernte, die nicht nur für Marilyns weitere Ausbildung verantwortlich, sondern sie auch auf ihren weiteren steilen, aber schwierigen Weg begleiten sollte. Sie glaubte an Marilyns Schauspieltalent, nahm sie unter ihre Fittiche, und gab ihr nach der Entlassung aus dem Studiovertrag regelmäßig unentgeltlich Schauspielunterricht. Im Herbst 1947 sind auch für Marilyn, neben vielen weiteren arbeitslosen Filmsternchen, nicht gerade rosige Zeiten. Ende September 1948 saß Marilyn recht niedergeschlagen im Studio von Bruno und bettelte sozusagen um einen Job als Fotomodell. Denn sie sei schon seit Monaten im Rückstand mit der Miete und könne auch nicht mehr die Raten fürs Auto bezahlen, da sie beim Film zurzeit keine Beschäftigung habe. Während dieser Arbeitslosigkeit entstanden auch die Aktfotos mit dem berühmten Fotografen Tom Kelly, wo Marilyn für einen Kalender und für ein Honorar von 75 Dollar posierte. Bruno erfuhr davon erst viele Jahre später, wo die Monroe bereits eine bekannte Schauspielerin war und einige große Filme gedreht hatte. Man kann sich ungefähr diesen Skandal in Hollywood vorstellen. Denn eines der striktesten Tabus war Nacktheit. Keine Schauspielerin in Hollywood konnte es sich seinerzeit leisten dieses Tabu zu verletzen. Nun viele Jugendsünden der Monroe versuchte man als sie bereits berühmt war zu vertuschen. Es hätte ungeheure Skandale gegeben und Marilyns Filmkarriere wäre damit schnell beendet gewesen. Viele Jugendsünden wie man sie auch nennen will, waren bei vielen jungen bekannten, oder weniger bekannten Schauspielerinnen, doch eher eine Art Verzweiflungstat. Denn wenn man nicht unbedingt in die Prostitution abrutschen wollte, so war man notgedrungen gezwungen als Aktmodell oder als Pin-up seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

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Portrait Marilyn Monroe. Foto: Sammlung Miebach

Ein weiterer Mann spielte in Marilyns Leben eine wesentliche Rolle. Johnny Hyde, ein begeisterter Fotoamateur, und im Berufsleben der Vizepräsident der einflussreichen William Morris – Agentur, sollte Marilyns Leben schlagartig verändern. Er war ein guter Freund von Bruno Bernard und Marilyn lernte ihn zur richtigen Zeit am richtigen Ort in Palm Springs kennen. Nach dem Dilemma mit Marilyns Geldknappheit, engagierte Bruno Marilyn für einen Reportageauftrag für ein amerikanisches Fanmagazin, wo die Aufnahmen im Racquet – Club im Palm Springs erfolgten. Dieser Schauplatz war ein Treffpunkt für alle Stars, für die Reichen und Schönen, und auch dort hielt sich zum selbigen Zeitpunkt Johnny Hyde auf, der beim ersten Anblick von Marilyns Schönheit derart fasziniert war, sodass er sich Hals über Kopf in sie verliebte. Dieser „kleine Gartenzwerg“ so wie Marilyn ihn zu Anfangs spöttisch bezeichnete, machte seine neue Entdeckung zu seinem Lieblingsobjekt seiner einflussreichen Agentur. Zuerst kaufte er für einen Spottpreis Marilyns Vertrag mit der NCAC auf und schenkte ihr selbst einen teuren Sportwagen. Dann begann unter ständiger Bewachung seiner Argusaugen der Verwandlungsprozess des „netten Mädchens von nebenan“ indem er Marilyn Monroe in eine Hollywoodsirene verwandelte, was ihn damals eine Menge Geld gekostet hat. Der beste Schönheitschirurg Hollywoods musste jetzt ihre Nase veredeln und ihr Kinn straffen. Die besten Modeschneider gaben Marilyn ein komplett neues Outfit, und er der nun seine Marilyn um stilisierte vom Aschenbrödel zur Filmprinzessin, sie mitschleifte in alle Nightclubs und Film-Premieren, nach dem Motto gesehen und gesehen werden, versuchte aus Marilyn eine ernsthafte Schauspielerin zu machen. Das dieser Mann, Marilyn zum ersten Durchbruch verhalf, wurde durch die allgemeine Weltpresse eigentlich immer verschwiegen. Johnny Hyde gab unter seinem Management Marilyn die erste Chance in dem Film „Asphalt Dschungel“(1950) unter der Regie von John Huston mitzuwirken, und mit seiner Cleverness handelte er für Marilyn nun einen Sieben-Jahresvertrag bei der 20th Century Fox aus. Unter diesem neuen Vertrag drehte die Monroe unter der Regie von Joe Mankiewicz, einer der erfolgreichsten Regisseure und Drehbuchautoren der 50er Jahre, den Film „Alles über Eva“ (1950).

Doch die persönliche Tragik für den kleinen großen, ehemaligen russischen Zirkusartisten Johnny war, dass er das erste Todesopfer seiner blonden mit Sex-Appeal ausgestatteten Liebesgöttin wurde. Denn während ihres über zweijährigem Liebesverhältnis hatte er Marilyn mehrere Male die Ehe angetragen, die sie zur Millionärin und damit zumindest finanziell abgesichert hätte. Aber sie die später in dem Erfolgsfilm „Wie angelt man sich einen Millionär“ (1953), in ihrem wirklichen Leben aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen wollte, verzichtete auf dieses überaus großzügige Angebot und gab ihren Gönner vielleicht ihren Körper, aber nie ihr Versprechen, weil sie sich einfach nicht binden wollte. Denn Marilyns Ziel war nicht das Hausmütterchen am Herd zu spielen, sondern einzigallein die Verwirklichung einer großen Karriere. Dafür nahm sie alle Mühen auf sich, und obwohl sie sich im inneren ihres Herzens nach Wärme und Geborgenheit sehnte, so verzichtete sie zunächst auf ein häusliches Familienleben. Freunde behaupteten damals mit nicht weniger Ironie, Johnny sei am gebrochenen Herzen gestorben! Nach dem Tod von Johnny Hyde sagte Marilyn selbst „Ich liebte Johnny als Mensch, aber nicht als Mann. Er war der erste Mensch der mich richtig verstand, und ich werde ihn nie vergessen.“ Plötzlich stand Marilyn wieder als das verlassene Waisenkind Norma Jeane da. Denn die Familie Hyde schmiss sie unverzüglich aus der früher mit Johnny gemeinsam bewohnten Villa im hohen Bogen hinaus.

Doch durch Johnny Hyde, der Marilyns Weg bereits geebnet hatte, war ihr steiler Weg zum Star nicht mehr aufzuhalten. Unter ihrer Schauspieldompteuse Natascha Lytess erarbeitete Marilyn mit eiserner Disziplin ein Rollenstudium und ent-wickelte außerdem auch einen wahren Bildungshunger. Sie las zum ersten Mal den deutschen Dichter Rainer Maria Rilke, las alle Regiebücher des großen deutschen Regisseur Max Reinhardt, träumte davon die Gruschenka in der Verfilmung der „Brüder Karamasow“ zu spielen, um endlich von dem Klischee des „naiv dummen Sex-Blondchens“ wegzukommen. Selbst ihr erster Welterfolg, neben der damals berühmten Jane Russel in „Blondinen bevorzugt“ (Regie Howard Hawks), und weitere Filme wie „Niagara“1952, und ähnliche Rollen im Jahre 1953 „Wie angelt man sich einen Millionär“ machten Marilyn nicht unbedingt glücklicher.

Durch die Rollenschablone des verführerischen, aber der geistig minder-bemittelten Blondine, machte die 20th Century Fox ein Vermögen, und bereits auch zu dieser Zeit entstanden zwischen der Monroe und zwischen der Filmproduktion große Auseinandersetzungen. Denn Marilyn bestand auf anspruchsvollere Rollen, mehrere Drehbücher hatte sie bereits abgelehnt, und schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss, indem man ihr 1954 auf Grund ihrer Mitwirkung in dem Film „Rhythmus im Blut“ eine Hauptrolle in dem Film „Das verflixte 7.Jahr“ unter der Regie von Billy Wilder zugesagt hatte. Marilyn hatte zwar den erträumten und lang ersehnten Erfolg erreicht, aber sie wurde trotz Ruhm und finanzieller Unabhängigkeit immer egozentrischer und vor allem unzufriedener. Sie erschien unpünktlich zu den Dreharbeiten und griff immer mehr zu der Droge Alkohol und Schlaftabletten. Dazu kamen Marilyns ständige Zweifel an ihren schauspielerischen Fähigkeiten, und ohne Natascha wäre wahrscheinlich Marilyn auch auf weiter Flur verloren gewesen. Denn Ihre Lehrerin war wie ein 2.Schatten was ihre künstlerische Arbeit betraf. Wo während des Drehs, so auch während der Dreharbeiten zu dem Film „Das verflixte Jahr“ unter der Regie von Billy Wilder, Natascha vor jeder neuen Szeneneinstellung unaufhörlich auf Marilyn einredete. Jede Geste, jede Sprech-Nuance wiederholte Natascha wie ein Hypnotiseur, und Marilyn schien sich mit geschlossenen Augen ganz wie im Trance auf die hypnotischen Befehle zu konzentrieren. Selbst als die Kamera rollte, lief Natascha außerhalb der optischen Reichweite neben Marilyn her und gab ihre pantomimische Schützenhilfe. Marilyn brauchte oft bis zu 50. Einstellungen bis endlich die Szene im Kasten war. Eine unvorstellbare Geschichte, die ich selbst zunächst nicht glauben wollte, und jeder Regisseur der mit Marilyn zusammengearbeitet hatte, sich offenbar die Haare gerauft haben muss. Doch Bruno Bernard, der bei den Dreharbeiten persönlich anwesend war um einige Standfotos von Marilyn zu schießen, mag hier durchaus keine Lügengeschichten erzählt zu haben, da ich Brunos wahren Charakter, der sehr offen und ehrlich war, durchaus sehr gut kannte. Dazu kam, dass Marilyn emotional sehr labil, und daher äußeren Einflüssen völlig ausgeliefert war. Durch die lebenslange Bevormundung beginnend im Waisenhaus, und später in der Ausübung als Filmschauspielerin, war Marilyn doch eher wie ein dressiertes Zirkuspferd und nie sich selbst. Marilyns zweiter Schauspiel – Hypnotiseur war Milton Greene. Sie folgte ihm 1956 nach New York und schlich sich mit dunkler Brille in das berühmte Actors-Studio von Lee Strasberg um dort an Ort und Stelle die „Methode“ zu studieren. Natascha hatte man inzwischen, auch von Seiten des Studios in die Wüste geschickt. Für Marilyn bedeutete diese Strasbergsche Methode ein Ausgraben ihrer Kindheits-traumata, die bereits auf der Couch ihrer verschiedenen Psychoanalytiker so aufgewühlt worden waren, sodass sie unter den Konflikten ihres gegensätzlichen Ichs immer mehr zerbrach.

Nichtsdestotrotz entschloss sich Marilyn, die von dem Theater-Guru Strasberg ausgesprochen fasziniert war, einige Privatstunden bei ihm zu nehmen. Er nahm sie dann später in seine Schauspielklasse auf, wo sie damals die Blanche Dubois in „Endstation Sehnsucht“ studierte, und laut Strasbergs Aussage, die Rolle sogar ausgezeichnet und sehr überzeugend gespielt haben soll. Seine Frau Paula übernahm bei den weiteren Filmproduktionen die Rolle von Natascha Lytess. Erstaunlicherweise ist auch speziell in den späteren Filmen von Marilyn zu beobachten, dass ihr schauspielerisches Können sich im Laufe der Jahre wirklich entwickelt hatte, so auch in dem Film mit Clark Gable in „Nicht gesellschaftsfähig“ (1961). Wo Marilyn auch bereits mit dem Autor Arthur Miller schon verheiratet war, und aus Liebe zu ihm zum Judentum konvertierte. Sie hatte ihn während der Dreharbeiten zu dem Film „Alter schützt vor Torheit nicht“ durch Eliza Kazan kennen gelernt. Die Ehe schien zu anfangs sehr glücklich, und Marilyn knüpfte auch echte menschliche Beziehungen zu Millers Eltern, die über ihre spätere Scheidung hinausreichten. Doch kann und will sich Marilyn mit diesem häuslichen Glück nicht lange bescheiden. Eine jüdische Hausfrau und Mama wird sie in Connecticut ebenso wenig, wie einst mit ihrem Joe sie eine Mammita in San Franciscos Fisherman’s Wharf abgegeben hatte. Die weitere Tragik mit Miller war außerdem, dass Marilyn zu Anfang ihrer Beziehung sich unbedingt ein Kind gewünscht hatte, aber drei Fehlgeburten überschatteten die ohnehin schon ständig im Streit lebende Beziehung. Marilyn litt bereits zu dieser Zeit an regelmäßig wiederkehrenden manischen Depressionen, die nicht nur ihr, sondern auch ihrer nächsten Umgebung das Leben zur Hölle machten. Miller spielte nach den Drehs den Babysitter und Krankenwärter, wo er Marilyn am Abend Beruhigungspillen und Schlaftabletten, durch Anordnung ihres Psychiaters zuteilen musste. Über tags übernahm er dann die Vermittlerrolle zwischen den anderen Schauspielern und Marilyn, die oft durch die Verzögerungen Marilyns kurz vor dem Nervenzusammenbruch standen. Somit entwickelten sich auch die Dreharbeiten zu dem Film „Nicht gesellschaftsfähig“ mit Clark Gable zu einem Desaster. John Huston, der Marilyn bereits im „Asphalt-Dschungel“ als Schauspielerin etabliert hatte, führte Regie. Ihr Mann selbst hatte zwei Jahre an dem Drehbuch gefeilt, um ihr die Rolle der Rosslyn auf den Leib zu schreiben. Dieser Film sollte Marilyn zum Durchbruch als ernste Schauspielerin verhelfen. Clark Gable, der bei jedem Filmteam gleich beliebte Mensch, kannte im Gegensatz zu Marilyn keine Starallüren. Der Vollprofi war immer pünktlich und hilfsbereit seinen Kollegen gegenüber. Trotz der glühenden Hitze in der heißen Nevada Wüste, seiner 54 Jahre und eines Herzfehlers, ließ er es sich nicht nehmen, alle gefährlichen Szenen des Einfangens der Wildpferde, ohne Gefahrendouble zu drehen. Die vielen Verzögerungen, teils durch Marilyns akute Depressionen, teils aber auch durch die vielen Streitereien am Drehort mit Miller bedingt, überanstrengten ihm derartig, sodass er 13 Tage nach Beendigung der Produktion an Herz-Versagen verstarb, ohne die Geburt seines einzigen Kindes, eines Sohnes, noch mitzuerleben.

Amerika war schockiert und böse Anschuldigungen, dass Marilyn am Tod des Filmidols schuld war, wurde durch Clarks Ehefrau Kay Spreckels noch geschürt, sodass die amerikanische Presse hier für negative Schlagzeilen sorgte. Marilyn war zu der Zeit schon ein menschliches Wrack, und es war erstaunlich, dass der Film durch den Dunst ihres Alkohol- und Pillenkonsums, und durch die Nebelschwaden der vielen Gespräche auf der Seelencouch eines Psychiaters, überhaupt zu Ende gedreht wurde. Der Film selbst, der den lang ersehnten Wechsel ins Charakterfach für Marilyn zwar erfüllte, wurde auf Grund seiner depressiven Grundstimmung jedoch ein Misserfolg. Miller der selbst bereits am Boden zerstört, und an aller Kreativität verloren hatte, ließ sich im beiderseitigen Einverständnis am 20. Januar 1961, nach zahlreichen ausgefochtenen Ehe-streitigkeiten, dann endlich von Marilyn scheiden.

Nach Marilyns Tod am 5.August 1962 brodelte die Gerüchteküche. Die Nachricht über ihren Selbstmord schockierte die Welt. Diese von der Welt so vergötterte Filmdiva, starb einsam und still im blühenden Alter von 36.Jahren an einer Überdosis des Barbiturats Nembutal in Verbindung mit dem Schlafmittel Choral-Hydrat. In ihrer sich selbst bewundernden Eitelkeit wollte sie sogar noch als schönste Leiche in Erinnerung bleiben, indem sie ihren Maskenbildner Whitney Snyder, ihre Garderobiere Margie Plecher und ihre Friseuse Agnes Flanagan noch zu Lebzeiten beauftragte, sie für ihren letzten Auftritt entsprechend vorzubereiten. Schon diese naive Eitelkeit lässt Vermutungen über die letzten Gründe ihres Freitods zu. Ihre physische Eitelkeit war nichts anderes als eine Überkompensation eines tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplexes.

Denn sicher wurde ihr klar, dass die Massenanbetung für ihre bloße Sexualität nur noch ein paar Jahre andauern würde, und dass der Absprung in andere Lebensbereiche ihr wahrscheinlich nie geglückt wäre. Außerdem wurde sie zum Produkt und Markenzeichen einer amerikanischen Hollywoodfabrik, die Marilyn mit zunehmendem Alter nie das ernste Schauspielfach zugetraut, geschweige denn angetragen hätten.

Dazu kam auch das die Fox-Studios Marilyn bereits abgeschrieben hatten, da sie krankheitsbedingt kaum noch am Set erschien, und die Kosten der Dreharbeiten derart angestiegen sind, sodass auf Dauer weder die Produktion noch der Star Monroe finanzierbar waren. Außerdem hatte Marilyn während des Drehs zu „Something’s Go to Give“ (1962), und obwohl sie krankgemeldet war, bei der Geburtstagsfeier des US-Präsidenten John F. Kennedy im Madison Squere Garden ihren letzten öffentlichen Auftrag, der gegen den Willen der Fox-Studios geschah, und der Anlass genug war, um Marilyns Vertrag zu kündigen. Somit sind die hier angeführten Kriterien durchaus ein Grund dafür gewesen, dass Marilyn nicht nur Angst vor einem finanziellen Ruin, sondern auch das Ende ihrer Karriere bereits befürchtete, um ihren eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Die Verschwörungstheorie, dass John F. Kennedy das Film Idol durch die CIA habe ermorden lassen, konnte nie widerlegt werden. Es ist unumstritten, dass Marilyn die Kennedys wegen ihrer politischen Prominenz, ihrer hohen Geistes-gaben und ihres jugendlichen Flairs bewunderte, und das hier auch über mehrere Zusammentreffen mit Bobby zu berichten ist. Sie äußerte sich über Bobby im positiven Sinne auch Bruno gegenüber. Doch nach Marilyns eigener Aussage, dass sie ihn als Intellektuellen bewundere, aber ihn körperlich in keiner Weise anziehend findet, spricht bereits dafür, dass es hier zu keiner intimen Beziehung gekommen ist. Das zwischen den Kennedybrüdern lediglich, auch teils wegen Marilyns ungeheure Publicitygier, eine rein freundschaftliche Beziehung bestand, so ist auch eine Ermordung von derer Seite im Auftrag der CIA voll-kommen auszuschließen.

Lässt man das Leben von der Monroe geistig noch einmal Revue passieren, so kommt man am Ende zu der einzigen Überzeugung „Dass Ruhm auch einsam macht!“. Denn die egozentrische und am Ende total durch geknallte Diva, litt bereits seit ihrer Kindheit, und erblich bedingt an schwersten Depressionen, wo von Anfang an es besser gewesen wäre, zunächst ihre kranke Seele zu heilen, als aus ihr eine Zelluloid – Göttin zu machen. Diese Entwicklung vom Aschenbrödel zum Star war in Marilyns Leben ein totaler Widerspruch, und gleichzeitig eine physische und psychische Überforderung. Sie wollte sich aus den Klauen eines Kindheitstraumas befreien, indem sie den Traum ein Filmstar zu werden nicht nur geträumt, sondern ihn auch mit aller Konsequenz versucht hatte zu verwirklichen.

So ist ihr wenigstens eines geblieben, trotz ihrer seelischen Zerrissenheit in einer Welt, wo sie von der Mutter nicht gewollt, durch Männer eher ausgenutzt als auch sexuell missbraucht und von einer amerikanischen Filmfabrik ausgebeutet, dass sie zumindest als blonde Venus, als die Verkörperung des „Ewig-Weiblichen“ zu einer Legende geworden ist.

Wen die Götter vernichten wollen…den machen sie erst erfolgreich“ dieser Spruch passt so typisch zu Marilyn Monroe. Denn obwohl sie alles in ihrem Leben erreicht hatte, so blieben ihr am Ende nur noch eine totale Leere und Einsamkeit, wo Lebensüberdruss und Selbstzerstörung die Unaus bleibenden Folgen ihres so unkontrollierten Lebenswandels waren.

Bruno Bernard selbst verstarb im Juni 1987 in Los Angeles. Ich traf ihn ein letztes Mal 1986 im Bad Reichenhall, wo er sich auf Grund einer jahrelangen Prostataerkrankung, dort noch einmal von Spezialisten behandeln ließ.

Doch offenbar sah auch Bruno, durch seine fortgeschrittene Krebserkrankung, keinen anderen Ausweg mehr um somit seinem Leben ein Ende zu setzen.

Seit dieser Zeit des Glamours und der wunderbaren Freundschaft mit Bruno ist auch für mich eine Ära zu Ende gegangen.

Der glamouröse Hollywoodstar Marilyn Monroe und Bernard of Hollywood haben sich beide ein Denkmal gesetzt. Denkmäler die Geschichten zu erzählen haben, die oft von einer derartigen Tragik, wo seitens der Weltpresse zwischen „Lüge und Wahrheit“ jahrzehntelang eine Gerüchteküche brodelte, die mehr der Sensationslust diente anstatt zu hinterfragen. Jedoch wo Tote wieder auferstehen und zur Legende werden. Hier erinnere ich mich wieder an Falcos Lied „Muss ich erst sterben um zu leben?“

Copyright Manuela Miebach

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